CH324690A - Verfahren zur Erzeugung von Trockengut aus Ablauge der Zellstofferzeugung - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Trockengut aus Ablauge der Zellstofferzeugung

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CH324690A
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Dubach Max
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Cellulosefabrik Attisholz Ag V
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C11/00Regeneration of pulp liquors or effluent waste waters
    • D21C11/10Concentrating spent liquor by evaporation

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  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


  Verfahren zur Erzeugung von Trockengut aus Ablauge der Zellstofferzeugung    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Erzeugung von     T#ro.ekengut    in pulverförmiger  bis körniger Form aus Ablauge der Zellstoff  erzeugung, insbesondere aus     Sulfitablauge.     



  Es sind Verfahren bekannt, bei denen       Troekenprozesse    durch Verwendung von hei  ssem Fett oder<B>öl</B>     durchgeführt-werden.    Vie  lerlei Beispiele können hier aus     Küche.und     Bäckerei angeführt werden. Eines ist das  Trocknen von Fleisch in heissem Fett.  



  Die Verwertung von Ablauge aus der     Zell-          stofferzeagung    bot, im besonderen was die       Sulfitahlauge    anbelangt, bis jetzt     beträeht-          liehe    Schwierigkeiten in technischer wie in  ökonomischer Hinsicht.

   In den Ablaugen be  finden sich 40 bis<B>60</B>     OM    der     Holztrockensub-          stanz.    Die Nutzbarmachung erfolgte bisher,  soweit sie überhaupt erfolgte, zumeist durch  die Konzentration der Ablauge und     darauf-          folgende    Verbrennung des etwa     150proze;_          tigen    wässerigen Konzentrates. Die Verbren  nung dieser eingedickten Lösung bringt     ver-          sehiedene    Nachteile.

   Der Wassergehalt von  etwa<B>50</B> % senkt; die     VerbTennungstemperatur,     währenddem, bedingt durch den hohen Was  sergehalt, die Abgastemperatur der Verbren  nungsgase aus den Dampfkesseln.     hochgeha,1-          ten    werden     muss.    Wird der Taupunkt der  Abgase im     Economiser    erreicht, so treten  starke     Koprosionen    auf. Diese Verhältnisse  führen zu niedrigen Wirkungsgraden der  Kessel.

   Hinzu kommt,     dass    für die     Verbren-          nimg    des Konzentrates Dampfkessel mit be-         sonderer    Feuerung und Durchbildung     des     Feuerraumes erforderlich werden, In Betracht  kommen Kessel- mit     Schachtleuerung,    vorge  schalteten     Brennkammern,    eventuell rotieren  den Trommeln     usw.    Die eingedickte Ablauge  mit ihrem noch relativ hohen Wassergehalt  verbrennt unter     Blasenbildung    sehr schlecht.

    Die Gefahr des Entstehens von     Koks,    aber  auch von -klebrigen     Belag#bi-lidungen    an den       HeizfläcIien,    ist, sehr gross.  



  Die     voräegende    Erfindung bezweckt     nun,-          in    wirtschaftlicher Weise aus Ablaugen der  Zellstofferzeugung ein Trockengut und ins  besondere einen guten Brennstoff zu erhalten.  Beim erfindungsgemässen Verfahren wird  dies dadurch erreicht,     dass        #die    Ablauge in  eine Flüssigkeit     gelei-bet    wird, welche bei hö  herer 'Temperatur siedet als Wasser, wobei  die Temperatur dieser Flüssigkeit Über der  Siedetemperatur des Wassers gehalten und  damit das Wasser der Ablauge ausgedampft  wird.

       Pür    diese Flüssigkeit kann ein     minera-        j          läsehes   <B>öl</B> verwendet werden. Besonders vor  teilhaft ist     die    Verwendung von Rückstän  den aus Raffinerien.  



  Untersuchungen haben gezeigt,     dass    auf  diese Weise aus dünner oder     vorkonzeutrierter,     Ablauge ein pulverförmiger bis körniger  Brennstoff hergestellt werden kann. Falls die  Ablauge<B>-</B> in heisses<B>Öl,</B> eingeleitet wird, so  wird     die,Güte    dieses Brennstoffes     dürch.    Um  hüllung jedes Kornes mit einer feinen<B>01-</B> 1       schicht    wesentlich verbessert. Er     'lässt    sieh      besser zünden, verbrennt, mit guter Flamme       und    bei beträchtlich höherer Temperatur als  das Konzentrat. Wegen des niedrigeren Was  sergehaltes darf die     Abgastemperi    ge  senkt werden.

   Der Brennstoff kann auf Rosten  für sich oder in Mischung mit andern Brenn  stoffen, wie auch in Staubfeuerungen oder  als Brikett     gepresst    verfeuert werden. Das  Trockengut kann aber auch zusammen mit  dem<B>Öl,</B> in welchem die,     Ting    erfolgte,  ohne vorherige     Abscheidung,    als flüssiger  Brennstoff verfeuert werden. Der     Trocken-          prozess,    selber ist sehr     #einfach    und mit Appa  raturen durchzuführen, die sich     vorteüha;'i't     in Wärmebetriebe     einschalften    lassen.

   Das       erfind:,ungsgemässe    Verfahren ist viel     wirt-          schaftlieher    und gestattet auch, einen besse  ren Brennstoff herzustellen als beispiels  weise bei Trocknung des Konzentrates     auf     beheizten Trommeln. Dias     Trockengut#    kann  auch zu andern als     Verbrennungszweicken     dienen.  



  Für die Ausführung des Verfahrens kön  nen ähnliche     Verdämpferapparate        verwen-          det'werden    wie beispielsweise für die     Ver-          sied-ung    von     Salzlösungen        zwech,    !Gewinnung  von Salzkristallen.  



  In der beiliegenden Zeichnung,     istals    Bei  spiel eine Anlage zur Ausführung des erfin  dungsgemässen Verfahrens in vereinfachter  Darstellung veranschaulicht, an Hand     wel-          eher    auch     da-s    Verfahren beispielsweise er  läutert wird.  



  In einem     zylindrischeii    Apparat<B>1</B> be  findet sieh ein     Ölb#ad    2, das mit einer Rühr  vorrichtung, zum Beispiel einem Propeller<B>3,</B>  umgewälzt wird, welcher mit einem     Motor-          getriebe-A,o"gregat    4 angetrieben wird, dessen  Drehzahl veränderlich einstellbar     ist.    Das<B>Öl</B>  des Bades 2     zirk-uliert    durch einen Heizkörper  <B>5,</B> der mit durch eine Leitung<B>6</B> zugeführte     m.     Dampf beheizt wird. Die     Zirki-dation    wird  durch eine Pumpe<B>7</B> und eine Rohrleitung<B>8</B>  aufrechterhalten.

   Durch die     Behei-zung    wird  das Ölbad 2 auf einer Temperatur gehalten,  die über der     Verdampfungstemperatur    des  Wassers bei dem im Apparat herrschenden  Druck liegt.    Die zu trocknende Ablauge fliesst durch  ein Rohr<B>9</B> dem Apparat<B>1</B> zu, um durch  Rohrringe     10#,    die in geeigneter Höhe über  dem Ölbad angebracht sind und Löcher auf  weisen,     üi    feiner Verteilung auf die Ober  fläche des Ölbades zu gelangen und in das  <B>Öl,</B> welches bei höherer     T'        peratur    siedet als  Wasser, geleitet zu werden. Zur Einleitung  der Ablauge könnten beispielsweise. auch  Brausen, Düsen, Lochbleche oder dergleichen  verwendet werden.  



  Die     A.blauge    ist     zweckmässigerweise    gut       vorgewärmt.        #Sie    kann auch nach irgendeinem       Eindainpfungssystem,    wie     Vielfacheffekt,          Thermokompressionen        usw.,        voreingedampft     werden.  



  Beim     Aultreffen    und Eindringen in das  Ölbad wird die Ablauge auf Siedetempera  tur erhitzt und das Wasser verdampft. Das  Trockengut scheidet sich durch     das        Weg-          dampfen    des Wassers aus und bildet Körner,  die im Ölbad schwimmen.

   Der Propeller be  wirkt die gute     Durchmischung    des Ölbades  und der Ablauge     und    damit die     Besellleuni-          gung    der Wärmeübertragung und des     Trok-          kenprozesses.    Durch das regulierbare     Motor-          getriebe-Aggregat    kann, die Korngrösse des  erzeugten Trockengates durch Drehzahlver  stellung des Propellers und damit Änderung  der Rührwirkung verändert werden.  



  Von dem heissen     ölbad    wird- Gemisch     Öl-          Trockengut    über eine Leitung<B>11</B> und eine  Pumpe 112 in einen     Abscheidier   <B>13,</B> geleitet-,  von welchem der eingedickte Brei, reguliert       äurch    eine     Dosiervorrichtung    1,4, über eine  Leitung<B>15</B> in- eine     Separierungsvorrichtung     <B>16, -</B> in der Darstellung als Schubzentrifuge  eingezeichnet, gelangt. Aus dem     Abscheider     <B>1,3</B> fliesst das geklärte<B>Öl</B> über eine Leitung  <B>17</B> in den Apparat<B>1</B> zurück.

   Durch eine  Leitung<B>18</B> wird in den Dampfräumen von  Apparat<B>1</B> und     Abscheider   <B>13-</B>     Druekausgleich     hergestellt. Das in     dier    Zentrifuge     1#6        ausge-          schleuderte    und damit mechanisch von der  Flüssigkeit getrennte Trockengut wird durch  eine Schurre<B>19</B> ausgetragen und durch eine  Transportvorrichtung 20- weggefördert.

   Das       ausgeschleuderte    heisse<B>Öl</B> gelangt durch einen      Ablauf 2,1 in einen Behälter     22,    um von dort  durch eine Pumpe     2ss#        und    durch eine Leitung  24 in den Apparat zurückgefördert zu wer  den.  



  Bei der beschriebenen Einrichtung wird  der     Trocknungsprozess    kontinuierlich durch  geführt, indem ständig Ablauge in das<B>Öl-</B>  bad,- geleitet     und    ständig Trockengut daraus  entnommen wird.  



  Statt einer Zentrifuge können auch an  dere     Trennvorriehtungen,    wie     Absetzgefässe,     Filter, Pressen, verwendet werden.  



  Die     Beheizung    der Flüssigkeit, in welche  die Ablauge zwecks Trocknung eingeführt  wird, kann auch durch unmittelbare     Einlei-          tung        von        Dampf        erfolgen,        wobei        die        Flüssig-        M          keit    in einen Nebenbehälter, der unter     er-          hölitein    Druck steht, gepumpt     und    das ent  stehende Kondensat separat abgeleitet wird.

    Im weiteren ist es möglich, beispielsweise für  die     Beheizung    überhitzten Dampf ohne Kon  densation oder Heissluft oder auch elektri  schen Strom zu verwenden.  



  Die aus dem Apparat<B>1</B> entweichenden       Brüden        werdfen    durch eine Leitung<B>25</B> in  einen Kondensator<B>216</B> geführt. Dias sich     bil-          dend:e        Brüdenkondensat    enthält flüchtige  Stoffe aus der Ablauge, aber auch     wasser-          dampfflücktige    Komponenten<I>des Öls.</I> Das  Kondensat wird daher in eine Apparatur<B>27</B>  geleitet, wobei die     in    ihm enthaltenen Sub  stanzen durch Unterschiede der spezifischen  Gewichte, Destillation, Extraktion oder an  dere Prozesse     heraus#o"earbeitet    werden.

   Die       wasserdampfflüchtigen    Stoffe aus dem<B>Öl</B>  können, damit dieses nicht, auf zu hohe Vis  kosität kommt, in Jas Bad zurückgeleitet  werden.  



  Im Kondensator<B>26</B> können die im Apparat  <B>1</B> aus der Flüssigkeit     en-tweichenid#en        Brüden     als     Hei--dampf,    beispielsweise     zur        Aufheizung     von Wasser, verwendet werden.

   Der     Brüden-          dampf    kann aber auch anderweitig zu Heiz  zwecken Verwendung finden, beispielsweise  in einem     Dampfumfürmer,    in     ZuschaItung     zu einem Mehrfacheffekt oder mit     Thermo-          kompression.    Im letzteren Falle kann bei  spielsweise der     Brüdendampf    zu,     Heizdampf       verdichtet und in den Heizkörper<B>5</B> geleitet  werden.

   Dieser übernimmt dann die, Funk  tion des     Kondensatorg   <B>26.</B> Das     durah        eüie     Leitung<B>28</B> abgeführte     Kondensatgemisch     wäre dann dem Apparat<B>217</B>     zuzuführen.    Die  Wärmepumpe würde mit Aden :erforderlichen  Sicherheitsvorrichtungen, wie Waschkolonnen,       Absclieider        usw.,    geschützt.  



  Die zu trocknende Ablauge kann einem  einheitlichen     Zellstoffherstellungsverfahren     entstammen oder auch aus einem Gemisch  von Ablaugen aus verschiedenen     Zellstoffher-          stelIungsverfahren    bestehen, beispielsweise aus       einem,Gemisch    von     iSulfitablauge    und     Sulfat-          ablauge.    Ferner können auch der zu trock  nenden Ablauge Stoffe, beispielsweise Säge  mehl, zugesetzt, werden, welche     die    Struktur  des Trockengutes: beeinflussen.

Claims (1)

  1. PATENTANS,PRUCH Verfahren zur Erzeugung vonTrockengut in f einkörniger bis körniger Form aus Ablauge der Zellstofferzeugung, insbesondere aus Sul- fitablauge, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablauge in eine Flüssigkeit geleitet wird, die bei höherer 'Temperatur siedet als Wasser, wobei die 'Temperatur dieser Flüs#sigkeit über der Siedetemperatur des Wassexs gehalten und damit das 'Wasser der Ablaugie ausge dampft wird.
    UNTER.,ANSPRÜCHE <B>1. -</B> Verfahren nach 1?'atentampruch, da durch gekenn eichnet, dass die Flüssigkeit, in welche die Ablauge eingeleitet wird, ein mineralisches Öl ist. '2. Verfahren -nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass als Flüssigkeit, in welche die, Ablauge eingeleitet wird, Rückstände aus Ölraffine rien verwendet werden. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zu trocknende Ablauge, voreingedampft wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ahlauge in feiner Verteilung in die genannte Flüssigkeit geleitet wird. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch,<B>da-</B> durch gekennzi3ich-net, dass die, Flüssigkeit, in welche die Ablauge eingeleitet wird, ge rührt wird. <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch geke-nn eichnet, dass Jag Trockengut von der Flüssigkeit, in welche die Ablauge eingeleitet wurde, mechanisch getrennt wird.
    <B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die aus der Flüssig keit entweichenden Brüden im Eindickungs- prozess als Heizdampf verwendet werden. <B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die aus der MÜS- sigkeit entweielienden Brüden, kondensiert und aus dem so entstandenen Brüdenkondensat die in ihm enthaltenen Substanzen heraus gearbeitet werden.
    <B>9.</B> Verfahren nach -Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Trocknungs- prozess kontinuierlich durehgeführt wird, in dem ständig Ablauge in die Flüssigkeit ge leitet und ihr ständig Troekengut entnom men wird. 1.0. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dlass die zu trocknende Ablauge ein Gemisch von Ablaugen aus ver schiedenen Zellstoffherstellungsverfahren ist.
    <B>11.</B> Verfahren nach Patentansprueh, da durch. gekennzeichnet, dass der zu trocknen den Ablauge Stoffe zugesetzt werden, welche die Struktur des Trockehguteg beeinflussen.
CH324690D 1954-01-08 1954-01-08 Verfahren zur Erzeugung von Trockengut aus Ablauge der Zellstofferzeugung CH324690A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1285953B (de) * 1960-11-18 1968-12-19 Fmc Corp Trocknungsverfahren fuer gefrorenes Gut und Vakuum-Gefriertrocknungskammer zur Durchfuehrung des Verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1285953B (de) * 1960-11-18 1968-12-19 Fmc Corp Trocknungsverfahren fuer gefrorenes Gut und Vakuum-Gefriertrocknungskammer zur Durchfuehrung des Verfahrens

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