Verfahren zur automatischen Abstimmung eines Schwingkreises
EMI0001.0001
Die <SEP> vorliegende <SEP> Erfindung <SEP> betrifft <SEP> ein
<tb> Verfahren <SEP> zur <SEP> automatischen <SEP> Abstimmung
<tb> eines <SEP> Schwingkreises, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> des <SEP> Sehwingkrei sc:s <SEP> einer <SEP> TIF-Verstärkerstufe, <SEP> auf <SEP> Resonanz
<tb> fiii <SEP> ein <SEP> l;
,inganyssignal <SEP> gegebener <SEP> Frequenz,
<tb> sowie <SEP> eine <SEP> Anordnung <SEP> zur <SEP> Ausübung <SEP> des <SEP> Ver fahrens.
<tb> Bei <SEP> drahtlosen <SEP> Nachriehtenübertragungs anlagen, <SEP> insbesondere <SEP> solchen, <SEP> die <SEP> der <SEP> Funk navi-ation <SEP> und <SEP> kommerziellen <SEP> und <SEP> auch <SEP> mili tärisehen <SEP> Zwecken <SEP> dienen, <SEP> kommt <SEP> man <SEP> oft <SEP> in
<tb> die <SEP> Lage, <SEP> aus <SEP> diesen <SEP> oder <SEP> jenen <SEP> Gründen <SEP> einen
<tb> Frecluenzweclisel <SEP> vornehmen <SEP> zu <SEP> miissen. <SEP> Der ai-tige <SEP> Anlagen <SEP> sind <SEP> so <SEP> ausgebildet, <SEP> dass <SEP> sie
<tb> sowohl <SEP> sende- <SEP> wie <SEP> empfangsseitig <SEP> wahlweise
<tb> zi <SEP> nf <SEP> verschiedenen <SEP> Frequenzen <SEP> betrieben <SEP> wer den <SEP> können.
<SEP> Im <SEP> Sender <SEP> sind <SEP> beispielsweise
<tb> (-ine <SEP> Reihe <SEP> von <SEP> Schwingquarzen <SEP> vorhanden,
<tb> die <SEP> je <SEP> nach <SEP> der <SEP> gewünschten <SEP> Betriebsfrequenz
<tb> in <SEP> den <SEP> Senderoszillator <SEP> eingeschaltet <SEP> werden.
<tb> Ein <SEP> Quarzweelisel <SEP> erfordert <SEP> dabei <SEP> selbstver ständlich <SEP> eine <SEP> Änderung <SEP> der <SEP> Abstimmung,
<tb> l,zw. <SEP> eine <SEP> Neuabstimmung <SEP> sämtlieher <SEP> auf <SEP> den
<tb> Oszillator <SEP> folgenden <SEP> Stufen.
<SEP> Bisher <SEP> erfolgte
<tb> in <SEP> den <SEP> Fällen, <SEP> wo <SEP> ein <SEP> totaler <SEP> Gleiehlauf <SEP> sämt lieher <SEP> Stufen <SEP> nicht <SEP> möglich <SEP> ist, <SEP> eine <SEP> solche
<tb> .lbstn71i1111Iig' <SEP> von <SEP> Stufe <SEP> zu <SEP> Stufe <SEP> meist <SEP> von
<tb> Hand, <SEP> indem <SEP> das <SEP> variable <SEP> lmpedanzeleinent,
<tb> z. <SEP> ss. <SEP> der <SEP> Kondensator <SEP> der <SEP> Sehwingkreise, <SEP> in
<tb> üblicher <SEP> Weise <SEP> neu <SEP> eingestellt <SEP> wurde. <SEP> Dieses
<tb> Verfahren <SEP> erweist <SEP> sich <SEP> in <SEP> allen <SEP> jenen. <SEP> Fällen,
<tb> wo <SEP> der <SEP> Frequenzwechsel <SEP> zur <SEP> Vermeidung <SEP> von
<tb> 711 <SEP> langen <SEP> Beti-iebsuiuterbrüehen <SEP> raseh <SEP> erfol- gen muss, als zii langsam.
Man hat daher nach -Mitteln und Wegen gesucht, um die Abstim mung automatisch in Abhängigkeit eines Fre- ciuen7wechsels, z. B. des Quarzweehsels, durch zafiihren. Eine bekannte Lösung dieser Art besteht darin, zur Erstellung der Betriebs- bereitsehaft eines Senders, z.
B. die Kondensa toren der Schwingkreise, von Hand auf jede in Frage kommende Stellung einzustellen und diese Stellungen einzeln mechanisch zu mar kieren, so dass später bei einem im Betrieb erfolgenden Prequenzweehsel jeder Konden sator durch ein durch den gewählten Quarz bestimmtes Kriterium durch einen Motor oder ein Federwerk in die entsprechende vormar- kierte Stellung gebracht wird.
Eine derartige Steuerung erheiseht einen verhältnismässig komplizierten Mechanismus, der wegen der sehlag < Zrtigen Beanspi-tieliungen hohem Ver- sehleiss unterworfen ist. Zudem wird für jede al)zustiminende Stufe eine vollständige Steuer einriehtung benötigt, was einen beträchtlicher.
aufwand darstellt, aber anderwits eine gleich zeitige Abstimmung aller abzustimmenden Stufen gestattet.
Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sieh dadurch aus, dass man das variable Im pedanzelement des Schwingkreises automa- tiseh über den Abstimmbereich des Schwing kreises führt, dass man aus dem dabei auftretenden zeitlichen Verlauf eines den Sehwingkreis durchfliessenden Stromes eine Spannung erzeugt, die als Funktion der Zeit mindestens angenähert proportional der er sten zeitlichen Ableitung des genannten Stro mes ist.
und somit an der Resonanzstelle einen Nulldureltgang aufweist, und dass man diesen Nulldurchgang der Spannung dazu verwen det, um das Antriebsmittel des variablen Im pedanzelementes anzuhalten.
Die erfindungsgemässe Anordnung zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine Differenzierungs vorrichtung, deren Eingangskreis von einem dem genannten Schwingkreisstrom proportio nalen Strom durchflossen ist, und durch Mit tel, welche auf den Nulldurchgang der im Ausgangskreis der Vorrichtung auftretender Spannung ansprechen, um das Antriebsmittel des variablen Impedanzelementes anzuhalten.
Nachstehend wird die Erfindung beispiels weise näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen zwei Kurven, die zur Erläuterung der Wirkungsweise des in Fig, 3 im Schema dargestellten Ausführungs beispiels der erfindungsgemässen Anordnung dienen.
Es ist. bekannt., dass beim Abstimmen einer HF-Stufe der Elektrodengleiehstrom (All- odenstronr oder Gitterstrom) eine Funktion der Abstimmung, das heisst der Stellung des variablen Impedanzelementes des Schwing kreises ist.
Dieser Strom zeigt im Gebiet der Resonanz zum Beispiel ein Maximum (oder Minimum), wie dies aus der Fig.1 hervorgeht, welche den Strom in Funktion der A bstimm- siellung, also zum Beispiel des Drehwinkels r des Abstininikondensators, zeigt.
Das durch die Drehwinkel a1 lind a2 begrenzte Gebiet der Kurve wird als Scharfabstimmungszone bezeichnet.<I>Der</I> gleichgerichtete HF-Strom würde nach der gleichen Kurre verlaufen.
Lässt man den Elektrodengleichstrom durch eitle Messimpedanz fliessen, so entstellt all die ser ein entsprechender Spannungsabfall, der gemäss Fig. 1 bei Resonanz ein 1IMaximum zeigt, das ein Kriterium für die Resonanzstel lung darstellt.
Da das Abstimmoptiinum durch die Abstimmeinrichtung selbsttätig ge- #unden werden soll, genügt die Kurve nach I! i < ". 1 nicht, da. zwischen einer Stellung vor und nach dem 1VIaliniumauf Grund der Kurve der Fig.1 allein nicht unterschieden werden kann, da ein Wert vor dem llaximuiri @,oni entsprechenden Wert.
naeli dem Maxi- mum sich strommässig nicht unterscheidet. Es kann hinge"gen eine eindeutige Unterschei- dung vorgenommen werden, wenn man als weiteres Kriterium die, zeitliche Differenzie rung der Kurve nach Fi-.1 zuzieht. Wenn man diese Kurve genügend rasch durchläuft. das heisst einen nach dieser Kurve verlaufen- den Strom einer Differenzierungsvorrichtuna, z.
B. der Primärwicklung eines Transforma- tors, zuführt, so erhält malt an der Sekundär wicklung des Transformators eine Spannung die der ersten Ableitung der Kurve naeli Fig. 1 entspricht und die sich durch die Kurve der Pig. 2 darstellen lässt. Diese Kurve zeigt im Abstimniungsmazimum einen scharfen Nulldurchgang, bei welchem die Polarität. ändert.
Die Kurve der Fig.2 liefert alt sieh kein hinreichendes Kriterium für die automa tische Auffindung des Abstilnmringsopt.i- niums, da. die Punkte a., b und c sieh\ span- nungsmässig nicht. unterscheiden.
An Hand der Fig. 3 soll null ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher erläutert werden. Die schematisch dar gestellte Röhrenstufe RS soll automatisch auf eine vorgegebene Frequenz abgestimmt wer den. Die Anode der Röhre ist. über einen Parallelsehwingkreis PS und eilte .:1Iessiiiipe- danz :11W mit dem positiven Pol der An odenspannungsquelle verbunden.
Zwischen dem Sehwingli:reis PS und der Impedanz JIIV ist über den Kondensator C, eine Erdung für Hochfrequenz vorgesehen, so dass über die Impedanz JIW nur die Gleichstromkompo nente des Anodenstromes fliesst. Diese ist, w% bereits erwähnt, eine Funktion der Abstim mung des Schwingkreises PS. An Stelle der 171eichstromkomponente könnte auch die gleichgerichtete Wechselstromkornponente des Anodenstromes über die Impedanz 3ZW gelei tet werden.
Der variable Kondensator C, des Schwingkreises wird durch den Motor<B>31</B> all- getrieben, der in Abhängigkeit der über der
EMI0003.0001
Impedanz <SEP> JIIV <SEP> erzeugten <SEP> Spannung <SEP> besteuert
<tb> wird. <SEP> Der <SEP> Motor <SEP> JI <SEP> ist. <SEP> ein <SEP> vor- <SEP> und <SEP> x@iiekwäi-ts
<tb> laufende), <SEP> As@-nehronxnotor <SEP> mit <SEP> Hilfsphase.
<tb>
Die <SEP> l:inriehtung <SEP> zur <SEP> Steuerung; <SEP> des <SEP> Mo tors <SEP> J1 <SEP> weist <SEP> einen <SEP> Speisetransformator <SEP> ST
<tb> auf, <SEP> der <SEP> primärseitig <SEP> aus <SEP> dein <SEP> Netz <SEP> mit <SEP> zum
<tb> Beispiel <SEP> '?'?0 <SEP> V <SEP> und <SEP> 50 <SEP> Hz <SEP> gespeist <SEP> wird. <SEP> Die
<tb> Sekundä <SEP> rwieklung <SEP> Sll'1 <SEP> liefert <SEP> den <SEP> Heizstrom
<tb> für <SEP> die <SEP> Doppelröhre- <SEP> 1'. <SEP> Die <SEP> Sekundärwiek 1 <SEP> ahnen <SEP> 291V.., <SEP> Sll'a <SEP> und <SEP> SIV5 <SEP> liefern <SEP> die <SEP> Speise spannungen <SEP> für <SEP> den <SEP> Motor <SEP> ll, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> von
<tb> Elen <SEP> Wicklungen <SEP> SW, <SEP> und <SEP> SW <SEP> 5 <SEP> gelieferten
<tb> Spannungen <SEP> Z', <SEP> und <SEP> Z'2 <SEP> gegenphasig <SEP> sind.
<SEP> Die
<tb> Sekundärwicklung <SEP> SIV-1 <SEP> liefert <SEP> über <SEP> den
<tb> Uleiehriehter <SEP> G, <SEP> die <SEP> Bremsspannung <SEP> für <SEP> den
<tb> llotor <SEP> lI <SEP> und <SEP> die <SEP> Sekundärwicklung <SEP> SIV,i
<tb> über <SEP> den <SEP> Gleichrichter <SEP> G.> <SEP> die <SEP> Anoclenspan iaing <SEP> für <SEP> die <SEP> Röhre <SEP> V <SEP> und <SEP> die <SEP> Weehselspan nung <SEP> für <SEP> die <SEP> Speisung <SEP> der <SEP> Sekundärwicklung
<tb> S. <SEP> des <SEP> Differenz <SEP> iei'transformatox;s <SEP> <I>DT.</I> <SEP> Die
<tb> Gleiehriehter <SEP> CTl <SEP> und <SEP> G.., <SEP> liefern <SEP> ausserdem <SEP> die
<tb> Speisespannungen <SEP> für <SEP> die <SEP> verschiedenen <SEP> Re lais <SEP> der <SEP> Schaltung.
<tb>
Die <SEP> Wirkungsweise <SEP> der <SEP> Schaltung <SEP> ist <SEP> wie
<tb> i'olgt: <SEP> <B>In),</B> <SEP> Gebiet <SEP> ausserhalb <SEP> der <SEP> Seharfabstini niiingszoixe <SEP> fliesst <SEP> ein <SEP> relativ <SEP> kleiner <SEP> Strom
<tb> durch <SEP> die <SEP> Primärwicklungen <SEP> P <SEP> des <SEP> Differen ziertransforinators <SEP> <I>DT.</I> <SEP> Diese <SEP> Priiniirwiekltni gen <SEP> sind <SEP> so <SEP> auf <SEP> den <SEP> äussern <SEP> Sehenkeln <SEP> des
<tb> dreisehenkligen, <SEP> eine <SEP> hohe <SEP> Anfangspermeabili 1üt <SEP> aufweisenden <SEP> (z. <SEP> B. <SEP> aus <SEP> Permalloc# <SEP> F <SEP> be stehenden) <SEP> Kernes <SEP> des <SEP> Transformators <SEP> <B>DT</B>
<tb> ungeordnet, <SEP> dass <SEP> sie <SEP> mit.
<SEP> der <SEP> auf <SEP> dem <SEP> Mittel schenkel <SEP> angeordneten <SEP> Sekundärwieklun, <SEP> S<B>#,</B>
<tb> eine <SEP> magi@etisclie <SEP> Brüekensehaltung <SEP> bilden,
<tb> das <SEP> heisst <SEP> so, <SEP> dass <SEP> der <SEP> mittlere <SEP> Schenkel <SEP> durch
<tb> den <SEP> die <SEP> Primärwicklungen. <SEP> durchfliessenden
<tb> Strom <SEP> nicht <SEP> magnetisiert <SEP> wird. <SEP> Durch <SEP> den
<tb> ci.,wähnten <SEP> kleinen, <SEP> die <SEP> Primä.rwieklxixig,en
<tb> ditrehfliessenden <SEP> Strom <SEP> wird <SEP> die <SEP> Kernpermea bilität <SEP> nur <SEP> unwesentlich <SEP> beeinflusst, <SEP> das <SEP> heisst.
<tb> sie <SEP> bleibt <SEP> hoch.
<SEP> Die <SEP> Seluiiclärwieklung <SEP> S..>
<tb> stellt <SEP> daher <SEP> eine <SEP> relativ <SEP> hohe <SEP> Impedanz <SEP> dar.
<tb> Ein <SEP> Eilfswecliselstrom, <SEP> der <SEP> aus <SEP> der <SEP> Wicklung
<tb> SII"ti <SEP> den <SEP> Speisetransformator <SEP> ST <SEP> liochohnii-v
<tb> i;ber <SEP> den <SEP> Widerstand <SEP> R1 <SEP> der <SEP> Wicklung
<tb> zug-eführi <SEP> wird, <SEP> erzeugt <SEP> somit <SEP> einen <SEP> grossen
<tb> Spannungsabfall <SEP> an <SEP> der <SEP> Wiekluna <SEP> S<U>@></U>. <SEP> Die Spannung über .S'.., wird im.
Gleichrichter G;; gleichgerichtet und über die beiden Sekundär wicklungen S1 des Transformators DT den Gittern der Röhre V zugeführt, wodurch diese gesperrt ist. Das im Anodenkreis der Röhre 6" liegende Relais<I>HR,</I> ist somit nicht erregt. In dieser Relaisstellung ist der Motor derart ,in die Speisequelle (Wicklung SIV##j ange- schaltet, dass er aus seiner Ausgangsstellung- im Uhrzeigersinn anläuft.
Vor dem Abstimm- vorgang ist, wie noch zu beschreiben sein wird, der Motor J1 automatisch in seine Ausgangs stellung gebracht worden, in welcher der Kon densator C, maximale Kapazität aufweist.
Durch das Drehen des Motors im Uhrzeiger- sinn wird der Abstimmbereieh im Sinne zu nehmender Frequenz durchlaufen. Sobald der Kondensator C, für die gegebene Frequenz, auf die der Schwingkreis P abzustimmen ist, in.
das Gebiet der Scharfabstimmung kommt, wird durch den erhöhten, durch die Wiek- lungen P des Transformators DT fliessenden Strom infolge zunehmender Sättigung des Kernes dessen Pexnieabilität herabgesetzt, so dass die Impedanz von S", klein und damit der Wechselspannungsabfall über 82 klein wird.
Der CTleiebrichter G?, ist durch die am Potentiometer P, abgegriffene Spannung so vorgespannt, dass die Spannung über & nicht mehr gleichgerichtet wird, wenn ihr Wert unter den durch die Potentiometerstellung be stimmten Wert abfällt.
Die Röhre V erreicht bei diesem Grenzwert ihren normalen Arbeits punkt, und zwar ist das Potentiometer P, so eingestellt, dass dieser Grenzwert dann er reicht wird, wenn auf der Kurve der Fig. 1 ungefähr der Punkt IV (Winkel ui) erreicht. ist.
Der nun fliessende Anodenstrom erregt das Relais HR, und schaltet. den Motor von der Sekundärwicklung SW2 des Speisetrans formators ST ab und verbindet ihn über die Kontakte 1 der polarisierten Relais PRl und <U>PR.</U> mit der Sekundärwicklung 8W5 des Sneisetransforrnators <I>ST.</I> Die Relais<I>PR,</I> und PR2 weisen je eine Arbeitswicklung .1W und eine Hilfswicklung HW auf.
Die Arbeitswick lungen A W liegen in Reihe zwischen den Ka thoden der Doppeltriode V. Die Ruhelage (das heisst die in der Fig. 3 dargestellte Stel- lung) der Relais PR, und PR2 ist durch die über den Widerstand R. an die Hilfswieklun- geir III1' angelegte Vorspannung bestimmt.
Bei der dargestellten Stellung der, Relaiskon takte läuft. der Motor J1 im gleichen Sinne weiter wie vor der Irregung des Relais IIR1, da die von der Wieklung SIh5 abgegebene Spannung L\2 mit der von der Wieklung SIV2 abgegebenen Spannung in Phase ist,
wie dies die diesen Wieklungen zugeordneten Pfeile anzeigen.
Beim Durchlaufen der Resonanzkurve er- zeugt der nach der Kurve von Fig.1 verlau fende Strom der Primärwieklungen P des Transformators DT <I>in</I> den Sekundärwieklun- Olen S1 eine Spannung, deren Verlauf gleich der ersten Ableitung der Stromkui--e von Fig. 1.
ist, und zwar sind die beiden Wieklun- gen S1 so gewickelt und reit den beiden Git tern der Röhre V verbunden, dass die Gitter geggenphasig gespeist werden, das heisst, ein f,itter wird vom Arbeitspunkt der Röhre aus gesehen positiver und das andere Gitter nega- tiver. Dadurch entsteht zwischen den beiden Kathoden, zwischen welchen die Arbeitswiek- langen AZh der polarisierten Relais PR, und PR2 liegen,
eine Spannungsdifferenz. Die Schaltung ist so getroffen, dass durch diese Spannung die beiden Relais PR, und PR,. vor dein Nulldurehgang der Spannungen (Fig. \?) irr den Wieklungen S1 weiterhin in ihrer Stellung gehalten werden. Die Relais PR, und PR. sollen auf den Nulldurclrgan@g der Spannungen in S1 ansprechen.
Da aber seit Beginn des Abstimrnvorganges eine Vor spannung an den Hilfswicklungen HTU dieser Relais liegt, muss diese vorerst kompensiert werden.
da sonst die Relais erst dann in den neutralen, das heisst rrnerregten Zustand kämen, wenn nach dem Nulldurchgang die Spannung an den Arbeitswieklungen so gross ist, dass sie die Wirkung der Vorspannune aufhebt. Die Kompensation geschieht in der Weise, dass im normalen Arbeitspunkt der Röhre Y mittels des variablen Kathodenwider standes P3 eine Unsynrmetrie der Kathoden ströme erzeugt wird,
welche die -Wirkung der erwähnten Vor:spannung nahezu ausgleicht, das heisst so, dass das Relais PR, etwas nach dem Nnlldurehgang der Spannung anspricht.
Das Ansprechen "des Relais<U>PR.</U> erfolgt hin- gegen etwas vor dem Nulldurehgang der Span nung, und z #ar wegen der Wirkung des par allel zu seiner Hilfswieklung liegenden Wider standes P.,, dank dessen die Wirkung der Vorspannung auf das Relais PR2 etwas ge ringer ist als auf das Relais PR,.
Der Wider stand P.. ist. variabel, so dass sich der Zeit punkt des Anspreehens roll PR2 genau ein stellen lässt. Der zeitliche Unterschied im An sprechen der beiden.
Relais PR, und<I>PR.-</I> sehafft die für eine stabile Endlage nötige P,egulierliieke. Im Augenblick, in welchem das Relais PR#, anspricht und seinen Kontakt a.ur die Stellung II umlegt und sieh das später an sprechende Relais PR, mit seinem Kontakt noch in Stellung I befindet, fliesst ein vom Gleiehriehter C1gelieferter Gleichstrom durch die Statorwieklung des Motors,
wodurch im rotierenden Kurmelrlussanker ein Gegenfeld erzeugt wird, welches den Motor sofort ab bremst und stillsetzt (Kurzsehlussbremse). In diesem Moment ist der Sehwingkreis auf Re sonanz abgestimmt.
Sollte bei sehr steilen Resonanzkurven im Augenblick, in welehem der Motor zum Stillstand kommt, das llaxi- nrum der Resonanzkurve schon überschritten sein, das heisst ein Punkt auf der Resonanz- hurve erreicht sein, der jenseits der Regulier- liieke liegt, so spricht auch das Relais PR, an,
wodurch der Motor im Gegenuhrzeiger- sinn in die Abstimnrlüeke zurüekläuft und irr der vorgängig beschriebenen Weise angehal ten wird.
Beim Fliessen des Brernsgleiehstr omes wird, durch den Kondensator C";; verzögert, (las Hilfsrelais HR2 erregt, welehes seinerseits be wirkt, dass der Sehrittsehalter SS durch das Sehaltwerk SSH über eine Zwischenstellung auf die nächste abzustimmende Stufe gesehal- tet wird, in welcher die Abstimmung wieder in der beschriebenen Weise vor sich geht.
Auf der Zwischenstellung wird der Motor der nachfolgenden Stufe in Drehung versetzt, so dass dieser den Abstimmkondensator der
EMI0005.0001
mlehfolendentitfe <SEP> in <SEP> seilte <SEP> Ausgangsstel <B>lung,</B> <SEP> das <SEP> heisst <SEP> in <SEP> die <SEP> Stellung <SEP> maximaler
<tb> Kapazitiit. <SEP> (bzw. <SEP> minimaler <SEP> Frequenz") <SEP> bringt.
<tb> In <SEP> clic@ser <SEP> Stellung- <SEP> des <SEP> Kondensators <SEP> wird.
<SEP> der
<tb> Motor <SEP> über <SEP> einen <SEP> -Endkontakt <SEP> <B>ES</B> <SEP> ana'ehaltell.
<tb> v-obei <SEP> gleiehzeiti"' <SEP> ein <SEP> Impuls <SEP> den <SEP> Sehritt < < halter <SEP> von <SEP> der <SEP> Zwisehenstellun <SEP> g <SEP> um <SEP> einen
<tb> schritt <SEP> auf <SEP> die <SEP> niieliste <SEP> Stellung,' <SEP> weiterschal tet, <SEP> in <SEP> wuleher <SEP> min <SEP> die <SEP> abzustimmende <SEP> Stuf
<tb> ün,@cschaltct <SEP> ist.
<SEP> Der <SEP> Motor <SEP> wird <SEP> wieder, <SEP> wie
<tb> bereits <SEP> für <SEP> die <SEP> vorangehende <SEP> Stufe <SEP> beschrie ben, <SEP> im <SEP> Ulirzeigersinn <SEP> in <SEP> Drehung <SEP> versetzt.
<tb> \elbstverständlieh <SEP> ist, <SEP> aiieh <SEP> vor <SEP> der <SEP> Stellung,
<tb> in <SEP> weleher <SEP> die <SEP> erste <SEP> Röhrenstufe <SEP> ang'esebaltet
<tb> ist, <SEP> eine <SEP> sehrittsehalterstellun <SEP> @- <SEP> vorhanden,
<tb> Irin <SEP> den <SEP> Motor <SEP> der <SEP> ersten <SEP> Stufe <SEP> iit <SEP> seine <SEP> Ans zll <SEP> brln-'en.
<tb>
lii <SEP> dt-i' <SEP> bisheri"'en <SEP> Besehreibulig <SEP> wurde <SEP> an @eno@nmen, <SEP> dass <SEP> für <SEP> jede <SEP> abzustimmende <SEP> Röh renstufe <SEP> ein <SEP> individueller <SEP> Motor <SEP> zur <SEP> Betäti @,nn@.;' <SEP> des <SEP> eiitspreehenden <SEP> Abstimnikondensa rors <SEP> vorhanden <SEP> sei.
<SEP> Es <SEP> können <SEP> aber <SEP> auch <SEP> ineh rerc# <SEP> Stufen <SEP> im <SEP> Gleiehlauf <SEP> bedient <SEP> werden.
<tb> s#.-obci <SEP> die <SEP> Abstimmkriterien <SEP> am <SEP> zweekni < issig st <SEP> en <SEP> voll <SEP> der <SEP> letzten <SEP> Stufe <SEP> der <SEP> im <SEP> lTleiehlauf
<tb> 11 < dienten <SEP> (@rtlphen <SEP> abgeleitet <SEP> werden, <SEP> so <SEP> daL',
<tb> fär <SEP> alle <SEP> diese <SEP> Stufen <SEP> nur <SEP> ein <SEP> Motor <SEP> erforder-.
<tb> 1i(-11 <SEP> ist <SEP> und <SEP> die <SEP> Abstimmung <SEP> dieser <SEP> Stufen
<tb> sclbst@-e>rstäncllic#h <SEP> #,-leielizeiti- <SEP> erfol--t. <SEP> Da < lurch <SEP> lässt <SEP> sieh <SEP> diel <SEP> Anzahl <SEP> der <SEP> Abstinnnvor <U>g</U>än <SEP> <U>g</U>e <SEP> mit <SEP> dein <SEP> entspreehenclen <SEP> Zeitgewinn
<tb> Herabsetzen.
<tb>
1#7.s <SEP> wurde <SEP> vorstehend <SEP> erwähnt, <SEP> dass <SEP> bei <SEP> sehr
<tb> @tcilen <SEP> Resonanzl:ui#ven <SEP> der <SEP> Motor <SEP> möglieher @reisc <SEP> erst <SEP> naell <SEP> der <SEP> lie;,nlierlüelee <SEP> zum <SEP> Still aaild <SEP> kommt <SEP> und <SEP> dann <SEP> wieder <SEP> in <SEP> diese <SEP> ztt i <SEP> üelzläuft, <SEP> uni <SEP> die <SEP> Abstimmung <SEP> zu <SEP> beendigen.
<tb> Der <SEP> Motor <SEP> kann <SEP> jedoeli <SEP> so <SEP> ausgebildet <SEP> oder
<tb> der <SEP> Bremsstrom <SEP> so <SEP> gross <SEP> gewählt <SEP> werden, <SEP> dass
<tb> die <SEP> Bremsung <SEP> so <SEP> rasch <SEP> lind <SEP> wirksam <SEP> ist, <SEP> class
<tb> eile <SEP> Überlaufeli <SEP> der <SEP> neg-ulierlüel_ze <SEP> verhindert
<tb> wir!l.
<SEP> In <SEP> diesem <SEP> Fall <SEP> kann <SEP> eines <SEP> der <SEP> polarisier ten <SEP> Relais <SEP> <I>PR,</I> <SEP> oder <SEP> PPA <SEP> und <SEP> der <SEP> Widerstand
<tb> P., <SEP> weg'L,relassen <SEP> werden. <SEP> wobei <SEP> daim <SEP> das, <SEP> ver bleibende <SEP> Relais <SEP> durch <SEP> entspreeliende <SEP> Einstel lnli < ,g <SEP> von <SEP> Pa <SEP> unmittelbar <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Nnlldureh gang <SEP> seinen <SEP> Kontakt <SEP> umlegt <SEP> und <SEP> die <SEP> Brem <B>sung</B> <SEP> des <SEP> Motors <SEP> einleitet. <SEP> Ebenso <SEP> wird <SEP> dann die Wieklung s117,; des Speisetransformators ST überflüssig.