CH325376A - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Betonbahnen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Betonbahnen

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CH325376A
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Betonbahnen         Die    Erfindung bezieht. sieh auf ein Ver  lahren und eine     Vorrichtung    zum Herstellen  von Betonbahnen unter     Anwendung    des     Vi-          brationsprinzips.     



  Die für diese Zwecke bisher bekannten  Verfahren und     Einrichtungen    kennzeichnen       sich    durchweg dadurch     dass    die     Schwingungen     über eine in sich     geschlossene,    das heisst un  unterbrochene Fläche, die sowohl eben als       t        auc        -li        gewölbt,        oder        kurvenförmig        ausgebildet     sein kann, auf die     zii    verdichtende     Beton-          seliielit    übertragen werden.  



  Es wurde nun in umfassenden Versuchs  reihen das Verhalten des Betons beim Über  gang von Verdichtungselementen mit ge  schlossener Arbeitsfläche untersucht und da  bei folgendes festgestellt  Die auf den Strassenuntergrund frisch        <  < ufgeschiittete    Betonmischung ist. alles andere  als ein in seinen physikalischen Eigenschaften       homogener        Körper,    sondern teils eine     ehemi-          sche    Verbindung, teils ein Gemisch aus einer  Reibe von Stoffen, nämlich Mineralien, Was  ser und Luft, die sieh unter dem durch die       Vibrationseinriehtung    ausgeübten Druck ganz       unterschiedlich    verhalten.

   Die im frischen  Beton     eingeschlossenen        wässrigen    Teile der  Mischung sowie die Luftteilchen haben zur  Folge, dass die     Betonschielit    während der       Vibrationsbehandlung    jedem Druckimpuls  elastisch ausweicht und wieder     zurückfedert,          sobald    der Druck     aufgehört    hat. Das Ausmass  dieser Rückfederung ist in hohem Masse ab-         hängig    vom  Wassergehalt  der betreffenden  Betonmischung.

   Dieser     -\V        assergehalt        schwankt     wiederum von einer Mischungscharge zur  andern, einmal weil eine absolut exakte, das  heisst. völlig     gleichmässige    Dosierung der Was  sermengen im praktischen Betrieb auf grössere       Schwieügkeiten    stösst     und    zum andern, weil  schon der natürliche Feuchtigkeitsgehalt der  Ausgangs- und     Zuschlagstoffe,    das heisst ihr  Zustand vor dem Zuteilen von Wasser, von  Charge zu Charge ebenfalls Schwankungen       unterworfen    ist.

   Abgesehen davon sind in  einem Materialhaufen, dessen Verarbeitung  ja stets in mehreren Chargen erfolgt, die  intern Schichten feuchter als die obern, so  dass sich also auch schon hieraus Schwankun  gen des     Wasserfaktors    der fertigen Mischung  ergeben. Infolgedessen lässt sieh auch bei Ver  wendung ganz exakt. arbeitender     Wasser-Zu-          messeinrichtungen    kein gleichmässiger Wasser  gehalt der einzelnen     Mischungschargen    einer  Betondecke erzielen.  



  Aus den obigen Darlegungen ergibt sich  also, dass die auf den     Strassenuntergrund        auf-          1.     



  gebrachten     Betonmischungen    infolge ihres     un-          tersehiedlichen    Wassergehaltes nach dem  Übergang des Strassenfertigers verschieden  stark     zurückfedern,    wodurch sich wiederum  Höhenunterschiede der Betondecke ergeben.

    Zur Beseitigung dieser     Höhendifferenzen    wer  den den Fertigern üblicherweise     Glättele-          mente        naehgesehaltet.    Diese besitzen entweder  eine     kufenförmig    gerundete oder eine ebene       Arbeitsiläche.    Im ersten Falle besteht die Ge-      fahr, dass das     Glättelement    auf Höhendiffe  renzen auffährt     und    über diese     hinwegrutscht.     Im zweiten Falle besteht die Gefahr, dass der  Beton zwar auf gleiche Höhe abgehobelt wird,  wobei sieh indessen ein stellenweises Aufrei  ssen der Betonoberfläche nicht vermeiden lässt.  



  Man hat die geschilderte, beim Übergang  eines     Vibrationskörpers    auftretende Rück  federung des Betons bisher     auf    zweierlei  Arten     zii    beheben versucht, und zwar einmal  durch sehr schmal ausgebildete     Vibrierbohlen          und    ferner durch     Vibriereinriehtungen,    die  während des Arbeitsganges in vergleichsweise  langsamer Folge     periodisch    auf den Beton  aufgesetzt. und alsdann mit einem Teil ihrer  Verdichtungsfläche wieder von diesem abge  hoben werden.

   Durch dieses partielle Abheben  wird dem in     unmittelbarer    Nähe der vibrie  renden Arbeitsfläche befindlichen Beton die  Möglichkeit zum Entspannen und damit ins  besondere auch den eingeschlossenen Luftteil  ehen Gelegenheit zum  Herausplatzen  gege  ben.  



  Fertiger der zuletzt erwähnten Bauart  haben sich in einer Vielzahl von Ausführun  gen praktisch bewährt. Ein gewisser Übel  stand dieser Einrichtungen besteht. jedoch  darin, dass die nach dem Abheben freiliegen  den Materialteilchen nicht in dem gleichen  Masse von den     Vibrationsschwingungen    erfasst       werden    wie das in Kontakt mit. der Vibrier  bohle befindliche Material.

   Die in der     Beton-          inischung    enthaltenen     wässrigen    Teile der       Misehimg    und die Luftteilchen haben nämlich  in dem Augenblick, in dein der V     ibrator        auf     der Betondecke aufliegt, das Bestreben, nach  oben hin zu entweichen, werden aber daran  durch die dicht aufliegende Arbeitsfläche des       Vibrators    gehindert. Erst beim anschliessen  den Abheben des letzteren können sie nach  aussen hin abwandern, dann aber ist die opti  niale     'V        irkung    des     Vibrationsvorganges    schon  abgelaufen.

   Die Vibration selbst ist zwar noch  gut. spürbar, und zwar infolge der unmittel  baren Nähe des V     ibrationsherdes,    sie ist aber  erheblich geschwächt.  



  Diese nicht voll befriedigenden Möglich  keiten zur Entlüftung und Entwässerung der         Betonsehieht    während des Verdichtungsvor  ganges (die neuzeitliche Strassenbautechnik  erfordert. mehr und mehr eine sogenannte   trockene     Abglättung     der Betonoberfläche)  sind auch der Hauptgrund dafür, dass Beton  decken bei starkem Gefälle, z. B. bei Berg  strassen oder bei Seitenwänden von Kanälen,  mit den bisher bekannten     Fertigersystemen     kaum erstellt werden können, da der Beton  trotz der V     erdiehtung    noch so viel innere  Feuchtigkeit und nicht entwichene Luft ent  hält, dass er nach     dein    Übergang des     Fertigers     abrutscht.  



  Der Erfindung liegt. nun die Aufgabe zu  grunde, die obengenannten Übelstände der  bekannten     Betonbahn-Herstellungsverfahren     zu beheben und auch     -unter    schwierigen Ar  beitsbedingungen eine einwandfreie Verdich  tung und     Abglättung    von Betonbahnen zu  ermöglichen.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren  wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass die  durch mindestens einen     Vibrator    erzeugten  Schwingungen nicht. über eine in sich ge  schlossene, sondern eine siebartig     unterbro-          ehene,    im übrigen     aber    praktisch starr ausge  bildete Arbeitsfläche mindestens     eines        Vibra-          tionskörpers        auf    den Beton übertragen wer  den.  



  Unter dem Begriff  siebartig     unterbro-          eliene        Arbeitsfläelie     wird dabei ein starres,  engmaschiges, gegen die Betonschicht anzu  liegen bestimmtes     Svstem    verstanden, wie  man es beispielsweise dadurch erhält, dass  man eine Fläche mit dicht.     beieinanderliegen-          deri        Durehbreehungen    ausstattet.

   Die Sieb  öffnungen des Körpers können dabei in ihrem  Querschnitt so klein gehalten sein, dass die       Vibrationswirkung    auf die     -unter    den Öffnun  gen befindlichen Betonteilchen nahezu     ebenso     gross ist wie die     Vibrationswirkung    unter den  Stegen zwischen den Öffnungen. Im prakti  schen Falle wird nämlich die unter jeder Öff  nung des Siebbodens befindliche     Betonsehieht     mir eine Oberfläche von     wenigen        Quadrat-          millimetern    besitzen, die ringsherum von     Vi-          brat.ionswirkung        umgeben    ist.

   Infolgedessen  kann man praktisch von einer gleichmässigen      Vibration     -unter    der gesamten Arbeitsfläche       des    V     ibrationskörpers    sprechen.  



  Die während dieser Vibration aufsteigen  den     wässrigen    Teile der     Mischung    sowie die       t,uftteilchen    haben durch die nebeneinander  liegenden kleinen Öffnungen nunmehr die       11h-liehkeit,    sieh zu entspannen und     anschlie-          1;cnd    aus der Betonschicht abzuwandern.  



  Die erfindungsgemässe Vorrichtung zeich  net sieh dadurch aus, dass der     Vibrationskör-          per    als Hohlkörper ausgebildet ist, dessen mit       der    Betondecke zusammenzuwirken bestimmte       Ai-lieitsfläehe    siebartige Öffnungen besitzt.  



       hehrere    Ausführungsbeispiele der Vor  richtung gemäss der Erfindung sind in der  beigefügten Zeichnung schematisch veran  schaulicht, an Hand welcher das     erfindungs-          tgeniässe    Verfahren nachstehend beispielsweise  erläutert wird.  



       Fig.    1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel       der    Vorrichtung in Seitenansicht.  



       Fig.        \?    stellt den     Vibrationskörper    der     glei-          ehen    Vorrichtung im senkrechten Schnitt dar.       Fig.    3 zeigt eine Ausführungsvariante der       ,li-lieitsfläche    des     Vibrationskörpers    im     senk-          reeliten    Schnitt.  



       Fig.    4 ist eine Draufsicht zu     Fig.    3 in       @@        rösserem    Abbildungsmassstab.  



       Fig.    5 zeigt eine andere Ausführungsform  der Vorrichtung in Arbeitsrichtung derselben  gesehen und während der Herstellung einer  Betonbahn mit seitlichem Gefälle.  



       Fig.    6 ist eine     Draufsielit    zu     Fig.    5.       Fi-.    7 und 8 veranschaulichen je     ein    wei  teres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in       Scitenansieht.     



  Fug. 9 zeigt die     Vorrichtung    gemäss     Fig.    8  in Draufsicht.  



  Die in     Fig.    1 dargestellte Vorrichtung zum       Clerstellen    einer Betonbahn 1 weist einen  Fahrzeugrahmen     \?    auf, der mit Hilfe .von  Rädern 3 in an sieh bekannter Weise auf       Kchienen    4 fährt, welche zu beiden Seiten der       leerzustellenden    Betonbahn 1 angeordnet sind.

    An der Kopfseite der Vorrichtung, welche in  der durch einen Pfeil markierten     Arbeitsrieh-          tung    voranläuft, ist eine in der Höhe verstell  bare     Abstreifeinrichtung    5 angeordnet, die    sich quer über die ganze Arbeitsbreite der  Vorrichtung     erstreckt    und dazu dient, die von  Fall zu Fall unterschiedliche Schütthöhe der  zu verdichtenden Betonschicht auszugleichen.  Unterhalb des Fahrzeugrahmens 2 befindet  sich ein V     ibrationskörper    6, der durch nicht.  dargestellte, elastisch nachgiebige Mittel mit  dem Fahrzeugrahmen 2     verbunden    ist.

   Um  dem     Vibrationskörper    6 eine Rüttelbewegung  zu erteilen, ist derselbe mit     Vibratoren    7 be  kannter Ausbildung versehen. Der     Vibrations-          körper    6 erstreckt sich ebenfalls über die  ganze Arbeitsbreite der Vorrichtung. Am  rückseitigen Ende der Vorrichtung ist in be  kannter Weise ein Glättelement 8 zum Glät  ten der erzeugten Betonbahn 1 vorhanden.  



  Gemäss     Fig.    2 ist der     Vibrationskörper    6  als Hohlkörper mit Siebboden 9 ausgebildet,  so dass sich neben einer guten Stabilität auch  gleichzeitig die Möglichkeit ergibt, ein Reser  voir für die bei der Vibration freiwerdenden  Flüssigkeitsteilchen zu schaffen, welch letztere  sich als Wasserschicht oberhalb des Siebbodens  9 des     Vibrationskörpers    ansammeln. Der Sieb  boden 9 ist praktisch starr ausgebildet und  mit.     Öffnungen    10 versehen, durch welche bei  der Vibration Wasser und Luftteilchen aus  dem Beton     hindurchtreten    können.

   Durch am  tiefsten Punkt der seitlichen Stirnflächen des  Hohlkörpers 6 angeordnete Bohrungen 12     mit     entsprechenden Rohranschlüssen kann man  dann das in den Hohlraum eingedrungene  Wasser an die Stellen ableiten, an denen es  gerade erwünscht ist. Beispielsweise kann je  eine Leitung 13 unmittelbar vor die Vorrich  tung und eine weitere Leitung 15 hinter den       Vibrationskörper    6 bzw. vor das nachgeschal  tete Glättelement 8 geführt sein, während eine  in der Zeichnung nicht sichtbare dritte Lei  tung seitlich der Vorrichtung ausmündet.

    Durch in diese Leitungen eingeschaltete Ab  sperrhähne kann man das im Hohlkörper 6  anfallende Wasser so verteilen, wie es gerade  nötig ist. -Man kann also beispielsweise eine  gewisse unmittelbare Befeuchtung der Beton  oberfläche vor dem     Verdichtungsprozess    oder  vor dem     Glättprozess    erreichen, oder aber, auch  die anfallenden Flüssigkeitsmengen so nach      aussen hin ableiten, dass sie mit der Betondecke       überhaupt    nicht mehr in     Berührmig        kommen.     



  Um die     wirksame    Grösse der Sieböffnun  gen des     Vibrationskörpers    den jeweils     vorlie-          -enden        Bedingungen    des Körpers anpassen zu       können    lind ein Verstopfen dieser Öffnungen  durch     erstarrte    Betonmilch mit Sicherheit. zu  verhindern, kann gemäss der in     Fi-.    3     und    4  gezeigten     Aiisführirgsvariante    die Arbeits  fläche des     Vibrationskörpers    aus zwei über  einander angeordneten Siebblechen 9 und 1.6  mit gleichem Lochabstand bestehen.

   Diese  Bleche 9 und 16 können mittels einer Spindel  oder durch andere bekannte Mittel relativ       zueinander    verschoben werden, so dass in der  einen     Endstellung    der Siebbleche dieselben  sämtliche Lochreihen gegenseitig nahezu über  decken, wohingegen die Lochreihen in der  andern     Endstellung    der Siebbleche mitein  ander fluchten. Im normalen Betrieb werden  die Bleche so zueinander gestellt,     da.ss    die  Löcher sieh     gegenseitig        bis    auf einen kleinen  Spalt verdecken. Durch Verschieben des einen  Bleches kann man dann die Spaltweite stu  fenlos einregulieren     und    daher den Spalt z. B.

    etwas vergrössern, falls es sich zeigen sollte,  dass der Beton sich bei der gerade eingestell  ten Spaltweite nicht genügend entspannt. So  bald die     Maschine    angehalten wird oder vor  erneuter Inbetriebnahme, verschiebt man die  beiden Bleche mit Hilfe der     Spindeln    so zu  einander, dass die Löcher miteinander fluch  ten, das heisst in ihrer vollen Grösse zur Wir  kung kommen. Dabei bröckelt die im vorher  bestandenen schmalen Spalt verbliebene er  starrte Betonmilch heraus wodurch die Sieb  spalte     gereinigt.    werden und das Gerät wieder       einsatzf'ä'hig    ist.

   Während der     Vibrationsbe-          wegtingen    des Siebbodens tritt ein     Verstopfen     der Öffnungen mit Betonmilch erfahrungsge  mäss nicht ein.  



  Bei dem erfindungsgemässen Verfahren  handelt es sich letzten Endes sozusagen um  ein Auspressen von Luft und Feuchtigkeit  aus dem Beton unter     Vibrationswirkung,    im  Gegensatz zu den bekannten Verfahren, bei  denen nicht mehr als ein reines     Komprimieren     des Betons unter     Vibrationsvvirkung    vorge-         nommen    wird.

   Infolgedessen kann es bei dem  erfindungsgemässen Verfahren - wie bereits  oben erwähnt. - unter Umständen von Vor  teil sein, einen eventuellen zu grossen Verlust  an Wasser durch     Zuführung    einer     dosierten          Menge    dieses Wassers,     beispielsweise    vor das  abschliessende     Abglättelement    8, wieder     aus-          zugleiehen.     



  Wie sieh ohne weiteres ergibt,     bewirkt    das  Auspressen des Betons unter     Vibrationswir-          kung    eine Verdichtung des Betons bei prak  tisch völliger     Atssehaltung    der Rückfederung.  Wie Versuche gezeigt haben, treten nach dem       Z'bergang    des     Vibratioriskörpers    kaum noch  durch     Rüekfederaing    des Betons     hervorgeru-          fene        Höhenunterschiede        an        der     auf. Beim Arbeiten im     abschüssi-          en    Gelände, z.

   B. bei der Herstellung von  Bergstrassen oder von Kanalwänden, zeigt.  sieh die vorteilhafte Wirkung des     Auspressens     des Betons besonders deutlich, indem der Be  ton nach     Ü        ber-ang    der Vorrichtung wenig  Neigung     zum    Abrutschen in der     Richtung    des  Gefälles zeigt.  



  Uni diesen Effekt zu unterstützen, sind  beim Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    5 und  6 der     Vibrationseinriehtimg    in     Arbeitsrieh-          t.ung    verlaufende, parallel zueinander liegende       Trennbleelre        17        vorgeschaltet,        die        die     in vergleichsweise schmale, streifen  artige Zonen aufteilen und     dadurch    mit. abso  luter Sicherheit ein Abrutschen des Betons in  tiefere Lagen verhindern.

   Die     Vibrationsein-          richtung    besteht in diesem Fall aus einer  über sämtliche Trennbleche     hinwegreichenden     V     ibrierbohle    18, die an ihrer Unterseite       kastenförmige,    als hohle     Vibrationskörper    die  nende     Fortsätze        6a    aufweist, die sieh ihrer  seits zwischen die Trennwände setzen und die  Vibrationen auf den Beton     übertragen.    Die  Arbeitsfläche der     breiten        Vibrierbohle    ist also  mit. andern Worten so gestaltet, dass in ihr  parallele     Aussparum;

  -en    19 entstehen, in die  die Trennbleche 17 hineinragen.  



       Uin    die in Richtung der Strassenbreite auf  tretenden Höhendifferenzen der Betondecke  vor dem Übergang des     Vibrationskörpers    bes  ser als bisher ausgleichen zu     können,    ist. es      vorteilhaft, das abzutragende und     weitermi-          schiebende    Material nicht nur in     Arbeitsrich-          tinn,    der     Vorrichtung    zu bewegen, sondern  eine Teilmenge dieses Materials auch quer zu  dieser Richtung zu schieben, so dass in dieser       ldclitung    auftretende Mengenunterschiede       aus.-egliehen    werden.

   Hierbei kann diese       Querriehtung    mehrmals wechseln, um ein  hohes     CTleichmass    dieses Vorganges zu errei  chen.  



  Zu diesem Zweck ist beim Ausführungs  beispiel gemäss     Fig.    7 dem     -#Tibrationskörper    6  eine     Verteilerwalze    20, 21 vorgeschaltet, die  in der     Hauptsaelie    aus einer sich drehenden  Welle 20 und einer Anzahl am Umfang der  Welle 20 befestigter     Abstreifelemente    21 be  steht.

   Diese     Abstreifelemente    21 bestehen aus  einzelnen Flügeln (Paletten), die auf der  Welle 20 je nach Bedarf entweder längs einer  (geraden, einer oder mehrerer Schrauben  linien oder auch in gemischter Anordnung       angebraeht    und dabei so ausgebildet bzw. be  festigt sind, dass ihre arbeitende Kante schräg  zur     Längsachse    der Welle 20 verläuft. Hier  bei können die Paletten 21. z. B. mit gleicher       Sehrägstellung    auf einer oder auch mehreren       leiehlaufenden        Sehraubenlinien    liegen. Sie  fördern dann allerdings das überschüssige       Haterial    über die ganze Breite der Verteiler  walze nur nach einer Richtung hin.

   Soll da  gegen die Transportrichtung des Materials  während einer Umdrehung der Verteilerwalze  über die ganze Walzenbreite hin mehrmals  wechseln, so kann man dies leicht. dadurch  erreichen, dass man die Paletten 21 auf zwei  oder mehreren gleichlaufenden Schrauben  linien anordnet und die Paletten der einen       Seliraubenlinie    gegen die Paletten der an  dern Schraubenlinie um z. B. l80  versetzt an  ordnet und ihnen ausserdem eine entgegen  gesetzte     Sehrä.gstellung    gibt. In diesem Fall  wird dann das Material durch die eine Palet  tengruppe, z.

   B. durchgehend nach rechts hin       verschoben,    durch die nächstfolgende,     ent-          ";egengesetzt    schräggestellte Palettengruppe  dagegen durchwegs nach links gefördert. Die  Verteilerwirkung ist hier also besonders     wirk-          sani.       In gewissen Fällen, beispielsweise beim  Nivellieren, Egalisieren oder Profilieren von       Strassendeeken    aus zähem, das heisst also       sehwer    bewegbarem Material, kann es von  Vorteil sein, der Drehbewegung der Verteiler  walze 20, 21 noch eine     Vibrationsbewegung    zu  überlagern. Zu diesem Zweck kann man längs  der Verteilerwalze eine Anzahl von Vibrato  ren, z.

   B.     Innenvibratoren    (Tauchrüttler), be  festigen. Nach der Inbetriebnahme dieser     Vi-          bratoren    gerät die Verteilerwalze in Schwin  gungen, die eine Auflockerung des Materials  zur Folge haben     Lind    das zum Antrieb der  Verteilerwalze erforderliche Drehmoment ganz  erheblich herabsetzen. Um dabei die Bean  spruchungen der Verteilerwalze möglichst  klein zu halten, empfiehlt es sieh, diese Walze  federnd, beispielsweise unter Zwischenschal  tung von elastischen Gummipuffern oder der  gleichen, am Maschinenrahmen 2 zu befesti  gen.  



  In bezug auf die Wirkungsweise einer  solchen Verteilervorrichtung wäre somit fol  gendes zu erwähnen:  Bei gleichartig schräggestellten Paletten  21 wird ein Teil des überschüssigen Materials  der Strassendecke von Palette zu. Palette wei  tergeschoben; es entsteht also eine     kontinuier-          liehe    Materialbewegung über die ganze Breite  der     Verteilerwalze    20 21. Dieser Vorgang  unterscheidet sich von der Arbeitsweise der  bekannten Verteilerschnecken dadurch, dass  hier nur ein Teil des Materials der vorerwähn  ten Bewegung folgt, die     Abstreifhöhe    mithin  nicht beeinträchtigt wird, während bei einer  Verteilerschnecke eine genaue höhenmässige       Abstreifung    überhaupt nicht möglich ist.  



  Bei Anordnung von zwei Palettengruppen  mit gegeneinander versetzten, in ihrer Schräg  lage jeweils entgegengesetzt gestellten Paletten  2.1 wechselt die seitliche Bewegung des Mate  rials ihre Richtung erst bei einem neuen       Materialanhub.    Die gleiche Materialmenge  wird also, anders ausgedrückt, immer nur in  der gleichen Richtung transportiert, während  das anschliessend abgestreifte Materialquan  tum in entgegengesetzter Richtung geschoben  wird.      Ausgehend von der Tatsache, dass sich bei  einer mengenmässig genauen Zuteilung des  Materials insgesamt weder ein Überschuss noch  ein Unterschuss ergibt, dass ferner die Menge  des ständig durch die     Abstreifeinriclitung          i-orwärtsbewegten    Materialpolsters möglichst.

    konstant bleiben soll, vermindert die     vorge-          sehlagene    Einrichtung die Unterschiedlichkeit  der vor dem     Abstreifkörper    nebeneinander  liegenden     Materialmengen    ganz erheblich. Bei  der Verwendung der     vorbeschriebenen    Ver  teilerwalze 20, 21 wird also ein Grossteil der  sonst für die     Materialverteilung    von Hand er  forderlichen Arbeitskräfte eingespart. Im glei  chen Masse entfällt auch die unerwünschte  und unkontrollierbare     Vorverdichtung    des  Betons, die bisher durch das ungleichmässige  Festtreten desselben durch die Arbeiter be  dingt     -war.     



  N     achdem    sich bei Anwendung des beschrie  benen Verfahrens gezeigt hat,     da.ss    Höhen  differenzen in der Betondecke nach dem Pas  sieren des     Vibrationskörpers    kaum noch auf  treten,     ergibt.    sich nunmehr die     3vlögliclikeit,     auf den Einbau besonderer Glättelemente 8  ganz zu     verzichten    und den     Vibrationskörper     6 selbst als Glättelement zu verwenden.

   Zu  diesem     Zweck    werden ihm periodisch     Hub-          bewegungen    quer zur     Arbeitsrichtung    der  Vorrichtung aufgezwungen, wie in     Fig.    9  durch Pfeile Q angedeutet. ist. Man kann auch,  wie das Beispiel nach     Fig.    8 und 9 zeigt.,  dem     Vibrat.ionskörper    6 ein     Abstreifelement          ??    vorschalten, das quer zur Arbeitsrichtung  der     Vorrielitung    hin und her schwingt und  mit     dem        Vibrationskörper    6, z. B. in pendeln  der Bewegung, verbunden ist.  



  Gemäss     Fig.    8 ist das     Abstreifelement    22  in der Höhe verstellbar. Das in     Querrichtung     zur     Arbeitsrichtung    schwingende     Abstreifele-          ment    22, das mit einem Hub von wenigen  Zentimetern arbeitet, ist an seiner Kopfseite  so ausgebildet,     da.ss    es den Beton kräftig mit  schleppt. Zu diesem Zweck ist das     Abstreif-          element    ?? auf seiner     vordern    Fläche mit.

    einem     Flacheisenkamni    23 versehen, welcher  bei der Pendelbewegung des     Abstreifelementes     dessen Reibung zum Beton erhöht und letz-         teren    auf diese Weise bei der Pendelbewegung  in     Breitenrichtung    der zu     bauenden        Beton-          balin    verteilt. Bei Verwendung des beschrie  benen     Abstreifelementes    2" reit dem Kamm 23       kann    die vorher erwähnte Verteilerwalze 20,       \_,'1    wegfallen.  



  Bei einem nicht dargestellten Ausfüh  rungsbeispiel sind zwei V     ibrationskörper    hin  tereinander angeordnet., welche sieh mit einem  Hub von beispielsweise 10     ein    gegenläufig be  wegen, ähnlich wie die bekannten     Pendel-          g@ätter.    In diesem Fall wird mit Vorteil der  in Arbeitsrichtung vordere     Vibrationskörper     mit dem.     Abstreifelement    ?? versehen.

   Die  gegenläufige Bewegung der     Vibrationskörper     bringt den Vorteil., dass     der    seitliche Druck  auf zu beiden Seiten     der    herzustellenden Be  tonbahn verlaufenden     Sehalungssehienen        ?4    in  erträglichen Grenzen gehalten     -wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Herstellen von Betonbah nen unter Anwendung des Vibrationsprinzips, dadurch gekennzeichnet, dass die durch min destens einen Vibrator erzeugten Sehwingun- -en über eine siebartig unterbrochene, uni übrigen aber praktisch starrausgebildete Ar beitsfläche mindestens eines Vibrationskör- pers auf den Beton übertragen werden. ITNTERAN SPRL: CHE l..
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die %v ährend der Vibrationsbewegungen freiwerdenden, durch die Durchbreehungen der Arbeitsfläche aus tretenden Luft- und Flüssigkeitsteilchen des Betons abgesaugt werden.
    ". Verfahren nach CTnteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, düss die abgesaugte Flüssigkeit der Oberfläche der Betonbahn von oben her in regelbarer Menge -wieder zuge führt werden, zum Zweck, einen möglichst gleichmässigen Wassergehalt der Betondecke zu erreichen. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Vibrations- körper auch periodische Hubbewegungen quer zur Arbeitsrieht.ung bei der Herstellung einer Betonbahn aufgezwungen -werden, damit der Vibrationskörper zugleich als Glättebohle bzw. Abstreifelement dient.
    -1. Verfahren nach Patentanspruch I, da- ilureh gekennzeichnet, da.ss der als Ganzes seliwingende Vibrationskörper während der :Irlieit periodisch mindestens zum Teil vom Pc,loii abgehoben wird.
    PATENTANSPRUCH 1I Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Vibrationskörper als 1-Iolilkörper ausgebildet ist, dessen mit der Be- totideeke zusammenzuwirken bestimmte itslliielie siebartige öffnun-- en besitzt..
    UNTERANSPRÜCHE a. Vorrielitung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Vibrations- k(';rper (6) an der tiefsten Stelle seiner seit. liehen Stirnflächen Rohranschlüsse (13, 7.5) zum Ableiten der bei der Vibration freiwer denden Flüssigkeit aufweist. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, c?;iclui#eh gekennzeichnet, dass die Arbeitsflä- elie des Vibrationskörpers aus zwei überein- aader angeordneten Siebblechen (9 und 16) gleielier Loellabstände besteht, welche Sieb- bleche gegeneinander verschieblich sind, der art,
    dass in der einen Endstellung der Sieb- bleelie dieselben sämtliche Lochreihen gegen- scitig nahezu überdecken, wohingegen in der andern Endstellung der Siebbleelie die Loeli- reihen miteinander fluchten. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, @ladureh gekennzeichnet, dass Mittel vorge sehen sind, damit der Vibrationskörper (6), um gleichzeitig als Glättebohle bzw. als Ab- sireifelement dienen zti können, periodische I ltilibc wegungen quer zur Arbeitsrichtung der Vorrichtung ausführen kann.
    . Vorrichtung nach LTnteransprueh 7, da- dareli gekennzeichnet., dass dem Vibrat.ions- körper (6) ein quer zur Arbeitsrielitung schwingend antreibbares Abstreifelement, (22) oi#geselialtet ist, das seinerseits mit Mitteln (23) ausgestattet ist, die. eine Mitnahme des Petons in Querrichtung ermöglichen. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, insbesondere zur Herstellung von Betonbah nen mit starkem Quergefälle, dadurch gekenn zeichnet, dass dem Vibrationskörper (18) in Arbeitsrichtung der Vorrichtung verlaufende, parallel zueinanderliegende Trennbleche (17) vorgeschaltet sind, tun@die Betonbahn in strei- fenförmige Zonen aufzuteilen und damit ein Abrutschen des Betons in tiefere Lagen zu t erhindern. 10.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeder streifen- förmigen Zone ein zwischen den Trennblechen (17) angeordneter Vibrationskörper (6a) zu geordnet ist, wobei diese Vibrationskörper je weils von kastenförmigen, zwischen benach barte Trennbleche (17) sich einschiebenden Fortsätzen der untern Arbeitsfläche einer über die gesamte Arbeitsbreite der Vorrich tung sich erstreckenden Vibrationsbohle (18) gebildet sind. 11.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass dem Vibrations- körper (6) eine Verteilerwalze ('20, 21) vor geschaltet ist, bestehend aus einer drehend an- treibbaren Welle (20) und an derselben befe stigten Abstreifelementen (21), welch letztere auf der Welle (20) so angeordnet sind, dass ihre Arbeitskanten schräg zur Längsachse der Welle (20) verlaufen. 12.
    Vorrichtung nach Unteransptmch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifele- inente (21) in Richtiuig von mindestens zwei gleichlaufenden, jedoch gegeneinander ver setzten Schraubenlinien angeordnet sind, und dass die der einen bzw. der andern Schrauben linie zugeordneten Abstreifelemente (21) ent gegengesetzte Schrägstellung aufweisen.
    7..3. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteiler walze (20, 21) unter Zwischenschaltung ela stisch nachgiebiger Puffer am Maschinenge stell (?.) befestigt ist und während ihrer Dreh bewegung dem Einlluss mindestens eines Vi- brators unterworfen ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3806269A (en) * 1972-04-17 1974-04-23 M & M Enterprises Inc Vibratory compactor with guard blade leveler
DE3130448A1 (de) * 1981-07-23 1983-02-10 Mannesmann AG, 4000 Düsseldorf "kanalbaumaschine mit einer planier- bzw. auskleidungsvorrichtung"
DE3129060A1 (de) * 1981-07-23 1983-02-10 Mannesmann AG, 4000 Düsseldorf Verfahren und kanalbaulaengsmaschine zum einbauen von auskleidungen in wasserkanaelen, z.b. in bewaesserungskanaelen

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