Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Betonbahnen Die Erfindung bezieht. sieh auf ein Ver lahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Betonbahnen unter Anwendung des Vi- brationsprinzips.
Die für diese Zwecke bisher bekannten Verfahren und Einrichtungen kennzeichnen sich durchweg dadurch dass die Schwingungen über eine in sich geschlossene, das heisst un unterbrochene Fläche, die sowohl eben als t auc -li gewölbt, oder kurvenförmig ausgebildet sein kann, auf die zii verdichtende Beton- seliielit übertragen werden.
Es wurde nun in umfassenden Versuchs reihen das Verhalten des Betons beim Über gang von Verdichtungselementen mit ge schlossener Arbeitsfläche untersucht und da bei folgendes festgestellt Die auf den Strassenuntergrund frisch < < ufgeschiittete Betonmischung ist. alles andere als ein in seinen physikalischen Eigenschaften homogener Körper, sondern teils eine ehemi- sche Verbindung, teils ein Gemisch aus einer Reibe von Stoffen, nämlich Mineralien, Was ser und Luft, die sieh unter dem durch die Vibrationseinriehtung ausgeübten Druck ganz unterschiedlich verhalten.
Die im frischen Beton eingeschlossenen wässrigen Teile der Mischung sowie die Luftteilchen haben zur Folge, dass die Betonschielit während der Vibrationsbehandlung jedem Druckimpuls elastisch ausweicht und wieder zurückfedert, sobald der Druck aufgehört hat. Das Ausmass dieser Rückfederung ist in hohem Masse ab- hängig vom Wassergehalt der betreffenden Betonmischung.
Dieser -\V assergehalt schwankt wiederum von einer Mischungscharge zur andern, einmal weil eine absolut exakte, das heisst. völlig gleichmässige Dosierung der Was sermengen im praktischen Betrieb auf grössere Schwieügkeiten stösst und zum andern, weil schon der natürliche Feuchtigkeitsgehalt der Ausgangs- und Zuschlagstoffe, das heisst ihr Zustand vor dem Zuteilen von Wasser, von Charge zu Charge ebenfalls Schwankungen unterworfen ist.
Abgesehen davon sind in einem Materialhaufen, dessen Verarbeitung ja stets in mehreren Chargen erfolgt, die intern Schichten feuchter als die obern, so dass sich also auch schon hieraus Schwankun gen des Wasserfaktors der fertigen Mischung ergeben. Infolgedessen lässt sieh auch bei Ver wendung ganz exakt. arbeitender Wasser-Zu- messeinrichtungen kein gleichmässiger Wasser gehalt der einzelnen Mischungschargen einer Betondecke erzielen.
Aus den obigen Darlegungen ergibt sich also, dass die auf den Strassenuntergrund auf- 1.
gebrachten Betonmischungen infolge ihres un- tersehiedlichen Wassergehaltes nach dem Übergang des Strassenfertigers verschieden stark zurückfedern, wodurch sich wiederum Höhenunterschiede der Betondecke ergeben.
Zur Beseitigung dieser Höhendifferenzen wer den den Fertigern üblicherweise Glättele- mente naehgesehaltet. Diese besitzen entweder eine kufenförmig gerundete oder eine ebene Arbeitsiläche. Im ersten Falle besteht die Ge- fahr, dass das Glättelement auf Höhendiffe renzen auffährt und über diese hinwegrutscht. Im zweiten Falle besteht die Gefahr, dass der Beton zwar auf gleiche Höhe abgehobelt wird, wobei sieh indessen ein stellenweises Aufrei ssen der Betonoberfläche nicht vermeiden lässt.
Man hat die geschilderte, beim Übergang eines Vibrationskörpers auftretende Rück federung des Betons bisher auf zweierlei Arten zii beheben versucht, und zwar einmal durch sehr schmal ausgebildete Vibrierbohlen und ferner durch Vibriereinriehtungen, die während des Arbeitsganges in vergleichsweise langsamer Folge periodisch auf den Beton aufgesetzt. und alsdann mit einem Teil ihrer Verdichtungsfläche wieder von diesem abge hoben werden.
Durch dieses partielle Abheben wird dem in unmittelbarer Nähe der vibrie renden Arbeitsfläche befindlichen Beton die Möglichkeit zum Entspannen und damit ins besondere auch den eingeschlossenen Luftteil ehen Gelegenheit zum Herausplatzen gege ben.
Fertiger der zuletzt erwähnten Bauart haben sich in einer Vielzahl von Ausführun gen praktisch bewährt. Ein gewisser Übel stand dieser Einrichtungen besteht. jedoch darin, dass die nach dem Abheben freiliegen den Materialteilchen nicht in dem gleichen Masse von den Vibrationsschwingungen erfasst werden wie das in Kontakt mit. der Vibrier bohle befindliche Material.
Die in der Beton- inischung enthaltenen wässrigen Teile der Misehimg und die Luftteilchen haben nämlich in dem Augenblick, in dein der V ibrator auf der Betondecke aufliegt, das Bestreben, nach oben hin zu entweichen, werden aber daran durch die dicht aufliegende Arbeitsfläche des Vibrators gehindert. Erst beim anschliessen den Abheben des letzteren können sie nach aussen hin abwandern, dann aber ist die opti niale 'V irkung des Vibrationsvorganges schon abgelaufen.
Die Vibration selbst ist zwar noch gut. spürbar, und zwar infolge der unmittel baren Nähe des V ibrationsherdes, sie ist aber erheblich geschwächt.
Diese nicht voll befriedigenden Möglich keiten zur Entlüftung und Entwässerung der Betonsehieht während des Verdichtungsvor ganges (die neuzeitliche Strassenbautechnik erfordert. mehr und mehr eine sogenannte trockene Abglättung der Betonoberfläche) sind auch der Hauptgrund dafür, dass Beton decken bei starkem Gefälle, z. B. bei Berg strassen oder bei Seitenwänden von Kanälen, mit den bisher bekannten Fertigersystemen kaum erstellt werden können, da der Beton trotz der V erdiehtung noch so viel innere Feuchtigkeit und nicht entwichene Luft ent hält, dass er nach dein Übergang des Fertigers abrutscht.
Der Erfindung liegt. nun die Aufgabe zu grunde, die obengenannten Übelstände der bekannten Betonbahn-Herstellungsverfahren zu beheben und auch -unter schwierigen Ar beitsbedingungen eine einwandfreie Verdich tung und Abglättung von Betonbahnen zu ermöglichen.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass die durch mindestens einen Vibrator erzeugten Schwingungen nicht. über eine in sich ge schlossene, sondern eine siebartig unterbro- ehene, im übrigen aber praktisch starr ausge bildete Arbeitsfläche mindestens eines Vibra- tionskörpers auf den Beton übertragen wer den.
Unter dem Begriff siebartig unterbro- eliene Arbeitsfläelie wird dabei ein starres, engmaschiges, gegen die Betonschicht anzu liegen bestimmtes Svstem verstanden, wie man es beispielsweise dadurch erhält, dass man eine Fläche mit dicht. beieinanderliegen- deri Durehbreehungen ausstattet.
Die Sieb öffnungen des Körpers können dabei in ihrem Querschnitt so klein gehalten sein, dass die Vibrationswirkung auf die -unter den Öffnun gen befindlichen Betonteilchen nahezu ebenso gross ist wie die Vibrationswirkung unter den Stegen zwischen den Öffnungen. Im prakti schen Falle wird nämlich die unter jeder Öff nung des Siebbodens befindliche Betonsehieht mir eine Oberfläche von wenigen Quadrat- millimetern besitzen, die ringsherum von Vi- brat.ionswirkung umgeben ist.
Infolgedessen kann man praktisch von einer gleichmässigen Vibration -unter der gesamten Arbeitsfläche des V ibrationskörpers sprechen.
Die während dieser Vibration aufsteigen den wässrigen Teile der Mischung sowie die t,uftteilchen haben durch die nebeneinander liegenden kleinen Öffnungen nunmehr die 11h-liehkeit, sieh zu entspannen und anschlie- 1;cnd aus der Betonschicht abzuwandern.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zeich net sieh dadurch aus, dass der Vibrationskör- per als Hohlkörper ausgebildet ist, dessen mit der Betondecke zusammenzuwirken bestimmte Ai-lieitsfläehe siebartige Öffnungen besitzt.
hehrere Ausführungsbeispiele der Vor richtung gemäss der Erfindung sind in der beigefügten Zeichnung schematisch veran schaulicht, an Hand welcher das erfindungs- tgeniässe Verfahren nachstehend beispielsweise erläutert wird.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in Seitenansicht.
Fig. \? stellt den Vibrationskörper der glei- ehen Vorrichtung im senkrechten Schnitt dar. Fig. 3 zeigt eine Ausführungsvariante der ,li-lieitsfläche des Vibrationskörpers im senk- reeliten Schnitt.
Fig. 4 ist eine Draufsicht zu Fig. 3 in @@ rösserem Abbildungsmassstab.
Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform der Vorrichtung in Arbeitsrichtung derselben gesehen und während der Herstellung einer Betonbahn mit seitlichem Gefälle.
Fig. 6 ist eine Draufsielit zu Fig. 5. Fi-. 7 und 8 veranschaulichen je ein wei teres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in Scitenansieht.
Fug. 9 zeigt die Vorrichtung gemäss Fig. 8 in Draufsicht.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zum Clerstellen einer Betonbahn 1 weist einen Fahrzeugrahmen \? auf, der mit Hilfe .von Rädern 3 in an sieh bekannter Weise auf Kchienen 4 fährt, welche zu beiden Seiten der leerzustellenden Betonbahn 1 angeordnet sind.
An der Kopfseite der Vorrichtung, welche in der durch einen Pfeil markierten Arbeitsrieh- tung voranläuft, ist eine in der Höhe verstell bare Abstreifeinrichtung 5 angeordnet, die sich quer über die ganze Arbeitsbreite der Vorrichtung erstreckt und dazu dient, die von Fall zu Fall unterschiedliche Schütthöhe der zu verdichtenden Betonschicht auszugleichen. Unterhalb des Fahrzeugrahmens 2 befindet sich ein V ibrationskörper 6, der durch nicht. dargestellte, elastisch nachgiebige Mittel mit dem Fahrzeugrahmen 2 verbunden ist.
Um dem Vibrationskörper 6 eine Rüttelbewegung zu erteilen, ist derselbe mit Vibratoren 7 be kannter Ausbildung versehen. Der Vibrations- körper 6 erstreckt sich ebenfalls über die ganze Arbeitsbreite der Vorrichtung. Am rückseitigen Ende der Vorrichtung ist in be kannter Weise ein Glättelement 8 zum Glät ten der erzeugten Betonbahn 1 vorhanden.
Gemäss Fig. 2 ist der Vibrationskörper 6 als Hohlkörper mit Siebboden 9 ausgebildet, so dass sich neben einer guten Stabilität auch gleichzeitig die Möglichkeit ergibt, ein Reser voir für die bei der Vibration freiwerdenden Flüssigkeitsteilchen zu schaffen, welch letztere sich als Wasserschicht oberhalb des Siebbodens 9 des Vibrationskörpers ansammeln. Der Sieb boden 9 ist praktisch starr ausgebildet und mit. Öffnungen 10 versehen, durch welche bei der Vibration Wasser und Luftteilchen aus dem Beton hindurchtreten können.
Durch am tiefsten Punkt der seitlichen Stirnflächen des Hohlkörpers 6 angeordnete Bohrungen 12 mit entsprechenden Rohranschlüssen kann man dann das in den Hohlraum eingedrungene Wasser an die Stellen ableiten, an denen es gerade erwünscht ist. Beispielsweise kann je eine Leitung 13 unmittelbar vor die Vorrich tung und eine weitere Leitung 15 hinter den Vibrationskörper 6 bzw. vor das nachgeschal tete Glättelement 8 geführt sein, während eine in der Zeichnung nicht sichtbare dritte Lei tung seitlich der Vorrichtung ausmündet.
Durch in diese Leitungen eingeschaltete Ab sperrhähne kann man das im Hohlkörper 6 anfallende Wasser so verteilen, wie es gerade nötig ist. -Man kann also beispielsweise eine gewisse unmittelbare Befeuchtung der Beton oberfläche vor dem Verdichtungsprozess oder vor dem Glättprozess erreichen, oder aber, auch die anfallenden Flüssigkeitsmengen so nach aussen hin ableiten, dass sie mit der Betondecke überhaupt nicht mehr in Berührmig kommen.
Um die wirksame Grösse der Sieböffnun gen des Vibrationskörpers den jeweils vorlie- -enden Bedingungen des Körpers anpassen zu können lind ein Verstopfen dieser Öffnungen durch erstarrte Betonmilch mit Sicherheit. zu verhindern, kann gemäss der in Fi-. 3 und 4 gezeigten Aiisführirgsvariante die Arbeits fläche des Vibrationskörpers aus zwei über einander angeordneten Siebblechen 9 und 1.6 mit gleichem Lochabstand bestehen.
Diese Bleche 9 und 16 können mittels einer Spindel oder durch andere bekannte Mittel relativ zueinander verschoben werden, so dass in der einen Endstellung der Siebbleche dieselben sämtliche Lochreihen gegenseitig nahezu über decken, wohingegen die Lochreihen in der andern Endstellung der Siebbleche mitein ander fluchten. Im normalen Betrieb werden die Bleche so zueinander gestellt, da.ss die Löcher sieh gegenseitig bis auf einen kleinen Spalt verdecken. Durch Verschieben des einen Bleches kann man dann die Spaltweite stu fenlos einregulieren und daher den Spalt z. B.
etwas vergrössern, falls es sich zeigen sollte, dass der Beton sich bei der gerade eingestell ten Spaltweite nicht genügend entspannt. So bald die Maschine angehalten wird oder vor erneuter Inbetriebnahme, verschiebt man die beiden Bleche mit Hilfe der Spindeln so zu einander, dass die Löcher miteinander fluch ten, das heisst in ihrer vollen Grösse zur Wir kung kommen. Dabei bröckelt die im vorher bestandenen schmalen Spalt verbliebene er starrte Betonmilch heraus wodurch die Sieb spalte gereinigt. werden und das Gerät wieder einsatzf'ä'hig ist.
Während der Vibrationsbe- wegtingen des Siebbodens tritt ein Verstopfen der Öffnungen mit Betonmilch erfahrungsge mäss nicht ein.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren handelt es sich letzten Endes sozusagen um ein Auspressen von Luft und Feuchtigkeit aus dem Beton unter Vibrationswirkung, im Gegensatz zu den bekannten Verfahren, bei denen nicht mehr als ein reines Komprimieren des Betons unter Vibrationsvvirkung vorge- nommen wird.
Infolgedessen kann es bei dem erfindungsgemässen Verfahren - wie bereits oben erwähnt. - unter Umständen von Vor teil sein, einen eventuellen zu grossen Verlust an Wasser durch Zuführung einer dosierten Menge dieses Wassers, beispielsweise vor das abschliessende Abglättelement 8, wieder aus- zugleiehen.
Wie sieh ohne weiteres ergibt, bewirkt das Auspressen des Betons unter Vibrationswir- kung eine Verdichtung des Betons bei prak tisch völliger Atssehaltung der Rückfederung. Wie Versuche gezeigt haben, treten nach dem Z'bergang des Vibratioriskörpers kaum noch durch Rüekfederaing des Betons hervorgeru- fene Höhenunterschiede an der auf. Beim Arbeiten im abschüssi- en Gelände, z.
B. bei der Herstellung von Bergstrassen oder von Kanalwänden, zeigt. sieh die vorteilhafte Wirkung des Auspressens des Betons besonders deutlich, indem der Be ton nach Ü ber-ang der Vorrichtung wenig Neigung zum Abrutschen in der Richtung des Gefälles zeigt.
Uni diesen Effekt zu unterstützen, sind beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 und 6 der Vibrationseinriehtimg in Arbeitsrieh- t.ung verlaufende, parallel zueinander liegende Trennbleelre 17 vorgeschaltet, die die in vergleichsweise schmale, streifen artige Zonen aufteilen und dadurch mit. abso luter Sicherheit ein Abrutschen des Betons in tiefere Lagen verhindern.
Die Vibrationsein- richtung besteht in diesem Fall aus einer über sämtliche Trennbleche hinwegreichenden V ibrierbohle 18, die an ihrer Unterseite kastenförmige, als hohle Vibrationskörper die nende Fortsätze 6a aufweist, die sieh ihrer seits zwischen die Trennwände setzen und die Vibrationen auf den Beton übertragen. Die Arbeitsfläche der breiten Vibrierbohle ist also mit. andern Worten so gestaltet, dass in ihr parallele Aussparum;
-en 19 entstehen, in die die Trennbleche 17 hineinragen.
Uin die in Richtung der Strassenbreite auf tretenden Höhendifferenzen der Betondecke vor dem Übergang des Vibrationskörpers bes ser als bisher ausgleichen zu können, ist. es vorteilhaft, das abzutragende und weitermi- schiebende Material nicht nur in Arbeitsrich- tinn, der Vorrichtung zu bewegen, sondern eine Teilmenge dieses Materials auch quer zu dieser Richtung zu schieben, so dass in dieser ldclitung auftretende Mengenunterschiede aus.-egliehen werden.
Hierbei kann diese Querriehtung mehrmals wechseln, um ein hohes CTleichmass dieses Vorganges zu errei chen.
Zu diesem Zweck ist beim Ausführungs beispiel gemäss Fig. 7 dem -#Tibrationskörper 6 eine Verteilerwalze 20, 21 vorgeschaltet, die in der Hauptsaelie aus einer sich drehenden Welle 20 und einer Anzahl am Umfang der Welle 20 befestigter Abstreifelemente 21 be steht.
Diese Abstreifelemente 21 bestehen aus einzelnen Flügeln (Paletten), die auf der Welle 20 je nach Bedarf entweder längs einer (geraden, einer oder mehrerer Schrauben linien oder auch in gemischter Anordnung angebraeht und dabei so ausgebildet bzw. be festigt sind, dass ihre arbeitende Kante schräg zur Längsachse der Welle 20 verläuft. Hier bei können die Paletten 21. z. B. mit gleicher Sehrägstellung auf einer oder auch mehreren leiehlaufenden Sehraubenlinien liegen. Sie fördern dann allerdings das überschüssige Haterial über die ganze Breite der Verteiler walze nur nach einer Richtung hin.
Soll da gegen die Transportrichtung des Materials während einer Umdrehung der Verteilerwalze über die ganze Walzenbreite hin mehrmals wechseln, so kann man dies leicht. dadurch erreichen, dass man die Paletten 21 auf zwei oder mehreren gleichlaufenden Schrauben linien anordnet und die Paletten der einen Seliraubenlinie gegen die Paletten der an dern Schraubenlinie um z. B. l80 versetzt an ordnet und ihnen ausserdem eine entgegen gesetzte Sehrä.gstellung gibt. In diesem Fall wird dann das Material durch die eine Palet tengruppe, z.
B. durchgehend nach rechts hin verschoben, durch die nächstfolgende, ent- ";egengesetzt schräggestellte Palettengruppe dagegen durchwegs nach links gefördert. Die Verteilerwirkung ist hier also besonders wirk- sani. In gewissen Fällen, beispielsweise beim Nivellieren, Egalisieren oder Profilieren von Strassendeeken aus zähem, das heisst also sehwer bewegbarem Material, kann es von Vorteil sein, der Drehbewegung der Verteiler walze 20, 21 noch eine Vibrationsbewegung zu überlagern. Zu diesem Zweck kann man längs der Verteilerwalze eine Anzahl von Vibrato ren, z.
B. Innenvibratoren (Tauchrüttler), be festigen. Nach der Inbetriebnahme dieser Vi- bratoren gerät die Verteilerwalze in Schwin gungen, die eine Auflockerung des Materials zur Folge haben Lind das zum Antrieb der Verteilerwalze erforderliche Drehmoment ganz erheblich herabsetzen. Um dabei die Bean spruchungen der Verteilerwalze möglichst klein zu halten, empfiehlt es sieh, diese Walze federnd, beispielsweise unter Zwischenschal tung von elastischen Gummipuffern oder der gleichen, am Maschinenrahmen 2 zu befesti gen.
In bezug auf die Wirkungsweise einer solchen Verteilervorrichtung wäre somit fol gendes zu erwähnen: Bei gleichartig schräggestellten Paletten 21 wird ein Teil des überschüssigen Materials der Strassendecke von Palette zu. Palette wei tergeschoben; es entsteht also eine kontinuier- liehe Materialbewegung über die ganze Breite der Verteilerwalze 20 21. Dieser Vorgang unterscheidet sich von der Arbeitsweise der bekannten Verteilerschnecken dadurch, dass hier nur ein Teil des Materials der vorerwähn ten Bewegung folgt, die Abstreifhöhe mithin nicht beeinträchtigt wird, während bei einer Verteilerschnecke eine genaue höhenmässige Abstreifung überhaupt nicht möglich ist.
Bei Anordnung von zwei Palettengruppen mit gegeneinander versetzten, in ihrer Schräg lage jeweils entgegengesetzt gestellten Paletten 2.1 wechselt die seitliche Bewegung des Mate rials ihre Richtung erst bei einem neuen Materialanhub. Die gleiche Materialmenge wird also, anders ausgedrückt, immer nur in der gleichen Richtung transportiert, während das anschliessend abgestreifte Materialquan tum in entgegengesetzter Richtung geschoben wird. Ausgehend von der Tatsache, dass sich bei einer mengenmässig genauen Zuteilung des Materials insgesamt weder ein Überschuss noch ein Unterschuss ergibt, dass ferner die Menge des ständig durch die Abstreifeinriclitung i-orwärtsbewegten Materialpolsters möglichst.
konstant bleiben soll, vermindert die vorge- sehlagene Einrichtung die Unterschiedlichkeit der vor dem Abstreifkörper nebeneinander liegenden Materialmengen ganz erheblich. Bei der Verwendung der vorbeschriebenen Ver teilerwalze 20, 21 wird also ein Grossteil der sonst für die Materialverteilung von Hand er forderlichen Arbeitskräfte eingespart. Im glei chen Masse entfällt auch die unerwünschte und unkontrollierbare Vorverdichtung des Betons, die bisher durch das ungleichmässige Festtreten desselben durch die Arbeiter be dingt -war.
N achdem sich bei Anwendung des beschrie benen Verfahrens gezeigt hat, da.ss Höhen differenzen in der Betondecke nach dem Pas sieren des Vibrationskörpers kaum noch auf treten, ergibt. sich nunmehr die 3vlögliclikeit, auf den Einbau besonderer Glättelemente 8 ganz zu verzichten und den Vibrationskörper 6 selbst als Glättelement zu verwenden.
Zu diesem Zweck werden ihm periodisch Hub- bewegungen quer zur Arbeitsrichtung der Vorrichtung aufgezwungen, wie in Fig. 9 durch Pfeile Q angedeutet. ist. Man kann auch, wie das Beispiel nach Fig. 8 und 9 zeigt., dem Vibrat.ionskörper 6 ein Abstreifelement ?? vorschalten, das quer zur Arbeitsrichtung der Vorrielitung hin und her schwingt und mit dem Vibrationskörper 6, z. B. in pendeln der Bewegung, verbunden ist.
Gemäss Fig. 8 ist das Abstreifelement 22 in der Höhe verstellbar. Das in Querrichtung zur Arbeitsrichtung schwingende Abstreifele- ment 22, das mit einem Hub von wenigen Zentimetern arbeitet, ist an seiner Kopfseite so ausgebildet, da.ss es den Beton kräftig mit schleppt. Zu diesem Zweck ist das Abstreif- element ?? auf seiner vordern Fläche mit.
einem Flacheisenkamni 23 versehen, welcher bei der Pendelbewegung des Abstreifelementes dessen Reibung zum Beton erhöht und letz- teren auf diese Weise bei der Pendelbewegung in Breitenrichtung der zu bauenden Beton- balin verteilt. Bei Verwendung des beschrie benen Abstreifelementes 2" reit dem Kamm 23 kann die vorher erwähnte Verteilerwalze 20, \_,'1 wegfallen.
Bei einem nicht dargestellten Ausfüh rungsbeispiel sind zwei V ibrationskörper hin tereinander angeordnet., welche sieh mit einem Hub von beispielsweise 10 ein gegenläufig be wegen, ähnlich wie die bekannten Pendel- g@ätter. In diesem Fall wird mit Vorteil der in Arbeitsrichtung vordere Vibrationskörper mit dem. Abstreifelement ?? versehen.
Die gegenläufige Bewegung der Vibrationskörper bringt den Vorteil., dass der seitliche Druck auf zu beiden Seiten der herzustellenden Be tonbahn verlaufenden Sehalungssehienen ?4 in erträglichen Grenzen gehalten -wird.