CH325408A - Verfahren zum Verzwirnen zweier Einzelgarne aus synthetischen organischen Textilfasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn - Google Patents
Verfahren zum Verzwirnen zweier Einzelgarne aus synthetischen organischen Textilfasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter ZwirnInfo
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-
- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
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Description
Verfahren zum Verzwirnen zweier Einzelgarne aus synthetischen organischen Textilfasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn Es sind verschiedene chemische und mecha nische Methoden bekannt, um Polyamiclgarnen eine Kräuselung zu erteilen. So wurde z. B.
vorgeschlagen, mehrere ungedrehte oder teil weise gedrehte Garne zusammen lioebzuz ir- ne n, diesen Zwirn einer Kaltstreckung zu unterwerfen, hierauf noch höher zu zwirnen, in diesem Zustande die Drehung zit filieren und schliesslich zurückzudrehen auf normale Drehung.
Der nach dieser Methode erhaltene Zwirn hat. jedoch den Nachteil, dass er eine gewisse Tendenz hat, eine Spiralforin anzunehmen. Zudem weist er bereits bei verhältnismässig ge ringer Belastung eine ziemlich hohe Material- dehnung auf, während die Gesamtdehnung bei höheren Belastungen relativ gering ist. So gekräuselte Zwirne haben sich deshalb vom kommerziellen Standpunkt. aus als ungeeignet erwiesen.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun- ein Verfahren zur Verzwirnung zweier Einzel garne aus synthetischen organischen Textil fasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn,- weleher die nachteiligen Eigenschaften des bekannten spiralig gekräuselten Polyamid -urnes nicht mehr aufweist..
Das erfindungs gemässe Verfahren ist gekennzeichnet durch die Verwendung zweier Einzelgarne, die vor übergehend in entgegengesetzter Drehrich tung hochgedreht und im hochgedrehten Zu stand einer Fleissfixierung unterworfen worden sind und die eine Gesamtdehnung berechnet in Prozenten nach der Formel
EMI0001.0025
von mindestens 150% und eine nach der Formel 5-20% aufweisen, wobei a. die mit einer
EMI0001.0028
berechnete Materialdehnung von CTrundbelastung von 0,002 g/den gemessene CTarnlänge, b die mit einer Belastung von 0,
8 g/den gemessene Garnlänge, b1 die Garn länge gemessen bei einer Belastung von 0,1 g/den, b2 die Garnlänge bei einer Bela stung von 0,8 g/den bezeichnen.
Ein nach einem Ausführungsbeispiel dieses Verfahrens hergestellter Zwirn ist im Aus sehen viel gefälliger und hat, in bezug auf die Weiterverarbeitung für Strickerzeugnisse eine wesentlich bessere Beschaffenheit als der be kannte spiralig gekräuselte Zwirn. Sein rund licher Querschnitt ist auf die sehr intensive Faserkräuselung Infolge dieser intensiven Faserkräuselung weist der Zwirn eine wesentlich höhere potentielle Deh nung bei höheren Belastungen auf als der bekannte spiralig gekräuselte Zwirn.
Das gekennzeichnete Verzwirnungsverfah- ren bezieht. sich nur auf die Verwendung von an sieh bekannten gekräuselten Einzelgarnen aus synthetischen organischen Textilfasern wie Polyamidfasern, z. B. solchen aus Hexamethy- lenadipamid oder aus Poly-e-Caprolactam. Es kommen jedoch auch Garne aus andern voll- synthetischen organischen Textilfasern in Be tracht, beispielsweise solche auf Polyvinylbasis oder solche aus Polyestern.
Es eignen sieh hauptsächlich Einzelgarne aus vollständig ge- streckten Fasern von etwa 20--450, vorzugs weise solche von 30-300 den. Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert.
Die verwendeten bekannten Einzelgarne sind zwecks Erzielung der Kräuselung in einem Arbeitsgange abnormal hoehgedreht, hierauf in diesem Zustande einer Heissfixie rung, z. B. Dämpfung, unterworfen und so dann auf normale Drehung zurüekgedreht worden. Zwei so erhaltene Einzelgarne, von denen eines in Z-Richtuiig, das andere in S Richtung vorübergehend hochgedreht wurde, werden miteinander in<B>Z-</B> oder S-Riehtung auf normale Drehung verzwirnt. Man erhält so ein regelmässiges voluminöses Produkt, dessen innerer Spannungszustand völlig ausgeglichen ist.
Bei aus solchen zweifachen Zwirnen her gestellten Wirkstücken tritt die sonst häufig beobachtete spiralige Verdrehung derselben nicht auf.
Die Bestimmung der optimalen Tourenzahl beim Hoehdrehen kann gemäss dem Schweizer Patent 1V'r. 311772 nach der Formel
EMI0002.0015
ermittelt werden, wobei T die optimale Tou renzahl und D die Denierzahl des CTarnes be deuten. Die Dehnungseigensehaften von nach Aus führungsbeispielen des erfindungsgemässen Verfahrens hergestellten Zwirnen gehen aus einer graphischen Darstellung in der bei gefügten Zeichnung hervor.
In dieser ist auf der Ordinate y die Be lastung in Gramm per Denier und auf der Abszisse x die Dehnung in Prozenten der ursprüngliehen Garnlänge aufgetragen.
Die Linienzüge I-IV zeigen den Verlauf der Gesamtdehnung in Funktion der Be lastung für vier Zwirne mit verschiedenen Titern.
Bei allen Zwirnen wurde eine Grundbela stung von 0,002 g /den gewählt, der einer Deh nung von 0% entspricht.
Die Linienzüge I bis IV zeigen den Deh nungsverlauf von Produkten, die je aus nvei- fachen Zwirnen von Einzelgarnen versehie- dener Titer, die durch vorübergehendes Hoch drehen und Fixierung der Drehung im hoch gedrehten Zustande erhalten wurden, bestehen.
Der Linienzug I bezieht sich auf ein 302 S Zwirn (Zwirn mit S-Drehung aus zwei Einzel garnen von je 30 den), der Linienzug II auf ein 40/2 S Zwirn, der Linienzug III auf ein 70/2 S Zwirn und der Linienzug IV auf ein 20012 S Zwirn. Aus dieser graphischen Darstellung sowie aus der nachstehenden, die einzelnen Deh nungswerte bei den verschiedenen Belastungen für jeden Zwirn zeigenden Tabelle ist deut lich ersichtlich, dass die Zwirne eine bemer kenswert hohe (Tesamtdehnung bei grösseren Belastungen aufweisen.
EMI0002.0037
<B>30/2</B> <SEP> S <SEP> Zwirn <SEP> 40/2 <SEP> S <SEP> Zwirn <SEP> <B>70/2</B> <SEP> S <SEP> Zwirn <SEP> 200/2 <SEP> S <SEP> Zwirn
<tb> Bei. <SEP> Dehn. <SEP> Bel. <SEP> Dehn. <SEP> g/den <SEP> Dehn. <SEP> Bel. <SEP> Dehn.
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<SEP> glden
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<tb> 0,830 <SEP> 240 <SEP> 0,810 <SEP> 232 <SEP> 0,790 <SEP> 225 <SEP> 0,790 <SEP> 261 Berechnet man ferner die Materialdehnung der verschiedenen Zwirne, das heisst den Deh nungsanteil zwischen 0,1 und 0,8 g/den Be lastung, ausgedrückt in Prozenten der Gesamt länge des mit 8,0 g /den belasteten Zwirnes,
so erhält man folgende Werte: 30/2 S Zwirn: 6,2% 4012 S Zwirn : 6,9<B>%</B> <B>70112</B> S Zwirn: 9,8% 20012 S Zwirn: 7,2 Aus diesen Zahlenwerten ist. ersichtlich, dass die Materialdehnung dieser Zwirne verhältnis mässig gering ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Verzwirnung zweier Einzel garne aus synthetischen organischen Textil fasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn, gekennzeichnet durch die Verwendung zweier Einzelgarne, die vorübergehend in entgegengesetzter Drehrichtung hochgedreht und im hochgedrehten Zustande einer Heiss- fixiereng unterworfen worden sind und die eine Gesamtdehnung berechnet. in Prozenten nach der Formel EMI0003.0008 von mindestens 150% und eine nach der Formel EMI0003.0010 berechnete Materialdehnung von 5-20% auf weisen, wobei a,die mit einer Grundbelastung von 0,002 g /den gemessene Garnlänge, b die mit.einer Belastung von 0,8 g/den gemessene Garnlänge, b1 die Garnlänge gemessen bei einer Belastung von 0,1 g /den, b. die Garnlänge bei einer Belastung von 0,8 g/den bezeichnen. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Ein zelgarnen mit einem Titer von 20-450 den. PATENTANSPRUCH II Permanent gekräuselter Zwirn, hergestellt, nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US325408XA | 1952-10-22 | 1952-10-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH325408A true CH325408A (de) | 1957-11-15 |
Family
ID=21865478
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH325408D CH325408A (de) | 1952-10-22 | 1953-03-24 | Verfahren zum Verzwirnen zweier Einzelgarne aus synthetischen organischen Textilfasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH325408A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2934762A1 (de) * | 1978-08-31 | 1980-03-13 | Oda Gosen Kogyo Kk | Gekraeuseltes mischfilamentgarn und verfahren zu seiner herstellung |
-
1953
- 1953-03-24 CH CH325408D patent/CH325408A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2934762A1 (de) * | 1978-08-31 | 1980-03-13 | Oda Gosen Kogyo Kk | Gekraeuseltes mischfilamentgarn und verfahren zu seiner herstellung |
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