CH325408A - Verfahren zum Verzwirnen zweier Einzelgarne aus synthetischen organischen Textilfasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn - Google Patents

Verfahren zum Verzwirnen zweier Einzelgarne aus synthetischen organischen Textilfasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn

Info

Publication number
CH325408A
CH325408A CH325408DA CH325408A CH 325408 A CH325408 A CH 325408A CH 325408D A CH325408D A CH 325408DA CH 325408 A CH325408 A CH 325408A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
yarn
twisting
synthetic organic
load
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Weiss Ernst
Original Assignee
Heberlein & Co Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heberlein & Co Ag filed Critical Heberlein & Co Ag
Publication of CH325408A publication Critical patent/CH325408A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/02Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


  Verfahren zum     Verzwirnen    zweier Einzelgarne aus     synthetischen    organischen Textilfasern  zu einem     permanent    gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn    Es sind verschiedene chemische und mecha  nische Methoden bekannt, um     Polyamiclgarnen     eine Kräuselung zu     erteilen.    So wurde z. B.

    vorgeschlagen, mehrere     ungedrehte    oder teil  weise gedrehte Garne zusammen     lioebzuz ir-          ne    n, diesen Zwirn einer Kaltstreckung zu  unterwerfen, hierauf noch höher zu zwirnen,  in     diesem    Zustande die Drehung     zit        filieren          und    schliesslich zurückzudrehen auf normale       Drehung.     



  Der nach dieser Methode erhaltene Zwirn  hat. jedoch den Nachteil, dass er eine gewisse  Tendenz hat, eine     Spiralforin    anzunehmen.  Zudem weist er bereits bei verhältnismässig ge  ringer Belastung eine ziemlich hohe     Material-          dehnung    auf, während die      Gesamtdehnung      bei höheren Belastungen relativ gering ist. So       gekräuselte    Zwirne haben sich deshalb vom  kommerziellen Standpunkt. aus als ungeeignet  erwiesen.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft     nun-          ein    Verfahren zur     Verzwirnung    zweier Einzel  garne aus synthetischen organischen Textil  fasern zu einem permanent gekräuselten     Zwirn,-          weleher    die nachteiligen Eigenschaften des  bekannten spiralig gekräuselten Polyamid  -urnes nicht mehr aufweist..

   Das erfindungs  gemässe Verfahren ist gekennzeichnet durch  die Verwendung zweier Einzelgarne, die vor  übergehend in entgegengesetzter Drehrich  tung hochgedreht und im hochgedrehten Zu  stand einer     Fleissfixierung    unterworfen worden    sind und die eine Gesamtdehnung berechnet  in Prozenten nach der Formel
EMI0001.0025  
   von  mindestens 150% und eine nach der Formel       5-20%    aufweisen, wobei     a.    die mit einer  
EMI0001.0028  
   berechnete     Materialdehnung    von       CTrundbelastung    von 0,002     g/den    gemessene       CTarnlänge,    b die mit     einer    Belastung von  0,

  8     g/den    gemessene Garnlänge,     b1    die Garn  länge gemessen bei einer Belastung von  0,1     g/den,        b2    die Garnlänge bei einer Bela  stung von 0,8     g/den    bezeichnen.  



  Ein nach einem Ausführungsbeispiel dieses  Verfahrens hergestellter Zwirn ist im Aus  sehen viel gefälliger und hat, in bezug auf die  Weiterverarbeitung für Strickerzeugnisse eine  wesentlich bessere Beschaffenheit als der be  kannte spiralig gekräuselte     Zwirn.    Sein rund  licher Querschnitt ist auf die sehr intensive       Faserkräuselung     Infolge  dieser     intensiven    Faserkräuselung weist der  Zwirn eine     wesentlich    höhere  potentielle Deh  nung  bei höheren Belastungen auf als der  bekannte spiralig gekräuselte Zwirn.  



  Das gekennzeichnete     Verzwirnungsverfah-          ren    bezieht. sich nur auf die Verwendung von  an sieh bekannten gekräuselten Einzelgarnen  aus synthetischen organischen Textilfasern wie       Polyamidfasern,    z. B. solchen aus     Hexamethy-          lenadipamid    oder aus     Poly-e-Caprolactam.    Es  kommen jedoch auch Garne aus andern voll-           synthetischen    organischen Textilfasern in Be  tracht, beispielsweise solche auf     Polyvinylbasis     oder solche aus Polyestern.

   Es eignen sieh  hauptsächlich Einzelgarne aus vollständig     ge-          streckten    Fasern von etwa     20--450,    vorzugs  weise solche von 30-300 den. Nachstehend  werden     Ausführungsbeispiele    der Erfindung  erläutert.  



  Die verwendeten bekannten Einzelgarne  sind zwecks Erzielung der     Kräuselung    in  einem Arbeitsgange abnormal     hoehgedreht,     hierauf in diesem Zustande einer Heissfixie  rung, z. B. Dämpfung, unterworfen und so  dann auf normale Drehung     zurüekgedreht     worden. Zwei so erhaltene Einzelgarne, von  denen eines in     Z-Richtuiig,    das andere in S  Richtung vorübergehend hochgedreht wurde,  werden miteinander in<B>Z-</B> oder     S-Riehtung    auf  normale Drehung verzwirnt. Man erhält so  ein regelmässiges voluminöses Produkt, dessen  innerer Spannungszustand völlig ausgeglichen  ist.

   Bei aus solchen zweifachen Zwirnen her  gestellten Wirkstücken tritt die sonst häufig  beobachtete spiralige Verdrehung derselben  nicht auf.  



  Die     Bestimmung    der optimalen Tourenzahl  beim     Hoehdrehen    kann gemäss dem Schweizer  Patent     1V'r.    311772 nach der Formel  
EMI0002.0015  
    ermittelt werden, wobei T die optimale Tou  renzahl und D die     Denierzahl    des     CTarnes    be  deuten.    Die     Dehnungseigensehaften    von nach Aus  führungsbeispielen     des        erfindungsgemässen     Verfahrens hergestellten Zwirnen gehen aus  einer graphischen Darstellung in der bei  gefügten Zeichnung hervor.  



  In dieser ist auf der Ordinate     y    die Be  lastung in Gramm per     Denier    und auf der  Abszisse x die Dehnung in Prozenten der       ursprüngliehen    Garnlänge aufgetragen.  



  Die Linienzüge     I-IV    zeigen den Verlauf  der      Gesamtdehnung     in Funktion der Be  lastung für vier Zwirne mit verschiedenen       Titern.     



  Bei allen Zwirnen wurde eine Grundbela  stung von 0,002 g /den gewählt, der einer Deh  nung von 0% entspricht.  



  Die Linienzüge I bis IV zeigen den Deh  nungsverlauf von Produkten, die je aus     nvei-          fachen    Zwirnen von Einzelgarnen     versehie-          dener        Titer,    die durch vorübergehendes Hoch  drehen und     Fixierung    der Drehung im hoch  gedrehten Zustande erhalten wurden, bestehen.  



  Der Linienzug I bezieht sich auf ein 302 S  Zwirn (Zwirn mit     S-Drehung    aus zwei Einzel  garnen von je 30 den),  der Linienzug     II    auf ein 40/2 S Zwirn,  der Linienzug     III    auf ein 70/2 S Zwirn und  der Linienzug IV auf ein 20012 S Zwirn.  Aus dieser graphischen Darstellung sowie  aus der nachstehenden, die einzelnen Deh  nungswerte bei den verschiedenen Belastungen  für jeden Zwirn zeigenden Tabelle ist deut  lich ersichtlich, dass die Zwirne eine bemer  kenswert hohe      (Tesamtdehnung     bei grösseren  Belastungen aufweisen.

    
EMI0002.0037     
  
    <B>30/2</B> <SEP> S <SEP> Zwirn <SEP> 40/2 <SEP> S <SEP> Zwirn <SEP> <B>70/2</B> <SEP> S <SEP> Zwirn <SEP> 200/2 <SEP> S <SEP> Zwirn
<tb>  Bei. <SEP> Dehn. <SEP> Bel. <SEP> Dehn. <SEP> g/den <SEP> Dehn. <SEP> Bel. <SEP> Dehn.
<tb>  g/den <SEP> % <SEP> g/den <SEP> % <SEP> Beh.

   <SEP> glden
<tb>  0,002 <SEP> 0 <SEP> 0,002 <SEP> 0 <SEP> 0,002 <SEP> 0 <SEP> 0,002 <SEP> 0
<tb>  0,017 <SEP> 106 <SEP> 0,019 <SEP> 140 <SEP> 0,021 <SEP> 121 <SEP> 0,025 <SEP> 166
<tb>  0,033 <SEP> 184 <SEP> 0,037 <SEP> 190 <SEP> 0,036 <SEP> 165 <SEP> 0,050 <SEP> 221
<tb>  0,083 <SEP> 216 <SEP> 0,075 <SEP> 206 <SEP> 0,072 <SEP> 188 <SEP> 0,075 <SEP> 232
<tb>  0,166 <SEP> 223 <SEP> 0,150 <SEP> 214 <SEP> 0,143 <SEP> 198 <SEP> 0,150 <SEP> 9-40
<tb>  0,830 <SEP> 240 <SEP> 0,810 <SEP> 232 <SEP> 0,790 <SEP> 225 <SEP> 0,790 <SEP> 261         Berechnet man ferner die Materialdehnung  der     verschiedenen    Zwirne, das heisst den Deh  nungsanteil     zwischen    0,1 und 0,8     g/den    Be  lastung, ausgedrückt in Prozenten der Gesamt  länge des mit 8,0 g /den belasteten Zwirnes,

    so erhält man folgende Werte:  30/2 S Zwirn: 6,2%  4012 S Zwirn : 6,9<B>%</B>  <B>70112</B> S Zwirn: 9,8%  20012 S Zwirn: 7,2  Aus     diesen    Zahlenwerten ist. ersichtlich, dass  die Materialdehnung dieser Zwirne verhältnis  mässig gering ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Verzwirnung zweier Einzel garne aus synthetischen organischen Textil fasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn, gekennzeichnet durch die Verwendung zweier Einzelgarne, die vorübergehend in entgegengesetzter Drehrichtung hochgedreht und im hochgedrehten Zustande einer Heiss- fixiereng unterworfen worden sind und die eine Gesamtdehnung berechnet. in Prozenten nach der Formel EMI0003.0008 von mindestens 150% und eine nach der Formel EMI0003.0010 berechnete Materialdehnung von 5-20% auf weisen, wobei a,die mit einer Grundbelastung von 0,002 g /den gemessene Garnlänge, b die mit.
    einer Belastung von 0,8 g/den gemessene Garnlänge, b1 die Garnlänge gemessen bei einer Belastung von 0,1 g /den, b. die Garnlänge bei einer Belastung von 0,8 g/den bezeichnen. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Ein zelgarnen mit einem Titer von 20-450 den. PATENTANSPRUCH II Permanent gekräuselter Zwirn, hergestellt, nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
CH325408D 1952-10-22 1953-03-24 Verfahren zum Verzwirnen zweier Einzelgarne aus synthetischen organischen Textilfasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn CH325408A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US325408XA 1952-10-22 1952-10-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH325408A true CH325408A (de) 1957-11-15

Family

ID=21865478

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH325408D CH325408A (de) 1952-10-22 1953-03-24 Verfahren zum Verzwirnen zweier Einzelgarne aus synthetischen organischen Textilfasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH325408A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2934762A1 (de) * 1978-08-31 1980-03-13 Oda Gosen Kogyo Kk Gekraeuseltes mischfilamentgarn und verfahren zu seiner herstellung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2934762A1 (de) * 1978-08-31 1980-03-13 Oda Gosen Kogyo Kk Gekraeuseltes mischfilamentgarn und verfahren zu seiner herstellung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE739938C (de) Verstaerkungseinlagen fuer Kautschukluftreifen
CH325408A (de) Verfahren zum Verzwirnen zweier Einzelgarne aus synthetischen organischen Textilfasern zu einem permanent gekräuselten Zwirn und nach diesem Verfahren hergestellter Zwirn
DE2436997C2 (de) Faden aus Coregarn
WO1998050612A1 (de) Schussgarn und verfahren zur herstellung eines schussgarns aus einem wärmegeschützten polyamid 66 für reifenkordgewebe
DE4108509A1 (de) Faden mit aussehen von stapelfasergarn auf basis von polyamid
DE1923070B2 (de) Verfahren zum Herstellen eines elastischen Mischgarns bzw. von textlien Fertigwaren
DE731902C (de) Garn aus kuenstlichen Faeden oder Fasern
DE4215016A1 (de) Hochfestes Nähgarn sowie Verfahren zur Herstellung eines derartigen Nähgarnes
CH497579A (de) Verfahren zur Herstellung von reckbaren Strickwaren
DE1510527A1 (de) Mehrfadengarn
DE949078C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verbesserung der Eigenschaften wollartig gekraeuselter, vollsynthetischer organischer Faeden bzw. Fadenbuendel, insbesondere Polyamidfaeden
AT252770B (de) Verfahren zur Herstellung eines voluminösen Kerngarns
AT328344B (de) Mehrfachgarnkonstruktion und verfahren zu ihrer herstellung
DE2231335C3 (de) Hochelastisches, gestricktes, garnförmiges Gebilde und Verfahren zur Herstellung eines solchen Gebildes
AT210056B (de) Verfahren zur Herstellung von voluminösem Garn
AT202494B (de) Verfahren zur Herstellung permanent gekräuselter Garne aus synthetischen organischen Textilfasern
AT211195B (de) Seil aus synthetischen Fäden
AT228378B (de) Verfahren zur Herstellung von Zwirnen mit hohem elastischem Zug
DE1913747A1 (de) Neue Textilerzeugnisse und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT203917B (de) Verfahren zur Erzeugung von inneren Torsionsspannungen in Elementarfäden aus synthetischem organischem Material
DE1435345A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines kraeftigen elastischen Fadens
CH333139A (de) Mischgarn und Verfahren zur Herstellung desselben
DE1164597B (de) Verfahren zur Erzeugung permanent gekraeuselter bzw. ondulierter vollsynthetischer organischer Faeden oder Fadenbuendel
CH207481A (de) Textilprodukt.
DE1660585A1 (de) Ungebundenes Fasererzeugnis und Verfahren zur Herstellung desselben