CH325840A - Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe

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CH325840A
CH325840A CH325840DA CH325840A CH 325840 A CH325840 A CH 325840A CH 325840D A CH325840D A CH 325840DA CH 325840 A CH325840 A CH 325840A
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aroyl group
naphthol
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Leslie Johnson Eric
Alston Rowe George
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Ici Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/08Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of biphenyl

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Description


  Verfahren zur     Herstellung    neuer     Disazofarbstoffe            Gemäss    vorliegender Erfindung werden  neue, Kupfer enthaltende,     wertvolle,        Disazo-          farbstoffe    erhalten welche, in     Form    ihrer  
EMI0001.0008     
    worin K oder Y eine     Sulfonsäuregruppe    be  deutet, während der andere     Substituent        für     und Y Wasserstoff und     R    eine     Aroylgruppe     bedeuten.

    
EMI0001.0014     
    worin K, Y und     R    die obige Bedeutung haben  und Alk     Methyl    oder Äthyl bedeutet, mit  einem Kupfer abgebenden Mittel unter solchen  Bedingungen behandelt wird, dass unter     Ab-          @"paltung    der     Alk-Gruppen    die entsprechenden    freien Säuren, durch die folgende Formel wie..

         dergegeben    werden:    Diese neuen Farbstoffe werden erfindungs  gemäss dadurch erhalten, dass man eine     Dis-          azoverbindung,    welche, in Form ihrer freien  Säure, der folgenden Formel entspricht         o,o'    -     Dioxyazo    -Kupfer -Komplexverbindungen  gebildet werden.  



  Methoden, welche zur     Dealkylierung    und  zur     Kupferung    von Farbstoffen, welche       o-Oxy-o'-alkoxyazogruppierungen    enthalten,      führen, sind im allgemeinen bekannt. Von die  sen bekannten Methoden kann man beispiels  weise     für    die Herstellung der erfindungsge  mässen Farbstoff jene     anwenden,    gemäss wel  cher die verwandten     o-Oxy-o'-alkoxyazofarb-          stoffe    mit. heissen,     ammoniakalisehen    Lösun  gen eines Kupfersalzes, z. B. Kupfersulfat,  allein oder in Gegenwart einer organischen  Base, z.

   B.     Py        ridin    oder     Diäthylamin,        behan-.     d     elt    werden.    Die gemäss dieser Erfindung als Ausgangs  materialien verwendeten     Disazofarbstoffe    kön  nen dadurch erhalten werden, dass man     tetra-          zotiertes        Dianisidin    bzw.

       tetrazotiertes        3,3'-Di-          äthoxy-4,4'-diaminodiphenyl    in beliebiger Rei  henfolge auf der einen Seite mit     2-Naphthol-          3,6-disulfonsäure    und auf der andern Seite  mit     2-Amino-5-napht-hol-1,7-    oder     -3,7-disul-          fonsäure    oder einem     N-Benzoylderivat    davon,  welches im     Phenylrest    durch     Methyl-,        Tri-          fluormethyl-    oder     Alkoxygruppen    oder aber  durch ein Halogenatom substituiert sein kann,

    unter solchen Bedingungen kuppelt, dass die  Kupplung in     ortho-Stellung    zu den     Hydroxyl-          gruppen        eintritt.       Die     1\-Benzoyld@erivate    sowie die substi  tuierten     Benzoylderivate    der besagten     2-          Amino-5-naphthol-1,7-    bzw.     -3,7-disulfonsäu-          ren    können erhalten werden durch Umset  zung dieser Säuren mit dem geeigneten     Ben-          zoylhalogenid    in     Gegenwart-    einer geeigneten  organischen Base, wie z.

   B.     Pyridin,    bis keine  freie     Aminogruppe    mehr verbleibt, worauf das       aroylierte    Produkt einer schwachen,     wässri-          gen,    alkalischen,     hydrolytischen    Behandlung       unterworfen    wird, um die     0-Aroylgruppe    aus  etwa vorhandenem     0,N-diaroy        lierten,    gebilde  ten Nebenprodukt zu     hydrolysieren.     



  Die neuen kupferhaltigen Farbstoffe die  ser Erfindung liefern helle,     rötlichblaue    Farb  töne auf Kunstseide und Stapelfaser aus re  generierter     Cellulose,    wobei die erzielten Fär  bungen in hervorragender Weise lichtecht  sind. Diese Lichtechtheit wird beibehalten,       %v        enn    die Färbungen einer knitterfrei machen  den Behandlung,     beispielsweise    mittels     syn-          thetisehen        Harnstoff-Formaldheyd-Harzen,            unterworfen    werden.

   Die neuen kupferhalti  gen Farbstoffe liefern auf Baumwolle eben  falls     rötlichblaue    Töne von sehr guter     Licht-          eehtheit.     



  Die Erfindung sei durch die folgenden  Beispiele, in denen die Teile Gewichtsteile be  deuten, erläutert.         Beispiel   <I>1</I>  24,4 Teile     4,4'-Diamino-3,3'-dimethoxydi-          phenyl    werden in einem Gemisch von 50,7  Teilen     36o%oiger    wässriger Salzsäure und 600  Teilen     warmem    Wasser gelöst und diese Lö  sung auf 10-15  C gekühlt. Hierauf versetzt  man langsam mit einer Lösung von 13,8 Tei  len     Natriumnitrit    in 100 Teilen Wasser.

   Die  erhaltene Lösung der     Tetrazoverbindung    wird  weiter auf 5-10  C gekühlt und hierauf durch  vorsichtige Zugabe von     Natriumcarbonat    auf       Congorot-Papier    beinahe neutral gestellt. Als  dann versetzt man mit einer Lösung von 36,5  Teilen des     Dinatriumsalzes    der     2-Naphthol-          3,6-disulfonsäure    und 10,6 Teilen     Natrium-          earbonat    in 500 Teilen Wasser und rührt das       Gemisch    so lange, bis die Kupplung beendet  ist. Zur so erhaltenen kolloidalen Suspension.

    der     Diazo-monoazoverbindung    gibt man bei 5  bis 10  C eine Lösung von 51,4 Teilen des     Di-          natriumsalzes    der     2-Benzoylamino-5-naphthol-          3,7-disulfonsäure    in einem Gemisch von 320  Teilen Wasser, 56,3 Teilen einer     wässrigen          Ammoniaklösung    vom spezifischen Gewicht  0,880 und 600 Teilen     Pyridin    hinzu. Das Ge  rnisch wird     dann    so lange     gerührt,    bis die  Kupplung beendet ist. Die so erhaltene Dis  a.zofarbe- wird durch Zugabe von Salz ausge  fällt und     lrernaeh    durch Filtrieren isoliert.  



  Dieser     Disazofarbstoff    wird mit 2000 Tei  len warmem Wasser verrührt und aus 60 Tei  len     krist.    Kupfersulfat, 210 Teilen einer     wäss-          rigen        Ammoniaklösung    vom     spez.    Gewicht  0,880 eine Lösung hergestellt, welche dem  Farbstoff zugesetzt wird, worauf das Gemisch  unter Rühren während 18 Stunden auf 90 bis  95  C erhitzt wird. Hierauf versetzt man mit  230 Teilen     NTatriumehlorid    und filtriert den  ausgefällten     Farbstoff    ab.

   Nach dem Trock  nen erhält man ein dunkles Pulver, das sich      in Wasser unter Bildung einer blauen Lösung  und in konzentrierter Schwefelsäure unter  Bildung einer     bläuliehgrünen    Lösung löst. Der  Farbstoff färbt. regenerierte     Cellulose    in     röt-          liehblauen    Tönen, wobei die erzielten Färbun  gen eine ausgezeichnete Lichtechtheit aufwei  sen, welche auch nach einer knitterfrei ma  chenden Behandlung, z. B. mit Harnstoff  Formaldeliyd-Harzen, beibehalten wird. Der  ,neue Farbstoff liefert ebenfalls blaue Töne  von sehr guter Lichtechtheit auf Baumwolle,  sofern er in Gegenwart von Glaubersalz ge  färbt wird.  



  <I>Beispiel 2</I>  Anstatt wie in Beispiel 1 51,4 Teile des       Dinatriumsalzes    der     2-Benzoylamino-5-naph-          thol-3,7-disulfonsäure    zu verwenden, verwen  det man 51,4 Teile des     Dinatriumsalzes    der  2-B     enzoylamino    - 5 -     naphthol-1,7-distilfonsäure.     



       o    Man erhält einen kupferhaltigen Farbstoff,  welcher ähnliche Eigenschaften aufweist wie  der Farbstoff von Beispiel 1.    <I>Beispiel 3</I>  Anstatt wie in Beispiel 1 51,4 Teile des       Dinatriumsalzes    der     2-Benzoylamino-5-naph-          thol-3,7-disulfonsäure    zu verwenden, verwen  det man im vorliegenden Falle 52,9 Teile des       Dinatriumsalzes    der     2-(4-I#lethylbenzoyl)-          -5-naphthol-3,

  7-disulionsäure.    Man     er-          i        -!mino     hält einen kupferhaltigen     Disazofarbstoff    von  ähnlichen Eigenschaften wie jener von Bei  spiel 1.  



  <I>Beispiel 4</I>  Verwendet man 58,8 Teile des     Dinatrium-          salzes    der     2-(3'-Trifluormethylbenzoyl)-amino-          5-naphthol-3,7-disulfonsäure    anstatt wie in  Beispiel 1 51,4 Teile des     Dinatriumsalzes    der       2-Benzoylamino-5-naphthol    - 3,7-     disulfonräure,     so erhält man einen     Disazofarbstoff,    welcher  ähnliche Eigenschaften aufweist wie der im  Beispiel 1 beschriebene Farbstoff.

           $eispiel   <I>5</I>  Im Verfahren von Beispiel 1 ersetzt  man die 51,4 Teile des     Dinatriumsalzes    der       ',-B        enzoylamino    - 5 -     naphthol-3,7-        disulfonsäure     durch 54,7 Teile des     Dinatriumsalzes    der     2-          (4'-Methoxybenzoyl)        -amino-        5-naphthol-3,7-di-          stilfonsäure.    Man erhält auf diese Weise einen  kupferhaltigen Farbstoff, welcher ähnliche  Eigenschaften aufweist wie der Farbstoff von  Beispiel 1.  



  <I>Beispiel 6</I>  Im Verfahren gemäss Beispiel 1 ersetzt  man die 51,4 Teile des     Dinatriumsalzes    der       2-Benzoy        lamino-5        -naphthol-        3,7-disulfonsäure     durch 55,2 Teile des     Dinatriumsalzes    der     2-          (2'-Chlorbenzoyl)    -     amino-5-naphthol    -     3,7-disul-          fonsäure,    wobei man zu einen kupferhaltigen       Disazofarbstoff    gelangt, welcher ähnliche Ei  genschaften aufweist wie der Farbstoff von  Beispiel 1.  



  Verwendet man an Stelle des     Dinatrium-          salzes    der     2-(2'-Chlorbenzoyl)-amino-5-naph-          thol-3,7-disulfonsäure    das gleiche Gewicht an       Dinatriumsalz    der     2-(4'-Chlorbenzoyl)-amino-          5-naphthol-3,7-disulfonsäure,    so erhält man  einen Farbstoff mit ähnlichen Eigenschaften.

    <I>Beispiel 7</I>  Im Verfahren gemäss Beispiel 1 ersetzt  man die 51,4 Teile des     Dinatriumsalzes    der       2-Benzoylamino-5    -     naphthol    - 3,7-     disulfonsäure     durch 59,0 Teile des     Dinatriumsalzes    der     2-          (2',5'-Diehlorbenzoyl)        -amino-5-naphthol-3,7-di-          sulfonsäure.    Man erhält auf diese     '\NTeise    einen  kupferhaltigen     Disazofarbstoff,    welcher ähn  liche Eigenschaften aufweist wie der Farb  stoff gemäss Beispiel 1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Dis- azofarbstoffen, welche, in Form ihrer freier! Säuren, durch die folgende Formel wieder gegeben werden: EMI0004.0001 worin X oder Y eine Sulfonsäuregruppe be deutet, während der andere der beiden Sub- stituenten X und Y Wasserstoff und R eine EMI0004.0005 entspricht, in welchem X, Y und R die obige Bedeutung haben und Alk Methyl oder Äthyl bedeutet, mit einem kupferabgebenden Mittel unter solchen Bedingungen behandelt wird,
    da.ss unter Abspaltung der Alk-Gruppen die entsprechenden o,o'-Dioxyazo-liupfer-Iiom- plexverbindungen gebildet werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die mit. R bezeich nete Aroylgruppe Benzoyl bedeutet. Aroylgruppe bedeuten, dadurch gekennzeieh- net, dass eine Disazoverbindung, , welche, in Form ihren freien Säure, der Formel 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die mit R bezeieh- nete Aroylgruppe Methylbenzoyl bedeutet. 3. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die mit R bezeich nete Aroylgruppe Trifluormethylbenzoyl be deutet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die, mit R bezeich nete Aroylgruppe Alkoxybenzoyl bedeutet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die mit R bezeieh- nete Aroylgruppe Halogenbenzoyl bedeutet.
CH325840D 1953-03-12 1954-03-10 Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe CH325840A (de)

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