<B>Vorrichtung zum gerichteten Einführen eines gasförmigen Mediums in einen Raum</B> Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum gerichteten Einführen eines gasförmigen Mediums in einen Raum, mit in einer Trenn wand zwischen diesem Raum und dem Zu- führungsraum des Mediums angeordneten Durchtrittsöffnungen für das Mediiun. Die Erfindung ist- dadurch gekennzeichnet-,
dass die dem erstgenannten Raum zugekehrte Ober fläche der Trennwand eine Mehrzahl einzeln in den Raiun versspringender, nebeneinander- gereihter Flächenteile aufweist und dass die Durehtrittsöffnuungen in diesen Flächenteilen angeordnet sind.
Vorteilhaft sind Mittel vor gesehen, mit. deren Hilfe die relative Lage der Durchtrit.tsöffnungen zum Scheitel der vorspringenden Flächenteile verändert wer den kann. Die mit. den Durchtrittsöffnungen versehene Trennwand kann zweckmässig ein wellenförmiges Profil aufweisen; sie kann aber auch ein aus nebeneina.nderliegenden Bogenstiieken gebildetes Profil besitzen.
Die einzelnen in den Raum vorspringenden Flä chenteife können vorteilhaft parallele Mantel linien aufweisen und hierbei die Dnrehtritts- öffniuigen als quer zu den 3Iantellinien ver laufende Schlitze ausgebildet sein.
Feiner kön nen die Flächenteile auch durch die Aussen flächen einer Mehrzahl nebeneinanderliegen- der gerader Rohre gebildet sein, welche auf der dem zugekehrten Seite längs zweier Mantellinien mindestens teilweise aufeschnitten sind. Hierbei können zweck- mässig je zwei Rohre sieh längs einer Mantel linie berühren.
Vorteilhaft kann die Trennwand flexibel ausgebildet und um die Wellenform erzwin gende, fest angeordnete Formkörper geschlun- gen sein, wobei die Trennwand quer zur Pro- filrichtunä verschiebbar ausgebildet ist. Bei einer durch die Wände einer Mehrzahl neben einanderliegender Rohre gebildeten Trenn wand können zweckmässig Mittel vorgesehen sein, mit deren Hilfe die Rohre um ihre Achse gedreht werden können.
Schliesslich können die Diirehtiittsöffnungen für das Medium sich quer über den grösseren Teil der einzelnen, in den Raiun vorspringenden Flächenteile der Trennwand erstrecken, wobei auf der dem Zuführ.mgaraiun zugekehrten Oberfläche der Trennwand den einzelnen Durchtrittsöffnun- gen zugeordnete verschiebbaxe Abdeckorgane aufliegen,
welche eine derart zu der zugehöri- gen Durchtrittsöffnung der Trennwand ge stellte Öffnung aufweisen, dass beim Verschie ben eines Abdeckorgans der sich überdeckende Teil beider Öffnungen von einer Seite zur andern Seite des betreffenden vorspringenden Flächenteils wandert..
Die Erfindung und weitere vorteilhafte Merkmale sind nachstehend an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei spiele näher erläutert. Es zeigen: Fig.1 in isometrischer Darstellung die An sicht einer erfindungsgemüssen Vorrichtung <U>-tun</U> gerichteten Einführen eines gasförmigen Mediiuns in einen Rauun, Fig. 2 und 3 das Profil von anders gestal teten Trennwänden,
Fig. 4 im Schnitt eine anders ausgebildete Vorrichtung, bei der die Trennwand durch Teile der Wand von um ihre Achse drehbar angeordneten, nebeneinanderliegenden Rohren gebildet ist, Fig. 5 ein einzelnes Rohr der in Fig. -1 ge zeichneten Vorrichtung, Fig.6 eine anders ausgebildete Vorrieh- tung,
bei welcher eine flexible Trennwand um die Wellenform erzwingende Formkörper geschlungen ist und quer zur Profilrichtung verschoben werden kann, und: Fig. 7 und 8 eine anders ausgebildete Vorrichtung mit wellenförmig ausgebildeter Trennwand und Mitteln zur Veränderung der relativen Lage der Durchtrittsöffnungen zum Scheitel eines Wel'lenbuekels.
Gleiche Teile sind in den Figuren mit glei chen Bezugszeiehen versehen.
Bei der Vorrichtung nach Fig.1 wird das durch das Innere des Zuführkanals 1 zuge führte gasförmige Medium in gerichteter Strö mung in den Raum 2 eingeführt. Der Raum 2 ist. vom Zuführkanal 1 durch die Decke 3 getrennt. Inder Decke 3 ist eine Aussparung 4 vorhanden, welche von der mit Durchtritts öffnungen für das gasförmige Medium ver- sehenen Trennwand 5 überspannt ist-.
Die Trennwand 5 besitzt ein wellblechförmiges Profil, derart, dass ihre dem Raunz zugekehrte Oberfläche eine Mehrzahl einzeln in den Raum voi- & pringender, nebeneinandergereihter Flä chenteile aufweist. Die Durchtrittsöffnungen 6 für das gasförmige Medium sind in den durch die Wellenbuckel gebildeten vorsprin- genden Flächenteilen angeordnet. Die Durch trittsöffnungen besitzen die Form von Schlit zen, welche sieh quer zur Profilrichtung er strecken.
Fig. 2 zeigt im Schnitt das Profil einer anders ausgebildeten Trennwand. Hier ist das Profil der vorspringenden Flächenteile durch aneinandergereihte Bogenstücke 7 gebildet; die vorspringende Buckel weisen die einzelnen Durchtrittsöffnungen 6 auf. Die Fig. 2 ver- anschaulieht gleichzeitig die Mögliehkeit, die Durchtrittsöffnungen 6 in verschiedenen La gen relativ zum Seheitel der in den Raum vorspringenden Fläehenteilen vorzusehen.
So sind die in den Fläehenteilen 7a und 7b an geordneten Durehtrittsöffnungen weiter vom Scheitel entfernt als diejenigen der Flächen teile %, und 7,.. Fig.3 zeigt eine andere Profilform der Trenmvand 5; hier besteht das Profil aus geraden Linienstücken.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 4 sind die vorspringenden Flächenteile der Trennwand durch Teile der Aussenfläehen einer -Mehrzahl nebeneinand@erliegender gerader Rohre 9 ge bildet, welehe auf der dem Z.uführkanal 8 zugekehrten Seite längs zweier Mantellinien 10 Lind 11 teilweise ausgeschnitten sind.
Je zwei benachbarte Rohre berühren sich längs einer Mantellinie, so d'ass auf der dem Raum mlgekehrten Seite die Trennwand eine zusam menhängende Oberfläche besitzt. Die Rohre 9 sind uun ihre Achse drehbar in einem Kasten 12 gelagert. Auf der dem Zuführkanal zuge kehrten Seite ist an jedem einzelnen Rohr ein Hebel 13 befestigt; die Enden dieser Hebel sind gelenkartig mit der Schiene 14 verbun den.
Die Schiene 14 ihrerseits ist, mit einer Stange 15 verbunden, welche durch die Wand des Zuführkana.ls 8 nach aussen geführt ist. Eine Dichtungsmanschette 16 sorgt für einen luftdichten Abschluss. Die Schiene 15 kann in Richtung des eingezeichneten Pfeils belie big verschoben werden, wobei beispielsweise bei einer Verschiebung nach rechts die Schiene 14 die durch gestrichelte Linien angedeutete Stellung einnimmt.
Eine Verstellung der Schiene 14 bewirkt eine Drehung sämtlicher Rohre und damit, eine Veränderung der rela tiven Lage der Duirehtrittsöffnimgen 6 zum Scheitel der durch die Rohraussenflächen ge- bildeten vorspringenden Flächenteile.
Die ge schilderte Vorrichtung ermöglicht. auf ein fache Weise die Umfangsstellung der Durch trittsöffnimgen 6 und damit. den Einst.röm- winkel des Mediiuns in den Raiun zu verän dern. Fig. 5 zeigt. ein einzelnes Rohr 9, zusam rnen mit Hebel 13 und Durchtrittsöffnungen 6 der in Fig..l gezeichneten Vorrichtung.
Bei dem in Fig. 6 gezeigten Aiusführungs- beiLspiel ist- die Trennwand 5 flexibel ausge- bildet und um die Wellenform erzwingende, fest angeordnete Formkörper 17 und 18 ge- seliliuigen. Die Formkör < per 17 bestehen aus geraden Stäben mit kreisrundem Querschnitt, während die Formkörper 18 als Abschnitte von kreisrunden Scheiben ausgebildet und in Abständen zueinander auf Stangen 19 ange ordnet. sind.
Die Durchtrittsöffnungen 6 sind wiederum durch Sehwitze gebildet, welche sich quer zur Profilrichtung erstrecken und in den dein Raum zugekehrten Wellenbuckeln der Trennwand 5 anäeordnet sind. In der Ab- wiekhmg besitzt. die Trennwand eine r ec.ht eekige Gestalt-. Beide Breitseiten der Trenn wand sind um Walzen 20 geschlungen und auf deren Oberfläche befestigt. Der Einfach heit halber ist eine der Walzen weggelassen.
Das Ganze kann in einen - beispielsweise in der Decke eines Raumes angeordneten - nicht gezeichneten Kasten eingebaut werden, derart, dass die Stangen 19 und die Stäbe 17 fest gehalten und die Walzen 20 mit Hilfe ihrer Wellenzapfen drehbar gelagert sind. Die Trennwand 5 kann zweckmässig aus dünnem Blech oder einer Gewebebahn bestehen, die mit Hilfe einer geeigneten Behandlung gas- undurchlässig gemacht worden ist.
Die ge schilderte Einrichtung ermöglicht, die relative Lage der Schlitze 6 zum Scheitel der vorsprin genden Wellenbuckel auf leichte Weise zu verändern, indem je nach Ein- strömwinkel des in den Raum einzuführen den Mediums durch Drehung der Walzen 20 die Trennwand und die auf ihr angeordneten Schlitze quer zur Profilrichtung verschoben werden können. Die Schlitze 6 sind derart in der Trennwand verteilt., dass sie sieh zwischen den einzelnen Formkörpern 18 befinden.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 und 8 besteht. die Trennwand 5 aus einem Blech mit wellenförmigem Profil. Die Durchtritts- öffnungen 6 sind wiederum schlitzförmig aus gebildet und erstrecken sich quer zur Profil richtung über den grösseren Teil der in den Raum 2 vorspringenden, durch je einen Wel lenbuckel gebildeten Flächenteile.
Auf der dem Zuführkanal 1 zugekehrten Oberfläche der Trennwand 5 liegt ein Abde'ekblech 21 auf, welches das gleiche Profil wie die Trenn wand 5 besitzt. Fig. 8 zeigt die Trennwand 5 und das Abdeckblech 21 in der Abwicklung bei -Ansicht in Richtung des durchströmenden Mediums. Das Abdeckblüch 21 besitzt Öffnun gen 22, welche die schlitzförmigen Durchtritts öffnungen 6 teilweise überdecken.
Das Ab deckblech 21 kann in Richtung des Doppel pfeils 23 relativ zur fest angeordneten Trenn wand 5 verschoben werden. Die Öffnungen 22 im Abdeckblech besitzen eine parallelogramm- förmige Gestalt und sind derart zu den schlitzförmigen Durchtrittsöffnungen 6 der Trennwand 5 gestellt, da.ss beim Verschieben des Abdeckbleches der sich überdeckende Teil beider Öffnungen von einer Wellenseite zur andern Wellenseite wandert.
Damit kann auf einfache Weise die relative Lage des freige gebenen Teils der Durchtrittsöffnungen zum Scheitel der durch die Wellenbuckel gebilde ten vorspringenden Flächenteile verändert werden und damit auch die Einströmrichtu g des in den Ratun 2 einzuführenden Mediums.
Den oben geschilderten und durch die Zeichnungen veranschaulichten Ausführungs- beispielen sind folgende Vorteile gemein:
Bei bisher üblichen Schaufelgittern zuin Erzwin gen einer gerichteten Eintrittsströmung eines gasförmigen Mediums in einen Raum bedarf es - in Strömungsrichtung des Mediums vor dem Schaufelgitter gesehen - eines Drossel organs in Form eines zweiten Schaufelgitters oder eines Lochbleches. Ohne solche Drossel organe kann keime gleichmässige Mengenver teilung des Mediums auf die durch die ein zelnen Schaufeln gebildeten
Spaltöffnungen erzielt werden. Dieses Drosselorgan vernichtet einen erheblichen Teil der Druck- bzw. Bewe gungsenergie des zuströmenden gasförmigen Mediums, wodurch die strömungsrichtende Eigenschaft des Schaufelgitters erheblich be einträchtigt wird.
So ist es beispielsweise nicht möglich, ein gasförmiges Medium mit Hilfe einer solchen Einrichtung unter einem sehr flachen Winkel zu der das Schaufalgitter umschliessenden Fläche - zum Beispiel die Decke eines Raumes - in letzteren einzufüh ren.
Die erfindungsgemässe Ausbildung der den Raum von dem Zuführungsraum für das Medium trennenden Wand und die erfin dungsgemässe Anordnung der Durchtrittsöff- nungen auf vorspringenden Teilen der Ober fläche dieser Trennwand bietet gegenüber den bekannten Vorrichtungen erhebliche Vorteile. So lässt Sich eine gleichmässige Mengenver teilung des in dien Raum einzuführenden Mediums auf die einzelnen Durchtrittsöffnun- gen erreichen, ohne da.ss es hierzu eines Dros selorgans bedarf.
Ferner kann das Medium unter einem sehr flachen Winkel zur Trenn wand in den Raum eingeführt werden, wenn dafür gesorgt. wird, dass die richtungsgebende Wirkung der Anordnung der Durchtrittsöff- nungen auf einzelnen in den Raum vorsprin gender, nebenein.andergereihter Flächenteile dadurch unterstützt wird, dass das durch die Durchtrittsöffnungen auf einem einzelnen,
in den Raum vorspringenden Flächenteil aus strömende Medium in den Bereich des benach barten vorspringenden Flächenteils gelangt, womit die unter der Bezeichnung Coanda- Effekt bekannte Wirkung eintritt.
Diese Wir kung beruht auf der Erscheinung, da.ss eine von einer gerichteten Gasströmung ange strömte, gekrümmte Oberfläche eine Ahlen- kiung der Gasströmung im Sinne der Krüm- rnung dieser Oberfläche verursacht.
Gleichzeitig ermöglicht die Erfindung, auf einfache Weise die Eintrittsrichtung des in den Raum einzuführenden Mediums zu ver ändern, ohne dass es hierzu besonderer zusätz- licher Schaufelgitter bedarf. So genügt es bei spielsweise einzig, die relative Lage der Durch- trzttsöffnungen zum Scheitel der vorspringen den Flächenteile zu verändern.
Es lässt .sich sowohl für eine Ausführung ohne als für eine Ausführung mit veränderlicher Einström- richtung des gasförmigen Mediums eine Ein- strömvorrichtung sehr geringer Bauhöhe er reichen.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung be steht darin, dass man dafür sorgen kann, dass das im Raum befindliche Medium unter Ein wirkung des in den Raum einströmenden Me diums in die zwischen den einzelnen, neben- einandergereihten und in den Raum vorsprin- genden Flächenteilen befindlichen Vertiefun gen angesaugt und unter Vermischung mit dem eingeführten 3ledium gerichtet wieder in den Raum zurückgeleitet wird.
Damit lässt sich beispielsweise bei der Belüftung eines Raumes eine willkommene Umluftzirkulation erzielen.
Die Erfindung ist nicht auf die geschilder ten Ausführungsbeispiele beschränkt., so könn ten auch andere, nicht beschriebene Profil formen für die Trennwand gewählt werden. Ferner wäre es auch möglich, die ganze Ein richtung auf einer drehbar angeordneten Ringplatte anzuordnen, welche beispielsweise in der Decke eines zu belüftenden Raumes angebracht ist..
Durch Drehen der Ringplatte und Veränderung der relativen Lage der Durehtrittsöffnungen zum Scheitel der vor springenden Flächenteile kann bei einer sol chen Anordnung ein beliebiger Raaunwinkel für die Eintrittsrichtung des Mediums in den Raum eingestellt. werden.