CH326745A - Verfahren zur Herstellung von aus mehreren Lagen bestehenden Kernen aus magnetisierbaren Werkstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von aus mehreren Lagen bestehenden Kernen aus magnetisierbaren WerkstoffenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von aus mehreren Lagen bestehenden Kernen aus magnetisierbaren Werkstoffen Es ist bekannt, dass die magnetischen Eigen schaften von magnetisierbaren Werkstoffen, r. B. solchen auf Eisen-Nickel-Basis oder aus Silizium-Eisen, durch mechanische Spannun gen beeinflusst werden können. Beispielsweise wird die Instabilität der Permeabilität ver mindert, wenn man die Werkstoffe unter eine jeweils geeignete Zug- oder Schubspan nung setzt. Unter Instabilität ist die Ände rung der Permeabilität, insbesondere der An fangspermeabilität bzw. der reversiblen Per meabilität, nach vorübergehend überlagertem Gleichfeld verstanden.
Durch die gleiche Mass nahme kann auch die Änderung der Permea- bilität während der W irlaing eines Gleich feldes vermindert werden.
Auch die Impulseigenschaften können durch in gewünschter Weise ausgeübte Zug- oder Schubspannungen dadurch verbessert werden, dass der Induktionshub, das heisst die bei einem vorgegebenen einseitigen Span nungsstoss (Spannungsimpuls) erzielte In duktionsänderung, erhöht wird.
Es war bekannt, mechanische Spannungen z. B. durch Kaltverformung der Werkstoffe oder durch Plattieren mit andern Werkstof fen, insbesondere solchen mit abweichendem Wärmeausdehnungskoeffizienten, zu erzeugen.
Gemäss der Erfindung werden zum Zwecke der Beeinflussung der magnetischen Eigen schaften Zug- oder Schubspannungen auf aus mehreren Lagen bestehenden Kernen aus magnetisierbaren, vorzugsweise metallischen, Werkstoffen dadurch erzeugt, dass man zwi schen die einzelnen Lagen Kunststoffe ein bringt.
Besonders geeignet hierfür sind z. B. Athoxylinharze oder auch Lacke. Bedingung ist, dass die Massen an den verwendeten rnagnetisierbaren Werkstoffen haften, dass sie in nicht gehärtetem Zustand eingebracht werden, können, dann durch Erwärmen oder auf sonstige Weise aushärten, dabei schrump fen, vorzugsweise-um einige Prozent, und im ausgehärteten Zustand eine hohe Härte be sitzen.
Diese Massen können zwischen die ein zelnen Lagen, beispielsweise eines Bandring kernes, aus einem magnetisierbaren Werk stoff auf verschiedene Weise gebracht wer den, z. B. durch Eingiessen oder Einspritzen der flüssigen Massen, durch Eintauchen des Kernes in eine geschmolzene Masse oder durch Einpressen einer erweichten Masse in den Kern.
Der Grad der Veränderung der magneti schen Eigenschaften kann durch die Menge des in den Kern eingebrachten Stoffes und durch die Art der Aushärtung geregelt wer. den.
Als praktisches Beispiel sei folgendes aus geführt: Ein tandringkern aus einer 50 o/oigen Nickel-Eisen-Legierumg wurde nach der zur Entwicklung, gewünschter magnetischer Eigen schaften üblichen Schlussgliihang mit einem Äthoxylinharz getränkt. Dann wurde der Kern einige Stunden bei Raumtemperatur an der Luft getrocknet, dann zur Aushärtung einige Stunden auf etwa 180 bis 220 C er wärmt und anschliessend rasch abgekühlt.
Dieses Äthoxylinharz weist eine Schrump fung von etwa 1 bis 2<B>%</B> beim Aushärten auf, haftet fest an der Nickel-Eisen-Legierung und bewirkt dadurch und infolge seiner Härte nach dem Aushärtungsprozess, dass die Nickel- Eisen-Legierung,unter Spannung gesetzt wird.
An derartigen Kernen wurde eine Wechsel- stromanfangspermeabilität von durchschnitt lich 5500 gemessen. Die Wechselfeldpermeabi- lität selbst wird durch die genannte Behand lung praktisch nicht verändert. Nach einem Gleichfeldstoss von 4 0e betrug die Wechsel st.romanfangspermeabilität noch -durchschnitt- ]ich 4400, das heisst die Instabilität betrug nur noch 20 "/o,. Ohne die erfindungsgemässe Behandlung betrug die Instabilität 70 1/a.
Dabei hat sich gezeigt, dass das erfindungs gemässe Verfahren unerwarteterweise durch aus reproduzierbare Werte ergibt.
Man erreicht durch Anwendung des Ver fahrens gemäss der Erfindung nicht nur auf sehr einfache Weise eine beträchtliche Ver ringerung der Instabilität, sondern zugleich noch den Vorteil, dass die Kerne, bei denen zwischen die einzelnen Lagen Kunststoffe ge bracht sind, in sich gut versteift und infolge dessen gegen unerwünschte mechanische Be anspruchungen von aussen her gut geschützt sind, die die magnetischen Eigenschaften in einer unerwünschten und unkontrollierbaren Weise beeinträchtigen würden. Dies ist wich tig z. B. für den Transport solcher Kerne mid auch z. B. dann, wenn die Kerne mit Draht oder Band bewickelt werden sollen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von aus meh reren Lagen eines magnetisierbaren Werk Stoffes bestehenden Kernen, insbesondere Bandringkernen, bei denen der magnetisier- bare Werkstoff zum Zwecke einer Beeinflus sung seiner magnetischen Eigenschaften einer Zug- oder Schubspannung unterworfen ist, dadurch gekennzeichnet, dass man diese me chanische Spannung durch Einbringen von härtbaren Kunststoffen zwischen die einzel nen Lagen des magnetisierbaren Werkstoffes und nachträgliches Härten der Kunststoffe erzeugt,wobei diese Kunststoffe am magne- tisierbaren Werkstoff haften und bei der Härtung schrumpfen. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Kunststoffe verwendet, die bei der Aushär- tung um einige Prozente schrumpfen. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass man Äthoxylinharze verwendet. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Kerne mit flüssiger Kunststoffmasse tränkt. 4.Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass man erweichte Kunststoffmasse zwischen die Lagen der Kerne einbringt. 5. Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass man flüssige Kunststoffmasse zwischen die Lagen der Kerne giesst.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE326745X | 1953-10-31 |
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|---|---|
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|---|---|---|---|
| CH326745D CH326745A (de) | 1953-10-31 | 1954-08-02 | Verfahren zur Herstellung von aus mehreren Lagen bestehenden Kernen aus magnetisierbaren Werkstoffen |
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| CH (1) | CH326745A (de) |
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1954
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