CH326855A - Verfahren zur Herstellung von Zellkörpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zellkörpern

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CH326855A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/04Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent
    • C08J9/12Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a physical blowing agent
    • C08J9/14Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a physical blowing agent organic

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   Zellkorpern   
Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens gemäss dem Hauptpatent, dessen Patentanspruch I folgendermassen lautet : Verfahren zur Herstellung von   Zellkörpern    aus Kunststoffen durch Behandeln derselben mit Gasen unter Druck und durch Expansion der die Gase enthaltenden Masse, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kunststoffe mit   Lösungs-oder      Weiehmachungsmitteln    derart mischt, dass eine lockere,   krümeligkomige    Masse entsteht, dass man dann diese lockere Masse in eine   Form einfüllt,    die es gestattet, durch Zusammenpressen die in der Form vorhandenen Gase zu komprimieren und das krümelige Matorial zu verdichten,

   dass man darauf durch Zusammenpressen die Form auf ein derart kleines Volumen bringt, dass der Druck in der Form genügend ansteigt, um eine Lösung des (iases in der Masse herbeizuführen und die Masse zu verdichten, dass man die Form mit der Masse erwärmt, hernach abkühlt, als (lann vom Druck entlastet und schliesslich die geformte Masse durch Erwärmen unter Bil  dung    des   Zellkörpers    expandiert.



     Glemäss    der vorliegenden Erfindung verwendet man nun   weichmacherhaltige Kunst-    stoffe, die   pulverig    bis körnig sind und wobei jedes einzelne Korn an der Oberfläche mindestens teilweise gelatiniert ist. Ein solches Pulver stellt eine mehr oder weniger riesel  fähige    Masse dar. Je nach dem Verfahren,   gemäss    welchem ein solches Pulver hergestellt wurde, ist die ganze oder nur ein Teil der Oberfläehe eines einzelnen Pulverkornes gela  tiniert.    Die   Gelatinierung    kann auch je nachdem mehr oder weniger tief von der Oberfläche her in das   Korninnere    vorgedrungen sein.

   Solche Pulvermischungen aus zum Beispiel Polyvinylchlorid und Weichmacher, die auf spezielle Art und Weise hergestellt werden, haben sich unter dem Namen   Dry   Powderx-bzw.  < Dry Blende eingeführt.   



   Dieselben trockenen, teilweise gelatinierten Pulver werden zum Beispiel durch rasches Vermischen von Kunststoff und Weichmacher bei höherer Temperatur erhalten, wobei   wäh-    rend der ganzen Mischzeit der Kunststoff trocken pulvrig bleibt. Der Kunststoff wird dabei durch den   Weiclimacher    teilweise bzw. an der Oberfläche solvatisiert, das heisst gelatiniert, wobei der Weichmacher fest an den   Teilelien    haftet.



   Im   franz. Patent    Nr.   1055755    ist ein Verfahren zur Herstellung solcher Pulver be  schrieben.   



   Zwecks   Erhöhung    der   Gaslosefähigkeit    kann man gegebenenfalls die in die Form einzufüllende   gelatinierte,      pulvrig    körnige Masse mit einem leichtflüchtigen Lösungsmittel befeuchten, ohne dass sie dabei ihre   loelkere,      feinzerteilte    Form einbüsst.



   Die   feinzerteilte,    lockere, mindestens zum Teil angelatinierte Troekenmischung aus Kunststoff und Weichmacher kann in gleicher Weise wie im   Hamptpatent    in   Druckfor-    men unter mässigem Druck von zum Beispiel 10-30 Atm. mit einem Gas, z.   B.    Stickstoff oder Wasserstoff oder deren Mischungen, behandelt, dann komprimiert, z. B. auf Drucke von 200-500 Atm., und unter Druck erhitzt werden, oder man kann auch diese Troekenmischung zuerst unter hohem Druck kompri  mieren    und erst dann begasen. In beiden Fällen besitzt die Masse die charakteristische Eigenschaft, eine grosse Anzahl   Gasdureh-    gangswege zu besitzen, durch welche das Gas in alle Teile der Masse gelangen kann, so dass es in derselben gleichmässig verteilt bzw. gelöstwird.



   Als Kunststoff kommen solche, die sich mit Weichmacher gelatinieren lassen, vor allem Polyvinylchlorid und dessen   Mischpolymeri-    sate, in Frage, ferner auch Acrylsäurederivate und Celluloseacetat, als Weichmacher solche, die mit dem Kunststoff verträglich   sind,'wie    z. B. Trikresylphosphat, Dioctylphthalat, Alkylsebazate, und als Losungsmittel kommt zum   Beispilel    Methylä. t. hylketon, Äthylacetat und Tetrahydrofuran in Betraclt.



   Beispiel
Man füllt eine mit Stempel versehene Pressform mit einer rieselfähigen   pulvrig-kör-    nigen   Troekenmischung    aus 55 Gewichtsteilen Polyvinylehlorid und 45 Gewichtsteilen Di  oetylphthalat,    wie sie im Handel unter dem   Namen   Dry Powdero erhältlich sind,    die mit 12 Gewiehtsteilen Methyläthylketon benetzt   wzrden.    Die Form wird mit 20 Atm.   Stick-    stoff gefüllt, dann wird die Masse durch Einführen des Stempels in die Form komprimiert und   unter I) rllek auf etwa 170     C erwärmt und   gelatiniert,    darauf auf Zimmertemperatur abgekühlt.

   Die Masse wird hernach von Druck entlastet und der aus der Form entfernte Körper durch Wiedererwärmen zur Expansion gebracht, wobei das Methyläthylketon verdunstet. Man erhält einen sehr schönen   Zellkörper    mit regelmässigem   Zellenaufbau    von einem spez. Gewicht von etwa 0,05.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Zellkör- pern aus Kunststoffen durch Behandeln derselben mit Gasen unter Druck und durch Expansion der die Gase enthaltenden Masse, da durch gekennzeichnet, dass man weichmacher- haltige Kunststoffe, die pulvrig bis kornig sind, und wobei jedes einzelne Korn an der Oberfläche mindestens teilweise gelatiniert ist, in eine Form einfüllt, die es gestattet, durch Zusammenpressen die in der Form vorhande- nen Gase zu komprimieren und das krümelige Material zu verdichten ;
    dass man darauf durch Zusammenpressen die Form auf ein derart kleines Volumen bringt, dass der Druck in der Form genügend ansteigt, um eine Löslmg des Gases in der Masse herbeizuführen und die Masse zu verdichten, dass man die Form mit der Masse erwärmt, hernach abkühlt, alsdann vom Druck entlastet und schliesslich die geformte Masse durch Erwärmen unter Bil- dung des Zellkörpers expandiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man nach Einfül- len der lockeren, krümeligen Masse in die Form ein Gas unter einem Druck von 1. 0 bis 30 Atm. einpresst.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das gelati nierte Kunststoffpulver mit leichtflüchtigem Lösungsmittel befeuchtet, ohne dass es dabei seine lockere, krümelig-kornige Form verliert und das Lösungsmittel spätestens nach der Bildung des Zellkörpers wieder entfernt.
    3. Verfahren naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kunst- stoff Polyvinylehlorid verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Form mittels einer hydraulischen Presse zusammenpresst.
CH326855D 1954-05-18 1954-05-18 Verfahren zur Herstellung von Zellkörpern CH326855A (de)

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