CH326943A - Tabak mit verminderten beissenden oder reizenden Eigenschaften - Google Patents

Tabak mit verminderten beissenden oder reizenden Eigenschaften

Info

Publication number
CH326943A
CH326943A CH326943DA CH326943A CH 326943 A CH326943 A CH 326943A CH 326943D A CH326943D A CH 326943DA CH 326943 A CH326943 A CH 326943A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
tobacco
irritating
cigarettes
polyvinylpyrrolidone
reduced
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alder Shelanski Herman
Original Assignee
Gen Aniline & Film Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gen Aniline & Film Corp filed Critical Gen Aniline & Film Corp
Publication of CH326943A publication Critical patent/CH326943A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/18Treatment of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/28Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by chemical substances
    • A24B15/30Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by chemical substances by organic substances

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description


  Tabak mit verminderten beissenden oder reizenden Eigenschaften    Die     vorliegende        Erfindung    betrifft Tabak  mit. verminderten beissenden und reizenden       1@@i@renschaftcn,    welcher     dadurch    gekennzeich  net ist., dass er kleine Mengen     polymeres        N-          Vinylpy-ri#olidoii    enthält-.  



  Es wird     allgemein    anerkannt, dass die       beissenden    oder reizenden Eigenschaften des  Tabak; beim Kauen desselben bzw. seines       Ranches    beim Tabakrauchen. zum Teil     ge-          wissen.        Flarzen    und Teeren     zuzuschreiben    sind,  die im Tabak vorhanden sind oder während  dessen Verbrennung gebildet, werden.  



  Es wurde gefunden,     da.ss        POly-N-vinl'1-          pyrrolidon,    nachstehend ganz allgemein als       Polyvinylpyrrolidon    bezeichnet, insbesondere  ein     wasserlösliches        Palymerisat,    das in der       USA-Pa.tentsehrift    Nr.     2265.150    beschrieben  ist.

   und durch     Polymerisation    von     N-Vinyl-rx-          pyrrolidon        hergestellt    werden kann, die Eigen  schaft besitzt, sieh     mit    den im 'Tabak vor=       handenen    Teeren und Harzen zu binden, wo  dureli gewisse beissende oder reizende     Wir-          kum,en    des Tabaks wesentlich verringert  werden.

   So werden im Falle von     Kau-    und       Schnupftabak    die beissenden und reizenden       Wirkungen    des Tabaks selbst und im Falle       voii        Ranelita.baken.        (Zigarren,    Zigaretten,  Pfeifentabaken) die Menge der Teere und  Harze oder ihrer     thermischen        Zersetzungs-          o(lei#        Verbrennungsprodukte,    die im     Raueli          vorhanden    sind,     verringert.     



  <B>Es</B> wurde gefunden, dass, wenn eine kleine       Menge        Polvviiiyll)vri,o@liclon    dein Tabak zuge-    setzt wird, und zwar entweder im Blatt  während irgendeiner Stufe seiner Verarbei  tung oder bevor oder nachdem es zerrieben  oder zerschnitten worden ist, das     Polyvinyl-          pyrrolid'.on    sich mit den darin vorhandenen  Harzen und Teeren zu verbinden scheint, so       da.ss    im Falle von Kau- und Schnupftabak  die beissenden oder reizenden Eigenschaften  des Tabaks wesentlich verringert werden,  und im Falle von Tabak, der in Pfeifen,  Zigarren oder Zigaretten geraucht werden soll,  die Menge der Teere und Harze und auch  des Nikotins in dem Rauch des Tabaks,

   der  eine kleine Menge     Poly"-inylpyrrolidon    ent  hält, herabgesetzt wird, wodurch die beissen  den und reizenden     Eigenschaften    des Rauches  wesentlich     verringert    werden.  



  Das     Polyvinylpyrrolidon    kann dem Tabak  zweckmässig einverleibt werden,     indem    auf  den Tabak, und zwar entweder in     Blattform     oder nachdem er geschnitten worden ist, eine  wässerige Lösung von     Polyvinylpyrrolidon     aufgesprüht. wird.  



       Beispiel   <I>1</I>  Ein     geschnittener    Rauchtabak wurde mit  einer     10prozentigen    wässerigen Lösung von       Polyvinylpyrrolidon    mit einem     K-Wert    von  etwa. 25 besprüht, wobei 100     em3    der Sprüh  lösung je etwa.     4"a0    g Tabak benutzt wur  den. Der Tabak wurde dann trocknen ge  lassen. Ein Teil des behandelten Tabaks  wurde zu Zigaretten verarbeitet.

   Beim Rau-           chen    dieser Zigaretten und auch beim Rau  chen eines Teils des behandelten Tabaks in  einer Pfeife konnte kein     Einfbass    auf den  Geschmack und die     Brennfähigkeit    des Ta  baks festgestellt werden.

   Aus     dem    so behan  delten Tabak hergestellte Zigaretten wurden  auch in einer     Zigarettenrauchmaschine    und  ein Teil des so     behandelten    Tabaks wurde  in einer     Pfeifenrauchmaschine    geraucht; in  beiden Fällen wurde festgestellt, dass die  Menge der Harze und Teere im Rauch des  behandelten Tabaks wesentlich geringer war  als die aus dem Rauch desselben Tabaks, der  nicht mit     Poly        viny        l'pyrrolidon    behandelt wor  den war.

   Hierbei wurde deichzeitig auch  festgestellt, dass die     Anwesenheit.    des     Poly-          vinylpyrrolidons    keinen     Einfluss    auf die       Brennfähigkeit    des 'Tabaks zu haben scheint  und dass die Asche aus dem mit     Polyvinyl-          py        rrolidon    behandelten Tabak     eine    wesent  lich grössere     -Menge    an Harzen und 'Teeren  enthielt,     ahs    sie in der Asche desselben Tabaks  enthalten war, der nicht in der genannten  Weise behandelt worden war.

      <I>Beispiel</I>  400 g Tabak, der durch Öffnen handels  üblicher Zigaretten erhalten worden war, wur  den in 4 Teile von je 100 g zerlegt. Mit  drei dieser Proben wurden 1 bzw. 2 und 4 g       trockenes,    fein     gepulvertes        Polyv        inylpyrroli-          don    mit einem     Ii-NVert    von etwa. 30     sorg-          fältig        gemischt.    Aus jedem Teil wurden dann  wieder Zigaretten hergestellt, und diese Zi  garetten geraucht.  



       Beispiel   <I>3</I>  Auf drei Tabakansätze für Zigaretten von  je 1'00g wurden     Mengen    von 1 bzw. 2 und  4 g     Polyv        inylpyrrolidon    in Form einer 10  prozentigen Lösung in     Isopropylalkohol    auf  gesprüht. Der Tabak wurde an der Luft ge  trocknet, wobei ein feiner Film von     Poly-          vinylpyrrolidon    auf dem Tabak verblieb. Das       Tocknen    wurde sehr sorgfältig in einer feuch  ten Atmosphäre     durchgeführt,    so dass nur  ein sehr geringer     Verlust.    an der natürlichen  Feuchtigkeit des Tabaks eintrat.

   Aus den so    behandelten Tabakansätzen wurden Zigaretten  hergestellt,     und    gleichzeitig auch noch aus  einer vierten Probe von unbehandeltem Ta  bak desselben Ursprungs. Die so erhaltenen  Zigaretten wurden dann durch Rauchen mit  einander verglichen.  



  Alle nach Beispiel 2 und 3     erhaltenen     Zigaretten, die mit     Poly        viny        lpy        rr        oliclon    be  handelt worden waren, waren wesentlich  milder als die     Zigaretten,    die aus demselben,  aber     unbehandelten        Tabak    hergestellt worden  waren, und die Zigaretten, die nach dein  Verfahren des Beispiels 3 erhalten wurden,  waren denen des Beispiels 2 überlegen.  



  Durch Vergleich der Zigaretten, die nach  den Verfahren der Beispiele 2 und 3 erbal  ten wurden, wurde festgestellt, dass diejeni  gen, die ?     1/o        Poly        vinylpyrrolidon    enthielten,  wesentlich besser waren als     diejenigen,    die       nur        1%        Polyvinylpyrrolidon        enthielten.        Die     Anwendung einer grösseren Menge     Poly-          viny        lpy        rrolidon    als 4010, und zwar insbeson  dere in den Zigaretten, die nach dem Ver  fahren des Beispiels 3 erhalten wurden,

    scheint nicht erforderlich     zu    sein, da. bei  dieser Menge keine Zunahme in der Wir  kung     festgestellt    werden konnte.  



  Infolge des verhältnismässig hohen Prei  ses des     Polyvinylpyrrolidons    wird vorzugs  weise nur die geringste     -Menge    davon  benutzt, die notwendig ist, um die ge  wünschte Abnahme in den     beissenden     und reizenden Eigenschaften des Tabaks  oder dem Rauch davon zu erzielen.  Diese     -Menge    kann     natürlich    bei den ver  schiedenen Tabaksorten verschieden sein, und  sie ist auch abhängig von dem Verfahren,  nach welchem das     Poliyvinylpy        rrolidon    dem  Tabak einverleibt wird. Die geeignetste     -Menge     kann jedoch durch     Vorversuehe    leicht fest  gestellt werden.  



  Das     Polyvinylpyrrolidon    kann dein Tabak  in jeder Stufe seiner Verarbeitung zugesetzt  werden, und zwar entweder vor, während  oder nach dem Fermentieren und Reifen, und  es wird dem Tabak     zweckmässig    zusammen  mit den andern üblichen     Zusatzstoffen,     wie den     Feuclitstoffen        (Gly-cerin    oder Gly-           kol),    Geruchs- oder     Geschmacksstoffen    oder  Chlorophyll und dessen Abkömmlingen, ins  besondere     Chlorophylilin    (das heisst den was  serlöslichen     Chlorophyllfaktoren),    zugesetzt.

    Wird das     Poly--inylpyrrolidon    dem Tabak zu  sammen mit- gewissen andern üblichen Zusatz  stoffen     zu-esetzt,    so wird die Verarbeitung  wesentlich vereinfacht.  



  Es scheint, dass der     Polymerisationsgrad     des     I?oly    v     inylpy-rro        iidons    auf dessen Fähig  keit,     sieh    mit den Teeren. und Harzen im  Tabak zu verbinden und deren Menge im  Tabakrauch     zti    verringern, keinen besonderen  Einfluss hat.     Zweckmässig    werden die     was-          serlöslielien    Polt'     merisate    von     Polyvinyl-          pyrrolidon    benutzt (das heisst.     Polymerisate     mit einem.

       Polymerisationsgrad,    der einem       Fikentsclier        K--Wert    von 10 bis 90, entspricht).  Obgleich sich auch Polt'     viny        lpy        rrolidon    mit  einem.     K-Wert    über 90' noch mit, den Teeren  und Harzen im Tabak verbindet, so sind doch       derartige        Iloelipolymerisate    etwas schwierig       löslich        \und    daher     nicht.    so     gut    geeignet.  



  Polt'     vinylpy        rrolidon    mit einem     Molekular-          -()(,wicht    im Bereich von etwa- 5000 bis 40,000  und einem mittleren.     Molektllargewieht    von       etwa        ?5    000 sowie einem     K-Wert    von etwa. 30  ist bereits als Ersatzstoff für Blutplasma  benutzt worden.     Polymerisate    dieser Art. kön  nen auch zur Durchführung vorliegender       Iafindun    benutzt werden.

   Es sind jedoch    für die Durchführung der Erfindung auch  Ansätze von     Polymerisaten    mit einem niedri  geren oder höheren     K-Wert    als er für ge  wisse     pharmazeutische        Anwendungen    brauch  bar ist, in gleicher Weise wirksam, und daher  können gegebenenfalls auch derartige niedri  ger- oder     höhermolekulare        Polym.erisiations-          produkte    verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I .Tabak mit verminderten beissenden und reizenden Eigenschaften, dadurch gekenn zeichnet, .dass er kleine Mengen polymeres N Vinylpyrrolidon enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Tabak nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er mit pulverförmigem polymerem N-Vinylpyrrolidon vermischt ist. 2. Tabak nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das polymere N-Viny l- pyrrolidon in Form eines Überzuges auf den Tahakteilchen haftet..
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung von Tabak ge mäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, d'ass man den Tabak mit einer Polyvinyl- pyrrolidonlösung besprüht und anschliessend trocknet..
CH326943D 1953-07-16 1953-07-16 Tabak mit verminderten beissenden oder reizenden Eigenschaften CH326943A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH326943T 1953-07-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH326943A true CH326943A (de) 1958-01-15

Family

ID=4500400

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH326943D CH326943A (de) 1953-07-16 1953-07-16 Tabak mit verminderten beissenden oder reizenden Eigenschaften

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH326943A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0756461B1 (de) Tabakerzeugnisse oder tabakerzeugnissen ähnliche waren mit antioxidativ wirkenden naturstoffen und verfahren zur herstellung derselben
DE2715469A1 (de) Verfahren zur einarbeitung eines aromastoffs in cellulosesubstrate und die dabei hergestellten produkte
DE1300854B (de) Filter fuer Zigaretten
DE3417586C2 (de)
EP0069056A1 (de) Verfahren zur Aromatisierung von Tabakrauch, Zigarettenendstück zur Durchführung des Verfahrens und Verwendung des Verfahrens
DE2356706A1 (de) Rauchgemische
DE2643814C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines phosphorwasserstoffentwickelnden Schädlingsbekämpfungsmittels
EP0700637B1 (de) Mit Flüssigrauch imprägnierte schlauchförmige Nahrungsmittelhülle auf der Basis von Cellulosehydrat
DE2942544A1 (de) Zusatzstoff fuer rauchtabak
CH326943A (de) Tabak mit verminderten beissenden oder reizenden Eigenschaften
DE2341685C3 (de) Zigarettenfilter aus Celluloseacetatfasern und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2341686B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Zigarettenfilters aus Celluloseacetatfasern
DE944299C (de) Verfahren zur Verringerung der beissenden oder reizenden Eigenschaften von Tabak bzw.Tabakrauch
DE2559542C3 (de) Zigarerfenfilter
DE1813248A1 (de) Rauchzubereitung
DE2256235A1 (de) Verfahren zum behandeln von tabak
DE2524953A1 (de) Verfahren zur behandlung von tabak
DE2918164A1 (de) Modifizierter fluessigrauch
DE2505157C3 (de) Aromatisierung von Tabakprodukten
DEG0012111MA (de)
DE1692895A1 (de) Saeure enthaltender Tabakrauchfilterkoerper aus Celluloseacetat und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2944917C2 (de) Verfahren zum Bearbeiten von Tabak
DE1517305C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Tabakfolien
DE1942671C3 (de) Haarbehandlungsmittel und Verfahren zur Behandlung von Haaren
DE2338545A1 (de) Mentholisierter zigarettenfilter