CH327264A - Procédé pour la déminéralisation ou la concentration par congélation de solutions salines - Google Patents
Procédé pour la déminéralisation ou la concentration par congélation de solutions salinesInfo
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Description
Verfahren zur Entfernung von Energie aus mit ionisierenden Strahlen behandeltem cellulosehaltigem Textilgut. Es sind bereits eine Reihe von Verfahren bekannt, um die Gebrauchseigenschaften von cellulosehaltigem Textilmaterial, z.B. solchem aus nativer oder regenerierter Cellulose durch Einwirkung ionisierender Strahlen, nämlich elektromagnetischer Strahlen, d.h. von radioaktiven Isotopen wie Co oder Cis137 gelieferten Gamma-Strahlen oder Röntgenstrahlen, Ultraviolett Strahlen, sowie beschleunigten Elektronen, wie sie den üblichen Elektronenbeschleunigungsapparaten, z.B. Kaskaden-, Van de Graaf- oder Linearbeschleunigern entnommen werden können, ferner Oberflächenentladungen (Tesla-Transformator) zu verbessern. Durch die Bestrahlung des Textilmaterials können sich in demselben Ionen, Ionenradikale, Radikale oder angeregte Mo lokale oder Molekülgruppen bilden, die zu Vernetzungen zwischen den Atomen der Molekülketten oder zu Pfropfreaktionen, insbesondere mit monomeren polymerisierbaren Substanzen, Anlass geben. In dem der ionisierenden Strahlung ausgesetzten Textilmaterial bildet sich eine Ansammlung absorbierter Energie. Ein Teil dieser Energie ist jedoch nicht vollständig auswertbar entweder weil sie sich teilweise in Bereichen, z. B. kristallinen Bereichen, befindet, die für aufzupfropfende Substanzen nicht zugänglich sind oder weil sie teilweise in einer Form vorliegt, dies für Vernetzungen oder Pfropfreaktionen ungeeignet ist. Die im bestrahlten Textilmaterial vorhandene Energie, die nicht für Zwecke, wie Vernetzung oder Pfropfung verbraucht werden kann, wird als Restenergie bezeichnet. Diese Restenergie kann sehr beständig sein und eine lange Lebensdauer haben. Dabei bleibt die gespeicherte Energie aber nicht untätig im Material, sondern kann mit der Zeit Veränderungen in den physikalisch-mechanischen Eigenschaften desselben bewirken. Solche nachträglichen Veränderungen von gebrauchsbereitem Textilmaterial sind natürlich unerwünscht. Ausserdem muss mit ungünstigen physiologischen Einwirkungen der gespeicherten Energie auf die Träger der Textilien gerechnet werden, insbesondere, wenn diese Textilien in direktem Kontakt mit der Haut kommen. Es ist deshalb der Zweck des vorliegenden Verfahrens, die gespeicherte Restenergie aus dem cellulosehaltigen Textilmaterial abzuführen. Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Entfernung von Energie aus mit ionisierenden Strahlen behandeltem Textilmaterial, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Abführung der Energie durch Behandlung mittels Alkalilauge, welche für native Cellulose mindestens 4-iiormal und für regenerierte Cellulose mindestens 2,5-normal ist, erfolgt. Das Verfahren kann z.B. im Anschluss an mit Hilfe ionisierender Strahlen bewirkten Vernetzungen oder Pfropfreaktionen durchgeführt werden. Es lässt sich an den verschiedensten Textilmaterialien aus nativer Cellulose, z.B. Baumwolle und regenerierte Cellulose, z.B. Viskosekunstseide, anwenden, beispielsweise an läden, Fasern, Geweben, Gewirken oder Faservliesen. Die Behandlung von nativer Cellulose kann in einem Bad enthaltend Alkalilauge mit einer Normalität von 4 bis 9 erfolgen, z. B. Natronlauge von 14 bis 34 Be oder Kalilauge von 22 bis 390 Be. Die Behandlung von regenerierter Cellulose kann in einem Bad enthaltend Alkalilauge mit einer Normalität von 2,5 bis 5 erfolgen, z.B. Natronlauge von 13 bis 23 B oder Kalilauge von 15 bis 26 Be. Die Dauer der Behandlung kann zwischen 5 und 20 Minuten betragen. Sie wird in der Regel bei Raumtemperatur, d.h. zwischen 10 und 300C vorgenommen, kann aber auch bei erhöhter Temperatur, d.h. zwischen 50 und 1000C erfolgen. Es hat sich ferner gezeigt, dass besonders gute Resultate erzielt werden, wenn Textilmaterial aus nativer Cellulose in einem Bad enthaltend 8 bis d,5 normale Alkalilauge (Natronlauge oder Kalilauge) bei 600C während 5 bis 10 Minuten behandelt wird. Ferner eignet sich für Textilmaterial aus regenerierter Cellulose insbesondere eine Behandlung mit 3,5 normaler Natronlauge (170 Be) bei 15 bis 250C während 5 bis 10 Minuten. Die gegenseitige Abhängigkeit von Laugenkonzentration und -Temperatur für Natronlauge und Kalilauge ist aus den graphischen Darstellungen gemäss den Figuren 1 bis 4 der Zeichnung ersichtlich. In diesen Figuren ist für verschiedere Laugenkonzentrationen und-temperaturen die in einem Baumwoll-Imitat-Popeline-Gewebe, welches während 10 Stunden der Einwirkung der Gammastrahlung einer Co Quelle ausgesetzt wurde, enthaltene Energie in Abhängigkeit von der zu ihrer Entfernung benötigten Zeit bei Behandlurg von Natron- und Kalilauge verschiedener Konzentration und Teniperatur graphisch dargestellt, wobei auf der Abszisse diese Zeit und auf der Ordinate die sogenannte Elektronen-Spin-Resonanz (ESR) als masts für die in Geweben vorhandenen Radikale und damit auch der Energie aufgetragen sind. Figur 1 zeigt den Verlauf der Energie in einem mit Natronlauge von 310 Be (Normalität 8) und solcher von 260 Be (Normalität 6) je bei 600C behandelten Gewebe. Wie daraus ersichtlich ist, ist bei Behandlung mit Natronlauge von 310 Be die Energie nach 10 Minuten vollständig abgeführt. Figur 2 zeigt den Verlauf der Energie bei Behandlung des Gewebes mit Natronlauge gleicher Konzentrationen aber bei Zimmertemperatur. Auch in diesem Fall ist bei Behandlung mit Natronlauge von 310 Be die Energie nach 10 Minuten aus dem Gewebe vollständig entfernt. Die Figur 3 zeigt den Verlauf der Energie in dem mit Kalilauge von 370 Be (Normalität 8,5), 320 Be (Normalität 7) und 270 Be (Normalität 5,5) je bei 6000 behandelten Gewebe. Wie daraus ersichtlich ist, ist bei Behandlung mit Kalilauge von 320 Be die Energie nach 10 Minuten vollständig aus dem Gewebe entfernt. Die Figur 4 zeigt den Verlauf der Energie bei Behandlung des Gewebes mit Kalilauge gleicher Konzentrationen, aber bei Zimmertemperatur. In diesem Fall ist bei Behandlung mit Kalilauge von 370 Be die Energie nach einer Dauer von 120 Minuten restlos aus dem Gewebe abgeführt. Das Verfahren wird nachstehend anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert. Beispiel ls Ein Baumwoll-Imitat-Popeline-Gewebe, welches eine Feuchtigkeit von 5 (Raumfeuchtigkeit) aufwies, wurde während 10 Stunden der Einwirkung der Gamma-Strahlung einer Co60 Quelle ausgesetzt, wobei eine Gesamtdosis von 2,2 x 106 Rad in das Gewebe eingestrahlt wurde. Nach Abschluss der Bestrahlung wurde das Gewebe mit einer Apparatur zur Bestimmung der Elektronen-Spin-Resonanz auf das Vorhandensein von Radikalen geprüft, wobei das ESR Signal eine relative Höhe von 130 Einheiten erreichte. Das Gewebe wurde nun während 10 Minuten in einem Bad enthaltend Natronlauge von ca. 31 Be (Normalität o) bei 15 bis 220C behandelt, anschliessend mit Wasser gespült, mit verdnnter Essigsäure nachbehandelt, neutralgewaschen und getrocknet. Hierauf wurde das Gewebe wieder mit der ESR Apparatur geprüft, wobei kein Signal mehr festgestellt wurde, d.h. die gespeicherte Energie war vollständig abgeführt. Beispiel 2: Ein Gewebe aus Viskosekunstseide, welches eine Feuchtigkeit von 7 aufwies, wurde während 10 Stunden der Einwir 60 kung der Gamma-Strahlung einer Co Quelle ausgesetzt, wobei eine Totaldosis von 2 2 x 106 Rad in das Gewebe eingestrahlt wurde. Das ESR Signal des geprüften bestrahlten Gewebes zeig te eine relative Höhe von 60 Einheiten. Das Gewebe wurde danach während 10 Minuten in einem Bad enthaltend Natronlauge von ca. 17 Be (Normalität 3,5) bei 15 bis 22 C behandelt und wie in Beispiel 1 beschrieben, entlaugt, gewaschen und getrocknet. In so behandelten Gewebe wurde bei erneuter Prüfung mit der ESR Apparatur kein Signal mehr festgestellt. Beispiel 3: Ein Baumwoll-Imitat-Popeline-Gewebe mit einem Feuchtig- keitsgehalt von 5 wurde während 20 Stunden der Einwirkung der Gamma-Strahlung einer Co60 Quelle ausgesetzt, wobei eine Totaldosis von 4,4 x 106 Rad in das Gewebe eingestrahlt wurde. Das ESR Signal des geprüften bestrahlten Gewebes zeigte eine relative Höhe von 230 Einheiten. Das Gewebe wurde danach während 10 Minuten mit Kalilauge von 370 Be (Normalität 8,5) bei einer Temperatur von 600C behandelt und danach, wie in Beispiel 1 beschrieben, entlaugt, gewaschen und getrocknet. Am so behandelten Gewebe konnte kein ESR Signal mehr festgestellt werden und die gespeicherte Energie war somit vollständig abgeführt.
Claims (1)
- Patentanspruch 1 Verfahren zur Entfernung ron Energie aus mit ionisierenden Strahlen behandeltem cellulosehaltigem Textilgut, dadurch gekennzeichnet, dass das bestrahlte Textilgut mit einer Alkalilauge behandelt wird, weLche für native Cellulose mindestens 4-normal und für regenerierte Cellulose mindestens 2,5-normal ist.Unteransprücne: 1. Verfahren nach Patentansprucn I, dadurch gekennzeichnet, dass Textilmaterial aus nativer Cellulose mit eirer 4 bis 9 normalen Alkalilauge behandelt wird.2. verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Textilmaterial aus regenerierter Cellulose mit einer 2,5 bis 5 normalen Alkalilauge behandelt wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung während 5 bis 20 Minuten erfolgt.4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung bei 10 bis 300C erfolgt.5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung zwischen 50 und 100 C erfolgt.6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass Textilmaterial aus nativer Cellulose mit einer 8 - 8,5 normalen Alkalilauge bei ca. 600C während 5 bis 10 Minuten behandelt wird.7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass Textilmaterial aus regenerierter Cellulose mit einer ca. 3,5 normalen Natronlauge bei 15 bis 250C während 5 bis 10 Minuten behandelt wird.Patentanspruch II Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I nachbehandeltes, mit ionisierenden Strahlen behandeltes cellulosehaltiges Textilgut.
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