CH327404A - Verfahren zur Herstellung von Gemäldereproduktionen durch Übertragen von Farbmustern auf Gewebe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gemäldereproduktionen durch Übertragen von Farbmustern auf Gewebe

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CH327404A
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Jan Lutje Wooldrik Gerrit
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Gemäldereproduktionen durch Übertragen  von Farbmustern auf Gewebe         Man    hat bereits vorgeschlagen, Farbmuster  auf eine auf ein Gewebe aufgebrachte thermo  plastische Schicht zu drucken, und zwar nach  dem Abziehverfahren, bei welchem man zu  nächst das Muster mittels einer fetten Druck  farbe auf ein Papier aufträgt und dann vom  Papier auf das mit der Schicht des thermo  plastischen Materials     bedeekte    Gewebe über  trägt, indem man das Papier auf das Gewebe  presst und     naehher    wieder entfernt. Ein sol  ches Verfahren wird z. B. im     Sehweizer    Patent.

         '\    r. 237008     beschrieben.    Man kann die thermo  plastische Schicht auf das Gewebe auftragen,  indem man dessen Oberfläche mit einer Lö  sung des thermoplastischen Materials in einem       organisehen    Lösungsmittel oder mit einer       wässrigen    Dispersion dieses Materials     behan-          (lelt    und dafür sorgt,     da.ss    die Maschen des  Gewebes völlig mit dem     thermoplastisehen     Material gefüllt sind und dass das Gewebe mit  einer ununterbrochenen, mehr oder weniger       gleiehmässigen    Schicht dieses Materials be  deckt, ist.  



  Die     vorliegende    Erfindung bezieht sich       nun        auf    ein Verfahren zur Herstellung von  G<B>G</B> en       ei-näldereproduktionendurehÜbertrag    von       Farbmustern,    insbesondere von Mustern in  mehreren Farben, auf Gewebe, welches da  durch gekennzeichnet ist,     da.ss    das     Gewebe    vor       der    Übertragung mit, einer solchen Menge       einer        Kunstharzdispersion    behandelt wird,    dass die     Struktur    und das Aussehen des Ge  webes nicht wesentlich verändert werden,

   dass  das     Muster    mittels einer fetten Druckfarbe  auf Papier gedruckt und von dem Papier mit  tels eines Abziehverfahrens auf das Gewebe  übertragen wird, indem das Papier gegen das  Gewebe gepresst und das Papier entfernt  wird.    Die nach dem erfindungsgemässen     Ver-,     fahren hergestellten Gemäldereproduktionen  sollen dem gleichen Zwecke dienen wie die  Originalgemälde.  



  Beim Verfahren gemäss der vorliegenden  Erfindung entsteht keine ununterbrochene       Kunstharzschicht,    sondern die einzelnen Ge  webefäden sind mit Harz bekleidet, wodurch  das Gewebe, anders als beim     Verfahren    ge  mäss Patent Nr. 237008, im wesentlichen seine  ursprüngliche Struktur und sein     ursprüng-          liehes    Ansehen behält. Das     Farbmaster    ist  aber durch die dünne Harzschicht auf den  einzelnen Fäden fest mit dem Gewebe verbun  den.    Die Menge des auf das Gewebe aufgetra  genen Kunstharzes kann je nach der Art des  Gewebes, des benutzten Harzes usw., variieren.  Im allgemeinen soll sie nicht mehr als 20 g  pro     rn2    Gewebe betragen.

   In den meisten Fäl  len werden mit 10 g oder weniger schon sehr  gute Resultate erzielt.      Da die Oberfläche des Gewebes im wesent  lichen seine ursprüngliche Struktur behält,  jedoch durch den Kunststoff, mit dem die  Fäden überzogen sind, einen gewissen Glanz  erhält, erwecken die erhaltenen Gemälde  reproduktionen den Eindruck von Ölgemäl  den.  



  Das Farbmuster wird nach bekannten Ver  fahren mittels fetten     Diiiekfarben    auf das  Papier gedruckt. Die benutzten Druckfarben  sind im allgemeinen Dispersionen von Farb  stoffen, insbesondere von Pigmenten, in einer  fetten Substanz.  



  Besonders geeignete Kunstharze sind die       Polyvinyl-    und     Polyacrylharze,    aber es ist  auch möglich, mit andern Kunstharzen,  namentlich mit, thermoplastischen Harzen,     be-          iriedigende    Ergebnisse     zti    erzielen, sofern sie  mit Öl in genügendem Masse aufquellen, so  dass die Druckfarbe von der     Kunstharzschicht     gebunden wird und in diese eindringt.  



  Vorzugsweise wird das erfindungsgemässe  Verfahren mit einer Lösung des Kunststoffes  in einem organischen Lösungsmittel ausge  führt;     erwünschtenfalls    kann man jedoch  auch     wässrige    Emulsionen benutzen.  



  Verschiedene     _    Gewebe eignen sich zur  Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens. Es lässt sich z. B. ein gewöhnliches  Baumwollgewebe benutzen. Wenn man das  Baumwollgewebe mit einer Lösung oder  Emulsion des Kunstharzes im     angegebenen          Nengenverhältnis    behandelt, so zeigt es sich,  dass die Maschen des     Gewebes    nach der Trock  nung offen geblieben sind und dass die einzel  nen Fäden mit einer dünnen Kunstharz  schiebt überzogen sind, so dass - abgesehen  von einem gewissen Glanze - das Aussehen  des Gewebes sich nicht wesentlich von dem  eines unbehandelten Gewebes unterscheidet.  



  Man kann auch mit Malerleinwand be  friedigende Resultate erzielen.  



  Oft wird gewöhnliche Malerleinwand mit,  Leinöl behandelt, damit sie die Farbschicht  besser aufnimmt. Die     2faschen    dieser Lein  wand enthalten     meistens    einen dünnen un  unterbrochenen Film des getrockneten Lein  öls, so     da.ss    sie nicht offen sind.

   Wenn man    die Leinwand in. beschriebener     Weise    mit  einer geringen Menge eines Kunstharzes be  handelt.,     zeigt    es sieh, dass die     Leinwand    auch  in diesem Falle     ilir    ursprüngliches     Aussehen     behält, da die Fäden     finit    einer dünnen     Kunst-          harzschieht    umhüllt. werden, jedoch die Ge  webestruktur im wesentlichen dieselbe     geblie-          hen    ist. Eine solche Leinwand einet sich also  auch sehr gut. für den beabsichtigten Zweck.  



  Vorzugsweise     überträot        ma.ii.    das     Muster     bei erhöhten Temperaturen und     unter        erheb-          lieliem        Druclz    vom Papier auf das Gewebe.  (Tute Ergebnisse werden z. B. bei Temperatu  ren zwischen<B>50</B> und     180     C und Drucken zwi  schen 3 und 70     a.t.    erzielt.

   In diesem Falle  werden     bereits    nach einer Berührungsdauer  von einigen Sekunden     sebarfe    Abdrucke er  halten.     Je    nach den     Behandlungsbedingungen,     der Art des Papiers     und    des verwendeten  Kunststoffes wird eine mehr oder weniger  grosse Menge des     Farbdruelzes    von dem Papier  auf das Gewebe     übertragen.    In einigen Fällen  kann das Papier für zwei oder mehrere     auf-          eina.nderfolgende        Druxeke    benutzt werden.

   Man       kann,    frisch bedrucktes Papier, aber auch ältere       Pa.pierdrueke    gebrauchen.     Selbstverständlieli     muss das Bild auf dem Papier das Spiegelbild  der Reproduktion sein, die     inan        sehliesslieh     auf dem behandelten     Gewebe        erhalten    will.  



  Das folgende Beispiel zeigt, wie das     erfin-          dungsgemässe    Verfahren     durchgeführt    werden.  kann.  



  Man verwendet ein. gewöhnliches Baum  wollgewebe mit einem. Gewicht von ?90 g pro  m . Man spannt das Gewebe und     überzieht     es mittels eines     Rakels    mit einer sehr dünnen       Sehieht    einer     wässrigen        Polyacrylnitrildisper-          sion.    Die     auf    dem Gewebe verbleibende Menge  der Dispersion ist so gering, dass die Fäden  des Gewebes nach der Trocknung mit einer  dünnen     Harzsehieht        überzogen    sind, während  die Maschen des Gewebes offen bleiben. Das  derart behandelte Gewebe kann z. B. 10     g     Harz pro 1112 enthalten.

   Es ist. von Vorteil,  das Gewebe auf der zu bedruckenden Seite  leicht. mit fettem Talk einzureiben, damit es  sieh nicht an das Papier haftet. Dann presst  man ein Abziehpapier, auf das eine farbige      Reproduktion eines     Gemäldes    in bekannter  Weise mittels fetter Druckfarbe gedruckt  worden ist, auf das Gewebe und führt das  Papier zusammen. mit dem Gewebe durch  einen     heissen        Kalander.    Der erhitzte Zylinder  des     Kalanders    weist eine Temperatur von 120  bis 140  C auf, und das Gewebe läuft mit einer       Geschwindigkeit    von 3 in pro Minute durch  den     Kalander.     



  Man. kühlt das aus dem     Kalander    tretende  Band aus Gewebe und Papier und zieht dar  auf das Papier vom Gewebe ab, und zwar  vorzugsweise in nassem Zustand, weil das  Papier sieh dann viel leichter vom Gewebe  ,löst.  



  Nachdem man das Papier entfernt hat,  reinigt man die Oberfläche des Gewebes, z. B.       clui-eh    Spülen mit. Wasser. Dadurch können       ii.    a. die geringen Leimmengen, die man bei  dieser Technik oft als Zwischenschicht     zwi-          selien    dem Papier und der fetten     Druckfarbe-          schieht    benutzt, entfernt werden.  



  Das Gewebe wird dann langsam getrock  net, auf Rahmen gespannt und mit Firnis be  handelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Gemälde reproduktionen durch Übertragen von Farb- mustern auf Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe vor der Übertragung mit einer solchen Menge einer Xunstharzdisper- sion behandelt wird, dass die Struktur und das Aussehen des Gewebes - nicht wesentlich verändert werden, da.ss das Muster mittels einer fetten Druckfarbe auf Papier gedruckt und von dem Papier mittels eines Abziehver fahrens auf das Gewebe übertragen wird, in dem das Papier gegen das Gewebe gepresst und das Papier entfernt wird.
    1I. Gemäldereproduktion, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch T. UNTERANSPRÜCHE l.. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Kunstharz ein Polyvinylharz ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Kunstharz ein Polyacrylharz isst. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Kunstharz menge nicht mehr als 20 g, vorzugsweise etwa 10 g pro m2 des Gewebes, beträgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Übertra gung des Musters vom Papier auf das Gewebe bei einer Temperatur von 50-180 C ausführt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Übertragung des Musters vom Papier auf das Gewebe bei einem Druck von 3--10 at. ausführt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 4 und 5:, dadurch gekenn zeichnet, dass das Papier, bevor es von dem Gewebe entfernt wird, befeuchtet wird.
CH327404D 1953-07-22 1953-07-22 Verfahren zur Herstellung von Gemäldereproduktionen durch Übertragen von Farbmustern auf Gewebe CH327404A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4088440A (en) * 1973-08-03 1978-05-09 Heberlein Textildruck Ag Transfer printing of treated cellulosics

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4088440A (en) * 1973-08-03 1978-05-09 Heberlein Textildruck Ag Transfer printing of treated cellulosics

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