Aufblasbarer Gegenstand
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf aufblasbare Gegenstände, wie Luft- ma. tratzen, Kissen, Schwimmer, Stossdämpfer usw. Wenn man sie aufbläst, so neigen diese < 4egenstände unter dem Luftdruck dazu, eine kugel oder walzenförmige Gestalt anzn- nehmen. Sie sind also zu stark ausgpbaurht für den Gebrauch, den man meistens davon maehen will. Deshalb hat man bereits aufblas- bare Gegenstände hergestellt, in denen die Entfernung der gegenüberliegenden Wände durch verschiedene Mittel beschränkt ist, wie z. B. durch Zwischenwände, welche an diesen gegenüberliegenden Wänden befestigt sind.
Bisher war es üblich, diese Zwischenwände ans dem gleichen Stoff herzustellen, aus dem die Gegenstände selbst bestanden, das heisst aus wasserdichtem Stoff, Kunst stoffolie usw. Die Elastizität dieser Stoffe ist sehr gering. Es ergeben sieh daher beim Aufblasen und besonders beim zufälligen Zunehmen des Luftdruckes hohe, örtliche Beanspruchungen an bestimmten Stellen. Selbst bei Verstärkung der Sehweissnaht an diesen Stellen vermeidet man nicht fortdauernde Verformungen und sogar Risse.
Erfindungsgemäss werden bei einem auf blasbaren Gegenstand die einander gegen überliegenden Teile der Wand durch inin- destens ein inneres elastisches Verbindungsglied miteinander verbunden, das in höherem Masse elastisch deformierbar ist als die Wand. Es ist zweckmässig, wenn die Verbindungsglieder senkrecht zur Oberfläche der Wand an der Befestigungsstelle verlaufen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Wand aus Kunststoffolie und die Verbin dungsglieder aus Gummi bestehen. Bei einer andern Ausführungsform hat es sich bewährt, dass die Wand aus Stoff mit einer wasserdichten Schicht, z. - B. aus Kunststoff oder Gummi, und die Verbindungsglieder aus Gummi bestehen.
Beigefügte Zeichnung stellt als Beispiele zwei Ausführungsformen dar. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines EZissens,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie IIII in Fig. 1, in grösserem Massstab,
Fig. 3 den Schnitt einer Variante,
Fig. 4 und 5 andere Anwendungen.
Wie man aus Fig. 1 und 2 dieser Zeichnung sieht, besteht das Kissen aus zwei Folien a, b aus Kunststoff, mit oder ohne Textilträger, oder aus wasserdichtem Stoff, welche an ihren Rändern c verschweisst sind.
Diese zwei einander gegenüberliegenden Folien sind verbunden durch Gummiringe d (Fig. 2). Diese Ringe sind an den Flächen a, b durch Befestigungsglieder e, durch welche sie gezogen sind, und welche auf diese Flächen geschweisst sind, mit den Flächen verbunden.
Die Querverbindung ist also elastisch, wäh rend die Befestigungspunkte beliebig widerstandsfähig gehalten sein können, denn man kann die Befestigungsglieder beliebig gross machen, aus stärkerem Material usw., je nach den zu erwartenden Anstrengungen.
Fig. 3 stellt einen Schnitt dar, welcher die mechanische Befestigung eines elastischen Verbindungsgliedes zeigt. Der Ring d ist durch die Öse o der Metallplatte p gezogen, welche eine Schraube r aufweist, auf welche eine Schraubenmutter s geschraubt wird.
Fig. 4 ist der Schnitt eines zylinderförmigen Reklameballons, welcher ringsherum und auf dem Boden Bilder und Inschriften tragen kann. Er besteht aus einem zylindrischen Kör per f mit Böden g, h und innern konischen Böden i, j. Diese sind durch ein elastisches Verbindungsglied k verbunden. Eine Öffnung I dient zum Ausgleich des innern Druckes.
Die Schnur L zum Halten des Reklameballons wird durch eine Öffnung m ins Innere des zwischen dem ebenen Boden h und dem konisehen Boden j befindliehen Hohlraumes n eingeführt und an einer Öse befestigt, die sich am untern Ende des elastisehen Verbindungsgliedes k befindet.
Fig. 5 stellt einen Schnitt durch eine pneumatische Verpackung für Gegenstände dar, welche zerbrechlich oder empfindlich gegen äussere Einflüsse sind. Sie besteht aus einer Hülle t, deren allgemeine Form verschieden sein kann und beim Beispiel zylindrisch ist.
Diese Hülle weist zwei Wände auf, und diese sind durch elastische Verbindungsglieder d verbunden. Die Hülle ist an beiden Enden offen, oder ein Ende ist geschlossen, oder ein oder die beiden Enden sind verschliessbar.
Man führt das zu schützende Gut ins Innere der nicht aufgeblasenen Hülle ein, dann bläst man sie auf. Man entleert die Hiille zum Entnehmen des Gutes, falls nötig.
Bei diesen Beispielen sind die Querverbindungsglieder mittels nicht streckbarer Befestigungsglieder mit der Hülle verbunden.
Diese nicht streckbaren Befestigungsglieder, welche mit einer Textilarmierung versehen sein können, sind an der Hülle befestigt, indem sie dort Verstärkungen bilden. Die Befestigungen können auch einfach aus Glic dern bestehen, welche an der Hülle ange schweisst sind.
Die elastischen Querverbindungsglieder erhalten vorzugsweise Ringform, wenn ihre Länge nicht zu gross sein muss.
Wenn die Widerstandskraft der Hülle es erlaubt, so können die Befestigungsglieder aus Nieten bestehen oder in solchen endigen, wie auch aus Schrauben mit Mutter, aus ZIe- tall oder einem andern harten Stoff, welche die Hüllenschicht durchqueren.
Wenn man solche Befestigungsglieder benützt, welche die Hülle durch Löcher durch queren, welche gross genug sind, um die Ver bindung und Befestigungsmittel durchziehen zu können, so kann man diese reparieren oder ändern, ohne die Hülle anderweitig zu öffnen.
Die beschriebenen elastischen Verbindungsglieder sind in solcher Zahl angewendet und haben solche Abmessungen, dass die luf- geblasene Hülle in Ruhestellung die ge wünschte Form aufweist und wirksam auf innern oder äussern Druck reagiert, wie auch. auf die Beanspruchungen, welche im Gebrauch an sie gestellt werden.
Wenn der Druck des im aufgeblasenen Körper befindlichen Fluidums zunimmt, so wird das Volumen der Hülle grösser. Dies wird durch Vergrösserung der Entfernung zwischen ihren Wänden und der Wölbung der Wände erreicht; diese Beweglmg ist aber be- ständig begrenzt durch die innern gespannten Verbindungsglieder, deren Zugkraft, welche sich mit der Dehnung steigert, elastisch der Aufwölbung widerstrebt und diese auf eine mittlere Gestalt beschränkt, welche die vorliegenden (herrschenden) Kräfte ausgleicht.
Wenn der Druck des eingeschlossenen Fluidums abnimmt, so kommt die Hülle durch den elastischen Zug der innern Spannungsteile, welche sich zusammenziehen, bis ein neues Gleiebgewicht hergestellt ist, wieder auf ihre ursprüngliche Form zurück.
Wird der aufgeblasene Gegenstand nur an einem Teil seiner Oberfläche zusammengepresst, so findet das Fluidum, welches aus dein gepressten Teil entweieht, ein Ausgleichsvolu men durch die zunehmende Wölbung des nicht gepressten Hüllenteils, doch reagieren die innern Verbindungsglieder dieses Hüllenteils beständig und elastisch, um das verdrängte Fluidum, soba.ld der Druck auf den gepressten Teil abnimmt, in den Hüllenteil zurückzudrängen, wo es sich vorher befand.
Ruht der belastende Körper frei auf dem aufgeblasenen Gegenstand, so wird er elastischer und bequemer getragen als von einem aufgeblasenen Gegenstand, dessen Elastizität nur vom enthaltenen Fluidum herrühren würde.
Die Anordnung solcher Verbindungsglieder erhöht nicht nur die Lebensdauer der aufgeblasenen Gegenstände, sondern ergibt auch eine Steigerung der Verwendungs mögliehkeiten derselben im Gebrauch als Kissen, Stossdämpfer, Liegematratzen, Schutz- packung, Schwimmer, Luftballone usw.
Die Erfindung ist nicht auf oben angeführte Ausführungsbeispiele beschränkt.