Vorrichtung f r die Kontrolle von Textilfiiden
Es ist bekannt, in der Herstellung von Textilfäden zu kontrollieren, ob in den FÏden verdickte oder verj ngte Stellen vorkommen.
Die i-erdickten Stellen, Fadenwülste genannt, beeinträehtigen bekanntlich das Äussere der Faden und sind die Ursache von Webefehlern.
Im allgemeinen handelt es sich um verdickte Stellen, deren Länge ungefähr der mittleren Faserlänge entspricht. Verdickun- gen, die beträchtlich kürzer sind, beeinträehtigen das Äussere des Fadens im allgemeinen nur sehr wenig und brauchen nicht entfernt zu werden.
Es ist bekannt, diese Fadenwülste mit Hilfe eines elektrisehen Kondensators naehzuweisen. Die FÏden werden dazu zwischen die Elektroden des Kondensators geführt.
Sobald sich eine verdickte Stelle zwischen den Kondensatorplatten befindet, ändert sich die Kapazität dieses Kondensators, und mit Ifilfe einer mit dem Kondensator verbundenen Stromquelle kann eine Stromänderung erzeugt werden, die zur Bildung eines Impulses benutzt werden kann, der auf ein Relais wirkt, das den Faden durchsehneidet oder so festklemmt, dass er reisst. Der Fadenwulst wird dann entfernt, die Enden miteinander verknüpft, und dann kann der Faden weiter dureh den Apparat gezogen werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kontrolle von TextilfÏden, wobei der Faden ebenfalls zwischen den Elel- troden eines Kondensators geführt ist.
Bei dem üblichen Verfahren werden die im Kondensatorkreis erzeugten Spannungs änderungen verstärkt, bevor sie einem Relais zugeführt werden. Die erforderliche Verstärkung ist sehr gross, und im. allgemeinen benötigt man zu diesem Zweck Verstärker mit mehreren Elektronenr¯hren.
Die Erfindung hat eine möglichst einfache Einriehtung eines mit einem Kondensator arbeitenden Gerätes zum Auffinden von Fadenwililsten zum Zweeke und kennzeichnet sich dadurch, dass der Kondensator in einem Kreis einer Hochfrequenz-Generatorschaltung mit einer Elektronenröhre liegt, wobei die Reaktanz dieses Kondensators die erzeugte Leistung mindestens zum Teil beeinflusst., und dass ein DeteLtor zur Gleiehrieh- tung der erzeugten Ilochfrequenzschwingun- gen vorgesehen und der Ausga. ngskreis dieses Detektors mit einer Relaissehaltung verbunden ist, der die gleichgerichteten Spannungen als Impulse zugeführt werden.
Diese geänderte Energieaufnahme beim Durchgang eines Fadenwulstes kann als Schwingungseinsetzung oder als Anderung der Schwingungsamplitude zur Auswirkwng kommen, wobei nach erfolgter Gleichrichtung und Abtrennung der vorhandenen Hochfre- quenzbestandteile der Niederfrequenzstrom oder die Niederfrequenzspannung zur Betäti- gung eines Relais verwendet wird.
Die in dieser Weise erhaltene Nieder frequenzspannung hat die Form eines Impulses. Gemϯ einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann dieser Impuls dadurch erhalten werden, dass in der Generatorschaltung neben der positiven Rückkopplung eine negative Rückkopplung verwendet wird, die vorzugsweise durch Parallelanordnung einer Selbstinduktion und einer Kapazität ge- bildet wird, die einen Sperrkreis darstellen.
Die Resonanzfrequenz dieses Sperrkreises soll vorzugsweise relativ wenig abweichen von der Generatorfrequenz. Bei dieser Anordnung wird die Schwingungsamplitude im frequenz- bestimmenden Kreise geändert, sobald der Wert von einem der Parameter des Generatorkreises oder des negativen R ckkopplungskreises geändert wird.
Diese Amplitudenänderung wird mit Hilfe eines Gleichrichters oder eines Detektors in Niederfrequenzspannungsschwankmngen verwandelt. Diese Spannungsschwankungen werden, zum Beispiel über ein RC-Filter, worin die Hochfrequenzkomponenten unterdrüekt werden, einer Relaissehaltung zugeführt. Als Relais kann insbesondere ein Thyratron verwendet werden, in dessen Anodenkreis ein magnetisches Relais geschaltet ist, zum Beispiel ein Telephonrelais.
Beim Passieren eines Fadenwulstes wird ein positiver Impuls am Steuergitter des Thyratrons erzeugt, so dass das Thyratron leitend wird. Eine galvanische Verbindung des Gitters der Generatorröhre mit dem Gitter des Thyratrons ist nicht erwünscht, weil durch Kriechen der Gleichstrompotentiale der Grenzwert des Impulses sich ändert, wobei das Thyratron leitend wird.
Aus diesem Grunde wird vor das Steuergitter des Thyratrons ein Kondensator geschaltet und das Steuergit-ter über einen hoch ohmigen Widerstand mit einem Punkt ver bunden, dessen Potential relativ zur Kathode negativ ist.
Alan kann die Schaltung auch so anordnen, dass das Passieren eines Fadenwulstes die f r das Erzeugen der Schwingmgen erforderliehe Bedingung herbeiführt, zum Beispiel indem die negative Rüekkopplung ge- sehwäeht wird. Die negative Rückkopplung muss dann so gewählt werden, dass die positive, im System vorhandene Rückkopplung ausgeglichen wird. Infolge der KapazitÏtÏnderung des Messkondensators, die beim Durchgang eines Fadenwulstes eintritt, werden dann die Schwingungen erzeugt.
Die negative Vorspannung des Gitters wird in diesem Faille vorzugsweise so gewählt, da im Ruhezustand die Steilheit niedriger ist als die maximale Steilheit.'Sobald das Svstem Sehwingungen erzeugt, wird dann der Anodengleiehstrom geändert, und diese Stromänderung kann ein Relais betätigen. Das Relais wird durch einen Kondensator ülberbrüekt, der die Hochfre quenzströme durchlässt.
An Hand der Zeichnungen werden einige Ausführungsbeispiele der Erfindung erläu- tert. In der Zeichnung sind- die Elektroden- kapazitäten weggelassen. Insoweit es erfor derlieh ist, kann man diese Kapazitäten in an sich bekannter Weise neutralisieren oder in anderer Weise unsehädlieh machen. Es zeigen :
Fig. I ein vollständiges Schema einer Schaltung mit einem Thyratron,
Fig. 2 und 3 schematiseh.
Generatorsehal- tungen, die bei einer Änderung am Kondensator in Schwingung geraten (die Gleichstrom- quellen sind in den Figuren nicht gezeichnet) und
Fig. 4 ein in der Praxis erprobtes Nus- führungsbeispiel
In Fig. 1 ist 1 eine als Generator geschal- tete Triode, 2 ist ein Thyratron. Die Generatorschaltung ist eine sogenannte Hartleyx- Sehaltung oder Dreipunktschaltung, wobei in die Kathodenleitung ein Sperrkreis 8,'.) aufgenommen ist.
Zwischen das Steuergitter der Triode und den Sehwingungskreis 6, 7 ist ein Kondensator 3 geschaltet, der durch einen Ableitungswiderstand 4 überbrüekt ist.
Das Gitter ist weiter über den Widerstand 5 und den Kondensator 10 mit der von der Kathode abgewendeten Klemme des Sperr- kreises verbunden.
Die VerbindungsstellezwischenWider- stand 5 und Kondensator 10 ist über einen Kondensator 11 mit dem Gitter des Thyratrons 2 verbunden. Dieses Gitter ist ebenfalls mit einem Widerstand 12, dessen anderes Ende zu einem Punkt führt, dessen Potential, relativ zur Kathode, negativ ist, verbunden.
Im Anodenkreis des Thyratrons liegt die WicklungeinesTelephonrelais 13 und in Reihe damit ein Widerstand 14 zur Begren- zung des Stromes des Thyratrons 2.
Die Wirkung der Generatorschaltung ist ohne weiteres verständlich. Der Kondensator 9 der negativen Rüekkoppl'ungsimpedanz ist in diesem Falle der VTesskondensator, zwischen dessen Elektroden der Faden geführt wird.
Sobald ein Fadenwulst zwischen die Elektro- den kommt, wird die negative Rüekkopplungs impedanzgeändert.Dabeiändertsiehauch die Amplitude der erzeugten Schwingungen, und diese Amplitudenänderung bringt eine Änderung der mittleren Spannung am Kon- densator 3 sowie am Steuergitter der Genera torrohre hervor. Die Änderungen der mit- leren Spannung werden durch den Kondensa tor 11 an das Steuergitter des Thyratrons rebraeht.
Es ist aueh möglieh, den Messkondeasator in den Generatorkreis aufzunehmen und die negative R ckkopplungsimpedanz nicht zu Ïndern. Dann wird die Generatorfrequenz ge iindert und infolge dieser Änderung entsteht dann die erforderlicheÄnderung der negativen Rückkopplung.
Bei einer gewissen Grösse der Änderung wird das Thyratron leitend und betätigt das Relais 13. Die Empfindlichkeit, das heisst der Scheitelwert der Impulse, bei dem das Thyratron leitend wird, kann einreguliert werden, indem man die negative Vorspannung des Thyratrongitters Ïndert. Wird diese Vorspan- nung so gewählt, dass eine kleine Änderung genügt, um das Thyratron leitend zu machen, dann genügt schon ein Impuls mit einem niedrigen Scheitelwert.
LangsameÄnderungen werden infolge der Abwesenheit des Kondensators 11 nichet an das Gitter des Thyratrons gelangen. Dies hat den Vorteil, dass man den Faden mit der fland zwischen die Platten des Konden- sators legen kann, ohne dass dabei das Thyratron leitend wird.
In Fig. 2 ist 1 ebenfalls eine Triode. In die Kathodenleitung dieser Triode ist ein Sperrkreis aufgenommen, der gebildet wird von einem Kondensator 9 und einer damit parallel geschalteten Selbstinduktion 8. Zwi- schen Anode und Sperrkreis und zwischen Gitter und Sperrkreis sind die Selbstinduk tionsspulen 15 und 16 geschaltet und zwischen Gitter und Hochspannungsseite der Spule 15 ist ein Kondensator 24 geschaltet.
Die letzterwähnten Elemente bilden einen Abstimmkreis einer an sieh bekannten Generatorschaltung.
Der Sperrkreis 8, 9 dient wieder als negative Rückkopplungsleitung und die'Schal- tung wird so einreguliert, dass sie noch keine Schwingungen erzeugt. Die negative Rück- kopplungsimpedanz mu¯ dann einen so hohen Wert haben, da¯ die positive Rüekkopplung ausgeglichen wird. Eine relativ geringe Änderung am Sperrkreiskondensator genügt schon, um die Erzeugung von Schwingungen zu er mögliehen.
Bei Einstellung am Fusspunkt der Kennlinie, also in einem Punkt, wo die Steilheit niedrig ist, nimmt dann der Anodenstrom plötzlich stark zu, und ein in den Anodenkreis geschaltetes Relais 18, das von einem Kondensator 17 überbrüekt wird, wird be tätigt. Dieses Relais hat dieselbe Aufgabe wie das Relais 13 in Fig. 1, das in den Anodenkreis des Thyratrons geschaltet ist.
Man kann aber die am Kondensator 17 erzeugte Spannungsänderung auch benutzen, um in ähnlicher Weise wie in Fig. 1 ein Thyratron leitend zu machen.
Selbstverständlich kann die erzeugte Hoeli- frequenzspannung, nachdem sie mittels eines besonderen Detektors gleichgerichtet ist, auch benutzt werden, um ein Thyratron leitend zu machen oder in anderer Weise ein Relais zu betätigent
Die beschriebenen Schaltungen sind ledig- lich Ausführungsbeispiele und der Zweck der F kann auch mit andern Schaltmgs- weisen erreicht werden. Wesentlich ist aber immer die Verwendung einer R¯hre in Generatorschaltung, wobei durch die Bewegung des Fadens zwischen den Kondensatorelektroden die erzeugte Leistung geändert wird, zum Beispiel dass die Amplitude der erzeugten Schwingung geändert wird oder die Schwin- gungen erzeugt werden.
In Fig. 3 ist eine Schaltung mit einer nega- tiven Spannungsr ckkopplung dargestellt. 1 ist eine Triode, 19 eine Selbstinduktionsspule, die mit dem Kondensator 20 und den Kondensatoren 21, 22 einen Abstimmkreis bildet. Die Selbstinduktionsspule 23 ist in diesem Falle zwischen den Verbindungspunkt der Kondensatoren 21 und 22 und das Gitter geschaltet. Diese Spi'le ist gekoppelt mit der Spule 19, und zwar derart, dass sie eine positive Rückkopplung erzeugt.
Die Kondensatoren 21 und 22 erzeugen eine negative R ckkopplung, die die Wirkung der vorhandenen positiven R ckkopplung aus- gleicht. Wenn die Rückkopplung beträehtlieh grosser gewählt wird, als f r die Schwin- gungserzeugung an sich notwendig wÏre, mu¯ auch die negative Rüekkopplung, die die Wirkung der positiven Rüekkopplung aus- gleicht, sehr stark sein, und unter diesen Um- ständen wird eine relativ geringeÄnderung der negativen Rückkopplung die Erzeugung von Schwingungen veranlassen.
Eine ähnliehe Erwägung gilt auch f r die Schaltungen der Fig. 1 und 2.
Im Falle der Fig. 3 kann man die erfor derliche Änderung der negativen Rüekkopp- lung dadurch erhalten, dass der Kondensa- tor 22, der in diesem lE'alle als Me¯kondensator dient, geändert wird. Alan kann auch zwi schen Gitter und Anode und zwischen Gitter und Kathode Sehwingungskreise schalten, die dieselbe Resonanzfrequenz besitzen und von einer Kapazität parallel mit einer Selbst- induktion gebildet werden und einen dritten Abstimmkreis in die Anodenleitung aufnehmen.
Die beiden erst erwähnten Kreise bilden eine negative R ckkopplung, die bei Vergrösserung der Kapazität des ersterwähnten Kreises in eine positive Rückkopplung über- gehen kann.
Der Hauptvorteil der hier beschriebenen Vorriehtungen ist, dass mit einer sehr einfachen Apparatur genügend starke Impulse erhalten werden, um das Relais zu betätigen.
An Stelle des Thyratrons kann man na- türlich auch andere Vorriehtungen verwenden, zum Beispiel eine Trigger-Schaltung, die beim Eintreffen eines Impulses am. Gitter einer der Rohren umschlägt. Sobald das Relais 13 in Wirkung kommt und der Faden zerrissen ist, wird der Anod'enstrom während einer kurzen Zeit mterbrochen, der Fadenwulst beseitigt, und die Enden des Fadens werden miteinander verknüpft.
Bei der Vorrichtung gemäss Fig. 1 ist der am Gitter des Thyratrons eintreffende Impuls positiv, wenn ein Fadenwulst in den Won- densator eintrifft, während beim Passieren eines verjüngten Teils ein negativer Impuls auftritt. Wenn man die verjüngten Teile be seitigen will, kann die Riehtung des Impulses umgekehrt werden, zum Beispiel durch Zwischenschaltung einer Triode oder durch Au°- nahme einer hoehfrequent entkoppelten Impedanz in der Spannungszuleitung der Oszilla toranode. Die Anode wird dann über eine Impedanz und einen Trennkondensator mit dem Steuergitter eines Thyratrons verbunden.
Bei Verwendung von mehreren Apparate der beschriebenen Art kann eine zentrale Spei- sung verwendet werden, wobei die Leistung des Speiseapparates entspreehend der Anzahl der zu bedienenden Apparate gewählt werden mu¯.
Es ist dabei erwünscht, den Speiseapparat zu stabilisieren, weil sonst die Empfindlichkeit der ganzen Apparatur in zu starkem Ma¯e von NetzspannungsÏnderungen abhÏn gin sein konnte.
AVeil die Heizspannungen nieht ohne kom- plizierte Anordnungen stabilisiert werden können, kann es vorkommen, dass bei inderung der Heizspannung die Spannung Ïndert, die dem Gitter des Thyratrons zugeführt wer- den mués nom dieses leitend zu maehen. Um die dadurch entstandenen Schwierigkeiten zu beseitigen, kann gemäss der hier beschrie- benen Vorrichtung die negative Vorspannung des Thyratrons durch Gleichrichtung der Heizspannung erzeugt werden.
Unter diesen Umständen werden die Än- derungen in der Spannung, die das Thyratron leitend machen können, soweit sie ihre Ursache in Änderungen der Heizspannung finden, nahezu vollständig ausgeglichen.
In der Fig.4 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das in der Praxis erprobt ist und sehr zuverlässig arbeitet. Die prinzipielle Schaltung entspricht derjenigen der Fig. l.
Während aber beim Beispiel der Fig. 1 nur eine Triode verwendet wird, ist bei der Anordnung gemϯ Fig.4 eine Doppeltriode verwendet worden (ECC 81, Ïquivalent mit der amerikanischen R¯hre 12 AT 7).
Als Thyratron ist eine PL 21 verwendet @ worden, oder nach amerikanischer Bezeichnung eine 2 D 1.
Die erste Triode der Doppelröhre 1 ist in genau derselben Weise wie in Fig. 1 als Generatorröhregeschaltet.Mit6,32,33,34 ist der Generatorkreis bezeichnet und mit 8, 9 der in der Kathodenleitung liegende Sperrkreis.
Der Ableitungswiderstand 4 und der Gitterkondensator 3 sind wieder vorhanden ; nur ist der Ableitungswiderstand nicht direkt parallel zum Gitterkondensator 3 geschaltet, sondern zwischen Gitter und dem von der Kathode abgewandten Ende des Sperrkreises.
Die Anodenspannung wird über dem nodenwiderstand 31 der Anzapfung der Generatorspule 6 zugeführt.
Der Messkondensator 32 liegt im Genera- torkreis und ist durch die Kondensatoren 33, 34 von der Gleiehspannung abgesperrt, @o da¯ eine Berührung dieses Kondensators ohne Gefahr stattfinden kann. Die Reihenschaltung der Kondensatoren 32, 33, 34 bildet das Äqui- valent zu dem einzelnen Kondensator 7 in der Schaltung gemäss Fig. l.
SelbstverstÏndlich ist die Kapazität der Kondensatoren 33 und 34 viele Male grösser als diejenige des Kondensators 32, damit eine Änderung der Kapazität von 32 einen mög- lichst gro¯en Einflu¯ auf die Frequenz des Generatorkreises hat. Die Anzapfung an der Spule 6 ist über den Kondensator 35 mit Erde verbunden. Dieser Kondensator ist derart bemessen, dass er für niedrige Frequenzen eine sehr grosse Impedanz besitzt und für Hoehfrequenz einen Kurzschluss darstellt.
Die Anzapfung ist weiter über den Kon- densator 36 mit dem Gitter der zweiten Triode la der Doppelröhre verbunden, und in blicher Weise ist das Gitter über den Ableitungs- widerstand 37 mit der Kathode der zweiten Triode der Doppelröhre verbunden.
Die Anode dieser zweiten Triode ist durch den Widerstand 38 mit der positiven Klemme der Anodenstromquelle verbunden. Weiter ist diese Anode durch den kleinen Kondensator 39 mit der Kathode verbunden, um eventuelle e Hochfrequenzspannungen zwischen Anode und Kathode dieser Triode zu unterdrücken.
Die Anode dieser zweiten R¯hre ist in iiblicher Weise über den Kondensator 40 mit @ dem Steuergitter des Thyratrons verbunden.
Zwischen diesen Kondensator und das Steuergitter des Thyratrons ist ein Widerstand 41 geschaltet, dessen Zweek spÏter erläutert wird.
Der Ableitungswiderstand 42 ist an einen Punkt einer besonderen Spannungsquelle 51 angeschlossen, die die erforderliehe negative Gitterspannung für die Röhren liefert
Das Thyratron 2 ist in genau derselbe Weise geschaltet wie in Fig. l. Im Anodenkreis des Thyratrons liegt wieder das Relais 13, das verwendet wird, um den Faden beim Eintreffen eines. Slubs im Messkondensator zu trennen.
Das Thyratron und die Doppelrohre werden von getrennten Anodenstromquellen 50 und 52 gespeist. Die beiden Anodenstromquellen sind mit Hilfe von gasgefullten Sta bilisationsrohren 43 resp. 44 stabilisiert.
Im übrigen sind die beiden Anodenstromquellen in der iiblichen Weise als Gleich- riehterschaltung mit Mitteln zur Unterdr kkung der auf der Gleichspannung superponierten Wechselspannungen ausgef hrt, so dass eine detaillierte Beschreibung überflüssig ist. Diese Anodenstromquellen und die Gleichrichterschaltung f r die Gittervorspannung sind vorzugsweise in einem Kasten eingebaut und dienen zur Speisung von einer Gruppe von Schaltungsanordnungen der oben er wähnten Art. Die Gleichrichterschaltung 51 ist nicht stabilisiert. Dadurch verschiebt sich bei ¯nderung der Netzspannung die negative Vorspannung ein wenig, so dass eine Änderung der Gitterspannung, wobei das Thyratron infolge der geänderten Netzspannung leitend wird, zum grössten Teil ausgeglichen wird.
Diese Sehaltung anordnungen, die die Doppeltriode und das Thyratron enthalten, werden in kleinen, vorzugsweise staubfreien KÏsten angeordnet, die in der NÏhe der Auf- wickelspulen für den Textilfaden angeordnet sind. Am Kasten befindet sich auch der Mecha- nismus der den Faden trennt oder gegebenenfalls festklemmt.
Der Kasten, der die zentrale Speiseappara- tur enthält, kann in einer geeigneten Stelle der Fabrik angeordnet werden.
In die Anodenstromquelle des Thyratrons ist ein Relais 45 aufgenommen, dessen Wick- lung überbrüekt ist. von einem Kondensator 46 und dessen Kontakt die Speiseleitung unterbrechen kann.
Mit dieser Anordnung kann eine grössere Zahl von Schaltungen von der Art der Fig. 1 gespeist werden. Der Teil der Apparatur, der die Doppelröhre und das Thyratron enthält, unterseheidet sich von der Fig. l nur darin, dass der durell die ¯nderung des Me¯kondensators entstandene Spannungsimpuls nieht sofort vom Gitter der Generatorrohre an das Thyratrongitter übertragen wird, sondern da¯ dieser Impuls durch die WiderstÏnde 31 und 38 zweimal verstärkt wird.
Bei dieser zwei- maligen Verstärkung bleibt die Polarität dieses Impulses unverändert, weil diese Widerstände beide das Zeichen des Impulses nmkehren, so dass die Polaritätsverhältnisse am Gitter des Thyratrons unverändert sind.
Die Sehaltung dieses Teils der Apparatur arbeitet somit in genau derselben Weise wie die Schaltung in Fig. 1. Die Aufnahme d. ^s Relais 45 in die Anodenstromquelle e f r die Thyratrons hat zum Zweck, die Speisung von einer grossen Anzahl Thyratronschaltungeu mit einer zentralen Speiseapparatur zu er leichtern. Die Wirkungsweise ist wie folgt:
Der Kontakt 47 ist normal geschlossen, und solange die FÏden, die durch die Messkonden- sa. toren laufen, laine verdickten Stellen he- sitzen, sind die sämtlichen Thyratrons stromlos.
Sobald aber ein Fadenwulst in den Me¯kondensator eintritt, wird die Spannung des Thyratrongitters so geändert, dass das betref- fende Thyratron leitend wird.
Da. mit das Thyratron nicht fortwährend leitend bleibt, nachdem es zum Abfangen eines Slubs leitend geworden ist. ist ein selbstunterbreehender Kontakt 47 in der Speiseleitung vorhanden. Dieser Kontakt wird vom Relais 45 betätigt. Parallel mit der Relais wieldung ist der Kondensator 46 geschaltet, wodurch die Öffnung des Kontaktes um eine kurze Zeit verzögert wird. Dadurch wird dem Relais 13 Zeit gegeben, richtig zu arbeiten.
Anderseits darf der Kontakt nur kurze Zeit offen bleiben, weil, solange dieser Kontakt offen ist, bei der gewählten Anordnung die sämtlichen, auf die gemeinsame Anodenstrom quelle angeschlossenen Thyratrons abgeschaltet sind.
Es ist. deshalb sehr wichtig, da¯ die Periode, während der der Kontakt 47 unterbrochen ist, mogliehst kurz gehalten wird. Wenn man aber diese Zeit sehr kurz macht, konnte es vorkommen, dass der Kontakt schon wieder hergestellt ist, bevor in dem Thyratron, das leitend gemacht worden ist, eine vollständige Entionisierung stattgefunden hat.
In diesem Falle würde nämlich, sobald der Kontakt 47 wieder geschlossen wird, das Thyratron aufs neue leitend werden, der lEÇon- takt 47 würde wieder unterbrochen werden, so dass das Relais nicht in Ruhe kommen könnte, sondern klappert. Um dies zu ver hindern, ist vor das Thyratrongitter der loch- jhmige Widerstand 41 gesehaltet, der verhin dert, da¯ das Gitter des Thyratrons beim Sehliessen des Kontaktes 47 sofort wieder eine gen gend hohe Vorspannung bekommt, um das Thyratron aufs neue leitend zu maehen.
In dem hier behandelten Ausführungsbeispiel 3ind die Verhältnisse so gewählt, dass die Perlode, wahrend der die Spannung des Speiseapparates unterbrochen ist, wenn ein Stub in irgendeinem der auf die zentrale Speiseapparatur angeschlossenen Kästchen sintrifft, etwa 20 Millisekunden beträgt. Weil bei Fäden von normaler Qualität die Anzahl der zu beseitigenden Verdickungen nicht be- sonders gro¯ ist, kann eine beträchtliche Anzahl KÏstchen an diese zentrale Apparatur angeschlossen werden, ohne dass die Gefalir hesteht, dass eine zu grosse Anzahl Faden- wiliste passiert, ohne abgefangen zu werden.
Ein guter Faden hat etwa. eine Verdik kung auf eine Länge von M km. Bei einer Geschwindigkeit von 600'Meter pro Minute kommt also etwa jede 15. Minute eine Verdickung in den. Me¯kondensator. Bei Verwendung von 30 Me¯anordnungen, die von einer Speiscapparatur bedient. werden, trifLt also jede halbe Minute ein Fadenwulst in L'inem der Messkondensatoren ein.
Unter diesen Umständen wird im. Mittel. nur 0, 66 Promille der Fadenwülste nieht abgefangen werden. Bei einem Faden von schlechter QualitÏt kann man annehmen, da¯ etwa fine Verdickung auf 3 km kommt, und in diesem Falle würde der Prozentsatz der nichtabgefangenen Fadenw lste etwa 0,2 sein.
I) ieser Prozentsatz ist noeh vollkommen zulÏssig.
Hierunter folgt eine Liste von Werten der WiderstÏnde und Kondensatoren, die in der Schaltung'benutzt worden sind.
WiderstÏnde: Kondensatoren: 4 Kilo-Ohm 9 25 pf 31 27 Kilo-Ohm 3 33 pf 37 10 Meh-Ohm 32 3-4 pf 38 68 Kilo-Ohm 33 u. 34 120 pf 41 7 Meg-Ohm 35 2. 20 pf 42 Meg-Ohm 36 10 Nf
39 20 pf
40 10 Nf Spulen: 6 15 Windungen mit Innendurchmesser
7, 5 mm. Als Draht wurde Emaildraht von 0, 6 mm verwendet. Die Anzapfung auf der Spule 16 ist so gewÏhlt, da¯ zwi sehen Anode und Anzapfungen neun
Windungen liegen und sechs zwischen
Anzapfung und Gitter.
8 9 Windungen mit Innendurchmesser 6mm,
Drahtdurehmesser 0, 6 mm. Die Arbeits frequenz war in diesem Falle 52 MHz.
Die Relaisspule 46 hat einen Widerstand von 500 Ohm und der Kondensator 46 hatte eine Kapazität von 4 Mikrofarad.
Als ! Gleichrichter wurden in den sämt lichen Gleichrichtersehaltungen Metall- gleichrichter verwendet.
Die Stromstärken in den R¯hren 1 und la a waren angenähert 1, 1 mA resp. 0, 75 mA, bei einer Spannung der Anodenstrom quelque von 100 Volt.
Die Anodenspannung des Thyratrons war etwa 150 Volt und die negative Vorspan nung des Gitters etwa 6 Volt.