Maschine, um flache, biegsame Werkstücke einzeln und getrennt in Abständen einer Druckvorrichtung zuzuführen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine, um flache, biegsame Werkstücke einzeln und getrennt in Abständen einer Druckvorrichtung zuzuführen, mit einem Abziehzylinder, in dessen Oberfläche über ein Regelventil mit einer Vakuumquelle zu verbindende öffnungen vorgesehen sind, und der drehbar auf einer waagrechten Achse in einer solchen Lage unterhalb von Stützvorrichtungen für einen Stapel von mindestens annähernd waagrecht liegenden Werkstücken angeordnet ist, dass der Vorderrand des untersten Werkstückes im Stapel auf den höchstgelegenen Teil des Vakuumzylinders zu liegen kommt.
Die erfindungsgemässe Maschine ist gekennzeichnet durch mindestens eine Druckscheibe, die parallel zum und in Oberflächenberührung mit dem Vaknumzylinder in einem Abstand vor dem Stapel gelagert ist; eine kombinierte Stoss- und Abstreichleiste, die zwi schen dem Stapel und der Druckscheibe angeordnet ist, um eine Stossfläche für die Vor derkanten einer Mehrzahl der untersten Werkstücke des Stapels sowie einen Durchgang für das unterste Werkstück zwischen der Umfangsflächc des Vakuumzylinders und einer entsprechend gebogenen Fläche der Stoss- und Abstreichleiste bildet, derart,
dass der Vorderkantenteil des untersten Werkstükkes zuerst durch Saugwirkung in der Öffnung des Zylinders an diesem festgesaugt und dadurch vom Gewichtsdruck des Stapels entlastet und darauf durch den genannten Durchgang und zwischen der Zylinderfläche und der Druckscheibe hindurch in nach unten geneigter Richtung auf wenigstens annähernd waagrechte Führungen gelangt, die bis zur Druckvorrichtung reichen.
Eine bevorzugte Ausführung des Erfin dungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt und nachstehend erläutert.
In den Zeichnungen ist
Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht einer erfindungsgemässen Briefumschlagzuführ- und -druckvorrichtung,
Fig. 2 ein Längsschnitt der Maschine nach Linie 2-2 der Fig. 4,
Fig. 3 ein ähnlicher Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 7,
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Umschlag zuffihrabschnitt der Maschine,
Fig. 5 in grösserem Massstab- ein Schnitt durch den Stapelträger und den Abziehzylinder,
Fig. 6 eine Stirnansicht des Aufbaues nach Fig. 5,
Fig. 7 eine Stirnansicht des Drucksylinder- endes der Maschine,
Fig. 8 ein Schnitt nach Linie 8-8 der Fig. 7,
Fig. 9 eine schaubildliche Einzelansicht eines Förderkettenstiftes,
Fig. 10 eine schaubildliche Einzelansicht des Saugregelventils,
Fig. 11 ein Querschnitt durch die Maschine nach Linie 11-11 der Fig.
3, aus dem die Führungsbahnen und Führungsschienen für die Umschläge besser ersichtlich sind, und
Fig. 12 ist in grösserem Massstab ein Querschnitt durch die Maschine nach Linie 12-12 der Fig. 11, der die Steuerschiene zum Antrieb der Steuerschalter zeigt.
Die zum Zuführen und Bedrucken von Umschläge bestimmte Maschine 1 hat ein kastenartiges Gestell 2, das als Gehäuse für die Motoren irnd die verschiedenen später noch beschriebenen Antriebsvorrichtungen dient.
Längs der Seitenwände des Gestelles erstrecken sich Seitenplatten 3 irnd 4 mit nach oben gerichteten Endansätzen 5 bzw. 6.
Von den Seitenplatten 3 und 4 wird ein aus den lotrechten Ansätzen 5 und 6 waagrecht herausragender Rahmen 7 getragen, dessen Querschiene 8 und Seitenschienen 9 und 10 im wesentlichen waagrecht dem Gestell gegenüber von Konsolen 11 (Fig. 1 und 5) gehalten werden. Im Abstand von der Quersehiene 8 nach vorn tragen die Seitenschienen 9 und 10 eine Querschiene 12, auf der parallele Schienen 13 und 14 mit vorwärts gerichteten Enden 15 ortsfest aufgebracht sind. Die Schienen 13 und 14 stehen hochkant, und ihre untern Kanten sind unmittelbar mit der Querschiene 12 fest verbunden.
Die Schienen 13 irnd 14. werden schräg vor der Querschiene 12 von einer Stange 16 durch setzt, die die Stapeleinstellsehienen oder Schwingsehienen 17 irnd 18 drehbar trägt.
Die Schienen 17 und 18 stehen von den Schie- nen 13 und 14 im gleichen Abstand wie der Abstand der Schienen 13 und 14 beträgt. Die Vorderenden der drehbar gelagerten Schienen 17 und 18 können den Vorderenden der ortsfesten Schienen 13 und 14 gegenüber mittels Einstellschrauben 19 gehoben und gesenkt werden, die von den rückliegenden Enden der Schienen nach unten ragen und Öffnimgen der Querschiene 12 durchsetzen. Die Muttern 20 der Schrauben 19 liegen an der Unterseite der Querschiene 12 an, so dass die Schraubenfedern 21 gespannt werden können. Die Schraubenfedern 21 liegen um die Schäfte der Schrauben 19 und legen sich mit dem einen Ende von unten an die Schwingsehienen 17 und 18 und mit den gegenüberliegenden Enden an die obere Fläche der Querschiene 12 (Fig. 6) an.
Seitlich im Abstand von den Schwingsehienen 17 und 18 sind ausserdem an der Querschiene 12 die ortsfesten Schienen 22 und 23 befestigt.
Mit diesen Schienen arbeiten lotreehte Stangen oder Ständer 24 zusammen, die von dem Gestell 7 unter Verwendung von Fussteilen 25 einstellbar getragen werden, deren Schlitze 26 von Haltevorrichtungen 27 durch setzt sind. Diese Haltevorrichtungen sind in die Rahmenteile 8, 9 und 10 eingeschraubt, um die lotrechten Ständer 24 an den Seiten des Umschlagstapels in der eingestellten Stel hing zu halten, wie Fig. 5 zeigt.
Die Ständer tragen verstellbare Klemmen 28 mit schleifenförmigen Fingern 29, die unter die aussenliegende Randkante des Umschlagstapels fassen und den Stapel tragen. Die Klemmen 28 werden auf den Ständern 24 mittels Ilaltevorrichtungen 30 einstellbar festgestellt. Die Fussteile 25 der Ständer 24 sind in Radialriehtungen den Haltevorrichtungen 27 gegenüber verstellbar. Die Ständer können den Seiten des Stapels gegenüber so eingestellt werden, dass sie an der Hinterkante und den Seitenkanten der gestapelten Umschläge anliegen. Der Stapelträger hat ausserdem lotrechte Schienen 31 und 32, die an der Vorderseite des Stapels anliegen und deren Winkeleisen 33 mit einer Querschiene 34 verbunden sind, die die Schienen 31 und 32 in der in Fig. 1 und 5 dargestellten lotrechten Stellung hält.
Die Schienen 31 und 32 haben ebene Flächen 35, mit denen sie sich an den Stapel anlegen. Ihre intern Enden 36 sind nach unten und nach vorn gebogen, so dass die Vorderkanten der untern Umschläge des Stapels leicht gestaffelt oder gestuft sind, das heisst, auf der gesamten Krümmung 36 der Schienen 31 und 32 ragt der tieferliegende Umsehlag etwas vor den darüber befindlichen Umschlag vor, wie dies Fig. 5 zeigt. An einer zwischen den Schienen 31 und 32 gelegenen Stelle trägt die Querschiene 34 auch eine etwas kürzere Schiene 37, deren nach vorn gebogenes, unteres Ende 38 den gebogenen Enden der Schienen 31 und 32 entspricht. An dem gebogenen Ende der Schiene 37 ist ein Streifen 39 aus federndem Material, z. B.
Gummi, befestigt. Der Streifen hat ein nach vorn gebogenes Ende, das eine Abstreifleiste oder Wischleiste 40 bildet, die sieh unter die Endkante der Schiene 37 erstreckt und auf der Umfangsfläche 41 eines Vakuumzylinders 42 aufliegt. Die Schiene 37 kann lotrecht verstellt werden, um-den Druck der Abstreif- leiste 40 auf den Vakuumzylinder 42 zu regeln.
Zu diesem Zweck trägt die Vorderseite der Schiene 37 einen Block 43, der zwischen dem obern Arm 44 und dem untern Arm 45 einer an der Querschiene 34 befestigten Konsole 46 liegt. Der untere Arm 45 trägt einen Stift 47, der eine Schraubenfeder 48 einmittet, die den Block 43 hebt, wenn eine in dem obern Arm 44 der Konsole drehbar gelagerte Einstellschraube 49 verstellt wird. Bei Drehung der Schraube 49 hebt der Schraubensehaft 50 die Schiene 37 oder senkt die Schiene 37 gegen die Wirkung der Feder 48.
Durch die Verstellung der Schiene 37 wird der Abstand zwischen dem gebogenen Ende der Schiene 37 und dem Vakuumzylinder 42 verändert, um dadurch den Druck auf die nach vorn gerichtete Abstreifleiste 40 des Gummistreifens 39 zu regeln.
Der Druck der in dem obern Stapelabschnitt befindlichen Umschläge wird von dem untersten Abschnitt abgenommen, um das Abziehen des untersten Umschlages zu erleichtern. Zu diesem Zweck hat ein an der Drehachse 52 eines Ständers 53 drehbar gelagerter, einstellbarer Träger 51 einen geschlitzten Fuss 54, der an der Querschiene 8 mittels eines Sehraubenbolzens 55 einstellbar befestigt ist.
Der Träger 51 hängt von dem Ständer 53 nach unten, so dass er mittels einer Stellschraube 56 nrm Stapel hin und vom Stapel weg eingestellt werden kann. Die Stellschraube 56 ist in einer Gewindebohrung 57 des Ständers 53 drehbar gelagert und legt sich mit ihrer Spitze an den Träger 51, um den schrägliegenden Fuss 59 - vorztischieben, der zwischen die Hinterkanten der untern Umschläge des Stapels greift und diese Hinterkante unterstützt, mit Ausnahme der unter sten Umschläge. Der Fuss 59 gibt jeweils einen Umschlag frei, wenn die Vorderkante des Umschlages der Krümmung der lotrechten Schienen 31 und 32 folgt.
Der Vakuumzylinder oder Abziebzylinder 42 ist auf einer Querwelle 59 befestigt; deren Enden in den Seitenrahmen 3 und 4 drehbar gelagert sind, und der in einer solchen Stellung aufgestellt ist, dass der auf dem Umfang des Vaknumzylinders 42 aufruhende, unterste Umschlag den lotrechten Durchmesser des Zylinders etwas überlappt.
Der Vakuumzylinder 42 hat in Richtung des Durchmessers sich gegenüberliegende Saugdüsen oder Saugöffnungen 60 und 61, die mit Kanälen 62 und 63 in Verbindung stehen. Die Kanäle 62 und 63 werden nacheinander mit einer bogenförmigen Öffnung 64 einer Ventilscheibe 65 verbunden, die koaxial auf der Welle 59 gelagert ist und gegen Drehung mittels einer Stange 66 gehalten wird, die sich nach hinten erstreckt und in einer an der Querschiene 8 befestigten Konsole 67 (Fig. 2) verankert ist. Das Ende 68 der Stange 66 durchsetzt die Konsole 67 und trägt Aussengewinde, auf das Einstellmuttern 69 und 70 aufgeschraubt sind, die an den zugehörenden Seiten der Konsole 67 anliegen.
Die Winkelstellung der Ventilscheibe 65 kann auf der Welle 59 eingestellt werden, um den Zeitpunkt festzulegen, an dem das Vakuum oder der Saugzug wirksam wird. Die bogenförmige Öffnung 64 ist mittels eines biegsamen Schlau- ches 71 mit einer Vakuumpumpe 72 verbun den.
Die Vakuumpumpe 72 ist innerhalb des Gestelles 2 der Maschine aufgestellt und wird von einem Motor 73 über ein Riemengetriebe 74 (Fig. 2 und 3) angetrieben. Der Umfang des Vakuumzylinders 42 hat Ringnuten 75 und 76, die die Vorderenden 15 der Schienen 13 und 14 (Fig. 1 und 5) aufnehmen, so dass die Umschläge stosslos von den Sehienen abge zogen und zur Umfangsfläche des Zylinders gebogen werden.
Der Zylinder führt die Vorderkante des Umsehlages mittels der Druckscheiben 78 dem waagrechten Strang einer Fördervorrichtung 77 zu, wenn das Vakuum abgeschaltet ist.
Die Scheiben 78 sitzen auf einer Welle 79, die sich vorwärts und oberhalb der Welle 59 in Querrichtung der Maschine erstreckt. Der Umfang der Scheiben 78 liegt auf dem Umfang des Vakuumzylinders 42 an einer Stelle auf, die einen Abstand von dem Gummistreifen 39 nach vorn hat, wie Fig. 5 zeigt. Die Druckseheiben 78 berühren daher den Va- kuumzylinder 42 an einer Stelle, die unterhalb und vorwärts der Berührungsebene des in dem Stapel befindlichen, untersten Umsehlages liegt, so dass der Umschlag zwischen dem Yakuiunzylinder 42 und den Druckscheiben 78 nach unten und nach vorn auf die obern Stränge 80 und 81 von endlosen Ketten 82 und 83 geführt werden. Diese Ketten 82 unct 83 bilden die Fördervorrichtung 77.
Die För- derketten 82 und 83 laufen über Kettenräder 84, die sich an den zugehörenden Enden des Vakuumzylinders auf der Welle 59 frei dre hen, und laufen ferner über : Kettenräder 86, die auf der Antriebswelle 88 befestigt sind, deren Endabsehnitte in den Vorderenden der Seitenplatten 3 und 4 drehbar gelagert sind.
Die Antriebswelle 88 wird der Welle 59 gegen über so hoch aufgestellt, dass die Stränge 80 und 81 der Fördervorriehtung 77 ungefähr waagrecht verlaufen, wie Fig. 2 zeigt. Der untere Strang der Kette läuft über Führungen kettenräder 89 und 90, die an den Enden von Hebeln 91 getragen werden. Die Hebel 91 sind an einem die Seitenwände des Gestelles verbindenden Querträger 92 befestigt. Die Förderketten tragen mehrere Stossstifte 95, die sich an die Hinterkante der Umschläge anlegen, wenn die Umschläge von dem Stapel abgezogen und zwischen den Vakaumzylinder und den Druckscheiben auf den obern Strang der Fördervorrichtung abgelegt werden.
Die Stossstifte 95 sind mit ihren Schäften 96 in Blöcken 97 drehbar gelagert, die längs der Kette an den Seitengliedern der Ketten im gleichen Abstand voneinander angebracht sind. Die Schäfte 96 liegen parallel zu den Ketten und haben winklig abgebogene Enden 98, die über die Ebene der Ketten vorstehen.
Die Schäfte sind in den Blöcken beispielsweise mittels Stellschrauben 99 befestigt, wobei die Seitenenden 98 der Stossstifte in. sol chen Stellungen aufgestellt sind, dass die Enden 98 die Umschläge erfassen und längs einer Führungsbahn vorschieben.
Die Führungsbahn wird von zwei Längsführungen 100 und 101 gebildet, die von den Schienen 106 und 107 getragen werden und die mit zwei auf Abstand stehenden Längsschienen 102-102 zusammen arbeiten. Die Mittelschienen 102 sind durch ein Abstandsstück 103 getrennt. Längs der Aussenseiten der Aussenschienen 102' erstrecken sich Längsführungen 104 und 105, die die obern Stränge 80 und 81 der Förderketten 82 und 83 ungefähr in waagrechter Ausrichtung mit den obern Flächen der Führungen 100 und 101 halten. Die Enden der Querschienen 106 und 107 sind an den Winkelpiatten 108 und 109 befestigt, die an den Innenseiten des Gestelles aufgestellt sind (Fig. 2).
Mit den Längsführungen 104 und 105 arbeiten auch die längs der Aussenseiten der Ketten verlaufenden Seitenschienen 110 und 110' zusammen.
Auf den Querschienen 106 und 107 sind winkelförmige Schienen 111 und 111' verstell- bar, deren einwärtsgeriehtetc Flansche 112 und 113 die Endrandkanten der Umschläge tragen, während die lotrechten Flansche 114 und 115 der Führungen 111 und 111' an den Enden der Umschläge anliegen und die Umschläge beim Vorschub zur Druckvorrichtung ausgerichtet halten.
Damit der Umschlag längs einer ganz bestimmten Linie läuft, wird das eine Ende der Umschläge in Seitenrichtung verschoben. Zu diesem Zweck wird die Winkelsehiene 111 dieser Seite parallel zu den Förderketten aufgestellt, während die andere Führungsschiene 111' unter einem kleinen Winkel aufgestellt wird. Die Umschläge treten also zwischen die lotrechten Flansche 114 und 115 der Schienen leicht ein und werden bei ihrer Bewegung längs der Fördervorrichtung zu der geradeaus verlaufenden Schiene 111 allmählich verschoben. Die auf diese Weise in Seitenrichtung verschobenen Umschläge sind mit Bezug auf die auf dem Druekzylinder 138 befindliche Druekplatte (nicht dargestellt) ausgerichtet, so dass der Druck stets auf den gleichen Fläehen der zugehörenden Umschläge erfolgt.
Die Umschläge werden in Berührung mit den zugehörenden Führungen von obern Führungssehienen 117, 118 gehalten, die von den Querstangen 120 und 121 einstellbar getragen werden. Die Führungen werden von Blöcken 122 getragen, durch die die Querstangen hindurchtreten und die von Flügelsehrauben 123 in fester Stellung gehalten werden, die in die Blöcke eingeschraubt sind und deren Enden an den zugehörenden Stangen anliegen. Die Querstangen 120 und 121 werden an ihren Enden von Längsschienen 124 und 125 getragen, deren rüekliegende Enden auf einer Quer stange 126 drehbar gelagert sind, die vor der Druckwalzenwelle 79 liegt.
Die gegenüberliegenden Enden der Längsschienen 124 und 125 haben Schenkel 127 mit seitwärtsgerichteten Füssen 128, deren einstellbare Stellschrauben 128' auf der Querschiene 106 (Fig. 11) aufruhen.
Damit die hintern Kanten der Umschläge von den Stiften 95 berührt werden, laufen die Umschläge über Führungswalzen 129 einer in Konsolen 131'drehbar gelagerten Querwelle 131. Diese Konsolen 131' ragen von der Querschiene 107 an einer unterhalb der Ket- tenführungen 104 und 105 befindlichen Stelle nach unten, so dass die Umfänge der Führungswalzen 129 und 130-die Umschläge in der Ebene der obern Fläche der Führungen 100 und 101 tragen. Die Umschläge werden an die Walzen 129 und 130 von Druckwalzen oder Druckscheiben 132 und 133 angelegt, die auf Armen 135 drehbar gelagert sind. Die Arme 135 schwingen um die Querstange 126.
Die Druckwalzen 132 und 133 werden in Um schlaghaltestellung an die Antriebswalzen 129 und 130 von Federn 137 (Fig. 5) angedrückt, deren eines Ende auf den Armen 135 sich abstützt, während das andere Ende an den Armen 138 anliegt, die auf der Querstange 126 befestigt sind.
Die Druekvorrichtung der Maschine enthält den Plattenzylinder 138 und den Druek- zylinder 139, die mit dem Ausgabeende der Fördervorrichtung ausgerichtet sind, wobei der Plattenzylinder oberhalb und der Druckzylinder unterhalb der Umschläge liegt, so dass die Umschläge nacheinander zwischen den Zylindern hindurchgeführt und auf eine För dervorrichtnng 140 abgelegt werden, die zum Tisch 141 führt. Die Druckvorrichtung enthält auch die üblichen Farb- und Verreibwalzen 142, die die Druckfarbe aus dem Farbbehälter 143 (Fig. 7) herausheben. Diese Einrichtung bildet jedoch keinen Teil der Erfindung.
Um die Zuführung der Umschläge zwischen den Plattenzylinder und den Druekzylinder zu erleichtern und einen Abstand der Stifte 95 von den Hinterkanten der Umschläge zu sichern, ist eine Einrichtung vorgesehen, die die Geschwindigkeit der Umschläge erhöht, wenn die Umschläge zwischen dem Plattenzylinder und dem Druckzylinder eingeschoben- werden. Zu diesem Zweck sind eine untere Druckwalze 145 und obere Druckscheiben 144 vorgesehen, die zwischen sich die Umschläge erfassen und die Umschläge mit so hoher Geschwindigkeit vorsehieben, dass ein Abstand der Umschläge von den Stiften 95 vorhanden ist, wenn sich die Stifte um die Welle der Achse 88 drehen.
Der Antrieb der Zylinder sowie der För dervorriehtung und der Zuführwalzen erfolgt mittels eines Motors 146, der innerhalb des Maschinengestelles aufgestellt ist. Der Motor 146 treibt mittels eines Riemens 147 eine auf der Nebenwelle 149 befestigte Riemenscheibe 148 (Fig. 3). Auf der Nebenwelle 149 ist ein : Kettenrad 150 befestigt. Uber das Ketten- rad 150 läuft eine : Kette 151, die ein auf einer Nebenwelle 153 befestigtes Kettenrad 152 antreibt. Die Nebenwellen 149 und 153 sind in den Seitenrahmen des Masehinengestelles gelagert.
Die Welle 153 trägt ein Kettenrad 154, das über eine Kette 155 ein Kettenrad 156 einer Welle 157 antreibt, die mittels einer durch die Kette 159 angedeuteten Antriebsverbindung mit dem Ablegeband 150 verbunden ist. Die Welle 153 trägt auch ein Kettenrad 160 (Fig. 8), dessen Kette 161 über ein auf der Welle 163 des Plattenzylinders 138 befindliches Kettenrad 162 läuft. Auf dem gegenüberliegenden Ende der Zylinderwelle 163 ist ein Zahnrad 164 befestigt, das mit einem Zahnrad 165 der Druekzylinderwelle 166 in Eingriff steht, um den Druekzylinder 139 zeitlich abgestimmt zmn Plattenzylinder 138 anzutreiben.
Die Fördervorrichtung der Umschlag zuführung wird mit dem Plattenzylinder 138 und dem Druekzylinder 139 mittels eines Kettenrades 167 zeitlich abgestimmt angetrieben, das auf der Welle 166 des Druekzylinders 139 (Fig. 3) befestigt ist. Über das Kettenrad 167 läuft eine Kette 168, die auch über ein Kettenrad 169 der Vakuumzylinderwelle 59 gelegt ist.
Die Förderketten werden von der Kette 168 angetrieben. Zu diesem Zweck läuft die Kette 168 über ein auf der Welle 88 befestigtes Kettenrad 170. Die Welle 171 der untern Druckwalze 145 trägt ein Kettenrad 172, das ebenfalls von der Kette 168 angetrieben wird.
Führungskettenräder 173 lmd 174 sorgen dafür, dass die Kette 168 mit den Kettenrädern 170 und 172 im Eingriff bleibt, wie Fig. 3 zeigt. Ein Führungskettenrad 174 arbeitet mit dem Kettenrad 175 zusammen, um den obern Strang 176 der Kette 168 unter den Schienen 106 und 107 zu führen.
Die untere Führungswalze 129 wird von der Welle 59 mittels einer Kette 177 getrieben, die über ein Kettenrad 178 der Welle 131 und über ein Kettenrad 179 der Welle 59 (Fig. 2 und 6) läuft.
Die die Druckseheiben 78 tragende Welle 79 durchsetzt die-Seitenrahmen 5 und 6 und ist in Armen 180 drehbar gelagert, die mft den Seitenrahmen mittels der Drehachse 181 drehbar verbunden sind, so dass die Druck- scheiben entsprechend der Dicke der ihnen zugeführten Umschläge auf und ab bewegt werden können. Die Welle 79 wird von der Welle 59 mittels eines Zahnrades 182 (Fig. 1) angetrieben, das mit einem auf einem Wellenstumpf 184 gelagerten Zahnrad 183 kämmt.
Der Wellenstumpf 184 ist an der Aussenseite des Gestellansatzes 5 befestigt. Mit dem Zahnrad 183 ist ein Kettenrad 185 verbunden, das über eine Kette 187 mit einem auf der Welle 79 befestigten Kettenrad 186 (Fig. 1) in Eingriff steht. Die Kette 187 wird von einem Kettenspanner 188 gespannt, der von einem Arm 189 getragen wird, welcher sieh auf einem aus dem Gestellansatz 5 vorstehenden Zapfen 190 dreht. Die Kette 187 wird auf diese Weise während der Bewegung der Drnckscheiben 78 dem Vakuumzylinder 42 gegen über in richtigem Antriebseingriff mit den Kettenrädern gehalten.
Um die Berührung der Umschläge mit den Stiften 95 der Fördervorriehtung zu sichern, sind die Wellen 120 und 121 mit Bremsvorrichtungen oder Verzögerungsvorrichtungen 191 und 192 ausgerüstet, deren Arme 193 und 194 an den Wellen 120 und 121 befestigt sind.
Ähnliche Vorrichtungen 195 und 196 werden von Armen 195' und 196'getragen, die an einer Längsmittelschiene 197 drehbar angebracht sind. Die Längsmittelschiene 1Q7 wird an ihren Enden von den Querstangen 120 und 121 (Fig. 11 und 12) getragen. Die Bremsvorrichtungen oder Verzögerungsvorrichtun gen können, wie dargestellt, die Form von Bürsten haben, die auf der obern Fläche der Umschläge aufliegen, wenn diese Umschläge von den Förderketten längs der Führungen 1.00 und 101 verschoben werden. Die Schiene 197 trägt auch Steuersehalter 198 und 198', deren Schaltarme 199 auf einer Schiene 200 aufliegen.
Die Enden der Schiene sind auf Gewindebolzen 201 und 202 einstellbar gelagert, die unmittelbar oberhalb der Bahn der Umschläge eine Riegelsehiene 203 tragen. Die Gewindebolzen 201 und 202 ragen durch entsprechende Öffnungen 204 der Schiene 197, um die Riegelsehiene 203 mittels Muttern 205 zu tragen, die auf die Gewindebolzen aufgeschraubt sind und auf der Schiene 197 anf- liegen. Die gewünschte Berührung mit den Umschlägen kann durch Verstellen der Mut tern 205 aufrechterhalten werden, wobei die Riegelsehiene 203 gehoben oder gesenkt wird.
Ein Anhäufen der Umschläge führt bei dieser Anordnung einen sofortigen Stillstand der Maschine herbei, da die Schalter 198 und 198' in den Steuerstromkreis (nicht dargestellt) des Motors 146 eingeschaltet sind. Häufen sich die Umschläge unter der Riegelsehiene 203, so hebt sieh die Schiene 200 und betätigt die Schaltarme der Schalter 198 und 198'.
Durch eine Stillsetzeinrichtung wird die Maschine stillgesetzt, wenn kein Umschlag zugeführt oder von der Fördervorriehtung. in richtiger Stellung vorgeschoben wird. Zu diesem Zwecke wird von der am vordern Ende der Schiene 197 befindlichen Querstange 120 ein Schalter 206 getragen, dessen Kontaktarm 207 auf den in der Führung vorhandenen Umschlägen aufliegt. Sind keine Umschläge vorhanden, so liegt der Kontaktarm 207 an einer Kontaktplatte 208 an, die unmittelbar unter der Bewegungsbahn der Umschläge auf geste] lt ist. Der Schalter 206 ist in dem Motorsteuerstromkreis so eingeschaltet, dass die Maschine stillgesetzt wird, wenn kein Umschlag vorhanden ist. Die Ausführung dieses Stromkreises bildet keinen Teil der Erfindung.
Um das Arbeiten des Schalters 206 während des Zeitraumes zu unterbrechen, in dem der Fühler oder der Kontaktarm 207 mit der Platte 208 infolge des zwischen den Umschlägen vorhandenen Zwisehenraumes in Berührung steht, wird während dieses Zeitraumes der Stromkreis für den Fühler 207 mittels der Schalter 209 und 211 (Fig. 8) geöffnet, deren Schaltung von einem Nocken 210 erfolgt. Dieser Nocken 210 ist auf irgendeiner Arbeitswelle der Maschine aufgestellt, die mit den Förderketten zeitlich abgestimmt arbeitet, z. B. wie dargestellt, auf der Welle
163 oder auch auf der Welle 59 des Vakuumzylinders 42. Es sind zwei Schalter erforderlich, da beim normalen Arbeiten bei jeder Umdrehung des Vakuumzylinders während der Zeit, in der der Nocken eine einzige Umdrehung ausführt, zwei Umschläge zugeführt werden.
Wenn jeder zweite Stift 95 von der törder- vorrichtung abgenommen oder aus der Bahn herausgedreht wird, um die Zuführung zu verlangsamen oder um grössere Umschläge zu bedrucken, die für den normalen Abstand zwi- sehen den Stiften zu lang sind, wird der Regelsehalter 211 von dem Stromkreis abgeschaltet, so dass nur der Schalter 209 arbeitet, damit jeweils nur ein Umschlag bei einer Umdrehung des Nockens 210 zugeführt wird.
Bei der Verwendung der dargestellten und beschriebenen Vorrichtung wird ein Stapel von Umschlägen auf die Schienen 13 und 14 so aufgesetzt, dass die vordern Kanten der Umschläge an den lotrechten Schienen 31 und 32 anliegen. Die Ständer 24 werden dann in Berührung mit den Seiten des Stapels gebracht. Zu diesem Zweck werden die Haltevorrichtungen 27 gelockert und die Fussteile 25 auf dem Gestell 7 leicht verschoben, bis die Ständer 24 sich in der gewünschten Stellung befinden und dem Umsehlagstapel eine Standfestigkeit geben. Die Haltevorrichtungen 27 werden wieder festgezogen, um die Ständer in der eingestellten Stellung zu halten. Die von den Schienen 13 und 14 vorstehenden Seitenabschnitte des Stapels werden durch Einstellen der schleifenförmigen Finger 29 in eine Ebene gebracht und ausgerichtet.
Zu diesem Zwecke werden die Haltevorrichtungen 30 gelockert und die Klemmen 28 auf den Ständen 24 gehoben oder gesenkt. Naehdem die Unterseite des Stapels auf einer Ebene liegt, werden die Haltevorrichtungen 30 wieder angezogen.
Bei getragenem oder abgestütztem Stapel ruht die vordere Randkante des untersten Umsehlages auf der Umfangsfläche 41 des Abziehzylinders 42 auf.
Sind die Um sich die vordern Enden der Schienen. Werden die Muttern aber gelockert, so werden die vordern Enden der Schienen 17 und 18 von den Federn 21 gesenkt. Der federnde Streifen 39 wird der Umfangsfläche des Abziehzylinders 42 gegenüber so eingestellt, dass die Abstreichleiste 40 des Streifens 39 sieh in einer solchen Stellung befindet, dass jeweils immer nur ein einziger Umschlag durchgelassen wird (Fig. 5). Die Einstellung erfolgt durch Heben oder Senken der Schiene 37 mittels Schraube 49. Wird die Schraube 49 in der einen Richtung gedreht, so wird der Block 43 gegen die Wirkung der Feder 48 nach unten geschoben und der Druck auf die Abstreichleiste 40 erhöht. Wird die Schraube 49 in der entgegengesetzten Richtung gedreht, so hebt die Feder 48 den Block 43 und vermindert den Druck auf die Abstreichleiste.
Der Druck auf diehintere Randkante der in dem Stapel befindlichen untern Umschläge wird durch Einstellen des Fusses 59 aufgehoben, der so verschoben wird, dass er den obern Teil des Stapels teilweise trägt. Zu diesem Zwecke wird der Träger 51 des Ständers 53 mittels der Stellschraube 56 eingestellt.
Die Seitensehienen 111 und 111' werden dann entsprechend der Grösse der Umschläge so eingestellt; dass die Umschläge auf den Flanschen 112 und 113 gleiten und von den Flanschen 114 und 115 geführt werden. Wie bereits erwähnt, ist eine der Schienen vorzugsweise in einer Geradeausstellung zur Be wegungsriehtlmg der Umschläge aufgestellt, während die andere Schiene in einem kleinen Winkel zu dieser Bewegung steht, so dass sie die gegenüberliegenden Kanten der Umschläge berührt, die Umschläge verschiebt und an den Flansch der gegenüberliegenden Schiene anlegt, so dass alle Umschläge in der gleichen Bahn bewegt werden und die richtige Seiten stellung haben,
wenn sie an der Druckvorrich- tung ankommen.
Es sei angenommen, dass die Motoren 73 und 146 eingeschaltet sind und dass in die Maschine ein Umsehlagstapel eingesetzt worden ist. Die Maschine arbeitet dann in folgender Weise:
Der Motor 146 treibt die Riemenseheibe 148, Welle 149, Kettenrad 150, Kette 151 und Kettenrad 152, um die Nebenwelle 153 zu drehen. Die Nebenwelle 157 wird von der Nebenwelle 153 über die Kette 155 und die Kettenräder 156 und 154 (Fig. 3) angetrieben.
Die Kette 159 treibt den Förderriemen 140 längs des Ablegetisches 141. Welle 153 treibt über Kettenrad 160, Kette 161 und Kettenrad 162 den Plattenzylinder 138. Der Druekzylinder 139 wird zeitlich abgestimmt zum Plattenzylinder 138 über die miteinander in Eingriff stehenden Zahnräder 164 und 165 (Fig. 1 und 7) angetrieben.
Die Farb- und Übertragungswalzen der Druckpresse werden über ihre Antriebsverbindung mit dem Plattenzylinder 138 und Druekzylinder 139 ebenfalls in Umlauf gesetzt. Der Vakuumzylinder oder Abziehzylinder 42 ist mit dem Plattenzylinder 138 und dem Druekzylinder 139 mittels der Kette 168 zeitlich abgestimmt verbunden, die das auf der Druekzylinderwelle befindliche Kettenrad 167 mit dem auf der Abziehzylinderwelle 59 befindlichen Kettenrad 169 verbindet. Da der obere Strang 176 der Kette 168 über das Kettenrad 170 die Förderwelle 88 antreibt, bewegen sieh die Förderketten 82 und 83 zeitlich mit dem Plattenzylinder 138 und dem Druekzylinder 139, so dass die auf den Förderketten befindlichen Stifte mit der Druckplatte zeitlich richtig arbeiten.
Die Walzen 129 und die Drucksehenkel 78 drehen sich ebenfalls infolge ihrer Antriebsverbindung mit der Ab ziehiylinderwelle 59. Die vordern Kantenabschnitte der in dem Stapel befindlichen, untern Umschläge sind entsprechend der Krümmung 36 der lotrechten Schienen 31 und 32 nach vorwärts gestaffelt, so dass die vornliegende Kante des untern Umsehlages durch den von der Abstreiehleiste 40 geregelten Durchlass vorgeschoben werden kann, wenn eine der Vakuumöffnungen 60 oder 61 eine Stellung erreicht, in der sie an dem untersten Umschlag anliegt. Der Teil des berührten Umsehlages und die Berührungszeit wird von der Ventilseheibe 65 geregelt.
Ein Saugzug besteht, wenn der Kanal 62 oder 63 mit der in der Ventilseheibe 65 befindliehen, bogenförmigen Öffnung 64 ausgerichtet ist. Der durch die eingeschaltete Öffnung wirkende Saugzug zieht die vordere Kante des am weitesten nach innen gelegenen Umsehlages nach unten und führt die Kante vorwärts unter die Abstreiehleiste 40 und in einer Bogenbahn nach unten zu den Führungen 100 und 101.
Der nachlaufende Abschnitt des untersten Umsehlages gleitet längs der Schienen 13 und 14 unter dem Stapel hindurch. Sobald die vordere Kante des abgezogenen Umsehlages sieh den Führungen 104 und 105 nähert, wird das Vakuum von der Öffnung 60 des Zylinders 42 abgeschaltet, da die Öffnung nieht mehr mit der bogenförmigen Öffnung 64 der Ventilseheibe 65 ausgerichtet ist. Der Beginn des Vakuums wird dadurch geregelt, dass die Stellung der Ventilscheibe 65 durch Einstellung der Stange 66 eingestellt wird.
Der von der Einwirkung des Vakuums freigegebene Umschlag wird nun von den Scheiben 78 vorgeschoben, die die Umschläge an den Umfang des umlaufenden Abziehzylinders 42 drücken. Die Vorderkante des Umschlages bewegt sich längs der Führungen zwischen den getriebenen Walzen 129 und den Scheiben 132, so dass die Umschläge sich weiter vorschieben, nachdem ihre Hinterkante den Abziehzylinder und die Druckscheiben 78 verlassen hat. Der Umschlag beginnt nun seine Bewegung zur Druckvorrichtung in geradliniger Richtung längs der Führungsschienen.
Kurze Zeit nachdem die Hinterkante des Umschlages die Ebene der waagrechten Flansehen 112-113 und die Führungen 100-101 erreicht, legen sich zwei Stifte 95 der Förderketten 82 und 83 an die Hinterkante an und schieben den Umschlag vor. Während dieser Bewegung verschiebt die schräggestellte Schiene 111' den Umschlag seitlich, so dass die gegenüberliegende Kante des Umschlages an der geradeausliegenden Schiene 111 gleitend anliegt und die Sicherheit besteht, dass der Umschlag mit der Druekplatte des Plattenzylinders richtig ausgerichtet ist.
Der Umschlag wird mit den untern Führungen mittels der obern Führungen 115-116 und 117-118 sowie mittels der Bürsten in Berührung gehalten, die auch den Umschlag mit den Stiften 95 der Fördervorrichtung in Berührung halten, so dass die Umschläge mit der auf dem Plattenzylinder 138 befindlichen Druckplatte übereinstimmen und zeitlich richtig arbeiten, so dass der Druck auf die ge wünschte Stelle des Umsehlages aufgedruckt wird.
Wenn der Umschlag das Ende der Führung 100 und 101 erreicht, wird die vordere Kante des Umsehlages zwischen die Walze 145 und die Scheiben 144 eingezogen, die mit höherer Gcsehwindigkeft umlaufen, als die Geschwindigkeit der Fördervorrichtung beträgt, um den erfassten Umschlag von den Stiften 95 wegzuziehen und den Umschlag zwischen den Plattenzylinder und den Druekzylinder einzuschieben. Die Stifte der Förderketten können sich daher bequem um die Kettenräder 85 nach unten bewegen, ohne dass die hintere Kante des Umsehlages beschädigt wird.
Sollten sich die Umschläge zwischen den obern und untern Führungen verstopfen, so wird die Schiene 200 angehoben, und die Kontaktarme der Scheibe 198 und 198' werden betätigt, um die Maschine stillzusetzen. Hat ein Umschlag nicht die richtige Lage auf der Fördervorrichtung, so berührt der Kontaktarm 207 des Schalters 206 die Kontaktplatte 208, so dass die Maschine stillgesetzt wird und dadureh der Aufdruck von Druckfarbe auf den Druekzylinder 139 und der Abdruck auf die Unterseite des nächstfolgenden Umsehlages verhütet wird.
Die Umschläge werden in der beschriebenen Weise nacheinander zugeführt, wobei der Beginn der Zuführung von dem Vakuumzylinder geregelt wird. Wird die Maschine infolge einer Anhäufung der Umschläge zwischen den Führungen stillgesetzt, so Iassen sieh die angehäuften Umschläge durch Anheben des die Arme 124 und 125 enthaltenden Gestelles leicht entfernen. Nach Entfernen der verstopfenden Umschläge wird das Gestell wieder in seine Arbeitsstellung zurückgeführt, so dass die Zuführung der Umschläge weiter erfolgen kann.
Sind verhältnismässig grosse Umschläge dem Plattenzylinder zuzuführen, oder sollen die Umschläge mit der halben Geschwindigkeit bedruckt werden, so wird jeder zweite Förderstift 95 aus seiner Stellung herausgedreht oder nach Lockern der Stellsehraube 99 entfernt. Bei der Zuführung von grossformatigen Umschlägen wird auch die eine Gruppe von Vaktiumöffnungen in dem Abziehzylinder 42 dadurch abgeschaltet, dass ein Bandstreifen über die Gruppe gedeckt wird, so dass immer nur ein Umschlag bei jedem Umlauf des Vakuumzylinders zugeführt wird.
Ebenso wird der Zeitschalter 211 abgeschaltet, so dass der andere Sehalter für je 525 mm der Kettenbahn arbeitet. Arbeitet die Maschine mit der halben Kapazität, so arbeitet daher nur ein einziger Fühlerschalter.
Erfindungsgemäss ist also eine Zuführvorrichtung geschaffen, die Umschläge und ähn liche flache, biegsame Werkstücke einer Druck- vorriehtung zuführt, so dass diese Werkstücke bei kleinen Bestellungen wirtschaftlich be druckt werden können.