Rad für Fahrzeuge 'mit veränderlicher Spurweite Die Erfindung betrifft ein Rad für Fahr zeuge, insbesondere landwirtsehaftliche Trak toren, mit veränderlicher Spurweite.
Bei Traktoren ist die Veränderung der Spurweite der Hinterräder erwünscht, damit der Traktor in landwirtschaftlichen Kulturen mit verschiedenen Reihenabständen verwendet werden kann. Es sind zwar Traktoren mit derart verstellbaren Rädern bekannt, doch sind diese Räder kostspielig und verursachen Schwierigkeiten im Betrieb und in der In standhaltung.
Die Erfindung bezweckt, ein allgemein für landwirtschaftliche Traktoren und dergleichen geeignetes Rad zu schaffen, das eine Ver stellung der Spurweite über einen relativ gro ssen Bereich ermöglicht.
Ferner bezweckt die Erfindung, ein Rad zu schaffen, das eine Einstellung der Spur weite durch Antrieb der Hinterachse ermög licht.
Insbesondere bezweckt -die Erfindung, ein Rad zu schaffen, dessen Felge und Radseheibe derart relativbeweglich sind, dass die Drehung der Radscheibe in der Felge eine Axialver- stellung der Felge bewirkt.
Ferner soll das Rad sich durch eine starke und einfache Konstruktion, Zuverlässigkeit im Betrieb und Sicherheit gegen Klemmung und Verlegen auszeichnen.
Erfindungsgemäss ist das Rad für Fahr zeuge mit veränderlicher Spurweite dadureh gekennzeichnet, dass eine Radscheibe einen an der Nabe befestigten, radial geteilten Scheiben körper aufweist, dessen Aussenrand am Um fang entlang einer Schraubenlinie gleichför- inig fortschreitend axial versetzt ist, und dass auf der Radscheibe eine Felge montiert ist, an der Organe befestigt sind, die mit diesem Seheibenrand derart zusammenwirken, dass bei Relativdrehung zwischen Scheibe und Felge die Felge gegenüber der Scheibe axial bewegt wird.
In der Zeichnung ist eine bevorzugte bei spielsweise Ausführungsforin der Erfindung dargestAllt. Es zeigt: Fig. <B>1</B> ein Traktorrad, in Seitenansicht. Fig. 2 ist 'ein Schaubild eines Sektors des Rades nach Fig. <B>1.</B>
Fig. <B>3</B> ist ein vergrösserter Teilschnitt durch eine der an der Felge, befestigten Führungs- kerbleisten und die Mittel zum Festspannen der Felge an der Radscheibe.
Fig. 4 ist ein Teilschnitt durch die An schlagorgane nach der Linie 4-4 der Fig. <B>3.</B> Das gezeichnete Traktorrad <B>10</B> besteht all gemein aus zwei gegeneinander beweglichen Teilen, nämlich der Radscheibe<B>11</B> und der Felge 12. Normalerweise werden die beiden Teile von Spannorganen zu einem Rad zusam mengehalten. Die Spannorgane können jedoch gelöst werden, damit durch Axialverstellung der Felge gegenüber der Radscheibe die ge- wünschte Spurweite eingestellt werden kann.
Die Anordnung ist derart getroden, dass die Drehung der Radscheibe durch Antrieb der Hinterachse eines Traktors in einer Richtung eine Auswärtsbewegl--tng der Felge auf der Radseheibe in eine Stellung bewirkt, die einer grösseren Spurweite entspricht, während beim Antrieb in der umgekehrten Richtung die Felge nach innen in eine Stellung geringerer Spurweite gezogen wird.
Die Felge 12 ist eine gewöhnliche Tief- bettfelge mit den Felgenhörnern<B>13,</B> Reifen- -%Nmlstgitzen 14 und einem Felgenbett<B>15.</B> Mit Ausnahme der geforderten Abänderungen ist auch die Radscheibe in der üblichen Art aus geführt und besitzt eine Nabe<B>17,</B> mit der die Radscheibe abnehmbar an der Antriebsachse des Traktors befestigt ist, sowie einen Sehei- benkörper <B>18,</B> der an der Nabe befestigt ist und die Felge trägt.
Der Scheibenkörper<B>18</B> ist aus Bleeli von solcher Stärke hergestellt, dass er die erforderliche Festigkeit und Stei- figkeit besitzt.
Bei den üblichen Rädern liegt der Aussen rand der Radscheibe in! allgemeinen in einer einzigen Ebene, so dass der Rand genau einen Kreis beschreibt. Hier ist aber die Rad scheibe bei<B>19</B> teilweise radial geteilt und ihr Umfangsrand 20 am Umfang gleichförmig so versetzt, dass er eine einzige Sehraubenwin- dung beschreibt.
An der Felge 12 sind mehrere axial an geordnete Leisten 22 befestigt, die derart ge kerbt sind, dass sie den Rand 20 der Rad scheibe aufnehmen können. In dem vorliegen den Ausführungsbeispiel sind sechs derartige Leisten gleichmässig um die Felge herum ver teilt; doch kann auch eine andere Anzahl der artiger Leisten verwendet sein. Die Leisten 22 haben<B>je</B> einen Mittelteil<B>23,</B> der im Bereich der Innenfläche des Felgenbettes<B>15</B> angeord net ist, und zwei Vorsprünge 24, die sich bei derseits des Felgenbettes nach aussen erstrecken und die Wulstsitze 14 stützen. Die Leisten greifen daher an der Felge derart an, dass letztere starr und fest montiert ist.
Wie insbesondere aus Fig. <B>1</B> hervorgeht, sind die Leisten an ihren radial einwärts ge- legenen Rändern mit mehreren rechteckigen Kerben<B>25</B> versehen, deren Teilung der Gang höhe der Sehraubenlinie entspricht, die von dem Sehei-benrand 20 beschrieben wird. Zwi schen<B>je</B> zwei einander benachbarten Kerben <B>25</B> ist eine kleinere, abgesehrägte Kerbe<B>26</B> vorgesehen, deren Zweck später beschrieben wird. Die Kerbleisten 22 sind untereinander nicht gleich, sondern unterscheiden sieh in einer Hinsicht.
Zum Angriff jeder dieser Leisten an dem schraLibenförmigen Scheiben rand 20 sind die rechteckigen Kerben<B>25</B> ein ander benachbarter Leisten einheitlich um<B>116</B> der Oranghöhe des Randes 20 versetzt. Diese Versetzung hat für alle Leisten die gleiche Richtung und schreitet längs des Felgenum fanges von Leiste zu Leiste fort. Dadurch kom men die entsprechenden Kerben<B>25</B> der Leisten entlang einer Schraubenlinie zu liegen, so dass in allen Axialstellungen der Radscheibe und der Felge ein wirksamer Eingriff des Schei benrandes 20 in die Kerben<B>25</B> um den Rad umfang herum erfolgt.
Vorzugsweise greift der Rand 20 satt passend in die Kerbleisten 22 ein, um das Spiel zwischen den beiden Teilen des Rades möglichst gering zu halten. Ausser dem ist der Rand 20 relativ fest und starr. Diese Forderungen sind dadurch erfüllt, dass an dem Rand der Scheibe eine gekrümmte Schiene<B>28</B> von verhältnismässig grossem Quer schnitt angeschweisst ist, deren äusserer Teil satt passend in die Kerben<B>25</B> eingreift (Fig. <B>1).</B>
Im Gebrauch werden die Räder<B>10</B> auf einem Traktor derart montiert, dass die Sebraubenlinien des Seheibenrandes und der Kerbleisten des rechten Rades denen des lin ken Rades entgegengesetzt verlaufen. Beim Antrieb der Hinterachse verdrehen sich die Radseheiben <B>11</B> innerhalb der Felgen 12.
In folge des Eingriffes des sehraubenförmigen Scheibenrandes 20 in die Kerbleisten 22 wird der Felge ein Axialschub erteilt, so dass sie <B>je</B> nach der Antriebsriehtung der Achse ein- oder auswärts bewegt wird. Wird z.
B. in Fig. 2 das Rad entgegen dem Uhrzeigersinn angetrieben, so wird die Felge 12 nach links einwärtsgezogen. Da in den Leisten 22 sechs rechteckige Kerben<B>25</B> vorgesehen sind, er geben sechs vollständige Umdrehungen einer Radseheibe <B>11</B> gegenüber der Felge 12 eine Axialbewegung des Rades um etwas weniger als die Felgenbreite. Eine kleinere Anzahl von Drehungen ergibt eine anteilig kleinere Axialverstellung der Felge auf der Scheibe.
Bei einer einzigen Relativdrehung wird die Felge -um etwa ein Siebentel der Felgenbreite bzw. um eine Ganghöhe der Sehraubenlinie bewegt.
Die vorstehend beschriebene Verstellung der Spurweite erfolgt nur, wenn die Felge und die Radseheibe gegeneinander frei beweglich sind. Während des normalen Betriebes des Traktors muss die Spurweite konstant bleiben. Zu diesem Zweck sind Spannorgane vorge sehen, die die Rad#scheibe und die Felge zu sammenspannen, so dass diese Teile während des Betriebes als ein einheitliches Rad wirk sam sind.
Die Spannorgane bestehen aus einzelnen Klemmstücken<B>30,</B> die die Kerbleisten gegen den Scheibenrand 20 spannen. Diese Klemm- stileke werden mit Schrauben<B>31,</B> die in Ge- windelöeher <B>32</B> der Randschiene<B>28</B> der Scheibe eingreifen, lose an der Randsehlene befestigt. Die Klemmstüeke sind gleichmässig um die Scheibe verteilt, so dass jeder Kerbleiste ein Klemmstück zugeordnet ist.
Die Klemmstücke<B>30</B> erstrecken sich radial auswärts, und ihre Ränder greifen in die abgesehrägten Kerben<B>26</B> ein, wobei die, Sehrägilächen <B>33</B> der Klemmstüeke an ent sprechenden Flächen 34 der Zähne<B>35</B> angrei fen, die von den abgesehrägten Kerben<B>26</B> und den benachbarten rechteckigen Kerben<B>25</B> ge bildet werden. Beim Anziehen der Schrauben <B>31</B> drücken die Klemmstücke die Zähne so fest gegen die ihnen benachbarten Teile der Randsehiene <B>28,</B> dass Radscheibe und Felge drehfest zusammengespannt werden.
Wenn die Schrauben<B>31</B> etwas gelockert werden, kön nen die Klemmstücke<B>30</B> frei durch die ab- gesehrägten Kerben<B>26</B> laufen, so dass eine Relativdrehung zwischen Felge und Rad scheibe möglich ist. Während dieser Relativ drehung bewegen sich die Klemmstücke<B>30</B> infolge ihrer Befestigung an dem schrauben förmigen Rand 20 in einer Schraubenlinie, die durch die abgesehrägten Kerben<B>26 -</B> führt.
Zum Ausgleich der auf die Schrauben<B>31</B> einwirkenden Spannkräfte und zum Schutz der Schrauben vor Biegebeanspruchung ist unterhalb jedes Loches<B>32</B> an der Randschiene <B>28</B> eine Konsole<B>36</B> angeschweisst oder auf andere 'Weise befestigt, die von der Schiene aus unterhalb des benachbarten Klemmstückes <B>30</B> nach aussen ragt. Die Konsolen haben Sehrägflächen <B>37,</B> die den Flächen 34 der Kerben<B>26</B> entgegengesetzt geneigt und kom plementär sind. Beim Anziehen der Schrau ben<B>31</B> teilen die Konsolflächen <B>37</B> den Axial- schub der Klemmstüeke mit den Kerbfläehen 34.
Infolge der Konsolen werden die Schrau ben also nur auf Zug beansprucht und wird ein Klemmen der Gewinde vermieden.
Während der Verstellung der Spurweite wird das Heruntergehen der Felge von der Radscheibe durch die Anschläge<B>38</B> vermieden die die innerste bzw. äusserste Kerbe<B>25 je</B> einer der Leisten blockieren und an den freien Enden 41 oder 42 der Randschiene<B>28</B> an greifen können. Beim Angriff der Schiene<B>28</B> an einem der beiden Anschläge wird die wei tere Relativdrehung der Scheibe. innerhalb der Felge gesperrt, so dass die Anschläge die relative Axial- und Drehbewegung zwischen Radscheibe und Felge begrenzen. Die An schläge sind mit Hilfe von Muttern 43 und Schrauben 44 abnehmbar an der Leiste 22 be festigt, so dass sie zum Zusammenbau und Auseinandernehmen des Rades entfernt wer den können.
Die beschriebene Konstruktion ist einfach und zweckmässig, wirtschaftlich in der Erzeu gung und selbst für hohe Anforderungen ge nügend fest und wirksam. Sie ermöglicht die Verstellung der Spurweite über einen grossen Bereich, insbesondere da sie eine Umkehrung der Räder gestattet. Infolge der Verwendung der im Abstand stehenden Leisten 22, die sich nur über einen Teil des Umfanges erstrecken, wirkt die Konstruktion praktisch selbstreini gend und neigt kaum zum Verlegen und Ver klemmen.