Auf Infrarot-Strahlung ansprechende Vorrichtung DievorliegendeErfindungbetriffteine auf Infrarot-Strahlung ansprechende Vorrichtung, die zur Feststellung von Infrarot-Strah- lung, infrarotempfindliche photoelektrische Zellen, wie z. B. Zellen, die Bleisulfid als infrarotempfindliches Material enthalten, verwendet.
Wenn eine Vorrichtung mit infrarotempfindlieher elektriseher Zelle für die Feststellung infraroter Strahlung einer bestimmten, solche Strahlen aussendenden Quelle empfäng- lieh gemaeht werden soll, d. h. wenn die Vor richtung dazn bestimmt ist, das Auftreten einer rbertemperatur, wie sie z.
B. vor dem Auftreten von Feuer oder dergleichen in Erscheinung tritt, anzuzeigen, ist es wichtig, dass die Vorrichtung, wenngleich sie auf die hohe Temperatur solcher Strahlenquellen anspricht, nieht auch auf Wechsel der Umgebungstem- peratur anspricht, insbesondere nicht auf solehe Wechsel, die beim Auftreten von sehr heissem Wetter zu erwarten sind und Bedingungen schaffen k¯nnen, die zu falschem Alarm durch den Apparat führen würden.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfin dung, eine infrarotempfindliehe Alarmvor- riehtung zu sehaffen, die gegen die falsche Angabe durch zur vorgesehenen Strahlenquelle fremde Quellen von Wärme und Licht weit gehend gesichert, ist.
Nach der vorliegenden Erfindung ist die auf Infrarot-Strahlung ansprechende Vorrich- tung mit. einer infrarotempfindlichen Zelle, die so angeordnet ist, dass sie von der Strahlung einer Strahlenquelle beaufsehlagt wird, und mit Mitteln zur Verstärkung der Aus gangsgrössen der Zelle versehen.
Die Vorrich- tung nach dieser Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite gleiche Zelle in einem Ausgleichskreis vorgesehen ist, der mit dem Eingangskreis der Mittel zur Verstärkung verbunden ist, derart, dass in beiden Zellen auftretende WiderstandsÏnderungen, die von ¯nderungen der Temperatur oder der Beleuchtung der Umgebung herrühren, praktisch keine Änderung der Verstärker-Eingangs- spannung bewirken, so dass der VerstÏrker praktiseh nur auf die Strahlen der genannten Strahlenquelle anspricht.
Das Schaltbild für ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der beigefügten Zeich nung veranschaulicht.
In der Zeichnung ist der Verstärker mit zwei in Kaskade geschalteten beheizten Elek- tronenröhren Vr und V2 versehen. Die infrarotempfindliche Hauptzelle I ist zwischen Git- ter und Kathode der R¯hre V, angeschlossen.
Zelle 1 ist die infrarotempfindliche Zelle, die auf die Strahlung einer Infrarot-Strahlen aussendenden Quelle ansprechen soll. Eine infra rotempfindliehe Hilfszelle 2 ist mit der Zelle I in einem Ausgleiehskreis an den Eingang der R¯hre V1 gelegt, wobei eine Klemme der Zelle 2 mit dem Gitter der R¯hre Vj und die. andere Klemme, wie gezeigt ist, mit der positiven Klemme 3 einer Spannungsquelle verbunden ist. Diese Spannungsquelle ist über einen üblichen Anodenwiderstand 4 mit der Anode der Röhre Vj verbunden.
Die Anode der R¯hre Vi ist au¯erdem unter Anwendung einer normalen Widerstandskopplung 5 mit dem Bitter der R¯hre V2 und die Anode der Rohre V2 ber ein Relais 6 mit dem positiven Pol der Anodenspannungsquelle verbunden und dient so dazu, ein Anzeige-oder Warngerät im Kreis 7 wu betätigen.
Wenn Strahlen einer Strahlenquelle mit hoher Temperatur, z. B. die Strahlen der Sonne oder einer sonstigen Lichtquelle, auf die beiden Zellen gelangen, wird ein betrÏchtlicher Teil der einfallenden Strahlung durch das Filter 8 der Zelle 1 abgehalten. Die relative Empfindlichkeit der beiden Zellen wird dann dureh den Parallelwiderstand 10 der Zelle 2 so eingestellt, dass die durch die genannten Strahlen sieh ergebenden Wider- standsänderungen in den beiden Zweigen des Stromkreises gleich sind. Dadurch tritt im Potential des Gitters der R¯hre V1 keine ¯nderung ein.
Wenn non eine Strahlung von einer Strah lenquelle mit niedriger Temperatur, z. B. mit 100 C, auf die beiden Zellen fällt, hÏlt das Filter der Zelle 1 nur wenig Strahlen zur ck.
Dadurch wird bei der empfindlichen Einstel Iiing der beiden Zellen die Widerstandsände- rung im Zweig mit der Zelle 1 bedeutend grösser als im Zweig mit der Zelle 2. Das bewirkt eine Anderung des Potentials am Gitter der R¯hre Vt und die Änderung des Anodenstromes verringert den Strom durch die R¯hre V, und bewirkt, dass das Relais 6 entregt wird und dadurch den Alarmkreis 7 sehliesst.
Wenn es sich um eine Strahlenquelle handelt, die nur intermittierend wirksam wird, kann die Widerstandskopplung 5 ersetzt werden durch eine Widerstands-Kapazitätskopp- lung, deren Kondensator und Anschlu¯leitungen zum Kondensator gestrichelt angedeutet sind.
Bei der beschriebenen Vorrichtung ist also eine infrarotempfindliche Zelle, die auf die Emission infraroter Strahlung einer vorbe stimmten Quelle ansprechen soll, in Serie zu einer Quelle elektrisehen Potentials in einen Ausgleiehskreis mit einer gleichen zweiten oder lIilfszelle an den Eingangskreis eines VerstÏrkers, insbesondere eines solehen mit Glühkathodenrohren, so angeschlossen, dass eine in beiden Zellen auftretende Widerstands- änderung, die von ¯nderungen der urge- bungstemperatur oder der Lichtintensität her- r hrt, keine merkliche Änderung im Eingangs- kreis des Verstärkers bewirkt, so dass die Zelle,
die auf die Strahlung einer bestimmten Quelle ansprechen soll, f r die Strahlung dieser Quelle empfindlieher ist als die andere Zelle, so dass bei der Aussendung von Stras- len durch die vorbestimmteStrahlenquelleim Eingangskreis des VerstÏrkers eine wirksame Änderung hervorgerufen und so im Ausgangs- kreis des Verstärkers ein Ansprechen bewirlt wird.
In der besehriebenen Vorrichtung ist vor der erstgenannten Zelle ein Filter eingesetzt, das gestattet, nur einen verhältnismässig schmalen Spektralbereich dieser infraroten Strahlen, die von der vorbestimmten Quelle kommen, zur Zelle gelangen zu lassen. Statt ein Filter vorzusetzen, kann die Zelle, die auf die Strahlung der vorbestimmten Strah- lenquelle anspreehen soll, auch durch Abschir- men gegen andere mogliehe Strahlenquellen f r die vorgesehene Strahlung wirksamer gemacht werden, wobei die zweite Zelle ohne Abschirmung bleibt.
Die beiden Zellen werden vorzugsweise so angeordnet, da¯, abgesehen von dem mit der ersten Zelle verbundenen Filter, beide Zellen Strahlen aus dem gleichen Raumaussehnitt erhalten, von dem die Strahlung der vorbe stimmten Strahlenquelle erwartet wird.
Wenn es wünschenswert ist, können natür- lich weitere VerstÏrkerkreise benutzt werden.