Elektromagnetisch betätigte Kupplung Die Erfindung bezieht sich auf eine elektro- magnetisch betätigte Kupplung in der An- triebsvorriehtung mechanischer Pressen.
Bei bekannten magnetisch betätigten Kupplungen für andere Zwecke laufen der vom Elektromagnet gesteuerte, den Kupp lungsvorgang einleitende Anker und im all gemeinen auch der Magnet selbst. mit einer anzukuppelnden Welle um. Der Magnet wird über Schleifkontakte mit Strom gespeist. Für Pressen eignen sich derartige Kupplungen nicht.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, dass zum Einrücken der Kupplung ein Elektromagnet vorgesehen ist, zum Ausrücken aber Federn und. dass der Elektromagnet orts fest und sein Anker verschiebbar, aber nicht drehbar ist, sowie darin, dass ein Bolzen, durch dessen Axialbewegung die Kupplung betätigt wird, mit der anzukuppelnden Welle unverdrehbar, aber axial; verschiebbar ver bunden und in dem Anker drehbar gelagert ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 ist ein Schnitt in Achsrichtung der anzukuppelnden Welle durch eine erfindungs gemäss ausgebildete Pressenkupplung in Sehliessstellung, Fig.2 ein durch die Exzenterwel,le der Presse gelegter, vereinfachter Teilquerschnitt in grösserem Massstab, in Fig. 1 von links her gesehen.
Fig.3 zeigt einen Schaltplan der Strom kreise des elektrischen Kupplungsmagneten. Fig.4 ist eine Schaltskizze des Steuer stromkreises, und Fig. 5 ist eine Schaltskizze des Magnetspu- lenstromkreises.
lylechanischer <I>Teil</I> In dem Eressenkörper 1 ist unter Zwischen lage einer Laufbüchse 2; eine Exzenterwelhe 3 gelagert, die mit ihrem in Fig. 1 rechten Ende in ein an dem Pressenkörper angebautes, öff- nungen 4 zum Beobachten der Kupplung auf weisendes Kupplungsgehäuse 5 hineinragt. Auf der Welle 3 ist ein während des Betriebes ständig angetriebenes, zugleich als Schwung rad oder Zahnrad benutztes Rad 6 unter Zwischenlage einer Laufbüchse 7 drehbar angeordnet.
Von ihm aus ist die Welle 3 über die im folgenden beschriebenen Teile bei Schliessstellung der Kupplung angetrieben.
Dass Rad 6 ist mit einem Kranz _ 70 ver sehen, der innen bei ss verzahnt ist und in dessen Zähnen Lamellen 9 in Richtung der Achse der Welle 3 verschiebbar gehalten sind. Von einem auf Welle 3, zum Beispiel mittels eines Keils 10 befestigten Lamellenfuss 11, der auf seinem Umfang bei 12 wiederum ver zahnt ist, sind weitere Lamellen 13, ein an seinen Stirnflächen Lamellen 14, 14' bilden- der Druckring 15 und eine Lamelle 16 ver schiebbar angeordnet. Die Lamellen 9 ragen zwischen die Lamellen 1<B>3</B>, 14.
Zwischen je zwei Lamellen ist ein Reibungsbelag 17 gelegt; er kann auf den am Kranz 70 oder auf den am Fuss 11 angebrachten Lamellen befestigt sein. Das Kupplungsgehäuse 5 besitzt auf einem Ansatz 18 eine Verzahnung 19, in der ebenfalls eine Lamelle (Korblamelle) 20 ver- sehiebbar gehalten ist. Sie ragt zwischen die Lamellen 14' und 16 hinein. Auch hier ist zwischen die Lamellen Reibungsbelag 17' ge legt, der auf den am Fuss 11 angebrachten Lamellen oder auf der am Ansatz 18 ange ordneten Lamelle befestigt sein kann. Sämt liche auf dem Fuss 11 angeordneten Lamellen sind mittels zweier auf Gewinde 21, 21' auf geschraubter Ringscheiben 22., 22' gegen Her ausgleiten-gesichert.
Durch die beiden Schei ben wird der Hub des weiter unten zu be schreibenden Ankers 35 begrenzt, insbesondere kann durch Nachstellen der Scheibe 22, dafür gesorgt werden, dass der zwischen Anker und Magnet befindliche. Luftspalt im wesentlichen konstant bleibt, und es kann vermieden wer den, dass der Anker auf den Magnet schlägt.
Welle 3 hat eine Bohrung 23, in der ein Kupplungsbolzen 24 verschiebbar ist. In .eine Querbohrung 25 dieses Bolzens ragen zwei oder mehrere an dem Fuss 11 bei 26 ange- lenkte Schwenkhebel. 27, 27' mit ihren abge rundeten Ansätzen 28 hinein. Mit den andern Enden greifen die Hebel an dem Druckring 15 bei 29 an. Die Arme 27 sind wesentlich länger als die Arme 2'7', so d'ass bei der zu übertragenden Bewegung des Bolzens 24 auf den Druckring 1.5 mit grossem Übersetzungs verhältnis gearbeitet werden kann.
Der Bolzen 24 weist einen abgesetzten Teil 30 und einen mit Gewinde versehenen Teil 33 auf. Eine Büchse 32 ist auf dem Bolzenteil 33 zur Einstellung der Lage des Bolzens 24 zu einem Anker 35 ein- und aussehraubbar angeordnet und durch eine Gegenmutter 34 gesichert. Das innere Ende der Büchse 3? ist flanschartig ausgebildet und liegt an einem Kugellager 31 an.
Auf dem in Richtung der Achse des Bolzens 24 beanspruchten Kugel- lager 31 ist der scheibenförmige Anker 35 gelagert, der vön einem flachen, aus Windun gen 36 und einem Ring 37 bestehenden, topf- förmigen Magnet angezogen werden kann. Dieser ist in einem, ihm angepassten, auf dem Gehäuse 5 aufgesetzten Deckel 38 unterge bracht, der auch das Ausrücken bewirkende Wendelfedern 39 enthält..
Die Federn, die sich zwischen dem Anker 35 und' die Einstellung ihrer Vorspannung ermöglichenden, in den Deckel 38 eingeschraubten Schrauben 40 ab stützen, sind um die .Schäfte von Schrauben 41 gewickelt. Die Schrauben 41 sind in einer axialen Bohrung der Schrauben 40 geführt, die einen Anschlag für die Köpfe der Schrau ben 41 bilden, :durch den die unter der Wir kung der Federn 39 in Fig. 1 nach links ver laufende Auskuppelbewegung des Ankers 35 begrenzt wird.
An dem Anker 35 ist ein durch eine Öf t nung 43. des Deckels 3,8 nach aussen ragender Zeiger 44 befestigt, mittels dessen auf einer zugehörigen Skala. 45 die jeweilige Stellung des Ankers 35 abgelesen werden kann. Mit dieser Anzeigevorrichtung lässt sich insbe sondere die Stellung des Ankers<B>3</B>5 und damit bei geschlossener Kupplung die Tiefe des Luft spaltes 46' einstellen und überprüfen.
Der Magnetspalt wird durch Verdrehen der Büchse 32 auf dem Gewinde 33 so ein gestellt, dass er bei angezogenem Anker ein Minimum annimmt, ohne gegen das Spulen- gehäuse 37 zu schlagen. Die Gegenmutter 34 sichert diese Einstellung der Büchse 3'?.
Welle 3 trägt ein Zahnrad 46, das mit einem Zahnrad 47 gleicher Zähnezahl in Ein griff steht, auf deren Welle 48 eine in ihrer Winkelstellung einstellbare Kurvenscheibe 49 angebracht ist. Die Kurvenseheibe 49 (Fug. '? ist. mit durch Langlöcher 53 hindurchgrei fenden Schraubenbolzen 54 auf einer mit. der Welle 48 fest. verbundenen Scheibe 5.5 be-, festigt, ihr Einstellbereich ist.
durch die Länge der Löcher 53 begrenzt. Von der Kurven scheibe aus wird über eine auf ihr ablau- fende Rolle 50, ein im Stromkreis des Magneten liegender .Schalter 51 geschlossen, sobald die Erhebung 52 der Scheibe 49 unter der Rolle 50 hindurchgegangen ist.
In Fig.:2 sind die Teile 46 bis 55 hinter einem Querschnitt durch den den Pressenstössel 60 unter Zwischenschal tung einer Laufbüchse 61 tragenden Exzenter 62 ztt sehen, der seinerseits auf einem exzen trischen Abschnitt 63 der Exzenterwelle 3 drehfest, winkeleinstellbar angeordnet ist..
Die Bauart nach der Erfindung lässt sich besonders wegen des nicht drehbaren Ankers einfach ausführen. Da der Magnet ortsfest angeordnet ist, werden Schleifkontakte ent behrlich. Weiter kann auf besondere Zusatz bremsen, zum Beispiel luft- oder flüssigkeits gesteuerte Reibungsbremsen oder gezahnte Haltesegmente verzichtet werden, wie sie bei bekannten Kupplungen notwendig sind, bei denen wegen des zusammen mit den andern Kupplungsteilen umlaufenden Magneten mit Anker grosse Massen abzubremsen sind.
Es reicht eine normale Bremse, zum Beispiel die beschriebene durch Lamellen gebildete Rei bungsbremse, aus, um die umlaufenden Teile in beliebiger Stellung genügend rasch anzu halten und gleichzeitig bei unvorhergesehener Stromunterbrechung die Maschine stillzu- setzen.
Bei der in Fig.1 gezeichneten Schliess stellung der Kupplung steht der sieh nicht drehende Anker 3,5 unter der Wirkung des erregten Elektromagneten 36, 3,7, der bestrebt ist, den Anker in Fig. 1 nach rechts zu ziehen. Von der Stellung des Ankers ist die axiale Lage des über die Hülse 32 und das Kugel lager 31 im Anker 35 gehaltenen, sieh mit der Hülse 32 drehenden Bolzens 24, 30 abhängig, der bei geschlossener Kupplung so in Fig.1 nach rechts gehalten ist, dass über die in den Bolzen ?4 eingreifenden Schwenkhebel ?7 und deren Arme 27' der Druckring 15 so weit in Fig.l nach links verschoben ist,
dass die Lamellen 9, 13, 14 mit den Belägen 17 Rei- bun,-sschLuss haben. Die Lamellenbremse 14', '10, 16, 17' ist, in dieser Stellung gelüftet. Wird der Magnet 36 37 abgeschaltet, so schieben die Wendelfedern<B>29</B> den Anker 315 und mit ihm über die Hülse 32 den Bolzen 30, 24 in Fit. 1 nach links, so dass über die Schwenk hebel<B>27</B> und deren Arme 2-7' die Lamellen- kupplung 9, 13, 1-1, 17 gelöst und die Bremse l4', 2,0, 16, 17' angezogen wird,
bis durch erneutes Erregen des Magneten 36, 3'7 die Kupplung wieder geschlossen und die Bremse gleichzeitig gelüftet wird.
Dadurch, dass die Vorspannung der Aus- rüekfedern <B>39</B> zum Beispiel mittels Stell schrauben 40- :einstellbar ist, lassen sieh die Ausrückgeschwindigkeit und gegebenenfalls die Bremskraft einer :der im Anschluss an das Ausrücken wirksam werdenden Bremse regeln.
Der Luftspalt zwischen Magnet und Anker und der Ankerhub können durch die Scheibe 212 einerseits und durch Verstellen der Büchse 32 anderseits so nachgestellt werden, dass die beiden Endstellungen des Ankers stets die selben sind und daher die wirksame Anzie hungskraft des Magneten unabhängig vom Verschleiss stets gleich gross gehalten ist.
Mit Hilfe des an dem Anker 35 befestigten Zeigers 44 und der Skala 45 lä,sst sieh leicht feststellen, ob der Luftspalt zwischen Magnet und Anker etwa infolge Abnützung der Rei bungsfläche kleiner als erwünscht geworden ist-, so dass die Gefahr bestünde, dass der An ker beim Einkuppeln auf den Magnet schlägt. In diesem Fall ist die Kupplung mit Hilfe der bereits :erwähnten Nachstelleinrichtungen einzustellen.
Elektrischer <I>Teil</I> Der Elektromagnet ist so gebaut und sein Ankerhub ist so gewählt, dass die zwischen dem .Schliessen des Spulenstromkreises und dem Einrücken der Kupplung verstreichende Ansprechzeit möglichst kurz ist. Aus diesem Grunde ist ein Magnet verwendet, der bei vor gegebener Erregung (Amperewindungszahl) ein kleines Verhältnis Selbstinduktion zu Ohm- schem Widerstand hat, das heisst der eine kleine Zeitkonstante hat.
Dies bedeutet, dass der Ohmsche Wider stand der Spule möglichst gross ist und dass die Selbstinduktivität der Spule möglichst klein gehalten ist, zum Beispiel durch zweck mässige Ausgestaltung des Wicke9!raumes und/ oder dadurch, dass sie nur wenige Windungen aufweist. Bei gegebenem Magneten ist die Ansprechzeit um so kürzer, je grösser die an den Spulenstromkreis angelegte Spannung ist.
Bei einer zweckmässigen Ausführung der erfindungsgemässen Kupplung ist der Wider stand des Spulenstromkreises, zum Beispiel durch Einschalten eines Vorwideratandes, zum Beispiel eines Vorwiderstandes, der fünf mal so gross ist wie der Spulenwiderstand, erhöht. Durch Steuerstromkreise wird die Kupp lung so gesteuert, dass beim Abschalten der Stössel der Presse in der Abwärtsbewegung sofort und in der Aufwärtsbewegung im obern Totpunkt anhält.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung, ver gleiche besonders den Schaltplan Fig. 3, worin 1-VIp den lIittelpol oder Nulleiter be deutet, wird der Stromkreis der Magnetspule durch ein Schaltschütz geöffnet, dessen Kon taktpaare hintereinandergeschaltet sind.
Damit die Zeit, die das :Schütz zum Einschalten braucht, nicht die Schaltzeit des Magneten verlängert, wird der Elektromagnet nicht über das Schaltschütz eingeschaltet, sondern über ein Kontaktpaar, das zusätzlich in den Strom kreis der Magnetspule eingeschaltet ist und nur zum Einschalten der Magnetspule dient.
Ein Transformator T1 zur Speisung des Steuerstromkreises und ein Gleichrichter GI i zur Speisung des Magnetspulenstromkreises werden durch den Hauptschalter .S1 an .Span nung gelegt und können durch Brücken U auf 2;20 V und 380 V Betriebsspannung geschaltet werden. Eine Signallampe L1 leuchtet bei ein geschaltetem Hauptschalter S1.
Der Pressenmotor M wird durch ein Schütz S'2 eingeschaltet, dessen Hauptkontakte in der Speiseleitung des Motors liegen und das einen in den eigenen Erregerkreis eingeschalteten Nebenkontakt s2" aufweist.
In der Speiseleitung des Motors liegt noch ein Thermorelais <I>Bi,</I> dessen Kontakt bi den Erregerkreis des Schützes S2 unterbricht und damit den Motor selbsttätig abschaltet, wenn in der Speiseleitung ein zu hoher .Strom fliesst, zum Beispiel bei Überlastung der Presse oder bei Kurzschluss im Motor. Die Motorspeiseleitung sowie die Ein- und Ausgänge des Transformators T1 und des Gleiehriehters Gli sind abgesichert..
Die 'Sekundärwicklung des Transformators T1, deren Enden mit. 0 und 42 bezeichnet sind, hat einen Abgriff 24, an den die Lampen L2, L3, L4, die die Stellung der als Sehlossschalter ausgebildeten Wahlschalters < l, B,<I>C, D</I> anzei gen und d'ie Signallampe L" angeschlossen sind, die brennt, -solange das Motorschütz S2 unter Spannung steht.
Der Wahlschalter A, B,<I>C, D</I> hat vier Kön- taktarme, die den'Sehaltstellungen Aus (1), Fusseinzelhub (?), Handeinzelhub (3), Fussdauerlauf (4) entsprechend betätigt werden. A, B,<I>C, D</I> sind vier starr gekuppelte, zum Beispiel auf derselben Schaltwelle: ange- ordnete oder mit einer Nockenwelle aus einem Stück bestehende Schaltnocken. Von dem in Fig. 3 gezeichneten Schloss 65 aus werden sie zugleich jeweils um 90 weitergeschaltet., wobei die Drehung im oder entgegen dem Uhrzeiger sinn erfolgen kann.
In Fig.4 sind bei den Kontakten @1, B, C, D die Schaltstellungen in arabischen Ziffern angegeben, bei denen der Kontaktarm auf dem betreffenden Kontakt ruht. Der Wahlschalter kann durch Abziehen des Schlüssels in allen vier Sehaltstellungen so verriegelt werden, dass eine Änderung von unbefugter Hand nicht möglich ist..
Das Ende 42- der Sekundärwieklung des Transformators T1 (siehe auch Fig. 4) ist über die Ruheseite des Umschaltkontaktes r1 mit dem einen Ende der Erregerwicklungen der Wechselstromrelais R3, R4, und der Schütze S2, S3 unmittelbar verbunden, während in die entsprechende Zuleitung zum Relais R2 noch ein Arbeitskontakt r3 eingeschaltet ist.
Das Ende 0 der Sekundärwicklung des Trans formators T1 ist mit dem Kontakt D des Wahlschalters und über die Lampe L7 mit der Arbeitsseite des Umschaltkontaktes r1 verbun den.
In den Schaltstellungen 2, 3, 4 ist. der Kontakt D geschlossen, so da.ss die Klemme 0 an dem Kontaktarm des Umschaltkontaktes des Wahlschalters, an dem Steuerwalzenkon- takt w"l, an dem Arm des Umschaltkontaktes r4 und über den in Ruhestellung geschlossenen Schalter ans für den Motor an dem Arbeits kontakt. s2" liegt.
Der mit dem Schalter D verbundene Kontaktarm des Sehalters A liegt in den Stellungen 1, 2 und -1 des Wahlschal ters an dem Kontakt 13 des in Ruhestellung offenen Fussschalters F und dem Kontaktarm des Schalters C, der in Schaltstellung 1, 2 und 3 mit der Lampe L2 und in der Schalt stellung 4 des Wahlschalters mit. der Lampe L4 verbunden ist. Die anders .Seite 14 des Fuss schalters<B>F</B> ist mit dem Kontaktarm des Um sehalters B verbunden, der in Schaltstellung-1 des Wahlschalters an dem noch nicht erwähn ten Wicklungsende des Relais R4 liegt.
In Schaltstellung 3 ist. der Kontaktarm des Schalters A unmittelbar an dem andern Ende der Erregerwicklung des Relais R2 mit dem in Ruhestellung offenen. Handschalter, Stel lung (3), Leitung 8 in Fig.3 und mit der Lampe L3 verbunden. Der Kontaktarm des Schalters B ist in den Stellungen (1), (2), (3) mit der andern Seite des Handschalters und mit, dem Kontaktarm des Umschaltkon taktes r3 verbunden, dessen Ruheseite mit der Erregerwicklung des Schützes S3, der andern Seite des Walzenkontaktes ia"i und der Ar beitsseite des Umschaltkontaktes r4 verbunden ist.
Von der Arbeitsseite des Umschaltkontak tes r2" führen Leitungen zum noch nicht erwähnten Ende der Relaisspule R3 und zum Walzenkontakt ic!"b. An die Ruheseite des Um schaltkontaktes r4 ist die andere Seite des Walzenkontaktes it"ab und der in Ruhestellung offene Schalter ein für den Motor ange schlossen. Die andere Seite des Schalters ein ist über den Kontakt bi mit dem andern Spulenende .des .Schützes.@l#z, mit. der Lampe L,, und mit dem Arbeitskontakt s2 verbunden.
Die Kondensatoren C6, C7 und C8 sind als Funkenlöschkondensatoren geschaltet. Der in Fig.5 dargestellte Magnetspulen- stromkreis ist an den Gleichrichter Gll ange schlossen, dessen eine Ausgangsklemme un mittelbar mit der Magnetspule 3,6 verbunden ist. Parallel zu der Magnetspule 36 liegen ein Widerstand W3 und die Glättungskondensa- toren C4 und C5, wobei zwischen die letzteren in die Zuleitung zur Magnetspule der Vor- widerstand W2 eingeschaltet ist, dessen Wi derstand einstellbar sein kann. Im vorliegen den.
Ausführungsbeispiel ist der Vorwider- stand jedoch nicht einstellbar, damit der Vorwiderstand nicht von unbefugter Hand geändert werden kann. Dadurch sind auch die Schäden verhindert, die entstehen können, wenn der Vorwiderstand ohne gleichzeitige Änderung der Betriebsspannung geändert wird.
Die günstigste Ansprechzeit des Magne ten ergibt sich, wenn der Widerstand W2 etwa fünfmal so gross ist wie der Ohmsche Widerstand der Magnetspule 36 ist. Das Ende des Widerstandes W2 ist mit der Klemme des Gleichrichters über drei hintereinandergeschal- tete Hauptkontakte s31, des. Schaltschützes S3 verbunden, die zum Abschalten des Magneten gleichzeitig geöffnet werden.
Parallel zu den Schutzkontakten s31, liegt ein Zweig, der aus einem Arbeitskontakt r2 und einem mit ihm in Reihe liegenden, in Ruhestellung offenen Handschalterkontakt H besteht. Parallel zu jedem Einzelkontakt sh, liegen Funkenlösch- kondensatoren Cl, C2 und C'3 .die den Vorteil haben, ein schnelles Löschen der vor allem beim Abschalten des Elektromagneten an den Kontaktpaaren entstehenden Lichtbogen zu be wirken.
Eine Vorrichtung, die eine schlechte Isola tion der Kondensatoren C1 und C2 anzeigt, besteht aus Leitungszweigen, die zwischen dem ersten und dem zweiten und: zwischen dem zweiten und dem dritten der hintereinander geschalteten Kontakte sah abzweigen und zur andern Zuleitung der Magnetspule führen. Jeder Zweig enthält einen Ruhekontakt s3", die Nebenkontakte des Schützes S3 sind und ungeöffnet sind, wenn die hintereinander geschalteten Hauptkontakte sah geschlossen sind.
Der eine Zweig enthält ausserdem eine Lampe L6, der andere Zweig noch die Erreger wicklung des Relais R1. Dadurch, dass im Magnetspulenstromkreis mehrere, zum Bei spiel drei Kontaktpaare hintereinanderge- schaltet sind, die zum Abschalten des Ma gneten gleichzeitig geöffnet werden, ist die Gefahr beseitigt, dass der Magnetstromkreis geschlossen bleiben könnte, wenn er unter- brochen werden soll. Wenn nämlich das Ab schalten nur durch ein Kontaktpaar erfolgen würde, so würde,
wenn .der Funkenlöschkon- densator dieses einen Kontaktpaares einen Kurzschluss besitzt., dieses Kontaktpaar den Magnetstromkreis nicht mehr unterbrechen, so dass der Pressenstössel unvorhergesehen durchlaufen würde. Das ist nicht mehr denk bar, wenn mehrere, zum Beispiel drei Kontakt paare mit je einem Funken-Löschkondensator hintereinandergeschaltet sind, denn es ist ganz unwahrscheinlich"dass bei allen drei Kontakt paaren derselbe Fehler gleichzeitig auftreten würde.
Die Anzeigevorrichtung und die Sicher heitsvorrichtung arbeiten auf folgende Weise Wenn die Isolation .des Kondensators Cl ungenügend wird, so bekommt die als rotes Warnlicht im Schaltschrank angeordnete Lampe L6 über den Kondensator Cl und den Ruhekontakt s31, Spannung und leuchtet auf. Die Presse kann noch gefahrlos weiterarbeiten, auch wenn zusätzlich noch der Kondensator C3 schadhaft werden sollte.
Wenn zusätzlich zu einem schadhaften Kondensator C1 noch die Isolation des Kondensators C2, ungenü gend wird, so wird bei geöffneten Kontakten s3n das Relais R1 über C1 und C2 und den Ruhekontakt s3n erregt. Dadurch wird über den Umschaltkontakt r1 der Steuerstromkreis abgeschaltet und die ebenfalls als Warnlicht im .Schaltschrank befindliche Lampe L7 ein geschaltet.
Im folgenden wird die Wirkungsweise der Steuerung .der Kupplung beschrieben, wobei vorausgesetzt ist, dass der Stössel an seinem obern Totpunkt. stillgesetzt ist und daher die Kontakte wab und u"" offen sind-.
Bei Stellung aus (.Stellung 1) des IATahlschalters ist der Steuerstromkreis durch den Kontakt. D abgeschaltet, die Schütze S2 und S3 sind stromlos und daher auch der Magnetspulenstromkreis und der Motor i11.
In den Stellungen 2., 3, 4 des Wahlschal ters kann der Motor lIl durch Drücken des Schaltknopfes ein , das heisst durch eine Erregung des .Schützes S2 eingeschaltet wer den. Bei gedrücktem Einschaltknopf wird das Schütz S2 über bi erregt, wodurch der Motor stromkreis geschlossen wird. Ausserdem schliesst das Schütz S'2 seinen Nebenkontakt. sei" 'so dass es sich über diesen eigenen Kon takt und den Schaltknopf aus selbst hält.
Wird der aus gedrückt, so unterbricht er den Erregerkreis des Schüt- zes S2. Das abfallende .Schütz S2 öffnet den Motorstromkreis und auch den Nebenkontakt S2n, so dass der Erregerkreis geöffnet bleibt, wenn der Ausschaltknopf losgelassen wird.
Bei Stellung Fusseinzelhub (Stellung 2 des Wahlschalters wird durch Drücken des Fussschalters über A, B, r3" das Schütz S3 erregt, das den Magnetstromkreis schliesst, so dass die Kupplung einrückt. Bei eingerück ter Kupplung dreht sich die Steuerwalze 49 mit, so dass die Kontakte wab und ia", des Schalters 51 bei der des Stössels schliessen.
Der Sehalter 5 1 über nimmt bei jedem Aufwärtsgang des Pressen- stössels die Stromzufuhr zum Magneten, die während des Abwärtsgangs von der Hand bedienung abhängig ist. Dies entspricht der in vielen Ländern geltenden Vorschrift, dass die Bedienung bei Einzelhubbetrieb derart eingerichtet sein muss, dass der Arbeiter beide Hände auf Scha:ltgl.ieder auflegen muss, sei es auf Schaltknöpfe oder sei es auf Druck knöpfe, so dass er keine Hand frei hat, mit der !er unter den abwärtsgehenden Pressen stössel greifen könnte.
Diese Sicherung braucht ; aber nur während des gefährlichen Abwärts gangs wirksam zu sein, danach kann der Arbeiter die Hände wegnehmen und sie an derweitig gebrauchen, zum Beispiel zum Er greifen eines neuen Werkstückes, denn wäh- j rend des Hochgehens des Pressenstössels kön nen ihm :die Hände, wenn er sie unter den Stössel hält, nicht mehr verletzt. werden. Des halb kann und muss während des Hochgehens des Stössels die Stromzufuhr zum Magneten 36 unabhängig von den Handschaltern selbst tätig weitergehen. Hierzu dient der Schalter 51.
Durch die Verstellbarkeit der Steuer walze 49 ist der Zeitpunkt, zu welchem der Schalter 51 die Stromzufuhr zum Magneten 36 von der Handbedienungsschaltung her übernimmt, einstellbar. Dies gilt auch, wenn statt oder ausser der Unfallsicherung durch den Zwang zum Auflegen beider Hände auf zwei getrennte Schaltmittel F'ussbedienungs- schalt.er vorgesehen wären, wobei auch die Fussschalter nur während des Abwärtsganges des Stössels wirksam zu sein brauchen.
Da durch ist das Relais R3 über r4 erregt, so da.ss der Umschaltkontakt r"" die Verbindung des Schützes S 3 zum Fusskontakt unter bricht, das über den Kontakt w .d erregt bleibt. Das Relais R3 fällt. erst wieder ab, wenn der Walzenkontakt tcab geöffnet ist., also wenn der Stössel in seiner obern Totpunktlage ange- kommen ist.
Das Schütz S3 kann erst bei abgefallenem Relais R3, das heisst über die Ruheseite des Kontaktes r3' erregt werden. Dadurch ist verhindert, dass die Kupplung wieder eingerückt werden kann, bevor der Stössel zur Ruhe gekommen ist.
Bei der Schaltstellung Handeinzelhub (Stellung 3) des Wahlschalters ist an Stelle des Fussschalters F der Handschalter II in den Erregerkreis des Schützes S3 eingeschal tet. Beim Drücken des Handschalters erfolgt das gleiche wie bei .Stellung ("?) beschriebene Arbeitsspiel. Zusätzlich ist, jedoch über A und den Ruhekontakt r3 das Relais R., er regt, das den Kontakt r2 im Magnetstrom kreis schliesst.
Beim Drücken des Hand schalters II wird daher die Magnetspule un mittelbar über r2 und<I>H,</I> W2 erregt, so dass die Schaltzeit des Schützes S3 nicht die An sprechzeit des Magneten verlängert.
Der Ruhekontakt r.' öffnet. sich bei Er regung des Relais R3, so dass auch wieder verhindert ist, dass die Kupplung eingerückt wird, bevor der Stössel zur Ruhe gekommen ist.
Bei Schaltstellung Fussdauerlauf (Stel lung 4-) des Wahlschalters wird beim Drücken des Fussschalters F über A, B das Relais R4 erregt, das über die Arbeitsseite des Um schaltkontaktes r4 das Schütz S3 unmittelbar einschaltet. Das Relais S3, ist so lange erregt, wie der Fussschalter gedrückt ist. Bei allen drei Schaltstellungen 21, 3-, 4 wird beim Los lassen des Fuss- bzw.
Handschalters die Kupp lung bei der Abwärtsbewegung des Stössels sofort ausgerückt, wenn der Steuerwalzenkon- takt w", offen ist, also wenn der Stössel in seiner obern Totpunktlage angekommen ist.
Da der Einschaltknopf das Motorschütz 8, über einen Ruhekontakt r4 einschaltet, so ist verhindert, dass in der Dauerlaufsehaltung der Motor M bei eingerückter Kupplung ein geschaltet werden kann.