Sterilisator für strömende Hüssiakeiten Das Desinfizieren oder Sterilisieren von Flüssigkeiten findet durch Zufuhr keimtöten der Energie züi der Flüffligkeit statt, wobei Ultraviolettgtrahlung <B>(UV-)</B> benutzt wird. Um die erforderliche Energie aufzunehmen, muss die Flüssigkeit während einiger Zeit der Strahlung ausgesetzt werden.
Es sind Geräte bekannt, die mit, mindestens einem UV-Straliler ausgerüstet. sind und bei denen die Flüssigkeit während der Dauer der Bestrahlung unbewegt. bleibt. Naelidem die Sterilität erreicht. worden ist, ist die Flüssig keit zum Gebrauch fertig- und kann in jedem beliebigen Augenblick in jeder gewünschten Menge abgezapft werden.
In Abhängigkeit von dem Gebrauch muss der Bestrahlungs raum, der gleichzeitig den Vorratsraum bildet, solche Abmessungen haben, dass er eine hin reichende -Menge Flüssigkeit enthalten kann, uni zwischen zwei Bestrahlungsperioden. dein maximalen Bedarf züi genüg,#en. Daher wird ein solches Gerät bald züi gross und die Wir kung ist durchaus nicht wirtschaftlich.
Andere bekannte Geräte, gründen sich auf die Zufuhr von Energie zu strömenden Flüs sigkeiten. Während der Zeit, in der die Flüs sigkeit in dem bestrahlten Gebiet verbleibt, kann sie schnell strömen -und eine lange Strecke zuriieklegen, aber sie kann auch in verhältnismässig langsamer Strömung den UV- Strahlern entlang geführt werden.
Diese Ge räte sind insbesondere zur ununterbrochenen Lieferung, des sterilisierten Produktes geeig net. Um die Entnahme nach Zeit und Menge regeln zu können, wurde ein solches Gerät auch an mindestens einen Vorratsbehälter an geschlossen, so dass das Bestrahlungsgerät selbst kleiner bemessen sein kann und vort,eil- hafter wirken kann-. Man kann jedoch die Ausbeute des Gerätes nicht an den Bedarf,. anpassen, da die Strahler nicht ausser Betrieb gesetzt werden können.
Wenn,<B>'</B> einem Gerät, das für strömende Flüssigkeit eingerichtet ist, nicht regelmässig Flüssigkeit entnommen wird, tritt dier Nachteil ein, dass bei der Wieder inbetriebnahme eine gewisse Durchströmung stattgefunden haben muss, bevor die Sicher heit vorliegt, dass die Sterilität wieder erzielt worden ist.
Beim Unterbrechen der Durch- strömung mischt sich nicht sterilisierte Flüs-z sigkeit mit der Flüssigkeit, die bereits lün- reichende Energie aufgenommen ha.t. Das sich bei unterbrochener Bestrahlung im Sterili- sator bildende Gemisch eignet sich nicht für den Gebrauch.
Die Erfindung bezweckt die Vorteile des Durehströmungsgerätes, die kleine Abmessun gen mit sieh bringen, mit den Vorteilen einer Vorratsbildung zu vereinen. Sie bezieht sich auf einen Sterilisator für strömende Flüssig keiten, bei dein der Nachteil, dass das Gerät zwischen zwei Zeitpunkten nicht, ausser Be trieb gesetzt werden kann, in denen sterili sierte Flfi & -igkeit entnommen wird, vermieden ist und bei denen die Abmessungen infolge des Vorhandenseins einer Vorratskammer nicht wesentlich grösser werden.
Gemäss der Erfindung ist der Sterilisatar derart ausge- bildet"dass die FlUssigkeit in einer Aufwärts- und einer Abwärtsströmung das Bestrahlungs- fel,d mindestens eines UV-Strahlers im Gerät durehläuft, und es ist an der Umkehrstelle der Strömung eine selbsttätig schliessende Klappe vorgesehen, die die Aufwärtsströmung unterbricht.,
nachdem die Abf Lihr von Flüs sigkeit beendet worden ist. Infolgedessen kann selbsttätig ein Raum für die desinfizierte Flüssigkeit von dem Raum getrennt. werden, in dem sieh Flüssigkeit befindet, die nicht oder ungenügend desinfiziert worden ist.. Die entgegengesetzte Bewegung der Flüssigkeit ermöglicht es, das Gerät derart einzurichten, dass die Flüssigkeit zweimal das von den Ultraviolettstrahlen bestrichene Gebiet durch <B>läuft.</B>
Das Gerät. nach der Erfindung eignet sich insbesondere zum Gebrauch bei medizinaler Behandlung, bei der in jedem beliebigen Augenblick sterilisiertes Wasser verlangt wird. Zur Durchführung einer bekannten Operationstechnik muss der Chirurg über einige Zehner Liter Wasser verfügen,<B>-</B> das, in kleinen Mengen von 2 bis<B>3</B> Liter für Spülun gen verwendet wird. Das Gerät kann un mittelbar an die bestehende Wasserleitung an geschlossen werden.
Die beiliegende Zeichnung zeigt sellema- tiseh einen Längsschnitt durch ein Ausfüh rungsbeispiel eines Gerätes nach der Erlin- dung.
Das Gerät besteht aus einem senkrecht an geordneten, zylindrischen Gefäss<B>1,</B> das an beiden Enden durch die Deckel 2 und<B>3</B> ver schlossen ist. Im Gefäss befindet sieh in ko axialer Anordnung ein zylindrisches Rohr 4 (zentrales Rohr), das sieh von dem Boden 2 her bis zu einem gewiesen Abstand von dem Deckel<B>3</B> erstreckt. Die Verbindung des zen tralen Rohres 4 mit dem Boden 2 ist wasser dicht. Der Raum innerhalb des zentralen Rohres steht somit mit dem übrigen Raum im Gefäss<B>1</B> nur durch die obere Öffnung<B>5</B> in Verbindung, die mit einer selbstschliessenden Klappe<B>6</B> versehen ist. Diese Klappe<B>6</B> ist, an einer Stange<B>7</B> befestigt, die bei<B>8</B> einen Dreh punkt hat.
Das andere Ende der Stange<B>7</B> trägt einen Schwimmer<B>9,</B> dessen Gewicht die Klappe<B>6</B> heraufbewegt, in welcher Lage die Öffnung<B>5</B> den Durchgang zwischen dem Raum innerhalb des zentralen Rohres 4 und dem Raum ausserhalb dieses Rohres frei lässt. Der Drehpunkt<B>8</B> liegt in einer Abstützung<B>10,</B> die ein Ganzes mit einer Kappe<B>11</B> bildet, die am Ende des Rohres 4 angebracht ist, und mit dem durch die Klappe<B>6</B> zu verschliessen den Durchlass <B>5</B> versehen ist.
Rings um das zentrale Rohr 4 ist eine Anzahl von Ultraviolettlampen 12 angeordnet. In der Zeichnung sind vier der sechs verwen deten Lampen dargestellt. Die Anzahl kann grösser oder kleiner sein; es ist vorteilhaft, die Anzahl derart züi wählen, dass ein gleieh- mässiger Gürtel von Ultraviolettlicht entsteht. Die Lampen sind in Fassungen<B>13</B> befestigt, die am Boden 2 und am Deckel<B>3</B> anoebracht sind. Die Stromzuführungsdrähte 14 sind mit durch die Wand hindurchgeführten Kontakt stücken verbunden.
Im Gefäss 2 sind einige Zwisellenwände <B>16</B> angebracht. Diese sind ringförmige Platten, die an der Zylinderwand des Gefässes 2 be festigt sind und eine Öffnung<B>17</B> aufweisen, innerhalb deren die Ultraviolettlampen 12 vorgesehen sind.
Die Wirkungsweise des Gerätes ist fol.gende: Bei der Inbetriebnahme werden die Ultra- violettlampen eingeschaltet und die Zufuhr der zu sterilisierenden Flüssigkeit betätigt. Die Flüssigkeit strömt in das zentrale Rohr durch das Zuführungsrohr<B>18,</B> das durch eine<B>Öff-</B> nung<B>19</B> im Boden des Gefässes mit dem vom zentralen Rohr 4 umfassten Raum in Verbin dung stellt. Dieser Raum füllt sieh allmählieh mit Flü & 3igkeit. Während der Füllung wird die Flüssigkeit bereits bestrahlt.
Dazu ist das zentrale Rohr 4 alle einem Material hergestellt, das Ultraviolettlicht gut durehlässt, z. B. aus Quarz. Die Bestrahlung mit nahezu nicht ge- seli-#väehteni Lieht genügt-, -um während des Steigens die Flüssigkeit in dem zentralen Rohr 4 hinreichend züi sterilisieren.
Die Flüs sigkeit strömt darauf dureh die Öffnung<B>5</B> und -,elan-t steril in den ausserhalb des zen tralen Rohres 4 liewenden Raum des Gefässes, <B>1,</B> so dass, gewünsehtenfalls, in diesem Augen- bliek mit dem Abzapfen steriler Flüssigkeit durch die AbfuhrleitLing 20 begonnen werden kann, die durch die öffnung 21 am Boden des Gefässes<B>1</B> mit dem Innenraum in Verbin dung steht.
Das zentrale Rohr 4 bildet die Trennwand zwisehen dem sterilen Raum und dem nicht sterilen Raum im Gefäss<B>1.</B> Bei allmählicher Steigung, des FlÜssigkeitspegels im Raum rings um das Rohr 4 wird das Ultraviolet-.t-Iieht teil weise in der Flüssigkeitsschicht zwischen den Lampen 12 und dem zentralen Rohr 4 absor biert, so dass weniger Energie auf die Flüs sigkeitssäule innerhalb des Rohres 4 übertra gen wird.
Die durch die öffnung <B>5</B> strömende Flüssigkeit ist dann noch nicht ganz steril, aber während der Durchströmungg wird noch eine hinreichende keimtötende Energie bei der Abwärtsbewegoning der Flüssigkeit aufgenom men. Die Zwisehenwände <B>16</B> dienen dazu, die Wirbelung der Flüssigkeit zu fördern, da mit die ausgestrahlte Energie möglichst gleich mässig in der Flüssigkeit verteilt wird-.
Wenn das Abzapfen der Flüssigkeit be endet wird, steigt, die Flüssigkeit im Gefäss<B>1,</B> biss der Schwimmer heraufgedrückt wird und die Klappe<B>6</B> die öffnung <B>5</B> verschliesst. Dieser Versehluss bildet, die Trennung zwischen dem nicht sterilen und dem sterilen Teil des Rau mes innerhalb des Gefässes 1,so dass Mischung nicht steriler Flüssigkeit mit steriler Flüssig keit verhütet wird.
Das Gerät bleibt somit stets für den Gebrauch bereit und nach einer Unterbrechuno, kann sofort sterile Flüssig- C keit entnommen werden.