CH329645A - Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut wie Samen und Pflanzen - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut wie Samen und PflanzenInfo
- Publication number
- CH329645A CH329645A CH329645DA CH329645A CH 329645 A CH329645 A CH 329645A CH 329645D A CH329645D A CH 329645DA CH 329645 A CH329645 A CH 329645A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- plants
- irradiation
- seeds
- period
- seedlings
- Prior art date
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G9/00—Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
- A01G9/24—Devices or systems for heating, ventilating, regulating temperature, illuminating, or watering, in greenhouses, forcing-frames, or the like
- A01G9/249—Lighting means
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)
Description
Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut wie Samen und Pflanzen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bchandlung von Pflanzgut, wie Samen und Pflanzen, und hat die Wir kung, die Entwicklung von Pflanzgut bei der Anzucht, Kultivierung, Vorbehandlung und Treiberei, aber auch bei der Veredelung und Züehtung in günstigem Sinne zu beein flussen.
Ein zusätzlieller Effekt des erfindungs gemassen Verfahrens besteht in einem direkten und indirekten Schutz gegen Frostsehäden.
Erfindungsgem# wird zu diesem Zweck die Bestrahlung mit Infrarotstrahlern mit einem Emissionsmaximum. zwischen 1 und 5 tr und einem Anteil des fernen Infrarot von #ber 30, der nieht mehr al's 10 /o der (iesamtstrahlungsenergie betragt, verwendet.
Es sind bereits gelegentlich Versuche unter- nommen worden, Pflanzgut durch Bestrahlung mit Infrarotstrahlern zu beeinflussen, jedoch wurden diese Versuche wieder aufgegeben, da sie zu einer Etiolierung und Vergeilung der Pflanzen geführt haben. Diese Misserfolge sind gemäss der der Erfindung zugrimde liegenden Erkenntnis darauf zur#ckzuf#hren, da# bei den bisherigen Versuchen der Anteil des fernen Infrarot zu gro# war, der die er wähnten Schädigungen zur Folge hatte.
Es ist zweckm##ig, wenn die Bestrahlung während der Entwicklungs- bzw. Wachs tumsperiode #ber einen Zeitraum von mehreren Tagen durchgeführt wird.
Dabei kann die Bestrahllmgsintensität nach dem Pikieren der Pflanzen um mindestens 50% -- beispielsweise auf etwa ein Drittel-herabgesetzt werden.
Auch ist es in vielen Fällen zweckmässig, wenn während der Bestrahlungsdauer regelmässige, beispielsweise tägliche, Ruhepausen von mehreren Stunden eingelegt werden.
Gemäss einem praktischen Durchführungs- beispiel des erfindungsgem##en Verfahrens werden vier Strahler von je 250 Watt Lei stung in etwa 75 cm Abstand über den Pflanzen verwendet, die somit eine Fl#che von etwa 1, 4 m2 bestreichen.
Nach dem Pikieren der Pflanzen k#nnen diese Strahler auf etwa 125 cm Abstand gebracht werden und bestreichen damit eine Fl#che von etwa 4 m2. An Stelle der H#henverschiebung kann die Veränderung der Bestrahlungsintensität auch dadurch herbeigeführt werden, dass einzelne Strahler abgeschaltet und die Strahlung der übrigen durch optische Mittel', wie Linsen, Prismen oder dergleichen, auf eine gr##ere Fl#che verteilt wird. Ebenso ist es auch m#g- lieh, die Bestrahlungsintensitä. t durch die Leistungsaufnahme der Strahler selbst zu ver ändern.
Als Strahler können alle bekannten Infrarotstrahler, beispielsweise elektrische Widerstandsstrahler, gas oder ölbeheizte Strahler oder dergleichen, Verwendung finden.
Ebenso ist es möglich, dass neben den Infrarotstrahlern weitere Strahler Verwendmg finden, deren Emissionsmaximum im sichtbaren bzw. im Ultraviolettgebiet liegt, beispielsweise Leuchtstofflampen. Die Gesamtbestrahlungsdauer und die Bestrahlungs- intensität richtet sich im allgemeinen nach den Eigenschaften der verschiedenen zu bestrahlenden Pflanzen oder Samen und nach dem gewünschten Zweck.
So werden beispielsweise junge Salatpflanzen an sechs aufeinanderfolgenden Tagen je 2'Stunden bestra. hlt. Auf diese Weise l##t sich eine erhebliche Beschleunigung des Wachstums erreichen und damit eine um Wochen früher liegende Marktfähigkeit der betreffenden Pflanzen. Anderes Pflanzgut, wie zum Beispiel Gurken und Tomaten, werden beispielsweise drei Wochen hintereinander bestrahlt, und zwar vorzugsweise auch mit täglichen Ruhepausen. Auch in diesem Falle lässt sich eine ganz erhebliche Forderung in der Entwicklung der Pflanzen und ein früheres Eintreffen der Reife erreichen.
Ein anderer ganz erstaunlicher Vorteil liegt darin, dass die Entwicklung der Pflanzen nicht nur schneller, sondern auch in sehr viel kräftigerer Weise vor sich geht, das heisst die Blatt- und Bl#tenentwicklung ist sehr viel reicher als bei nichtbestra. hlten Pflanzen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil. besteht darin, dass die bestrahlten Samen und auch die bestrahlten Pflanzen eine ganz wesentlich gesteigerte Frostfestigkeit aufweisen.
Dabei sind die durch die Bestrahlung erworbenen Eigenschaften in den meisten Fällen auch erheblich, so dass aus solchen bestrahlten Pflanzen oder Pflanzen, die aus bestrahltem Saat-bzw. Pflanzgut gezogen sind, sich wiederum Samen und Pflanzgut ziehen lässt, das, ohne bestrahlt zu sein, sowohl eineVer- frühung als a. uch eine sehr viel reichere Vege- tation ergibt.
Die Anwendung des beschriebenen Ver fahrens erfolgt vorzugsweise zur Best. rah- lung von Pflanzen in F'rüh nnd Treibbeeten, Treibhäusern oder dergleiehen, ist aber auch zur Bestrahlung von Pflanzen im Freigelände ohne weiteres durchführbar. So hat es sich beispielsweise in der Praxis gezeigt, da# die Er- wärmung von Treibhäusern durch die Strahler allein bereits so wirksam ist, dass bei Aussentemperaturen, die sonst. eine zusätzliche Beheizung dringend erforderlich machen, die Fenster geöffnet werden können, um eine Überheizung zu vermeiden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut, dadureh gekennzeichnet, dass man es mit Infrarotstrahlern mit einem Emissiontsmaxi- mum zwischen 1 und 5 @ u und einem Anteil des fernen Infrarot von #ber 30 # bestrahlt, der nieht mehr als 10% der Gesamtstrah lungsenergie beträgt.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da- dureh gekennzeichnet, da# die Bestralllung w#hrend der Entwicklungs- bzw. Wachstums- periode iiber einen Zeitraum von mehreren Tagen durchgeführt wird.2. Verfahren nach Unteranspruch l, da- durch gekennzeichnet, dass die Bestrahlunas- intensit#t nach dem Pikieren um mindestens 50 /o herabgesetzt wird.3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeiehnet, dass # w#hrend der Be strahlungsdauer regelmässige tägliehe Ruhe- pansen von mehreren Stunden eingelegt werden.PATENTANSPRUCH II Anwendung des Verfahreos naeh Patent anspruch I, zur Behandlung von in Treibhäusern kultiviertem Pflanzgut
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE329645X | 1954-03-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH329645A true CH329645A (de) | 1958-05-15 |
Family
ID=6187266
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH329645D CH329645A (de) | 1954-03-02 | 1954-08-17 | Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut wie Samen und Pflanzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH329645A (de) |
-
1954
- 1954-08-17 CH CH329645D patent/CH329645A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1247738B (de) | Kunststoffolie und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE69119475T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Förderung des Wachstums und zum Verbessern der vitalen Qualitäten von pflanzlichen Organismen | |
| DE7629967U1 (de) | Bodenabdeckungsbahn | |
| EP0561193A2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Wachstumsförderung von Pflanzen | |
| CH329645A (de) | Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut wie Samen und Pflanzen | |
| DE934611C (de) | Verfahren zur Behandlung von Samen, Pflanzgut und Kulturpflanzen | |
| CH691945A5 (de) | Verfahren zum Schutz von Pflanzen gegen Wachstumsstörungen und/oder Schädlingsbefall sowie Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. | |
| DE3882321T2 (de) | Pflanzenzuchtverfahren. | |
| DE102016111120B3 (de) | Kultivierung schattenliebender Pflanzen und Schattenkultur | |
| Penzel | Sensor based determination of the fruit bearing capacity in Malus x domestica (Borkh.) aimed at precise crop load management | |
| DE102015016669B4 (de) | Lichtstrahlervorrichtung und Verfahren zur Förderung des Rasenwachstums | |
| Cermeno et al. | The Effect of Solar Radiation on Dendranthema | |
| Winter | Gradient in the degree of crassulacean acid metabolism within leaves of Kalanchoe daigremontiana | |
| DE102011001457A1 (de) | Pflanzenaufzuchtsystem, Gewächshaus und Verfahren zur Aufzucht von Pflanzen | |
| DE202023102130U1 (de) | Ein neuartiges iot-basiertes Hydrophonsystem für medizinisches Tanacetum parthenium | |
| DE2044821A1 (de) | Verfahren zur Anzucht von physiologisch und morphologisch hochwertigen Pflanzen in Gewächshäusern | |
| AT383252B (de) | Verfahren zur bekaempfung des mistelbewuchses von baeumen | |
| DE102010018431B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Sterilisation von Erde zur Anpflanzung von koreanischem Ginseng | |
| DE560064C (de) | Frostschutzeinrichtung fuer Freilandkulturen | |
| AT347166B (de) | Freilandbeet | |
| DE1297395B (de) | Verfahren zum Kultivieren von Rasen in einer geregelten Umgebung | |
| EP0185254A1 (de) | Verfahren zur Verlängerung der Dormanz von Pflanzen oder Pflanzenteilen | |
| DE922263C (de) | Verfahren zur Behandlung von Obstbaumkulturen | |
| Heesch et al. | Use of air-based mechanical stimulation for height control in plant production of Ocimum basilicum | |
| DE3841150C1 (en) | Process for regulating the growth of meadow phytocoenoses |