CH329645A - Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut wie Samen und Pflanzen - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut wie Samen und Pflanzen

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CH329645A
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Edwin Dr Toegel
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Edwin Dr Toegel
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G9/00Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
    • A01G9/24Devices or systems for heating, ventilating, regulating temperature, illuminating, or watering, in greenhouses, forcing-frames, or the like
    • A01G9/249Lighting means

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut wie Samen und Pflanzen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bchandlung von Pflanzgut, wie Samen und Pflanzen, und hat die Wir   kung, die Entwicklung von Pflanzgut bei    der Anzucht, Kultivierung, Vorbehandlung und Treiberei, aber auch bei der Veredelung und   Züehtung    in günstigem Sinne zu beein  flussen.   



   Ein   zusätzlieller Effekt    des erfindungs  gemassen Verfahrens    besteht in einem direkten und indirekten Schutz gegen Frostsehäden.



      Erfindungsgem#   wird zu diesem Zweck die Bestrahlung mit Infrarotstrahlern mit einem Emissionsmaximum. zwischen 1 und   5      tr    und einem Anteil des fernen Infrarot von    #ber      30, der nieht    mehr   al's    10  /o der   (iesamtstrahlungsenergie betragt,    verwendet.



  Es sind   bereits gelegentlich Versuche unter-    nommen worden, Pflanzgut durch Bestrahlung mit Infrarotstrahlern zu beeinflussen, jedoch wurden diese Versuche wieder aufgegeben, da sie zu einer Etiolierung und Vergeilung der Pflanzen geführt haben. Diese Misserfolge sind gemäss der der Erfindung zugrimde    liegenden Erkenntnis darauf zur#ckzuf#hren,       da# bei    den bisherigen Versuchen der Anteil des fernen Infrarot zu    gro#    war, der die er  wähnten    Schädigungen zur Folge hatte.



   Es ist    zweckm##ig, wenn    die Bestrahlung während der Entwicklungs- bzw. Wachs  tumsperiode       #ber    einen Zeitraum von mehreren Tagen durchgeführt wird.



   Dabei kann die   Bestrahllmgsintensität    nach dem Pikieren der Pflanzen um mindestens 50% -- beispielsweise auf etwa ein   Drittel-herabgesetzt    werden.



   Auch ist es in vielen Fällen zweckmässig, wenn während der Bestrahlungsdauer regelmässige, beispielsweise   tägliche, Ruhepausen    von mehreren Stunden eingelegt werden.



   Gemäss einem praktischen   Durchführungs-    beispiel des    erfindungsgem##en    Verfahrens werden vier Strahler von je   250    Watt Lei  stung    in etwa 75 cm Abstand über den Pflanzen verwendet, die somit eine    Fl#che    von etwa 1, 4 m2 bestreichen.

   Nach dem Pikieren der    Pflanzen k#nnen diese Strahler    auf etwa 125 cm Abstand gebracht werden und bestreichen damit eine    Fl#che    von etwa 4 m2.    An Stelle der H#henverschiebung kann    die Veränderung der Bestrahlungsintensität auch dadurch herbeigeführt werden, dass einzelne Strahler abgeschaltet und die Strahlung der übrigen durch optische Mittel', wie Linsen, Prismen oder dergleichen, auf eine    gr##ere       Fl#che    verteilt wird. Ebenso ist es auch    m#g-    lieh, die   Bestrahlungsintensitä. t durch    die Leistungsaufnahme der Strahler selbst zu ver ändern.

   Als Strahler können alle bekannten Infrarotstrahler, beispielsweise elektrische Widerstandsstrahler, gas oder ölbeheizte Strahler oder dergleichen, Verwendung finden. 



   Ebenso ist es möglich, dass neben den Infrarotstrahlern weitere Strahler Verwendmg finden, deren Emissionsmaximum im sichtbaren bzw. im   Ultraviolettgebiet    liegt, beispielsweise Leuchtstofflampen. Die Gesamtbestrahlungsdauer und die   Bestrahlungs-    intensität richtet sich im allgemeinen nach den Eigenschaften der verschiedenen zu bestrahlenden Pflanzen oder Samen und nach dem gewünschten Zweck.



   So werden beispielsweise junge Salatpflanzen an sechs aufeinanderfolgenden Tagen je   2'Stunden bestra. hlt. Auf diese    Weise    l##t    sich eine erhebliche Beschleunigung des Wachstums erreichen und damit eine um Wochen früher   liegende Marktfähigkeit der    betreffenden Pflanzen. Anderes Pflanzgut, wie zum Beispiel Gurken und Tomaten, werden beispielsweise drei Wochen hintereinander bestrahlt, und zwar vorzugsweise auch mit täglichen Ruhepausen. Auch in diesem Falle lässt sich eine ganz erhebliche Forderung in der Entwicklung der Pflanzen und ein früheres Eintreffen der Reife erreichen.



   Ein anderer ganz erstaunlicher Vorteil liegt darin, dass die Entwicklung der Pflanzen nicht nur schneller, sondern auch in sehr viel kräftigerer Weise vor sich geht, das heisst die    Blatt- und Bl#tenentwicklung    ist sehr viel reicher als bei   nichtbestra. hlten    Pflanzen.



   Ein weiterer wesentlicher Vorteil. besteht darin, dass die bestrahlten Samen und auch die bestrahlten Pflanzen eine ganz wesentlich gesteigerte Frostfestigkeit aufweisen.



  Dabei sind die durch die Bestrahlung erworbenen Eigenschaften in den meisten Fällen auch erheblich, so dass aus solchen bestrahlten Pflanzen oder   Pflanzen, die aus bestrahltem      Saat-bzw.    Pflanzgut gezogen sind, sich wiederum Samen und Pflanzgut ziehen lässt, das, ohne bestrahlt zu sein, sowohl   eineVer-      frühung als a. uch    eine sehr viel   reichere      Vege-    tation ergibt.



   Die Anwendung des beschriebenen Ver  fahrens erfolgt vorzugsweise zur Best. rah-    lung von Pflanzen in F'rüh nnd Treibbeeten, Treibhäusern oder dergleiehen, ist aber auch zur Bestrahlung von Pflanzen im   Freigelände    ohne weiteres durchführbar. So hat es sich beispielsweise in der Praxis gezeigt,    da#    die   Er-      wärmung von Treibhäusern durch    die Strahler allein bereits so wirksam ist, dass bei Aussentemperaturen, die sonst. eine zusätzliche Beheizung dringend erforderlich machen, die Fenster geöffnet werden können, um eine   Überheizung    zu vermeiden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut, dadureh gekennzeichnet, dass man es mit Infrarotstrahlern mit einem Emissiontsmaxi- mum zwischen 1 und 5 @ u und einem Anteil des fernen Infrarot von #ber 30 # bestrahlt, der nieht mehr als 10% der Gesamtstrah lungsenergie beträgt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da- dureh gekennzeichnet, da# die Bestralllung w#hrend der Entwicklungs- bzw. Wachstums- periode iiber einen Zeitraum von mehreren Tagen durchgeführt wird.
    2. Verfahren nach Unteranspruch l, da- durch gekennzeichnet, dass die Bestrahlunas- intensit#t nach dem Pikieren um mindestens 50 /o herabgesetzt wird.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeiehnet, dass # w#hrend der Be strahlungsdauer regelmässige tägliehe Ruhe- pansen von mehreren Stunden eingelegt werden.
    PATENTANSPRUCH II Anwendung des Verfahreos naeh Patent anspruch I, zur Behandlung von in Treibhäusern kultiviertem Pflanzgut
CH329645D 1954-03-02 1954-08-17 Verfahren zur Behandlung von Pflanzgut wie Samen und Pflanzen CH329645A (de)

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