Elektroherd Es sind. Elektroherde bekannt, die mit einer oder mehreren - meist. zwei - Koch platten und einem Backofen ausgerüstet sind. Solche Herde sind namentlich für solche Haushalte bestimmt, deren Hausanschlusslei- tungen nur für den normalen Verbrauch be- stimmt, also nicht mit besonders kräftig be- messenen Kraftstromleitungen ausgestattet sind.
Üm eine Überlastung des Netzes zu ver meiden, haben die Elektrizitätsversorgungs- unternehmen die höchstzulässige Entnahme stroinstärke und damit. die Net.zent.nahmelei- stung durch Einbau von Sicherungen bestimm ter Stärke begrenzt.
Dieser Leistungsbegrenzung wegen ist man bisher mit. Rücksicht auf die notwendige Baekofen-Heizleistung gezwungen, die Strom kreise der Kochplatten vom Baekofenstrom- kreis zu trennen, indem man entweder nur die l=ochplatten oder nur den Backofen be heizt. Man sieht. hierfür einen Hauptschalter vor, der wahlweise auf Backen oder Kochen einstellbar ist. Es ist ferner bekannt, :den Herd so zu schalten, dass in Backstellung des Koch- Back-Schalters die Kochplatte kleinerer Lei stung mit benutzbar ist.
In diesem Falle bleibt jedoch während der ganzen Backzeit die grössere Kochplatte gegen jede Benutzung gesperrt.
Zur Regelung der Backtemperatur ist es üblich, sich eines der Backtemperatur nach einstellbaren Thermoschalters zu bedienen, der bei Erreichen der eingestellten Backraum- temperatur ab- und bei Absinken der Back- temperatur wieder einschaltet. Ist dieser Thermoschalter in Betrieb, ist es nicht mög lich, Kochplatten in Betrieb zu nehmen.
Die Erfindung beruht auf der Erkennt nis, dass die Einschaltzeiten des Thermoschal- ters des Backofens zu den Ausschaltzeiten im Verhältnis von eins zu drei stehen, d. h., die effektiven Heizzeiten betragen nur etwa ein Drittel der Gesamtbaekzeit. Das bedeutet, ass wenigstens die Kochplatte höherer Leistung durch den Back-Koch-Umschalter blockiert ist, solange der Backofen in Betrieb ist,
gleich gültig ob das Backofen-Heizelement ein- oder ausgeschaltet ist. Die Erfindung besteht nun darin, als ther misch gesteuerten Schalter einen Umschalter zu verwenden, dessen beim Abschalten des Backofens vom Schaltglied belegter Ausschalt kontakt in wenigstens einem Koch platten- stromkreis liegt, der z=usätzlich zum Thermo- umschalter noch wenigstens einen weiteren Schalter,
insbesondere einen Heizregelschalter aufweist. Ausserdem empfiehlt es sich, diesen neugeschaffenen Schaltweg durch einen im Nebenschluss hierzu liegenden Leistungsbe grenzer zu überbrücken, dessen Durchgangs leistung zweckmässig der Differenz zwischen Backofen-Heizleistung und höchstzulässiger Netzentnahmeleistung entspricht.
Durch diese Kunstgriffe ist es zunächst möglich, die Kochplatten während der heiz- freien Zeiten des Backofenbetriebes zu be nutzen.
Zwar wird hierbei in :den Wirkzeiten der Backofenheizung durch Umschalten des Thermoumschalters die Kochplatte bzw. die Kochplatten vorübergehend abgeschaltet, je doch fällt dies nicht ins Gewicht, da die wirk lichen Heizzeiten des Backofens nur einen Bruchteil der Gesamtbachzeit betragen und im übrigen jeweils nur kurz sind.
Ausserdem wird man durch den Leistungsbegrenzer mit Vorteil den Kochplatten so viel Energie zu führen, wie der Differenz zwischen der Lei stung des Backofens und der Höchstentnahme- leis'tung des Netzes entspricht, wobei es sich empfiehlt, dien Leistungsbegrenzer so zu wäh len, dass die Netzsicherung träger ist als er.
In jedem Falle wird durch die Erfindung erreicht, .dass die Kochplatten bei durch den Thermoumschalter ausgeschaltetem Backofen voll in Betrieb genommen werden können, indem man diejenigen Zeiträume zur Koch plattenbeheizung ausnutzt, die sich als Pausen zeiten zwischen den effektiven Heizperioden des Backofens ergeben und die bisher völlig ungenutzt blieben. Man kann daher den Herd mit einer Leistung installieren, die die zu lässige Netzentnahmeleistung um den Back ofen-Anschlusswert übersteigt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs- gegenstand in zwei schematischen Au8füh- rungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt Fig.1 ein erstes Beispiel für eine Schal tung und Fig.2 eine etwas abgeänderte Schaltung.
Der schaltungsmässig wiedergegebene Elek troherd ist mit zwei einzeln durch Regelschal ter 3 ein- und abschaltbaren Kochplatten 4 gleicher oder auch verschiedener Leistungs aufnahme und mit einem elektrisch beheizten Backofen 5 ausgerüstet.
Die beiden Kochplatten 4 sind einpolig ebenso wie die das Heizelement des Back ofens 5 je an eine Phase bzw. einen Pol 6 des Netzes 6, 7 angeschlossen. Die andere Netzphase bzw. der andere Netzpol 7 liegt bei der Ausführungsform nach Fig.1 am Mittelkontakt 8 eines einpoligen Thermoumsschalters 8, 9 10.
Der eine Kontakt 9 dieses Umschalters ist mit dem andern Ende der Heizelemente des Backofens 5 verbunden, wohingegen der zweite Umschaltkontakt 10 des Umschalters je mit. den Schaltern 3 zu den beiden Koehplatten-Heizelernenten 4 verbun den ist. Es sei angenommen, der Umschalter stehe in der abgebildeten Stellung. In dieser Schaltstellung erhält nur das Heizelement des Backofens 5 Strom.
Dieser Strom fliesst so lange, bis die am Thermoschalter einge stellte Backraumhitze erreicht ist, um dann abzuschalten. Sinkt die Baekraumtemperatur wieder, schaltet. der Thermoschalter 8, 9, 10 wieder das Backofen-Ileizelement ein. Auf diese Weisse wird die Backtemperatur auto matisch auf gleicher Höhe gehalten.
Durch die Ausbildung des Thermoschalters als Umschalter und durch das Anschliessen. der Kochplatten an die Umschaltklemme 7 0 des Thermoumschalters wird nun in den heiz- freien Zeiten des Backofens die Möglichkeit geschaffen, eine oder beide Kochplatten nach Umlegen der Regelschalter 3 in Betrieb zu nehmen.
Schaltet dann der Thermoschalter bei Ab sinken der Backhitze kurzzeitig den Backofen 5 ein, so werden zwar die Kochstellen 4 um die gleiche Zeit. abgeschaltet, jedoch hat sich in der Praxis herausgestellt, dass die eigent liche Backheizzeit bei Thermoregelung nur etwa ein Viertel der Gesamtbaekzeit ausmacht.
Die Einschaltdauer des @aekofens-Hei7.ele- mentes beträgt demzufolge ,stets nur wenige Sekunden, d. h. sie isst in jedem Falle nur so kurz, dass ,sich die Heizpause auf die Koch platten bzw. Kochplatte nicht merklich aus wirkt.
Um diese Wechselwirkung zwischen Koch plattenheizung und Backofenheizung noch mehr zu vervollkommnen, ist in den Kochplat- tenstromkreis parallel züi den Kontakten 8, 10 des Thermoumsehalters 8, 9, 10 ein Leistungs - begrenzer 11 eingeschaltet.
Dieser bewirkt, dass selbst bei voller Beheizung des Backofens die Leistungsdifferenz zwischen der Lei stung des Backofen-Heizelementes und der ans dein Netz entnehmbaren Leistung einer oder beiden Kochplatten zugeführt werden kann. Kann man bei einem 220-Volt-Netz mit 10 Ampere Sicherungen insgesamt ohne Siche- rungsdurchsehlag 2200 Watt entnehmen und hat der Backofen z.
B. eine Leistung von 1500 MIatt, so stehen über den auf 700 Watt gewählten Leistungsbegrenzer für die Koch platten während der Heizperioden des Back ofens 700 Watt zur Verfügung.
In Fig. 2 ist der Thermoschalter noch ein mal in Verbindung mit einer Kochplatte 4 dargestellt. Und zwar ist der mit strichpunk tierten Linien umrahmte Teil A ein vorbe- kannter Thermaschalter 8, 9.
Dieser bekannte Thermoschalter A wird durch Anordnung eines zweiten Schalterkontaktes 7.0 zu einem Ilniscltalter A, B umgewandelt, so dass er bei Erreichen der eingestellten Backraumtempe- ratur das Backofen-Heizelement nicht allein abschaltet, sondern zugleich den Kochplatten- stromkreis in Bereitschaftsstellung bringt, in dem die Kochplatte 4 an den neuen zusätz lichen Schalterkontakt 10 angeschlossen wird.
Auch hier ist ein Leistungsbegrenzer 11 vor- gesellen, der den über den neuen Schalter kontakt. 10 führenden Leitungsweg im Neben scliluss zu den Anschlüssen 8, 10 überbrückt, so dass selbst bei eingeschaltetem im Rahmen der Leistungsbegren zung Strom für die Kochplatte 4 zur Ver fügung steht.
Wie bereits erwähnt., sind die abgebildeten Schaltungen und die beschriebenen Ausfüh rungsformen nur beispielsweise Verwirkli- chungen der Erfindung und diese ist nicht darauf beschränkt; vielmehr sind im Rahmen der Erfindung noch mancherlei andere Aus führungen und Anwendungen möglich.
So ist in der Schaltung nach Fig. 2 neben dem selbst tätigen Thernnoschalter 8, 9, 10 noch ein im Backofenstromkreis liegender Ausschalter 13 vorgesehen, dessen Schaltglied mit dem Schalt glied des Umschalters 8, 9, 10 wirkungsmässig derart verbunden ist, dass beide Schalter durch einen Schalterd;rehgriff in die gestrichelte Lage versetzt. werden können.