CH329820A - Ofen zum Giessen von Metallen in abgeschlossener Atmosphäre - Google Patents

Ofen zum Giessen von Metallen in abgeschlossener Atmosphäre

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CH329820A
CH329820A CH329820DA CH329820A CH 329820 A CH329820 A CH 329820A CH 329820D A CH329820D A CH 329820DA CH 329820 A CH329820 A CH 329820A
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CH
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casting
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Otto Dr Winkler
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Vogt Alois Dr Jur
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D18/00Pressure casting; Vacuum casting
    • B22D18/06Vacuum casting, i.e. making use of vacuum to fill the mould
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B5/00Muffle furnaces; Retort furnaces; Other furnaces in which the charge is held completely isolated
    • F27B5/04Muffle furnaces; Retort furnaces; Other furnaces in which the charge is held completely isolated adapted for treating the charge in vacuum or special atmosphere

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Crucibles And Fluidized-Bed Furnaces (AREA)

Description


  <B>Ofen</B>     zum   <B>Giessen von Metallen in abgeschlossener Atmosphäre</B>    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  einen Ofen zum Giessen von Metallen in ab  geschlossener Atmosphäre, vorzugsweise auf  einen Vakuumofen. Für den Aufbau und die  Ausbildung dieser Öfen ergeben sich     Sehwie-          rigkeiten,    wenn man über die bisher übliehen  Chargengewiehte und über die bisher ge  bräuchlichen Volumina der Vakuumkessel  hinausgehen möchte.

   Bei derartigen Dimen  sionen wird es, insbesondere wenn längere  Blöcke gegossen werden sollen, wegen der  grossen Bauhöhe und der Unzugänglichkeit  der Apparaturen von verschiedenen Seiten  her unmöglich, die bisherigen Anordnungen  zu verwenden, die darin bestehen,     dass    ein  zweiteiliger Rezipient in seinem grösseren Un  terteil die Ofeneinrichtungen aufnimmt,  während der Oberteil als Klappdeckel aus  geführt ist.  



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, die  Einrichtungen eines solchen Ofens auf einer  horizontalen Arbeitsbühne anzuordnen, auf  die eine Vakuumglocke aufsetzbar ist. Eine  solche Glocke muss also heb- und senkbar  sein, um die Arbeitsbühne freilegen bzw. von  der Atmosphäre abschliessen zu können. Das  heben und Senken der Vakuumglocke erfor  dert aber bei grösseren Gewichten erhebliche  Leistungen und Arbeitszeiten. Die auch in  diesem Falle erforderliche grosse Höhe der  Arbeitsräume, die Anordnung umfangreicher  und sperriger Krananlagen, die Sehwierigkeit  der Saugerhaltung horizontal liegender Dich-    tungsflächen z.

   B. in einem Giessereibetrieb  haben dazu geführt, dass man dazu überging,  Vakuumkessel mit horizontal     verfahrbaren     liegenden Trommeln zu verwenden, die mit  ihren nunmehr vertikalen Dichtungsflächen  auf einen fest aufgestellten vertikalen Teller,  der als Grund- bzw. Abschlusswand diente,  zu- und weggefahren werden konnten. Diese  Anordnung bietet den grossen Vorteil, dass es  möglich ist, alle für die Durchführung des  jeweiligen Vakuumverfahrens wichtigen Teile  an der vertikal stehenden Wand anzubrin  gen bzw. alle Durchführungen für Strom, Be  wegung,     Vakuumansehlu,ss    und dergleichen  durch diese Wand     hindurchzuführen,    wobei  alle Teile der Apparatur, wenn die beweg  liche Trommel ausgefahren ist, gut zugäng  lich sind.

   Aber diese Anordnung bietet       Sehwierigkeiten,    wenn lange Blöcke vergossen  werden sollen. Da die Giessformen beim  Giessen naturgemäss senkrecht stehen müssen,  wäre man bei langen Giessblöcken     gezwungen,     Trommeln sehr grossen Durchmessers zu  verwenden, was, ganz abgesehen von der  Kostspieligkeit der Konstruktion und des       Ala,terialaufwandes,    auch von     hochval@zum-          technischen    Gesichtspunkten aus gesehen un  wirtschaftlich ist.  



  Es kommt aber noch eine zweite Möglich  keit der Verwendung eines Kessels mit hori  zontaler Trommel in Betracht, bei der näm  lich die horizontal liegende Trommel fest  stehend angeordnet ist und die Ofeneinrieh-      tungen enthält und gegebenenfalls auch die  Pumpen- und Energieanschlüsse trägt, wäh  rend wenigstens eine der beiden Endflächen  des zylindrischen Kessels als vertikal stehen  der Deckel ausgeführt ist. Bei einer solchen       Anordung    ist es zweckmässig, im Innern des  Kessels horizontale Gleitschienen vorzusehen,  damit die schweren Giessformen horizontal in  den Kessel hinein- bzw. aus diesem heraus  gefahren werden können. Es ist auch möglich,  die Giessformen mit Hilfe eines horizontal  verfahrbaren Kranes aus dem Kessel     aus-          und    einzufahren.

   Aber auch bei einer solchen  Anordnung ergeben sich für lange Giess  formen wegen der notwendigen, grossen  Trommeldurchmesser Schwierigkeiten. Je grö  sser nämlich das Volumen eines Rezipienten  und ganz besonders je grösser seine immer  Gas abgebenden     innern    Oberflächen sind,  desto schwieriger wird die Herstellung und  Aufrechterhaltung eines guten Vakuums; es  werden dann sehr grosse Pumpleistungen und  Pumpzeiten erforderlich.  



  Um das auszupumpende Volumen des Va  kuumkessels möglichst klein zu halten, und  um der Materialersparnis willen kann auch  eine Anordnung getroffen werden, bei der  nur die Schmelz- und Giesseinrichtungen des  Ofens sich in einem zylindrischen Vakuum  kessel mit horizontal liegender Trommel be  finden, während die Giessformen, in welche  das Schmelzgut vergossen werden soll, zum  Teil oder ganz in einem vertikalen Ansatz  stutzen an der Unterseite der Trommel sich  befinden. Insbesondere beim Giessen langer  Blöcke wirkt sich dies sehr günstig aus, weil  durch die Verwendung langer Ansatzstutzen  der     Durchmesser    der Trommel nach wie vor  gering gehalten werden kann.

   Um die Giess  formen in den Ofen einzusetzen oder sie aus  ihm herauszunehmen, kann eine     Unterkelle-          rang    unterhalb des     Ansatzstutzens    vorgesehen  oder der ganze Ofen auf Konsolen hoch  gestellt werden, wobei mittels einer     Hebe-          und    Absenkvorrichtung die im Ansatzstutzen  befindlichen Giessformen, nachdem die ent  sprechenden Flanschverbindungen mit der  Trommel gelöst sind, nach unten abgesenkt    werden können. Eine andere Mögliehkeit be  steht darin, an der Oberseite der Trommel  gerade über der     Giessform    eine Öffnung vor  zusehen, durch welche die Giessformen mittels  eines Kranes aus dem Ofen herausgehoben  bzw. in ihn hineingesenkt werden.

   Beide An  ordnungen bedingen eine grosse vertikale     Er-          streekung    der Gesamtanlage, was die Errich  tung solcher Anlagen in vielen Fällen, wo nur  beschränkte Raumhöhen zur Verfügung  stehen, verbietet. Ein weiterer Nachteil die  ser Anordnung ist. es, dass jedesmal beim  Herausnehmen oder Einsetzen der Giess  formen zusätzlich     Flansehv        erbindungen    ge  löst bzw. geschlossen werden müssen.  



  Zur Lösung aller genannten Schwierigkei  ten bei einem Ofen zum Giessen langer Blöcke  in abgeschlossener Atmosphäre mit im Innern  eines     Vakuumkessels    mit horizontal liegen  der Trommel vorhandenen Vorrichtungen  zum Vergiessen von     Sehnielzgut    und das       Schmelzgift    aufnehmenden Giessformen wird       erAndungsgemä.ss        vorgesehen.,    im Innern dieses  Kessels eine von aussen     betätigba.re    Hebe  vorrichtung anzuordnen, welche die Giess  formen im abgeschlossenen Raum in .einen  Ansatzstutzen der horizontal liegenden Trom  mel     abzusenken    bzw.

   sie aus .diesem Ansatz  stutzen herauszuheben gestattet, derart, dass  bei aus diesem Ansatzstutzen     herausgeho-          benen        Giessformen     re  lativ zwischen der Trommel und den Giess  formen ohne Behinderung     vorgenommen    wer  den können. Dies     bedeutet.,    dass z. B. bei  einem Vakuumkessel, der aus vertikaler, fest  stehender Wand und horizontal     verfahrbarer     Trommel mit.

   Ansatzstutzen besteht, diese  Trommel     naeli        Herausheben    der Giessformen  aus dem Ansatzstutzen ohne     Schwierigkeiten     abgefahren werden kann, und somit nach     deni     Guss der geöffnete Ofen von allen Seiten  frei zugänglich ist.  



  Die     erfindungsgemässe    Anordnung gestat  tet, die volle Höhe des zur Verfügung stehen  den     Arbeitsraumes    auszunützen und mich bei  langen Giessblöcken mit niedriger Raumhöhe       auszukommen,    da der vertikale Raumbedarf  nunmehr allein durch die Höhe der Giess-      einrichtung und der Giessformen in Giessstel  lung bestimmt wird, und ein Spielraum zum  Absenken der Giessformen nach unten oder  zum Herausheben mittels eines     Kranes    nach  oben nicht mehr erforderlich ist. Ein erfin  dungsgemässer     Vakuumofen    bietet also den  Vorteil, dass Kräne ausserhalb und oberhalb  des Vakuumkessels oder Unterkellerungen  vermieden werden können.

   Durch die Ausbil  dung des die Giessformen aufnehmenden Teils  als Ansatzstutzen zur horizontal liegenden  Trommel wird darüber hinaus der Durchmes  ser der Trommel und damit das zu evakuie  rende Volumen wesentlich verringert, was,  wie ausgeführt, neben dem vakuumtechni  schen Vorteil eine grosse Material- und  Kostenersparnis mit sieh bringt.  



  Es wird im folgenden an Hand von Fi  guren ein Ausführungsbeispiel der Erfindung  näher beschrieben.  



  Fig. 1 zeigt die Gesamtanordnung eines  Ofens gemäss Erfindung.  



  Fig. 2 gibt einen verkleinerten Querschnitt  nach der Linie A-A von Fig. 1.  



  Fig. 3 zeigt ein drehbares Kokillensystem,  das in einem Arbeitsgang mehrere Blöcke zu  giessen gestattet.  



  Fig. 4 zeigt ein weiteres Beispiel eines  Ofens gemäss Erfindung.  



  In Fig. 1 ist 1 eine vertikale Abschluss  wand, nachstehend als Boden bezeichnet, die  zusammen mit einer Glocke 3, die als hori  zontal liegende Trommel ausgebildet ist, einen  Vakuumkessel bildet. Die Kesseltrommel 3  besitzt einen Ansatzstutzen 13 mit abnehm  baren Bodenstück 15. In diesem Ansatz  stutzen ist eine Giessform 12 eingesetzt, in  welche vermittels eines Trichters 8 Schmelz  gut vergossen vergossen werden kann. Die Einrichtung  zum Schmelzen des Gutes kann ein elektrisch  beheizter Schmelztiegel 35 sein, der sich eben  falls im Innern des Kessels befindet, wie in  Fig. 2 gezeigt. Es ist aber auch möglich, das  Schmelzen des Gutes ausserhalb des Kessels  vorzunehmen und das Schmelzgut über eine  Rinne durch die Wand 1 hindurch der Giess  form 12 zuzuleiten.

   An dem Boden 1 des Kes  sels ist durch Streben 17 und 28 eine     vertikale       hohle Säule 16 befestigt, welcher entlang ein  Gleitrohr 23 gehoben und     gesenkt    werden  kann. Zu diesem Zweck ist das Gleitrohr 23  mit einem Stift 24 fest verbunden, welcher  in zwei vertikalen Schlitzen 6     bzw.    27 der  Wand der Hohlsäule 16 laufen kann. Das  Heben und Senken erfolgt     mittels    einer Kette  26, die über eine Rolle 4 läuft und bei 25 mit  dem .Stift 24 verbunden ist. 25 stellt eine  kleine Hilfsrolle dar, um die Kette 26 sich  schlingt. Der Antrieb des Kettenzuges erfolgt  durch einen Motor oder eine Kurbel (durch       7.9,    20 und 21 dargestellt).

   Die Drehbewegung  wird vakuumdicht mittels einer Ringdichtung  18 durch den Boden 1 hindurchgeführt und  treibt eine Rolle 22, welche die Kette 26     auf-          bzw.        abwindet.    Mit dem Gleitrohr -23 ist ein  Tragring 11 fest verbunden, welcher die Giess  form 12     vrmittels    eines Bundes 10 trägt.  Der Trichter 8 wird ebenfalls durch einen  Tragring 9 von Gleitrohr 23 getragen und be  wegt sich beim Heben und Senken mit der  Giessform mit.  



  In Normalstellung ist die Giessform 12 in  den Ansatzstutzen 13 der Trommel 3 abge  senkt. In dieser Lage kann das     Vergiessen    des  Schmelzgutes in üblicher Art und Weise er  folgen. Wenn der Guss beendet ist und die  Giessform mitsamt Inhalt dem Kessel entnom  men werden soll, wird diese so weit gehoben,  dass eine nachfolgende     Horizontalbewegung     der Trommel 3 nicht mehr     behindert    wird.  Die Trommel 3 wird von Rollen 29 getragen,  die auf den Schienen 30 laufen. Nach Ab  ziehung der Trommel 3 vom Boden 1 wird der  bei 7 lösbare Haltering 9 und somit. Trichter  8 abgenommen, und die Giessform kann ent  weder von Hand oder mittels eines Krans ab  gehoben werden. Beim nachfolgenden Arbeits  gang wird eine neue Giessform eingesetzt,  während Haltering 11 gehoben ist.

   Die Trom  mel 3 kann dann ohne Behinderung an den  Boden 1 gefahren werden. Die Giessform wird  darauf abgesenkt, die gewünschte Atmo  sphäre, etwa ein     Vakuum,    durch nicht ge  zeichnete Pumpen     und        Pumpansehlüsse    her  gestellt oder ein Schutzgas eingeführt, und  die Anlage ist wieder betriebsbereit.      Dichtung und Flansehe zwischen dem Bo  den 1 und Trommel 3 sind in Fig. 1 mit 2 be  zeichnet. Das Bodenstück 15 kann bei 14 vom  Ansatzstutzen 13 gelöst werden, was jedoch  lediglich der Montage dient.  



  In Abänderung des beschriebenen Bei  spiels ist es selbstverständlich genau so gut  möglich, die horizontal verschiebbare Trom  mel 3 auf Kugel- oder Rollenlagern, die an  der Unterseite des Kessels angebracht sind  und diesen tragen, laufen zu lassen anstatt  ihn, wie in Fig. 1 gezeigt, mittels Rolle 29 auf  Laufschienen 30 aufzuhängen. Desgleichen  kann die Anordnung auch so getroffen sein,  dass die Trommel 3 feststeht und an Stelle  dessen der Boden 32, der den Kessel bei 31  vakuumdicht verschliesst, geöffnet und ge  schlossen werden kann.

   In diesem Falle wird  zweckmässig auch der Haltering 11 so ausge  bildet, dass er geöffnet oder gelöst werden  kann, so dass bei hochgehobener Giessform  halterung die Giessformen mittels eines hori  zontal beweglichen Kranes aus dem Ofen     ein-          und    ausgefahren werden können.  



  In Fig. 2 ist ein verkleinerter Schnitt nach  der Linie A-A der Fig. 1 dargestellt. Es ist  ein Schmelztiegel 35 ersichtlich, der induktiv  mit einer Induktionsheizspule 36 beheizt  wird. Ein Schauglas 33 dient dem Einblick in  den Kessel zwecks Beobachtung des     Schmelz-          und    Giessvorganges. Der Tiegel 35 ist um eine  Achse 34, die durch den Boden 1 hindurch  geführt ist, kippbar. Fig. 2a zeigt gerade die  Tiegelstellung während des Giessens, während  Fig. 2b Tiegel und Giessform in der Stellung  zeigt, bei der die Trommel 3 ohne Behinde  rung abgefahren werden kann.  



  In Fig. 2 bedeutet 36' den Ansatzstutzen,  37 den Tragring der Giessformhalterung, 38  den Bund mittels dessen die     Giessform    getra  gen wird, 39 die Giesstrichterhalterung und  40 den Giesstricher 41 stellt die     Flanschver-          bindung    zwischen dem Ansatzstutzen 36' und  dem Bodenstück 42 dar.  



  Es besteht auch die Möglichkeit, anstatt  nur einer Giessform der Kokille mit Hilfe  der beschriebenen Einrichtung zugleich meh  rere zu bedienen. In diesem Falle wird in den    Ansatzstutzen 13 bzw. 36' ein Kokillensystem  eingesetzt, das durch eine gemeinsame Halte  rung gehoben und gesenkt werden kann. Ein  solches Kokillensystem ist in Fig. 3 ausführ  licher dargestellt.  



  In Fig. 3 bezeichnet 59 die Doppelwand  eines Ansatzstutzens (13 nach Fig. 1). Der  Zwischenraum zwischen den Wänden wird  von einem Kühlmittel durehströmt. In den  Ansatzstutzen ist ein Korb 60 eingesetzt. Auf  dem verstärkten Boden 64 des Korbes 60  ruhen mehrere Kokillen, von denen zwei 57  und 58 gezeichnet sind. Der Korb 60 wird  von einer Trägerscheibe 63 getragen, die auf  Kugellagern 61 drehbar laufen kann. Die  Kugellager werden ihrerseits von einer an  den Ansatzstutzen 59 mittels einer     Ringdieh-          tung    56 vakuumdicht angeflanschten ringför  migen Platte 55 getragen.  



  Eine drehbare Hohlwelle 62 wird durch  eine Ringdichtung 54     vakuumdieht    abgedich  tet. Durch die Drehung werden die einzelnen  Kokillen sukzessive unter den Giesstrichter ge  bracht und die einzelnen Blöcke werden der  Reihe nach gegossen, ohne dass es erforderlich  ist, die abgeschlossene Atmosphäre im Kessel  innern zu unterbrechen.  



  Häufig ist auch eine Kühlung der Ring  dichtung 54 notwendig. Dies wird durch  Kühlwasser bewirkt, das bei     -14    durch eine       Ringnut.    51 des Dichtungsgehäuses 53 und  durch Bohrungen 58 in die Hohlwelle 62 ein  tritt. Das Kühlwasser steigt in die Welle 62  hoch,     bespült.    den Boden 63     und    kehrt     über     ein Rohr 57 und Bohrungen 59, Ringnut     -19     und     Abflussleitung    45     zurüek.        Um    die.

   ein  zelnen Kühlwasserwege auch     während    der  Drehung der Achse 62     gegeneinander    und  nach aussen hin     abzudichten,    sind die Ring  dichtungen 48, 50 und 52 vorgesehen.  



  Die beschriebene Ausführung eines Va  kuumofens ergibt eine     gi#osse    Materialeinspa  rung und gestattet, die Dimensionen des Kes  sels wesentlich geringer zu halten als erfor  derlich wäre, wenn gleich lange Blöcke in den       übliehen    bekannten Öfen gegossen werden  sollten.      Eine andere Ausführungsmöglichkeit eines  Vakuumofens gemäss Erfindung ist in Fig. 4  dargestellt. In Fig. 4 bedeutet 64 eine hori  zontal liegende Kesseltrommel, 65 und 66 be  zeichnen die beiden Kesselböden, 67 den An  satzstutzen, 68 die Giessform, 69 einen  Sehmelztiegel und 75 die Arbeitsbühne, an  der sowohl der kippbare Tiegel 69 als auch  der Betätigungshebel 70 für das Heben und  Senken der Giessform 68 befestigt sind.

    Fig. 4a zeigt den Augenblick des Giessens,  Fig. 4b) dagegen den Tiegel in seiner verti  kalen Normalstellung,     während    die Giessform  68 hochgehoben ist und daher in dieser Stel  lung das Abfahren der horizontal     verfahr-          baren    Trommel nicht behindert.  



  Wenn die Trommel nicht verfahrbar aus  gebildet ist, dann kann bei hochgehobener       Giessform    und geöffnetem Boden 66 diese  Giessform selbst horizontal mittels eines  Kranes aus dem Ofen heraus- bzw. in ihn  hineingefahren werden.  



  Zur Betätigung der Hebevorrichtung  dient beim Ofen nach Figo. 4 der Hebel 70.  Hebel 70 kann durch eine hydraulische Hub  vorrichtung 71 betätigt werden, wie in Fig. 4  schematisch dargestellt ist. 72 bedeutet den  Drehpunkt des Hebels 70. 73 bezeichnet zwei  Stifte an der Giessform 68, mittels deren der  Hebel 70, der an diesem Ende die Form einer  Gabel besitzt, die Giessform 68 tragen kann.  74 ist der Drehpunkt des kippbaren Tiegels.  Die     Drehachse    des Tiegels wird wiederum  von ausserhalb des Vakuumraumes durch eine  vakuumdiehte Drehdurchführung betätigt.  



  Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungs  form gestattet einen symmetrischen Aufbau  der Ofenanlage. Der Ansatzstutzen liegt (an  ders als bei der Anordnung nach Fig. 2),  nicht seitlich verschoben, sondern in der  Mitte. Für Tiegelschwenkbewegungen erhält  man durch den vollkommen     sy=mmetrischen     Aufbau ebenfalls mehr Platz bzw. ist     es    bei  der symmetrischen Bauweise möglich, mit  noch geringerem Durchmesser der Trommel  auszukommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Ofen zum Giessen langer Blöcke in abge schlossener Atmosphäre mit im Innern eines Vakuumkessels mit. horizontal liegender Trommel vorhandenen Einrichtungen zum Vergiessen von Schmelzgut und das Schmelz gut aufnehmenden Giessformen, dadurch ge kennzeichnet, dass im Innern dieses Kessels eine von aussen betätigbare Hebevorrichtung angeordnet ist, welche die Giessformen im ab geschlossenen Raum in einen Ansatzstutzen der horizonta-1 liegenden Trommel abzusenken beziehungsweise sie aus diesem Ansatzstutzen herauszuheben gestattet, derart.,
    da.ss bei aus dem Ansatzstutzen herausgehobenen Giess formen Horizontalbewegungen relativ zwi schen der Trommel und den Giessformen ohne Behinderung durchgeführt werden können. UNTERANSPRÜCHE 1. Ofen nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeiehnet, dass der Vakuumkessel aus einer feststehenden, vertikalen Abschlusswand und .einer horizontal ver fahrbar en Trommel mit Ansatzstutzen besteht. 2. Ofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Hebevorrichtung an einer vertikalen, feststehenden Abschlusswand des Vakuumkessels befestigt ist. 3.
    Ofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Hebevorrichtung eine vertikale Führungssäule aufweist, entlang' deren eine Giessformhalterung gleiten kann, wobei das Heben und Senken der Halterung mittels Kettenzuges erfolgt. 4. Ofen nach Pa.tent.anspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mit Hilfe ein und dersel ben Hebevorrichtung zugleich mehrere Giess formen gehoben und gesenkt werden können. 5. Ofen nach Patentansprich, dadurch ge kennzeichnet, dass das Heben- bzw. Absenken der Giessformen in den Ansatzstutzen mittels eines hydraulisch betätigten Hebelarmes er folgt.
CH329820D 1955-02-24 1955-02-24 Ofen zum Giessen von Metallen in abgeschlossener Atmosphäre CH329820A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0142584A1 (de) * 1983-11-15 1985-05-29 Elkem Metals Company Verfahren zur Herstellung von Legierungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0142584A1 (de) * 1983-11-15 1985-05-29 Elkem Metals Company Verfahren zur Herstellung von Legierungen

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