CH330672A - Verfahren zur Herstellung von Steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steroiden

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CH330672A
CH330672A CH330672DA CH330672A CH 330672 A CH330672 A CH 330672A CH 330672D A CH330672D A CH 330672DA CH 330672 A CH330672 A CH 330672A
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bisnor
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Ruzicka Leopold Dr Prof
Oskar Dr Jeger
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J71/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton is condensed with a heterocyclic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von Steroiden         Clegenstand    der vorliegenden     Erfindung     ist. ein Verfahren     zur        Herstellung    von     Ste-          roiden    mit einem organischen     Substituenten     in     13-Stellung.       Das erst vor kurzer Zeit isolierte hochwirk  same neue     Nebennierenrindenhormon        Aldo-          steron    der Formel  
EMI0001.0013     
    unterscheidet,

   sich von den bekannten Steroid  hormonen durch den     neuartigen        Substituenten     in     13-Stellung.    Diese Verbindung liess sich  bisher nur durch     Extraktion    von Nebennieren  gewinnen. Da. der Gehalt der Nebennieren an       Atdosteron    sehr klein ist,     ist    es nicht, möglich,       das    für die Therapie     benötigte        Aldosteron     auf diesem Wege in genügender Menge zu  erhalten.

   Es ist daher ein Bedürfnis, neue,  ergiebige     Quellen    für die Herstellung dieses  Heilmittels zu erschliessen.     Bis    heute sind  jedoch keine Verfahren bekanntgeworden,       Aldosteron    auf     synthetischem    Wege herzustel  len. Ausgehend z. B. von den üblichen Aus  gangsstoffen zur Herstellung von Steroidhor  monen     besteht    die Schwierigkeit     offensieht@     lieh darin, die     Methylgruppe    in     13-Stellung     durch eine     Al:dehydgruppe    zu ersetzen.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass in 13-Stel-         lung    durch einen organischen Rest (R) sub  stituierte     Steroide    der Teilformel     II    erhalten  werden, wenn man auf in     13-Stellung        unsub-          stituierte        D-homo-12,1$-bisnor-Steroide    der  Teilformel I, worin R'0 eine freie oder     ver-          esterte        Oxygruppe    bedeutet, ein     wasser-    bzw.  säureabspaltendes     Mittel    einwirken lässt.

    
EMI0001.0045     
    Als Rest R kommt vorzugsweise eine freie  oder funktionell abgewandelte     Carboxyl-          gruppe,    wie     insbesondere    die     Nitrilgruppe,    in  Betracht.      Die     Ausgangsstoffe    können     gesättigt    oder  ungesättigt     und.    von beliebiger     sterischer    Kon  figuration sein.

   In     10-Stellung    können sie  Wasserstoff oder eine     unsubstituierte    oder  substituierte     Methylgruppe    enthalten.     Beson-          (Teres        praktisches    Interesse besitzen die Ver  bindungen mit     cis-Verknüpf        img    der Ringe A  und B und .diejenigen, die     ausgehend    vom       Kohlenstoffatom    5,     d.    h. in 4,5- oder     5,6-          Stellung,    eine Doppelbindung aufweisen.

   Sie  können     weiterhin    beliebig     substituiert    sein,  beispielsweise in 17- bzw. 16- und     17-Stellung     durch diejenigen Seitenketten, welche die       Sterine,.        wie    Cholesterin,     Stibgmasterin,    Ergo  sterin,     die        Ga1#lensäiiren,    wie     Desoxycholsäiire,          Bisnor-,        Nor-        Lind        Ätiansäuren,    die     Spirostane,     wie     Hecogenin,        Rockogenin,

      die     Furostane     und     die        Pregnane    enthalten.     Vorzugsweise     verwendet man Verbindungen mit einer     freien     oder funktionell abgewandelten     Oxy-    oder       Oxögruppe    in     3-Stellung,    wie z. B.

   Ester,  Äther,     Thioester,        Thioäther,        Thiol-    und     Thion-          ester,        Acetale,        Merkaptale,        Enolderivate,    wie       Enolester,        Enoläther    oder     Enamine,        Hyd-ra-          zone,        Semicarbazone    und! dergleichen.  



       Als        Ausgangsstoffe    in     Betraeht.    kommende,  in     13-#Stellung        unsubstituierte        tertiäre        17a-          Oxy-D-homo-12,18-bisnor-steroide        sind,    noch  nicht bekannt. Sie lassen sich aus in     1-3-Stel-          lung        unsubstituierten        17a-Oxo-12,18-bisnor-          steroiden,    z.

   B.     durch        Anlagerung    von Blau  säure, gewinnen, gemäss dem Schema  
EMI0002.0072     
    Vor der Anlagerung an die     17a-Oxogruppe     sollen allfällige weitere     Oxogruppen,    z. B. in       3-Stellung,    z. B. durch     Ketalisieriuig        gessehützt     werden.  



  Geeignete     Wasserahspaltungsmittel    sind  die     Ha.logenide    .des Schwefels und Phosphors,  vor     allem        Thionylchlorid    und     Phosphoroxy-          chlorid,    in organischen Basen, wie     Pyridin     oder     Piperidin.    Die Wasserabspaltung lässt    sich aber auch mit.     mehr    oder weniger konzen  trierten organischen oder anorganischen Säu  ren oder deren     Anhydriden,    z.

   B.     Ameisensäure,          Oxalsäure,        Salzsäure,    Phosphorsäure,     Phosphor-          pentoxyd,    oder mit     anorranisehen    Salzen, z. B.       Zinkehlorid    oder     Kaliumbisulfat,    vorteilhaft.  in     Gegenwart    von     Verdünnungs-    oder Lö  sungsmitteln durchführen.

   Anstatt von den       17-Oxyverbindungen    kann man, wie gesagt,  auch von dien     entsprechenden        Estern    aus  gehen.; diese können erhalten werden, indem  man die     Hy        droxylgruppe    in     17a-Stellung    zu  erst verestert, insbesondere mit.

   einer     Sulfon-          säure,    wie Methan- oder     p-Toliiolsulfonsäure.     Die Ester     können    zur Abspaltung von     Säure     mit Basen,<B>7.B.</B> Alkalien oder Erdalkalien,  wie Natrium-, Kalium,     Caleiumhy        daoxyd    oder       -alkoholat,    z. B.     Kalium-tert.-Butylat,    behan  delt werden.  



  . Die     Verfahrensprodukte    sollen insbeson  dere als     Zwisehenprodukte    zur Herstellung  v an Heilmitteln dienen.  



  Im folgenden     Beispiel    sind die Tempera  turen in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>       4,5,g        'üa-Aeetoxy-17a-oxy-17a-eyan-D-homo-          12,18-bisnor-cholansäuremetliylesterwerden    in  40     cm3        Pyridin    gelöst; unter Kühlung mit  Eis gibt man 1,5     cm3        Thionylchl,oi-id        zii    und  lässt die     Mischung    12 Stunden bei     Raumtem-          peratur    stehen.

   Nach Zugabe von Eis und  Wasser     wird)    das     ausgefallene    Reaktionspro  dukt in Äther aufgenommen, der Äther nach  einander mit verdünnter     Salzsäure,    verdünn  ter     Sololösung    und     Wasser    gewaschen, ge  trocknet und     verdampft.    Nach der     chromato-          graphisehen    Reinigung erhält. man das     d"-3a-          t'          lester-18-säiirenitril,     das im ultravioletten Licht keine     Absorption     aufweist.

   Die     Tetranitromethanprobe        ist    posi  tiv.  



  Der als Ausgangsstoff     verwendete        3a-Acet-          oxy        -17a-oxy-17a.-cyan-D-homo,-12,18-bisnor-          cholansäuremethylester    lässt     sich    wie folgt her  stellen  5 g     äa-Benzoy1ox.3>-l'?-keto-ehoIansäurenie-          thylester,    gelöst in 14 cm-'     Eisessig,    60 ein-           Methanol    und 40     ein--    Chloroform wer  den bei 0      innert    20     Minuten    mit 14,5 g       Kaliumeyanidi    versetzt.

   Man lässt das     Reak-          tionsgemiseh    noch weitere 30 Minuten bei       :5     und 1 Stunde bei 20  stehen. Nach Zusatz       von    Äther wird mit. verdünnter     Natriumbiear-          honatlösung    und Wasser gewaschen,     getroek-          net    und verdampft, und man erhält auf diese  Weise 4,8 g des rollen     3a-Benzoyloxy-12-oxy-          12-eyan-cholansäuremethylesters.     



  Zur Wasserabspaltung werden 4,5 g des  obigen     Cyanhydrines    in 40 ein-'     Py        ridin    ge  löst, unter Kühlung mit. 1,5     cm3        Thiony        lchlo-          rid,        versetzt.    und das     CTemisch    12 Stunden bei  Zimmertemperatur     stehengelassen.    Durch Ver  dünnen des     Reaktions-emisehes    mit Äther  und Waschen des     Äthers    mit.

   verdünnter     Salz-          sä        Lire    und W assen Trocknen und Verdampfen       des        Äthers    werden 4,3 g eines Öls gewonnen,        -elches    zur     Reinigung    an einer Säule aus  130 g Aluminiumoxyd (Akt..     2/)        ehromato-          graphiert    werden.

   Mit     Petroläther        -Ben7-ol-          (3        :l)-Cremiseh    lasen sich     insgesamt    3,7 g des       3a-Benzoy        lo.@        -17a-methylen    - D -     homo    -12-     nor-          eholansätiremethylester-8..säurenitril,s        eluieren.     



  Die obige Verbindung<B>(3,7</B> g) wird, in  100     em-'        Methylenehlorid    gelöst. und die Lö  sung bei -70  ozonisiert.. Nach dem     Abdestil-          lieren    des Lösungsmittels wird das     Ozonid     in 80     em3    Eisessig gelöst.

   und die     Lösun        fl,    nach  Zugabe von 1 g Zink 11/2 Stunden auf dem       @y        asserbaclie        erwärmt.    Die Reaktionslösung  wird mit     Natriumbiearbonatlösung    und Was  ser     gewaschen,        getroeknet    und verdampft, und  man erhält 3,7 ;

       3a-Benzoyloxy-17a-oxo-12-          nor-cholansä.uremethylester-18-säurenitril,    die       zwecks        Ketonspaltung    mit 10 g Kalium  hydroxy d, gelöst in 100     eins        Wasser-Methanol     (3 :1)     vermiseht    und 4 Stunden auf dem       Wasserbade    erhitzt werden.

   Die erhaltene       Rollsäure    wird mit.     Diazomethan        verestert    und  mit     Aeetanhydrid-Pyridin        nachaeetyliert.    Man  erhält 2,9 g     2a-Ae.etoxy-17a-oxo-D-homo-12,18-          liisnor-eholansäuremethylester,    der nach Um  lösen     aus        Methanol    bei 146-147  :schmilzt.  



  Zwecks     Cyanhyd'rin-Bildung    behandelt  man 220     mg-    des obigen     Ketons    mit einem       Gemisch    von 2     cm3    Blausäure, 1/2     cm3    Chloro-    form und 0,2     em3        Triäthylamin    über Nacht  bei 20 .

   Nach     Zusatz    von Äther wird mit  verdünnter     Natriumbicarbonatlösung    und       Wasser    gewaschen, getrocknet und     verdlampft     und man erhält den     3a-Acetoxy-17a-oxy-17a-          eyan-D-homo        -12,18-bisnor-        eho-Iansä-Lrremethyl-          ester,    der     aus    Methanol     kristallisiert;        I'.    = 144  bis 146      (Zerr.).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von in 13-Stel- lung durch einen organischen Rest (R) sub stituierten Steroiden der Teilformel EMI0003.0108 dadurch gekennzeichnet, dass man in 13-Stel- lung unsubstituierte D-homo-12,
    18-bisnor-Ste- r oide der Teilformel EMI0003.0116 worin WO eine freie oder veresterte Oxy- gruppe bedeutet, mit wasser- bzw. säureab spaltenden Mitteln behandelt. L NTER.LN SPRÜ CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da dureh gekennzeiehnet, da.ss man auf in 13 Stellung ungabstituierte 17a-Oxy-17a.-Cy an-D- homo-12,18-bisnor-steroid@e wasserabspaltende Mittel einwirken lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, daadiirch gekennzeichnet, dass man einen 17a-Oxy-17a-cya-n-D-homo- 12,18-bisnor-cholansäure.ester als Ausgangs- stoff verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss man 3a-Acetoxy-17a-oxy-17a-eyan-D- liomo-12,18-bisnor-cholansäuremethjester als Ausgangsstoff verwendet..
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