CH330802A - Geschmeidige, wärmeisolierende Stoffbahn für Kleidungsstücke, Schlafsäcke, Decken und dgl. - Google Patents
Geschmeidige, wärmeisolierende Stoffbahn für Kleidungsstücke, Schlafsäcke, Decken und dgl.Info
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Description
Geschmeidige, wärmeisolierende Stoffbahn für Kleidungsstücke, Schlafsäcke, Decken und dgl. Es ist bekannt, Kleidungsstücke wie -,Nfän- lel, Anzüge Lind lacken für Zivilisten, Sport ler lind Militär, ferner auch Sehlafdeeken und andere Gegenstände dadurch mit wärmeisolie renden Eigenschaften zu versehen, dass man diese Gegenstände mit mehr oder weniger dik- ken Einlagen aus -Watte, Kapok oder ähn- liehen Materialien ausstattet.
Solche wärmeisolierende Einlagen ei-geben ,jedoch sehr oft nicht das gewünschte Resul tat, weil die Isoliermaterialien feiiehtigkeits- durchlässig oder -aufsaugfähig sind und da durch sehr schnell und völlig ihre isolierende Wirkung verlieren. Auch mangelnde Wind- diehtigkeit wird als unangenehm empfunden.
Die Empfindlichkeit aller diese Isolier materialien gegen von aussen eindringende Feuchtigkeit und gegen die vom Körper durch Transpiration abgegebene Feuchtigkeit hat dazu geführt, das Isoliermaterial, z. B. 'Watte, zwischen zwei wasserundurehlässige Gummi<B>-</B> schichten einzubauen. So wurden züm Beispiel. flir militärische Zwecke Schuhe auf diese Art, und Weise isoliert, wodurch das Isoliermate rial gegen das Eindringen von Transpiration von der 'Sehuhinnenseite und von Feuehtig- keit von der Sehuhaussenseite geschützt ist und daher stets trocken bleibt.
Die bei Schuhen mit solchem Verbund material erzielten guten Ergebnisse lassen sieh jedoch bei Kleidungsstücken nicht her- beifähren, da für letztere in dieser Hinsicht andere Gesichtspunkte massgebend sind als für Schuhe.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, ein für Kleidungsstücke geeignetes wärmeiso lierendes Verbundmaterial zu schaffen, bei dem die Isolierwirkung weder durch Feuchtig keit noch durch Transpiration oder Kondens- feuchtigkeit, wie z. B. beim Regenmantel, be einträchtigt werden kann. Dieses Verbund- niaterial soll vor allem so beschaffen sein, dass es in der bei der Konfektion gewohnten Weise verarbeitet werden kann. Ferner darf es die Ansehmiegsamkeit eines damit auszustatten den Kleidungsstückes nicht nachteilig beein flussen, muss also möglichst geschmeidig sein.
Ferner sollen sein Gewicht und seine, Dicke so gering wie möglich gehalten werden, so dass die damit hergestellten Kleidungsstücke nicht durch ein übermässig hohes Gewicht unange nehm wirken, und wenig auftragen. Hinzu kommt nochdie Forderung absoluter Gerucli- losigkeit und völliger Wetterbeständigkeit, be- <B>j</B> sonders unter dem Einfluss starker Sonnen bestrahlung. Die Verwendung von Gummi scheidet infolgedessen aus.
Es wurde nun gefunden, dass alle diese Forderungen sich mit einer Stoffbahn nach der Erfindung erfüllen lassen. Diese Stoff bahn ist folgendermassen beschaffen: <B>1.</B> Sie weist eine weiche und lockere Iso- liersehieht auf.
2. Diese Isoliersehicht befindet sich zwi- sehen zwei höchstens<B>0,05</B> mm dicken Kunst stoffolien.
<B>3.</B> Die Isolierschicht ist mit den Folien stellenweise und locker verbunden.
Die Isolierschicht muss schmiegsam sein' damit die Stoffbahn als Ganzes schmiegsam ist. Sie sollte da-her nicht aus steifen Materia lien wie Jute, Hanf, Leinen, Kapok oder Ross- haar bestehen. Es kommen vielmehr vor allem weiche Materialien, welche für die Aufnahme von Feuchtigkeit empfindlich sind, wie z. B. Watte, flaumige Wollstoffe, in Betracht. Man kann aber auch lockere Schaumstoffe mit offenen und geschlossenen Zellen verwenden.
Die Verwendung von Kunststoffolien ist in der Bekleidungsindustrie an sieh bekannt, jedoch nicht in der Form so dünner Folien und in der genannten Kombination mit einem -weichen Isoliermaterial. Hierbei sind Folien geeignet, welche genügend zähelastisch sind, dass sie trotz der geringen Dicke nicht reissen. Sie sollten eine gewisse Festigkeit besitzen, wie sie zum Beispiel Folien aus Vinylharzen, ins besondere aus Polyvinylehlorid oder dessen Mischpolymerisaten, aus Polyäthylen, Cellu- loseaeetat u. a. in., eigen ist.
Von wesentlicher Bedeutung ist die Art, wie die Folien mit dem Isoliermaterial ver bunden werden. Steife Verbindungen, wie sie zum Beispiel durch vollständiges Verkleben oder starres Versteppen mittels durchgehen dem Vernähen der Folien mit dem Isolations material erhalten würden, eignen sich hier für nicht. Die Folien dürfen miteinander und mit der Isoliersehieht nur stellenweise und locker verbunden sein, so dass aus den genann ten zwei Kunststoffolien und der dazwischen liegenden Isolierschicht ein einheitlicher zu sammenhängender Verbundstoff entsteht, der schmiea,sam wie ein üblicher Textilstoff ist und sich wie-ein solcher verarbeiten lässt.
Die Kunststoffolien müssen also verhält nismässig dünn sein, damit die Werkstoffbahn die erforderliche Geschmeidigkeit aufweist. Fblien, die zum Beispiel weniger als 0,02 mm Dicke aufweisen, kann man in Abständen von höchstens<B>10</B> cm mit der Isolierschicht locker verbinden,<B>7.</B> B. durch Versteppen, sei es in der Längs- oder Querriehtung oder auch in beiden Richtungen. Sollen dagegen Folien: verwendet werden, die etwas dicker sind, eventuell bis<B>0,05</B> mm Dicke, und die daher eine grössere Festigkeit aufweisen, so wird durch Verbinden mittels Versteppen die Werkstoffbahn bereits za steif und zuwenig biegsam.
In diesem Falle ist es zweckmässig, die Folien mit dem Isoliermaterial so zu ver binden, dass die beiden Folien sieh etwas gegeneinander verschieben lassen.
Damit die Folien sieh gegenüber dem Isoliermaterial etwas verschieben lassen, ist es zweckmässig, die VerbindLingsnähte auf einer für diesen Zweck eingestellten Spezial- nähmasehine herzustellen, und zwar so, dass die Spannung des Fadens nicht das lockere Isoliermaterial örtlieh zusammenpresst. Dfe Nähfäden werden dann so durch das ganze Isoliermaterial hindurehgeführt,
dass keine der bei solchen lockeren C-Tebilden sonst übli- ehen Einschnürun'gen eintreten können. Es sollen also die Nähfäden von der einen zuir andern Seite des Verbundstoffes ohne ört liches Zusammenziehen der beiden Folien in folge örtlicher Zusammenpressung des dazwi- sehenliegenden Isoliermaterials durch alle drei Schichten hindurehgeführt werden.
Die Kunststoffolien sind wasserdicht und damit normalerweise auch weitgehend luft undurchlässig, so dass die dazwischenliegende Isoliersehieht vollständig vor Wind und Nässe geschützt ist. Es ist jedoch oft eine gewisse Luftdurehlässigkeit erwünseht, um zum Bei spiel heisser Luft oder Ausdünstungen des Körpers durch den Verbundstoff hindurch den Austritt ins Freie zu erleichtern.
Man kann in diesem Fall die Kunststoffolien durch Anbringen feiner Poren etwas luftdurehlässil- machen, ohne dass ihre Wärmeisolierfähigkeit sowie Wind- und Wasserdiehtheit praktisch beeinträchtigt werden. In dieser Hinsicht hat zum Beispiel das Versteppen der Folien und des Isoliermaterials gerade den Vorteil, dass die durehsteppten Folien infolge der damit verbundenen feinen Durehbohrungen in gerin gem Masse luftdurchlässig werden.
Man kann auch die durch den Verbund stoff vermöge der guten Wärmeisolierung be wirkte Wärmestauung bei Kleidungsstücken dadurch etwas mildern, dass nur solche Folien zur Verwendung kommen, die in bekannter Weise bei der Herstellung bereits etwas porös und durchlässig für Luft, jedoch nicht für Wasser, gemacht sind.
Die so hergestellte Stoffbahn kann beliebig weiterverarbeitet werden, z. B. indem man sie mit Stoffen umhüllt und zur Herstellung von Kleidern,<B>'</B> Mänteln, Schlafsäcken und derglei- ellen verwendet.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Gesehmeidige, wärmeisolierende Stoffbahn für Kleidungsstücke, Schlafsäcke, Decken und dergleichen, mit einer weichen und lockeren 1,soliersehieht zwischen zwei wasserdichten Schichten, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden wasserdichten Schichten aus höchstens <B>0,05</B> mm dicken Kunststoffolien bestehen, wel- ehe miteinander und mit der Isoliersehieht stellenweise und locker verbunden sind.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Stoffbahn nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die Kunststoff folien miteinander und mit der Isolierschieht so locker verbunden sind, dass sie sieh gegen einander in begrenztem Ausmass verschieben lassen.<B>-</B> 2. Stoffbahn nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Reihe von Verbindungsstellen der Schichten aufweist. <B>3.</B> Stoffbahn nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass der Abstand be nachbarter Verbindungsstellen der Schichten voneinander höchstens<B>10</B> cm beträgt. 4.Stoffbahn nach Patentanspr-Lieh, da durch gekennzeichnet, dass die Isolierschicht mit den Kunststoffolien durch Nähte verbun den ist. <B>5.</B> Stoffbahn nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Folien unter sieh und mit der Isolierschicht durch von einer Seite bis zur andern Seite des Stof fes durchgehende Nähfäden derart verbunden sind, dass dadurch die lockere Isolierschicht an den Verbindungsstellen nicht zusammen gedrückt wird.<B>6.</B> Stoffbahn nach Patentanspruch, d & durch gekennzeichnet, dass die Kunststoffolien mit so leinen Poren versehen sind, dass sie luftdurchlässig sind.
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