CH330876A - Stromwandlermesseinrichtung nach dem Kompensationsverfahren von Schering-Alberti - Google Patents
Stromwandlermesseinrichtung nach dem Kompensationsverfahren von Schering-AlbertiInfo
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Description
Stromwandlerme#einrichtung nach dem Kompensationsverfahren von Schering-Alberti Die bekannteste Stromwandlermesseinrich- tung nach dem liompensationsverfahren von Schering-Alberti (siehe Fig. 1), beruht auf dem Prinzip, dass eine von der sekundären Stromstärke des zu untersuchenden Strom wandlers. Y abhängige Spannung durch eine on der Primärstromstärke des Prüflings abhängige Spannung nach Grosse und Phase kompensiert wird.
Dabei wird der Primär- strom J1 des Wandlers über einen praktisch kapazitäts-und induktionsfreien Normalwi (lei-stand Ni geleitet, an dem er einen be stimmten Spannungsabfall hervorruft. Dieser Spannungsabfall wird dem parallel zu Ni lie genden sogenannten Messzweig B zugeführt, welcher aus festen Widerständen und einem Sehleifdraht besteht, an welchem der Strom felller des. Wandlers direkt in Prozenten abgelesen werden kann.
Parallel zu bestimmten Teilen des Messzweiges liegt umsehaltbar ein Dekaden-Kurbelkondensator C, weleher zur Kompensation des Fehlwinkels des Prüflings dient. Der Sekundärstrom J2 des Prüflings speist einen ebenfalls praktiseh kapazitätsund induktionsfreien Normalwiderstand N2, an lez er einen dem Sekundärstrom proportionalen Spannungsabfall hervorruft. Dieser Spannungsabfall wird dem parallel zu N, lie genden Widerstandsteiler W zugeführt.
An diesem Widerstandsteiler wird je naeh dem rbersetzungsverhältnis des Prüflings und der (irosse des verwendeten Normalwiderstandes N1 ein bestimmter Spannungsabfall abgegriffen, welcher unter Verwendung des Null- instrumentes VG (meist ein Vibrationsgalvanometer) durch die Spannung an dem Messzweig und dem Dekadenkondensator nach Grösse und Phase kompensiert wird.
Der Vorteil der Kompensationsmethode gegenüber einer Differenzmethode ist im allgemeinen der, dass sie die Messung jedes beliebigen Übersetzungsverhältnisses ermöglicht.
Man braucht dazu lediglich einen entspre chenden Spannungsabgriff am Widerstands- teiler zu wählen.
Zur Erfassung aller möglichen Primär- strume ist eine grössere Anzahl von Primär Normalwiderständen notwendig, welche bei hohen Strömen zur Vermeidung unzulässiger Erwärmung mit Wasser gekühlt werden müssen. Man ist daher in letzter Zeit dazu übergegangen, an ihrer Stelle primärseitig vielfach umschaltbare, bis zu den höchsten Stromstärken reiehende Normalstromwandler ATIV zu verwenden (siehe Fig. 2), welche mit ihrem Sekundärstrom einen Normalwiderstand Ni speisen, der ein für allemal derselbe sein kann, d. h. meist für 5 A ausgelegt ist.
An diesem Normalwiderstand wird wie in Fig. l die Kompensationsspannung abgegriffen.
Um eine dem verwendeten Nullinstrument entsprechende, genügendhoheKompensationsspannung zu erhalten, muss der Spannungs abfall an dem Sekundär-Normalwiderstand N2 genügend gro# sein, d. h. der Widerstandswert N2 darf eine bestimmte Grösse nicht un terschreiten. Dadurch ergab sich für den Prüf ling oft eine so gross Belastung J22#N2, da# es nicht möglieh war, ihn bei kleineren Belastungen, wie sie z. B. durch die Wandlerregeln vorgeschrieben sind, zu messen.
Erfindungsgemäss # lä#t sich dieser Nachteil dadurch beseitigen, da# die zu kompen- sierende Spannung von einem Zwischenwandler geliefert wird, der primärseitig vom Sekundärstrom des Prüflings gespeist ist und dessen Sekundärseite an den Widerstands- teiler der Wandlermesseinrichtung ange sehlossen ist. Dabei kann man den Spannungsabfall an diesem Teiler in gewünschter Weise erhöhen und damit die Empfindlichkeit der Prüfeinrichtung steigern.
Dieser Zwischenwandler kann mit einem so kleinen Eigen- verbrauch ausgelegt werden, dass es möglieh wird, Wandler auch unter Berücksichtigung der ausserdem in seinem Sekundärkreis wirkenden Widerstände mit der kleinsten noch vorgeschriebenen Belastung (Prüfbürde) zu messen.
Fig. 3 zeigt eine bezüglich der eigentlichen Messeinrichtung (Widerstandsteiler, Mess zweig, Vibrationsgalvanometer) unveränderte bekannte Schaltung mit einem zwischen Prüfling X und Teiler W vorgesehenen Zwischenwandler ZW2. Damit der Wandlerfehler dieses Zwischenwandlers ZW2 nicht in die Messgenauigkeit der Priifeinrichtung eingeht, schaltet man nach der zweckmässigen in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform der Erfindung an Stelle des Normalwiderstandes Ni an die Sekundärseite des Normalstromwand- lers NW einen gleichen Zwischenwandler ZW1, welcher den Messzweig speist. Wählt man den Widerstand des Messzweiges und des Teilers gleich gross, so haben beide Wandler auch dieselbe Belastung.
Die beiden Zwischenwandler sind also, sofern sie fehlerbehaftet sind, in ihrer Fehlereharakteristik gleich, d. h. ihre Fehler heben sich bei der Messung heraus. Weichen die Fehler dieser Zwischenwandler voneinander ab, so geht nur ihre Fehlerdifferenz in die Messung ein. Diese Tatsache ergibt jedenfalls nur einen Fehler zweiter Grössenordnung, der also vernach lässigt werden kann. Ausserdem ist es gar nicht notwendig, diese beiden Zwischenwandler für sich allein genau abzugleichen. Sie müssen beide in ihren Fehlern nur mögliehst gleich sein.
Es ergeben sich also clurch die Verwendung zweier solcher Zwischenwandler die Vorteile, dass sich die Kompensations- spannung und damit die Empfindlichkeit der Messeinrichtung erhohen und dass sich gleich- zeitig die Belastung des Prüflings durch die Messeinrichtung verkleinern lässt. Ausserdem sind die Zwischenwandler gegen Überlastungen unempfindlicher als Ohmsche Wider stände und besser in ihrer zeitlichen Eon- stanz.
Weichen die Sekundärstrome von Normalwandler 1fW und Prüfling X sehr stark voneinander ab, so können sieh am Widerstands- teiler W unerwünscht kleine Teilspannungen ergeben, welche die Empfindlichkeit herab- setzen. Uni dies zu vermeiden, versieht man den an den Prüfling oder den an den Nor malstromwandler angeschlossenen Zwischenwandler ZW2, ZW1 primärseitig mit verschiedenen Anzapfungen, am besten mit Anzapfungen für die genormten sekundären Nennstrome von 1 bis 5 und 10 A. An Stelle der Anzapfungen kann man diesen Zwischenwandler primärseitig auch umschaltbar maehen.
Am besten erfolgt dies in der Weise, dass man die Primärwicklung in so viele Teile unterteilt, dass bei jedem Übersetzungsver- hältnis die gleichen Wicklungen benutzt werden, und zwar dureh entspreehende Reihen-, Reihenparallel- oder reine Parallel sehaltungen. Es ist dadurch die Gewähr gegeben, dass die Ililfswandlerfehler bei jedem Übersetzungsverhältnis dieselben bleiben. Zur Erzielung definierter Potentialverhältnisse innerhalb der Stromwandlermesseinrichtung wird vorteilhafterweise zwischen die Primärund Sekundärwicklung der Zwischenwandler ein metallischer Schirm gelegt, der entweder mit Erde oder einem andern gemeinsamen Punkt der Einrichtung verbunden wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Stromwandlermesseinrichtung nach dem Kompensationsverfahren von Sehering-Al- berti, dadurch gekennzeichnet, dass die zu kompensierende Spannung von einem Zwischenwandler (ZW2) geliefert wird, der primär seitig vom Sekundärstrom des Prüflings (X) gespeist ist und dessen Sekundärseite an den Widerstandsteiler (W) der Wandlermesseinrichtung angeschlossen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Stromwandlermesseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass auch die Kompensationsspannung über einen Zwischenwandler (ZW1) geliefert wird, der von einem mit dem Prüfling (X) primärseitig in Reihe liegenden Normalstromwandler (NW) gespeist ist und dessen Sekundärseite an den Messzweig (R, C) der Wandlermess einriehtung angeschlossen ist.2. Stromwandlermesseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Zwischenwandler (ZW1, ZW2) gleichartig ausgeführt sind.3. Stromwandlereinrichtung nach Unter anspriiehen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da# mindestens einer der Zwischenwandler (NW1, NW2 mit umschaltbaren Wicklungsteilen versehen sind, die bei entsprechender Auswahl bei Abweichen des sekundären Nenn- stromes des Prüflings (X) vom Sekundaren Nennstrom des Normalwandlers (NW) je weils mindestens annähernd gleich grosse Spannungen liefern.4. Stromwandlermesseinrichtung nach Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich- net, dass der Eigenverbrauch des von dem Prüfling (X) sekundärseitig gespeisten Zwi schenwandlers (ZW2) so klein ist, dass der Prüfling unter Berücksichtigung der ausserdem in seinem Sekundärkreis wirkenden Widerstände noch mit der kleinsten vor geschriebenen Prüfbürde gemessen werden kann.5. Stromwandlermesseinrichtung nach den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwandler mit einem Schirm zwischen der Primär und Sekundär- wicklung versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE330876X | 1954-06-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH330876A true CH330876A (de) | 1958-06-30 |
Family
ID=6193231
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH330876D CH330876A (de) | 1954-06-21 | 1955-05-17 | Stromwandlermesseinrichtung nach dem Kompensationsverfahren von Schering-Alberti |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH330876A (de) |
-
1955
- 1955-05-17 CH CH330876D patent/CH330876A/de unknown
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