Bördelmaschine für Dosenverschlüsse Die Erfindung bezieht sich auf eine Bör- delmasehine für Dosenverschlüsse. Die Erfin dung bezweckt die Schaffung einer Bördel- maschine für Dosenverschlüsse, bei der un vermeidliche 1lassabweichungen, wie Blech stärke des Dosenverschlusses oder Dicke der Dichtung, ohne Zutun des die Maschine be dienenden Arbeiters selbsttätig ausgeglichen werden.
Die mit einem Bördelwerkzeug, einem Druckzylinder mit Kolben und Kolbenstange sowie einem Dorn zum Spreizen des Bördel- werkzeuges versehene Bördelmaschine für Do senverschlüsse ist erfindungsgemäss gekenn zeichnet durch einen zweiten Druckzylinder mit Kolben und Kolbenstange, durch eine an der Kolbenstange befestigte Aufnahmevor richtung für die Dose und einen einstellbaren Anschlag, gegen den der Rand des Dosenver schlusses vor dem Einbördeln unter Einwir kung des Druckes des zweiten Druckzylinders fest zum Anliegen gebracht werden kann.
Es kann ein zwischen die Druckquelle und den zweiten Druckzylinder eingeschaltetes Geschwindigkeitsregtdierventil zur Verwen dung kommen.
Als druckabgebendes Medium für die Druckzylinder kann ein gasförmiger oder flüs siger Stoff, zum Beispiel Pressluft oder Hy- drauliköl , Verwendung finden.
In der Zeichnung sind die, die Herstel- 1\ung des Verschlusses betreffenden Fig. 1 bis 3 sowie in Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es soll zunächst an Hand der Fig. 1 bis 3 ; der Zeichnung mit der Maschine nach dem Beispiel herzustellender Dosenverschluss und seine Anbringung auf einer Dose dargestellt werden.
Fig. 1 zeigt ein Aerosolventit alis Beispiel, eines solchen Dosenverschlusses. Dieses Ventil hat. einen umgebördelten Rand cc, in dessen Innerem sich eine gummiartige, durch Striche- lung dargestellte Dichtungsmasse b befindet. Es ist ferner in bekannter Weise mit einem Ventilstutzen e versehen.
F'ig. 2 zeigt eine Aerosoldose, die einen verdickten Rand c aufweist.
In Fig.3 sind beide Teile durch Ein- bördeln verbunden. Man sieht, dass das Aerosolventil durch die Einwirkung eines Bördelwerkzeuges eine Ausbuchtung d er halten hat, die genau am verdickten Rand c anliegt. Dadurch ist ein straffes Anziehen des Verschlusses auf den Dosenrand und somit eine hermetische Dichtung gewährleistet..
Die Dichtungsmasse b wird in der Regel in verdünntem Zustande in den umgebördel ten Rand a. eingegossen. Nach dem Verdun sten des Lösemittels bildet sich dann ein als Dichtung dienender Gummifilm. Es ist klar, dass zum Zwecke des dichten Anliegens des Verschlusses am Dosenrand beim Einbördeln ein gewisser Druck angewendet werden muss, der jedoch nicht so gross sein darf, dass etwa Deformationen der Dose eintreten.
Die Fig.4 zeigt in schematischer Darstel lung eine Grundplatte 1, auf der die beiden Säulen 2 montiert sind. Anden Säulen 2 .: sind das Joch 3 und die obere Platte, 4 befestigt. Das Joch 3 trägt das BördelWerkzeug 5, das nach Art einer -Spannzange mehrere Schlitze ö aufweist, von denen in der Zeichnung nur einer dargestellt ist.
Das Bördelwerkzeug be sitzt an seinem untern Ende einen wulst- artigen Rand 7, durch den das eigentliche Einbördeln, das heisst das Eindrücken des Verschlusses gemäss d (Fig.3) erfolgt.
Am Joch 3 ist ferner eine Gewindehülse 8 mit einer darauf verstellbaren Überwurf mutter 9 befestigt, die den einstellbaren An schlag für den Rand des Dosenverschlusses bildet.
Auf der obern Platte 4 ist der Druck zylinder 10 mit dem Kolben 11, der Kolben stange 12 und dem daran befestigten Dorn zum Spreizen des Bördelwerkzeu gs 13 be festigt. Die Nummern 14 und 15 bezeichnen Ein- bzw. Ausströmöffnimgen für das druck abgebende Medium, das im vorliegenden Aus führungsbeispiel Pressluft ist. Mit. dieser kann also sowohl die Unterseite wie die Oberseite des Kolbens 11 beaufschlagt werden, so da.ss Hubbewegungen in beiden Richtungen erfol gen können.
Die Steuerung erfolgt durch ein: Fussventil, das in der Zeichnung nicht, dar gestellt ist. Drückt man auf das Fussventil, so strömt Pressluft in den über dem Kolben liegenden Zylinderraum, während gleichzeitig der unter dem Kolben liegende Zylinderraum entlüftet wird. Nimmt man den Fuss vom Fussventil fort, so tritt der umgekehrte Vor gang ein, so dass der Kolben steigt.
Auf der Grundplatte 1 befindet sich ein zweiter Druckzylinder 16 mit einem Kolben 17, einer Kolbenstange 18 und einer Auf nahmevorrichtung für die Dose in Formeines Tischchens 19, auf das die Aerosoldose 20 gestellt ist. Ausserdem sind im obern Zylinder raum als Bremsfeder eine Spiralfeder 2.1 und ein Entlüftungsloch 22 vorgesehen. Der Zylinder 16 wird durch die Ein- und Ausströmöffnung 23 nur von unten her mit Pressluft beaufschlagt, was durch Betätigung eines in der Zeichnung mit. 24 bezeichneten Tasterventils geschieht.
Drückt man auf den Taster dieses Ventils, so strömt Pressluft un ter dem Kolben 17 und hebt diesen, wobei der Rand des Dosenv erschlusses vor dem Ein- bördeln am Anschlag 9 fest zum Anliegen kommt. Lässt man den Taster los, so wird der untere Zylinder rauen entlüftet.
In der Pressluftleitung 25 befindet sich zwischen dem Tasterventil 24 und der Ein- und Ausström- öffnung 23 ein Geschwindigkeitsregulierv entil 26, durch das man die Geschwindigkeit des Hubes bei gleichbleibendem Druck verstellen kann. Dies ist wichtig, da zum Beispiel Eisen blechdosen ein rasches, schlagartiges Arbeiten gestatten, während Aluminiumdosen viel sanf ter an den Anschlag herangefahren werden müssen, um Deformationen zu vermeiden.
Ent lüftet man den untern Zylinderraum durch Fortnehmen des Fingers vom Tasterventi124, so senkt sich der Kolben unter Einwirkung der Bremsfeder 21 sowie des auf dem Kolben lastenden Gewiehtes. Er gelangt dadurch in seine Ausgangsstellung zurück.
Der Anschlag 9 (Überwurfmutter) wird entsprechend den Massen der Verschlüsse (Blechstärke und Dichtungsstärke) sowie des Randes der Dosen so eingestellt, dass durch den Bördelvorgang die Ausbuchtung d (Fig. 3) in die für die hermetische Dichtung gün stigste Lage kommt. Fabrikatorische Mass abweichungen werden dabei durch die elastisch nachgiebige Anordnung des Kolbens 17 ohne weiteres ausgeglichen, wodurch Fehleinbörde- lungen oder dauerndes mechanisches Nach stellen vermieden sind.
Das Arbeiten mit der Maschine geht. fol gendermassen vor sich: 1. Takt: Dose 20 auf Tisch 19 stellen, nach dem vorher der Verschluss lose aufge setzt wurde.
2. Takt: Tasterventil 24 drücken. Tisch 19 hebt sich und presst die Dose 20 mit dem notwendigen Druck gegen den An schlag 9. 3. Takt: Betätigung des Fussventils (Drücken). Spreizdorn 13 geht nach unten und spreizt Bördelwerkzeug 5. Dadurch wird das Einbördeln vollzogen.
4. Takt: Fussventil und nachher Tasterventil loslassen. Tisch 19 mit der fertig ge- krempelten Dose sinkt in Ausgangsstel lung zurück. Spreizdorn 13 geht nach oben.
5. Takt: Dose vom Tisch 19 fortnehmen. Zy klus beendigt.
Es isst klar, dass diese einfachen Vorgänge unter Zuhilfenahme bekannter .Steuer- und Transportmittel so gestaltet werden können, dass diese ohne jegliche Mitwirkung einer menschlichen Arbeitskraft die Einbördelun.g vornehmen können.