CH330979A - Lagerungsvorrichtung eines Maschinenläufers mit starr gekuppelten Läuferteilen - Google Patents
Lagerungsvorrichtung eines Maschinenläufers mit starr gekuppelten LäuferteilenInfo
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Description
Lagerungsvorrichtung eines Maschinenläufers mit starr gekuppelten Läuferteilen In zunehmendem Masse werden die Wellen grosser, mehrere Gehäuse besitzender Maschi nensätze starr gekuppelt. Dabei müssen oft zwei Lager nahe nebeneinander angeordnet werden, die meistens in den gleichen Lager bock oder, wie es bei Turbinen der Fall ist, in den Abdampfstutzen der Niederdruckteile eingebaut sind. Bekanntlich ist es kaum möglich, ein Ma schinenteil, beispielsweise eine Büchse, so in ein Gehäuse einzupassen, dass es gleichzeitig an zwei Stellen in gleichem Masse trägt. Ebensowenig gelingt es, eine zum Beispiel viermal gelagerte, relativ starre Welle in zwei dicht nebeneinanderliegenden Mittellagern in gleichem Masse zum Tragen zu bringen. Wenn sich zwei solche Lager in einem Lagerbock, z. B. an einer Turbine, befinden, so kommt erschwerend hinzu, dass der Lagerbock durch die Abstrahlung von Wärme von den Gehäu sen und durch die Bespülung mit heissem Öl einer Wärmedehnung unterliegt. Wenn die Lager in einen Abdampfstutzen eingebaut sind, der sich unter dem Einfluss des Vakuums und der verschiedenartigen Wärmezustände oder bei Fundamentänderungen. verziehen kann, so können sich die Belastungsanteile der beiden Lager stark ändern. Infolge Veränderung der Lagerhöhe eines der beiden dicht nebeneinanderliegenden La ger kann nun der Fall eintreten, dass ein Lager überhaupt. nicht mehr trägt, so dass eine andere als die berechnete kupplungskri tische Drehzahl auftritt. Diese neu auftre tende kritische Drehzahl kann zum Beispiel mit der Betriebsdrehzahl zusammenfallen, in ihrer Nähe liegen oder in einem Drehzahl gebiet liegen, in dem die Turbine eventuell des öfteren läuft. Zwecks Schaffung einiger massen zulässiger Lagerungsverhältnisse und Verhinderung starker Veränderung der kriti schen Drehzahlen wurde bisher folgender Weg beschritten: Der zwischen den beiden Mittellagern be findliche Wellenabschnitt des starr gekuppel- ten Läufersystems wird mit geringerem Aussendurchmesser und grösserem Lager abstand, d. h. also elastisch, ausgeführt, und zwar so, dass nur das Drehmoment, aber nicht das volle Biegemoment übertragen wird. Für derartige, mit einem langen Kupplungsfeld versehene Systeme sind aber längere Schmiede stücke notwendig. Ausserdem ergibt sich eine zu grosse Baulänge des Maschinensatzes. Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, für die Fälle, in denen die starr gekuppelten Läufer zwischen den Gehäusen zweimal ge lagert werden müssen und eine Vergrösserung der Baulänge durch Zwischenschalten eines langen Kupplungsfeldes nicht möglich oder nicht erwünscht ist, eine geeignete Lagerung zu schaffen. Die Erfindung betrifft eine Lagerungsvor richtung eines Maschinenläufers, der aus zwei oder mehr starr miteinander gekuppelten Tei len besteht und mittels zweier Lager beider seits der Kupplung und so nahe der Kupp lung gelagert ist, dass die Last jedes dieser Lager nicht eindeutig bestimmt sein würde, wenn die Lager fest wären. Die Erfindung be steht darin, dass eines der beiden der Kupp lung benachbarten Lager nachgiebig mit vor bestimmter Kraft an die Welle angepresst wird, während das andere Lager unnachgiebig ist. Dieses Anpressen kann durch Öldruck oder durch Federkraft erfolgen. Die Lage rungsvorrichtung kann bei reinen Turbinen läufern oder bei Turbinenläufern, die mit einem Generatorläufer gekuppelt sind, ange wendet werden. Durch entsprechende Bemes sung zum Beispiel des Ölkolbens zum Anpres sen des Lagers bzw. der einen Lagerschale und genaue Abstimmung des Anpressöldruckes kann man erreichen, dass von dieser beweg lichen Schale gerade die Kraft aufgenommen wird, die bei einwandfreiem Tragen von dem Lager aufgenommen worden wäre. Dieses vom Öldruck angepresste Lager braucht nur gegen Drehung gesichert zu wer den und kann in vertikaler Richtung, z. B. in zwei im Lagerbock eingebauten Gleitschienen, geführt werden. Die Führung des Läufers in der horizontalen Ebene kann das starr ein gebaute Lager übernehmen. Auf diese Weise ist. es möglich, stets für eine einwandfreie und dem Berechnungs zustand entsprechende Lastverteilung auf die beiden nebeneinanderliegenden Lager zu sor gen, unabhängig davon, ob der Lagerbock selbst unter dem Einfluss des Vakuumzuges oder der Wärmespannungen Bewegungen aus führt oder nicht. Eine ungewollte Veränderung der kupp lungskritischen Drehzahlen durch Änderung der Auflagerbedingungen während des Be triebes ist nicht mehr möglich; vor allem kann die kritische Drehzahl, wenn sie normalerweise über der Betriebsdrehzahl liegen soll, nicht unter die Betriebsdrehzahl sinken oder gar mit der Betriebsdrehzahl zusammenfallen. Die Zeichnung zeigt eine mögliche Ausfüh rungsform des Erfindungsgegenstandes. Fig.1 ist ein Längsschnitt durch die Kupplung und die beiden benachbarten Lager in der Ebene C-D der Fig. 2. Die beiden Lager sind beider seits und so nahe der starren Kupplung von zwei Teilen eines Maschinenläufers angeord net, dass die Lastverteilung auf beide Lager, wären sie beide starr angeordnet, unbestimmt wäre. Fig. 2 ist ein Querschnitt durch das be wegliche Lager in der Ebene A-B der Fig.1. 1 ist das starre Lager, 2 das bewegliche Lager, das durch Öldruck über Kolben 3 an die Welle gepresst wird. 4 ist der Ölzulauf, 5 sind Bohrungen für das Lagerschmieröl und 6 ist eine Blende, die die Menge des Lager schmieröls bestimmt. 7 ist eine vertikale Füh- rung für das Lager. Das Anpressen des Lagers kann statt mit Öldruck durch eine Feder erfolgen, die ent sprechend stark vorgespannt wird. Die An- presskraft ist hierbei bei Bewegung des Lager bockes nicht ganz konstant, doch sind ihre Änderungen v ernachlässigbar klein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Lagerungsvorrichtung eines Maschinen läufers, der mindestens zwei starr miteinan der gekuppelte Läuferteile aufweist und bei derseits der Kupplung und so nahe der Kupp lung gelagert ist, da.ss die Last jedes der bei den der Kupplung-benachbarten Lager nicht eindeutig bestimmt sein würde, wenn die La ger fest wären, dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden der Kupplung benachbarten Lager nachgiebig mit vorbestimmter Kraft an die Welle angepresst wird, während das andere Lager unnachgiebig ist.II. Verwendung der Lagerungsvorrichtung nach Patentanspruch I zur Lagerung eines Maschinenläufers, von dem wenigstens ein Teil ein Turbinenläufer ist. UNTERANSPR.ÜCIIE 1. Lagerungsvorrichtung nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das nachgiebige Lager durch Öldruck angepresst wird. 2. Lagerungsvorrichtung nach Patentan- spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das nachgiebige Lager durch Federkraft ange- presst wird. 3.Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Lagerung eines Maschinenläufers verwen- det wird, der aus einem mit einem Generator läufer gekuppelten Turbinenläufer besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE330979X | 1954-02-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH330979A true CH330979A (de) | 1958-06-30 |
Family
ID=6193898
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH330979D CH330979A (de) | 1954-02-20 | 1955-02-18 | Lagerungsvorrichtung eines Maschinenläufers mit starr gekuppelten Läuferteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH330979A (de) |
-
1955
- 1955-02-18 CH CH330979D patent/CH330979A/de unknown
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