CH331013A - Grüne Ferrospinellmasse und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Grüne Ferrospinellmasse und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
Grüne Ferrospinellmasse und Verfahren zu deren Herstellung Die vorliegende Erfindung bezieht. sich auf eine grüne Ferrospinellmasse (ferro- magnetischer Spinell) sowie auf ein Verfah ren zur Herstellung dieser Ferrospinellmasse.
Bei der Herstellung von Ferrospine-llkör- pern werden gewöhnlich fein gemahlene Me talloxyde gemischt und während @6 Stunden bei etwa 900 C gebrannt. Das gebrannte Pro dukt. wird gepulvert und zu sogenannten grünen Körpern verformt, die dann bei hoher Temperatur gebrannt werden.
Um die Verformung zu erleichtern und einen grünen Körper zu erhalten, der eine für die weitere Verarbeitung genügende Festigkeit aufweist, ist es im allgemeinen zweckmässig, dem ge brannten Pulver vor dem Verformen ein Plastifizier- oder Bindemittel zuzusetzen. Ge wöhnlich besteht. das Pla.stifiziermittel aus einer wässerigen EmL11Sion von Paraffin und wird dem gebrannten Pulver in einer Menge von etwa 5 bis 10 Gewichtsprozent zugesetzt.
Es wurde nun gefunden, d'ass man durch Zugabe von Kartoffelstärkemehl, zusammen mit. einem üblichen Plastifiziermittel, zum trockenen, vorgebrannten Ferrospinellpulver verschiedene Vorteile erzielt, u. a. eine leich tere Verformbarkeit des Pulvers und eine er höhte Festigkeit der grünen Körper.
Die grüne Ferrospinellmasse gemäss der vorliegenden Erfindung kennzeichnet. sich somit dadurch, dass sie gepulverte, vorge- brannte ferrospinellbildende Oxyde, Paraffin und Kartoffelstärkemeld enthält. Die vorliegende Erfindung hat. überdies ein Verfahren zur Herstellung der grünen Ferro- spinellmasse zum Gegenstand, das sich da durch kennzeichnet, dass man die gepulverten, vorgebrannten ferrospinellbildenden Oxyde mit einer wässerigen Paraffinemulsion und Kartoffelmehl vermischt.
Die erfindungsgemässe grüne Ferrospinell- masse besitzt eine stark erhöhte Festigkeit und lässt sich leicht und bequem zu Form körpern verformen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungs form der vorliegenden Erfindung werden 0,5 Gewichtsprozent. Kartoffelstärkemehl und 1 Gewichtsprozent Zinkstearat einem trok- kenen, gepulverten, vorgebrannten Pulver, das gewichtsmässig 20 Teile MnO., 10 Teile Zn0, 70 Teile FeO" und 2. Teile Cu0 ent hält, zugesetzt.
Hierauf werden dem Ferro- spinellpulver auch noch etwa 8 Gewichtspro- zent einer 4611/o Paraffin und 54% Wasser enthaltenden Emulsion zugesetzt und mit dem Pulver gründlich vermischt. Das erhal tene Gemisch wird durch Zugabe von etwa 14 Gewichtsprozent Wasser angefeuchtet., zu einer kittähnlichen Masse verarbeitet und in einer Schlagmühle mit messerartigen .Schlag- organen granuliert.
Die Granalien werden getrocknet., nach der Grösse sortiert und durch Pressen zu grünen Ferrospinellkörpern von bestimmter Form verformt.
Die nach dem erfindungsgemässen Ver fahren hergestellten grünen Körper können entsprechend,d'er üblichen Praxis bei 900 bis 1500 C während 10 Minuten bis 6 Stunden gebrannt werden, um Fei¯rospinellkörper zu erzeugen, die vorteilhafte eleldromagnetische Eigenschaften besitzen.
Die Aufgabe des Zinkstearats bestellt darin, beim Schmieren der zum Formen der grünen Körper verwendeten Pressform mitzu wirken. Das Zinkstearat kann weggelassen, in andern Mengen verwendet oder durch zahl reiche andere Schmiermittel ersetzt werden. Es hat sich gezeigt, dass zum Beispiel Stearin säure und Maagnesiumstearat befriedigende Resultate liefern. Es ist nicht ratsam, das Schmiermittel wegzulassen, da die Lebens dauer der Pressform dadurch verkürzt. würde.
Anderseits ist zu bemerken, .dass mit dem er findungsgemässen Verfahren unabhängig da von, ob in der zu formenden Masse ein Schmiermittel verwendet wird oder nicht., gün stige Resultate erzielt werden.
Durch-die Zugabe des Kartoffelstärkemehls wird ein Gemisch erhalten, das sich leichter granulieren fässt und Granalien liefert, die härtere Oberflächen aufweisen als die nach der herkömmlichen Methode hergestellten Granalien. Ausserdem fliessen die auf diese Weise erzeugten Granalien gleichmässiger in den Hohlraum einer Form. Durch die Zugabe des Kartoffelstärkemehls wird auch die Querfestigkeit der grünen Körper um etwa 200 /o erhöht.
Man erzielt. ferner eine Verlängerung der Lebensdauer der zum Formen der Körper verwendeten Formen und eine Beschleunigung der Formungsgeschwin digkeit.
Es war bereits bekannt, Kartoffelstärke- mehl als Plastifizierungsmittel, Formereihilfs- mittel oder Bindemittel bei der Herstellung von Ferrospinellkörpern zu verwenden.
Es ist auch bekannt, Substanzen wie ZVeizenmehT., Tragant, Nitrocellulose und Kartoffelmehl zu verwenden.. Es ist. jedoch bisher nicht be kanntgeworden, dass durch Verwendung einer Kombination von Kartoffelstärkemehl mit einem andern Plastifiziermittel, wie zum Bei spiel Paraffin, in einer Ferrospinellmasse ir gendeine Verbesserung erzielt, werden könnte.
Es ist zti beachten, dass das erfindungsge mässe Verfahren nicht auf die Verwendung dem in der Beschreibung der bevorzugten Aus führungsform. erwähnten, besonderen Ferro- spinellmasse beschränkt. ist, sondern auch für die Herstellung von Ferrospinellkörpern be liebiger Zusammensetzung, beispielsweise von Körpern aus den im USA-Patent Nr. 2565861 beschriebenen Materialien, die die Oxyde des Magnesiums, Zinks und Eisens enthalten, an wendbar ist.
Es ist ferner zu beachten, dass die Menge, in welcher das Kartoffelstärkemehl zugesetzt. werden kann, nicht. auf 0,5 %beschränkt ist, obschon die Menge von 0, 5 % aus wirtsehaft- lichen Gründen bevorzugt wird.
Allgemein wird mit jeder Menge im Bereich von etwa 0,25 bis 1;5 Gewiehtsprozent Kartoffelstärke mehl, die dem gebrannten Pulver zusätzlich zu einer wässerigen Paraffinsuspension zuge setzt wird, eine nennenswerte Verbesserung erziel'-.
Die Zusammensetzung der wässerigen Paraffinemulsion stellt keinen kritischen Fak tor dar. Die im Ausfühi-Llngsbeispiel genannte Emulsion stellt ein gewöhnliches Produkt dar, wie es im Handel erhältlich ist.. Andere -Men genverhältnisse von Paraffin und Wasser sind jedoeh ebenfalls befriedigend. Allgemein kann gesagt. werden, dass jedes Mengenverhältnis im Bereich von etwa. 1 bis 5 Teilen Wasser auf 1 Teil Paraffin befriedigend ist..
Claims (1)
- PATENTANSPRÜ CHE I. Grüne Ferrospinellmasse, dadurch ge kennzeichnet, dass sie gepulverte, vorgebrannte ferrospinellbildende Oxyde, Paraffin und Kartoffelstärkemehl enthält. II. Verfahren zur Herstellung einer grünen F'errospinellmasse gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet., dass man vorge- brannt.e, gepulverte ferrospinellbildendeOxyde mit einer wässerigen Paraffinemulsion und Kartoffelmehl vermischt.UN'TERANSPRÜC1IE l.. *Hasse nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass sie 0g25 bis 1,5 Ge wichtsprozent Kartoffelstärkemehl enthält. 2. Masse nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie etwa 0,5 Gewichtsprozent. Kartoffel stärkemehl enthält. 3.Masse nach Patent.ansprueh I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeiehnet, dass deren Gehalt an v orgebrannten, gepul- verten Oxyden sich gewichtsmässig aus 2.0 Tei len 11n0., 10 Teilen 7.n0, 70 Teilen Fe203 und 2 Teilen CuO zusammensetzt.. 4. blasse nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet., dass das Gemisch etwa 1 Gewichts prozent Zinkstearat enthält.. 5.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch, gekennzeichnet, d'ass man den vorge- brannten ferrospinellbildenden Oxyden 5 bis 10 Gewichtsprozent der wässerigen Paraffin emulsion und 0,2'5 bis 1,5 Gewichtsprozent. Kartoffelstärkemehl, bezogen auf das Gewicht der Gesamtmischung, beimischt. 6.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, d'ass man den v orgebrannten spinellbildenden Oxyden etwa 8 Gewichtsprozent. der wässeri gen Paraffinemulsion, bezogen auf das Ge- wieht der Gesamtmischung, beimiseht. 7. Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man den vorgebrannten spinellbilfdenden Oxyden etwa 0,5 Gewichtsprozent Kartoffel stärkemehl', bezogen auf das Gewicht der Ge samtmischung, beimischt.B. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete wässerige Paraffinemul sion 1 bis 5 Gewichtsteile Wasser auf 1 Ge wichtsteil Paraffin enthält. 9. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen<B>5</B> und 8, dadurch gekenn zeichnet, dass die verwendete wässerige Paraf finemulsion 46 Gewichtsprozent Paraffin und 54 Gewichtsprozent Wasser enthält. 10. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet., dass dem Gemisch noch 14 Gewichtsprozent Wasser beigemischt wird.11. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, d'ass man mehrere ge- pulverte, ferrospinellbildendie Oxyde mitein ander mischt, das Gemisch während 1 bis 6 Stunden bei etwa. 900 C brennt und das erhaltene Produkt mit dem Kartoffelstärke mehl und der Paraffinemulsion mischt. 12.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltene Mischung zu. einem Form körper verformt wird.
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