Zapfeinrichtung mit Flüssigkeitszähler und elektromechanischer Mengenvoreinstellung Die meisten bekannten Voreinstellungen an Flüssigkeitszählern sind in ihrem Aufbau sowie in der Bedienung recht umständlich. Für eine Reihe Bedarfsfälle entstand deshalb das Verlangen, ein wesentlich einfacheres (le- i-ät zu entwickeln, mit dem auch die Bedie <B>nung,-</B> erleichtert wird.
Der damit gestellten Aufgabe wird eine Zapfeinriehtung mit Flüssigkeitszähler und elektroinechaniseher Mengenvoreinstellung ge recht, bei welcher die Zapfung durch einen von dem Mengenzeiger auszulösenden, fest ein gebauten Kontakt abgeschlossen wird und die erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist, < 1a1,> der unter der Wirkung eines Dreh- n:
onientes stehende l1en,yenzeiger in der Rube- stellun - an einem fest in der drehbaren llaube des Zählers angeordneten, bei Verdre- lnnig- der Haube die Stellung des 1Tengen- zei-er;s verändernden Ansehlag anliegt, beim Zapfvor;Pan g aber, der durch Einrücken einer Kupplung ausgelöst. wird, von dein Anschlag zu seiner Nullstellun- läuft.
In der Zeichnung ist das Wesen der Erfin- dung beispielsweise veranschaulicht. Es zei- gell schematisch: Fig. 1 die Einrichtung von der Seite, h'i@,. 2 den die IIaube in ihrem Dreh bereich begrenzenden Anschlag in Draufsicht und Fig. 3 eine Möglichkeit der Ausbildung des Schaltkontaktes.
Die Einrichtung für die Mengenvorein- stellung ist in der Haube 1 des Flüssigkeits zählers untergebracht. Die Haube 1 ist dreh bar und in bekannter Weise durch eine Glas scheibe 2 nach aussen abgeschlossen. Unter der Glasscheibe 2 befindet sieb, wie üblich, das feststehende Zifferblatt 3, über das der auf der Achse 4 befestigte Mengenzeiger 5 umläuft. Ausserdem befindet sich noch über dem Zifferblatt eine an der Innenwandung der Haube befestigte Voreinstellmarke 6 mit einem Ansehlag 7 für den Mengenzeiger 5.
Der Abschluss des Zapfvorgangs wird auch hier normal, z. B. durch Quecksilber oder Berührungskontakt, vom Mengenzeiger 5 her ausgelöst. Der Schaltpunkt ist dabei so gewählt, dass die Auslösung bei der Durch flussanzeige 0 des Zifferblattes liegt.
Die Voreinstellung geschieht durch ein Verdrehen der Haube 1, wobei die fest mit ihr verbundene Voreinstellmarke 6 auf den der gewünschten Zapfmenge entsprechenden Skalenwert des Zifferblattes gebracht wird. Der Mengenzeiger 5 bleibt dabei am Anschlag 7 angelegt, folgt also der V oreinstellmarke 6. Bei der Zapfung läuft der Zeiger 5 auf die Ziffer 0 zurück. Zur vollen Ausnutzung der Skala ist die Haube bei beiderseitigem An sehlag um etwas über 360 , beispielsweise bis etwa 370 vierdrehbar.
Dieser ein Weiterdrehen der Haube 1 über den zugegebenen Bereich, von annähernd 370 verhindernde Anschlag besteht aus einem an der Innenseite der Haube befestigten Vorsprung 8 und einer schwenkbaren Platte 9. Die um den Bolzen 7.0 schwenkbare Platte 9 ist in ihrem Schwenk bereich durch die beiden Stifte 7.1 und 12 begrenzt. Der Vorsprung 8 legt sieh bei den beiden Begrenzungsstellen entweder an die eine oder die andere Seite der Platte 9 an. Ein Weiterdrehen wird dann jeweils durch einen der Stifte 11, 12 verhindert.
Der Mengenzeiger 5 wird nur während des Zapfvorgangs mit dem Zählwerk 13 gekup pelt. Im übrigen steht er -unter dem Einfluss einer Rückholfeder 14, die den entkuppelten Mengenzeiger 5 an die Einstellmarke 6 zurück stellt. Als R.ückholfeder wird hierbei vorteil haft eine Spiralfeder, die mit einem Ende an einem Stift 15, mit dem andern Ende an der Achse 16 befestigt ist, verwendet. Das Drehmoment muss entgegen der normalen Laufrichtung des Mengenzeigers 5 wirken. Unter seinem Einfluss folgt der Mengenzeiger 5 der Einstellmarke 6 der Haube 1 auf die gewünschte Voreinstellung nach, gleichgültig, ob diese beim Vorwählen vergrössert oder ver kleinert wird.
Der Mengenzeiger 5 wird nur während des Zapfvorganges mit dem Zählwerk 13 gekup pelt. Im übrigen steht er im dargestellten Bei spiel unter dem Einfluss einer Rückholfeder 14, die den entkuppelten Mengenzeiger 5 an die Einstellmarke 6 zurückstellt. Es ist aber auch möglich, das Drehmoment elektrisch auf zubringen und in diesem Fall nur zeitweise wirken zu lassen. Dies geschieht beispielsweise derart, dass an Stelle der R.ückholfeder 14 ein Elektromagnet die Rückstellung des Laufzei gers bewirkt. Während des Laufes wird der Zeiger durch keine Federkraft oder derglei chen behindert, sondern er läuft bis zu seiner Endstellung völlig frei.
Erst wenn er diese erreicht hat, schaltet sich ein Kontakt ein, so dass ein Elektromagnet erregt wird, welcher das Drehmoment und damit die Rückstellung des Zeigers bewirkt. Der Mengenzeiger 5 steht also in diesem, in der Zeichnung nicht darge stelltem Falle nur zeitweise, und zwar wäh rend der Rüekstelhing unter dem Einfluss eines Drehmomentes.
Spätestens mit Beginn der Zapfung, die durch eine nicht dargestellte, mechanische oder elektrische Kupplung ausgelöst. wird, wird der Mengenzeiger 5 durch Betätigen des Druckknopfes 17 mit dem Zählwerk 13 gekuppelt. Der Druckknopf 7.7 bzw. seine ihm zugehörige Stange 18 drückt bei dem Verschieben das mittels einer Kugel 19 ge lenkig gelagerte Zahnrad ?0 aus seiner strich punktiert gezeichneten Stellung 20' zum Ein griff in das auf der Achse 4 befindliche Zahn rad 21, kuppelt also beide Räder miteinander.
Gleichzeitig wird durch eine Schaltung der im Gehäuse 22 befindliche Elektromagnet. ? _' unter Strom gesetzt und hält dadurch die Stange 18 engegen der Wirkung einer Feder 33 so lange fest, bis durch einen später be schriebenen Vorgang der Magnet stromlos gemacht wird und die Stange wieder freigibt. Während der Zapfung läuft der Mengen zeiger 5 auf den Anzeigewert Null, die Kon taktstellung für den Abschluss der Zapfung, zurück, unter gleichzeitiger Spannung der Rüekholfeder 14.
Beim Abschluss der Zap- fung wi%d auch die Kupplung der beiden Zahnräder 20, 21 gelöst. und somit der Men genzeiger 5 wieder freigegeben, der unter dem Einfluss des rückdrehenden Momentes der ge spannten Feder 1.1 an die Einstellmarke 6 zurückspringt.
Es ist aber auch möglich und erweist sich dann als vorteilhaft, wenn mit einem Strom ausfall gerechnet werden muss, die vorstehend beschriebene Kupplung umzukehren. In die ser Umkehrung ist das Zählwerk mit dem Mengenzeiger mechanisch durch eine Feder gekuppelt, das heisst, das Zahnrad 20 wird durch eine Feder mit dem Zahnrad 21 in Ein griff gebracht. Hat der Mengenzeiger 5 die Marke der voreingestellten Menge erreicht, so wird eine Spule und damit. ein Magnet kurzzeitig, aber doch so lange erregt, bis der Mengenzeiger 5 auf die Einstellmarke zurück- gefallen ist. Der Magnet überwindet dabei die Federkraft.
Es könnte zum Beispiel bei der in Fig. 1 gezeigten Einrichtung an Setlle des im Gehäuse 22 befindlichen Magneten 22' eine Feder angeordnet werden, während an die Stelle der Feder 33 ein Magnet tritt. Sobald der 31engenzeiger zurüekgefallen ist, wird die Spule stromlos und die Feder stellt die Kupp lung mechanisch wieder her.
Damit der Men genzeiger 5 wieder auf die voreinzustellende Menge gebracht werden kann, muss die meeha- niseli erfolgte Kupplung für die Zeit der Zeigerriiekstellung durch ein entsprechendes Organ, beispielsweise einen Eszenterhebel, ge löst werden. Ist. der Zeiger an der Marke für die voreingestellte Menge angelangt, so wird die Kupplung von Hand wieder eingerückt.
Dabei wird der durch einen Kontakt kurz zeitig erregte Magnet; welcher die Rückstel lung des Mengenzeigers 5 bewirkt, dadurch in Funktion versetzt, dass über eine an sich bekannte Einrichtung der ihn umgebenden Spule während einer bestimmten Zeit Strom zugeführt wird. Nach Ablauf dieser Zeit wird der Magnet wieder stromlos, doch ist die Zeit der Stromzufuhr so reichlich bemessen, dass der Zeiger unter allen Umständen wieder in die Ausgangslage zurückkommen kann.
Die mit 23 bezeichnete Kontakteinrichtung mit Zu- und Ableitung 32' ist. in der Fig. 3 näher dargestellt. Sie besteht im wesentlichen aus einem Doppelhebel 24, einem Schalter 25 und dem eigentlichen Kontakt 26 nebst Lei tungen 26'. Der Doppelhebel 24 ist um einen Bolzen 27 schwenkbar. Der längere Hebelarm 28 wird durch einen auf dem Zahnrad 21 an geordneten Stift 29 bei der Radumdrehung versehwenkt. Dadurch wird der kürzere Hebelarm 30 auf den Schalterknopf 31 ge drückt und schiebt. diesen unter Überwindung der Kraft der Feder 32 in Richtung des Kon taktes 26.
Dieser schliesst sieh, macht dabei den Elektromagneten im Gehäuse 22 stromlos und betätigt ausserdem ein nicht gezeichnetes Absperrorgan für das zu messende Durch- flussmitt.el. Das Absperrorgan wird beim Be tätigen des Knopfes 17 für den nächsten Zapfvorgang wieder geöffnet.