CH331382A - Hochfrequenzschalter in einer Bandleitung - Google Patents
Hochfrequenzschalter in einer BandleitungInfo
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Description
Hochfrequenzschalter in einer Bandleitung Es ist erst kürzlich festgestellt worden, dass eine einfache unter dem Namen Band leitung bekannt gewordene Übertragungs leitung für die Fortpflanzung von hochfre- quenter und ultrahochfrequenter Energie verwendet werden kann. Diese Art von Übertragungsleitung ist näher im Schweizer patent Nr.<B>317716</B> beschrieben. Eine solche Bandleitung weist zwei Leiter auf, von denen einer breiter ist als der andere, wobei die bei den Leiter parallel verlaufen und durch ein Dielektrikum getrennt sind.
Die beiden Leiter können auf eine Schicht aus dielektrischem Material durch die bekannte Technik der sogenannten gedruckten Stromkreise auf gebracht werden, wobei der eine Leiter flä- chenförmig ausgebildet ist und der andere die Form eines schmalen bandförmigen Streifens aufweist. Die Fortpflanzung der Hochfrequenzenergie erfolgt nach dem TEM- Modus.
Der erfindungsgemässe Hochfrequenz schalter an einer Bandleitung, welche einen flächigen Leiter auf der einen und mehrere bandförmige Leiter auf der andern Seite einer Schicht aus dielektrischem Material aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Schicht eine kreisförmige Aus- nehmung aufweist, an deren Umfang ein bandförmiger Eingangsleiter und eine Anzahl bandförmiger Ausgangsleiter, mit gegensei tigem Abstand endigen, ferner gekennzeich- net durch einen Körper aus dielektrischem Material,
welcher drehbar in der genannten Ausnehmung angeordnet ist und durch eine Leiteranordnung, welche vom genannten Körper getragen wird, um wahlweise den Eingangsleiter mit einem der Ausgangsleiter zu verbinden.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von mehreren Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher be schrieben, in welcher: die Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel im Grundriss, die Fig. 2 einen längs der Linie 2-2 der Fig.l geführten Schnitt in vergrössertem Massstab, die Fig. 3 den Grundriss eines weiteren Ausführungsbeispiels, die Fig. 4 einen längs der Linie 4-4 der Fig. 3 geführten Schnitt zeigt und die Fig. 5,
6 und 7 Grundrisse von wei teren Ausführungsbeispielen des Erfindungs gegenstandes zeigen.
In den Fig. 1 und\ 2 der Zeichnung ist eine sogenannte Bandleitung dargestellt, welche einen flächigen Leiter 1, einen streifen- förmigen Leiter 2 und eine Schicht aus dielek- trischem Material 3 aufweist, beidseits wel cher die Leiter 1 und 2 parallel zueinander angeordnet sind.
Das dielektrische Material kann aus Polyäthylen, Polystyrol, Teflon, Fiberglas oder Lamellen aus Fiberglas und Teflon oder aus einem andern geeigneten Material von hoher dielektrischer Qualität bestehen. In gewissen Fällen kann das Di- elektrikum auch aus Luft bestehen. Für den Einbau des Schalters wird in der Bandleitung eine kreisförmige Öffnung 4 ausgeschnitten, durch welche der streifenförmige Leiter 2 durchschnitten und unterbrochen wird.
Falls erwünscht, können zwei oder mehrere Aus gangsleiter vorgesehen werden, die im vor liegenden Fall mit 2a, 2b und 2e bezeichnet sind. Diese Leiter endigen bezüglich der Öffnung 4 vorzugsweise in radialer Richtung, und zwar am oder in der Nähe des Randes der Öffnung. Der drehbare Körper des Schal ters weist eine kreisförmige Scheibe aus di- elektrischem Material 5 auf, welche der Schicht 3 entspricht, die auf einer Seite von einer ebenfalls kreisförmigen Platte 6 über deckt ist und auf der andern Seite mit einem oder mehreren bandförmigen Leitern 7, 8 und 9 versehen ist. Die innere Oberfläche der Platte 6 ist vorzugsweise bündig mit der innern Oberfläche des Leiters 1.
Die Platte 6 ist jedoch vorzugsweise dicker als der Leiter 1 und mit einem Flansch oder flanschförmigen Finger 10 versehen, die vorzugsweise leicht aufgebogen sind, so dass sie sich federnd gegen den Leiter 1 abstützen. Die streifen- förmigen Leiter, wie z. B. der Leiter 7, sind ebenfalls vorzugsweise dicker als der Leiter 2, so dass ihre innere Oberfläche praktisch bün dig mit der innern Oberfläche des Leiters 2 ist. Weiter weisen die streifenförmigen Leiter Verlängerungen 11 auf, welche die Enden der Eingangsleiter und Ausgangsleiter über lappen.
Ein guter Kontakt wird dadurch er reicht, dass die bereits erwähnten Finger 10 in entgegengesetzter Richtung wirken wie die Verlängerungen 11.
Zur Betätigung des Schalters ist ein Knopf 12 vorgesehen, welcher auf der Platte 6 angebracht ist. Durch Drehung des Knopfes 12 wird die Winkellage der leitenden Streifen 7, 8 und 9 verändert, so dass der Leiter 2 wunschgemäss mit einem der Leiter 2a, 2b oder 2c verbunden werden kann. Der streifen förmige Leiter 7 dient zur Verbindung der Leiter 2 und 2ra, während der Streifen 8 zur Kopplung der Leiter 2 und 2b und der Leiter ; 9 der Kopplung zwischen den Leitern 2 und 2c dient.
Da das elektrische Feld zwischen den jeweils eingeschalteten streifenförmigen Leitern und der benachbarten Oberfläche des flächigen Leiters konzentriert ist, ist zwischen ; den streifenförmigen Leitern 7, 8 und 9 prak tisch keine Kopplung vorhanden.
Die Fig. 3 und 4 zeigen Varianten des Schalters, bei denen der dielektrische Körper 5 nur einen einzigen bandförmigen Leiter 13, trägt. Das Ende des Streifens 13, welches mit dem Eingangsleiter 2 in Berührung kommen muss, ist verbreitert, so dass ein bogenför miger Abschluss 14 entsteht, dessen Bogen länge gleich dem bogenmässigen Abstand der Ausgangsleiter 2b und 2c ist, zuzüglich der Breite dieser Leiter. Dieser Aufbau gestattet, die beiden Leiter 8 und 9 gemäss Fig. 1 weg zulassen, da das erweiterte Ende 14 des Leiters 13 für jede Stellung des Schalters mit dem Eingangsleiter 2 in Verbindung bleibt.
Als weitere Änderung weist die Konstruk tion der Fig. 3 und 4 einen Körper 5rz auf, welcher mit Zapfen 15 und 16 versehen ist, welche vorzugsweise aus dielektrischem Ma-, terial bestehen, wodurch der Schalter von der obern Seite aus betätigt werden kann.
Während der Körper 5a mit einer Platte in der gleichen Weise wie in Fig. 2 versehen sein kann, zeigt die Fig. 4 eine weitere mögliche i Variante, indem die Ausnehmung 4a nicht durch den flächigen Leiter 1 hindurch dringt, sondern kurz vor Durchdringung der dielek- trischen Schicht endigt. Dadurch bleibt der Teil 3a der Schicht 3 zusammen mit dem ; flächigen Leiter 1 bestehen.
Der Körper 5a kann an sich genügend schwer sein, um einen guten Kontakt zwischen dein Leiter 13 und den Eingangs- und Ausgangsleitern herzu stellen. Vorzugsweise wird jedoch ein Mittel , vorgesehen, um den -Leiter 13 auf die Ein gangs- und Ausgangsleiter zu pressen. Zu diesem Zweck ist eine Schraube 17 nach oben durch den flächigen Leiter 1 in den Körper 5ca eingeschraubt.
Der Bolzen der Schraube kann aus dielektrischem Material oder auch aus Metall bestehen, vorausgesetzt, dass sein End- teil nicht bis zum Leiter 13 hindurchdringt. Es hat sich durch Versuche gezeigt, dass eine Schraube aus leitendem Material, welche in den Raum zwischen die Leiter 1 und 2 hinein ragt, nur eine sehr geringe Wirkung -hat, so lange sie die Leiter 1 und 2 nicht kurzschliesst. Zwischen dem Kopf der Schraube 17 und dem flächigen Leiter 1 ist eine federnde Unterlag- scheibe 18 vorgesehen, durch deren Feder kraft ein guter elektrischer Kontakt zwischen dem Leiter 13 einerseits und den Eingangs und Ausgangsleitern sichergestellt wird.
Die Verbreiterung des Endes 14 bewirkt eine Impedanzfehlanpassung in der Leitung, welche zu kompensieren ist. Dies kann durch ein Abstimmelement 19 geschehen, welches auf dem Leiter 2 im Abstand von ungefähr
EMI0003.0009
vom Ende 14 angeordnet ist. Durch Wahl eines vorstehenden Teils 19 geeigneter Grösse und Form wird in der Leitung die nötige Suszeptanz erzeugt, um die durch das ver breiterte Ende 14 bewirkte Fehlanpassung der Leitung zu kompensieren.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist der verbreiterte Leiterabschnitt nicht am beweglichen Teil, sondern am Eingangsleiter selbst vorgesehen, wie dies bei 20 ersichtlich ist. Der verbreiterte Teil 20 ist nach rück wärts verengt und bildet eine Schulter 21, durch welche in der Leitung die Suszeptanz geschaffen wird, um die Impedanzfehlan- passung, die durch den verbreiterten Teil 20 hervorgerufen wird, praktisch vollständig zu korrigieren.
Der Schalterkörper 5b ist in diesem Fall mit einem einzigen streifenförmi- gen Leiter 22 von gleichmässiger Breite ver sehen, welcher bei der Drehung des Schalters den Eingangsleiter mit irgendeiner der Aus gangsleiter<I>2a, 2b</I> und<I>2c</I> verbinden kann.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist der verbreiterte Teil des Eingangsleiters 2 in drei Zweige 23, 24 und 25 aufgeteilt, welche bezüglich der Leiter 2e, 2rz und<I>2b</I> an diame tral entgegengesetzten Stellen am Schaltkör per endigen. Jeder dieser Zweige 23, 24 und 25 ist ungefähr lang. Der dielektrische Körper<B>5e,</B> weist
EMI0003.0024
einen einzigen streifenför- migen Leiter 26 auf, dessen Breite gleich der jenigen der Eingangs- und Ausgangsleiter ist, und welcher die Verbindung von j e einem Zweig des Eingangsleiters 2 mit dem ent sprechenden Ausgangsleiter gestattet.
Um eine möglichst geringe Impedanz fehlanpassung durch die Verbreiterung eines Leiters zu erzeugen, ist im Ausführungsbei spiel der Fig. 7 diese Verbreiterung auf die Leiter 27 und 28 aufgeteilt. Durch den Um stand, dass die zusammenwirkenden Endteile 29 und 30 dieser Leiter eine gleich grosse Verbreiterung aufweisen, ergibt sich ein we niger schroffer Übergang. Wenn der Leiter 28 den Leiter 27 mit dem Leiter 2a verbindet, sind die verbreiterten Endteile 29 und 30 miteinander ausgerichtet, d. h. sie über decken sich, so dass praktisch keine Fehlan passung entsteht.
Wenn der Körper des Schalters 5d in eine andere mögliche Lage gedreht wird, um den Leiter 29 mit einem der Leiter 2b oder 2c zu verbinden, entsteht eine gewisse Fehlanpassung, aber infolge der kurvenförmig ausgebildeten Endteile der Leiter 27 und 28 ist die Unstetigkeit weniger scharf, wodurch die Impedanzfehlanpassung klein bleibt.
Die Schalterkörper 5b, 5c und 5d der Fig. 5, 6 und 7 können selbstverständlich je nach Wunsch die gleiche Konstruktion aufweisen wie in der Fig. 2 oder in der Fig. 4. Während bei den dargestellten Ausführungsbeispielen auf der Ausgangsseite des Schalters drei Leitungen vorgesehen sind, können selbst verständlich auch nur zwei oder aber irgend eine grössere Anzahl von Ausgangsleitungen vorgesehen werden. Selbstverständlich kön nen auch die Eingangs- und Ausgangsseiten des Schalters vertauscht werden, falls die Schaltung dies erfordert.
Ausserdem können die sich überlappenden Leiterteile mit Rasten versehen sein, um eine richtige gegenseitige Stellung dieser Leiterteile sicherzustellen. Solche Rasten sind andeutungsweise in den Fig. 1 und 2 mit 31 und 32 bezeichnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Hochfrequenzschalter an einer Bandlei tung, welche einen flächigen Leiter auf der einen und mehrere bandförmige Leiter auf der andern Seite einer Schicht aus dielektri- schem Material aufweist, dadurch gekenn zeichnet, dass die genannte Schicht eine kreisförmige Ausnehmung aufweist, an deren Umfang ein bandförmiger Eingangsleiter und eine Anzahl bandförmiger Ausgangs leiter mit gegenseitigem Abstand endigen, ferner gekennzeichnet durch einen Körper aus dielektrischem Material, welcher drehbar in der genannten Ausnehmung angeordnet ist und durch eine Leiteranordnung,welche vom genannten Körper getragen wird, um wahlweise den Eingangsleiter mit einem der Ausgangsleiter zu verbinden. UNTERANSPRÜCHE 1. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteranordnung eine Anzahl unabhängiger leitender Streifen aufweist, und zwar je einen für jeden Aus gangsleiter, wobei jeder der genannten Strei fen derart auf dem genannten Körper an geordnet ist, dass er in einer bestimmten Winkellage des Körpers einen der genannten Ausgangsleiter mit dem Eingangsleiter ver bindet. 2.Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteranordnung einen einzelnen Leiter aufweist, welcher sich quer über den Körper erstreckt, und dass mindestens einer der die Verbindung herstel lenden Endteile dieses Leiters und des Ein gangsleiters verbreitert ist, derart, dass diese Verbindung aufrechterhalten bleibt, wenn der drehbare Körper in die verschiedenen Stel lungen gebracht wird. 3. Schalter nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass nur der der Ver- bindungsherstellung dienende Endteil des einzelnen Leiters verbreitert ist. 4. Schalter nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass nur der der Ver bindungsherstellung dienende Endteil des Eingangsleiters verbreitert ist. 5.Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingangsleiter sich vor der Ausnehmung in mehrere Streifen ver zweigt, derart, dass jedem der genannten Aus gangsleiter ein besonderer Zweig des Ein gangsleiters zugeordnet ist. 6. Schalter nach Unteranspruch 2, ge kennzeichnet durch Mittel, welche im Wellen leiter eine Suszeptanz erzeugen, um die Im pedanzfehlanpassung praktisch zu kompen sieren, die durch einen der Verbindungsher stellung dienenden verbreiterten Endteil hervorgerufen wird. 7.Schalter nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der verbreiterte Endteil kontinuierlich in die normale Breite des entsprechenden Leiters übergeht, um die Verzerrung der längs dieser Leiter übertra-, genen Energie zu verringern. B.Schalter nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine Platte aus leitendem Material, welche von der Unterseite des ge nannten drehbaren Körpers getragen wird, wobei die genannte Platte federnde Finger aufweist, welche die Unterseite des genannten flächigen Leiters überlappen, um den der Verbindungsherstellung dienenden Endteilen der vom genannten Körper getragenen Leiter anordnung, welche Endteile die zu verbin denden Enden des Eingangsleiters und der Ausgangsleiter überlappen, eine federnde Vorspannung zwecks Erhöhung des Kontakt druckes zu erteilen.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0920068A3 (de) * | 1997-10-23 | 2000-12-20 | Murata Manufacturing Co., Ltd. | Dielektrischer Leitungsschalter und Antennenanordnung |
| CN110140256A (zh) * | 2016-12-29 | 2019-08-16 | 华为技术有限公司 | 一种天线及网络设备 |
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1955
- 1955-02-02 CH CH331382D patent/CH331382A/de unknown
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