CH331516A - Verfahren zur Reinigung von Diphenylolpropan - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Diphenylolpropan

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CH331516A
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diphenylolpropane
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Piet Abrahams Johan
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Koninkl Zwavelzuurfabrieken V
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  Verfahren     zur        Reinigung    von     Diphenylolpropan       Bei der     gmosstechnischen    Herstellung wird       Diphenylolpropan    gewöhnlich     dureh    Konden  sation     -von    Phenol mit Aceton hergestellt.  



  Diese Kondensation verläuft unter dem  Einfluss von Säuren, wie Schwefelsäure und  Salzsäure. In manchen Fällen werden weitere  Substanzen zugesetzt, die als Katalysator  wirken oder auf die eine oder andere Weise  die Umsetzung günstig beeinflussen. Das Re  aktionsprodukt wird aus dem Medium abge  trennt und     dureh    Waschen mit Wasser, dem  gegebenenfalls etwas Ammoniak zugesetzt  wurde,     gereinigt.     



  Auf diese Weise wird ein Produkt, erhal  ten, das neben     Diphenylolpropan    noch Ver  unreinigungen enthält. Dies geht aus dem  Schmelzpunkt hervor, der beträchtlich unter  dem in der Literatur beschriebenen Schmelz  punkt von reinem     Diphenylolpropan        liegt.     



  Bei einer Anzahl von     Verwendungs-          nvecken    kann das durch Waschen gereinigte  Produkt, ohne dass Schwierigkeiten auftreten,  verwendet. werden. Für andere     Zwecke    ist es  jedoch sehr vorteilhaft, ein     Diphenylolpropan     von höherer Reinheit zu verwenden. Ein Bei  spiel für einen solchen     Verwendungzweck    ist  die Herstellung der sogenannten      Epon -          Harze.     



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur     Reinigung    von     Diphenylolpro-          pan,    wobei ein hohen Anforderungen genü  gendes Produkt erhalten wird. Das Verfahren    ist dadurch gekennzeichnet, dass das rohe     Di-          phenylolpropan    mit     Alkalihy        drox-y    d und  Wasser unter solchen     Bedingungen    behandelt  wird, dass das     Diphenylolpropan    in der  Hauptsache in Lösung geht, während die Ver  unreinigungen mindestens teilweise, gewöhn  lich als harzartige Masse., ungelöst bleiben.

    Die Verunreinigungen werden abgetrennt  und das     Diphenylolpropan    wird aus der  klaren Lösung in gereinigter Form,     beispiels-          weise    nach     Fälhuig    mit einer Säure, gewonnen.  



  Die Bedingungen, unter welchen eine     gute     Trennung des     Dipheny        lolpropans    von den  Verunreinigungen erzielt wird, sind ziemlich  scharf begrenzt.  



  Bei Zugabe von zuviel     Alkalihydroxyd     werden auch die Verunreinigungen teilweise  oder vollständig gelöst. Wird die Menge an       Alkalihydroxyd    zu gering gewählt, dann geht  ungelöstes     Diphenylolpropan    zusammen mit  den     Verunreinigungen    verloren.  



  Das Verhältnis zwischen den Mengen von       Dipheny        lolpropa.n    und     Alkalihy        drox@rd    ist  dementsprechend sehr wichtig, kann aber von  Fall zu Fall mittels einfacher Versuche be  stimmt werden. Bei Verwendung von Na  triumhydroxyd als     Alkalihydroxyd    variiert  dieses Verhältnis je nach der Qualität des  rohen     Diphenylolpropans    und mit den  übrigen Bedingungen etwa von 1     Mol        Di-          phen3-lolpropan    zu     0,8-3,0        Mol    Natrium  hydroxyd.

        Das Verhältnis zwischen der     Diphenylol-          propanmenge    und der Menge des Wassers in  der Lösung ist ebenfalls     yön    grosser Bedeu  tung.  



  Ausgedrückt in Gewichtsprozenten, kann  dieses Verhältnis von sehr geringen     Prozent-          sätzen        bis        zu        etwa        20%,        Diphenylolpropan     variieren. Bestimmend hierbei ist der Ver  unreinigungsgrad     des    rohen     Diphenylolpro-          pans.    Je stärker verunreinigt das rohe     Di-          phenylolpropan    ist, desto niedriger ist die  Konzentration zur     Erzielung    eines guten Rei  nigungseffektes zu wählen.  



  Weiterhin beeinflusst auch die Konzen  tration das anzuwendende Verhältnis von     Di-          phenylolpropan    zu     Alkalihydroxyd.    Bei  niedrigeren Konzentrationen ist verhältnis  mässig mehr     Hydroxyd    erforderlich. Auch die  Temperatur übt einen beträchtlichen Einfluss  aus. Sie beeinflusst nämlich die Löslichkeiten  und die     Lösungsgeschwindigkeit    des rohen       Diphenylolpropans.    Es ist im allgemeinen  vorteilhaft, bei schwach erhöhter Temperatur       zu,    arbeiten.

   Bei höheren Temperaturen er  folgt jedoch eine     Verfärbung    des Produktes,  so     da.ss    am besten bei Temperaturen unter 60   gearbeitet werden soll.  



  Für manche Zwecke dürfen nur äusserst  geringe Mengen an Eisen und Bleisalzen,  nämlich in der Grössenordnung von .einigen  
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   in dem verwendeten     Diphenylol-          propan    enthalten sein.  



  Die Anwesenheit dieser     Metallsalze    in  derart geringen Mengen kann bei der Her  stellung von rohem     Diphenylolpropan    nur  sehr schwer vermieden werden.  



  Auch das erfindungsgemässe Verfahren  bietet nicht ohne weiteres Gewähr dafür,     da.ss     das     gereinigte        Produkt    diesen ausserordent  lich hohen Anforderungen     genügt..     



  Durch eine besondere     Ausführungsart    des  erfindungsgemässen Verfahrens können je  doch auch Blei-, Eisen-     und    andere mehr  wertige Metallionen, die enthalten sein kön  nen, fast vollständig entfernt werden.  



  Diese weitergehende     Reinigung    beruht auf  der überraschenden Feststellung, dass hydra-         tisiertes        Mangandioxy    d einen beträchtlichen  Teil der mehrwertigen Ionen aus der alkali  schen     Diphenylolpropanlösung    binden kann.  



  Hydratisiertes     Ma.ngandioxy    d, das bei der  alkalischen Oxydation von organischen Sub  stanzen mit Kaliumpermanganat erhalten  wird, ist beispielsweise für diese     Behandlung     sehr geeignet..  



  Das vorliegende Verfahren kann auf ver  schiedene Weise durchgeführt werden.  Beispielsweise können die verschiedenen  Substanzen in     willkürlieher    Reihenfolge mit  einander kombiniert werden.     Aueh    die ge  wünschte endgültige     Zusammensetzung    der  Mischung von rohem     Dipheny        lolpropan    mit.  den für die     Reinigung    zu     verwendenden     Substanzen kann auf verschiedenen Wegen  erreicht werden. Sie kann auf einmal oder  aber auch durch stufenweise Zugabe von  einer öder mehreren Komponenten erhalten  werden.

   Ausserdem ist es möglich, zuerst  einen Überschuss an     Hydroxyd        zuzugeben     und danach den     Hydroxydgehalt    mit Hilfe  einer Säure auf den richtigen Wert einzustel  len.  



  Das hydratisierte     Mangandioxyd    kann zu  der rohen Lösung von     Diphenylolpropan    ge  geben und zusammen mit den harzartigen  Verunreinigungen abgetrennt werden.     1Tan-          gandioxyd    kann jedoch auch zu den gereinig  ten     Diphenylolpropanlösungen    gegeben und  durch eine weitere Filtration     abgetrennt    wer  den.  



       Beispiel   <I>1</I>  Rohes     Diphenylolpropan    vom F. = 147  bis 150  mit einem Gehalt von     0,00621/o    Blei       und        0,023%        Eisen        wird        wie        folgt        gereinigt:     Ein mit. einem     Rührer    versehenes Gefäss  wird mit 865 Gewichtsteilen     Wasser        besehickt.     Die Temperatur wird auf     40     gebracht.

   Dann  werden 78 Gewichtsteile rohes     Dipheny        lolpro-          pan    und 66 Gewichtsteile einer 33     o/oigen    Na  tronlauge zugefügt. Das     Molv        erhältnis    von       Diphenylolpropan    zu     Natriumhydroxyd    be  trägt demnach 1 :1,6. Nach etwa 10 Minuten  langem Rühren hat sich das     Diphenylolpro-          pan    gelöst, und die     Verunreinigungen    haben      sieh als eine schwimmende harzartige Masse       abgesehieden.     



  Dann werden 3,5 Gewichtsteile hydrati  siertes     Pyrolusit    zugegeben. Nach weiterem  10 Minuten langem Rühren wird die Mi  sehung über ein Vakuumfilter, das mit. einer  dünnen Schicht hydratisierten     Pyrolusits     versehen ist, filtriert.  



  Das Filtrat wird in einem zweiten, mit  einem     Rührer        ausgestatteten    Gefäss aufgefan  gen. Nach Zugabe einer geringen Menge Na  triumhydrosulfit wird das     Diphenylolpropan          mit        einer        Blei-        und        eisenfreien        30%igen     Schwefelsäure gefällt. Das Produkt wird auf  einem Vakuumfilter isoliert, gewaschen und  getrocknet..  



  Das in dieser Weise gereinigte Produkt  zeigt. einen Schmelzpunkt von 155-157 und       enthält        0,0005%        Blei        und        0,0015%        Eisen.     



  <I>Beispiel. 2</I>  Das gemäss Beispiel 1 verwendete     Di-          phenylolpropan    wird in der dort. angegebenen  Weise gereinigt., doch wird von der folgenden  Zusammensetzung ausgegangen  704 Gewichtsteile     -N%'asser     152     Gewiehtsteile    rohes     Diphenylolpropan          1-14        Gewichtsteile        33        %ige        Natronlauge     20 Gewichtsteile hydratisiertes Mangan  dioxyd.  



  Das     Molverhältnis    von     Diphenylolpropan     zu     Natriumhydroxyd    beträgt demnach<B>1:</B> 1,8.  Die isolierte Menge an harzartigen     Ver-          unreinigungen    ist geringer als die gemäss Bei  spiel 1 abgetrennte. Der Schmelzpunkt des  gereinigten Produktes beträgt     154-156 ,    der       Bleigehalt        0,0006%        und        der        Eisengehalt          0,001-10/0.     



       Beispiel.   <I>3</I>  Das gemäss Beispiel 1 verwendete rohe     Di-          phenylolpropan    wird in der dort beschriebe  nen Weise, doch ausgehend von der folgenden  Zusammensetzung gereinigt:  968 Gewichtsteile Wasser  14 Gewichtsteile rohes     Diphenylolpropan    .       18        Gewiehtsteile        33%ige        Natronlauge     3 Gewichtsteile hydratisiertes Mangan  dioxyd.    Das     Molverhältnis    von     Diphenylolpropan     zu     Natriumhydroxyd    beträgt in diesem Falle  demnach 1:2,5.  



  Das     gereinigte        Produkt    zeigt einen  Schmelzpunkt von 155-157  und enthält       0,0006%        Blei        und        0,0017%        Eisen.     



  <I>Beispiel 4</I>  Das gemäss Beispiel 1 verwendete rohe       Diphenylolpropan        wird    in der     dort    beschrie  benen Weise, jedoch unter Verwendung von       Kaliumhydroxyd    als     Alkalihydroxyd    gerei  nigt:  906 Gewichtsteile Wasser  52 Gewichtsteile rohes     Diphenylolpropan          42        Gewichtsteile        50        %ige        Kalilauge     10 Gewichtsteile hydratisiertes Mangan  dioxyd.  



  In diesem Fall     beträgt    demnach das     Mol-          verhältnis    von     Diphenylolpropan    zu Kalium  hydroxyd<B>1:</B> 1,6.  



  Das gereinigte     Produkt    zeigt einen  Schmelzpunkt von     154--156     und enthält       0,00061/o    Blei und     0,00161/o    Eisen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Reinigung von Diphenylol- propan, dadurch gekennzeichnet, dass das zu reinigende Produkt mit Wasser und einem Alkalihydroxyd in der Weise behandelt wird, da.ss das Diphenylolpropan in der Hauptsache gelöst wird, während die Verunreinigungen mindestens teilweise ungelöst bleiben, dass danach die ungelösten Verunreinigungen ab getrennt werden und das Diphenylolpropan aus der Lösung gewonnen wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Alkalihy- droxyd Natriumhydroxyd in solchen Mengen verhältnissen verwendet wird, da.ss das Mol- verhältnis von Diphenylolpropan zu Natrium hydroxyd zwischen<B>1:0,8</B> und<B>1:2,5</B> liegt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangszusammensetzung 4 bis 99 Gewichtsteile Wasser je Gewichtsteil Di- phenylolpropan enthält.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung bei Temperaturen erfolgt, die 60 C nicht übersteigen. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entfernung mehrwertiger Metall ionen hydratisiertes Mangandioxyd verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Diphenylolpropan durch Fällen mit verdünnter Blei- und eisenfreier Schwefel säure aus seinen Lösungen gewonnen wird.
CH331516D 1954-02-11 1955-01-26 Verfahren zur Reinigung von Diphenylolpropan CH331516A (de)

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