CH331901A - Verfahren zur Herstellung von Giessereimodellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Giessereimodellen

Info

Publication number
CH331901A
CH331901A CH331901DA CH331901A CH 331901 A CH331901 A CH 331901A CH 331901D A CH331901D A CH 331901DA CH 331901 A CH331901 A CH 331901A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
wax
models
mold cavity
model
dependent
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Sulzer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sulzer Ag filed Critical Sulzer Ag
Publication of CH331901A publication Critical patent/CH331901A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C7/00Patterns; Manufacture thereof so far as not provided for in other classes
    • B22C7/02Lost patterns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Giessereimodellen            Das    mit     aussehmelzbaren        bzw.    verbrennbaren       Modellen    arbeitende     Präzisionsgiessverfahren     dient zur Herstellung von     Gussstücken    hoher       Masshaltigkeit    und Oberflächengüte.

   Es zeich  net sieh im wesentlichen dadurch aus, dass  ein     Modell    des herzustellenden     Cxussstückes     .sowie der     Eingiesskanäle    aus Wachs oder       Kunstharz    geformt und hierauf zur Bildung  der     lIiessform    in eine feuerfeste     M=asse    einge  bettet wird. Während der nachfolgenden       Troeknungsbehandlung    wird die so erhal  tene     Griessform    über den Schmelzpunkt von  Wachs erhitzt, so dass Modellteile aus Wachs  teilweise aus der Form ausfliessen können.

    Beim anschliessenden Brennen wird die Form  temperatur bis auf     i00-1000     C weiter ge  steigert, wobei allfällig im Giesshohlraum       zurückgebliebenes    Modellmaterial verbrennt.  In der Regel werden die Formen unmittelbar  nach dein Brennen in noch heissem Zustand  abgegossen.  



  Gegenüber höher erweichenden Modell  stoffen, wie zum Beispiel Kunstharz, zeich  riet sieh Wachs dadurch aus, dass es sieh in       Anbetracht    seines niedrigen, je nach seiner  Zusammensetzung zwischen     50-1.00     C lie  genden Schmelzpunktes in flüssigem Zustand       unter    Anwendung verhältnismässig niedriger  Drücke zum Modell formen lässt. Zur Her  stellung der Wachsmodelle wurde bisher denn       aueli    so vorgegangen, dass die aus Wachs       oder    einer     Waehsmisehung    bestehende Modell  masse durch Erwärmen verflüssigt, hierauf    flüssig unter geringer Druckanwendung in  eine     Spritzform    gepresst und in letzterer er  kalten gelassen wurde.  



  Der leichten     Bildsamkeit    von Wachs in  flüssigem Zustand stehen jedoch Nachteile  gegenüber, welche die Ursache dafür bilden,  dass das geschilderte Verfahren bisher nicht  in allen Teilen befriedigen konnte. Diese Nach  teile lassen sich auf zwei Eigenschaften der  Wachse zurückführen,     nämlich    auf das  schlechte     Wärmeleitvermögen    und das haupt  sächlich beim Übergang vom flüssigen in den  festen Zustand auftretende Schwinden. So  kann es namentlich bei dickwandigen Mo  dellen vorkommen, dass die Oberflächenpar  tien eines Modells sich in der Spritzform  bereits verfestigt haben, während im Innern  gelegene Partien sich noch in flüssigem Zu  stand befinden.

   Diese je nach der Wandstärke  verschieden     rasch    erfolgende Verfestigung der  Modellmasse bewirkt ein unregelmässiges  Schwinden des Wachsmodells, was uner  wünschte Formänderungen der Modellober  fläche verursacht. Insbesondere neigen ebene  Oberflächen dickwandiger Teile zum Einsin  ken. Solche Modellfehler übertragen sich auf  die mit Hilfe des Modells hergestellten Giess  formen, so dass fehlerhafte und in vielen  Fällen unbrauchbare Abgüsse entstehen.  



  Es ist bereits versucht worden, durch  eine günstige Mischung verschiedener Wachs  sorten das Ausmass des Sehwindens herab  zusetzen. Hierzu bedarf es jedoch ausser-      ordentlich     teurer    Wachssorten, deren Preis  sich in den wenigsten Fällen als tragbar er  weist, da ja die den eigentlichen Giesshohl  raum bildende Wachsmasse zum grössten Teil  verlorengeht. Aber auch solche Wachsmi  schungen weisen immer noch beim Abkühlen  von 60 auf     20     C eine lineare Sehwindung  von     1,29/o    und darüber auf, so dass sich das  Auftreten der geschilderten Fehler nicht aus  schalten lässt.  



  Ein weiterer Nachteil des geschilderten,  bisher üblichen Verfahrens besteht darin, dass  verhältnismässig viel Zeit zum Erwärmen  des Wachses auf eine über seinem Schmelz  punkt liegende Temperatur     und.    für das nach  folgende Abkühlen der Modellmasse in der  Spritzform benötigt wird. Dies gestaltet den       Herstellungsprozess    zeitraubend und unwirt  schaftlich.    Vorliegende Erfindung, welche sich auf  ein Verfahren zur Herstellung von     gus-          schmelzbaren        Giessereimodellen    aus Wachs  bezieht, ermöglicht, die geschilderten Nach  teile weitgehend auszuschalten.

   Das Verfah  ren nach der Erfindung ist dadurch gekenn  zeichnet, dass die Modelle durch plastische  Verformung von Wachs unter Druck ge  formt werden. Mit dieser Arbeitsweise gelingt  es, praktisch     schwindungsfreie    Modelle aus  Wachs herzustellen, da die Formgebung aus  schliesslich im plastischen Zustandsbereich des  Wachses, d. h. ohne eine ins Gewicht fallende  Erhöhung der Wachstemperatur, erfolgt, in  einem Bereich also, in welchem selbst billigste  Modellwachse eine lineare Ausdehnung von       vreniger    als     0,111/o    für eine Temperatur  erhöhung um etwa 5  C aufweisen.

   Die Ge  fahr unregelmässigen     Schwindens    ist somit  praktisch ausgeschaltet, so dass nach dem er  findungsgemässen Verfahren hergestellte Mo  delle sich durch eine ausserordentliche     Mass-          haltlgkeit    auszeichnen. Darüber     hinaus    kann  der in betrieblicher Hinsicht wichtige Vor  teil erzielt werden, dass nach dem erfindungs  gemässen Verfahren hergestellte Modelle un  mittelbar nach Formgebung in der hierzu  dienenden Form aus letzterer entfernt werden    können, was eine rationelle Ausnützung der  Modellpressen ermöglicht.  



  Zur Bildung der Modelle kann vorteilhaft  Raumtemperatur aufweisendes Wachs unter  Druck in einen geschlossenen Formhohlraum  gepresst werden, wozu in der Regel Drücke  von weniger als 1500     kglcm2    ausreichen. Un  ter Umständen kann es sich empfehlen, in  knetbarem Zustand befindliches Wachs zu  verwenden. Anstelle einer einen geschlossenen  Formhohlraum aufweisenden Form kann  zweckmässig zur Bildung der Modelle eine ge  teilte, gelenkartige Form verwendet werden,  wobei vorteilhaft der Formhohlraum der Ge  senkteile mit einer vorbestimmten, das Ge  wicht des     fertigen    Modells nur wenig über  schreitenden Wachsmenge gefüllt wird. Der  Formhohlraum der Gelenkteile kann mit  festen Wachsstücken gefüllt werden, oder es  kann Wachs in körnigem Zustand in den  Formhohlraum der Gelenkteile eingefüllt  werden.

    



  Insbesondere bei Modellen komplizierter  Gestalt können vorteilhaft die Wände des zur  Bildung des Modells dienenden Formhohl  raumes auf eine     zwischen    dem Erweichen und  dem Schmelzen des Wachses     liegende-Tempe-          ratur    erwärmt werden. Schliesslich kann dem  Wachs auch in sein Fliessvermögen in plasti  schem Zustand erhöhender Stoff beigemischt  werden, zum Beispiel ein mineralisches Öl.  



  Nach der Erfindung hergestellte Modelle  aus Wachs zeichnen sich durch hohe     Masshal-          tigkeit    aus. Da die mit dem Schwinden  zusammenhängenden Schwierigkeiten prak  tisch ausgeschaltet sind, lassen sich ohne wei  teres gegenüber den bisher verwendeten Mo  dellwachsen erheblich billigere Wachse ver  wenden. In diesem     Zusammenhang    sei festge  halten, dass unter Wachs sowohl ein aus einer  einzigen Wachssorte bestehender Wachs als  auch aus verschiedenen Wachssorten erzeugte       ZVachsmischungen    zu verstehen sind. Ferner  werden als Wachse solche schmelzbaren orga  nischen Massen bezeichnet, die in der Regel  undurchsichtig sind und hinsichtlich Be  schaffenheit Eigenschaften besitzen, die jenen  des Bienenwachses nahestehen.

   Insbesondere      zeichnen sich Wachse dadurch aus, dass sie in  der Regel zwischen 50-90  C in den     schmelz-          flüssigen    Zustand übergehen, hierbei geringe  Viskosität aufweisen, keine Fäden ziehen und  praktisch frei von     aschebildenden    Verbin  dungen sind.

Claims (1)

  1. PATENTAIVTSPRUCH Verfahren zur Herstellung von ausschmelz- baren Giessereimodellen aus Wachs, dadurch gekennzeichnet, dass die Modelle durch pla stische Verformung von Wachs unter Druck geformt werden. UNTERANSPRÜCHE l.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in knetbarem Zu stand befindliches Wachs verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Raumtemperatur aufweisendes Wachs verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Wachs unter Druck in einen geschlossenen Formhohlraum gepresst wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Bildung eines Modells eine geteilte, gelenkartige Form ver wendet wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Formhohl raum der Gelenkteile mit einer vorbestimm ten Wachsmenge gefüllt wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Formhohlraum der Gelenkteile mit festen Wachsstücken ge füllt wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass Wachs in körnigem Zustand in den Formhohlraum der Gelenk teile eingefüllt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wände des zur Bildung des Modells dienenden Formhohl raumes auf eine zwischen dem Erweichen und dem Schmelzen des Wachses liegende Tempe ratur erwärmt werden. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem Wachs ein sein Fliessvermögen im plastischen Zustand erhöhender Stoff beigemischt wird. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass dem Wachs ein mineralisches öl beigemischt wird.
CH331901D 1955-08-16 1955-08-16 Verfahren zur Herstellung von Giessereimodellen CH331901A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH331901T 1955-08-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH331901A true CH331901A (de) 1958-08-15

Family

ID=4502250

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH331901D CH331901A (de) 1955-08-16 1955-08-16 Verfahren zur Herstellung von Giessereimodellen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH331901A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116376299A (zh) * 2023-04-26 2023-07-04 东莞理工学院 一种修补蜡模型材料及其制备方法和应用

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116376299A (zh) * 2023-04-26 2023-07-04 东莞理工学院 一种修补蜡模型材料及其制备方法和应用

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH327044A (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von länglichen Gegenständen aus künstlichen thermoplastischen Stoffen
DE2727231C2 (de) Material für Gießereimodelle
DE4402818C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Formteilen mit einer Vielzahl innerer Hohlräume
DE69327714T2 (de) Feingiessverfahren zur Herstellung von Gussstücken
CH331901A (de) Verfahren zur Herstellung von Giessereimodellen
DE742603C (de) Verfahren zur Verkuerzung der Erstarrungszeit von Giessform- und Kernmassen
DE2316393C2 (de) Verfahren zum Herstellen von verlorenen Gießereimodellen
DE2822409C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Körpern aus Kunststoff
DE1077387B (de) Verfahren zur Herstellung von Giessereimodellen
DE2738114C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Gießformen aus temperaturbeständigem Formstoff
DE959754C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gegossenen Massenteilen
DE2217564C3 (de) Modellmaterial
AT211532B (de) Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Stäben, Profilen, Rohren od. dgl.
DE2509975A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von seifenstuecken
DE2429905A1 (de) Verfahren zum herstellen von metallgussformen oder -hohlraeumen
DE2444874C3 (de) Verfahren zur Herstellung von verlorenen Modellen für den Präzisionsguß
DE459290C (de) Verfahren zur Herstellung vollstaendig oder weitgehend saeurefester Hohlkoerper durch Schleudern unter Anwendung von Bindemitteln, die unter dem Einfluss von Waermezufuhr aus einem festen in einen teigigen und fluessigen Zustand uebergehen
DE425133C (de) Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern aus stark schwindenden Legierungen
DE355417C (de) Verfahren zur Herstellung von Patrizen und Matrizen durch Guss
DE412655C (de) Herstellung allseitig geschlossener Hohlkoerper aus Gummi oder anderen haertbaren plastischen Massen
DE675093C (de) Verfahren zum Herstellen von Dauergiessformen fuer Formgussstuecke
DE1064204B (de) Modellmasse fuer das Giessverfahren mit verlorenem Wachs
DE203688C (de)
DE1089963B (de) Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern, z.B. Flaschen, aus einem thermoplastischen Kunststoff nach der Methode des Sturzgiessens
DE883494C (de) Verfahren zur Herstellung eines auswaschbaren Formkernes fuer die Herstellung formgepresster Gegenstaende