CH332041A - Verfahren zur Fraktionierung von Stärke - Google Patents

Verfahren zur Fraktionierung von Stärke

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CH332041A
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CH
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amylose
starch
amylopectin
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mother liquor
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Inventor
Christiaan Bus Willem
Muetgeert Johannes
Hiemstra Pieter
Original Assignee
Avebe Coop Verkoop Prod
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/20Amylose or amylopectin

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  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Fraktionierung von Stärke
Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur Fraktionierung von Stärke beschrieben, das dadureh gekennzeichnet ist, dass StÏrke durch Erhitzen unter Druck in einer mindestens   5%igen wässrigen Lösung    von mindestens einem Salz, welches wie z. B. Magnesiumsulfat, Ammoniumsulfat, Natriumsulfat oder eine Mischung dieser, imstande ist, in dieser Konzentration bei tieferer Temperatur Stärke aus einer wässrigen Lösung   niederzusehlagen,    aufgelost wird, dass die Flüssigkeit so weit abgekühlt wird, dass die Amylose sich   ausschei-    det, dass alsdann die Amylose von der zurüekbleibenclen Flüssigkeit getrennt wird und dass hierauf nach weiterem Abkühlen der Flüssigkeit das Amylopektin   ausgesehieden    und sodann von der Mutterlauge getrennt wird.



   Um eine Ausfällung des   Amylopektins    während der Abtrennug der Amylose zu vermeiden, muss die Temperatur der Flüssigkeit während des   Trennvorganges    ziemlich genau konstant gehalten werden, was in der Praxis   sehwierig    ist, wenn diese Temperatur betrachtlich h¯her ist als die Temperatur der Umge  bung. Wenn    jedoch die Temperatur während der Trennung von Amylose und Mutterlauge absinkt, so scheidet sich auch ein Teil des   Amylopektins    ab und wird mit der Amylose abgetrennt.



   Diese Schwierigkeit kann zwar behoben werden, indem man eine weniger konzentrierte Salzlösung verwendet, wodurch die Amylose erst bei der Umgebimgstemperatur ausfällt und das Amylopektin bei   nachfolgen-    der Kühlung auf Temperaturen von   0-10     C ; die Kühlung ziemlich grosser   Flüssigkeits-    menge bringt jedoch beträchtliche Kosten mit sich.



   Es wurde nun gefunden, dass diese   prao-    tischen Sehwierigkeiten insbesondere bei der letztgenannten Methode nahezu völlig beseitigt werden können, wenn man die   Salzkonzentra-    tion in der Lösung während der Abtrennung der Amylose derart wählt, dass die Amylose bei etwa 20  C ausfällt, ohne dass gleichzeitig auch Amylopektin ausfällt, und nach der Trennung der Amylose von der Mutterlauge die Salzkonzentration der Mutterlauge so weit erhöht, dass das Amylopektin ohne weitere Kühlung ausfällt.



   Aber auch wenn man mit höheren Salzkonzentrationen arbeitet, ist es immer noch vorteilhaft, nach Trennung der Amylose und der Mutterlauge die Salzkonzentration der Mutterlauge so weit zu erhöhen, dass das Amylopektin ohne weitere Kühlung ausfällt.



  In diesem Falle aber sollte, wie oben angedeutet wurde, die Temperatur während der  Trennung von Amylose und Mutterlauge mit Sorgfalt beachtet werden.



   Gegenstand des Patentes ist ein Verfahren zum Fraktionieren von Stärke, wobei man Stärke durch Erhitzen unter Druck in einer wässrigen Lösung von mindestens einem Salz, welches imstande ist, in einer Konzentration von mindestens 5% bei tieferer Temperatur Stärke aus einer wässrigen Lösung   niederzu-      schlagen, lost,    die Flüssigkeit abkühlt, bis die Amylose sich ohne merkliche   Ausschei-    dung von Amylopektin ausscheidet, die Amylose von der Mutterlauge trennt und alsdann auch noch das Amylopektin abscheidet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man den Salzgehalt der abgetrennten Mutterlauge so weit erhöht, dass das Amylopektin sich ohne weitere Kühlung ausscheidet.



   Es ist hierbei zu berücksichtigen, dass die Trennung von Amylose und Amylopektin aus der Lösung nicht nur von der Salzkonzentration und der Temperatur abhängig ist, sondern dass auch andere Faktoren, wie z. B. die Viskosität der Lösung, die Stärkekonzentration, das   Schwerefeld    der   Zentrifuge u.    a. ihren Einfluss ausüben, und dass auch die Zeitdauer zwischen dem Augenblick, wo die Fällungstemperatur erreicht wird, und dem Augenblick, wo zentrifugiert wird, grossen Einfluss hat.



   Hierbei kann beim L¯sen bei Temperaturen über   120       C    mit Vorteil ein bei dieser Temperatur in wässriger Umgebung bestÏndiger, reduzierender Stoff hinzugefügt werden, auf die in der   Hauptpatentschrift    beschriebene Weise.



   Mit Vorteil wird Stärke in einer ziemlich konzentrierten Salzlösung gelöst, die dann in warmem Zustand nach einer bestimmten Wartezeit, z. B. bei einer Lösung mit einer Konzentration von   25 % MgS04 7 aq von    einer halben Stunde, bei   70     C verdünnt wird, bis die Salzkonzentration derart geworden ist, dass das Amylopektin bei weiterer Kühlung auf die Umgebungstemperatur nicht oder fast nicht ausfällt, da die Amyloseteilchen in diesem Fall grosser sind, als wenn in einer verdünnteren   Salzlosung    gelöst wird.



   Wenn das verwendete Salz Magnesiumsulphat ist, beträgt die Konzentration wÏhrend der Amyloseausscheidung am besten zwischen 18 und   25%,    vorzugsweise   20-23    Gew. % MgS04 aq ; nach Entfernung der Amylose wird vorzugsweise so viel   MgS04      aq    zu der Mutterlauge hinzugefügt, dass die Konzentration über 25%, vorzugsweise   26-28%,    ist.



   Aus der nachstehenden Tabelle geht hervor, dass die für die Ausscheidung der Amylose erforderliche Zeit abhängt von der   MgS04-Kon-    zentration ; die Temperatur während der Aus  scheidung    war etwa   18     C. In der ersten Kolonne ist die Konzentration von MgSO4 7 aq während der Ausscheidung angegeben, in Kolonne II die Zeit, die verläuft, bevor das Zentrifugieren zum erstenmal stattfindet ; in Kolonne III und IV ist die Menge der ausgefallenen Amylose und deren Reinheit angegeben ; in Kolonne V und VI findet man die Menge der ausgesehiedenen Amylose und deren Reinheit nach einer zweiten Wartezeit, wie angegeben in Kolonne II, und in Kolonne VII und VIII ist die nach Erhöhen der Salzkonzentration auf 28% gewonnene Menge von Amylopektin und dessen Reinheit angegeben.



  Der   Stärkegehalt    der Lösungen war bei allen Proben   5%.    



   Tabelle    Gew.% Wartezeit % Amylose Reinheit % Amylose Reinheit % Amylo- Reinheit
MgSO4 7 aq Stunden pektin   
20   1      30 100 30 100 108 90   
20 3   40 100 30 90 109 90   
20 6   40 100 50 60 108 89   
21 3   40 100 20 80 106 89   
21 6 50 100 60 60 105 90
22 1   75 100 30 60 90 100   
22   21/2 90 100 30 20 92 100   
22   31/2      120 75 20 50 80 100   
23 1   85 100 40 50 90 100   
Es ist hierbei zu   berüeksiehtigen,    dass das angewandte   Analyseverfahren    zur Bestimmung der Reinheit, besonders wenn die Amylose stark mit Amylopektin verunreinigt ist, keine genaue Resultate ergibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Fraktionieren von StÏrke, wobei man Stärke durch Erhitzen unter Druck in einer wässrigen Losung von mindestens einem Salz, welches imstande ist, in einer Konzentration von mindestens 5% bei tieferer Temperatur Stärke aus einer wässrigen Losung niederzuschlagen, l¯st, die Flüssigkeit abkühlt, bis die Amylose sich ohne merkliche Ausseheidung von Amylopektin ausseheidet, die Amylose von der Mutterlauge trennt und alsdann auch noch das Amylopektin abscheidet, dadurch gekennzeichnet, dass man den Salzgehalt der abgetrennten Mutterlauge so weit erhöht, dass das Amylopektin sich ohne weitere Kühlung ausseheidet.
    UNTERANSPRtSCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da dureh gekennzeichnet, dass StÏrke in einer konzentrierten wässrigen Magnesiumsulfatl¯sung gelöst wird und die Lösung vor der Abtrennung der Amylose so weit verdünnt wird, dass keine merkliche Ausscheidung von Amylopektin während der Kühlung bis auf eine Temperatur über 10 C stattfindet, und nach Trennung von Amylose und Flüssigkeit MgS09 der Flüssigkeit zugefügt wird.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Magne siumsulfatlösung ausserdem Ammoniumsulfat enthält.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Magne siumsulfatlösung ausserdem Natriumsulfat enthält.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 1, wobei die Stärke in einer wässrigen Lösung von etwa 27% MgSO4 7 aq gel¯st wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Losung vor der Isolierung der Amylose auf eine Salzkonzentra- tion von 20-30% verdünnt und die Amylose bei der Umgebungstemperatur gewonnen wird und dass danach die Salzkonzentration der Mutterlauge auf 26-28% erhöht wird.
CH332041D 1953-05-15 1954-05-12 Verfahren zur Fraktionierung von Stärke CH332041A (de)

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CH320288T 1954-06-04

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