CH332573A - Verfahren zur Herstellung von Sandkernen oder andern Sandformteilen für Metallguss - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sandkernen oder andern Sandformteilen für Metallguss

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CH332573A
CH332573A CH332573DA CH332573A CH 332573 A CH332573 A CH 332573A CH 332573D A CH332573D A CH 332573DA CH 332573 A CH332573 A CH 332573A
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sand
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cellulose
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Erhard Moren Rolf
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Mo Och Domsjoe Ab
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • B22C1/16Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents
    • B22C1/167Mixtures of inorganic and organic binding agents

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  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von Sandkernen oder andern     Sandformteilen        für        Metallguss       Die Erfindung bezieht sich auf die Her  stellung von Sandkernen oder andern Sand  formteilen für     Metallguss    und betrifft die An  wendung einer speziellen     Bindemittelkombi-          nation    für diesen Zweck.  



  Bei der Herstellung von Kernen in Giesse  reien benutzt man am häufigsten Öle     ver-          sehiedener    Art, sogenannte Kernöle, als Binde  mittel. Oft wendet man     rohes    oder gekochtes  Leinöl an, aber es werden auch     Tallöl,    Fisch  öl, Sojaöl und Petroleumprodukte benutzt.  Die Öle verleihen dem Kern eine gute Trocken  festigkeit, jedoch     mir    eine geringe Grünfestig  keit, weswegen sie im allgemeinen mit Prä  paraten aus verkleisterter Stärke kombiniert  werden, damit der Kern im grünen Zustand       bantierbar    ist.  



  Es hat sieh nun gezeigt, dass man er  liebliche Vorteile erzielen kann, wenn man in       Kombination    mit Kernölen anstatt. Stärke in       Wasser    lösliche     Zellulosederivate    als Zusatz       zuin    Sand anwendet; um den Kernen die er  forderliehe Grünfestigkeit zu erteilen, und  man hat gefunden, dass diese     Zellulosederi-          vate    zu einer höheren Grünfestigkeit als  die     Stärke    bei Benutzung in gleich grossen       Mein,-en    führt, oder mit andern Worten, dass  man zwecks Erzielung einer bestimmten  Grünfestigkeit eine bedeutend kleinere Menge       Zellulosederivat    als Stärke benötigt.

   Tat  sächlich sind die Eigenschaften der     Zellu-          losederivate    in dieser Hinsicht so vorteilhaft,    dass man trotz des höheren Preises des     Zellii-          losederivates    die gleiche Grünfestigkeit zu  einem niedrigeren Preis als bei Anwendung  von Stärke erhalten kann.  



  Dadurch, dass man mit kleineren Men  gen     Zellulosederivat    als Stärke auskommt,  gewinnt man auch den Vorteil, dass beim  Backen der Kerne und beim Giessen kleinere  Gasmengen gebildet werden, wodurch das  Personal geringeren     Unbehaglichkeiten    aus  gesetzt und die Gefahr für Gasbildung im  Sandkern vermindert wird. Weiter wird die  Gasdurchlässigkeit erhöht.  



  Was die Trockenfestigkeit betrifft, so ist  sie zwar in einer Reihe von Fällen bei den  mit     Zellulosederivat    hergestellten Kernen  geringer (bei Vergleich mit preislich gleich  wertigen Mengen) als die Werte, die man  mit Stärke erhält, jedoch für die Lagerung  der Kerne und ihren Transport. zum Giess  platz völlig zufriedenstellend. Weiter ist zu  beachten, dass die     Zellulosederivate    im all  gemeinen (mit Ausnahme von zum Beispiel       Karboxymethylzellulose)    weniger hygrosko  pisch als Stärke sind und ausserdem in ge  ringerer Menge zugesetzt werden.

   Da das  Giessen, wie bekannt, in den meisten Fällen  in     Grünsandformen    erfolgt und da der Kern  in der Regel in der     Grünsandform    eine Zeit  lang verwahrt wird, bevor das Giessen er  folgt, hat die Stärke Zeit, eine recht grosse  Feuchtigkeitsmenge aufzunehmen, so dass ihre      Trockenfestigkeit vor dem Giessen verschlech  tert wird. Bei Anwendung von     Zellulose-          derivat    macht sich dagegen diese Verschlech  terung der Trockenfestigkeit bedeutend we  niger bemerkbar, und die Feuchtigkeitsabsorp  tion wird prozentual geringer.

   Daher ist, auch  wenn ein mittels Stärke gebundener Kern  unmittelbar nach dem Backen bisweilen hö  here Trockenfestigkeit aufweist als ein mit  tels eines     Zellulosederivates    gebundener Kern,  beim Giessen der letztgenannte Kern in der  Regel dem erstgenannten gleichwertig oder  überlegen.  



  Dadurch, dass die im Kern absorbierte  Feuchtigkeitsmenge während des Eingiessens  abgeht,     ist    es klar, dass die totale Gasmenge  bei einem     mit    Öl     -f-        Zellulosederivat    gebun  denen Kern bedeutend geringer ist als bei  einem mit Öl     -I-    verklebter Stärke, Roggen-,       Mais-,    Weizenmehl,     Dextrin    oder dergleichen  gebundenen Kern, da sowohl die Wasser  dampfmenge als auch die Menge der durch  Abbau des Bindemittels gebildeten Gase ge  ringer ist.  



  Weiter weisen sehr oft die mit einem       Zellulosederivat    gebundenen Kerne bei einem  Vergleich mit durch Stärke gebundenen Ker  nen den Vorteil bedeutend glatterer Flächen  auf, wodurch die Flächen des     Gussstückes     besser werden. Man kann auch bei     Zellu-          losederivatkernen    einen bedeutend schnelleren  Zerfall nach dem Giessen beobachten, wo  durch die Reinigungskosten geringer werden.  



  Das     Zellulosederivat    wird mit Vorteil in  reiner Form zusammen mit den Ölen be  nutzt. Wenn es erwünscht ist, kann es in  dessen auch mit einem inaktiven Füllstoff,  wie Roggenmehl, Holzmehl, Ton oder der  gleichen, versetzt werden. Bei Anwendung  eines derartigen, mit einem inaktiven Füll  stoff versetzten     Zellulosederivates    sind zwecks  Erzielung der gleichen Grünfestigkeit natur  gemäss etwas grössere Mengen des Präparates  erforderlich, aber da der Preis des Präpa  rates gleichzeitig geringer wird, ist dieses vom  Kostenstandpunkt aus in jedem Fall vor  teilhafter als Stärke.

      Als geeignete     Zelhxlosederivate    seien ge  nannt: in Wasser lösliche     Zelluloseäther,    wie       Methylzellulose,        l@Tethyläthylzellulose,        Äthyl-          zellulose,        Hydroxyäthylzelh11ose,        Methy    1- und       Äthylhydroxyäthylzellulose;

      in Wasser lösliche  Salze von     Zelluloseätherkarbonsäure,    wie     Na-          triumkarboxymethylzellulose,        Cyanoäthylzellu-          lose    und     Sulfoäthylzellulose,        Natriumsalze    von       Zelluloseschwefelsäureestern.     



  Die     Zellulosederivatmenge    im Sand kann  0,1 bis 2 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile  Sand je nach der gewünschten Grünfestig  keit betragen, während die     Kernölmenge    im  allgemeinen 0,5 bis<B>5</B> Gewichtsteile pro 100 Ge  wichtsteile Sand beträgt. Ausserdem wird bei  Bedarf Wasser in einer solchen Menge zuge  setzt, dass der Endfeuchtigkeitsgehalt 2 bis  7     %        beträgt.        Selbstverständlich        liegt        es        auch     im Rahmen der Erfindung, wenn man je  nach Wunsch andere Bindemittel und Zu  sätze, die in besonderen Fällen als geeignet  angesehen werden, dem Sand beimischt.

   Wei  ter sei hervorgehoben, dass, obwohl die Er  findung in erster Linie für Kerne bestimmt  ist, es natürlich auch möglich ist, mit Hilfe  des Verfahrens nach der Erfindung andere       Sandformteile    herzustellen.  



  Die Erfindung kann beim Giessen aller  Arten Metalle und Legierungen, zum Bei  spiel Stahl,     Tempereisen,        Grauguss,    Kupfer,  Aluminium, Blei usw., Anwendung finden.  



  An Hand der nachstehenden Ausführungs  beispiele sei die Erfindung näher beschrieben.    <I>Beispiel I</I>         0;5    Gewichtsteile pulverisierte     Äthyjhy-          droxyäthylzellulose    wurden 100 Gewichtsteile       Meeressand    beigemischt, wonach so viel  Wasser zugeführt wurde, dass der     Endfeuch-          tigkeitsgehalt    des Sandes 40/9 betrug. Nach  dem der Sand im     Kollergang    6 Minuten ge  mischt war,     wurde    auf     Tallsäureprodukten     basiertes Kernöl zugeführt, das 2. Minuten  beigemischt wurde.

   Bei Versuchen in einer  Standardapparatur ergaben sich folgende  Stärkewerte für den Kernsand:    
EMI0003.0001     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Iiernöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  4 <SEP> Proben)
<tb>  1,5 <SEP> 80 <SEP> g/cm2 <SEP> 353 <SEP> g/mm2
<tb>  2,0 <SEP> 80 <SEP> " <SEP> . <SEP> 39<B>'</B> <SEP> "
<tb>  2,5 <SEP> 80 <SEP> 513 <SEP> "       Mit gewöhnlichem     Standardkernmehl    (ver  kleistertes     Cerealbindemittel)    erhielt man bei  einem Zusatz von 2; Gewichtsprozent, das heisst  zu ungefähr gleichen Kosten wie für 0,5  /o       Äthylhydroxyäthylzellulose,    folgende Werte  unter im übrigen gleichen Bedingungen:

    
EMI0003.0005     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Iiernöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  4 <SEP> Proben)
<tb>  1,5 <SEP> 70 <SEP> g/cm2 <SEP> 347 <SEP> g/mm2
<tb>  2,0 <SEP> 70 <SEP> " <SEP> 400 <SEP> "       Die     Trockenbiegungsbruchgrenze    wurde in  sämtlichen Fällen an Kernen bestimmt, die  11 Stunden bei 200  C gebacken worden  sind.  



  <I>Beispiel</I>     II     1,0 Gewichtsteile einer aus 50 Gewichts  prozent Roggenmehl, und 5,0 Gewichtsprozent  pulverisierter     Äthylhydroxyäthylzellulose    be  stehenden Mischung wurden     100    Gewichtstei  len     Meeressand    beigemischt, wonach so viel  Wasser zugeführt     wurde,    dass der     Endfeuch-          tigkeitsgehalt    des Sandes     3,40/9    betrug. Nach  6 Minuten Mischung     des    Sandes im Koller  gang wurde rohes Leinöl zugeführt, das 2 Mi  nuten lang beigemischt wurde.

   Bei Versuchen  in einer Standardapparatur erhielt man fol  gende Stärkewerte für den Kernsand:  
EMI0003.0016     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  4 <SEP> Proben)
<tb>  0,7 <SEP> 120 <SEP> g/em2 <SEP> 3e18 <SEP> g/mm2       Mit gewöhnlichem     Standardkernmehl    er  hielt man bei einem Zusatz von 2 Gewichts-    Prozent, das heisst zu ungefähr gleichen  Kosten wie für die genannte Bindemittel  mischung, folgende Werte unter im übrigen  gleichen Bedingungen  
EMI0003.0018     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  4 <SEP> Proben)
<tb>  0,7 <SEP> 8,

  5 <SEP> g/cm2 <SEP> 358 <SEP> g/mm2       Die     Trockenblegungsbruchgrenze    wurde in  beiden Fällen an Kernen bestimmt, die  11/2 Stunden bei 200  C gebacken worden sind.  <I>Beispiel</I>     III     0,85 Gewichtsteile einer aus 40 Gewichts  prozent pulverisierter     Äthylhydroxyäthylzellu-          lose    und 60 Gewichtsprozent Roggenmehl be  stehenden Mischung wurden 100 Gewichtsteile       Meeressand    beigemischt, wonach so viel Wasser  zugeführt wurde, dass der     Endfeuchtigkeits-          gehalt    des Sandes 3,6 % betrug.

   Nach 6 Mi  nuten Mischung des Sandes im     Kollergang     wurde rohes Leinöl zugeführt, das 2 Mi  nuten lang     beigemischt    wurde. Bei Versuchen  in einer Standardapparatur erhielt man fol  gende Stärkewerte für den Kernsand:  
EMI0003.0028     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  4 <SEP> Proben)
<tb>  1,0 <SEP> 10<B>1</B>5 <SEP> g/cm2 <SEP> 380 <SEP> g/mm2       Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen  Kerne in grünem Formsand sank der Wert  für die     Trockenbiegungsbruchgrenze    auf  174     g/mm2.     



  Mit gewöhnlichem     Standardkernmehl    er  hielt man bei einem Zusatz von 1,5 Gewichts  prozent, das heisst zu ungefähr gleichen  Kosten wie für die genannte Bindemittel  mischung, folgende Werte unter im übrigen  gleichen Bedingungen:  
EMI0003.0032     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  4 <SEP> Proben)
<tb>  1,0 <SEP> 65 <SEP> g/cm2 <SEP> 566 <SEP> g/mm2         Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen  Kerne in grünem Formsand sank der Wert  für die     Trockenbiegungsbruchgrenze    auf  185     g/mm2.     



  Die     Trockenbiegungsbruchgrenze    wurde in  beiden Fällen an Kernen bestimmt, die       11/2    Stunden bei     200     C gebacken worden sind.  <I>Beispiel IV</I>  0,79     Gewichtsteile    einer aus 45 Gewichts  prozent pulverisierter     Hydroxyäthylzellulose     und 55     Gewichtsprozent    Roggenmehl beste  henden Mischung wurden 100 Gewichtsteilen       Meeressand    beigemischt, wonach so viel Was  ser zugeführt wurde, dass der Endfeuchtig  keitsgehalt des Sandes 3,8      /o    betrug.

   Nach  6 Minuten Mischung des Sandes im Koller  gang     wurde    auf     Tallsäureprodukten    basiertes  Kernöl zugeführt, das     2.    Minuten lang bei  gemischt wurde. Bei Versuchen in einer  Standardapparatur erhielt man folgende  Stärkewerte für den Kernsand  
EMI0004.0014     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Kernöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  q. <SEP> Proben)
<tb>  1,5 <SEP> 80 <SEP> g/cm2 <SEP> 39'2'. <SEP> g/mm2       Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen  Kerne in grünem Formsand sank der Wert  für die     Troekenbiegungsbruchgrenze    auf  260     g/mm2.     



  Mit gewöhnlichem     Standardkernmehl    er  hielt man bei einem Zusatz von 1,5 Gewichts  prozent, das heisst zu ungefähr gleichen Kosten  wie für die genannte     Bindemittelmischung,     folgende Werte unter im übrigen gleichen Be  dingungen:  
EMI0004.0019     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Kernöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  q <SEP> Proben)
<tb>  1;5 <SEP> 66 <SEP> g/cm2 <SEP> 396 <SEP> g/mm2       Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen  Kerne in grünem     Formsand    sank der Wert    für die     Trockenbiegungsbruchgrenze    auf  180     g/mm2.     



  Die     Trockenbiegungsbruehgrenze    wurde in  beiden Fällen an Kernen     bestimmt,    die  11/2 Stunden bei 200  C     gebaeken    worden  sind.  



  <I>Beispiel V</I>  1,2     Gewiehtsteile    einer aus 40 Gewichts  prozent pulverisierter     Karboxymethylzellulose     und 60 Gewichtsprozent Roggenmehl bestehen  den Mischung wurden 100 Gewichtsteilen       Meeressand    beigemischt, wonach so viel Was  ser zugeführt wurde, dass der     Endfeuchtig-          keitsgehalt    des Sandes 3,4     0/a    betrug. Nach  6 Minuten Mischung des Sandes im Koller  gang wurde rohes Leinöl zugeführt, das  2 Minuten lang beigemischt wurde.

   Bei Ver  suchen in einer Standardapparatur erhielt  man folgende Stärkewerte für den     Kernsand:     
EMI0004.0033     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  .; <SEP> Proben)
<tb>  1,0 <SEP> 60 <SEP> g/em  <SEP> 3188 <SEP> g/mm2       Nach 1 Stunde Lagerung der     gebackenen     Kerne in grünem Formsand sank der     Wert     für die     Trockenbiegungsbruehgrenze    auf       13'0        g/mm2.     



  Mit gewöhnlichem     Standardkernmehl    er  hielt man bei einem Zusatz von 1,5     Gewiehts-          prozent,    das heisst zu ungefähr gleichen  Kosten wie für die<U>genannte</U>     Bindemittel-          misehung,    die folgenden     Werte    unter im  übrigen gleichen Bedingungen:

    
EMI0004.0045     
  
    Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs  Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb>  (Mittelwert <SEP> von
<tb>  .1 <SEP> Proben)
<tb>  1,0 <SEP> 65 <SEP> g/cm2 <SEP> 566 <SEP> g/mm2       Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen  Kerne in grünem Formsand sank der Wert  für die     Trockenbiegungsbruchgrenze    auf  185     g/mm2.         Die     Trockenbiegungsbruchgrenze    wurde in  beiden Fällen an Kernen bestimmt, die  11/2 Stunden bei 200  C gebacken worden  sind.  



  <I>Beispiel</I>     VZ     0,4     Crewiehtsteile    einer aus 6'5 Gewichts  prozent pulverisierter     Xthylhydroxyäthylzellu-          lose,    15 Gewichtsprozent Roggenmehl und  20 Gewichtsprozent     Melaminplastpulver    be  stehenden Mischung wurden 100 Gewichts  teilen     Meeressand    beigemischt,     wonaeh    so viel       Wasser    zugeführt wurde, dass der     Endfeucli-          tigkeitsgehalt    des Sandes 4,2,     fl/o    betrug.

   Nach  6 Minuten     Mischung    des Sandes im Koller  gang wurden 1,0 Gewichtsteile Leinöl zuge  führt, die 2 Minuten lang beigemischt wur  den. Bei Versuchen in einer Standardappara  tur erhielt man folgende Stärkewerte für  den Kernsand  Gründruckfestigkeit: 63     g/cm2.          Troekenbiegungsbruchgrenze    nach 11/2 Stun  den Backen bei 200  C:

   308     g/mm2.     Beim Lagern in mit Feuchtigkeit gesät  tigter Luft absorbierten die Kerne folgende  Wassermenge  
EMI0005.0017     
  
    Nach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> Nach <SEP> 6 <SEP> Stunden <SEP> Nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb>  <B>0,0911/0 <SEP> O <SEP> ;j23</B> <SEP> 0/<B>9</B> <SEP> 0,47 <SEP> 0/0       Nach 24 Stunden Lagerung in mit Feuch  tigkeit gesättigter Luft war die     Trockenbie-          gungsbruchgrenze    der Kerne von 308     g/mm2     auf 100     g/mm2    gesunken.  



  Mit gewöhnlichem     Standardkernmehl    er  hielt man bei einem Zusatz von 1,5 Gewichts  prozent, das heisst zu ungefähr gleichen       Kosten    wie für die genannte     Bindemittel-          misehung,    folgende Werte unter im übrigen  gleichen Bedingungen und mit der gleichen       heinölmenge     Gründruckfestigkeit: 65     glem2.          Trockenbiegungsbruehgrenze    nach 11/2 Stun  den Backen bei 200  C : 3'63     g/mm2.     Beim Lagern in mit Feuchtigkeit gesät  tigter Luft absorbierten die Kerne folgende  Wassermenge:

    
EMI0005.0030     
  
    Nach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> Nach <SEP> 6 <SEP> Stunden <SEP> Nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb>  0,140/a <SEP> <B>0,351/0.</B> <SEP> 0,591/o       Nach 24 Stunden Lagerung in mit Feuch  tigkeit gesättigter Luft war die     Trockenbie-          gungsbruchgrenze    der Kerne von 363     g/mm"     auf 77     g/mm2    gesunken.  



       Beispiel        VII     0,3     Gewichtsteile    pulverisierter, reiner       Äthylhydroxyäthylzellulose    wurden 100 Ge  wichtsteilen feinen     Meeressandes    beigemischt,  wonach so viel Wasser zugeführt wurde, dass  der Endfeuchtigkeitsgehalt des Sandes 4,10/0  betrug. Nach 6 Minuten Mischung des San  des im     Kollergang    wurden 1,0 Gewichtsteile  Leinöl zugeführt, die 2 Minuten lang beige  mischt wurden.

   Bei Versuchen in einer Stan  dardapparatur erhielt man folgende Stärke  werte für den Kernsand:  Gründruckfestigkeit: 68     g/cm2          Trockenbiegungsbruchgrenze:    Nach 11/2 Stun  den Backen bei 200  C: 31,8     g/mm2.     



  Beim Lagern in mit Feuchtigkeit gesät  tigter Luft absorbierten die Kerne folgende  Wassermenge  
EMI0005.0044     
  
    Nach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> Nach <SEP> 6 <SEP> Stunden <SEP> Nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb>  0,07% <SEP> <B>0,170/9 <SEP> 0,331/9</B>       Nach 24 Stunden Lagerung in mit Feuch  tigkeit gesättigter Luft war die     Trockenbie-          gungsbruchgrenze    von 318     g/mm2    auf 125       g/mm2    gesunken.  



  Mit gewöhnlichem     Standardker        nmehl    er  hielt man bei einem Zusatz von 1,5 Gewichts  prozent, das heisst zu ungefähr gleichen  Kosten wie für die     Äthylhydroxyäthylzellu-          lose    folgende Werte unter im übrigen gleichen  Bedingungen und mit der gleichen Leinöl  menge       Grüntrockenfestigkeit:    65     g/em2.          Tröckenbiegungsbruchgrenze:    Nach 11/2 Stun  den Backen bei 200  C :

   3.63     g/mm2.         Beim Lagern in mit Feuchtigkeit gesättig  ter Luft absorbierten die Kerne folgende  Wassermenge  
EMI0006.0001     
  
    N <SEP> ach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> Nach <SEP> 6 <SEP> Stunden <SEP> Nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb>  0,14% <SEP> <B>0,315% <SEP> 0,59170</B>       Nach     24    Stunden Lagerung in mit Feuch  tigkeit gesättigter Luft war die     Trockenbie-          gungsbruchgrenze    von 363     g/mm2    auf 77       g/mm9    gesunken.  



  <I>Beispiel</I>     VIII     1,0 Gewichtsteile einer aus 40 Gewichts  prozent     Äthylhy        droxyäthylzellulose    und 60 Ge  wichtsprozent pulverisierten     Tallharzes    be  stehenden Mischung wurden 100 Gewichtstei  len feinen     Meeressandes    beigemischt, wonach  so viel Wasser zugeführt wurde, dass der     End-          feuchtigkeitsgehalt        des        Sandes    3     %        betrug.     Nach 6 Minuten Mischung des Sandes im     Kol-          lergang        wurden    1,

  0     Gewichtssteile    Leinöl zuge  führt, die 2 Minuten lang beigemischt wurden.  Bei Versuchen in einer Standardapparatur  erhielt man folgende Stärkewerte für den  Kernsand:  Gründruckfestigkeit: 80     g/cm2.          Trockenbiegungsbruchgrenze    : Nach     1i/2    Stun  den Backen bei 200  C : 5316     g/mm2.     



  <I>Beispiel IX</I>  1,0 Gewichtsteile einer aus 40 Gewichts  prozent     Äthylhydroxyäthylzellulose,    40 Ge  wichtsprozent     Tallharz    und 20 Gewichtspro  zent Melasse bestehenden Mischung wurden  100 Gewichtsteilen feinen     Meeressandes    beige  mischt, wonach so viel Wasser zugeführt       wurde,    dass der Endfeuchtigkeitsgehalt des       Sandes    3     %        betrug.        Nach    6     Minuten        Mischung     des Sandes im     Kollergang    wurden 1,0 Ge  wichtsteile Leinöl zugeführt, die 2 Minuten  lang beigemischt wurden.

   Bei Versuchen in  einer Standardapparatur erhielt man folgende  Stärkewerte für den Kernsand:    Gründruckfestigkeit: 97     g/em2.          Trockenbiegungsfestigkeit:    G25     g/mm2.     Das Giessen ist mit     Kernen,    die gemäss der  vorliegenden Erfindung hergestellt waren und       als    Bindemittel     Äthylhydroxyäthylzellulose    in  Kombination mit Leinöl bzw. aus Roggenmehl  bestehendes Füllmittel enthaltende     Äthyl-          hydroxyäthylzellulose    in Kombination mit       Talöl    aufwiesen, sowie mit Kernen, die als  Bindemittel Stärke in Kombination mit Leinöl  bzw.

       Tallöl    enthielten, durchgeführt worden,  und zwar so, dass die Bedingungen soweit wie  möglich dadurch gleichartig waren, dass Eisen  gleicher Analyse und gleicher Temperatur  beim Giessen sowie in gleicher Weise herge  stellte und behandelte Formen und Kerne  gleicher Form benutzt wurden. Die     Stärke-          und        Zellulosederivatmengen        wurden    so ge  wählt, dass sie vom Preisstandpunkt aus gleich  wertig waren. Es zeigte sieh, dass nach dem  Giessen die mit     Zelluloseäther    gebundenen  Kerne besser als die mit.

   Stärke gebundenen  zerfielen, und     da.ss    das Giessgut bei Anwen  dung der erstgenannten Kerne eine glattere  Oberfläche als bei Anwendung der mit Stärke  gebundenen Kerne hatte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Sandkernen oder andern @Sandformteilen für Metallguss, dadurch gekennzeichnet, dass man als Binde mittel für den Sand eine Mischung aus Kernöl und einen in Wasser löslichen Zellulosederivat benutzt. TINTERANSPRLCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das in Wasser lös liche Zellulosederiv at aus Äthylhy droxy ä,thyl- zelhilose besteht. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das in Wasser lös lische Zellulosederivat aus Hy droxyäthylzellu- lose besteht.
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