Verfahren zur Herstellung von Sandkernen oder andern Sandformteilen für Metallguss Die Erfindung bezieht sich auf die Her stellung von Sandkernen oder andern Sand formteilen für Metallguss und betrifft die An wendung einer speziellen Bindemittelkombi- nation für diesen Zweck.
Bei der Herstellung von Kernen in Giesse reien benutzt man am häufigsten Öle ver- sehiedener Art, sogenannte Kernöle, als Binde mittel. Oft wendet man rohes oder gekochtes Leinöl an, aber es werden auch Tallöl, Fisch öl, Sojaöl und Petroleumprodukte benutzt. Die Öle verleihen dem Kern eine gute Trocken festigkeit, jedoch mir eine geringe Grünfestig keit, weswegen sie im allgemeinen mit Prä paraten aus verkleisterter Stärke kombiniert werden, damit der Kern im grünen Zustand bantierbar ist.
Es hat sieh nun gezeigt, dass man er liebliche Vorteile erzielen kann, wenn man in Kombination mit Kernölen anstatt. Stärke in Wasser lösliche Zellulosederivate als Zusatz zuin Sand anwendet; um den Kernen die er forderliehe Grünfestigkeit zu erteilen, und man hat gefunden, dass diese Zellulosederi- vate zu einer höheren Grünfestigkeit als die Stärke bei Benutzung in gleich grossen Mein,-en führt, oder mit andern Worten, dass man zwecks Erzielung einer bestimmten Grünfestigkeit eine bedeutend kleinere Menge Zellulosederivat als Stärke benötigt.
Tat sächlich sind die Eigenschaften der Zellu- losederivate in dieser Hinsicht so vorteilhaft, dass man trotz des höheren Preises des Zellii- losederivates die gleiche Grünfestigkeit zu einem niedrigeren Preis als bei Anwendung von Stärke erhalten kann.
Dadurch, dass man mit kleineren Men gen Zellulosederivat als Stärke auskommt, gewinnt man auch den Vorteil, dass beim Backen der Kerne und beim Giessen kleinere Gasmengen gebildet werden, wodurch das Personal geringeren Unbehaglichkeiten aus gesetzt und die Gefahr für Gasbildung im Sandkern vermindert wird. Weiter wird die Gasdurchlässigkeit erhöht.
Was die Trockenfestigkeit betrifft, so ist sie zwar in einer Reihe von Fällen bei den mit Zellulosederivat hergestellten Kernen geringer (bei Vergleich mit preislich gleich wertigen Mengen) als die Werte, die man mit Stärke erhält, jedoch für die Lagerung der Kerne und ihren Transport. zum Giess platz völlig zufriedenstellend. Weiter ist zu beachten, dass die Zellulosederivate im all gemeinen (mit Ausnahme von zum Beispiel Karboxymethylzellulose) weniger hygrosko pisch als Stärke sind und ausserdem in ge ringerer Menge zugesetzt werden.
Da das Giessen, wie bekannt, in den meisten Fällen in Grünsandformen erfolgt und da der Kern in der Regel in der Grünsandform eine Zeit lang verwahrt wird, bevor das Giessen er folgt, hat die Stärke Zeit, eine recht grosse Feuchtigkeitsmenge aufzunehmen, so dass ihre Trockenfestigkeit vor dem Giessen verschlech tert wird. Bei Anwendung von Zellulose- derivat macht sich dagegen diese Verschlech terung der Trockenfestigkeit bedeutend we niger bemerkbar, und die Feuchtigkeitsabsorp tion wird prozentual geringer.
Daher ist, auch wenn ein mittels Stärke gebundener Kern unmittelbar nach dem Backen bisweilen hö here Trockenfestigkeit aufweist als ein mit tels eines Zellulosederivates gebundener Kern, beim Giessen der letztgenannte Kern in der Regel dem erstgenannten gleichwertig oder überlegen.
Dadurch, dass die im Kern absorbierte Feuchtigkeitsmenge während des Eingiessens abgeht, ist es klar, dass die totale Gasmenge bei einem mit Öl -f- Zellulosederivat gebun denen Kern bedeutend geringer ist als bei einem mit Öl -I- verklebter Stärke, Roggen-, Mais-, Weizenmehl, Dextrin oder dergleichen gebundenen Kern, da sowohl die Wasser dampfmenge als auch die Menge der durch Abbau des Bindemittels gebildeten Gase ge ringer ist.
Weiter weisen sehr oft die mit einem Zellulosederivat gebundenen Kerne bei einem Vergleich mit durch Stärke gebundenen Ker nen den Vorteil bedeutend glatterer Flächen auf, wodurch die Flächen des Gussstückes besser werden. Man kann auch bei Zellu- losederivatkernen einen bedeutend schnelleren Zerfall nach dem Giessen beobachten, wo durch die Reinigungskosten geringer werden.
Das Zellulosederivat wird mit Vorteil in reiner Form zusammen mit den Ölen be nutzt. Wenn es erwünscht ist, kann es in dessen auch mit einem inaktiven Füllstoff, wie Roggenmehl, Holzmehl, Ton oder der gleichen, versetzt werden. Bei Anwendung eines derartigen, mit einem inaktiven Füll stoff versetzten Zellulosederivates sind zwecks Erzielung der gleichen Grünfestigkeit natur gemäss etwas grössere Mengen des Präparates erforderlich, aber da der Preis des Präpa rates gleichzeitig geringer wird, ist dieses vom Kostenstandpunkt aus in jedem Fall vor teilhafter als Stärke.
Als geeignete Zelhxlosederivate seien ge nannt: in Wasser lösliche Zelluloseäther, wie Methylzellulose, l@Tethyläthylzellulose, Äthyl- zellulose, Hydroxyäthylzelh11ose, Methy 1- und Äthylhydroxyäthylzellulose;
in Wasser lösliche Salze von Zelluloseätherkarbonsäure, wie Na- triumkarboxymethylzellulose, Cyanoäthylzellu- lose und Sulfoäthylzellulose, Natriumsalze von Zelluloseschwefelsäureestern.
Die Zellulosederivatmenge im Sand kann 0,1 bis 2 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile Sand je nach der gewünschten Grünfestig keit betragen, während die Kernölmenge im allgemeinen 0,5 bis<B>5</B> Gewichtsteile pro 100 Ge wichtsteile Sand beträgt. Ausserdem wird bei Bedarf Wasser in einer solchen Menge zuge setzt, dass der Endfeuchtigkeitsgehalt 2 bis 7 % beträgt. Selbstverständlich liegt es auch im Rahmen der Erfindung, wenn man je nach Wunsch andere Bindemittel und Zu sätze, die in besonderen Fällen als geeignet angesehen werden, dem Sand beimischt.
Wei ter sei hervorgehoben, dass, obwohl die Er findung in erster Linie für Kerne bestimmt ist, es natürlich auch möglich ist, mit Hilfe des Verfahrens nach der Erfindung andere Sandformteile herzustellen.
Die Erfindung kann beim Giessen aller Arten Metalle und Legierungen, zum Bei spiel Stahl, Tempereisen, Grauguss, Kupfer, Aluminium, Blei usw., Anwendung finden.
An Hand der nachstehenden Ausführungs beispiele sei die Erfindung näher beschrieben. <I>Beispiel I</I> 0;5 Gewichtsteile pulverisierte Äthyjhy- droxyäthylzellulose wurden 100 Gewichtsteile Meeressand beigemischt, wonach so viel Wasser zugeführt wurde, dass der Endfeuch- tigkeitsgehalt des Sandes 40/9 betrug. Nach dem der Sand im Kollergang 6 Minuten ge mischt war, wurde auf Tallsäureprodukten basiertes Kernöl zugeführt, das 2. Minuten beigemischt wurde.
Bei Versuchen in einer Standardapparatur ergaben sich folgende Stärkewerte für den Kernsand:
EMI0003.0001
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Iiernöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> 4 <SEP> Proben)
<tb> 1,5 <SEP> 80 <SEP> g/cm2 <SEP> 353 <SEP> g/mm2
<tb> 2,0 <SEP> 80 <SEP> " <SEP> . <SEP> 39<B>'</B> <SEP> "
<tb> 2,5 <SEP> 80 <SEP> 513 <SEP> " Mit gewöhnlichem Standardkernmehl (ver kleistertes Cerealbindemittel) erhielt man bei einem Zusatz von 2; Gewichtsprozent, das heisst zu ungefähr gleichen Kosten wie für 0,5 /o Äthylhydroxyäthylzellulose, folgende Werte unter im übrigen gleichen Bedingungen:
EMI0003.0005
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Iiernöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> 4 <SEP> Proben)
<tb> 1,5 <SEP> 70 <SEP> g/cm2 <SEP> 347 <SEP> g/mm2
<tb> 2,0 <SEP> 70 <SEP> " <SEP> 400 <SEP> " Die Trockenbiegungsbruchgrenze wurde in sämtlichen Fällen an Kernen bestimmt, die 11 Stunden bei 200 C gebacken worden sind.
<I>Beispiel</I> II 1,0 Gewichtsteile einer aus 50 Gewichts prozent Roggenmehl, und 5,0 Gewichtsprozent pulverisierter Äthylhydroxyäthylzellulose be stehenden Mischung wurden 100 Gewichtstei len Meeressand beigemischt, wonach so viel Wasser zugeführt wurde, dass der Endfeuch- tigkeitsgehalt des Sandes 3,40/9 betrug. Nach 6 Minuten Mischung des Sandes im Koller gang wurde rohes Leinöl zugeführt, das 2 Mi nuten lang beigemischt wurde.
Bei Versuchen in einer Standardapparatur erhielt man fol gende Stärkewerte für den Kernsand:
EMI0003.0016
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> 4 <SEP> Proben)
<tb> 0,7 <SEP> 120 <SEP> g/em2 <SEP> 3e18 <SEP> g/mm2 Mit gewöhnlichem Standardkernmehl er hielt man bei einem Zusatz von 2 Gewichts- Prozent, das heisst zu ungefähr gleichen Kosten wie für die genannte Bindemittel mischung, folgende Werte unter im übrigen gleichen Bedingungen
EMI0003.0018
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> 4 <SEP> Proben)
<tb> 0,7 <SEP> 8,
5 <SEP> g/cm2 <SEP> 358 <SEP> g/mm2 Die Trockenblegungsbruchgrenze wurde in beiden Fällen an Kernen bestimmt, die 11/2 Stunden bei 200 C gebacken worden sind. <I>Beispiel</I> III 0,85 Gewichtsteile einer aus 40 Gewichts prozent pulverisierter Äthylhydroxyäthylzellu- lose und 60 Gewichtsprozent Roggenmehl be stehenden Mischung wurden 100 Gewichtsteile Meeressand beigemischt, wonach so viel Wasser zugeführt wurde, dass der Endfeuchtigkeits- gehalt des Sandes 3,6 % betrug.
Nach 6 Mi nuten Mischung des Sandes im Kollergang wurde rohes Leinöl zugeführt, das 2 Mi nuten lang beigemischt wurde. Bei Versuchen in einer Standardapparatur erhielt man fol gende Stärkewerte für den Kernsand:
EMI0003.0028
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> 4 <SEP> Proben)
<tb> 1,0 <SEP> 10<B>1</B>5 <SEP> g/cm2 <SEP> 380 <SEP> g/mm2 Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen Kerne in grünem Formsand sank der Wert für die Trockenbiegungsbruchgrenze auf 174 g/mm2.
Mit gewöhnlichem Standardkernmehl er hielt man bei einem Zusatz von 1,5 Gewichts prozent, das heisst zu ungefähr gleichen Kosten wie für die genannte Bindemittel mischung, folgende Werte unter im übrigen gleichen Bedingungen:
EMI0003.0032
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> 4 <SEP> Proben)
<tb> 1,0 <SEP> 65 <SEP> g/cm2 <SEP> 566 <SEP> g/mm2 Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen Kerne in grünem Formsand sank der Wert für die Trockenbiegungsbruchgrenze auf 185 g/mm2.
Die Trockenbiegungsbruchgrenze wurde in beiden Fällen an Kernen bestimmt, die 11/2 Stunden bei 200 C gebacken worden sind. <I>Beispiel IV</I> 0,79 Gewichtsteile einer aus 45 Gewichts prozent pulverisierter Hydroxyäthylzellulose und 55 Gewichtsprozent Roggenmehl beste henden Mischung wurden 100 Gewichtsteilen Meeressand beigemischt, wonach so viel Was ser zugeführt wurde, dass der Endfeuchtig keitsgehalt des Sandes 3,8 /o betrug.
Nach 6 Minuten Mischung des Sandes im Koller gang wurde auf Tallsäureprodukten basiertes Kernöl zugeführt, das 2. Minuten lang bei gemischt wurde. Bei Versuchen in einer Standardapparatur erhielt man folgende Stärkewerte für den Kernsand
EMI0004.0014
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Kernöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> q. <SEP> Proben)
<tb> 1,5 <SEP> 80 <SEP> g/cm2 <SEP> 39'2'. <SEP> g/mm2 Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen Kerne in grünem Formsand sank der Wert für die Troekenbiegungsbruchgrenze auf 260 g/mm2.
Mit gewöhnlichem Standardkernmehl er hielt man bei einem Zusatz von 1,5 Gewichts prozent, das heisst zu ungefähr gleichen Kosten wie für die genannte Bindemittelmischung, folgende Werte unter im übrigen gleichen Be dingungen:
EMI0004.0019
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Kernöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> q <SEP> Proben)
<tb> 1;5 <SEP> 66 <SEP> g/cm2 <SEP> 396 <SEP> g/mm2 Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen Kerne in grünem Formsand sank der Wert für die Trockenbiegungsbruchgrenze auf 180 g/mm2.
Die Trockenbiegungsbruehgrenze wurde in beiden Fällen an Kernen bestimmt, die 11/2 Stunden bei 200 C gebaeken worden sind.
<I>Beispiel V</I> 1,2 Gewiehtsteile einer aus 40 Gewichts prozent pulverisierter Karboxymethylzellulose und 60 Gewichtsprozent Roggenmehl bestehen den Mischung wurden 100 Gewichtsteilen Meeressand beigemischt, wonach so viel Was ser zugeführt wurde, dass der Endfeuchtig- keitsgehalt des Sandes 3,4 0/a betrug. Nach 6 Minuten Mischung des Sandes im Koller gang wurde rohes Leinöl zugeführt, das 2 Minuten lang beigemischt wurde.
Bei Ver suchen in einer Standardapparatur erhielt man folgende Stärkewerte für den Kernsand:
EMI0004.0033
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> .; <SEP> Proben)
<tb> 1,0 <SEP> 60 <SEP> g/em <SEP> 3188 <SEP> g/mm2 Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen Kerne in grünem Formsand sank der Wert für die Trockenbiegungsbruehgrenze auf 13'0 g/mm2.
Mit gewöhnlichem Standardkernmehl er hielt man bei einem Zusatz von 1,5 Gewiehts- prozent, das heisst zu ungefähr gleichen Kosten wie für die<U>genannte</U> Bindemittel- misehung, die folgenden Werte unter im übrigen gleichen Bedingungen:
EMI0004.0045
Gewichtsteile <SEP> Gründruck- <SEP> Trockenbiegungs Leinöl <SEP> festigkeit <SEP> Bruchgrenze
<tb> (Mittelwert <SEP> von
<tb> .1 <SEP> Proben)
<tb> 1,0 <SEP> 65 <SEP> g/cm2 <SEP> 566 <SEP> g/mm2 Nach 1 Stunde Lagerung der gebackenen Kerne in grünem Formsand sank der Wert für die Trockenbiegungsbruchgrenze auf 185 g/mm2. Die Trockenbiegungsbruchgrenze wurde in beiden Fällen an Kernen bestimmt, die 11/2 Stunden bei 200 C gebacken worden sind.
<I>Beispiel</I> VZ 0,4 Crewiehtsteile einer aus 6'5 Gewichts prozent pulverisierter Xthylhydroxyäthylzellu- lose, 15 Gewichtsprozent Roggenmehl und 20 Gewichtsprozent Melaminplastpulver be stehenden Mischung wurden 100 Gewichts teilen Meeressand beigemischt, wonaeh so viel Wasser zugeführt wurde, dass der Endfeucli- tigkeitsgehalt des Sandes 4,2, fl/o betrug.
Nach 6 Minuten Mischung des Sandes im Koller gang wurden 1,0 Gewichtsteile Leinöl zuge führt, die 2 Minuten lang beigemischt wur den. Bei Versuchen in einer Standardappara tur erhielt man folgende Stärkewerte für den Kernsand Gründruckfestigkeit: 63 g/cm2. Troekenbiegungsbruchgrenze nach 11/2 Stun den Backen bei 200 C:
308 g/mm2. Beim Lagern in mit Feuchtigkeit gesät tigter Luft absorbierten die Kerne folgende Wassermenge
EMI0005.0017
Nach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> Nach <SEP> 6 <SEP> Stunden <SEP> Nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> <B>0,0911/0 <SEP> O <SEP> ;j23</B> <SEP> 0/<B>9</B> <SEP> 0,47 <SEP> 0/0 Nach 24 Stunden Lagerung in mit Feuch tigkeit gesättigter Luft war die Trockenbie- gungsbruchgrenze der Kerne von 308 g/mm2 auf 100 g/mm2 gesunken.
Mit gewöhnlichem Standardkernmehl er hielt man bei einem Zusatz von 1,5 Gewichts prozent, das heisst zu ungefähr gleichen Kosten wie für die genannte Bindemittel- misehung, folgende Werte unter im übrigen gleichen Bedingungen und mit der gleichen heinölmenge Gründruckfestigkeit: 65 glem2. Trockenbiegungsbruehgrenze nach 11/2 Stun den Backen bei 200 C : 3'63 g/mm2. Beim Lagern in mit Feuchtigkeit gesät tigter Luft absorbierten die Kerne folgende Wassermenge:
EMI0005.0030
Nach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> Nach <SEP> 6 <SEP> Stunden <SEP> Nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> 0,140/a <SEP> <B>0,351/0.</B> <SEP> 0,591/o Nach 24 Stunden Lagerung in mit Feuch tigkeit gesättigter Luft war die Trockenbie- gungsbruchgrenze der Kerne von 363 g/mm" auf 77 g/mm2 gesunken.
Beispiel VII 0,3 Gewichtsteile pulverisierter, reiner Äthylhydroxyäthylzellulose wurden 100 Ge wichtsteilen feinen Meeressandes beigemischt, wonach so viel Wasser zugeführt wurde, dass der Endfeuchtigkeitsgehalt des Sandes 4,10/0 betrug. Nach 6 Minuten Mischung des San des im Kollergang wurden 1,0 Gewichtsteile Leinöl zugeführt, die 2 Minuten lang beige mischt wurden.
Bei Versuchen in einer Stan dardapparatur erhielt man folgende Stärke werte für den Kernsand: Gründruckfestigkeit: 68 g/cm2 Trockenbiegungsbruchgrenze: Nach 11/2 Stun den Backen bei 200 C: 31,8 g/mm2.
Beim Lagern in mit Feuchtigkeit gesät tigter Luft absorbierten die Kerne folgende Wassermenge
EMI0005.0044
Nach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> Nach <SEP> 6 <SEP> Stunden <SEP> Nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> 0,07% <SEP> <B>0,170/9 <SEP> 0,331/9</B> Nach 24 Stunden Lagerung in mit Feuch tigkeit gesättigter Luft war die Trockenbie- gungsbruchgrenze von 318 g/mm2 auf 125 g/mm2 gesunken.
Mit gewöhnlichem Standardker nmehl er hielt man bei einem Zusatz von 1,5 Gewichts prozent, das heisst zu ungefähr gleichen Kosten wie für die Äthylhydroxyäthylzellu- lose folgende Werte unter im übrigen gleichen Bedingungen und mit der gleichen Leinöl menge Grüntrockenfestigkeit: 65 g/em2. Tröckenbiegungsbruchgrenze: Nach 11/2 Stun den Backen bei 200 C :
3.63 g/mm2. Beim Lagern in mit Feuchtigkeit gesättig ter Luft absorbierten die Kerne folgende Wassermenge
EMI0006.0001
N <SEP> ach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> Nach <SEP> 6 <SEP> Stunden <SEP> Nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> 0,14% <SEP> <B>0,315% <SEP> 0,59170</B> Nach 24 Stunden Lagerung in mit Feuch tigkeit gesättigter Luft war die Trockenbie- gungsbruchgrenze von 363 g/mm2 auf 77 g/mm9 gesunken.
<I>Beispiel</I> VIII 1,0 Gewichtsteile einer aus 40 Gewichts prozent Äthylhy droxyäthylzellulose und 60 Ge wichtsprozent pulverisierten Tallharzes be stehenden Mischung wurden 100 Gewichtstei len feinen Meeressandes beigemischt, wonach so viel Wasser zugeführt wurde, dass der End- feuchtigkeitsgehalt des Sandes 3 % betrug. Nach 6 Minuten Mischung des Sandes im Kol- lergang wurden 1,
0 Gewichtssteile Leinöl zuge führt, die 2 Minuten lang beigemischt wurden. Bei Versuchen in einer Standardapparatur erhielt man folgende Stärkewerte für den Kernsand: Gründruckfestigkeit: 80 g/cm2. Trockenbiegungsbruchgrenze : Nach 1i/2 Stun den Backen bei 200 C : 5316 g/mm2.
<I>Beispiel IX</I> 1,0 Gewichtsteile einer aus 40 Gewichts prozent Äthylhydroxyäthylzellulose, 40 Ge wichtsprozent Tallharz und 20 Gewichtspro zent Melasse bestehenden Mischung wurden 100 Gewichtsteilen feinen Meeressandes beige mischt, wonach so viel Wasser zugeführt wurde, dass der Endfeuchtigkeitsgehalt des Sandes 3 % betrug. Nach 6 Minuten Mischung des Sandes im Kollergang wurden 1,0 Ge wichtsteile Leinöl zugeführt, die 2 Minuten lang beigemischt wurden.
Bei Versuchen in einer Standardapparatur erhielt man folgende Stärkewerte für den Kernsand: Gründruckfestigkeit: 97 g/em2. Trockenbiegungsfestigkeit: G25 g/mm2. Das Giessen ist mit Kernen, die gemäss der vorliegenden Erfindung hergestellt waren und als Bindemittel Äthylhydroxyäthylzellulose in Kombination mit Leinöl bzw. aus Roggenmehl bestehendes Füllmittel enthaltende Äthyl- hydroxyäthylzellulose in Kombination mit Talöl aufwiesen, sowie mit Kernen, die als Bindemittel Stärke in Kombination mit Leinöl bzw.
Tallöl enthielten, durchgeführt worden, und zwar so, dass die Bedingungen soweit wie möglich dadurch gleichartig waren, dass Eisen gleicher Analyse und gleicher Temperatur beim Giessen sowie in gleicher Weise herge stellte und behandelte Formen und Kerne gleicher Form benutzt wurden. Die Stärke- und Zellulosederivatmengen wurden so ge wählt, dass sie vom Preisstandpunkt aus gleich wertig waren. Es zeigte sieh, dass nach dem Giessen die mit Zelluloseäther gebundenen Kerne besser als die mit.
Stärke gebundenen zerfielen, und da.ss das Giessgut bei Anwen dung der erstgenannten Kerne eine glattere Oberfläche als bei Anwendung der mit Stärke gebundenen Kerne hatte.