CH332938A - Verfahren und Einrichtung zur Betätigung einer Schnellabsperrung von Druckrohrleitungen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Betätigung einer Schnellabsperrung von Druckrohrleitungen

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CH332938A
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Schnyder Hans
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Der Ludwig Von Roll Schen Eise
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/20Excess-flow valves
    • F16K17/34Excess-flow valves in which the flow-energy of the flowing medium actuates the closing mechanism

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Description


  Verfahren und Einrichtung zur Betätigung einer     Schnellabsperrung    von Druckrohrleitungen    1     >ie        vorliegende    Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur  Betätigung einer Schnellabsperrung von  Druckleitungen.  



  Die Erfindung bezweckt vor allem die  Überwachung von grossen Druckrohrleitungen,  beispielsweise für Wasserkraftwerke, in sol  cher Weise, dass weder bei normaler statio  närer Strömung in der Druckrohrleitung  noch bei den im Betrieb üblichen Änderun  gen der Strömungsgeschwindigkeit - bei  spielsweise beim Einschalten einer weiteren  Turbine - die Schnellabsperrung betätigt  wird. Hingegen soll die Schnellabsperrung  betätigt werden, wenn ein Rohrbruch auf  tritt. Verfahren und Einrichtung für diesen  Zweck sind zwar bereits bekannt. Bei diesen  Einrichtungen wird aber die Schnellabsper  rung immer erst betätigt, wenn die     Strii-          mungsgeschwindigkeit    in der Druckrohrlei  tung einen festgesetzten Wert erreicht hat.

    Handelt es sich dabei um einen fest einge  stellten Wert, so muss er so hoch angesetzt  werden, dass er bei normalen Veränderungen  der Strömungsgeschwindigkeit, wie oben er  wähnt, nicht erreicht wird. Damit aber muss  eine untragbare Zeitverzögerung in der Be  tätigung der Schnellabsperrung in Kauf ge  nommen werden, bis die Strömungsgeschwin  digkeit diesen Wert bei Rohrbruch erreicht  hat. Um eine solche Zeitverzögerung zu ver  meiden, hat man Einrichtungen gebaut, deren       'Wert    in Abhängigkeit von der Belastung der    Turbinenanlage eingestellt wird. Der Einstell  wert für die Betätigung der Schnellabsper  rung kann somit um einen relativ geringen  Betrag über der normalen Strömungsge  schwindigkeit für die jeweilige Last der An  lage liegen.

   Wenn dies auch eine wesentliche  Verbesserung mit sich bringt, so werden an  derseits     Übertragungsmittel    notwendig, um  die Ferneinstellung des Wertes in der Ein  richtung von der Turbinenanlage aus zu be  werkstelligen. Es ist offensichtlich, dass solche  Übertragungsmittel nicht zu einer Erhö  hung der Betriebssicherheit der Einrichtung  beitragen; sie bringen im Gegenteil Störungs  quellen mit sich.

      Das erfindungsgemässe Verfahren zur Be  tätigung einer Schnellabsperrung für Druck  rohrleitungen, abhängig vom Flüssigkeits  strom in derselben, wobei die Strömung auf  mindestens ein     Verstellorgan    wirkt und das  selbe gegen eine     Rückstellkraft    aus der Ruhe  lage um einen von der Strömungsgeschwindig  keit abhängigen Wert verstellt, zeichnet sich  dadurch aus, dass der Betätigungsmechanis  mus für die Schnellabsperrung sowohl bei  einer vorbestimmten, auf die zulässige Maxi  malgeschwindigkeit der Strömung eingestell  ten Endlage eines     Verstellorgans    als auch  beim Übersteigen einer bestimmten,

   vom Mass  der Beschleunigung der Strömung abhängi  gen     Verstellgeschwindigkeit    desselben in Rich  tung auf diese Endlage ausgelöst wird.      Die erfindungsgemässe Einrichtung zur  Durchführung dieses Verfahrens, mit einem  direkt     beströmten        Fühlerorgan    und einem       Auslöseorgan    zeichnet sich dadurch aus, dass  das     Fühlerorgan    mit einer einstellbaren Sta  bilisierungsvorrichtung verbunden ist, und  dass mindestens ein nachgiebiger, einstellbarer  Katarakt vorgesehen ist,

       zwischen    dem     Füh-          lerorgan    und der Stabilisierungsvorrichtung  einerseits und dem     Auslöseorgan    anderseits.  



  Die Erfindung ist nachstehend in einigen  Ausführungsbeispielen an Hand der     Fig.    1  bis 11 näher beschrieben. Hierbei ist:       Fig.    1 eine Seitenansicht eines Ausfüh  rungsbeispiels der erfindungsgemässen Ein  richtung,       Fig.    2 ein Grundriss der Einrichtung nach       Fig.1.        Fig.    3 eine Ansicht in Strömungsrichtung  auf die Einrichtung nach     Fig.1,    teilweise  im Schnitt gezeichnet,       Fig.    4 und 5 ein Längs- bzw. Querschnitt  durch einen Öldämpfer, und zwar entlang  den Schnittlinien     B-B    bzw. A -A,       Fig.6    und 7 ein Aufriss bzw.

   Grundriss  einer Variante der Einrichtung nach     Fig.1     bis 3,       Fig.8    eine     Seitenansicht    eines weiteren  Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen  Einrichtung,       Fig.    9 ein Grundriss der Einrichtung nach       Fig.    8,       Fig.10    eine Ansicht in Strömungsrich  tung auf die Einrichtung nach     Fig.8,    im  Schnitt längs der Linie     C-C    gezeichnet,       Fig.11    ein Querschnitt durch ein Verzö  gerungsorgan der Einrichtung nach     Fig.8     bis 10, längs der Linie<I>D-D.</I>  



  In der beispielsweisen Ausführung der  Einrichtung gemäss der vorliegenden Erfin  dung nach     Fig.    1 bis 3 ist dieselbe zur Über  wachung einer Druckwasserleitung 1 einge  richtet und auf einem     Flanschring    2 mit den  Schrauben 3 befestigt und druckwasserfest  abgedichtet. Der     Plansehring    2 umschliesst  eine Öffnung 4 in der Rohrleitung 1, durch  welche die beiden     Fühlorgane    der Einrich  tung, hier zwei Pendelstangen 5     bzw.      6, in    den Wasserstrom hineinragen, der in Pfeil  richtung 7 durch die Rohrleitung 1 fliesst.

    Eine     Abweiserplatte    8 ist in Strömungsrich  tung 7 vor den Pendelstangen 5, 6 im Strom  angeordnet, um irgendwelche Fremdkörper  von diesen beiden     Fühlorganen    fernzuhalten.  Die beiden Pendelstangen 5, 6 sind hier un  gleich lang, was zwar eine bevorzugte, aber  keine notwendige Massnahme darstellt, und  tragen je eine     Prallplatte    9 bzw. 10, die hier  ebenfalls ungleiche Flächengrösse aufweisen.

    Durch geeignete Wahl der Länge der Pendel  stangen 5, 6 gegenüber ihrer gemeinsamen  Drehachse 11 sowie durch die Flächengrösse  der     Pral'lplatten    9, 10 kann das seitens der  Strömung an den Pendelstangen 5, 6 hervor  gerufene Drehmoment um die Achse 11 in  weiten Grenzen geändert     und    den jeweiligen  Bedingungen angepasst werden. In der bei  spielsweisen Ausführung nach     Fig.    1 bis 3 ist  das mit der Pendelstange 5 wirkende Dreh  moment wesentlich grösser als das Drehmo  ment mit der Pendelstange 6.  



  Die Pendelstangen 5, 6 sind durch die  Augen 12 bzw. 13 und die Keile 14 bzw. 15  mit je einem Drehzapfen 16 bzw. 17 fest. ver  bunden, die koaxial zur Drehachse 11 an  geordnet, aber unabhängig voneinander  schwenkbar sind. Die Drehzapfen 16, 17  sind in den Büchsen 18 bzw. 19 gelagert, die  beidseits im Gehäuse 20 befestigt sind. Dieses  Gehäuse 20 besitzt einen vollständig geschlos  senen Innenraum     2'1,    der nur nach unten  über die Öffnung 4 mit der Druckrohrlei  tung 1 in Verbindung steht, also druckdicht  ausgebildet sein muss. Aus diesem Grunde  ist an den Drehzapfen 16, 17 je ein konischer  Rand 22 bzw. 23 vorgesehen, der v     entilsitz-          artig    auf je einer Kegelfläche in den Büchsen  18 bzw. 19 aufsitzt und gegen diese gedrückt  wird.

   Der axiale Druck auf die beiden Dreh  zapfen 16, 17 wird seitens einer Druck  feder 24 ausgeübt, die in einer axialen Boh  rung 25 des Drehzapfens 16 angeordnet     ist     und gegen einen in die Bohrung 25 hinein  ragenden     Fortsatz    26 des Drehzapfens 17  drückt. Die Bohrung 25 steht ferner über  Öffnungen (nicht gezeichnet) mit dem Innen-           rauen    21 in Verbindung, ist also beim Betrieb  der Einrichtung mit Druckwasser gefüllt,  was den axialen Druck der konischen Rän  der 22, 23 gegen die Dichtungsflächen in  den Büchsen 18 bzw. 19 erhöht. Auf diese  \'eise ist eine     stopfbüchsenlose    Dichtung der  aus dem Innenraum 21 nach aussen führen  den Drehzapfen 16, 17 gewährleistet.

   Diese       stopfbüehsenloseAchsdurchführung    stellt zwar  eine bevorzugte Massnahme dar, kann aber auch  durch andere bekannte Konstruktionselemente  (zum     Beispiel    Manschette, Federrohr,     0-Ring)     ersetzt werden.  



       Ain    Drehzapfen 1,6 ist ausserhalb des Ge  häuses 20 mit dem Stift 27 eine Nabe 28 der  Schiene 29 fest verbunden, die wegen des  abgebogenen Teils 30 einen horizontalen Arm  in der zur Drehachse 11 senkrecht stehenden  Mittelebene der Einrichtung bildet. Bewegt  sich die Pendelstange 5 unter der Wirkung  der Strömung in Richtung des Pfeils 7, so  wird der horizontale Arm     2'9    über den Dreh  zapfen 16 in Richtung des Pfeils 31 gehoben.  Wie aus     Fig.    1 ersichtlich, bilden die Pendel  stange 5 und der horizontale Arm 29 mit  einander einen Winkel von etwa 90 .  



  Auf der Schiene 29 ist ein vorderer und  ein hinterer Halteklotz 3<B>,</B>2 bzw. 33 befestigt.  Diese beiden Halteklötze     3'2,    33 tragen je  einen Bolzen 34 bzw. 35, die als Führung für  eine längsangeordnete Zahnstange 36 und  gleichzeitig für die Schraubenfedern 37 bzw.  38 dienen. Die Federn 37, 3,8 drücken die  Zahnstange 36 normalerweise gegen die Köpfe  der beiden Bolzen 34 bzw. 35.

   Im Bereich  zwischen den Halteklötzen 32, 3-3 ist auf der  Schiene 29 ein Laufgewicht 39     länmsverschieb-          bar    angeordnet, an dem eine nach aufwärts       rainende    Lasche 40 mit einem     Ouerriemel    an  gebracht ist, welcher Querriegel über die  Zahnstange 36 greift und normalerweise     in     einer der Zahnlücken einrastet.

   Somit wird  das Laufgewicht 39, solange die Zahnstange  36 unter dem Druck der Federn 37, 38 an  den Köpfen der Bolzen 34, 35     anliegt,    an  einer Bewegung längs der Schiene 29 in  Pfeilrichtung 41 verhindert, da die steilen    Zahnflanken den Querriegel der Lasche 40  hemmen; dagegen ist eine Bewegung entge  gen der     Pfeilrichtung    41 möglich. Der hintere  Halteklotz 33 stellt gleichzeitig einen     End-          anschlag    für das Laufgewicht 39 dar.  



  Am Laufgewicht 39 greifen zwei verschie  dene Kräfte an, die bestrebt sind, dasselbe  längs der Schiene 29 zu verstellen. Die eine  dieser     Verstellkräfte    wird von der Schrauben  feder 42     ausgeübt,    die das     Laufgewicht    39  in Richtung auf den     Halteklotz    32 zieht, also  entgegen der Pfeilrichtung 41.' Die zweite       Verstellkraft    rührt vom Hebel 43 her, der  mit dem um den     räumlich    festen     Drehpunkt     45 schwenkbaren Hebel 44 und den Hebeln  46 und 47 ein Gestänge bildet, das mit der  Nabe 48 und dem Stift 49 am Drehzapfen  17 befestigt ist und über denselben von der  Pendelstange     -6    aus betätigt wird.

   Die Pendel  stange ist unter der Wirkung der Strömung  auf die     Prallplatte    10 bestrebt, sich in Pfeil  richtung 7 zu bewegen, was eine der Hebel  übersetzung entsprechende     Verstellkraft    am  Hebel 43 in Pfeilrichtung 41 ergibt, also eine  der Wirkung der Feder     42        entgegengerich-          tete        Verstellkraft.    Das Gestänge 43 bis 48  ist hier als Wegübersetzung und Kraftunter  setzung ausgebildet, was zwar eine bevor  zugte, aber     keine    notwendige Massnahme dar  stellt.

   Wie bereits erwähnt, kann aber die       Verstellkraft    in Pfeilrichtung 41 seitens des  Hebels 43, selbst wenn sie gegenüber der       Rückstellkraft    seitens der Feder 42 über  wiegt, keine     Verstellung        des    Laufgewichtes  39 bewirken, solange dessen Querriegel 40 im  Eingriff mit der Zahnstange 36 steht.  



  Parallel zu dem von der Schiene 29 ge  bildeten horizontalen Arm. verläuft der Aus  lösehebel 50, der an einem Drehzapfen 51 be  festigt und mit diesem in einem Lagerbock  52 schwenkbar gelagert ist. In seiner Ruhe  lage stützt sich der     Auslösehebel    50 gegen  einen Anschlag 53 am Gehäuse 20, gegen den  er infolge des Gewichtes 54 gedrückt wird.

    Am     Auslösehebel    50 ist ein Druckstift 55  befestigt, der sich beim Hochheben des Aus  lösehebels 50 vom Anschlag 63 etwa in der  Pfeilrichtung 56 bewegt und dabei die Aus-           lösung    der (nicht gezeichneten) Schnellab  sperreinrichtung (zum Beispiel eine Drossel  klappe) über einen Verstärker, zum Beispiel  eine gespannte Kippfeder oder eine     Kipp-          waage    bewirkt, aber erst nachdem der Aus  lösehebel 50 eine vorgegebene Winkelbewe  gung um seinen Drehzapfen 51 ausgeführt hat.  Der     Auslösehebel    50 ist mit dem horizon  talen Arm der Pendelstange 5, also mit der  Schiene 29, 30, über eine Kupplung 57 ver  bunden, die ein Merkmal der erfindungs  gemässen Einrichtung darstellt.

   Diese Kupp  lung 57 bildet keine starre Verbindung zwi  schen der Schiene 29 und dem     Auslösehebel     50, sondern ist derart ausgestaltet, dass sie  nur Kraftimpulse übertragen kann, und zwar  nur solche, deren Anstiegssteilheit einen vor  gegebenen und einstellbaren Mindestwert  übersteigt. Kraftimpulse geringerer Anstiegs  steilheit sowie eine Dauerkraft können also  vom horizontalen Arm über die Kupplung 5 7  auf den     Auslösehebel    50 nicht übertragen  werden, vielmehr werden dieselben innerhalb  der Kupplung     57    verbraucht.  



  Die Kupplung 5<B>7</B> besteht in der in     Fig.    1  dargestellten beispielsweisen Ausführung aus  einem sogenannten Ölkatarakt, nämlich einem  allseits geschlossenen ölgefüllten Zylinder 58,  längs dem ein Kolben 59 saugend verschieb  bar ist mit einer Geschwindigkeit, die von dem  Ölstrom abhängt, der     zwischen    den beiden Öff  nungen 60, 61 und durch den Seitenkanal 62  fliessen kann. Dieser     Ausgleichsölstrom    ist  durch die     Justierschraube,69    einstellbar. Der  Zylinder 58 ist über ein Gelenk mit der Schiene  29 und der Kolben 59 ebenfalls über ein Gelenk  mit dem     Auslösehebel    50 verbunden.

   Ist der       Ausgleichsölstrom    im Seitenkanal 62 durch die  Schraube 63 sehr     stark    gedrosselt, so werden  bereits Kraftimpulse relativ kleiner Anstiegs  steilheit übertragen, das heisst, bereits ein  relativ langsames Heben der Schiene 29 und  des Zylinders 58     wird    auf den Kolben 59 und  den     Auslösehebel    50 übertragen. Ist dagegen  der Ölausgleich über den weit geöffneten Sei  tenkanal 62 sehr rasch wirksam, dann bedarf  es - eines Kraftimpulses grosser Anstiegssteil  heit, das heisst eines relativ raschen     Hebens       der Schiene 29, damit der Kolben 59 und  damit der     Auslösehebel    50 aus seiner Ruhe  lage bewegt werden.

   Ausser vom     Ölausgleichs-          weg    in der Kupplung 57 hängt das Anspre  chen des     Auslösehebels    50 auch noch von dem  Druck desselben auf die Auflage 53, also von  der Stellung des Gewichtes 54 ab. Somit kann ;  durch die     Justierschraube    63 und das Gewicht  54 die     Kopplung    zwischen dem     Auslösehebel     50 und dem horizontalen Arm der Pendel  stange 5 innerhalb gegebener Grenzen einge  stellt werden.  



  Am     Auslösehebel    50 ist eine nach abwärts  ragende Zunge 64 vorgesehen, die auf eine  Querlasche 65 genau in der Mitte der Zahn  stange 36 ausgerichtet ist, in der Ruhelage  der Einrichtung aber, wie aus     Fig.1    ersicht  lich, von dieser Querlasche 65 einen bestimm  ten Abstand besitzt. Die Zunge 64 dient als  Anschlag für die Querlasche 65 für den Fall,  dass die Schiene 29 samt Zahnstange 36 lang  sam angehoben wird, während der     Auslöse-          hebel    50 in seiner Ruhelage verharrt, was zu  einer Senkung der Zahnstange 36 in ihren  Führungsbolzen 34, 35 entgegen der Wirkung  der Federn 37, 3,8 führt und eine Freigabe  des in der     Zahnstange   <B>36</B> eingerasteten Quer  riegels 40 zur Folge hat.  



  Im normalen Betriebszustand, also bei sta  tionären Strömungsverhältnissen in der  Druckrohrleitung 1, befindet sieh die Pendel  stange 5 stets in der in     Fig.1    angedeuteten,  angenähert senkrechten Lage und das Laufge  wicht 39 in einer     Stellung    längs der Schiene  29 derart, dass das von der Strömung ausge  übte Drehmoment um die Drehachse 11 durch  das entgegenwirkende Drehmoment des Lauf  gewichtes 39 gerade kompensiert wird.

   Tritt  in dieser Ruhelage plötzlich eine Erhöhung  der Strömungsgeschwindigkeit, also eine Be  schleunigung in der Druckrohrleitung 1 auf,  die innerhalb der beim Betrieb vorgesehenen  Grenzen bleibt, zum Beispiel beim Anfahren  einer weiteren Turbine, so bewegt sich die  Pendelstange 5- mit einer von der     Besehleuni-          gung    der Strömung bestimmten Winkelge  schwindigkeit in Pfeilrichtung 7, also der hori  zontale Arm 29 in Pfeilrichtung 31. Die      Kupplung     :57    und das Gewicht 54 sind jedoch  derart eingestellt, dass die Kraftwirkung auf  den Kolben 59 nicht ausreicht, um den Aus  lesehebel 50 von     dessen    Auflage 5,3 abzuheben,  so dass keine Bewegung des Druckstiftes 55  erfolgt.

   Ebenso verbleibt die Zunge 64 in ihrer  Ruhelage und bewirkt, sobald die     Auslenkung     des horizontalen Arms 29 einen bestimmten  Betrag erreicht, dass die Zahnstange 3,6 längs  ihrer Führungsbolzen 34, 35 in Richtung auf  die Schiene 29 gedrückt, also der Querriegel  40 des Laufgewichtes 39 freigegeben wird.

    Dieses Laufgewicht 39 steht aber unter der  Wirkung einer     Verstellkraft    in Richtung des       Pfeils    41 seitens des Hebelgestänges 43 bis  48, entsprechend der durch die erhöhte Strö  mungsgeschwindigkeit an der Pendelstange  6 auftretenden     Drehmomentenvergrösserung.     Das Laufgewicht wird somit längs des hori  zontalen Arms 29 so lange in Pfeilrichtung 41  verschoben, bis die     Verstellkraft    angenähert  durch die Feder 42 wieder kompensiert ist.  Dabei vergrössert sich aber auch das Dreh  moment des Laufgewichtes     8'9    auf der Schiene  29 und bewirkt eine     Zurückstellung    der Pen  delstange 5 in die angenähert senkrechte  Lage.

   Gleichzeitig mit der dabei vor sich ge  henden Abwärtsbewegung des horizontalen  Arms 29 entgegen der Pfeilrichtung 31  kann die Zahnstange 36 in ihre Ruhe  lage zurückkehren, womit der Querrie  gel 40 wieder einrastet und das Laufge  wicht in seiner neuen Ruhelage festgehalten  wird. Damit ist aber beim neuen stationären  Strömungszustand die Ruhelage wieder er  reicht., die sich gegenüber der ersten Ruhelage  lediglich dadurch     unterscheidet,    dass nunmehr  die Pendelstange 6 eine andere Lage zur Pen  delstange 5 einnimmt und das Laufgewicht 39  in Richtung des Pfeils 41 längs der Schiene  29 verschoben ist.  



  Wird die eben     beschriebene    Erhöhung der       Strömungsgeschwindigkeit    in der Druckrohr  leitung 1 wieder rückgängig gemacht, zum  Beispiel beim Abschalten einer Turbine, so  sinkt das Drehmoment seitens der beiden Pen  delstangen 5 und 6, also senkt sich anfangs  der horizontale Arm 29 entgegen der Pfeil-    richturig 31.

   Aber gleichzeitig überwiegt nun  mehr die     Rückstellkraft    der Feder 42 auf das ;       Laufgewicht    39 und zieht     dasselbe    in seine  frühere Stellung zurück, was durch die Zahn  stange 36 und den Querriegel 40- nicht ver  hindert wird, da die Zähne der Zahnstange  36     sägezahnartig    gestaltet sind, also der Quer  riegel 40 über dieselben entgegen der Pfeil  richtung 41 hinweggleiten kann. Mit der  Rückstellung des Laufgewichtes 3'9 in die frü  here Stellung wird dessen Gegendrehmoment  gegenüber dem Drehmoment der Pendelstange  5 reduziert, womit die Pendelstange 5 wieder  ihre angenähert senkrechte Lage einnimmt  und die frühere Ruhelage der Einrichtung  wieder erreicht ist.  



  Tritt aber - entgegen dem oben behan  delten Fall - eine plötzliche Beschleunigung  der Strömung auf, die über die betriebsmässig  vorgesehenen Werte hinausgeht, zum Beispiel  bei einem Rohrbruch, dann     erfolgt    ein wesent  lich schnelleres Heben des     horizontalen    Arms  29 der Pendelstange 5, und der Kraftimpuls  auf den Zylinder 58 der Kupplung 57 kann  vom Ölausgleich nicht mehr     aufgenommen     werden.     Vielmehr    wirkt durch die grössere An  stiegssteilheit des Kraftimpulses eine Kraft  auf den Kolben 59, die zum Abheben     des    Aus  lösehebels 50 von seiner Auflage 53 ausreicht.

    Damit hebt sich aber auch die Zunge 64 und  die normalerweise durch dieselbe bewirkte  Freigabe des Querriegels 40 und damit des  Laufgewichtes 39 unterbleibt, so dass die kom  pensierende Wirkung der Pendelstange 6 über  das Gestänge 43 bis 48 auf den horizontalen  Arm 29 nicht wirksam werden     kann.'Der    Arm  29 wird deshalb in Pfeilrichtung 31 weiter  angehoben, ebenso der     Auslösehebel    50, bis  schliesslich die dadurch verursachte Bewegung  des Druckstiftes 55 in Pfeilrichtung 56 zur  Auslösung der     Schnellabsperrungseinrichtung,     zum Beispiel einer Drosselklappe für die  Druckrohrleitung führt.  



  Auf der Schiene 29 ist ausserdem die Lage  des Halteklotzes 3'3 so gewählt, dass das Lauf  gewicht 39 bei voll belasteter Druckwasserlei  tung     also    bei der im Betrieb möglichen Höchst  geschwindigkeit der Strömung (Vollast sämt-           licher    Turbinen) seitens des Gestänges 43 bis  48 entsprechend dem durch die Strömungsge  schwindigkeit an der Pendelstange 6 auftre  tenden Drehmoment bis an diesen zurückge  schoben wird.  



  Bei einem weiteren Geschwindigkeitsan  stieg gleich welcher Grösse (Rohrbruch bei       Vollast)        wird    das Kompensationsglied durch  den Halteblock 33 blockiert, so dass bei genü  gender Aaslenkung der Schiene 29 in Pfeil  richtung 31 die Zahnstange 36, durch die  Zunge 64, den Querriegel 40 am Laufgewicht  39 wohl freigibt, dieses Laufgewicht aber  nicht mehr weiter in Pfeilrichtung 41 ge  schoben werden kann.

   Dadurch wird die  Schiene 29 auch bei kleinstem Geschwindig  keitsanstieg, selbst wenn dieser mit einer  Beschleunigung =die unter dem an der Kupp  lung 57 eingestellten Mindestwert liegt, in       Pfeilrichtung    31 weiterbewegt, wobei nach  der totalen Einfederung der beiden Federn       3'7,    38 durch die Zunge 64 und die Quer  lasche 65 der     Auslösehebel    50 mit der  Schiene 29 in Pfeilrichtung 31 mitbewegt  wird und so über den Druckstift 5'5 die Aus  lösung der     Schwellabsperreinrichtung    der  Druckleitung eingeleitet.  



  Beim Betrieb von Einrichtungen der an  Hand von     Fig.    1 bis 3 beschriebenen Bauart  hat sieh gezeigt, dass unter bestimmten Be  triebsbedingungen auf die     Prallplatten    9 und  10 an den Pendelstangen 5 bzw. 6 Druck  stösse und Wirbelfäden der Strömung einwir  ken können. Diese Druckstösse haben ein un  ruhiges Arbeiten der Einrichtung zur Folge  und sind=     unerwünscht.    Eine Beseitigung der  Einwirkung solcher Druckstösse auf den Hori  zontalarm 29 der ersten Pendelstange 5 und  auf das Gestänge 43 bis 48 der zweiten Pen  delstange 6 kann durch je einen am Dreh  zapfen 16 bzw. 17 angebrachten Öldämpfer  erfolgen. Je nach Grösse der Druckstösse kann  entweder nur am ersten oder auch an beiden  Drehzapfen ein solcher Öldämpfer vorgesehen  werden.  



  Die     Fig.    4 und 5 zeigen eine     beispielsweise     Ausführung eines geeigneten     öldämpfers    am  Drehzapfen '16 der     Pendelstange    5. Dieser    Drehzapfen 16 ist hier verlängert und ragt  durch die aus Bodenteil 66 und Deckel 67  bestehende     Öldämpferdose    hindurch. Der  Bodenteil 66 bildet mit einem     Fortsatz    68  zugleich die Lagerbüchse für den Drehzapfen  16 und ist an der Seitenwand des Gehäuses 20  befestigt. Das aus dem Deckel 67 herausra  gende Ende des Drehzapfens 16 trägt die  Nabe 28 für den horizontalen Arm 29.  



  Der Innenraum der     öldämpferzone    ist  durch die beiden feststehenden, am Deckel<B>67</B>  befindlichen Trennwände 69 und 70 in eine  obere und eine untere Kammer geteilt, in  deren jeder sich ein radialer Drehflügel 71  bzw. 72 bewegt. Diese Drehflügel sitzen beid  seitig an einer auf dem Drehzapfen 16     fest-          gekeilten    Büchse 73, werden also beim Ver  stellen der Pendelstange 5 hin und her be  wegt. Die obere und untere Kammer des  Innenraumes der     Dämpferdose    sind ölgefüllt  und stehen miteinander über je einen Kanal  74 und 75 in den Trennwänden 69 bzw. 70  in Verbindung.

   Durch je eine Regulier  schraube 7'6 bzw. 77 kann der     Durchflussquer-          schnitt    der beiden Kanäle 74 bzw. 75 ver  kleinert werden. Die Ölfüllung der obern  und untern Kammer erfolgt über geeignete  verschliessbare Öffnungen, ebenso die Entlüf  tung derselben. Der Innenraum des     Öldämp-          fers    ist durch die Manschetten (oder     0-Ringe)     78 und 79 abgedichtet. Ferner ist im Fort  satz     6;8    ein Ringkanal 80 mit einem Ablauf 81  vorgesehen, um Sickerwasser bzw. Sickeröl  aus dem Innenraum des Gehäuses 20 bzw. des  Öldämpfers abzuleiten.  



  In der Ruhelage der Pendelstange 5     (Fig.    1)  befinden sich die Drehflügel 71, 72. etwa in  der in     Fig.    5 angegebenen Stellung. Jede  plötzliche Aaslenkung der Pendelstange 5  durch einen Druckstoss, Wirbelfaden oder der  gleichen wird durch den entsprechend ein  gestellten freien Querschnitt der Ölkanäle 74,  75 gedämpft, während einer weniger stoss  artigen Aaslenkung kein merklicher Wider  stand entgegensteht.

   Die Dämpfung ist also  durch die beiden Regulierschrauben 76, 77  veränderbar und wird beim Betrieb der Ein  ricUtung nach     Fig.    1 bis 3 auf einen     ger    in-           geren    Wert eingestellt als die Dämpfung im       Ölkatarakt    57     (Fig.1).     



  Der an Hand von     Fig.4    und 5 beschrie  bene Öldämpfer kann bei entsprechender     Di-          mensionierung    und Einregulierung die in       Fig.    1 vorgesehene, nur Kraftimpulse übertra  gende Kupplung 57 ersetzen. Eine derartige  beispielsweise Ausführung ist in den     Fig.6     und 7 dargestellt, wobei der vom horizontalen  Arm 29 bei Verstellung in Pfeilrichtung 31  betätigte     Auslösemechanismus    für die Schnell  absperreinrichtung fortgelassen ist, da die  selbe wie in     Fig.1    bis 3 oder auch in an  derer geeigneter Art ausgebildet sein kann.

    Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.6    und  7 sind beide Drehzapfen 16, 17 mit je einem  Öldämpfer 82 bzw. 83 versehen. Die     Öldämp-          fer    weisen hier die in     Fig.4    und 5 darge  stellte Bauart auf, können aber auch andere  ausgebildet sein.

   Im übrigen entspricht die  Einrichtung ganz jener der     Fig.1    bis 3, bis  auf die hier entbehrlichen Bauteile 34 bis  38 und 50 bis     65,     da von der Lasche 40 auf  dem Laufgewicht 39 unmittelbar der     Aus-          lösemeehanismus,    beispielsweise dessen Hebel  84     (Fig.    6), betätigt wird, sobald die Winkel  verstellung des horizontalen Arms 29 in Pfeil  richtung 31 hierfür ausreicht.

   Um zu errei  chen, dass nur dann eine zur Betätigung der  Auslösung ausreichende Winkelverstellung des  horizontalen Arms 29 erfolgt, wenn die Be  schleunigung der Strömung einen vorgege  benen Höchstwert     überschreitet,    ist eine un  terschiedliche Justierung der beiden     Öldämp-          fer    82 und<B>83'</B> erforderlich.  



  Der Öldämpfer 82, der mit der Pendel  stange 5 zusammenwirkt, wird beispielsweise  derart eingestellt, dass er die unerwünschten  Druckstösse der Strömung auf die     Prallplatte     9 ausgleicht, also Kraftimpulse grosser Anstiegs  steilheit, aber kleiner Amplitude stark dämpft.  Dagegen werden Kraftimpulse grosser Ampli  tude, sobald sie eine vorgegebene Anstiegssteil  heit übertreffen, auf den horizontalen Arm  29 übertragen und verursachen dessen Win  kelverstellung in Pfeilrichtung 31, falls keine  Gegenwirkung erfolgt.

   Solange sich aber das    Laufgewicht 39 im Bereich zwischen den bei  den Anschlägen 32, 33 befindet, erfolgt eine  solche Gegenwirkung durch dessen Verschie  bung in Pfeilrichtung 41 mittels des Hebel,       gestänges    43 bis 48     seitens    der     Pendelstange     6.

   Dabei ist der auf die     Pendelstange    6 wir  kende Öldämpfer 83, derart einreguliert, dass  im Bereich der normalen Strömungsgeschwin  digkeit die bei einer Beschleunigung der Strö  mung innerhalb des betriebsmässig zulässigen       Intervalles    resultierende Verschiebung des  Laufgewichtes rasch genug erfolgt, um eine  sofortige Kompensation des in Pfeilrichtung  31 wirkenden Drehmomentes am horizontalen  Arm 29 zu erwirken, also eine Winkelverstel  lung desselben und eine Betätigung der Aus  lösung zu verhindern.

   Ist jedoch die Beschleu  nigung der Strömung höher als dem vorge  gebenen Höchstwert entspricht, also die An  stiegssteilheit der Kraftimpulse auf die Pen  delstangen 5 und 6 entsprechend grösser, dann  bewirkt die unterschiedliche Einstellung der  Öldämpfer 82 und 83 eine Verzögerung der  Kompensation seitens des Laufgewichtes 39  und die Winkelverstellung des horizontalen  Arms 29 reicht zu einer Betätigung der Aus  lösung 84 über die Lasche 40 aus.  



  Liegt jedoch im Ruhezustand der Pendel  stange 5 (stationäre Strömung in der Druck  leitung) das Laufgewicht 39 am     Halteklotz     33 an (bei Vollast aller Turbinen), ist bei  einem weiteren Geschwindigkeitsanstieg der  Strömung, gleichgültig mit welcher Beschleu  nigung derselbe erfolgt (Rohrbruch bei     Voll-          last)    eine weitere Kompensation der Dreh  momentvergrösserung am Drehzapfen 16 nicht  mehr möglich. Infolgedessen wird in diesem  Fall die Schiene 29 sofort in Pfeilrichtung  31     ausgelenkt    und über die Lasche 40 die Aus  lösung 84 der     Schnellabsperreinrichtung    be  tätigt.  



  Die     Fig.    8 bis 11 zeigen ein weiteres  Ausführungsbeispiel der Einrichtung, eben  falls aufgebaut auf einem auf der Drucklei  tung 1 aufgeschweissten     Flanschring    2 mit  den Schrauben 3 befestigt und druckwasser  fest abgedichtet. Der     Planschring    2 um  schliesst eine Öffnung 4 in der     Druckleitung    1.,      durch welche die     Pendelstange    90 mit dem  Stauteller 91 in den Wasserstrom hinein  ragt, der in Pfeilrichtung 7 durch die Druck  leitung 1 fliesst.

   Eine     Abweiserplatte    8 ist in  Strömungsrichtung 7 vor der Pendelstange 90  angeordnet, um irgendwelche im Wasser mit  schwimmende Fremdkörper von dieser     fernzu-          halten._    Die Pendelstange 90 ist durch die  Nabe 92 und den Keil 93 mit der Achse 94  fest verbunden. Die Achse 94 ist in den  Büchsen 95 und 96 gelagert, die beidseitig  im Gehäuse 97 befestigt sind. Dieses Gehäuse  97 besitzt einen vollständig geschlossenen  Innenraum 98, der nur nach     unten,    über die  Öffnung 4 mit der Druckleitung 1 in Ver  bindung steht, also druckdicht ausgebildet  sein muss.

   Aus diesem Grunde ist die Büchse  95 mit einem geschlossenen Boden ausgeführt  und der Hohlraum 99 über den Kanal 100  mit dem Gehäuseinnern 98 verbunden, wo  durch ein in Pfeilrichtung 101 auf die Achse  94 wirkender axialer Druck entsteht. Dieser  axiale Druck wird durch die Büchse<B>9'6</B> an  der Schulter 102 der Achse 94 abgefangen.  In diese Büchse 96 ist eine gegen den Was  serdruck     wirkende    Dichtung 103 eingebaut.  Diese Dichtung 103 kann weggelassen wer  den, wenn die Schulter 102 konisch ausge  führt wird, wodurch eine     ventilsitzartige,    me  tallische Abdichtung entsteht.  



  Mit der durch die Büchse 96     hindurch-          meführten    Achse 94 ist auch     dPr        DrehflüLyel     104 des     Verzögerungsorgans    105 durch den  Keil 106 fest verbunden, so dass dieser Dreh  flügel 104 jede Bewegung der Pendelstange  90 mitmacht. Dabei bewegt sich dieser Dreh  flügel 104 in dem allseitig geschlossenen  und mit Öl gefüllten Gehäuse 107 des Ver  zögerungsorgans 105, das seinerseits mit dem  Boden auf einem an der Büchse 96 vorste  henden Auge 108 und mit dem Deckel 109 auf  der Achse 94 drehbar gelagert ist.

   Der Innen  raum dieses     Gehäuses    107 ist durch die beiden  mit dem Deckel 10,9 ein Stück bildenden  Wände 110 und 111 in zwei Räume getrennt,  wobei diese Räume durch die Bohrungen 112  und 113 miteinander in direkter Verbindung  stehen. Durch die Regulierstifte 114 und 115    kann der freie Querschnitt dieser Bohrungen  112 und 113 verändert werden.

   Am Dreh  flügel 104, der diese beiden Räume nochmals  in je zwei Kammern unterteilt, sind die bei  den     Rückschlagventile    116 und 117 eingebaut,  die bei einer Drehung des Flügels 104 im       Gegenuhrzeigersinn        geschlossen    bleiben, so  dass das Öl durch die beiden Bohrungen 112  und 113 strömt, und sich bei einer Drehung  im     Uhrzeigersinn.    durch den entstehenden Öl  druck öffnen, so dass der Ölausgleich zum  Teil auch durch diese Ventile 116 und 117  erfolgt, wodurch sich solche Drehungen des  kleineren Widerstandes wegen rascher voll  ziehen, was eine bevorzugte, aber nicht not  wendige Massnahme darstellt.

   Im Boden des  Gehäuses 107 und im Deckel 109 sind je eine  Dichtung 118 und 119 gegen das Öl im Innen  raum des Gehäuses 107     ein-ebaut.     



  Ausserhalb des Deckels 109 ist durch den  Keil 120 noch der Hebel 121 fest mit der  Achse 94 verbunden. Auf diesem Hebel 121  sitzt der Halter 122, der zwischen den beiden  Punkten 123 und 124 verschoben werden  kann, wodurch die Zugkraft der Feder 125,  die- an diesem Halter 122 und an dem mit  dem Gehäuse 97 fest verbundenen Arm 126  befestigt ist, verändert werden kann. Bei ge  nügend grosser     Aus'lenkung    des Hebels 121  in Pfeilrichtung 137 stösst dieser gegen den  am Deckel 109 des Verzögerungsorgans 105  angebrachten verstellbaren Anschlagbolzen  127.    Mit dem Gehäuse 107 des Verzögerungs  organs 10'5 ist weiterhin der     (lehäusehebel    128  fest verbunden, auf welchem verschiebbar das  Gegengewicht 129 sitzt und welcher auf     dein     Anschlag 130 abgestützt ist.

   Fest mit dem  Gehäuse 107 ist ebenfalls der Nocken 131  verbunden, an welchem die     Auslösstange    132  durch den Bolzen 133 beweglich angekup  pelt ist.  



  Ist beispielsweise von zwei an einer Druck  leitung 1 angeschlossenen Turbinen eine mit  Vollast im Betrieb und die zweite abgeschal  tet, so ergibt sich eine mittlere Geschwindig  keit des Wassers in der Rohrleitung 1. Durch      Verschieben des Nockens 122 auf dem Hebel  121 wurde bei der Montage die Zugkraft der  Feder<B>125</B> so einreguliert, dass sich die Pen  delstange 90 unter dem Staudruck, den das  durch die Rohrleitung 1 fliessende Wasser  auf den Stauteller 91 ausübt, bis etwa zur  Hälfte seines     Verstellwinkelbereiches    in Pfeil  richtung 137 bewegt.  



  Wird zusätzlich die zweite Turbine ein  geschaltet, so erhöht sich die Wassergeschwin  digkeit in der Druckleitung 1. Dadurch nimmt  der Druck, den die Wasserströmung auf den  Stauteller 91 der Pendelstange 90 ausübt, ent  sprechend der grösseren Strömungsgeschwin  digkeit zu, und die     Pendelstange    90 bewegt  sich weiter in Pfeilrichtung 134. Gleichzeitig  dreht sieh auch der     Drehflügel    104 im Ge  häuse 107 des Verzögerungsorgans 105, wo  durch eine der Drehung entsprechende Öl  menge durch die Bohrungen 112 und 113 ver  drängt wird.

   Dabei sind die Drosselstifte 114  und 115 und das auf dem Gehäusehebel 128  sitzende Gewicht 129 so eingestellt, dass sich  das Gehäuse 107 mit dem Deckel 109 durch  den in den Drosselungen     11'2    und 113 dem  Öldruck entgegengesetzten Widerstand nicht  in Pfeilrichtung 135     mitdreht.     



  Beim Abschalten der zweiten Turbine  nimmt die Wassergeschwindigkeit in der  Druckleitung 1 wieder ab. Dadurch nimmt  auch der Staudruck auf den Stauteller 91  der Pendelstange 90 ab, wobei durch die     Wir-          kung    der Feder 125 der Drehflügel 104 des       Verzögerungsorgans    105 über den Hebel 121  und die Achse 94 im Uhrzeigersinn zurück  bewegt wird. Dabei erfolgt der Ölausgleich  bei dieser Rückwärtsbewegung zum Teil auch  durch die     Rüeksehlagventile    116 und 117.  Auch während dieses Vorganges bleibt das       Gehäuse    107 des Verzögerungsorgans 105  auf dem Anschlag 130 liegen.

   Tritt nun ein  Rohrbruch ein, so ist die Beschleunigung des  durch die Druckleitung 1 strömenden Was  sers     grösser    als beim     Einschalten    einer wei  teren Turbine, wodurch der Drehflügel 104  im Verzögerungsorgan 105 schneller im     Ge-          genuhrzeigersinn    bewegt wird. .

   Durch die  feste Einstellung der Drosselstiften 114 und    115 kann jedoch das Öl nicht im selben Mass  schneller in die anstossenden Kammern über  strömen, wodurch das Gehäuse 107 mit dem  Deckel 109 durch den sich     bildenden    über  druck des     Öls    in Pfeilrichtung 135 bewegt  wird und so an der     Auslösstange    132 die zur  Einleitung der     Schliessbewegung    des     Rohrab-          schlussautomaten    (zum Beispiel Drossel  klappe) nötige Zugkraft -abgenommen wer  den kann, was vorteilhaft über ein Verstär  kungsorgan, zum Beispiel gespannte     Kipp-          feder    oder Kippwaage, erfolgt.  



  Der     Anschlagbolzen    127 an der     mit    dem  Deckel 109 des Verzögerungsorgans     10'5    fest  verbundenen Nase 136     ist    so eingestellt, dass  der Hebel     1u21    bei der für die Druckleitung 1  höchstzulässigen Strömungsgeschwindigkeit  bis an diesen Anschlagbolzen 127 in Pfeil  richtung 137     heranbewegt    wird.

   Bei einem  weiteren Geschwindigkeitsanstieg der Strö  mung in der Druckleitung 1, was in diesem  Fall nur bei einem Rohrbruch erfolgt, wird  das Gehäuse 107 des Verzögerungsorgans 10'5  durch den Hebel 121 am Anschlagbolzen     1'27     mechanisch mitbewegt, wodurch die Auslöse  bewegung in Pfeilrichtung 13'5 unabhängig  von der Wirkung des Verzögerungsorgans  105 erfolgt.  



  Zur Dämpfung von Schlägen, die infolge  von Druckstössen und Wirbelfäden am Stau  teller 91 der Pendelstange 90 auftreten, kann  ein Öldämpfer nach     Fig.    5 und 4 am Gehäuse  97 auf der Seite der Büchse 95 angebaut  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur- Betätigung einer Schnell absperrung für Druckrohrleitungen, abhän gig vom Flüssigkeitsstrom in derselben, wobei die Strömung auf mindestens ein Verstell organ wirkt und dasselbe gegen eine Rück stellkraft aus der Ruhelage um einen von der Strömungsgeschwindigkeit abhängigen Weg verstellt, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsmechanismus für die Schnell absperrung sowohl bei einer vorbestimmten, auf die zulässige Maximalgeschwindigkeit der Strömung eingestellten Endlage eines Verstell- organs als auch beim Übersteigen einer be- stimmten,
    vom Mass der Beschleunigung der Strömung abhängigen Verstellgeschwindig- keit desselben in Richtung auf diese Endlage ausgelöst wird. II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit einem direkt beströmten Führerorgan und einem Auslöseorgan, dadurch gekennzeichnet, dass das Führerorgan mit einer einstellbaren Sta bilisierungsvorrichtung verbunden ist, und dass mindestens ein nachgiebiger, einstellbarer Katarakt vorgesehen ist,
    zwischen dem Füh lerorgan und der Stabilisierungsvorrichtung einerseits und dem Auslöseorgan anderseits. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Katarakt als Kupplung zwischen Führerorgan und Auslöse organ eingeschaltet ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Katarakt eine Dämpfung für das Führerorgan bildet. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Katarakt eine Dämpfung für die Stabilisierungsvorrich tung bildet. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Sta bilisierungsvorrichtung als auch dem Führer organ je ein Katarakt als Dämpfung zuge ordnet ist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Führer organ eine am freien Ende mit einer Prall platte (9; 91) versehene Pendelstange (5; 90) ist (Fig.1, 6 und 8). 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisie rungsvorrichtung (10, 39) für genanntes Füh rerorgan (5, 9) ein Gewicht (39,) ist, das mittels einer unter dem Einfluss der hydrau lischen Kräfte stehenden, mit Prallplatte (10) versehenen Pendelstange (6) entlang einer mit der Fühlerorganachse hebelartig fest verbundenen Schiene ('29) verschiebbar ist (Fig.l und 6). 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, da.ss dem genannten Gewicht (39) eine durch das Auslöseorgan (50) lösbare Blockierungsvorrichtung (36, 40) zugeordnet ist, die dessen Verschiebung be züglich der genannten Schiene (29) verhin dert (Fig.1 und 6). B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockie- rungsvorrichtung eine Zahnstange (36) auf weist, die mit einem am genannten Gewicht (39) angebrachten Riegel (40) unter Feder belastung im Eingriff steht, und dass das Aus löseorgan (50) einen Anschlag (64) besitzt, der zum Zusammenwirken mit der Zahnstange (36) bestimmt ist, um diese entgegen der Federbelastung ausser Eingriff mit dem Rie gel (40) zu bringen (Fug. 1 und 6). 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisie rungsvorrichtung des genannten Führerorgans (90, 91) eine Feder (125) ist, die mittels eines Hebelarmes (12l), welcher mit der das Führerorgan (90" 91) tragenden Achse (94) fest verbunden ist, in Wirkungsverbindung steht (Fig.8).
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