Einstellmechanismus zur genauen Einstellung einer umlaufenden Welle in jede beliebige einer Anzahl verschiedener Lagen Die Erfindung bezieht sich auf einen Ein stellmechanismus zur genauen Einstellung einer umlaufenden Welle in jede beliebige einer Anzahl verschiedener Lagen, wobei die Welle im Betrieb eine Drehbewegung von mehr als 360 auszuführen imstande sein muss, und ein einzustellendes Organ, wie beispiels weise eine kontinuierlich einstellbare Anzap- fung einer Selbstinduktion, einen Schiebe kondensator und dergleichen antreibt.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Einstellmechanismus der vorstehend erwähnten Art die gewünschte Lage der Welle durch einen Sperrmechanismus bestimmt wird, der mit einem Wählrad zusammen arbeitet und mit wenigstens ebenso vielen Sperrkombinationen mit zugehörigen Sperr- ringen versehen ist, wie das Organ Lagen aufweisen soll, und dass die Drehrichtung der Welle, die das Organ aus einer eingestellten Lage in eine andere zuvor eingestellte Lage versetzt, stets so ist, dass dieses Organ auf kür zestem Wege in die neue Lage gelangt, wobei jedoch das Organ die neue Lage stets bei ein und derselben vorher bestimmten Dreh- riehtung der Welle endgültig erreicht.
Durch die Erfindung wird also erreicht, dass die Verschiebung aus einer eingestellten Lage in eine andere eingestellte Lage stets in der mög lichst kürzesten Zeitspanne erfolgt, weil das Organ stets den kürzesten Weg zurücklegt, um aus der einen Lage in die andere zu gelangen. Weil jedoch in den Getrieben stets einiges Spiel vorhanden ist, und dieses Spiel mit Rücksicht auf die gewünschte Einstellgenauig keit stets in der gleichen Richtung aufgenom tnen werden muss, wird die endgültige Lage stets aus der gleichen Richtung erreicht, was also einschliessen kann, dass für eine Drehrich tung der kürzeste Weg etwas länger wird, als theoretisch möglich wäre.
Es ist möglich, die Erfindung zu verwirk lichen mit Hilfe einer Bauart, bei der ebenso viele Wählräder wie erwünschte Lagen der einzustellenden Welle vorgesehen sind. Eine einfache Bauart ergibt sich jedoch, wenn ge mäss einer Ausführungsform der Erfindung ein einziges Wählrad vorgesehen ist, das von einem Elektromotor, dessen Drehrichtung um kehrbar ist, angetrieben wird, wobei sich dieses Wählrad höchstens und in Unabhängigkeit von der gewünschten Winkelverschiebung der Welle bei jeder neuen Einstellung nur um 360 drehen kann.
Dabei ist es vorteilhaft, gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung die Drehrichtung des Motors zu ändern, wenn das Wählrad die erwünschte Lage erreicht hat, wobei Mittel vorgesehen sind, um bei der Umkehrung der Drehrichtung die Kupplung zwischen Motor und Wählrad zu unterbrechen. Gemäss einer weiteren Aus führungsform der Erfindung bestehen diese Mittel aus einer Rollenfreilaufkupplung zwi schen Motor und Wählrad.
Vorzugsweise enthält der Einstellmecha nismus gemäss einer weiteren Ausführungs form der Erfindung zwei Sperringsätze, die je mindestens ebensov fiele Sperringe enthalten, wie das Organ Lagen aufweisen soll, wobei der Primärsatz so mit der das Organ antreiben den Welle gekuppelt ist, dass diese Sperr- ringe stets die gleiche Winkelgeschwindigkeit haben wie die Welle, während der Sekundär sperringsatz über ein Getriebe so angetrieben wird, dass dieser Sperringsatz sich in beiden Drehrichtungen bei jeder Umdrehungszahl der Welle maximal um einen Winkel von an genähert 175 dreht.
Diese Bauart hat den Vorteil, dass die Drehrichtung der Welle durch die Sekundärsperringe bedingt wird, während die eigentliche Arretierung durch die Primär sperringe vorgenommen wird. Weil also nur ein einziges Organ die Lage der Welle bedingt, ist die Gefahr von Ungenauigkeiten infolge von Spiel und dergleichen gering.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung treibt der Motor in einer Dreh richtung, die derjenigen, bei der das Wählrad angetrieben wird, entgegengesetzt ist, über eine Freilaufkupplung die Eingangswelle einer in einer einzigen Richtung wirksamen Über lastungskupplung an, die beim Erreichen einer genau bestimmten -Überlastung der Ausgangs welle dieser Kupplung die Verbindung dieser Ausgangswelle mit der Eingangswelle völlig unterbricht, während die Ausgangswelle nach der Unterbrechung nach wie vor durch eine Richtkraft beeinfhlsst wird und die Ausgangs welle mit der Eingangswelle eines Differen tialgetriebes gekuppelt ist,
von dem eine Aus gangswelle gegebenenfalls über ein Getriebe nicht nur die einzustellende umlaufende Welle mit dem auf ihr lösbar befestigten Primä.r- sperringsatz, sondern auch über ein Getriebe den Sekundärsperringsatz antreibt; hierbei sind Mittel. vorgesehen, um einen umlaufenden Teil des Differentialgetriebes zu arretieren, wodurch sich die Drehrichtung der Ausgangs welle des Differentialgetriebes gegenüber der Eingangswelle umkehrt. Es ist vorteilhaft, wenn gemäss einer wei teren Ausführungsform der Erfindung zwi schen der Ausgangswelle des Differentials und der einzustellenden umlaufenden Welle eine ausrückbare Kupplung angeordnet ist.
Da durch ergibt sieh die Möglichkeit., die einzu stellende umlaufende Welle von Hand einzu stellen, ohne dass dabei der Antriebsmecha nismus Schwierigkeiten bereitet.
Die Drehbewegung des Sekundärsperring- satzes lä.sst sich verschiedenartig verwirklichen. Eine einfache Bauart ergibt sich, wenn gemäss einer weiteren Ausführungsform.
der Erfin dung die Drehbewegung des Primä.rsperring- satzes durch ein Reduktionsgetriebe auf den Sekundärsperringsatz übertragen wird, wobei in diese Übertragung ein nachgiebiges Element so aufgenommen ist, dass die beiden Sperring- sätze gegeneinander eine beschränkte freie Drehbewegung ausführen können. Es ergibt.
sich dann eine gute bauliche Lösung, wenn gemäss einer Ausführungsform der Erfindung der Primärsperringsatz, der Sekundä.rsperr- ringsatz und das Wählrad koaxial zur einzu stellenden Welle angeordnet sind.
Die Sperrkombinationen, die mit den bei den Sperringsätzen zusammen arbeiten, sind gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung so ausgebildet, dass jede Sperr kombination aus wenigstens zwei, vorzugsweise durch eine Welle starr miteinander verbun denen Sperrklinken besteht., von denen die erstere mit einem Primärsperring und die zweite. mit einem Sekundärsperring zusam men arbeitet.
Ausserdem ist hierbei die Sperr kombination mit einem Ansatz versehen, der mit einem koaxial zur einzustellenden Welle angeordneten Organ zusammen arbeitet, das am Umfang mit ebensovielen Vertiefungen versehen ist, wie es Sperrkombinationen gibt, wobei sich jeder Ansatz in einer Vertiefung befindet, während das Organ um einen be schränkten Winkel frei um die Welle drehbar und an einem Punkt des Organs an dessen Umfangsteil ein Ende eines Hebels drehbar befestigt ist, der einen Drehpunkt im Gehäuse des Mechanismus hat, und dessen anderes Ende einen Schalter betätigt. Die Vertiefun- gen und die Ansätze sind so bemessen, dass jeder Ansatz das Organ drehen kann, ohne dass diese Drehbewegung die Lage der übrigen An sätze beeinflusst.
Eine einfache Bauart ergibt sich dann, wenn der erwähnte Schalter die Erregung eines Elektromagneten steuert, der eine Sperrklinke betätigt, die einen umlaufen den Teil des Differentials zu arretieren be stimmt ist, derart, dass bei erregtem Magnet die Drehrichtung der Ausgangswelle des Dif ferentialgetriebes eine andere ist als bei un- erregtem Magnet. Es ist somit insgesamt nur ein einziger Schalter erforderlich, der durch jede Sperrkombination betätigbar ist.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Sekundärsperringe so ausgebildet, dass jeder Sekundärsperring am Umfang mit einer parallel zu seiner Achse her gestellten Nut versehen ist, die in Umfangs- rielitung des Sperrringes etwas weiter als der mit. ihr zusammen wirkende Teil der zugehöri gen Sperrklinke ist, während der übrige Teil des Ringumfanges aus zwei Kreisbögen be steht, die nahezu den gleichen Mittelpunkts winkel.
aufweisen, und deren Mittelpunkt auf der Mittellinie der den Sperring tragenden Welle liegt, wobei der Halbmesser des einen Borens grösser als derjenige des andern ist, während der der Nut gegenüberliegende von einem Bogen zum andern fliessend verläuft. Dies heisst. also, dass die gesteuerte Sekundärsperrklinke, wenn sie noch nicht in Eingriff ist, stets entweder hoch oder niedrig angeordnet ist, und die Lage dieser Sperr klinke bestimmt dann die Drehrichtung des einzustellenden Gerätes.
Gemäss einer andern Ausführungsform der Erfindung ist jeder Primärsperring auch mit einer parallel zur Achse angebrachten Nut ver sehen, die in Umfangsrichtung des Sperringes etwas weiter als der mit ihr zusammenwir kende Teil der zugehörigen Sperrklinke ist.
Aber zum Unterschied gegenüber den Sekun- därsperringen liegt hier der übrige Teil des Ringumfanges auf einem Kreis, dessen Mittel punkt auf der Mittellinie der den Sperring tragenden Welle liegt, wobei der Halbmesser dieses Kreises und die Abmessungen der mit den Primärsperringen zusammen arbeitenden Sperrklinken so gewählt sind, dass diese Sperr klinken in jeder Lage der mit den Sekundär sperringen zusammen arbeitenden Sperrklin ken gegenüber demjenigen Teil des Umfanges dieser Sekundärsperringe, der aus Kreisbögen besteht, von dem Umfang der Primärsperr- ringe frei sind.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist für jede Sperrkombination bezogen auf den Zustand, in dem sie nicht in die Primär- und Sekundärsperringe ein greift, der Umfangsabstand zwischen den Arbeitsflächen der Nuten der zwei zugehöri gen, eine bestimmte Lage der Welle bedingen den Primär- und Sekundärsperringe kleiner als der Umfangsabstand zwischen den ent sprechenden Flächen der Sperrklinken der Sperrkombination.
Trotz der getroffenen Vorkehrungen könnte bei einem im Betrieb befindlichen Ein stellmechanismus der Fall eintreten, dass das Wählrad, beispielsweise infolge von Träg heitserscheinungen, nicht genau in seine rich tige Lage gelangt. Diese Möglichkeit wird ver hütet, wenn gemäss einer Ausführungsform der Erfindung zwischen der Rollenfreilauf kupplung, die über ein Getriebe das Wählrad antreibt, und diesem Getriebe eine Kupplung vorgesehen ist, die es ermöglicht, dass das Wählrad eine beschränkte Drehbewegung aus führen kann in Unabhängigkeit von der Lage der Freilaufkupplung; hierbei ist eine Arre tierung vorgesehen, die das Wählrad in die für die Wahl einer bestimmten Stellung der ein zustellenden Welle richtige Lage bringt.
Um eine Einstellung der Welle von Hand zu ermöglichen, sind- bei einer Ausführungs form des Einstellmechanismus, bei der an sich bekannte Mittel vorhanden sind, um die Ver bindung der einzustellenden Welle mit den die Lage dieser Welle bestimmenden Primär- und Sekundärsperringen zu unterbrechen, wo bei nicht nur die Welle in Unabhängigkeit von den Sperringen, sondern auch, die Sperringe in Unabhängigkeit von der Welle einstellbar sind, Mittel vorgesehen zur Unterbrechung der Verbindung der Ausgangswelle des Diffe rentialgetriebes mit einem von ihr angetrie benen Ausgangsrad dieses Differentialgetrie bes,
durch welche Unterbrechung zugleich der Stromkreis des Motors unterbrochen wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung näher erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darge stellt ist, und in der Fig. 1 schematisch einen Einstellmechanis-. Mus zeigt, Fig.2 eine Ansicht eines Sekundärsperr- ringes ist, Fig. 3 eine Ansicht eines Primärsperr- ringes ist, Fig. 4a, 4b und 4c drei verschiedene Lagen einer Sperrkombination darstellen, Fig.5 eine Ansicht des Organs mit den Nuten ist, in denen die Ansätze der Sperr kombinationen ruhen,
Fig.6 ein Schnitt durch eine die Aus gangswelle des Differentialgetriebes mit einem Getriebe verbindende Kupplung ist, Fig.7 eine Ansicht der Arretierungsvor- richtung des Wählrades ist, und Fig.8 das elektrische Schaltbild des Me chanismus darstellt.
In Fig. 1 sind mit 1 und 2 zwei Gestell platten bezeichnet, zwischen denen der Me chanismus eingeschlossen ist. Eine auf der Welle des Antriebsmotors sitzende Schnecke ist mit 3 bezeichnet und treibt ein Schnek- kenrad 4, das mittels zwei Rollenfreilaufkupp- lungen 5 und 6 entweder mit einem Zahnrad 8 und einer Welle 9 oder mit einem Zahnrad 18 gekuppelt werden kann. Diese Rollenfreilauf kupplungen arbeiten in verschiedenen Rich tungen. Das Gehäuse der Rollenfreilaufkupp- hing 6 weist eine bogenförmige Nut auf, in der ein Stift 7, der am Zahnrad 8 befestigt ist, beweglich ist.
Das Zahnrad 8 sitzt fest auf der Welle 9; dieses Zahnrad 8 zusammen mit der Welle 9 und dem Stift 7 kann also infolge der Nut eine geringe Bewegung gegenüber dem getriebenen Teil der Kupplung 6 aus führen. Das Zahnrad 8 treibt ein Zahnrad 11 an, das frei um eine Welle 12 drehbar ist; die ses Zahnrad 11 treibt seinerseits über ein Zahnrad 13, das frei uni eine Welle 14 dreh bar ist, das Zahnrad 15 an. Letzteres, das wieder frei um eine Welle 16 drehbar ist, ist. fest, mit einem Wählrad 17 verbunden. Auf der Welle 9 sitzt ein Kollektor 10.
Der getriebene Teil der andern Rollen freilaufkupplung 5 ist fest mit einem Zahn rad 18 verbunden. Dieses Zahnrad 18 treibt. ein frei um die Welle 12 drehbares Zahnrad 1.9 an, das seinerseits fest mit dem Eingang einer Überlastungskupplung 20 verbunden ist. Der Ausgang dieser Überlastungskupplung be steht aus einem Zahnrad 21, das ein Zahnrad 22 antreibt, das den Eingang des Differential getriebes 22c bildet. Mit einem der Aus gänge dieses Differentialgetriebes ist. ein Zahn rad 23 fest verbunden, das mit einem fest auf der Welle 16 sitzenden Zahnrad 24 zu sammen arbeitet. Auf der Welle 16 sind weiter ein Zahnrad 26 und ein Satz von Primärsperr- ringen 25 (Fig.3) angeordnet.
Das Zahnrad 26 arbeitet mit einem fest auf einer Welle 2S sitzenden Zahnrad 27 zusammen. In dieser Welle 28 ist eine Feder 29 vorgesehen, und über diese Feder 29 wird ein Zahnrad 30 an getrieben, das seinerseits ein Zahnrad 31 an treibt, das frei um die Welle 16 drehbar ist und mit dem die Sekundärsperringe 32 (Fig. \?) fest verbunden sind. Den Primärsperringen 25 ist ein Organ 33 (Fig.5) zugeordnet, das am Umfang mit Vertiefungen versehen und gegen die Sperringe 25 beschränkt drehbar ist. Weiter ist eine Anzahl von Sperrkombina tionen vorgesehen, die der Anzahl Lagen ent spricht, die die einzustellende Welle 16 auf weisen soll.
Jede Sperrkombination besitzt eine Welle 34, die mit. einem mit. dem Wählrad 17 zusammen arbeitenden Ansatz 35 versehen ist. Weiter sind auf dieser Welle 34 zwei Sperrklinken 36 und 37 vorgesehen, die mit einem Primär- bzw. einem Sekundärsperr- ring zusammen arbeiten. Die Welle 34 der Sperrkombination besitzt weiter einen Ansatz 38, der in eine Nut des Organs 33 ein greift (Fig.5). Das Getriebe 26, 27, 30 und 31 ist. so bemessen, da.ss bei der Höchstzahl der von der Ausgangswelle 16 auszuführenden Umdrehungen der Sekundärsperringsatz sich in beiden Drehrichtungen maximal nur um angenähert 175 dreht.
Der in Fig.2 dargestellte Sekundärsperr- ring 32 weist am Umfang eine Nut 39 auf. Dieser Umfang besteht aus zwei Kreisbögen 40 und 41, deren gemeinsamer Mittelpunkt auf der Mittelachse der Welle 16 liegt. Die Kreisbögen überstreichen beide einen Winkel von angenähert 175 , und der Halbmesser des Kreisbogens 41 ist kleiner als derjenige des Kreisbogens 40, während der der Nut 39 gegenüberliegende Übergang von einem Bogen zum andern fliessend verläuft.
Der in Fig.3 dargestellte Primärsperring 25 weist am Umfang 43 gleichfalls eine Nut 42 auf. Der Umfang 43 besteht aus einem Kreis, dessen Mittelpunkt gleichfalls auf der Mittelachse der Welle 16 liegt und dessen Halbmesser kleiner ist als der Halbmesser des kleineren Kreisbogens 41 des Sekundärsperr- ringes 32.
In den Fig. 4a, 4b und 4c sind deutlich keitsbalber die beiden Sperringe 32 und 25 nebeneinander dargestellt, wobei angenommen ist, dass die Sperringe nicht umlaufen, son dern gegeneinander und gegen die Sperr kombination 34, 36, 37 eine Translation aus führen können. Das durch eine gestrichelte Linie angedeutete Reduktionsgetriebe 44 be steht in Fig.1 aus den Zahnrädern 26, 27, 30 Lind 31.
Die Welle 34 mit dem mit dem Wähl- rad 17 zusammen arbeitenden Ansatz 35 trägt die zwei Sperrklinken 36 und 37, die mit dein Primä.rsperring 25 bzw. dem-Sekundärsperr- ring 32 zusammen arbeiten können. Weiter ist in diesen Figuren ein Schalter 45 dargestellt, der durch den Ansatz 38, der hier mit der Sekundärsperrklinke 37 verbunden darge stellt ist, geöffnet und geschlossen werden kann.
Tatsächlich arbeitet dieser Ansatz mit dem mit Nuten versehenen Organ 33 zusam- nien. Der Ansatz 38 kann den Schalter 45 öffnen, so dass der einen Elektromagnet. 46 durellfliessende Strom unterbrochen wird. Ilierdiireh wird eine Sperrklinke 47, die bei erregtem Magnet von diesem gehalten wird, freigelassen und arretiert dann ein Sperrad 48. Dieses Sperrad 48 ist (in Fig.1) einer von den Ausgängen des Differentialgetriebes 22a.
Die mechanische Wirkungsweise des Ein stellmechanismus wird jetzt anhand der be schriebenen Fig.1, 2, 3 und 4a, 4b und 4c erläutert. Wenn der Elektromotor, auf dessen Welle die Schnecke 3 sitzt, in Gang gesetzt wird, ist die Drehrichtung dieses Motors immer so, dass die Freilaufkupplung 6 mitgenommen wird. Infolgedessen wird über den Stift 7 und die Zahnräder 8, 11, 13 und 15 das Wählrad 17 mitgenommen. Weil dieses frei um die Welle 16 drehbar ist, steht diese einzustellende Welle noch still.
Sobald die richtige Lage des Wählrades 17 erreicht ist, wird infolge der neuerreichten Lage des Kollektors 10, der der Drehbewegung der Welle 9 gefolgt ist, die Drehrichtung des Motors geändert, wie dies aus denn nachstehend zu erläuternden elektri schen Schaltbild der Fig. 8 hervorgehen wird. Infolgedessen steht das Wählrad 17 nach wie vor still, weil die Rollenfreilaufkupplung 6 nur in einer Richtung arbeitet.
Jetzt wird in der neuen Drehrichtung durch die Rollenfrei laufkupplung 5 das Zahnrad 18 mitgenommen, und dieses treibt über die überlastungskupp- lung 20, das Differentialgetriebe 22a und die Zahnräder 23 und 24 die Welle 16 an, wo durch zugleich die Primärsperringe 25 und die Sekundärsperringe 32 umzulaufen anfan gen. Die Drehrichtung der beiden Sperring sätze und der Welle 16 ist jedoch von der Lage der Sekundärsperrklinken 37 abhängig.
Nimmt nämlich die von dem Wählrad 17 ge wählte Sperrkombination eine derartige Lage ein, - dass sich die Sperrklinke 37 auf dem Teil 40 des Sekundärsperringes befindet, so ist der Magnet 46 erregt, so dass die Sperr klinke 47 angezogen und das Sperrad 48 nicht arretiert ist. Infolgedessen drehen sich die Primär- und Sekundärsperringe und die Welle 16 in einer bestimmten Richtung gemäss Fig. 4a nach links.
Befindet sich die Sekun- därsperrklinke 37 jedoch auf dem Teil 41 des Sekundärsperringes, so ist der Magnet 46 stromlos, und die Sperrklinke 47 arretiert das Rad 48, das einen der Ausgänge des Differen tialgetriebes 22a darstellt, und die Drehrich- tung der Primärsperringe 25, der Sekundär sperringe 32, und der Welle 16 ist entgegen gesetzt (in Fig.4a nach rechts).
Es ist aber bei jeder Sperrkombination der Abstand a immer grösser als der Abstand b zwischen den entsprechenden Flächen der Nuten 39 und 42, wenigstens wenn die Feder 29 nicht ge spannt ist; dies ist der Fall, wenn die Sperr klinken nicht in Eingriff stehen. Fällt jetzt das wirksame Ende der Sperrklinke 37 in die Nut 39, so liegt die wirksame Fläche der Primärsperrklinke 36 noch nicht an der wirk samen Fläche der Nut 42, weil die Nut 42 noch links von der Sperrklinke 36 ist, da der Abstand<I>b</I> kleiner ist als der Abstand a. In folgedessen ist der Sperring 25 bestrebt, weiter nach rechts zu gehen, obgleich der Sperring 32 bereits festgehalten wird.
Dies wird da durch ermöglicht, dass jetzt die Feder 29 wirk sam wird. Diese Feder wird so lange ge spannt, bis die wirksame Fläche der Sperr klinke 36 an der wirksamen Fläche 49 der NTUt 42 anliegt, und jetzt ist die erwünschte Lage der Welle 16 erreicht. Weil jetzt die Sperringe sich nicht weiterdrehen können, rückt. die Überlastungskupplung 20 aus, so dass ein Schalter geöffnet wird, der den Motor stromlos macht.
Unter der Einwirkung der Feder 29 bleiben die beiden Sperrklinken vor läufig an den wirksamen Flächen der Sperr- ringe angedrückt, und dieser Druck wird er höht, dadurch, dass nach dem Ausrücken der an sich bekannten Überlastungskupplung deren Ausgangszahnrad 21 und infolgedessen die Welle 16 und die mit ihr verbundenen Pri- märsperringe 25 nach wie vor von der Richt- kraft beeinflusst werden, die von den in der Kupplung 20 befindlichen Federn geliefert wird.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, dass sich der Eingarig der Überlastungskupplung 20 und infolgedessen der Eingang des Differential getriebes 22a stets in der gleichen Richtung drehen; die Riehtung, in der sich die Welle 16 dreht, um aus einer bestimmten Lage in die erwünschte Lage zu gelangen, wird jedoch ausschliesslich durch die augenblickliche Lage der Sekundärsperrklinke 37 bedingt. Befindet sich diese auf dem niedrigen Teil 41, so be wegen sieh in Fig.4a die Sperringe bereits sofort nach rechts.
Weil der Sekundärsperring 32 sich nur um einen Winkel von maximal 175 drehen kann, ist es ersichtlich, dass bei gut eingestellter Drehrichtung die Welle 16 den möglichst kürzesten Weg zurücklegt, um aus einer bestimmten Lage in die neue gewünschte Lage zu gelangen. Um jedoch das unvermeid liche Spiel in den verschiedenen Teilen zu be seitigen bzw. wenigstens dafür Sorge zu tra gen, dass dieses Spiel für jede gewünschte Lage der Welle 16 immer in der gleichen Richtung beseitigt wird, ist die Nut 39 etwas breiter als die mit ihr zusammen arbeitende Sperrklinke 37; dies ist auch der Fall bei der Nut 42 und der mit ihr zusammen arbeitenden Sperrklinke 36.
In Fig. 4a haben die Sperringe 25 und 32 eine Bewegung nach links; nach dem Ein rasten der Sperrklinke 37 kehrt sich ihre Be wegungsrichtung um, aber infolge der unver meidlichen Trägheit liegt die Sperrklinke 37 nicht sofort an der Fläche 50 an. Weiter muss die Nut 42 einen geringen Weg zurücklegen können und muss die Sperrklinke 36 in diese Nut gelangen können, so dass die Druck fläche 49 tatsächlich an der Sperrklinke 36 anliegt. Von den vier Seitenflächen der Nuten 39 und 42 bedingen also, wie immer die er wünschte Lage der Welle 16 sein mag, nur zwei, das heisst die Flächen 49 und 50, end gültig die Lage, und von diesen beiden ist die Fläche 49 die wichtigere.
Aus vorstehendem geht hervor, dass die Welle 16 in der einen Drehr2ehtung immer die neue Lage auf kürzestem Wege erreicht, dass sie aber in der andern Drehrichtung die neue Lage zwar auf kürzestem Wege erreicht, jedoch etwas zu weit läuft, worauf die Dreh richtung umgekehrt wird und jetzt die neue Lage endgültig eingenommen wird. Infolge dessen wird das unvermeidliche Spiel immer in der gleichen Richtung weggedrüekt.
Wie oben erwähnt, nimmt die Freilauf kupplung 6 das Zahnrad 8 dadurch mit, dass in dieser Kupplung eine konzentrisehe bogen förmige Nut vorgesehen ist, in die der Stift 7 mit Spiel einpasst. Es könnte jetzt der Fall eintreten, dass das Wählrad 17 beispielsweise infolge der Wirkung der Trägheit nicht genau diejenige Lage erreicht, in der der Ansatz 35 der Sperrkombinationswelle 34 völlig in die Nut des Wählrades 17 fällt.
Dadurch, dass das Rad 8 mit einer Arretierung versehen wird, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist, lassen sieh nicht nur dieser Ansatz 35, sondern auch der Kollektor 10 in ihre richtige Lage bringen, aber zu diesem Zweck muss das Wählrad 17 beschränkt drehbar sein, ohne daran durch die Kupplung 6 behindert zu werden. Diese Möglichkeit wird durch die Arretierung und die Nut, in der sich der Stift 7 bewegen kann, gegeben.
Die Arretierung für sich ist in Pia. 7 dar gestellt. In dieser Figur ist mit 9 die Welle bezeichnet, auf der das Zahnrad 8 festsitzt. Die Arretierungsscheibe 8a weist in Abhängig keit von der Anzahl der Lagen, die die ein zustellende Welle besitzen soll, eine Anzahl Noeken 66 auf. Ein Sperrorgan, da.ss aus einem Rädchen 67 besteht, kann zwischen je zwei Nocken 66 einrasten, und ist drehbar an einem. Hebel 68 befestigt, der um einen festen Punkt 69 schwenkbar ist.
Eine Feder 70 sorgt dafür, da.ss das Rädchen 67 die Scheibe 66 mit dem Zahnrad 8 in die richtige Lage bringt, wodurch nicht nur das Wählrad 17, sondern auch der Kollektor 10 in die richtige Lage gelangen. Dies ist dadurch möglich, dass, wie oben erwähnt, der Stift 7 in eine Nut, der Kupplung 6 eingreift.
In Fi-.l bezeichnet 33 das Organ, mit dem die Ansätze 38 zusammen arbeiten; in den Fig.4a, 4b und 4c ist dieses Organ 33 deut lichkeitshalber fortgelassen, und der Ansatz 38 wirkt unmittelbar auf den Schalter 45 ein. Fig. 5 stellt jetzt dar, wie das Organ 33 aus gebildet sein kann. Dieses Organ hat ebenso viele Nuten 51, wie es Sperrkombinationen gibt, und in jeder Nut greift ein Ansatz 38 ein. Dieser Ansatz 38 ist an der Welle 34 be festigt, die. auch die Sperrklinke 37 trägt. Die Nut 51 ist etwas breiter als der Ansatz 38.
Das ganze Organ 33 wird durch drei Wel- len 34 getragen, und an diesem Organ ist das eine Ende eines Hebels 52 befestigt, der um einen festen. Punkt 53 drehbar ist und unter der Einwirkung einer Zugfeder 53a steht. In folgedessen kann das Organ 33 eine beschränkte Drehbewegung ausführen. Bei dieser Dre hung wird der Hebel 52 mitgenommen, und das freie Ende dieses Hebels betätigt jetzt den Schalter 45. Es ist ersichtlich, dass die Lage des Organs 33 durch die Lage der Se kundärsperrklinke 37 bedingt wird.
Befindet sich diese auf dem hohen Teil des Sperr- ringes 40, so liegt der Ansatz 38 frei in der Nut 51; sinkt diese Sperrklinke herab oder befindet sie sich auf dem niedrigen Teil 41, so wird oder ist das Organ 33 etwas mitgenom men, und infolgedessen öffnet der Hebel 52 den Schalter 45 oder hält ihn offen.
Selbstverständlich ist es notwendig, da.ss die Welle 16 von Hand einstellbar ist, um die richtige Lage der Sperringe 25 und 32 für die erwünschten Lagen zu bestimmen. Zu die sem Zwecke kann an der Welle 16 ein Knopf vorgesehen sein, aber dann werden nicht nur das Differentialgetriebe 22a, sondern auch die Überlastungskupplung 20 und weitere mit ihnen zusammen arbeitende Teile gleichfalls mitgenommen. Um dies zu verhüten, ist das Zahnrad 23 über eine ausschaltbare Kupplung mit der Welle 14 verbunden, welche Kupp lung in Fig.6 näher dargestellt ist. Eine Ausgangswelle 14 des Differentialgetriebes 22a besitzt eine Nut 54, in der ein Keil 55 ange ordnet ist.
Die Nabe des Zahnrades 23, die an sich frei drehbar auf der Welle 14 gelagert ist, ist gleichfalls mit einer Nut versehen,-in die der Keil 55 teilweise einpasst. Der Keil 55 wird durch eine Feder 56 angedrückt, die an einem Gehäuse 57 abgestützt ist, das fest im Gestell 2 angeordnet ist. Ein Knopf 58 ist an der Welle 14 befestigt und mit einem schrä gen Teil 59 versehen, der mit einem Schalter 60 zusammen arbeiten kann. Wenn jetzt der Knopf 58 eingedrückt wird, ruht der Keil 55 nicht länger in der Nut der Nabe des Rades 23, so dass sich dieses Rad frei um die Welle 14 drehen kann.
Ausserdem wird dann der Schalter 60 geöffnet, und dieser Schalter ist im Motorstromkreis angeordnet, so dass es unmöglich ist, den Motor anlaufen zu lassen, wenn der Knopf 58 eingedrückt ist. Eine ein fache Arretierung, beispielsweise mit einem Bajonettverschluss, sorgt dafür, dass der Knopf 58 in der eingedrückten Lage bleibt.
Anhand der Fig.8 wird jetzt das elek trische Schaltbild des Einstellmechanismus er läutert, wobei die mechanischen Teile wieder schematisch angedeutet sind und die gleichen Bezugsziffern wie in den andern Figuren tra gen. Ein Elektromotor 61 mit umkehrbarer Drehrichtung treibt die Schnecke 3 an. Diese Schnecke 3 treibt ihrerseits die beiden Rollen freilaufkupplungen 5 und 6 an. Die Kupp lung 5 treibt die Überlastungskupplung 20 und das Differentialgetriebe 22a an, dessen einer Ausgang die Primärsperringe 25 antreibt, die über ein Getriebe die Sekiuidärsperringe 3 _ in Bewegung versetzen.
Das Wählrad 17 wird durch die Kupplung 6 angetrieben, die auch den Keillektor 10 bewegt. In der Figur ist auch der Magnet 46 angegeben, der durch Gleichstrom gespeist wird und in erregtem Zu stand die Sperrklinke 47 des Sperrades 48 anzieht, das einen der Ausgänge des Differen tialgetriebes 22a bildet. Die Sperrwelle 34 steuert mittels einer gestrichelt angegebenen Verbindung den Ansatz 38, der seinerseits den Schalter 45 betätigt, mittels dessen der den Magnet 46 durchfliessende Stromkreis geöff net oder geschlossen wird.
Im Schaltbild ist weiter ein Schalter 62 angegeben, der durch die Überlastungskupp- hing 20 insofern betätigt wird, dass bei aus geschaltetem Ausgang dieser Kupplung der Schalter 62 geöffnet wird. Der Motorstrom kreis enthält weiter den Schalter 60, der bei Handeinstellung des Einstellmechanismus ge öffnet wird.
Wenn jetzt der gegebenenfalls vom Me chanismus getrennte Handschalter 63 in eine bestimmte gewünschte Lage gedreht wird, wird der Magnet 64 aus einer Gleichstromquelle er- regt, so dass in der Kontaktgruppe 65 einige Kontakte geschlossen werden. Der Motor 61 fängt jetzt an zu drehen, und zwar stets in der gleichen Drehrichtung.
Infolgedessen wird zunächst über die Freilaufkupplung 6 das Wählrad 17 eingestellt, aber auch der Kollek tor 10 gedreht. Infolge der Drehung des Wählrades 17 werden zunächst sämtliche Sperrklinken frei von den Sperrädern, wo durch die Überlastungskupplung 20 die Ver bindung zwischen Einsang und Ausgang die ser Kupplung wiederherstellt und der Schal ter 62 geschlossen wird.
1.Iat jetzt das Wähl rad 17 die riehti-e Lage erreicht, so ist der Kollektor 1.0 gleichfalls in eine solche Lage ge langt, dass der Stromkreis durch den Magnet, 64 unterbrochen wird. Infolgedessen fällt die ser Magnet ab, und die Kontaktgruppe kehrt wieder in den ursprünglichen Zustand zurück. Infolgedessen würde der Motor erneut strom los werden, es sei denn, dass jetzt der Schalter 62 geschlossen ist, so dass der Motor dennoch laufen kann, jedoch in der entgegengesetzten Drehrichtung. Dies geht so weiter, bis nicht nur die Primär-, sondern auch die Sekundär sperrklinken ihre richtigen Lagen eingenom- men haben, worauf die Kupplung 20 aus rückt und der Sehalter 62 wieder geöffnet wird.
Dieses Öffnen macht sehliesslieh den Motor stromlos.
Aus vorstehendem ist ersichtlich, dass der Motor in der einen Dr ehriehtung ausschliess lich das Wählrad (angenähert) in die richtige Lage versetzt, während in der andern Dreh richtung die Primär- und Sekundärsperräder zusammen mit der einzustellenden Welle ge dreht werden, wobei jedoch die Drehrichtung der Sperräder und der Welle an sich davon abhängig ist, ob einer der Ausgänge des Dif ferentialgetriebes von der Sperrklinke 47 arre tiert wird oder nicht.
In der einen Richtung gelangt die einzustellende Welle auf dein kürzesten Weg in die gewünschte Lage; in der andern Richtung gelangt die Welle auf dem kürzesten Weg etwas weiter als die ge wünschte Lage, worauf die Bewegungsrich tung der Welle umgekehrt und der Motor ab gestellt wird, dadurch, dass die Überlastungs kupplung 20 ausrückt und den Schalter 6? öffnet.
Die verwendete Überlastungskupplung mit Schaltvorrichtung ist nicht näher erläutert; sie ist an sich aus den französischen Patent schriften N rn. 903074 und 975152 bekannt.
Auch die Bauart der Primär- und Sekun- därsperringsätze und die Art und Weise, wie sie einstellbar sind, ist an sieh bekannt.