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Impulszähler Zum neuzeitlichen Überwachen und Lenken von Vorgängen in Fertigungsbetrieben bedient man sich vielfach elektrischer Impulse, die über Kontroll und Steuerleitungen gegeben und dabei zwecks Auswertung gezählt werden. Die Vielfalt der zu überwachenden Betriebsvorgänge setzt in der Ü ber- wachungszentrale eine grosse Zahl von Impulszählern voraus, die zwecks Raumersparnis kleine Abmessungen haben und eng nebeneinander untergebracht sein sollen. Auch muss von solchen Zählern verlangt werden, dass sie sieh schnell auswechseln lassen.
Eine weitere Forderung, die an derartige Impulszähler gestellt wird, ist die zuverlässig genaue Zählung von Impulsen hoher Frequenz, da die Entwicklung in der Impulsüberwachung dahin geht, die Zahl, der Impulse je Zeiteinheit im Interesse der Genauigkeit der Auswertung zu erhöhen. Diesen Forderungen sind die bisher auf dem Markt befindliehen Impulszähler nicht gewachsen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Impulszähler zu schaffen, der die Möglichkeit einer raumsparenden LTnter- bringung und einer leichten Austauschbarkeit mit einer zuverlässigen Zählung zahlreicher Impulse je Zeiteinheit in sich vereinigt. Erreicht soll dieses Ziel dadurch sein, da.ss der Zähler als in eine Aussparung eines Trägers eingesteckter oder auf einen Vorsprung desselben aufgesteckter Stecker ausgebildet ist.
Ausser der mechanischen Steckverbindung kann eine stromleitende Steckverbindung vorgesehen sein, so dass man durch einfaches Stecken des Steckers diesen sowohl am Träger halten als auch zugleich die Stromleiter zwischen dem Zählermagneten und dem im- pulsdurchflossenen Leitungsnetz verbinden kann. Solche Stecker lassen sieh mühelos zu ganzen Batterien vereinigen, wobei man einen Stecker durch einfaches Herausziehen aus seiner Halterung lösen und ihn gegen einen andern austauschen kann. Man kann sogar erheblich an Steckern sparen, da man bei einer Batterie nur jeweils diejenigen Stellen mit Steckern zu besetzen braucht, an denen gezählt werden soll, während man die übrigen Steckmöglichkeiten des Trägers -unbenutzt lässt.
Bei einem Wechsel in der Überwachung oder Lenkung der Betriebsvorgänge lassen sich die Stecker schnell und einfach den neuen Belangen entsprechend umstecken, so dass die Zentrale allen Änderungen der Betriebsüberwachung innerhalb kürzester Frist zu folgen vermag.
Die bei Zusammenfassung einer Vielzahl von Steckern neben- und übereinander zu einer Batterie drohende Gefahr der unerwünschten Beeinflussung eines Zählers durch den Magneten eines Nachbarzählers kann dadurch vermieden sein, dass als Magnet ein sogenannter Magnettopf verwendet ist, der aus einem Eisenkern, einem Eisenmantel und einer dazwischen angeordneten Wicklung besteht. Es hat sich gezeigt, dass ein solcher
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Magnettopf nicht nur eine kräftige Erregung gewährleistet, sondern zugleich eine wirksame Abschirmung zu den Nachbarzählern bietet, so dass Fehlzählungen sicher verhütet werden.
Es empfiehlt sich hierbei, den Magnettopf einschliesslich der stromleitenden Steckverbindungsteile (Steckstifte oder -buchsen) und den von diesen zu der Wicklung führenden Leitungen zu einer Baueinheit zu vereinigen. die als Ganzes aus dem Steeker- gehäuse herausnehmbar ist.
Die konzentrierte Wirkung des Magnettopfes gestattet ferner eine Ausbildung des die Klinke des Zählwerkes betätigenden Ankers, bei welcher dieser aus einem Ring aus nicht magnetisierbarem Werkstoff und einer darin gehaltenen Eisenmembran gebildet ist. Bei der kräftigen Erregung des Magnettopfes genügt die Membran zum sicheren Anzug des Ankers, während der Ankerrahmen zum Beispiel aus Zinkspritzguss oder gewünschtenfalls aus einem Kunststoff erzeugt, also ausserordentlich leicht gehalten sein kann. Die durch die geringe Masse des Ankers begünstigte hohe Schalthäufigkeit des Zählers kann noch weiter dadurch gesteigert sein, dass die vom Anker betätigte Klinke als freiliegende, federlos gesteuerte Klinke ausgebildet ist.
Zu diesem Zwecke kann eine mit einer Schaltnase in ein Schaltrad eingreifende Schaltklinke vorgesehen sein, deren mit einem Vorsprung und einer Steuerfläche versehene Rückenfläche mit zwei Führungszapfen derart zusammenwirkt, dass der eine Zapfen im Zusammenwirken mit einem Anschlag und einer Schrägfläche des Klinkenrückens die Klinkenvorschubbewegung begrenzt und die Klinkennase in die Schaltverzahnung hineinführt, während der andere Zapfen dazu dient, ein Herausfliegen der Klinke zu verhindern und sie am Ende der Rückschubbewegung wieder in die Schaltverzahnung zurückzudrücken, aus der sie bei ihrer Rückschubbewegung ausgehoben wurde.
Auch die Sperrklinke kann federlos ausgebildet sein, indem sie als Schwerkraftklinke winkelförmig ausgebildet ist, wobei der obere Arm die eigentliche Sperrnase bildet, wäh- rend der nach unten gerichtete Arm die Klinke im Sinne ihres Eingriffes belastet.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen: Fig.1 eine aus einer Vielzahl von Steckern gebildete Batterie mit einzelnen Leerstellen, Fig. 2 eine Vorderansicht eines Steckers, Fig.3 eine Seitenansicht hierzu, Fig.4 eine Rüekansieht des Steckers, Fig. 5 den Stecker bei abgenommener Schutzkappe und herausgezogenem Magnettopf in einer Draufsieht, Fig. ö einen Schnitt hierzu nach der Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7 das Schaltwerk des Zählers in grösserem Massstab gemäss einem Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 6 und Fig. 8 einen Teilabschnitt einer als Träger dienenden Schiene, teilweise im waagrechten Längsschnitt.
Das Gehäuse des Steckers 9 ist aus zwei Teilen 10 und 12 gebildet, von denen der eine Teil 10 als rechteckiger, durch eine Schutzkappe 11 verschlossener Rahmen ausgebildet ist, während der andere Teil 12 einen unrunden Querschnitt hat. Und zwar ist der unrunde Querschnitt des rückwärtigen Gehäuseteils 12 aus einem mittleren Hohlzylinder und zwei seitlich einander diametral gegenüber angeordneten, etwa halbkreisförmigen Teilzvlindern zusammengesetzt. Während der rechtecki;ye Teil 10 das Zählwerk aufnimmt, dient der rückwärtige Gehäuseteil 12 zur Aufnahme des Erregermagneten.
Hierzu ist an einer isolierenden Grundplatte 13 ein Magnettopf befestigt, der in an sieh bekannter Weise aus einem Eisenmantel 14, einem koaxialen Eisenkern 15 und einer (nicht gezeigten) dazwischen angeordneten Wicklung gebildet ist. Seitlich neben diesem 1Vlagnettopf ist an der Isolierstoffplatte 13 je eine Steckbuchse 16 befestigt, die mit dem Anfang bzw. Ende der Wicklung des Magnettopfes leitend verbunden sind. Diese aus Magnettopf, Steckbuchsen 16, Leitungen und Isolierstoffplatte 13 gebildete Magneteinheit ist in den Hohlraum des (Tehäuseteils 12
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eingesetzt.
Sie wird gehalten, indem zwischen Isolierstoffplatte 13 und Magnettopf eine Seheibe 17 drehbar gelagert ist, die von aussen her durch Schlitze 18 der Isolierstoffplatte 13 durchgreifende Nasen eines Hakenschlüssels drehbar und mit einem seitlichen Vorsprung versehen ist, der beim Drehen der Scheibe in einem Schlitz 19 des Gehäuses 12 eindrehbar ist. Die Magnettopfeinheit lässt sieh demzufolge nach Drehen der Verschlussscheibe 17 als Ganzes aus dem Gehäuseteil 12 entfernen.
Neben der Aufnahme der Magneteinheit dient der rückwärtige Teil 12 des Zählergehäuses der Befestigung bzw. Halterung des Steckers in einem Träger. Dieser Träger besteht aus einer Schiene 20, die mit entspre- ehend profilierten Aussparungen 21 versehen ist, so dass der Stecker mit seinem urrunden rückwärtigen Gehäuseteil 12 in die Tragschiene 20 einsteckbar ist. Er könnte auch auf Vorsprünge des Trägers aufsteckbar sein. Innerhalb der Steckaufnahme-Aussparungen 21 der Tragschiene 20 sind entsprechend den Buchsen 16 der Magneteinheit Steckstifte 22 vorgesehen, die isoliert im Boden des Trägers befestigt und an ihrem äussern Ende mit einem Lötanschluss 23 für die Überwachungsleitungen versehen sind.
Zusammen mit dem mechanischen, der Halterung des Steckers in der Schiene dienenden Einstecken wird daher zugleich die Wicklung des Magneten an die impulsdurchflossene Überwachungsleitung angeschlossen. Dabei umfasst, wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich, die Länge einer Schiene 20 ein ganzes Vielfaches der Länge eines Steckers und die Schienenbreite ist zweckmässig gleich der Steckerbreite. Auf diese Weise lassen sieh mehrere Schienen neben- und übereinander zu einem Vielfachsteckfeld zusammenfassen, wobei die Stecker wahlweise an jede beliebige Stelle eingesteckt und zu Batterien vereinigt werden können. Dabei sitzen die Stecker in raumsparender Weise Wand an Wand.
Um sie trotzdem herausziehen zu können, ist an der Schauseite des Gehäuses, das heisst der Sehutzkappe 11, eine hintersehnittene Aussparung 24 angebracht, in die ein (nicht gezeichnetes) Werkzeug, zum Beispiel ein Haken, eine Zange oder dergleichen, eingesetzt werden kann, mit dessen Hilfe der Stecker erfasst und aus der Halterung herausgezogen werden kann.
Das im rahmenartigen Teil 10 des Steckergehäuses untergebrachte Zählwerk sieht zunächst einen Anker vor, der aus einem aus Zinkspritzguss gebildeten, leichten, fast masselosen Rahmen 25 und einer darin eingesetzten magnetisierbaren Membran 2.6 zusammengesetzt und um eine Achse 27 schwenkbar ist. Dieser Anker ist so angeordnet, dass die Membran vor dem im Gehäuseteil 12 sitzenden Magnetkern 15 zu liegen kommt, so dass bei Erregung des Magneten der Anker angezogen wird. Eine schwache Drehfeder 28 belastet den Anker im Sinne einer Ablösung vom Magneten. Am obern Ende des Ankerrahmens 2'5 ist eine Schaltklinke 2-9 angelenkt, deren Nase 30 in die Schaltverzahnung 31 der ersten Ziffernrolle 32 des Zählwerkes eingreift.
Der Rücken der Klinke weist einen Vorsprung 33 auf, an den sich am freien Ende eine gegen die Klinkennase 30 gerichtete Schrägfläche 34 anschliesst. Oberhalb der federlosen, also frei beweglichen Klinke sind zwei Zapfen 35, 36 im Gehäuseteil 10 vorgesehen, die die Klinkenbewegung im Zusammenwirken mit der Klinkenrückfläche steuern. Der vordere Zapfen 35 begrenzt zunächst iin Zusammenwirken mit dem Vorsprung 33 die Vorschubbewegimg der Klinke beim Abfallen des Ankers, und er bewirkt im Zusammenwirken mit der Schrägfläche 34 das Eingreifen der Klinke in die Schaltverzahnung 31.
Der andere Zapfen 36 begrenzt die beim Anziehen des Ankers erfolgende Rückschubbewegung der Klinke und drückt die sich bei diesem Rückschub aus der Schaltverzahnung 31 hebende Klinke am Ende des Rückschubes wieder in diese zurück. Die Schaltklinke wird auf diese Weise ohne Anwendung einer Feder sicher und zuverlässig im Sinne einer Schaltung des Einerrades gesteuert, wobei das Fehlen einer Klinkenfeder eine hohe Schalthäufigkeit erlaubt, da eine Feder die Klinkenbewegung träge machen und ver-
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zögern würde. Aus diesem Grunde ist auch die Sperrklinke 37 federlos ausgebildet.
Sie ist auf der Achse 38 der Zehnerübertragungsräder 39 seitlich neben dem Schaltrad gelagert und winkelförmig ausgebildet, derart, dass der nach unten weisende Arm 37 als Gewicht ausgebildet ist, während der andere, im allgemeinen waagrechte Arm 39 als Sperrnase dient. Hier hat der als Kraftspeicher wirkende Gewichtsarm 37 das Bestreben, die Sperrnase 39 stets in der Verzahnung in Eingriff zu halten, so dass die Klinke nach vorübergehendem Ausheben der Nase aus der Verzahnung 31 während eines von der Schalt: klinke 29 bewirkten Schaltschrittes des Einerrades zuverlässig in jene zurückfällt.
Versuche haben bestätigt, dass durch die beschriebene Ausbildung des Zählers eine bisher unerreichte Zählfrequenz erzielbar ist, die diejenige vorbekannter Impulszähler weit übertrifft, ja sogar höher liegt als die von modernen Impulssendern abgegebenen Impulse je Zeiteinheit. Trotz der raumsparend dichten Zusammenfassung der Zähler ist die Zählung völlig einwandfrei, da die Verwendung von Magnettöpfen zuverlässig jede Beeinflussung von Nachbarzählern ausschaltet, wie auch die mechanische Steckverbindung, gegebenenfalls ergänzt durch die elektrische Steckverbindung, das Auswechseln und Umsetzen von Steckern ausserordentlich erleichtert.
Ausserdem sitzen die Stecker fest in den Schienen, da durch die Zweiteilung des Steckergehäuses der Schwerpunkt des Steckers etwa in der Teilebene der Gehäuseteile 10, 12 liegt. Insgesamt ist so ein Zähler geschaffen, der den besonderen Belangen bei der Impuls- überwachung und -leitung von Betriebsvorgängen in besonderem Masse entspricht.