CH333266A - Verfahren zur Herstellung eines heterogenen Schweisspulvers für die verdeckte Lichtbogenschweissung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines heterogenen Schweisspulvers für die verdeckte Lichtbogenschweissung

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CH333266A
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CH
Switzerland
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welding
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dependent
powder
granulate
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Application number
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English (en)
Inventor
Carl Dipl Ing Arnold
Brandt Heinrich
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Flux Ges Mbh Deutsche
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/36Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest
    • B23K35/362Selection of compositions of fluxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Glanulating (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines heterogenen Schweisspulvers  für die verdeckte Lichtbogenschweissung    Die bekannten Schweissmittel für die ver  deckte Lichtbogenschweissung werden im all  gemeinen in verschiedenen Körnungen, die  dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst  sind, auf den Markt gebracht und verarbei  tet. Die Körnungen erzielte man bisher  grundsätzlich durch Zerkleinern einer vor  her geschmolzenen oder als Lösung erstarrten  bzw. gesinterten Schweissmittelmasse und an  schliessendes Absieben. Die Zerkleinerung ge  schieht gewaltsam auf mechanischem Wege  in Mühlen, Brechern oder dergleichen, wobei  ein nicht unerheblicher Anteil der Masse in  Staub zerfällt. Dieser Staubanteil ist ent  weder von vornherein als Verlust auszusieben  oder kann u. U. auch der Produktion wieder  zugeführt werden. Beides ist nachteilig.

   Auch  bei Universalschweissmitteln, die aus einem  Gemisch von verschiedenen Körnungen be  stehen, soll der Feinstanteil nicht     staub-          förmig    sein, um die lästige und ungesunde  Staubentwicklung beim Schweissen zu vermei  den. Im übrigen hemmt der Staub auch die  Gasabfuhr beim Schweissvorgang durch das  Schweissmittel hindurch. Ferner können sich  bei zu grossem Staubanteil die Absauganlagen  der Schweissanlagen verstopfen. Bei bekann  ten heterogenen Schweissmitteln betrug der  Staubanteil bis zu 30% der Gesamtmasse,  womit hohe Unkosten, Mehrarbeit und eine    schlechte Ausnutzung der Produktionsmittel  verbunden sind. Ausserdem bestand bei den  bekannten nicht homogenen Schweissmitteln  eine gewisse Gefahr der Entmischung, insbe  sondere bei längerer Lagerung.

   Es konnte  nicht aller Staub ausgeschieden werden, zu  mal dieser den grössten Anteil an den wich  tigsten Flussmitteln enthielt. Auch bei an  dern Schweissmitteln, bei denen Flussmittel  in feiner Verteilung noch nach der mechani  schen Zerkleinerung zugesetzt werden, be  steht die Gefahr der Entmischung. Die Ent  mischungsgefahr ist bei den heterogenen  Schweissmitteln auch deshalb vorhanden, weil  die einzelnen Komponenten, in die das  Schweissmittel bei seiner Zerkleinerung teil  weise wieder zerfällt, verschiedene spezifische  Gewichte haben.  



  Die Erfindung bezweckt, die genannten  Nachtedle, die mit der Staubentwicklung bei  der Herstellung des Pulvers und seinem Ge  brauch sowie mit der Entmischungsgefahr  zusammenhängen, zu vermeiden. Man erreicht  dies dadurch, dass man die zur Pulver  herstellung benötigten Rohstoffe miteinander  mischt, die Mischung unter Zusatz einer  Flüssigkeit einem Granuliervorgäng unter  wirft und hierauf das Granulat, ohne dass es  zum Schmelzen kommt, erhitzt. Zweckmässig,  geht man dabei so vor, dass die mehr oder      weniger fein gemahlenen Rohstoffe in einem  Mischer gemischt und anschliessend unter Zu  satz einer Flüssigkeit, z. B. Wasser, granu  liert werden, wobei man sich bekannter     Gra-          nulierwerkzeuge    und -einrichtungen bedienen  kann.

   Vorteilhaft beträgt der Wasserzusatz  etwa 1 1 minutlich bei 100 kg Mischgut. Die  endgültige Körnung des Schweisspulvers, die  im allgemeinen zwischen 0,5 und 2,5 mm  liegt, wird demnach bereits zu Beginn des  Herstellungsprozesses, also vor dem Glühen,  erzeugt. Das Wasser wird dabei in fein ver  teilter Form, z. B. durch mittels Wasserdruck  oder Pressluft betriebene Düsen, zugegeben.  Falls bei dem anschliessenden Glühen das  Granulat zu mehr oder weniger zusammen  hängenden Gebilden zusammenbackt, so kön  nen diese leicht wieder auf die Granulat  körnung gebracht werden, da sie nur einen  relativ geringen Halt haben und schon bei  geringer Druckerzeugung an den Korn  grenzen entlang springen, ohne dass dabei ein  nennenswerter Staubanteil anfällt. Der Staub  anteil kann leicht unterhalb 5% gehalten  werden.

   Wesentlich ist in jedem Fall, dass  das Zusammenhalten der Körner und der  Staubanteil dadurch erheblich herabgesetzt.  sind, dass kein Schmelzvorgang, sondern nur  ein Glüh- oder Erhitzungsvorgang stattfindet.  Es entsteht also ein körniges Schweisspulver.  



  Zur Erzielung eines möglichst gleich  mässigen Granulates ist es wesentlich, die in  der Zeiteinheit zugeführte Wassermenge in  einem bestimmten Verhältnis zur Menge des  Mischgutes zu halten. Gute Ergebnisse lassen  sich beispielweise erzielen, wenn man je 50 kg  Mischgut minutlich wenigstens annähernd  0,5 Liter Wasser zuführt. Auf diese Weise ist.  es möglich, bis zu 80% der oben genannten  Körnung oder des Korngemenges zu errei  chen. Durch Vergrösserung der minutlichen  Wasserzufuhr, die 20% oder in Sonderfällen  auch mehr betragen darf, kann man eine grö  bere Körnung erreichen bzw. umgekehrt. Über  grosse Körner werden zweckmässig unmittel  bar nach dem Granuliervorgang abgesiebt, so  lange sie noch weich sind zermahlen und dem  Granuliervorgang wieder zugesetzt. Darauf    wird das Granulat z.

   B. in einem Trocken  apparat mit Heissluftumwälzung, einem  Bandtrockner oder durch längeres Stehen  lassen auf Horden leicht getrocknet. Anschlie  ssend wird es dem Glühvorgang, z. B. in einem  Drehofen, unterworfen. Die Bindemittel, die  bei bekannten Schweissmitteln den Zweck  hatten, die Mischung für die spätere mecha  nische Zerkleinerung zu einer möglichst  festen Masse zusammenzuschmelzen, können  vollständig fortgelassen werden. Infolge  dessen backt das Granulat nicht oder nur,  unwesentlich zusammen. Nach dem     Glüh-          vorgang    zerfällt das Granulat entweder von  selbst oder mit wenig Kraftbedarf wieder zu  Granulatkörnern, und zwar bei sehr gerin  ger Staubbildung.

   Während man früher 30%  und mehr der Mischung als Staub entfernen  musste, ist infolge des Granulierens der  Staubanteil von vornherein jetzt nicht mehr  grösser als der früher im Mittel verbliebene  Staub. Der Anteil beträgt nur etwa 5% oder  weniger.  



  Dadurch, dass man die Körnung des  Schweisspulvers bereits beim     Granuliervor-          gang    herstellt, hat jedes Korn praktisch den  selben Mischungszustand, und es wird der  nachträglichen Entmischung in wirksamer  Weise entgegengewirkt. Man hat beim  Schweissvorgang ein Schweisspulver von  grosser Gleichmässigkeit, wodurch die Qualität  der Schweissung und die Verteilung der zu  zuführenden Legierungsbestandteile in sehr  zuverlässiger Weise gesichert ist. Man kann  geradezu von einer eutektikalen Zusammen  setzung der einzelnen Granalien sprechen.  



  Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt  darin, dass kostspielige Zerkleinerungsein  richtungen, die dazu noch einen hohen Ener  giebedarf haben, wegfallen; denn die Zerklei  nerung des bei der Erhitzung etwa zusam  menbackenden Granulats erfordert einen  wesentlich geringeren Kraftbedarf, als wenn  - wie bei bekannten Schweissmitteln - eine  im Schmelzvorgang homogen gewordene  Schweissmittelmasse zerkleinert. werden muss.  Die geringe Staubbildung,     macht.    auch die       Verwendung    von     Errtstartburrgsarrlagen    ent-      behrlich. Zudem ist die Staubbelästigung so  wohl bei der Herstellung des Schweiss  pulvers als auch beim Schweissvorgang auf  ein Mindestmass reduziert.  



  Darüber hinaus findet die Entgasung  des Schweisspulvers beim Glühprozess bedeu  tend schneller statt. Hieraus ergeben sich  eine kürzere Glühdauer und entsprechend ge  ringere Glühkosten.  



  Weiterhin braucht bei dem neuen Her  stellungsverfahren die Glühtemperatur nicht  so genau eingehalten zu werden, wie dies  bisher erforderlich war. Nenn bei der     bis-          lierigen    Herstellung die Temperatur etwas zu,  niedrig war, so blieb die Masse zu weich, was  sich auf die Staubentwicklung ungünstig aus  wirkte. Bei etwas zu hoher Temperatur  wurde die Masse zu hart, und bei der gewalt  samen Zerkleinerung entstand ebenfalls  Staub. Derartige Nachteile sind nicht mehr  vorhanden, wenn man das Schweisspulver  nach dem neuen erfindungsgemässen Ver  fahren herstellt.    Ganz besonders wesentlich ist es auch, dass  die Korngrösse unabhängig vom Zerkleine  rungsprozess bereits beim Granuliervorgang  festgelegt wird.

   Strebt man verschiedene Kör  nungen im Endprodukt an, so siebt man zu  nächst das Granulat auf die gröbste Körnung  ab und nach dem Glühen aus dem Fertig  produkt die übrigen Körnungen. Die Gra  nulatkorngrösse kann durch entsprechende  Flüssigkeitszugabe sowie Einstellung der  Granulierwerkzeuge und deren Tourenzahl  reguliert werden. Dadurch, dass jedes Korn  eine der Mischung entsprechende Zusammen  setzung hat, kann eine etwaig spätere Ent  staubung keinen Einfluss auf die chemische  Zusammensetzung des Schweissmittels aus  üben und auch keine Entmischung herbei  führen, während bisher eine Entstaubung  zur Folge hatte, dass einzelne Bestandteile  des Schweisspulvers, insbesondere die Fluss  mittel, bevorzugt entfernt wurden, so dass  sich die Zusammensetzung des Schweisspul  vers änderte und die Qualität der Schweissung  eine Veränderung erlitt.

      Der Granulierflüssigkeit können u. U.  auch gewisse Mittel zugesetzt werden, die auf  die Schweissmittelmasse einen für den jewei  ligen Verwendungszweck erwünschten Ein  fluss haben.  
EMI0003.0002     
  
    Ausführungsbeispiel
<tb>  Ton <SEP> 77 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  Ferromangan <SEP> 12 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  Flussspat <SEP> 5 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  Magnesit <SEP> 6 <SEP> Gewichtsteile
<tb>  Total <SEP> 100 <SEP> Gewichtsteile       werden in pulverförmigem bzw. feinkörnigem  Zustand in einem Mischer gemischt und dann  unter allmählichem Zusetzen von 11,5 Ge  wichtsteilen Wasser granuliert. Übergrosse  Körner werden abgesiebt, zermahlen und  wieder zugesetzt. Das Granulat wird getrock  net und hernach bei einer Temperatur von  1000-1100  C während etwa 32 Stunden ge  glüht..

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines hetero genen Schweisspulvers für die verdeckte Lichtbogenschweissung, dadurch gekennzeich net, dass man die zur Pulverherstellung be nötigten Rohstoffe miteinander mischt, die Mischung unter Zusatz einer Flüssigkeit einem Granuliervorgang unterwirft und hierauf das Granulat, ohne dass es zum Schmelzen kommt, erhitzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren, nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser beim Granulieren in Mengen von wenigstens 0,5 Liter/min bei 50 kg Trockensubstanz bei gefügt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Granulat, ohne dass ihm Bindemittel zugesetzt werden, erhitzt wird und danach nach etwaigem Zusammenbacken wieder auf eine dem Granulat entsprechende Korngrösse mechanisch zerkleinert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die übergrossen Körner unmittelbar nach dem Granulieren abgesiebt, in noch weichem Zustand zerkleinert und der der Granulier- maschine zuzuführenden Mischung wieder zugesetzt werden. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Granulierflüssigkeit Zusätze bei gefügt sind, die die Schweissmittelbeschaffen heit beeinflussen.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstoffe aus pulverförmigen und aus härteren kleinkörnigen Bestandteilen zu sammen mit Flussmitteln gemischt und an schliessen, unter Zusatz von Wasser granu liert werden.
CH333266D 1953-05-08 1954-04-29 Verfahren zur Herstellung eines heterogenen Schweisspulvers für die verdeckte Lichtbogenschweissung CH333266A (de)

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