CH334392A - Verfahren und Maschine zum Stranggiessen von Metall - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Stranggiessen von Metall

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CH334392A
CH334392A CH334392DA CH334392A CH 334392 A CH334392 A CH 334392A CH 334392D A CH334392D A CH 334392DA CH 334392 A CH334392 A CH 334392A
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CH
Switzerland
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mold
casting
metal
housing
opening
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Application number
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English (en)
Inventor
H Tessmann Alfred
Original Assignee
Ind Research Company Ltd Of Va
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Publication date
Application filed by Ind Research Company Ltd Of Va filed Critical Ind Research Company Ltd Of Va
Publication of CH334392A publication Critical patent/CH334392A/de

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/07Lubricating the moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description


  Verfahren     und    Maschine     zum        Stranggiessen    von     Metall            a     Gegenstand des Patentes ist ein Verfahren       zum        Stranggiessen    von Metall in einer Giess  form, gemäss welchem dem     Einlassende    der  Form geschmolzenes Metall und ein gasför  miges Medium zugeführt wird, das Metall  während seiner     Bewegung    durch die Form  gekühlt, und zum Erstarren gebracht wird  und danach am     Auslassende    aus der Form. ge  zogen wird.  



  Ein weiterer Gegenstand des Patentes ist  eine Maschine     zur    Durchführung des neuen  Verfahrens mit einer Giessform, mit Mittel  zum Zuführen von Luft der Form am Ein  lassende derselben, mit einer das     Auslassende     der Form umgebenden     Kammer,    welche in  Abstand von der Form eine Öffnung zum kon  tinuierlichen Durchziehen des Stranges auf  weist, mit Dichtmittel zum Abdichten des  Stranges an einer in Abstand von der Form  zwischen dieser und der     Öffnung    liegenden  Stelle, mit     zwischen    dieser Dichtungsstelle und  der Form angeordneten Mitteln zur Erzeu  gung eines Unterdruckes.  



  Beim     Stranggiessen    von Metallen wird ge  schmolzenes Metall unter stetigem Druck       einem    Ende einer Giessform zugeführt, in der  es sogleich erstarrt, so dass das Metall aus dem  andern Ende der Giessform herausgezogen  werden kann, wobei genügend Wärme aus dem  Metall während des     Durchlaufens    der Form  abgeleitet wird, um eine erstarrte Aussenhülle  von mindestens so grosser Dicke zu bilden, dass    der hydrostatische Druck des gesamten     ge-          sehmolzenen        Metalles        innerhalb    der Hülle auf  rechterhalten wird. Es ist nicht notwendig,  dass das     Gussstück    bei seinem Austritt aus der.

    Giessform aus seinem gesamten Querschnitt  erstarrt ist. Die Giessform wird gewöhnlich  mit Wasser gekühlt, und es erfolgt ausserdem  eine zusätzliche Kühlung des     Gussstückes    mit       Wasserstrahlen    usw. beim Austritt des     Guss-          Stückes    aus der Giessform.  



  Die Betriebsverhältnisse, denen das Metall  während des     Durchlaufes    der Giessform unter  worfen ist, sind bestimmend für die Güte des       Giessmetalles,    das heisst seines Kristallgefüges,  seiner Porenfreiheit und seiner Oberflächen  eigenschaften. Diese Betriebsverhältnisse sind  ausserdem von massgebender Bedeutung für  die Abfuhr der Wärme ans der Giessform, die  ihrerseits wieder die Giessgeschwindigkeit oder  die     Herstellungsgeschwindigkeit    bestimmt.

    Jede Verbesserung in diesen Betriebsverhält  nissen hat daher eine     Verbesserung    in der  Güte des     Gussmetalles    oder eine     Verbesserung     in der Giessgeschwindigkeit oder in beiden Be  triebsverhältnissen zur Folge, was von grösster  Wichtigkeit für die industrielle Herstellung  ist.  



  Zweck der Erfindung ist nun, ein Verfah  ren und eine Maschine zu schaffen, welche die  Verbesserung der- Güte der Giesserzeugnisse  und eine Erhöhung der Giessmenge ermöglicht.  



  Kennzeichnend für das neue Verfahren           ist,    dass- am     Auslassende    der Form Vakuum       angewandt    wird, um die Reduktion des atmo  sphärischen Druckes durch die ganze Länge  der Form     und    das Strömen des     Mediums     durch die Form zwischen derselben und dem  Metall zu bewirken.  



  Die Maschine zeichnet sich nach der Erfin  dung dadurch aus, dass die Dichtungsmittel  ein eine zur Durchführung des Stranges be  stimmte von einer Kante     begmenzte    Öffnung  aufweisendes Dichtungsorgan umfassen, sowie  zur Ausfüllung des     zwischen    der Kante und  dem Strang verbleibenden Spaltes mit Flüs  sigkeit dienende Organe.  



  Eine beispielsweise Ausführungsform "des  Verfahrens nach der Erfindung wird nach  folgend an Hand der Zeichnung erläutert, in  welcher ein Ausführungsbeispiel der erfin  dungsgemässen Maschine dargestellt ist. Es  zeigt:       Fig.    1     eine    Vorderansicht der Maschine,       Fig.    2 einen Teilschnitt der Maschine     auf     einer Mittelebene,       Fig.    3     einen    Teilschnitt der Maschine in  einem vergrösserten Massstab,       Fig.    4 eine     Stirnansicht    nach Linie 4-4  der     Fig.    2 im grösseren Massstab wie     Fig.    2,

         Fig.    5 eine Stirnansicht der Maschine von  der linken Seite der     Fig.    1,       Fig.    6 eine der     Fig.    5 ähnliche Stirn  ansicht, wobei ein Teil der Maschine jedoch  eine abweichende Stellung einnimmt,       Fig.    7     eine    Teildraufsicht des in     Fig.    5  dargestellten Teils der Maschine,       Fig.    8 eine -Seitenansicht einer Hilfsvor  richtung, die zu Beginn des Arbeitens der  Maschine verwendet wird, und       Fig.    9 einen halbschematisch dargestellten  Schnitt, der die Lehren der Erfindung erläu  tert.  



  Beim     Stranggiessen    bildet das flüssige  Metall, das an dem einen Ende der Giessform  eingeführt wird, ein Flüssigkeitsbett, das sich  über die gesamte     Querschnittsfläche    der Giess  form erstreckt und mit der kalten Umfangs  wand der Giessform in Berührung liegt.

   Durch  die Berührung mit der kalten     Giessformwand          kühlt    sich das Metall ab und beginnt zu         eisstarren.    Bei der Bewegung des abgekühlten       Metalles    an der     Giessformwand    erhöht sich die  Dicke des erstarrten     Metalles,    bis eine Hülle  von solcher Festigkeit geformt ist, dass sie den  hydrostatischen Druck des geschmolzenen     DZe-          talles    aufnimmt. An diesem Punkt beginnt bei  fortgesetzter     Kühlung    das Zusammenziehen  der Hülle.

   Bei diesem Schrumpfen der Hülle  bleibt zwischen     Giessformwand    und Hülle ein  schmaler     Zwischenraum.     



  Dieser Vorgang ist schematisch in     Fig.    9  dargestellt, in der das geschmolzene Metall  ständig in das eine Ende der wassergekühlten  Giessform 1     beispielsweise    über den Einlass \2  eingeführt wird, während das erstarrte Metall  ständig. aus dem andern Ende der Giessform       Herausgezogen    wird. Die Erstarrung des in  Berührung mit der kalten     Giessformwand     befindlichen     Metalles    beginnt nahe der Ober  fläche des aus     geschmolzenem    Metall bestehen  den Bettes oder Lagers.

   Das erstarrte Metall  nimmt allmählich an Dicke zu, bis ungefähr  bei P die     erstärrte    Hülle eine solche Festigkeit  erreicht hat, dass sie den hydrostatischen  Druck des in ihr befindlichen flüssigen Me  talle- aufnimmt. An dieser Stelle beginnt ein  Zusammenziehen und ein Schrumpfen der  Hülle von der     Giessformwand    weg, so dass  zwischen Hülle und Wand ein     Schrumpfrauen          S    bleibt.  



  - Bei den üblichen     Stranggiessverfahren    ist  dieser Schrumpfraum mit ruhender Luft ge  füllt, die als Wärmeisolator dient und die  Übertragung von Wärme aus dem Metall auf  die Giessform verzögert, das heisst, wenn die  Berührung zwischen dem Metall und der Griess  form infolge der Schrumpfung der Hülle ver  lorengeht, hört die Wärmeübertragung durch  Wärmeleitung auf. Es bleibt zwar noch eine       MTärmeübertragung    durch Wärmestrahlung  bestehen, doch ist die Gesamtgrösse der Wärme  übertragung wesentlich verringert.  



  Zweckmässig wird der innerhalb des  Schrumpfraumes befindliche Luftdruck auf  einen wesentlich unter Aussenluftdruck lie  gende     Druekhöhe    vermindert. Dies hat, wie  später noch     euläutert,    gute Wirkungen, die  die Herstellung von besseren     Gussstücken    und      auch eine Produktionserhöhung ermöglichen.  Wie in     Fig.    9 dargestellt, ist eine am untern  Ende der Giessform befindliche Kammer 3 am  Boden von einer biegsamen Dichtung 4 aus       Kautschuk    oder einem andern geeigneten       1@Iaterial    abgedichtet, die an dem die Giess  form verlassenden     Gussstück    um dessen ge  Samte Umfangsfläche anliegt.

   Die Kammer 3  ist über die Rohrleitung 5 mit einer Vakuum  pumpe oder einer andern Unterdruckquelle  verbunden.     Gewünschtenfalls    kann das obere  Ende der Giessform beispielsweise von einer       bie.samen    Hülse 6 umgeben sein, die sich von  der Oberseite der Giessform zu dem den ge  schmolzenen Metallvorrat enthaltenden Behäl  ter P erstreckt. Der Behälter 7 weist eine von  einem Ventil 8 gesteuerte Zuleitung auf. Das  Ventil S kann geschlossen werden, wobei in  diesem Falle der innerhalb des Behälters 7  befindliche Druck sich mit dem in der Kam  mer 3 und dem Schrumpfraum     S    befindlichen  Unterdruck ausgleicht.

   Das Ventil 8 kann  aber auch geöffnet werden, um Luft einzu  lassen, oder das Ventil     kann    mit einem Vorrat  an     inertem    Gas, beispielsweise Propan, Stick  stoff, Argon und dergleichen verbunden wer  den, um eine Oxydation zu verhüten. Wird  das Ventil 8 geöffnet, um Luft oder Gas ein  zulassen, so versucht der in der Kammer 3  und dem Schrumpfraum     S    aufrechterhaltene  Unterdruck Luft oder Gas an dem Flüssig  keitslager vorbei anzusaugen, so dass beim Be  trieb ein Luftstrom oder ein Gasstrom in den  Schrumpfraum strömt. Die biegsame Hülse     *6     ermöglicht     gewünschtenfalls    eine Auf- und       Abbewegimg    der Giessform.  



  Die     Aufrechterhaltilng    von Unterdruck in  dem Schrumpfraum hat mehrere erwünschte  und vorteilhafte Ergebnisse. Die nachstehende  Aufzählung hat nichts mit der Reihenfolge  ihrer Wichtigkeit zu tun.  



  1. Der Unterdruck begünstigt die Schmie  rung der     Giessform-wand.    Es ist seit langem  erkannt worden, dass es zu einem erfolgreichen       Stranggiessen    sehr wichtig ist, die Giessform  wand zu schmieren, und nicht nur die Rei  bung zwischen     Gussstrang    und     Giessformwand     zu vermindern,     sondern    auch ein Anhaften des    geschmolzenen     Metalles    an der     Giessformwand     zu verhüten. Gewöhnlich wird ein Schmier  mittel, beispielsweise Öl, Fett oder Graphit  nahe der geschmolzenen Metallfläche vorge  sehen.

   Wenn die Fläche mit der eingefangenen  Luft oder der verhältnismässig ortsfesten Luft  in Berührung kommt, brennt ein grosser Teil  des Schmiermittels ab, jedoch erreichen ein  zelne Abschnitte die kalte     Giessformwand    und  bilden einen Film, der von dieser kalten Wand  geschützt wird. Der Film verteilt sich nach       unten        zwischen    dem     geschmolzenen    Metall und  der Giessform und bildet eine Schmiermittel  schicht zwischen dem geschmolzenen Metall  und der Giessform. Dies ist richtig in der  Theorie, jedoch lässt die Praxis sehr viel zu  wünschen übrig. Aus verschiedenen Gründen  bildet das Schmiermittel nicht den gewünsch  ten Film, oder der Film ist nicht geschlossen  oder er ist zu dünn, so dass das Metall an der  Wand haftet.

   Wie in     Fig.    9 dargestellt, kaum  das Schmiermittel in einem     Durchlass    9 in die  Giessform eingeführt werden und     bewegt    sich  dann in den an der Kante des flüssigen Metall  bettes befindlichen Meniskus. Durch Auf  rechterhalten des Unterdruckes im Schrumpf  raum und durch die Bewegung der Luft in  dem Raum wird eine     Abwärtsbe-#vegimg    des  Schmiermittels hervorgerufen, so dass also die  Schmierung der     OTriessformwand    wesentlich  verbessert wird.  



  2. Der Unterdruck entfernt schädliches  Gas. Für die     Entwicklung    von Gas gibt es  zwei Quellen, und zwar (1) durch Zersetzung  des Schmiermittels, und (2) Freigabe von ein  geschlossenem Gas beim Erstarren des     Me-          talles.    Die erste Ursache hat oft fehlerhafte  Oberflächen zur Folge, während die letzter  wähnte Ursache eine     Porosität    ergibt. Beide  Erscheinungen sind unerwünscht. Durch Ent  fernen derartiger Gase kann die Güte der       Gussstücke    verbessert werden.  



  3. Der Unterdruck entfernt den Kohlen  stoff, der sonst in das     Gussstück    eingebettet  wird. Beim Zersetzen oder beim Zerfallen von  Teilen des Schmiermittels bleibt manchmal ein  Niederschlag von Kohlenstoff, der sich an der       Giessformwand    sammelt. Gelegentlich werden      diese     Niederschläge    in das     Gussstück    einge  bettet, was sehr     unerwünscht    ist.

   Das Auf  rechterhalten von Unterdruck und das Vor  handensein einer Luft-, Gas- oder andern     Strö-          mungsmittelbewegung    im     Schrumpfraum        S          entfernt    derartige     Kohlenstoffniederschläge.     



  4. Der Unterdruck erhöht die Geschwin  digkeit der Wärmeableitung, und zwar (1)  durch das erhöhte Ableiten von Wärme mit  tels des den Schrumpfraum     S    durchströmen  den Luft- oder Gasstromes und (2) das     er-          hö4te    Ableiten von Wärme infolge einer er  höhten oder verlängerten Berührung     zwischen          C'sussstrang        und        Giessformwand.    Hinsichtlich  (1) ist     offensichtlich,    dass die Bewegung von  kalter Luft, Gas oder einem andern Strö  mungsmittel, das in den Schrumpfraum ein  gesaugt wird, Wärme aufnimmt und abführt,  die bei dem Abströmen dieser Luft,

   dieses  Gases oder dieses Strömungsmittels zerstreut  wird. Hinsichtlich (2) sei erwähnt, dass die  Druckverminderung in dem Schrumpfraum  die gleiche Wirkung wie eine Erhöhung des  hydrostatischen Druckes des flüssigen Metall es  hat. Bei dieser     Druckverminderung    ist daher  eine längere Zeit erforderlich, ehe die Hülle  die gewünschte Festigkeit erhält. Die Hülle  bleibt daher mit der     Giessformwand    länger in       Berührung,    so dass auch eine schnellere  Wärmezerstreuung aus dem Metall     erfolgt.     



  Die Grösse der in dem Schrumpfraum auf  rechtzuerhaltenden Druckverminderung hängt  von den Ergebnissen ab, die erzielt werden  sollen. Auch die in dem Behälter 7 aufrecht  zuerhaltenden Betriebszustände können in  gewünschter Weise verändert werden. Im all  gemeinen gilt: Je grösser die Druckverminde  rung im Schrumpfraum, desto günstiger die  Ergebnisse. Das Schliessen des Ventils 8 er  leichtert die Aufrechterhaltung von Unter  drucken. Das Öffnen des Ventils \ermöglicht  den Zustrom von Luft, Gas oder andern Strö  mungsmitteln zum Schrumpfraum, wodurch       die        Schmierung    erleichtert wird.

   Die Zufüh  rung von     inertem    reduzierendem Gas,     bei-          spiels-weise    Propan, Stickstoff, Argon und der  gleichen, schützt gegen     Oxydation.    Die Aus  wahl der Betriebsverhältnisse hängt daher von    den während des Giessvorganges zu erreichen  den Zielen ab.  



  In den     Fig.    1 bis 8 ist eine praktische Aus  führungsform der Erfindung dargestellt, die  bei industriellen     Str        anggussverfahren        als    ge  eignet befunden und verwendet worden     ist.     Die in den     Fig.    1 bis 8 dargestellte Vorrich  tung ist eine sogenannte     -#ATaagrecht-Strang-          gussmaschine,    in der die Giessform nicht senk  recht, wie in     Fig.    9, sondern waagrecht liegt.

    Die Maschine zum     Stranggiessen    von Metall  hat ein Gestell 10, auf dem ein Vorratsbehäl  ter 12, ein     Giessformaufbau    13 und eine ange  triebene Abzugsvorrichtung 14 ausgerichtet  aufgestellt sind. Der     Giessformaufbau    13 hat  eine lange, waagrecht liegende Giessform 15.  In einem     Warmhalteofen    16 wird das Metall,  das vorher geschmolzen und auf eine ge  wünschte Zusammensetzung gebracht ist, wäh  rend der Verwendung in einem     geschmolzenen     Zustand gehalten.

   Der Ausfluss des geschmol  zenen     Metalles    aus dem     Warmhalteofen    16  kann entweder selbsttätig oder von Hand über  einen Verschluss gesteuert werden, um einen  Vorrat und eine genügende Standhöhe des       -geschmolzenen        Metalles    in dem Vorratsbehäl  ter 12 zu halten, aus dem das Metall für ge  wöhnlich in die Giessform 15- .fliesst. In der  Darstellung wird zum Überleiten des ge  schmolzenen     Metalles    aus dem     Warmhalteofen     1.6 zum Vorratsbehälter 12 eine Rinne 17 ver  wendet.

   Das geschmolzene Metall     aus    dem  Vorratsbehälter 12 fliesst in das eine Ende  der Giessform 15 und tritt aus dem andern  Ende der Giessform als ein erstarrtes Strang  gussstück 18 heraus, das von den angetriebe  nen     Zugwalzen    19 und 20 erfasst wird, die  beim ständigen Abziehen des     Strangguss-          stückes    aus der Giessform helfen.  



  Der hier dargestellte und verwendete Vor  ratsbehälter 12 hat, ein verhältnismässig  schweres, aus Metall bestehendes Aussenge  häuse 22 mit Seitenwänden 23, Stirnwänden  24 und eine Bodenwand 25. Aus den Stirn  wänden 24 ragen ausgerichtete Zapfen 26 in  entgegengesetzten Richtungen nach aussen.  Das Aussengehäuse 22 kann beispielsweise aus  Gusseisen oder aus Stahl bestehen. Das Ge-      hause wird auf dem Gestell 10 von Lagerkon  solen 27, 28 an gegenüberliegenden Enden ge  tragen.

   Die Lagerkonsolen 27, 28 weisen Lager  29, 30 auf, in denen die ausgerichteten Zapfen  26 gelagert sind, um den Vorratsbehälter 1.2  so zu tragen, dass er     Kippbewegungen        zwi-          sehen    der aufrechten Stellung und der Aus  giessstellung ausführen kann, wie sie in den       Fig.    5 bzw. 6 dargestellt sind.     Kappenscheiben     32 und 33, die an den Enden der Zapfen 26  beispielsweise mittels Kopfschrauben 34 lösbar  befestigt sind, halten die Lagerkonsolen 27, 28  in ihrer zusammengebauten     Stellung    auf den  Zapfen 26.  



  Um den Vorratsbehälter 12 der Giessform  15 gegenüber     einzustellen    und ein Einschieben  und Zurückziehen der Düse 35 des Vorrats  behälters 12 dem Stirnende der Giessform 15  gegenüber zu ermöglichen, haben die Lager  konsolen 27, 28 Fussplatten 36 und 37 mit in  Längsrichtung sich erstreckenden, ausge  richteten, in ihren untern Flächen     befind-          liehen    Nuten 38 und 39, die über ausgerich  tete Tragblöcke 40 und 42 des Gestelles 10  passen und längs dieser Tragblöcke gleiten  können. Die Stellung des Vorratsbehälters 12  wird von einer Spindel 43 bestimmt, deren       (,'        ewinde    in eine am Gestell 10 befestigte orts  feste Konsole 44 eingreift.

   Das Aussenende der  Spindel 43 trägt ein Handrad 45, mit. dem die  Spindel gedreht werden kann. Am andern       Ende    der Spindel befindet sich ein Kopf 46,  der in eine im Ende des Zapfens 26 vorhan  dene     Ausnehmung    47 eingreift und an der  Innenfläche der Deckscheibe oder Kappen  seheibe 32 anliegt.  



  Bei der dargestellten Ausführung wird die  Notwendigkeit, Wärme dem Vorratsbehälter  12 von einer äussern Quelle, beispielsweise  Heizelementen,     zuzuführen,    dadurch vermie  den, dass Grösse und Fassungsvermögen des  Vorratsbehälters dem Metallverbrauch des       Stranggiessverfahrens    entsprechend gewählt  werden, so dass das Metall aus dem Warm  halteofen 1.6 nicht im Vorratsbehälter 12 bis  zum Erstarren zurückgehalten wird, und dass  ausserdem Isolierwände 48 und eine Boden  wand 49 aus hoch widerstandsfähigem Mate-         rial    die Wände und Bodenwand des Gehäuses  22 bekleiden.

   Die Düse 35 ist innerhalb eines  Flansches 50 auf der Deckscheibe 33 befestigt  und ragt aus der nahe der Giessform 15 ge  legenen Stirnseite des Vorratsbehälters koaxial  zu den Drehzapfen 26 vor und erstreckt sich  auch in ausgerichteten Öffnungen 52 und 53  des Aussengehäuses 22 und der isolierenden  Innenwand 48 so weit, dass sie mit der Innen  fläche dieser Isolierwand fluchtet. Bei diesem  Aufbau der Düse und ihrer zugehörenden  Teile kann die Düse aus dem.     Vorratsbehälter     zwecks Säuberung oder Ersatzes dadurch ent  fernt werden, dass die Kopfschraube 34 ab  geschraubt, die Deckscheibe 33 an ihrer Stelle  gehalten und die Düse aus dem Vorratsbehäl  ter 12 mit der Deckenscheibe 33 und ihrem  zugehörenden Flansch 50     herausgezögen    wird.

    Da die Düse koaxial zu den     Drehzapfen    26  aufgestellt ist, kann der Vorratsbehälter 12  in seine     Ausgussstellung        geschwungen    werden,  wobei die Düse in Verbindung mit der Giess  form bleibt.  



  Die Düse 35 (Fug. 2 und 3) besteht aus  einem Rohr 54 aus wärmeisolierendem und  wärmefestem Material, das sich aus einer Stel  lung,     in    der das Rohr mit der Innenfläche der  wärmeisolierenden und wärmefesten Wand  des Vorratsbehälters 12 fluchtet, zu einer Stel  lung erstreckt, die innerhalb des Flansches 50  der Deckenscheibe 33 liegt, wobei diese Stelle  verhältnismässig nahe dem vorspringenden  Ende dieses Flansches liegt. Eine Spitze 55  aus wärmeisolierendem schwer schmelzendem  Material grenzt an das Ende des Rohres 54  innerhalb des Flansches 50 an und hat eine  nach aussen gebogene Endfläche 56, die das  Ende des Flansches 50 überlappt und mit dem  Umfang des Flansches 50 fluchtet.

   Ausserdem  ist am Ende- der Düse eine Fläche vorgesehen,  die glatt gebogen ist und über die das ge  schmolzene Metall aus der Düse in den Giess  raum der Giessform 15 fliesst. Dieser Teil ver  hütet die Berührung des     geschmolzenen        Me-          talles    mit dem Endabschnitt des Metall  flansches 50. Aussenliegende Ringabschnitte 57  (Fug. 3) sind am Ende des Flansches 50 vor  gesehen und dienen als Lagerflächen, die mit      der Innenfläche der Giessform 15 in     terüh-          rung    stehen.     Fig.    3 zeigt auch, dass die Innen  fläche der Düse 35 zum vorspringenden Ende  der Düse kegelförmig nach aussen verläuft.

    Dieser     Kegel        bewirkt    nicht nur eine Unter  teilung des Stromes aus     geschmolzenem    Metall,  wenn der Vorratsbehälter am Ende eines       Stranggussvorganges    ausgeschüttet wird, son  dern erleichtert auch das Abnehmen einer ver  hältnismässig dünnen Metallschicht, die beim  Ausschütten des Vorratsbehälters möglicher  weise in der Düse erstarrt oder die unter un  gewöhnlichen Umständen auftritt.  



  Bei der dargestellten Ausführung ist an  der Seitenwand des Gehäuses 22 ein     Gegen-          gewicht    58 über Arme 59 befestigt, und zwar  in einem Abstand von der Seitenwand des  Behälters; die der Wand gegenüberliegt., zu  der der Behälter beim     Ausgiessen    geschwenkt  wird. Ein Stützfuss 60 ist an der Aussenseite  des Aussengehäuses 22 befestigt und legt sich  an die obere Fläche des Gestelles 10, um den  Behälter in seiner aufrechten Stellung     (Fig.    5)  zu stützen. Ein mittels eines Handgriffes 63  von Hand bewegter Halteriegel 62     wird    von  dem Ende des Gehäuses 22 nahe dem Gegen  gewicht 58 von     einer    Konsole 64 getragen.

    Dieser Riegel     wird    in Eingriff mit einer von  den Endkonsolen 66 getragenen Schiene 65  gebracht, um den Behälter 22 in seiner auf  rechten Normalstellung zu verriegeln und ein  unbeabsichtigtes Kippen des Behälters in seine       Ausschüttstellung    zu verhüten. Handgriff 63  und Gegengewicht 58 können zum Anfassen  bei der von Hand erfolgenden Schwenkung  des Behälters zwischen     Normalstellung    und       Ausgiessstellung    dienen. ..  



  Der     Giessformaufbau    13     (Fig.    2) weist  ausser der Giessform 15 einen aus Metall be  stehenden Aussenmantel 67 auf, der die  Aussenseite der Giessform 15 in einem Abstand  umgibt und der parallel zur Giessform liegt  sowie sich praktisch über die gesamte Länge  der Giessform erstreckt. Der Mantel 67 kann  an der Giessform mittels eines Stirnringes 68  am Düsen- oder     Einlassende    der Giessform       und    mittels einer     Endkappe    69 am gegen  überliegenden Ende der Form befestigt wer-    den. Die Kappe 69 weist einen ringförmigen  Sammelkanal 70 auf.

   Der Mantel 67 wird nahe  seinen entgegengesetzten Enden von Lagern  72 und 73 umgeben, die den     Giessformaufbau          auf    dem Gestell 10 tragen.  



  Zum Kühlen der Giessform 15 weist der       Giessformaufbau    mehrere     Rohrleitungen    74  auf, die auf der Innenseite des Mantels 67 in       Umfangsriehtung    verteilt sind und sieh vom  Endring 68 zur     Endkappe    69 erstrecken.  Ausserhalb des     Endringes    68 sind die Leitun  gen 74 von     Endkappen    75 geschlossen, wäh  rend die gegenüberliegenden Enden der Lei  tungen 74 mit dem     Sammelkanal    70 in Ver  bindung stehen. Eine     Zuführleitung    76 ist in  den Umfang der Endkappe 69 eingeschraubt  und steht mit dem Sammelkanal 70 in Verbin  dung, um Kühlflüssigkeit, z. B. Wasser, den  Rohrleitungen 74 zuzuführen.

   Zur wirksamen  und     kräftigen    Kühlung mit einer Mindest  menge an Wasser hat jede Rohrleitung 74  mehrere Sprühdüsen 77, die miteinander aus  gerichtet sind und in Längsrichtung auf Ab  stand stehen. Die Düsen sind zur     Aussenfläche     der Giessform 15 gerichtet. Der Abstand der       Leitungen    74 um die Giessform. 15 und der  Längsabstand der Düsen 77 auf den Leitun  gen ist so gewählt, dass die gesamte Giess  formfläche mit dem zu versprühenden Kühl  mittel bedeckt     wird.    Die Ableitung des Kühl  mittels auf den Mantel erfolgt über mehrere  in der untern Fläche des Mantels befindliche  Durchlässe 78. Das Kühlmittel fliesst über  diese Durchlässe in eine Auffangschale 79  und von dort zu einem Abzugsrohr 80.

   Die  Grösse der Kühlung kann natürlich dadurch  geregelt werden, dass der Zustrom des Kühl  mittels in der     Zuführleitung    zu den Rohr  leitungen 74 und den Düsen 77 geregelt wird.  



  Zur wirksamen und leistungsfähigen  Wärmeübertragung über die Wand der Giess  form 15 besteht die Giessform aus einem zylin  drischen Kupferrohr mit einer Wandstärke  genügender     Festigkeit,        beispielsweise    von       12;5    mm Dicke zum     Stranggiessen    von Alumi  nium mit einem Aussendurchmesser von etwa  50 bis 75 mm.

   Um die richtige Verschleiss  festigkeit zu erzielen und der Innenfläche der      Giessform 15 den richtigen     Oberflächenglanz     zu geben, wird die Innenfläche des     Kupfer-          zyiinders    nicht nur auf genaue Grösse geräumt  und poliert, sondern die Innenfläche wird  auch mit Chrom plattiert und dann     gehohnt          Lind    poliert, um eine verschleissfeste Ober  fläche zu erzielen, die beispielsweise eine  Dicke von 0,1 mm hat.  



  Ausser einem Polieren der     Innenfläche     der Giessform zur Herstellung eines guten  Oberflächenfinish auf den in der Giessform  erzeugten     Gussstücken    und zur Verminderung  der Reibung sowie der Haftneigung des       Giessmetalles    an der     Giessformfläche    wird  die Innenfläche der Giessform geschmiert.       Zn    diesem Zwecke wird während des  Giessvorganges von Zeit zu Zeit auf die       innere    Umfangsfläche der Giessform eine  abgemessene     Schmiermittelmenge    am Einlass  ende der Giessform aufgebracht.

   Bei der dar  gestellten Ausführung durchsetzt eine Schmier  mittelleitung 82 radial den Mantel 67 nahe  dem     Einlassende    der Giessform und steht mit  einem in der     Giessformwand    befindlichen Ka  nal 83 in     Verbindung.    Der Kanal 83 mündet  in den Giessraum an einer hinter dem Abgabe  ende der Düse 53 liegenden Stelle. Von dieser  Stelle breitet sieh das Schmiermittel über den  Umfang der Innenwand der Giessform aus  und kriecht     allmählich    nach aussen und längs  der Giessform, so dass eine wirksame      & hmie-          rung    der     Giessformfläche    während der Bewe  gung des     Metalles    erfolgt.  



  Um die Bewegung des Schmiermittels in  Längsrichtung der Giessform vom     Einlassende     zum     Auslassende    zu unterstützen, und aus  andern hier später erwähnten Gründen, wird  der Luftdruck am     Auslassende    der Giessform  und innerhalb des Schrumpfraumes vermin  dert. Zu diesem Zweck ist am     Auslassende    der  Giessform eine Kammer vorgesehen, die mit  einer Vakuumpumpe in Verbindung steht.  Ein Gehäuse 84 (Fug. 2 und 3) mit einer  zylindrischen Seitenwand 85 und mit Stirn  wänden 86 und 87 ist an der äussern Stirn  fläche der     Endkappe    69 befestigt, wobei eine  Dichtung 88 zwischen Endkappe 69 und Stirn  wand 86 vorgesehen ist. Fluchtende Öffnun-    gen 89 und 90 in den Stirnwänden 8<B>6</B> bzw.

    87 sind mit dem Innendurchmesser der Giess  form 15 ausgerichtet und sind etwas grösser  als dieser     Innendurchmesser,    so dass das das       Auslassende    der Giessform 15     verlassende        Guss-          stück    18 frei die Öffnungen 89 und 90 des  Gehäuses 85 durchsetzt. An der Oberseite des  Gehäuses ist ein     Rohranschluss    92 vorgesehen,  der mit dem Innenraum des Gehäuses in Ver  bindung     stellt    und an einer     Vaktlump-Limpe     angeschlossen werden kann.  



  An der äussern Stirnwand 87 des Gehäuses  84 und an der Seitenwand 85 des Gehäuses ist  ein Einsatz 93 angebracht, der eine Stirn  platte     9.1    und einen nach einwärts ragenden  Vorsprung sowie eine     kegelstumpfförmige          Prallplatte    95 aufweist, die konzentrisch zu  den Öffnungen 89 und 90 liegt und zum  Stirnende der Giessform 15 nach innen kon  vergiert. Die Aussenfläche der     Stirnplatte    94 _  liegt an der Stirnwand 87 an und hat einen  die Öffnung 90 umgebenden Ringkanal 96,  der einen Sammelkanal für den Zustrom einer  Kühlflüssigkeit, z. B. Wasser, zu mehreren.

    in Umfangsrichtung auf Abstand stehenden       Auslasskanälen    97 der Stirnplatte 94 bildet,  die so angeordnet sind, dass sie Kühlflüssig  keitsstrahlen nach innen zum     Gussstück    inner  halb der     Umgrenzungswände    der     Prallwand     95 senden. Eine Rohrleitung 98 ist     in        eine     Öffnung der Endkappe 87 eingeschraubt und  ist mit dem Kanal 96 ausgerichtet. Die Rohr  leitung kann an eine unter Druck stehende  Kühlflüssigkeit angeschlossen werden.  



  Der Innendurchmesser des Innenendes der       Prallwand    95 ist so gross,. dass er ungefähr  dem Durchmesser des das Stirnende der Giess  form 15 verlassenden     Gussstückes        entspricht.     Der Abstand zwischen Innenende der Prall  wand und     Giissstück    kann     beispielsweise    etwa  3 mm betragen.

   Die     Kühlmittelmenge,    die über  die     Auslasskanäle    97 zugeführt und in den  schmalen Raum zwischen     Gussstück    und  Innenende der     Prallwand    95 gerichtet. wird,  ist so gross, dass -eine wirksame Abdichtung  erfolgt, die den in der Öffnung 90 des Aussen  endes von Gehäuse 84 längs des     Gussstüekes     fliessenden nach innen gerichteten Luftstrom      so stark begrenzt, dass der     verminderte    Luft  druck in dem die     Prallwand    95 umgebenden  Raum eine Druckverminderung hervorruft,

    die während des normalen Arbeitens der Vor  richtung über die gesamte Länge des     Giess-          raiunes    wirksam ist. Da sich die     Prallplatte     95 bis nahe zur Wand 86 des Gehäuses und  dem Ende der Giessform 15 erstreckt, jedoch  von dieser Wand noch etwas auf Abstand steht,  wird das zwischen dem     Gussstück        und    der  Innenfläche der     Prallwand    95 fliessende Kühl  mittel um das Ende der     Prallwand    gelenkt,  und zwar infolge des verminderten Drucke  auf der Aussenseite der     Prallwand,

      und Kühl  mittel und     Kühlmitteldampf    werden aus dem  Gehäuse 84 über den     Rohranschluss    92 und  die     Vakuumleitung    abgeleitet.     Unterdruck    in  dem ausserhalb der     Prallwand    95 vorhande  nen Gehäuse 84 und die Bewegung der Luft  und des Gases aus dem     Auslassende    der Giess  form 15 verhüten ein Einsickern von Kühl  mittel in das     Auslassende    der Giessform.

   Das  Aufspritzen von Kühlmittel auf das die Giess  form verlassende     Gussstück    und das Ver  dampfen des Kühlmittels beim     Vorbeiströmen     des     Kühlmittels    an dem Stirnende der Prall  wand in den     Niederdruckraum    bedeutet ein  wirksames und ziemlich starkes Kühlen für  das nahe     Gussstück,    und zwar zusätzlich zu  dem     Kühlen,    das durch das     Kühlen    der Giess  form     hervorgerufen    wird.  



  Aus dem Gehäuse 84 wird das     Gussstück          zwischen    den Abzugswalzen 19 und 20     hin-          durchgeführt,-    die einen Teil der     Abzugsvor-          richtiuig    14 bilden, welche auf dem Gestell 10  im Abstand von dem     Auslassende    der Giess  form     und    dem Gehäuse 84 aufgestellt ist.  Die     Abzugswalzen    19 und 20     (Fig.    1) werden  von einer Antriebsvorrichtung, z. B. einem  Motor 99, angetrieben, der eine Antriebsver  bindung mit den Walzen über ein Drehzahl  untersetzungsgetriebe 100 und eine Übertra  gungsvorrichtung, z.

   B. eine Kette 102 hat,  die die Kettenräder 103     und    104 des Dreh  zahluntersetzungsgetriebes     bzw.    der Abzieh  vorrichtung 14 verbindet. Wenn auch die Ge  schwindigkeit des     Stranggussvorganges    und  das Herausziehen. des     Gussstückes    aus der    Giessform wesentlich von dem gegossenen Ma  terial und andern Faktoren, einschliesslich des  Durchmessers des     Gussstückes,    beeinflusst  wird, kann die Erzeugung eines Aluminium  gussstückes eines Durchmessers zwischen 50 mm  bis 70 mm mit der dargestellten Vorrichtung  bei einer     Geschwindigkeit    von über 240     em,Ii#Iin.     erfolgen.  



  Zur Erleichterung des Arbeitsbeginns der       Stranggussvorrichtung    wird eine     Metallsehiene     105 aus Stahl oder einem andern Metall hohen       Schmelzpunktes    verwendet, die im wesent  lichen durch Durchmesser des zu giessenden       Gussstückes    hat. Die Schiene 105 hat einen  kegelförmigen und mit Gewinde versehenen  Endabschnitt 106, der beim Anlassen der Ma  schine von dem     Auslassende    her in die Giess  form eingesetzt wird, so dass der Kegel- und       Gewindeabschnitt    in einem Abstand vom  Stirnende der Düse 36 steht.

   Die Schiene 105  hat eine solche Länge, dass das Aussenende der       Schiene    zwischen den Abzugswalzen 19 und 20  liegt, wenn sich das Kegel- und     Gewindeende     in der Nähe des Endes der Düse befindet. Mit  der in dieser Weise aufgestellten Schiene wer  den die Abzugswalzen angelassen und der  Vorratsbehälter wird mit so viel geschmolze  nem Metall beschickt, dass der Giessvorgang  beginnt. Beim     Zurückziehen    der Schiene 105  bildet sich das'     Gussstück    und das abgekühlte  und     ih    fester Form befindliche     Gussstüelz     folgt der Schiene 105 aus der Form zu den  Abzugswalzen.

   Die Schiene kann nach Aus  führung ihrer Aufgabe zum Anlassen des  Giessvorganges von dem Ende des     Gussstückes     abgenommen werden, indem das Schrauben  ende aus den entsprechenden Gewindegängen       herausgeschraubt    wird, die im     Anfangsende     des     Gussstückes    zu Beginn des     Gussvorganges     gegossen worden sind.  



  Aus der vorstehenden Beschreibung einer  Ausführung der Erfindung und ihres Arbeits  verfahrens ergibt sich, dass das Verfahren     zunz          Stranggiessen    aus folgenden Stufen besteht:       Zuführen    von geschmolzenem Metall zum Ein  lassende des gradlinigen     Gussformraumes    einer  aus Metall bestehenden     Gussform        -unter    einem  solchen Druck oder mit einer solchen Ge-           schwindigkeit,    dass der Arbeitsabschnitt der  Giessform mit Metall gefüllt wird;

   Ableiten  an Wärme aus dem in der Giessform befind  lichen Metall durch geregeltes Kühlen der  Aussenfläche der Giessform, um eine Erstar  rung des     Metalles    in der Giessform zu erzielen.,  und Zurückziehen des     Gussstranges    aus dein       Auslassende    der     (xiessform.    Die Arbeitsleistung  und die Eigenschaften des mit der vorstehend  beschriebenen Maschine     und    dein Verfahren  Hergestellten Erzeugnisses werden durch das  Schmieren der Innenfläche der Giessform ver  bessert, wobei das Schmiermittel nahe oder  an dem     Einlassende    der Giessform aufgebracht  wird.

   Schmiermittel, die zur Verwendung in  der Giessform geeignet sind, bestehen aus       Rüböl,    Rizinusöl, Mineralöl und einem Gemisch  von Öl und Graphit. Eine weitere Stufe des  Verfahrens, die das Arbeiten der Maschine  und die Eigenschaften der in der Maschine  hergestellten     Gussstränge    verbessert, besteht  darin, dass der Luftdruck am     Einlassende    der  Giessform so weit und so stark herabgesetzt  wird, dass der Unterdruck über die gesamte  Länge des     Giessforminnenraumes    wirkt,     uni     die hier beschriebenen Ergebnisse zu erzielen.

    Die Bewegung der Luft zum     Auslassende    der  Giessform infolge des auf das     Gehäuse    84 zur  Einwirkung gebrachten Vakuum     wird    durch  das innerhalb der Giessform erfolgende  Schrumpfen des     Gussstrangmetalles    während  des     Abkü.hlens    erleichtert. Die Bewegung der  Luft in der Giessform verbessert das Abkühlen       des    darin     befindlielien        Metalles.     



  Das mit dem erfindungsgemässen Verfah  ren und der Maschine hergestellte     Gussstück     hat ein gutes Korngefüge und ist praktisch  frei von Löchern und schädlichen Ober  flächenfehlern, Rissen oder Hohlräumen. Be  sonders das Schmieren der     Giessformfl'äche,     die in geregelter Weise erfolgende Verminde  rung des Luftdruckes innerhalb des Giess  raumes während des Giessens     sowie    die unter  den erwähnten     Bedingungen    erfolgende Küh  lung tragen zur     Verbesserung    der Korneigen  schaften des     Giessmetalles    bei.

   Der     zwischen     der     Giessformwand    und dem in der Giessform  befindlichen Metall während des Giessverfah-         rens    durchgeführte Luftstrom, oder Gasstrom  verbessert nicht nur die     Eigenschaft    des Giess  metalles, sondern regelt den Metallstrom zur  Giessform. Schliesslich ist noch darauf hinzu  weisen, dass eine Vorrichtung geschaffen  wurde, bei der der Beginn und das     Stillsetzen     des Giessvorganges verhältnismässig leicht aus  geführt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Stranggiessen von Metall in einer Giessform, gemäss welchem dem Ein lassende der Form geschmolzenes Metall und ein gasförmiges Medium zugeführt wird, das Metall während seiner Bewegung durch die Form gekühlt und zum Erstarren gebracht wird und danach am Auslassende aus der Form gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass am Auslassende der Form Vakuum ange wandt wird, um die Reduktion des atmosphä rischen Druckes durch die ganze Länge der Form und das Strömen des Mediums durch die Form zwischen derselben und dem Metall zu bewirken. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, . da durch gekennzeichnet, dass die Form im Be reich des Einlasses geschmiert wird und dass eine zur Erwirkung des Fliessens der Schmier mittel durch die Form gegen das Auslassende hinreichende Strömung des Mediums erzeugt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass in den in der Form zufolge Schrumpfung des erstarrenden Me- talles um diesen herum entstehenden Raun. ein gasförmiges Medium eingeführt wird. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass ein Medium einge führt wird, welches die im Einlassbereich der Form entstehenden Gase reduziert. PATENTANSPRUCH II Maschine zur Durchführi-mg des Verfah rens nach Patentanspruch I mit einer Giess form, mit Mittel zum Zuführen von Luft der Form am Einlassende derselben, mit einer das Auslassende der Form umgebenden Kammer, welche in Abstand von der Form eine Öff nung zum kontinuierlichen Durchziehen des Stranges aufweist, mit Dichtmittel zum Ab dichten des Stranges an einer in Abstand von der Form zwischen dieser und der Öffnung liegenden Stelle,
    mit zwischen dieser Dich tungsstelle und der Form angeordneten Mit teln zur Erzeugung eines Unterdruckes, da durch gekennzeichnet, dass die Dichtungsmit tel ein eine zur Durchführung des Stranges bestimmte von einer Kante begrenzte Öffnung aufweisendes Dichtungsorgan umfassen, sowie zur Ausfüllung des zwischen der Kante und dem Strang verbleibenden Spaltes mit Flüs sigkeit dienende Organe. UNTERANSPRÜCHE 4.
    Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Dichtungs organ eine Schikane aufweist, welche sich vom Bereiche der Öffnung der Kammer in diese erstreckt, zum Zweck, den Umfang des Stranges nahe der Form eng zu umgeben, wobei die die Flüssigkeit führenden Organe so ausgebildet sind, dass die Flüssigkeit in den Raum zwischen der Schikane und der Form von dem der Form abgekehrten Ende der Schikane eingeführt wird. 5.
    Maschine nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass am Auslassende der Form ein Gehäuse befestigt ist, das eine Öffnung aufweist, die mit der Auslassöffnung der Form einen Durchgang bildet, dass die Schikane ein Kegelstumpf ist, welcher am der Form abgekehrten Ende des Gehäuses be festigt ist, sich in das Gehäuse erstreckt und gegen das zugekehrte Ende der Form konver giert, dass im der Form abgekehrten Ende des Gehäuses zwischen der genannten Öffnung und der Schikane Einlassöffnungen vorgesehen sind zum Einführen von Kühlmittel in das Innere des Gehäuses innerhalb der Schikane,
    und dass Mittel zum Verbinden des obern Teils des Gehäuses mit einer Vakuumleitung zwecks Absaugen von Luft und Kühlmittel ans dem die Schikane umgebenden Teil des Gehäuses vorgesehen sind.
CH334392D 1955-02-04 1955-06-08 Verfahren und Maschine zum Stranggiessen von Metall CH334392A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3278999A (en) * 1964-02-04 1966-10-18 Mesta Machine Co Apparatus for continuous casting of metals

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