CH334441A - Uberstrom-Schutzeinrichtung mit stromabhängiger Kennlinie - Google Patents
Uberstrom-Schutzeinrichtung mit stromabhängiger KennlinieInfo
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Description
Überstrom-Schutzeinrichtung mit stromabhängiger Kennlinie Überstromrelais, deren Auslösezeit abhä.n- -in- von der Höhe des Stromes ist, sogenannte abhängige i'berstromrelais, haben die Auf gabe, elektrische Betriebsmittel gegen Kurz schlüsse und t'berlastungen zu schützen. Bei kleineren Strömen ist die Auslösezeit gross, bei grösseren Strömen klein.
Der Vorteil die ser Sehutzeinriehtung ist, dass vorüber gehende I'berlastungen, die die Anlage noch nicht. gefährden, nicht zur Abschaltung führen und trotzdem bei schweren Kurz se hlüssen schnellstens abgeschaltet werden kann. In bestimmten Netzformen ist es auch möglich, solche Relais als Staffelschutz zu veiivenden, um eine selektive Abschaltung der dem Kurmehluss am nächsten lie(yenden anlageteile zti erhalten.
Besonders in Netzen mit starkem und wenig veränderlichem Ge- neratoreinsatz, bei denen also die Höhe des Kurmehlussstromes praktisch nur von den Impedanzen des Netzes abhängt, ist. mit sol chen Relais eine gute Staffelung zu erreichen. Abhängige L'berstromrelais sind bisher nach dem elektromagnetischen Prinzip ausgeführt worden. Es sind Relais bekannt, die aus einem Elektromagneten bestehen, dessen Anker mit Verzögerungseinrichtungen, wie Federn oder Dämpfungen, versehen sind.
Ferner sind Ausführungen. bekannt, bei denen ein Elektromagnet. mit. zwei phasen verschobenen Flüssen eine Ferraris-Scheibe oder Ferraris-Trommel antreibt, deren Um- drehungszahl vom Strom abhängt. Alle diese Relaisarten erfordern zur Her stellung der gewünschten Genauigkeit mecha nisch komplizierte und sorgfältig hergestellte Ausführungen. Ausserdem ist. der Verbrauch verhältnismässig gross.
Zur Vereinfachung der Konstruktion hat man bereits bei andern Relaisarten vorgeschla gen, mit Hilfe von Widerständen und Kon densatoren die Zeitabhängigkeit zu erhalten. Diese arbeiten finit Gleichstrom und besitzen eine stromunabhängige Zeit.. Durch Verände rung der Widerstände kann man die Länge der erforderlichen Zeit beliebig einstellen. Bei diesen Anordnungen hat. sich aber als Nachteil, herausgestellt, dass die eingestellte Zeit von der angelegten Spannung abhängig ist-. Es müssen daher Massnahmen vorgesehen werden, um diese Spannungsabhängigkeit zu kompensieren oder die Spannung selbst. in engen Grenzen konstant zu halten.
Erfindungsgemäss wird nun eine Anord nung angegeben, die ebenfalls mit Wider ständen und Kondensatoren arbeitet, die aber die erwähnte Spannungsabhängigkeit dazu ausnützt., -tun eine vom zugeführten Strom abhängige Kennlinie zu erreichen. Die bei Relais mit fester Zeit. unerwünschte Ne benerscheinung, dass die Zeit von der Span nung abhängig ist, wird also zur Verände rung der Kennlinie selbst herangezogen. Da .auf diese Weise ein eine Ungenauigkeit be wirkender Ein:Fluss beseitigt wird, kann damit eine sehr genaue Arbeitsweise erreicht wer den.
In den Fig. 1 bis 3 sind Ausführun-s- beispiele des Erfindungsgedankens darge stellt. Fig. 1 zeigt die Schaltung mit einem magnetischen Relais, Fig. 2 die Schaltung mit einer Gasentladungsröhre. In Fig. 3 ist die Schaltung ohne besondere Gleichstromhilfs quelle gezeigt.
Der in der Starkstromleitung 1 fliel3ende Strom wird über den Stromwandler 2 der Sehutzeinriehtung über ein Ansprechrelais 3 bekannter Ausführung einem Hilfswandler zugeführt. Dieser übersetzt den Strom in eine etwa verhältnisgleiche Spannung. Der Se kundärkreis dieses Wandlers 4 wird durch das Ansprechrelais 3 eingeschaltet. Dadurch %vird die Spannung an den Gleichrichtersa.tz 5, der beispielsweise in Brückenschaltung ausgeführt ist, geleitet.
Auf diese Weise ent steht eine Gleichspannung, die dein Primär wechselstrom proportional ist. Diese Span nung wird nun an den Widerstand 6 und Kondensator 7 gelegt. :Bei der Schutzeinrich tung nach Fig. 1 lädt sich der Kondensator 7 bis zum Ansprechwert des Relais 8 auf. Dieses öffnet. den Ausschaltkontakt 9, so dass der Strom der Sekundärseite des Wandlers 2 durch den Auslöser 10 geht. und den Schal ter auslöst. Es ist natürlich auch möglich, am Relais 8 einen Einschaltkontakt vorzusehen und durch diesen eine Hilfsspannungsquelle an den Auslöser zu schalten.
Gleichzeitig mit dem Kontakt 9 wird auch der Kontakt. 16 iungeschaltet und der Kondensator 7 auf den Entladewiderstand 11 gelegt. Diese sofortige Entladung des Kondensators 7 ermöglicht eine sofortige Bereitschaft der Schutzeinrich tung bei gegebenenfalls nachfolgenden wei teren Fehlern. Bei der Rückstellung des Re lais 8 wird der ursprüngliche Zustand wie der hergestellt:. Die Kennlinie kann mit denn Widerstand 6 und 19 eingestellt werden. Man kann beide Widerstände hierbei gemein sam betätigen.
In Fig. 2 wird die am Kondensator 7 ent stehende Spannung an das Gitter der Ent ladungsröhre 17 gelegt, das normalerweise über den Gitterwiderstand l.2 eine ne\;-ati@-e Vorspannung besitzt. Die am Kondensator 7 entstehende Spannung wirkt dieser Vorspan- nung entgegen. Von einer bestimmten Höhe an kann die Röhre zünden, so dass Anoden strom fliesst, der den Auslöser 10 betätigt.. Der Kontakt 16 wird dann vom Auslöser 10<B>um-</B> geschaltet.
Die Anoden- und Gitterspann iui-@ wird über eine Gleichstromhilfsquelle gewon- nen (mit +, - und 0 bezeichnet).
Eine Anordnung mit Entladungsröhren ohne Gleichstromhilfsquelle zeigt Fig. '). Die Anodenspannung wird hier aus dem gleich- gerichteten Sekundärkreis des Hilfswandlers 5 genommen. Die Heizspannung wird über einen gesättigten weiteren Hilfswandler ? 4 gewonnen. Die Sättigung muss hierbei bereits beim Ansprechstronz des Relais 13 vorhanden sein. Für die Gitterspannung wird eine dritte Wicklung des Hilfswandlers 14 be nützt, die über einen Gleichriehtersatz 17 mit dem Potentiometer 18 belastet. ist.
Der Schleifer des Potentiometers ist mit der Ka thode der Röhre 13 verbunden. Der negative Pol wird über einen Gitterwiderstand 12 dem Gitter der Röhre 13 zugeführt. Die Clitter- spannung ist auf diese Weise einstellbar. Zur Änderung der Kennlinie kann auch der \','i- derstand 6 einstellbar gemacht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Lberstrom-Sehutzeinriehtung mit einer vom zugeführten Strom abhängigen Zeit kennlinie unter Verwendung von Wider- stands-Kondensator-Gliedern zur Gewinnung der Zeitverzögerung, dadurch ge kennzeich net, dass den Widerstands:-Kondensator-Glie- dern eine dem Primärstrom proportionale gleichgerielitete Spannung zugeführt., und die Dauer der Aufladung des Kondensators für die veränderliche Zeitverzögerung der Schutz einrichtung ausgenützt wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Überstrom-Schutzeinriehtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die am Kondensator entstehende Spannung einem Gleichstromrelais zugeführt wird. '2. überstrom-Schutzeinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die am Kondensator entstehende Spannung dem Gitter einer Gasentladungsröhre zuge- führt wird, das eine negative Vorspa.nnung besitzt..3. Überstrom-Schutzeinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass aurrr Widerstands-Kondensator-Glied gehö rende Widerstände einstellbar gemacht wer- clen, uni die Zeitkennlinie zu verändern.4-. Überstrom-Schutzeinrichtung nach Pa- tentansprueh und Untera.nsprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gleichstromrelais ein weiterer Widerstand vorgeschaltet wird, der ebenfalls veränderlich ist, und dass zur Einstellung der Kennlinie die Betätigung beider Widerstände (6 und 19) mechanisch I# ekuppelt ist. 5. Überstrom-Schutzeinriehtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Auslösung der Sekundärstrom des speisenden Wandlers benützt wird.6. L'berstrom-Schutzeinrichtung nach Pa- tentansprueh und Unteransprüchen 2, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Reizspan nung, Anodenspannung und Gittervorspan- nung für die Entladungsröhre ebenfalls aus dem Strom der Hauptwandler gewonnen wird.7. Überstrom-Schtitzeinriehtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 2, 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ge winnung der Gitter lind der Heizspannung ein weiterer lElfswandler benützt. wird, der beim Ansprechen des Ansprechrelais bereits gesättigt. ist.B. Überstrom-Schutzeinrichtung nach Pa- tentanspi-tieh und Unteransprüchen \?, 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, da.ss zur Ge winnung der Anodenspannung die Spannung am Hilfswandler (4) für die Speisung des Widerstands - Kondensator - Gliedes abgenom men ist und mit dem Strom im Stromwand ler proportional anwächst.9. Überstrom-Schutzeinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Ansprechen der Schutzeinrichtung der Kondensator des Widerstands-Kondensa- tor-Gliedes an :einen Entladewiderstand gelegt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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