Gerät zum Behandeln von Fleisch Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät zum Behandeln von Fleisch mit einem -in einem Stiel befestigten, mit Messern be setzten Messerträger.
Derartige Geräte sind bekannt, die z. B. einen plattenartigen, rechteckigen Messer träger aufweisen, welcher einseitig mit par allelen vorstehenden Messern besetzt ist. Diese bekannten Geräte dienen dazu, mit den Mes sern, die an ihren vorstehenden, freien Enden scharfe, kurze Schneiden aufweisen, gegen das zu behandelnde rohe Fleisch geschlagen zu werden, wobei die kurzen Schneiden in das Fleisch eindringen und Sehnen und sonstige zähe Fasern in demselben zerschneiden, ohne ;jedoch das Fleisehstü.ck an sieh zu zerklei nern. lein in dieser Weise behandeltes Fleisch ist nach dem Kochen oder Braten weicher.
yo dass auch mit Fleisch geringerer Qualität ein vorzügliches Gericht zubereitet werden kann. Ein wesentlicher Nachteil dieser be kannten Geräte besteht darin, dass die Messer bei Nichtgebrauch des Gerätes stets frei zu- @@äri-lich sind und daher leicht zu Verletzun gen bei unachtsamer Handhabung führen.
Ferner lässt sich nicht vermeiden, dass die Messer bzw. deren Schneiden bei der Behand- hing des Fleisches im Fleisch hängen blei ben, so dass das zii behandelnde Fleischstück nach jedem Schlag mit dem Gerät wieder von dem Messerrost getrennt werden muss, was unan-enehm und ausserordentlich zeitraubend ist. Das Gerät konnte sieh daher vor allem im Haushalt nicht einführen.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurden auch bereits Geräte vorgeschlagen, welche eine mit. Durchtrittsöffnungen für die Messer versehene Platte aufweisen, welche Platte bei Nichtgebrauch des Gerätes unter Federwir kung in einer Ruhelage gehalten wird, in welcher die Schneiden der Messer hinter der äussern Fläche dieser Platte liegen, also nicht. direkt berührt werden können. In der Ruhe stellung des Gerätes wirkt also diese Platte als Schutzplatte. Beim Aufschlagen des Ge rätes auf ein Stück Fleisch wird die Platte entgegen der genannten Federwirkung gegen den Messerträger zurückgedrängt und lässt die Messer nach vorn in das Fleisch austre ten, wobei die Platte auch als Niederhalte platte für das Fleisch dient.
Nach Beendi gung der Eindringbeweg-Ling der Messer in das Fleisch wird nun die Platte unter Feder wirkung gegen das Fleisch gepresst und die dabei am Messerträger angreifende Kraft zieht die Messer aus dem Fleisch zurück, so dass das Gerät. mühelos vom Fleisch entfernt werden kann. Die bekannten Geräte dieser Art sind jedoch so schwer und kompliziert aufgebaut, dass sie für eine Verwendung im Haushalt zu schwer und zu teuer und ausser dem zu Reinigungszwecken umständlich zu demontieren sind.
Das Gerät gemäss vorliegender Erfindung vermeidet die oben genannten Nachteile aller bekannten Geräte und ist vorzüglich für den Haushalt geeignet. Selbstverständlich ist es aber auch in Grossküchen und Metzgereien mit Vorteil verwendbar. Das erfindungs gemässe Gerät ist dadurch gekennzeichnet, dass am Messerträger ein ringartig ausgebildetes Halteorgan lösbar befestigt ist, in welchem eine mit. Durehtrittsöffnungen für die Mes ser versehene Platte lose und verschiebbar gehalten ist. Dabei soll unter ringartig nicht nur eine kreisrunde Form, sondern auch eine mehreckige Form verstanden sein.
Der Messer- träger kann daher zum Beispiel mehreckig ausgebildet sein, wobei das Halteorgan als entsprechend mehreekiger, am Messerträger zum Beispiel durch einen Schnappverschluss oder dergleichen befestigbarer Rahmen aus gebildet ist. Vorzugsweise wird der Messer träger eine runde Form haben, in welchem Falle das Halteorgan als Überwurfmutter ausgebildet sein kann, welche mitsamt der Platte zu Reinigungszwecken in einfachster Weise entfernt werden kann.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel des erfindungsgemässen Gerätes in Fig. 1 in Ansicht von unten mit teilweise weggebrochenen Teilen und in Fig. 2 in Seitenansicht, teilweise im Schnitt. nach Linie II-II in Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungs form der Messer des Gerätes.
Das dargestellte Gerät weist einen mit einem Griff 1 aus einem Cxussstück bestehen den schalenartigen Halteteil 2 auf, mit wel chem ein seheibenartiger Messerträger 3 mit tels Schrauben 4 fest verschraubt ist. Der Messerträger 3 ist. an seinem Umfange mit einem Gewinde versehen, mit welchem eine Überwurfmutter 5 mit. einer innern Ringnut 6 verschraubt ist. In der Ringnut ist eine runde, schalenartige Niederhalteplatte 7 lose und in vertikaler Richtung beweglich gehal ten.
In dem Messerträger 3 sind Bolzen 8 eingesetzt, die in unbelastetem Zustande durch je eine Feder 9 in die in Fig. 2 dargestellte untere Endlage gepresst werden und damit auch die Niederhalteplatte 7 in der darge stellten untern Endlage halten. Die Nieder- halteplatte 7 ist mit Schlitzen 10 versehen, in welche die mittels Bolzen 11 in Ausnehmun- gen des Messerträgers 3 befestigten Messer 1.2 gerade hineinragen, jedoch nicht durchragen, so dass die Messerklingen bei der in Fig. \? dargestellten Ruhelage der Niederhalteplatte 7 nicht berührt.
:erden können. Fig. 3 zeigt ein Messer des Gerätes in Seitenansicht. Die Löeher 13 dienen zur Befestigung des Messers im Messerträger mittels der Bolzen 11. oder, falls die Messer 12 direkt in den vorzugs weise aus Metallspritzguss oder Kunststoff bestehenden Messerträger 3 eingegossen wer den, mittels heim Giessen entstehender, durch die Löeher 13 durehragender Materialzäpf chen.
Die Schneide der Messer weist die aus Fig. 3 ersichtliche gezackte Form auf, wobei die Spitzen der Zähne 1.1. derart angesehlif- fen sind, da.ss zwei Einzelzacken entstehen. Es könnten aber aueh mehrere Einzelzacken pro Zahn der Schneide vorgesehen sein. Diese Form der Schneide gewährleistet ein gutes Erfassen und Zerschneiden der sehnigen Fleisehteile, die ohne Zacken an den Messer zähnen seitlich ausweichen könnten und nieh'i oder nur in geringerem Masse zerschnitten würden.
Zum (lebraueh wird das Gerät am Stiel 1 erfasst und mit nach unten gekehrter Nieder halteplatte 7 gegen ein auf einer festen Unter lage liegendes Stück Fleisch gesehlagen. Beim Auftreffen auf das Fleisch wird die Nieder halteplatte 7 nach oben gedrängt, wobei die Federn 9 komprimiert werden. Die Messer 12 treten dabei aus den Schlitzen 10 der Nieder halteplatte 7 nach unten in das zu behan delnde Fleisch aus und zerschneiden in dem selben zähe Sehnen und Fasern, ohne jedoch das Fleischstück an sieh zu zerkleinern.
Ist die Schlagenergie auf-ebraucht, so ist die Niederha.lteplatte ganz nach oben gedrängt und wird von den Federn 9 über die Stifte 8 mit, verhältnismässig starkem Druck gegen das Fleisch gepresst, was anderseits ein Rück ziehen der Messer 12 aus dem Fleisch bewirkt oder zum mindesten stark erleichtert. Das Gerät wird dann zu einem neuen Schlag angehoben, wobei sieh bei einem weiteren Schlag die oben beschriebenen Vorgänge wiederholen. Nach Gebrauch des Gerätes kann die Niederhalteplatte 7 durch Los schrauben der Überwurfmutter 5 in einfach ster Weise entfernt und gereinigt werden, in welchem Zustande auch die Messer 12 leicht mit einer Bürste gereinigt werden können.
Nach erfolgter Reinigung wird die Nieder- halteplatte mit der Überwurfmutter 5 wieder. aufgesetzt und die überwurfmutter 5 festge zogen, womit das Gerät zu neuer Verwendung bereit ist.
Sind die Messer 12 abgestumpft, so wird ein neuer Messerträger eingesetzt, was ent weder im Fachgeschäft, oder durch die Haus frau selbst rasch und einfach ausgeführt wer den kann.
Anstelle einer mit CTewinde versehenen l'berwurfmutter könnte auch ein entsprechen der Ring vorgesehen sein, welcher am Halte teil 2 oder am Messerträger 3 mittels eines Sehnappversehliisses oder mittels eines Bajo nettverschlusses lösbar befestigt werden könnte. Ist ein Schnappv erschluss vorgesehen, so könnte das Gerät auch eine andere, z. B. rechteckige oder quadratische Grundform aufweisen, und anstelle der Überwurfmutter könnte ein Rahmen entsprechender Form mit dem Querschnitt der Überwurfmutter ähn- liehem Querschnitt treten.
Die verschiedenen Teile des Gerätes, aus- renoinmen die Messer, Schrauben und Federn können vorzugsweise aus Metallspritzguss oder gegebenenfalls aus Kunststoff bestehen.