CH334613A - Elektrolyseur der Filterpressenbauart - Google Patents
Elektrolyseur der FilterpressenbauartInfo
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Description
Elektrolyseur der Filterpressenbauart Bei Elektrolyseuren der Filterpressenbauart dienen zur Ableitung der Gase und zur Rück führung des von den Gasen mitgerissenen Elektrolyten meist Kanäle, welche längs dureh das Zellenpaket hindurchgeführt und mit den betreffenden Räumen der einzelnen Zellen durch je eine Querbohrung verbunden sind.
Die Anschlüsse der Verbindungsrohre zwischen dem Zellenpaket und den Gasab- scheidegefässen pflegte man dabei in die Mitte des Elektrolyseurs zu legen, um damit mög- liehst kurze Strömungswege zwischen dem Zellenpaket und den. Gasabscheidern zu er lialten. Man kann dann auch den Querschnitt der erwähnten Längskanäle relativ klein wäh len..
Für den Anschluss der Verbindungsrohre wurde dabei eine sogenannte Mittelkammer in das Zellenpaket eingebaut; sie stellte für h.Iektx-ol5-seure der Filterpressenbauart bis- lier ein typisches Bauelement. dar.
lm Betrieb stand die erwähnte Mittelkam mer unter der halben Betriebsspannung; denn zur Erzielung einer möglichst hohen An- sehlussspannung pflegte man den einen Pol der Stromquelle an die linke Endplatte und den andern Pol an die rechte Endplatte des Elektrolyseurs zu legen. Unter dieser halben qpannung lagen daher auch die angeschlos senen Rohre und die Gasabscheidegefässe.
Die Herstellung einer solchen Mittelkam mer in der erforderlichen präzisen Ausfüh rung ist sehr teuer; überdies ist die Kammer für elektrolytische Korrosionen anfällig, und es lassen sich etwa notwendige Reparaturen nur nach Ausbau der Kammer durchführen.
Die Erfindung betrifft einen Elektroly- seur der Filterpressenbauart und ermöglicht. es, auf den Einbau einer solchen Mittelkam mer zu verzichten, ohne auch den Querschnitt der Gas- und Elektrolytkanäle vergrössern zu müssen. Weiterhin kann man hierbei die Schaltung so wählen, dass die Gasabscheide- gefässe und alle mit diesen verbundenen Rohrleitungen sowie beide Endplatten des Elektrolyseurs an Erde- liegen und daher ohne Gefahr berührt werden können. Die Er findung eignet sich insbesondere auch für Druckelektrolyseure.
Nach der Erfindung sind die längs durch das Zellenpaket hindurchführenden Gasab- leitungs- und Elekt.rolytrückführungskanäle an beiden Enden des Zellenpaketes mittels Rohrleitungen mit den Gasabscheidegefässen verbunden und die beiden Endelektroden des Zellenpaketes sind an den gleichen Pol der Spannungsquelle gelegt, während der andere Pol an die Mitte des Zellenpaketes angeschlos sen ist. Vorzugsweise wird hierbei der an die erwähnten beiden Enden des Zellenpaketes gelegte Pol der Spannungsquelle geerdet.
Bei der praktischen Anwendung der Er findung zeigt sich nun, dass der Strom nicht immer gleichmässig auf beide Hälften des Zellenpaketes verteilt wird, sondern vielmehr - je nach dem Gesamtwiderstand der ein zelnen Zellenblöcke - sehr verschieden hoch sein kann. Man kann aber eine gleichmässige Stromverteilung dadurch erzielen, dass man den Elektrolytrücklauf ungleichmässig auf die beiden Hälften des Zellenpaketes verteilt. Denn im allgemeinen wird der Elektrolyt vor seiner Rückführung in die Zellen gekühlt und mit Hilfe des gekühlten Elektrolyten kann man den Widerstand der beiden Hälf ten des Zellenpaketes ausregulieren und die Stromstärke gleichmässig verteilen.
Die Zeichnung zeigt schematisch ein Aus führungsbeispiel der Erfindung. Das aus den Zellen 1a, lb, 1c <B>...</B> aufgebaute Zellenpaket ist, durch eine einfache Mittelelektrode 6 in die beiden Hälften I und II unterteilt und durch die Zuganker 4 und deren Schrauben 5 zwischen den Endplatten 2 und 3 einge spannt. Über dem Zellenpaket I, II liegen die Gasabscheidegefässe, von denen nur das vordere Gefäss 8 erkennbar ist, welches z. B. zur Aufnahme des Wasserstoffes dient. Das vom mitgerissenen Elektrolyt abgetrennte Gas sammelt sich im Dom 9 und strömt über die Leitung 10 ab.
Der Gasabscheider 8 ist über die Rohre 11 und 12 mit beiden Enden des zugehörigen, längs durch das Zellenpaket hin durchgeführten Gasableitungskanals verbun den; ebenso ist das Gefäss 8 durch das Rohr 13 über ein Filter 15 und das Rohr 14 mit den beiden Enden des längs durch das Zellen paket hindurchgeführten Elektrolytrücklei- tungskanals verbunden. In gleicher Weise sind die Rohranschlüsse des zweiten, hinter dem Gefäss 8 liegenden Gasabseheidegefä.sses für Sauerstoff ausgeführt.
Statt den rücklaufenden Elektrolyten wie in der Zeichnung dargestellt - gemein sam durch ein Filter zu schicken, kann man natürlich auch an beiden Seiten des Zellen paketes je ein Filter vorsehen.
Die Trommeln 8 enthalten Kühlschlangen 18 mit den Zu- und Ableitungen 19, 19a. Wie man aus den gezeichneten Stroman schlüssen erkennt, liegen die den Endplatten 2, 3 vorgelagerten Endelektroden 7, 7a am gleichen Pol der Spannungsquelle. Der andere Pol der Spannungsquelle ist mit. der Mittel elektrode 6 verbunden. Der mit den Enden des Zellenpaketes verbundene negative Pol wird vorzugsweise geerdet.
Zur Regulierung der Stromverteilung sind in die Elektrolytrüeklaufleitung zwei regu lierbare Drosseln (Blenden) 20 und 21 ein gebaut, welche es gestatten, den Elektrolyt- rüeklauf in die beiden Hälften des Zellen paketes getrennt zu regeln und damit den Widerstand der beiden Zellengruppen I und <B>11</B> passend abzustimmen.
In der dargestellten Schaltung stellen die Rohre 11-13 und das Gasabscheidegefäss 8 einen Nebensehluss zu der Stromleitungs- schiene dar, welche die beiden Endelektroden 7, 7n miteinander verbindet.
Um eine Er wärmung dieser im N ebenschluss liegenden Rohre 1.1-1.3 durch vagabundierende Ströme mit Sicherheit zu verhindern, empfiehlt es sieh, die Endelektroden 7, 7a mit den Gas abseheidegefässen 8 über Stromsehienen 16, 1 7 zu verbinden, deren Widerstand erheblich geringer ist. als der Widerstand der Rohre 11--13, z. B. durch Kupfersch nenen.
Die beschriebene Anordnung eignet sieh besonders für Druekelektrolyseure der be schriebenen Bauart, da bei Druekapparaten die Zellen sehr schmal gebaut werden und man daher in jeder der beiden Hälften (I, II) des Zellenpaketes eine ausreichend grosse An zahl von Zellen unterbringen kann, um damit, zti genügend hohen Betriebsspannungen zu kommen. In der Praxis konnten in diesen beiden Hälften eines Druekelektrolyseurs je 250 Zellen untergebracht werden, so da.ss sich eine Betriebsspannung von etwa 450 Volt ergab.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Elektrolyseur der Filterpressenbauart, da durch gekennzeichnet, da.ss die längs durch das Zellenpaket (1, 1I) hindurchführenden Gasableitungs- und Elektrolytrüekführtings- kanäle an beiden Enden des Zellenpaketes (I, II) mittels Rohrleitungen (11-14) mit den (Iasabscheidegefässen (8) verbunden und die beiden Endelektroden des Zellenpaketes an den gleichen Pol der Spannungsquelle gelegt sind, während der andere Pol an die Mitte des Zellenpaketes (Elektrode 6) angeschlossen ist.L-NTERANSPRCCHE 1. Elektrolyseur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in die beiden Elek troly trüeklaufleitungen (13, 14) Drosseln (20, 21) eingebaut sind. 2. Elektrolyseur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gasabscheide- gefässe (8,) mit den Endelektroden (7, 7a) des Zellenpaketes (I, II) durch Metallschie nen (16, 17) verbunden sind, die einen klei neren Widerstand besitzen als die Rohrver bindungen (11-13).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH334613T | 1955-07-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH334613A true CH334613A (de) | 1958-12-15 |
Family
ID=4503239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH334613D CH334613A (de) | 1955-07-07 | 1955-07-07 | Elektrolyseur der Filterpressenbauart |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH334613A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0045583A1 (de) * | 1980-07-31 | 1982-02-10 | Ernst Spirig | Elektrolysegerät |
| WO1998000584A1 (en) * | 1996-06-28 | 1998-01-08 | E.I. Du Pont De Nemours And Company | Electrochemical cell having split fluid and current feed |
| WO2001098560A3 (en) * | 2000-06-22 | 2002-05-02 | John Lee | Electrolytic tank fro the electrolysis of a liquid |
| DE102022205237A1 (de) | 2022-05-25 | 2023-11-30 | Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Verfahren zum Betreiben eines Zellenstapels mit einer Anzahl übereinanderliegend angeordneter und gegeneinander abgedichteter elektrochemischer Zellen |
-
1955
- 1955-07-07 CH CH334613D patent/CH334613A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0045583A1 (de) * | 1980-07-31 | 1982-02-10 | Ernst Spirig | Elektrolysegerät |
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| DE102022205237A1 (de) | 2022-05-25 | 2023-11-30 | Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Verfahren zum Betreiben eines Zellenstapels mit einer Anzahl übereinanderliegend angeordneter und gegeneinander abgedichteter elektrochemischer Zellen |
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