CH334616A - Verfahren zum Betrieb eines elektrolytischen Wasserzersetzers - Google Patents
Verfahren zum Betrieb eines elektrolytischen WasserzersetzersInfo
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Description
Verfahren zum Betrieb eines elektrolytischen W asserzersetzers Bei der elektrolytischen Wasserzersetzung muss dein Elektrolyseur fortlaufend frisches Speisewasser zugeführt werden, um die in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltene Wassermenge zu ersetzen. Man benutzt hier für allgemein destilliertes Wasser.
Es ist nun bekannt; dass die Zellenspan nung von Elektrolyseuren nach längerer Be triebsdauer immer weiter ansteigt; hierdurch wird der Energieverbrauch für die Gaserzeu gung entsprechend erhöht. Untersuchungen des Erfinders haben nun gezeigt, dass die im destillierten Speisewasser enthaltenen Fest stoffe mindestens zu einem erheblichen Teil für diesen Anstieg der Arbeitsspannung ver antwortlich sind.
Destilliertes Wasser enthält nämlich im nier noch 5 bis 10 mg/1 feste Rückstände. Bei 2000 Amp./in2 Belastung werden nun in einem Elektrolyseur je m2 Elektrodenfläche jährlich etwa 2,5 m3 destilliertes Wasser zer setzt; hierbei bleiben jährlich 12;5 bis 25 g Feststoffe zurück, welche zum überwiegen den Teil kataphoretisch auf den Elektroden niedergeschlagen werden und dort eine Deck- Schicht auf den Elektroden bilden;
nach vor stehender Rechnung würde hierbei jährlich eine Deekschicht von etwa 0,0,5 mm Dicke auf diesen Elektroden aufwachsen.
Nun ist es bekannt, dass die Höhe der Überspannung von der Beschaffenheit der Elektroden abhängt und durch Schlamm abscheidungen auf deren Oberflächen erhöht wird. Es wurde daher vermutet, dass man durch gesteigerte Reinigung des Speisewassers den Anstieg der Überspannung wenigstens teilweise verhindern kann.
Eingehende Versuche haben diese Vermu tung bestätigt und gezeigt, dass man mit einem Speisewasser, welches weniger als 1 mg Feststoff/Liter enthält, zu wesentlich günsti geren Ergebnissen kommt. Zur Erzielung die ses Reinheitsgrades genügt jedoch eine Destil lation des Wassers nicht.
Erfindungsgemäss wird das. Speisewasser vor der Einspeisung durch eine mindestens zweifache Reinigungsoperation auf einen Troekenrückstand von weniger als 1 mg/1 ge bracht.
Zweckmässig wird das Speisewasser zu nächst destilliert und dann noch in einem Mischbettionenaustauscher nachgereinigt; der Feststoffrückstand geht hierbei auf weniger als 0;5 mg/1 zurück. Mit einem solchen Speise wasser können Elektrolyseure 10 Jahre lang Tag und Nacht betrieben werden, bevor die Schlammschicht die oben angegebene Dicke erreicht. Im Verlauf von 10, Jahren wird jedoch jeder Elektrolyseur mindestens einmal einer Demontage für Zwecke der Revision unterzogen, so dass bei dieser Gelegenheit die Elektrodenflächen gereinigt werden können.
Um die erzielte Wasserqualität aufrecht zuerhalten, ist es zweckmässig, das zweifach gereinigte Speisewasser auf seinem Weg zum Elektrolyseur durch eine Stickstoffatmosphäre vor Luftberührung zu schützen, weil es sonst Kohlendioxyd begierig aufnehmen würde. Dieses würde im Elektrolyten Karbonate bil den, welche dessen Leitfähigkeit herabsetzen. Um dies zu verhindern, werden zweckmässig alle Behälter und Apparateteile, in denen das Speisewasser mit Gasen in Berührung kommt, unter Stickstoffatmosphäre gesetzt.
Bei dem beschriebenen Verfahren wird das betriebsmässige Ansteigen der Zellenspan nung weitgehend unterdrückt; dies bietet er hebliche wirtschaftliche Vorteile, weil jede Verminderung der Überspannung eine lau fende Energieeinsparung ergibt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Betrieb eines elektrolyti schen Wasserzersetzers, dadurch gekennzeich net, dass das Speisewasser vor der Einspei sung durch eine mindestens zweifache Reini gungsoperation auf. einem Trockenrückstand von weniger als 1 mg(1 gebracht wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das Speisewasser zunächst destilliert und dann in einem Ionen- austauscher nachgereinigt wird.\?.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Speisewasser auf dem Wege zum Elektrolyseur durch eine Stickstoffatmosphäre vor Luftberührung ge schützt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH334616T | 1955-07-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH334616A true CH334616A (de) | 1958-12-15 |
Family
ID=4503241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH334616D CH334616A (de) | 1955-07-07 | 1955-07-07 | Verfahren zum Betrieb eines elektrolytischen Wasserzersetzers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH334616A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1979000145A1 (fr) * | 1977-09-14 | 1979-03-22 | Inst Biomedizinische Technik | Procede pour la desinfection de liquides et dispositif pour la mise en oeuvre du procede |
-
1955
- 1955-07-07 CH CH334616D patent/CH334616A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1979000145A1 (fr) * | 1977-09-14 | 1979-03-22 | Inst Biomedizinische Technik | Procede pour la desinfection de liquides et dispositif pour la mise en oeuvre du procede |
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