CH334843A - Verfahren zur Herstellung von Vitamin A - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vitamin A

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CH334843A
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Horst Dr Pommer
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Basf Ag
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  Verfahren     zur        Herstellung    von Vitamin A         Iss    sind bereits verschiedene Verfahren zur  Herstellung von Vitamin A und seinen bio  logisch wirksamen Abkömmlingen bekannt.  
EMI0001.0004     
    worin.     R    z.

   B. eine gegebenenfalls     veresterte     oder     verätherte        Oxymethylen-,        N-disubsti-          tuierte        Aminomethylengruppe,    eine     Carboxyl-,          ("a.i#boalkoxy        gruppe    oder einen niedrigen     ali-          phatisehen        Kohlenwasserstoffrest    bedeutet und  die     Doppelbindungen    der     Polyenseitenkette     teilweise, z.

   B. in der 7,8- oder     11,12-Stellung,          aueli    durch     Kohlenstoff-hohlenstoff-Dreifaeli-          bindungen    ersetzt sein können. Die Herstel  lung solcher Verbindungen     erfolgt    im allge  meinen in mehreren Stufen und wird dadurch  erschwert, dass die Zwischenstufen zu     Zerset-          zungen    neigen und dass leicht unerwünschte  Nebenreaktionen auftreten. Dementsprechend    Alle Verbindungen, die     vitamin-A-wirksam     sind, sind gekennzeichnet durch die     Gruppie-          rung       sind die Ausbeuten bei diesen Verfahren rela  tiv schlecht.  



  Es     wurde    nun gefunden, dass man in ein  facherer Weise und in     guten    Ausbeuten  Vitamin A erhält, wenn man     f-Ionon    mit  Hilfe einer metallorganischen Reaktion mit  einem Ester der Formel  
EMI0001.0033     
    kondensiert, wobei X ein Halogenatom, vor  zugsweise Brom, und     COOR    eine veresterte       Carboxylgruppe    bedeuten, das entstandene       Kondensationsprodukt    der Formel  
EMI0001.0037     
    
EMI0002.0001     
    entweder zuerst zum     11,

  12-Dehydrovitamin-A-          säureester    dehydratisiert und sodann in belie  biger Reihenfolge die     Carbonsäureestergruppe     zur     Carbinolgruppe    reduziert und die     Drei-          faehbindung    partiell hydriert oder zuerst die       Dreifachbindimg        partiell    hydriert, dann zum       Vitamin-A-säureester    dehydratisiert und hier  auf die     Carbonsäureestergruppe    zur     Carbinol-          gruppe    reduziert..  



  Der Vorteil des neuen Verfahrens gegen  über den bekannten Verfahren besteht darin,  dass man, ausgehend vom     ss-Ionon,    durch eine    einzige Kondensation und drei     einfaehe    Ver  fahrensstufen meist über neue Verbindungen  der     Vitamin-A-Reihe    zum kristallisierten  Vitamin A selbst     gelangt.    'Man hat     zw,-ir     bereits     ss-Ionon        naeh        Reformatsky    mit     1-1leth-          oxy        -3-methyl-6-brom-hexen-(2)-in-(4)    kon  densiert,

       doeh    konnte aus diesem Konden  sationsprodukt nie Vitamin A selbst erhalten  werden (vgl. 0.     Isler,        Chimia        .1,    1950, Seiten  <B>116 ff.).</B>  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung     lässt     sich durch folgendes Reaktionsschema wieder  geben:      Als mit, dem bekannten     ss-Ionon    umzuset  zende Reaktionskomponenten der Formel  
EMI0003.0002     
    sind beispielsweise die     Methyl-,        Äthyl-,        Benzyl-          ester    der     6-Broin-3-methyl-hexen-(2)-in-(4)

  -          s        t        'iure        L'        (yeei--net.        --        Diese        bisher        nicht        bekannten     Verbindungen kann man beispielsweise erhal  ten, indem man     aus    der     llagnesiumverbiir-          dung    des     Propargylalkohols    mit     Essigsäure-          anhydrid    das     Oxypropinyl-methyl-keton    her  stellt,

   dieses mit     Bromessigester    in Gegenwart  von aktiven     31etallen,    wie Zink, kondensiert  und das so erhaltene Produkt mit     Phosphor-          l!alog-eniclen    behandelt.  



  Die Kondensation mit     (3-Ionon    erfolgt     vor-          zu < --@sweise    unter Verwendung von Zink     (Re-          formatsky)    oder Magnesium, zweckmässig in  Lösungsmitteln, die vorteilhaft unter 110  C  sieden, wie Benzol,     Tetrahydrofuran,        Diäthyl-          ütlier,        Dipropyläther.     



  Das Kondensationsprodukt der Formel IV  wird aus dem Reaktionsgemisch zweckmässig  in der Weise abgetrennt, dass man es gege  benenfalls noch heiss, in z. B. mit. Phosphor  säure angesäuertes Eiswasser einträgt, die orga  nischen Verbindungen am besten durch Ex  traktion, z. B. mit Äther, abtrennt und das       Lö.sun-smittel    entfernt. Das Produkt IV wird       zweckmässig    weiter gereinigt, indem man es  zwischen zwei Lösungsmitteln, z. B.     Petrol-          äther    und     wässrigem    Methanol, verteilt oder       vorteilhafter    durch     Chromatographie,    z.

   B. an       Alurniniumoxydsäulen,        isoliert,    nachdem man  gegebenenfalls nicht umgesetzte Ausgangs  stoffe unter vermindertem Druck     abdestilliert     hat. Eine Reinigung des Produktes IV durch  Destillation ist zwar grundsätzlich möglich,  doch     wenio-er    ratsam, da es sieh dabei teil  weise zersetzt. Die folgenden Reaktionen wer  den nun in einer der drei genannten     Reihen-          fol-en    durchgeführt.  



  Der erste Weg     führt    zu den bisher unbe  kannten     11,12-Deliydrovitamin-A-säureesterii.     Diese     Dehydratisierung    wird zweckmässig in       Lösunzsmitteln.    wie     Benzol.        Toluol    oder Iso-         octan,    durch Behandeln mit den in der     Polyen-          ehemie    gebräuchlichen     Dehydratisierungsmit-          teln    durchgeführt, z.

   B. mit     p-Toluolsulfo-          sä.ure,    Jod,     Phthalsäureanhydrid,        Oxalsäure,          Essigsäureanhydrid,        Phenylisocyanaten,    sau  ren Salzen und Erden, Halogenwasserstoff  säuren, oder in Gegenwart organischer Basen,  wie z.

   B.     Pyridin    oder     Kollidin,    mit     Phosphor-          oxychlorid,        Phosphortribromid    oder     -ehlorid     oder     Thionylchlorid.    Der dabei erhaltene     11,12-          Dehydrovitamin        A-säureester        (VI)    kann durch       Hochvakuumdestillation,        Chromatographie     oder Verteilung zwischen Lösungsmitteln ge  reinigt werden.

   Man erhält dabei Gemische  verschiedener     stereomerer        Formen;    bei der       Dehy        dratisierung    von IV z. B. mit     Phosphor-          oxyehlorid    in Gegenwart von Basen, wie     Pyri-          din,    überwiegt die     cis-Konfiguration,    während  die     Dehydratisierung    mit     p-Toluolsulfosäure     oder Jod überwiegend zur     trans-Verbindung     führt.  



  Als nächste Stufe kann man nun die Ace  tylenbindung der     11,12-Dehydrovitamin-A-          säureester        (VI)    partiell hydrieren, wobei man  die     Vitamin-A-säureester        (VII)    erhält. Diese  Hydrierung kann in üblicher     Weise    erfolgen;  sie wird am einfachsten mit     Palladium-Träger-          Katalysatoren,    z.

   B. 1%igem     Palladium-Cal-          ciumcarbonat,        0,8%igem        Palladium-Barium-          sulfat,    mit     4%iger        Palladium-Kohle,    an die       Chinolin        absorbiert    ist, oder mit      Lindlar-Ka-          talysatoren ,    einem bleivergifteten Palladium  Katalysator     (Helv.        chim.    Acta, 35, 1952, 450),  in Lösungsmitteln, wie Alkohol,     Tetrahydro-          furan,    Essigester oder Benzol, durchgeführt.

    Auch mittels     Zink-Kupfer-Paar    kann die par  tielle Hydrierung erreicht werden. Da die  katalytische Wasserstoffanlagerung zur cis  Konfiguration des     Vitamin-A-säureester#s          (VII)    führt, ist es vorteilhaft, nach der par  tiellen Hydrierung zu     isomerisieren,    um die       all-trans-Konfigriration    zu erhalten; die all  trans-Verbindungen sind biologisch     wirksamer     als     cis-Verbindungen.    Die     Isomerisierung    der       eis-trans-Isomeren    des     Vitamin-A-säureesters     kann z.

   B. durch Sonnenlicht in An- oder Ab  wesenheit von Spuren Jod oder sauren Rea  genzien, wie     p-Toluolsulfosäure,    und eines Lö-           sungsmittels,    wie     Hexan    oder Benzol, erreicht  werden. Bevorzugt wird das Erhitzen einer  Lösung des zu     isomerisierenden    Vitamin-     A-          säureesters    in einem     unpolaren    Lösungsmittel  mit etwas .Tod.  



  Der so erhaltene,     überwiegend    in der all  trans-Konfiguration vorliegende     Vitamin-A-          säureester    ist ein zähes, gelbes Öl. Er kann  durch Destillation im Hochvakuum     (1lole-          kulardestillation)    oder     Chromatographie    wei  ter gereinigt werden.  



  Die Reduktion der     Vitamin-A-säureester          (VII)    zum     Vitamin-A-alkohol    (IX) mittels       Lithium-Aluminiumhy    drill ist bereits grund  sätzlich bekannt; sie gelingt auch mit dem in  Äther unlöslichen     Calcium-Aluminiumhydrid,     wenn man     Tetrahydrofuran    als Lösungsmittel  verwendet. Wird die Reduktion nicht. mit.

         äll-trans-Vitamirr-A-säureester,    sondern mit  einem     eis-trans-Isomerengemiseh    ausgeführt,  so erhält, man auch den     Vitamin-A-alkohol    als       Isomerengemisch.    Dieses lässt sieh in gleicher  Weise, wie in bezug auf den     Vitamin-A-säure-          ester    beschrieben, z. B. durch Erhitzen einer  Lösung in Gegenwart von Jod, in die     all-trans-          Verbindung    umlagern.  



  Erfolgt die     Dehydratisierung    des Konden  sationsproduktes IV vor der     partiellen        Absätti-          gung    der     Dreifachbindung    mit     Wasserstoff,    so  kann man die Verbindung     VI    auch zunächst  zu dem bisher nicht bekannten     11,12-Dehy        dro-          vitamin-A-alkohol    reduzieren und anschliessend  die     Dreifachbindung    partiell hydrieren.

   Die  Synthese verläuft dann über die     VerbindLln-          gen    der Formeln  
EMI0004.0040     
  
    IV <SEP> -<B>-></B> <SEP> VI <SEP> -- <SEP> VIII <SEP> -@ <SEP> IX.       Die einzelnen Stufen lassen sich dabei grund  sätzlich gleich durchführen.  



  Wie erwähnt, kann man ferner auch     über     die Verbindungen der Formeln  
EMI0004.0042     
  
    IV <SEP> -> <SEP> V <SEP> --> <SEP> VII <SEP> <U>-@-</U> <SEP> IX       zum     Vitamin-A-alkohol    gelangen.  



  Das Kondensationsprodukt (IV) kann in  der ersten Stufe mit den gleichen Katalysa  toren partiell     hy        driei-t    werden, wie sie vor  stehend für die 11,1.2-Dehz>dr@ovitamin-A-säure-         ester        (V1)    genannt. wurden; vorzugsweise be  nutzt man einen     ?,5 @i,en        Palladium-Barium-          sulfat-Katalysator    in alkoholischer Lösung.

    Die nach Anlagerung von 1     llol    Wasserstoff  an die     Dreifaehbindung    erhaltenen Verbindun  gen der Formel (V) können     durch        Chromato-          graphie    oder Verteilung zwischen Lösungs  mitteln, z. B.     Petroläther,        wässrigem    Methanol,  gereinigt werden. Diese Verbindungen     sincl     bisher nicht bekannt. -Man kann auch durch       Hoehvakuumdestillation    reinigen, doch er  folgt dann schon teilweise Wasserabspaltung  zum     Vitamin-A-säureester        (VII).     



  Die     Dehydratisierung    von V zum Vitamin-,       A-säureester        (VII)    kann in gleicher Weise,  wie beim Übergang von IV zu     VI    angeführt,  erfolgen. Auch hinsichtlich der     Isomeriever-          hältnisse    gilt das dort Gesagte.     Bevorzugt     ist die     Dehydratisierung    mit     p-Toluol-sulfo-          säure    in siedendem Benzol, wobei direkt     all-          trans-Vitamin-A-säureester        (VII)    anfällt.

   Der  Ester     VII    kann dann in üblicher Weise mit       Lithium-Alumirriumhydricl    oder besser mit       Calciunraluminiumhydrill    in     Tetrahydrofuran     in den V     itamin-A-alkohol    übergeführt     werden.     



  In den     fol-enden    Beispielen sind zum Teil  nur einzelne Stufen des Verfahrens beschrie  ben.  



       Beispiel   <I>1</I>  Zu einer Lösung, von 20 g     /3-Ionon        (1I)    in  50     eins    wasserfreiem     Tetralrydrofuran    gibt  man eine     Lösung        vorn    20-     6-Br-om-3-rnetlryl-          hexen-(?)-irr-(J)-säczreä.thylester        (III)        (Kp.o,o,     =     85-86 )    in 20     cm-'        wasserfreiem    Tetra  h7drofuran. Die Mischung trägt man in ein  Gefäss auf     7.3g    frisch mit Jod aktiviertes, etwa  50  heisses Zink ein.

   Unter schwacher Braun  färbung tritt sofort Reaktion ein, und im Ver  lauf des ziemlich schnellen Zulaufes bleibt das       Tetralrydrofuran    im Sieden. Man erhitzt  noch 5     Minuten    zum Sieden am     Rückfluss-          kühler,    giesst die noch heisse dunkle Lösung  auf Eis, dem 10%ige Phosphorsäure     zugesetzt     war, und rührt bis zur Lösung des entstan  denen Niederschlages durch. Das Reaktions  produkt wird mit Äther ausgeschüttelt, die  Ätherlösung mit Wasser neutral gewaschen  und über     Natriumsulfat        -etroeknet.    Der Äther      wird abgedampft und das zurückbleibende  dunkelbraunrote Öl im Kugelrohr destilliert.

         hei    0,001 mm Druck und 80-90      (Luftba(1-          temperatur)    destilliert nichtumgesetztes       Ionon    ab. Man erhält als     Rückstand    ein zähes,  rotbraunes Öl, das nahezu     vollständig    aus dem  Kondensationsprodukt (IV) besteht.  



       1)21e    Ausbeute beträgt 23 g, entsprechend       77 ()    der Theorie. Im     Ultraviolettspektrum          zeigt    IV ein Absorptionsmaximum bei 255     my     mit einer     Extinktion        E    =<B>12500.</B> Die     Zere-          witinoff-Bestimmung    zeigt 1.,05 aktive Wasser  stoffe.

   Mit     Antimontrichlorid    in Chloroform       (Carr-Price-Reaktion)    erhält man eine rote       Färbung.    Das so gewonnene Produkt kann  direkt für die weiteren Reaktionsstufen ver  wendet werden; man kann es aber auch zuvor  wie folgt reinigen:

   10     g    der Substanz werden  in     '2..'0    ein-'     Petroläther    gelöst und an Alumi  niumoxyd (standardisiert nach     Brockmann)          ehromatographiert    (Länge der Säule 60     ein,          Durchmesser    2,5     ein).    Mit     Petroläther    lassen  sich 0,4 g     eluieren,    die aus     ss-Ionon    bestehen,  während mit. Äther 8,5 g     eluiert    werden, welche   < las Kondensationsprodukt (IV) enthalten.

   Es  ist ein Hellgelbes, zähes Öl     (i",@L@    = 255       r    = 13200_).  



  <I>Beispiel</I>  12     g    des gemäss Beispiel 1 erhaltenen  rollen Kondensationsproduktes (IV) werden in  100     em.3    trockenem Benzol gelöst und unter  Einleiten von Stickstoff zum Sieden erhitzt.  Man gibt. 0,5 g     p-Toluolsulfosäure    zu und     er-          liit7t    weiter 50 Minuten am     Rückflusskühler.     Nach dem Erkalten wäscht man die dunkelrote       l.ösun;-    mit verdünnter     Natriumbicarbonat-          lösung    und Wasser.

   Anschliessend trocknet man  die Lösung mit Natriumsulfat und destilliert   < las Benzol unter vermindertem Druck bei  maximal 45      (Badtemperatur)    unter Stick  stoff ab. Der Rückstand ist ein zähes, rot  braunes Öl und zeigt ein     Liehtabsorptions-          maximum    bei 340 bis 345     my..    Die     Extinktion          f-    beträgt etwa. 20000.

   Die Ausbeute beträgt       \j,8        "'     Zur     Reinisolierung    des     11,12-Dehydro-          vitaniin-A-säureäthylesters        (V1)    löst man  9,7     g    in 30 ein-'     Petroläther    vom Siedebereich    50 bis 70  und     chromatographiert    die Lösung  an einer     Aluminiumoxydsäule    (standardisiert  nach     Brockmann)    von 60 cm Länge und  <B><U>"</U></B>,5 cm Durchmesser.

   Mit     Petroläther    wird ein  Vorlauf von 0,5 g     eluiert,    mit einem Gemisch  von     Petroläther/Benzol    im Verhältnis<B>9:</B> 1  erhält man 0,8 g     01.a,    = 280     mu;    mit     Anti-        e          monchlorid    in Chloroform zeigte sich eine hell  blaue Färbung).

   Die Hauptmenge von 4,5 g  folgt durch     Eluieren    mit     Petroläther/Benzdl    im       verhältnis    von 1:1 und ist reiner     trans-          1.1,12-Deliydrovitamin-A-säureäthylester        (VI);    c       2111,a1    = 343     my,        a    = 38000.  



  <I>Beispiel 3</I>  12 g des nach Beispiel 1 erhaltenen rohen  Kondensationsproduktes (IV) werden in 50     cm3     trockenem     Pyridin    und 30     em3    wasserfreiem       Toluol    gelöst und mit einem Gemisch aus  30     cm3    wasserfreiem     Toludl,    5     ems    trockenem       Pyridin    und 4 g     Phosphoroxyehlorid    langsam  versetzt. Es tritt heftige Reaktion ein. Nach  beendetem Eintragen wird noch 30 Minuten  auf. 90  erhitzt.

   Man giesst das Gemisch auf  eiskalte 10%ige Phosphorsäure und extrahiert  mit.     Petroläther.    Die     Petrolätherlösung    wäscht  man mit Wasser,     engt    sie nach dem Trocknen  mit Natriumsulfat auf 200     em3    ein und kocht  die Lösung anschliessend mit 0,4 g Jod 30 Mi  nuten unter Durchleiten von     Stickstoff        ain          Rückflusskiihler.    Das     Isomerisierungsgemisch     wäscht man man verdünnter     Natriumthiosul-          fatlösung    und Wasser und trocknet es über     f     Natriumsulfat.

   Nach     Abdestillieren    des Lö  sungsmittels im Vakuum erhält man 9,4 g  rohen     11,12-Dehydrovitamin-A-säureäthylester.            Beispiel   <I>4</I>  3 g des nach Beispiel 2 oder 3 hergestell-     8s     ten     11,12-Dehydrovitamin-A-säureäthylesters          (i"nax    = 343 mit,     e    = 38000) werden in 80     em3     wasserfreiem Alkohol gelöst und mit 1 g       0,8%igem,        vorhydriertem.        Palladium-Barüun-          sulfat-Katalysator    hydriert.

   Nach Aufnahme     9o     von 225     cm3    Wasserstoff, die innerhalb von  15 Minuten aufgenommen werden, wird die  Hydrierung abgebrochen. Der Katalysator  wird     abfiltriert    und anschliessend aus dem      Filtrat der Alkohol unter vermindertem Druck       abdestilliert.    Der Rückstand wird in 100     em3          Petroläther    gelöst und mit 0,2 g Jod 30 Mi  nuten unter Durchleiten von Stickstoff am       Rückflusskühler    gekocht.

   Das Gemisch wäscht  man mit verdünnter     Natriumthiosulfatlösung     und Wasser, trocknet es über Natriumsulfat  und     ehromatographiert    es nach Einengen auf  30 ein- an Aluminiumoxyd. Aus dem     Eluat     mit     Petroläther-Benzol    (1 : 1) werden 2,8 g       trans    - Vitamin - A -     säureäthvlester    erhalten       (2,""    = 348 bis 349     in,u:,    a = 48000). Mit       Antimontriehlorid    in Chloroform zeigt der  Ester eine weinrote Färbung mit violettem  Rand.

      In ähnlicher Weise erhält man den Vitamin  A-säureäthylester, wenn man 3 g des     11,12-De-          liydrovitamin-A-säureäthylesters        (VI)    in  60     cm3        thiophenfreiem    Benzol löst und nach  Zugabe von 1,5 g      Lindlar-Katalysator           hydriert.    Nach     Aufnahme    von 210     em3    Was  serstoff, die innerhalb von 90 Minuten ange  lagert werden, findet keine weitere Wasser  stoffaufnahme mehr statt. Es wird vom Ka  talysator filtriert und, wie oben angegeben,  aufgearbeitet.

   Die Ausbeute an     Vitamin-A-          säureester    beträgt 2,6 g.         Beispiel   <I>5</I>    4,5 g     des    nach Beispiel 2 oder 3 erhaltenen       o        trans-11,12-Dehydrovitamin-A-säureäthylesters          ((VI)    werden in 50     em3    trockenem Äther  gelöst und bei -20  C in eine ätherische Lö  sung, die 0,3 g     Lithium-Aluminiumhydrid     enthält, unter Rühren eingetragen.

   Man  rührt noch etwa 10 Minuten bei -10 bis  -15  C und zerstört dann den     i'berschuss    an       Lithium-Aluminiumhydricl    durch Zugabe von  ein paar Tropfen Essigester und zersetzt an  schliessend mit. 5 eins einer     wässrigen,    gesättig  ten     Ammonehloridlösung.    Von dem ausfal  lenden voluminösen Niederschlag filtriert man  die ätherische Lösung ab. Man trocknet das  Filtrat mit Natriumsulfat und destilliert dann  das Lösungsmittel ab. Man erhält 4,1 g     11,12-          Dehydrovitamin        A-alkohol        (VIII)    als Rück  stand.

   Der Alkohol     VIII    hat ein Absorptions-         inaximum    bei 317 bis 318     nun    mit. einer E1  tinktion von     e    = 33 000. Mit     Antimontrichlorid     ergibt er eine grüne, schnell in blau über  gehende     Färbung.     



  Löst man 2,5 g des so erhaltenen Alkohols       (VIII)    in 50     em3    wasserfreiem     Äther,    10 cm?,       trockenem        Pyridin    und lässt unter Kühlung  7 g     Acetylehloi-id    in 10     eins        wasserfreiem    Äther  langsam einfliessen, so erhält man nach 12stün  digem Rühren unter Stickstoff bei Zimmer  temperatur und     ansehliessendem    Aufarbeiten  in üblicher Weise (las     11,12-Dehydrovitainin-          A-aeetat.    Die Ausbeute beträgt 2,4 g.

   Zur  Reinigung wird das Acetat in 10     cm3        Petrol-          ätlier    aufgenommen und an     Aluminiumoxyd     (nach     Broekmann)        ehromatographiert.    Durch       Eluieren    mit     Petroläther    erhält man es als ein  fast farbloses<B>Öl.</B>  



  In analoger Weise lässt sieh aus 1 g des  Alkohols in 40     cm3    trockenem Benzol und  70     em3    trockenem     Pyridin    mit einer heissen  Lösung von 1,1 g     [3-Anthraeliinonearbonsä.ure-          ehlorid    in 15     em3    Benzol nach einstündigem  Kochen auf dem Wasserbad und anschliessen  dem Aufarbeiten der     ss-Anthrachinon-carboti-          säureester    erhalten.

   Er lässt sieh aus Aceton       umkristallisieren.    Die hellgelben Prismen vom  F. =     106-10711    C zeigen ein Absorptions  maximum von     A",,,1    =     3l.8-319        m/s    (e =     44    000).         Beispiel.   <I>6</I>  8 - des nach Beispiel 1 erhaltenen Konden  sationsproduktes IV werden in 60     cm3        thio-          phenfreiem    Benzol gelöst. und 2 g     -1%ige        Pla-          tin-Kohle    zugegeben.

   Das Gemisch wird 15     Ii-    $  nuten geschüttelt, von der Platin-Kohle fil  triert, das Filtrat mit 3 -      Lindlar-Kataly-          sator     versetzt und in einer Wasserstoffatmo  sphäre bis zur Aufnahme von 480     cm3    Wasser  stoff     (Korn)    geschüttelt. Die     Wasserstoff-    $       aufnahme    hört nach     Adsorption    der     bereeb-          neten    Wasserstoffmenge praktisch auf. Man  filtriert     vom    Katalysator ab.

   Das Filtrat  enthält den     Tetraenester        (V).       Man erhitzt die Lösung unter Durchleiten     9o     von Stickstoff     zum        Sieden    und gibt 0,4 g     p-          Toluolsulfosäure    zu, worauf unter     Aufsieden         und Abscheiden von     '4Vasseriröpfehen    Reak  tion eintritt, die durch weiteres Erhitzen unter       Rüekflusskühlung    zu Ende geführt. wird.

   Die  abgekühlte gelbrote Lösung wird mit     wäss-          riger        Biearbonatlösung    und Wasser gewaschen,  über Natriumsulfat getrocknet und das Lö  sungsmittel unter vermindertem Druck ab  destilliert. Man erhält als Rückstand 6,6 g  rohen     trans-Vitamin-A-säureäthylester        (VII)          (@,",a,    = 346 bis 348     m/c,        E    = 17000). Er gibt.  mit     Antimontriehlorid    in Chloroform eine  rote     Färbung    mit violettem Rand.  



  Zur Reinigung löst. man 6,4 g des Esters in  25     eni3        Petrolä.tlier    und     ehromatographiert    die  Lösung an einer mit aktiviertem     Aluminium-          oiyd    (nach     Broekmann    standardisiert) ge  füllten Säule von 60 cm Länge und 2,5     cm          1)urelimessei-.    Mit     Petroläther    lassen sieh 0,6  und weitere 0,8 g mit     Petroläther-Benzol-          Gemiseli    im Verhältnis 9:

  1     eluieren.    Die       llauptinenge    von 1,8 g wird mit.     Petroläther-          Benzol    im Verhältnis von 4 : 5     eluiert    und ist.  reiner     trans-Vitaniin-A-säureäthylester        (i,t"a,     = 349 m Y,     f    = 47000).  



       Wenn    man 1,8 g des reinen Esters in be  kannter Weise verseift (s.     II.    H.     Inhoffen    und  F. und     14T.        Bohlmann,        Ann.    568, 1950, 47), so  erhält man 1,2 g     trans-Vitamin-A-säure    vom  F. 178 bis 179<B>0</B> C.

    
EMI0007.0039     
    entweder zuerst zum     11,12-Dehydro-vitamin.-          A-säureester    dehydratisiert und sodann in be  liebiger Reihenfolge die     Carbonsäureester-          gruppe    zur     Carbinolgruppe    reduziert und die       Dreifaehbindung    partiell hydriert oder zuerst  die     Dreifaehbindung    partiell hydriert, dann    <I>Beispiel</I>  Man löst<B>0,8g</B>     trans-Vitamin-A-säureäthyl-          ester        (VII)

      in 20     cm3    wasserfreiem     Tetra-          hydrofuran    und tropft die Lösung zu<B>0,15g</B>       40%igem        Calciumaluminiumhydrid    in 50     cm3     wasserfreiem     Tetrahydrofuran,    wobei die Re  altionstemperatur von 5  C nicht überschritten  wird.

       rberschüssiges        Caleiumahiminiumhydrid     wird dann durch langsame Zugabe von 3 g  Essigester in 30     cm3        Tetrahydrofuran    bei etwa       5     und anschliessendem Eintragen von 2     em3     einer gesättigten     wässrigen        Ammonchlorid-          lösung    zerstört..

   Man filtriert vom Niederschlag  ab und     destilliert    vom Filtrat das Lösungsmittel  im Vakuum ab. plan erhält 0,6 g     Vitamin-A-          alkohol        (Am@Y    = 325 bis 326     my,    e = 38000).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Vitamin A, dadurch gekennzeichnet, dass man ss-Ionon mit Hilfe einer metallorganischen Reaktion mit einem Ester der Formel EMI0007.0072 wobei X ein Halogenatom und COOR eine Carbonsäureestergruppe bedeutet, kondensiert und alsdann das entstandene Iiondensation"#- produkt der Formel zum Vitamin-A-säureester dehydratisiert und hierauf die Carbonsäureestergruppe zur Car- binolgruppe reduziert.
CH334843D 1954-07-08 1955-06-02 Verfahren zur Herstellung von Vitamin A CH334843A (de)

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