CH335045A - Vorrichtung zur kontinuierlichen Umwandlung von Stärke in Glukose - Google Patents
Vorrichtung zur kontinuierlichen Umwandlung von Stärke in GlukoseInfo
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Description
Vorrichtung zur kontinuierlichen Umwandlung von Stärke in Glukose l::s sind viele Versuche gemacht worden, rin das ganze L mwandlungsverfahren . ein- ,cliliesslich der Heizung in einem Rohrkonver- rri- durchzuführen. Es hat.
sich aber als sehr sdiwicrig erwiesen, einen befriedigenden Ver- lattf des Verfahrens und eine befriedigende Qualität des Produktes zu erreichen, insbe sondere in bezug auf die Gleichartigkeit der 11 vd i'olyse.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die Umwandlung von Stärke Nelcr erfolgreich durchgeführt werden kann, wenn inan sowohl in der Heizungsstufe auch durch den Gelatinierungstemperaturbe- reich hindurch - als auch in der eigentlichen 1"niwancllung-sstufe in reinem Durehlaufver- faliren arbeitet,
und dabei einen einfachen liolirkonverter verwendet und einen hohen Druck als einen zusätzlichen kontrollierenden Faktor cles Hydrolisici'ungsprozesses einführt. Demnach kennzeichnet sieh die erfindungs- #emä.sse Vorrichtung durch eine Hinterein- ande.rsehaltung eines Wärmeaustausehers und eines Rohrkonverters, die ein zusammenhän gendes Rohrsystem bilden, Pumporgane, die dazu dienen, diesem Rohrsystem kontinuier lich Stärke zuzuführen, derart,
dass das Rohr system mit Stärke ganz gefüllt ist, sowie Steuermittel zur Steuerung des Ablaufes vom Rohrsystem, und die Verhältnisse derart sind, class der Stärkestrom auf einer Temperatur von über l00 C und auf einem den Druck von gesättigtem Dampf bei der erwähnten Temperatur wenigstens um soviel überstei genden Druck gehalten wird, dass an keiner Stelle des kontinuierlichen Stromes freier Dampf auftreten kann.
Die Erfindung soll im folgenden an Hand von in der Zeichnung dargestellten: Beispielen rj äher beschrieben werden.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Ausführungs form der Vorrichtung mit einem Rohrkon verter, Fig. 2 eine geänderte Ausführung des Auslaufendes des Rohrkonverters, Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen Wärmeaustauscher, Fig. 4-6 Querschnitte nach den Linien IV-IV, V -V und VI-VI in Fig. 3, Fig. 7 einen Längsschnitt durch einen Teil der Rohrleitung, in dem die Neutralisa tion vor sich geht, und Fig. 8-10 Querschnitte nach den Linien VIII-VIII,
IX-IX und X-X in Fig. 7. In Fig. 1 bezeichnet 2 eine Wanne, aus der eine gesäuerte Stärkeflüssigkeit oder ein gesäuerter Stärkebrei 4 mit Hilfe einer Pumpe 8, die durch ein Rohr 10 mit dem Boden der Wanne 2 verbunden ist, in die Rohrleitung 6 gepumpt wird. Der Stärkebrei kann der Wanne 2 von einer beliebigen Ver sorgungsquelle zugeführt oder in der Wanne selbst zubereitet werden. Das Säuern des Stärkebreies oder der Stärkeflüssigkeit ge- schiebt im allgemeinen mit Hilfe von Salz säure oder Schwefelsäure.
Doch können auch andere Säuren benutzt oder die Säure bei spielsweise ganz oder teilweise durch gewisse lIetallsalze ersetzt. werden.
Die Pumpe 8 kann vorteilhaft von hin und her gehender Art sein, wie z. B. eine Kolben- oder 14lembranpumpe, Lind sie kann mit. be kannten -Mitteln, wie eine Handhabe 12 aus , gestattet sein, um den wirksamen Hub der Pumpe und die in jedem Hub in das Rohr 6 eingepumpte Flüssigkeitsmenge regeln zu können.
Von der Rohrleitung 6 fliesst die Stärke durch den Wärmeaustauscher 1.1 in den Rohr konverter 15, der die Form eines spiralför migen Rohres hat, wobei letzterer und ein. Teil des Wärmeaustauschers 14: in einem iso lierenden Gefäss 16 eingeschlossen sind.
Vom i Rohrkonverter 15 fliesst die umgewandelte Stärke in einem Rohr 17, in das mit der Pumpe 19 kontinuierlich ein Neutralisat.ions- mit.tel eingepresst wird, und von da.
aus durch ein Ablaufsteuerorgan 18, wie z.B. ein Re duktionsventil, in eine Entspannungskammer 20, in der die Flüssigkeit durch Entspannung gekühlt wird, wobei der entwickelte Dampf gewünschtenfalls für Nutzzwecke abgeleitet wird. Schliesslich fliesst die aus der Entspan nungskammer 20 kommende Flüssigkeit durch ein Fallrohr 21 ab, dem mit Hilfe eines Zu fuhrapparates 23 ein Entfärbungs- und Klär mittel zugesetzt wird.
Der Wärmeaustauscher 14 ist in Fig. 3 detaillierter gezeigt. Der Wärmeaustauscher 14 umfasst ein Rohr 13, durch welches die Stärke strömt und das von einem Wärme mantel 22 umgeben ist, während ein inneres Heizrohr 24 sich der Länge nach durch das Rohr 13 erstreckt. Der Wärmemantel 22 und das innere Heizrohr 24 sind einer gemein samen Dampfversorgungsquelle angesehlos- sen. Diese könnten auch getrennt mit. Dampf gespeist werden. Ausser Dampf können be liebige andere Heizmittel verwendet werden.
Aus der Fig. 3 geht weiter hervor, dass das innere Heizrohr 24 in gewellter Bahn durch das Rohr 13 geführt ist. Durch eine solche Anordnung wird die durch das letzt genannte Rohr getriebene Stärke durchge rnischt. Diese Durchmischung trägt. dazu bei, dass alle Teile der Stärke gleiehmässig und schnell erhitzt werden.
Gewünschtenfalls kann das innere Heiz rohr schraubenförmig ausgebildet sein; es ist aber vorteilhaft, es abwechselnd in die eine und die andere Richtung zu biegen, wie es in Fig. 3 und in den drei (Auerschnitten in Fig. .1-6 veransehaulieht ist. Indessen, wird eine jede Unregelmässigkeit des innern Heiz rohres oder der Wand des Rohres 13 eine Durehmisehung der Stärke verursachen und dadurch gegenüber einer glatten zylindrischen Form des innern Heizrohres oder des Rohres 7 3 Vorteile zeigen.
Das innere Heizrohr 24 oder das Rohr 13 könnten auch Erweiterun gen oder Verengungen aufweisen, jedoch ist es am vorteilhaftesten, den Strömungsquer schnitt in der ganzen Länge des Rohres 13 im wesentlichen konstant zu halten. .Je nach den Abmessungen der Vorrielit.ung können mehrere innere Heizungsrohre 24 angewen det werden, die z. B. spiralförmig angeordnet sein können. Wenn die Pumpe 8, wie oben beschrieben, als eine hin und zui,üek gebende Pumpe ausgeführt ist, die der Stärke eine r-hythtniseli pulsierende Strönrun- erteilt, wird die Durchtnischung verbessert.
Bei dem gezeigten Beispiel kann das Ab laufsteuerorgan 18 ein Reduktionsventil sein, das so eingestellt. ist, dass es den Druck im Rohrkonverter auf einen: im voraus festge setzten Wert hält. An gewissen Stellen der Vorrichtung können Instrumente zum Kon trollieren des Zustandes der Stärke, z. B. Temperatur, Druck und und Ventile zur Entnahme von Proben für eine chemische oder andere Analyse angeschlossen sein.
Es ist. ein wichtiger Vorteil dieser Vor richtung, dass man, da zwischen dem Heiz- dampf Lind der Stärke keine Berührung statt findet, den Druck im Rohrkonverter auf einem Wert halten kann, der wesentlich höher ist als der Druck von gesättigtem Dampf bei der im Rohrkonverter herrschenden, Tempe ratur. Wesentliche Faktoren sind ausser detir Druck, die Temperatur, der Säuregehalt und die Behandlungszeit.
Wenn die zuletzt ge nannten Faktoren eine gewisse Grenze über schreiten, haben sie einen ungünstigen Ein fluss auf das Endprodukt, während der Druck sieh als ein nicht kritischer Faktor er -iesen hat.
Schon ein Druck von 50 % über (lern Druck von gesättigtem Dampf ergibt be deutende Vorteile, jedoch soll vorzugsweise ein Druck von mindestens 100 % über dem Druck von gesättigtem Dampf angewenjdet -erden. Die rhythmisch pulsierende Strö mung wird mit Hilfe der Pumpe 8 erreicht, .jedoch könnte man ein rhythmisch betätigtes Ablaufventil 18 benutzen. Es wird jedoch be merkt, dass die rhythmisch pulsierende Strö- inung nicht unbedingt notwendig ist.
In diesem Fall könnte die Pumpe auf bekannte 'eise zur Lieferung der Stärkeflüssigkeit bei einem im voraus bestimmten Druck eingerich tet werden, während das Ablaufventil gleich zeitig zur Regelung der Strömungsgesehwin- digkeit durch den Rohrkonverter, unabhängig Von dem in diesem herrschenden Druck, ein gerichtet werden könnte.
Wegen der kontinuierlichen) Arbeitsweise der Vorrichtung ist die vollständige Über waehung des Verfahrens und des resultieren den Produktes sehr einfach, indem man, ohne den Prozess zu unterbrechen oder in diesen einzugreifen, bloss Proben des resultierenden Produktes und eventuell des Produktes an zwisehenliegenden; Stellen der Vorrichtung zu analysieren braucht, um in -Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Analyse solche Nach regelungen vorzunehmen, die geeignet sind, um die gewünschte Qualität. des Endproduk tes zu sichern.
Die Umwandlung kann mit einem Mini i mum an Arbeitskraft ausgeführt werden, da die ganze Vorrichtung vorzugsweise automa- tiseh arbeitet. Ein weiterer Vorteil ist, dass es wegen der schnellen Erhitzung und des Durehmisehens der Stärke im Wärmeaustau- Seher möglich ist, ein verhältnismässig kon zentriertes Ausgangsmaterial zu benutzen, so dass nur eine verhältnismässig geringe Wasser- nienge aus dem Endprodukt entfernt werden muss um so mehr als die Erhitzung ohne Ver dünnung durch eingeblasenen Dampf ausge führt wird.
Die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform der Vorrichtung unterscheidet sich besonders von der in Fig. 1 gezeigten dadurch, dass die Entspannungskammer 20 durch einen. Kühl mantel 36 ersetzt ist, der einen Rohrabschnitt 35 unmittelbar nach dem Konv erterrohr um gibt.
Das N eutralisationsmittel wird in Form einer Lösung oder Aufschlämmung mit Hilfe einer Pumpe 42 mit. einer Regelungshandhabe 43 aus einer Wanne 40 in einen Rohrabschnitt 37 gepumpt, der dem Rohrabschnitt 35 folgt und senkrecht dazu steht.
Um eine wirksame Mischung der umge wandelten Stärke und des Neutralisations- mittels in dem Rohrabschnitt 17 (Fig. 1) oder 37 (Fig. 2) zu erreichen, kann letzterer wie in Fig. 7 gezeigt, ausgeführt sein. Aus dieser Figur ist. ersichtlich, dass ein Metall streifen 44 vorgesehen ist, der unregelmässig gewunden ist, wie aus den, Querschnitten in Fig. 8-10 hervorgeht.
Vorzugsweise ist der Streifen 44 abwechselnd in die eine und die andere Richtung gewunden und mit solchen Abmessungen ausgeführt, dass er in seinem gewundenen Zustand den Querschnitt. des Rohrabschnittes nicht vollständig ausfüllt, sondern nur an getrennten Stellen mit. der Rohrwand in Berührung kommt. Der Strei fen 44 teilt. somit den freien Querschnitt des Rohrabsehnittes nicht in zwei getrennte Hälf ten, sondern erlaubt im Gegenteil das Strömen der Flüssigkeit um seinen Rand herum. Auf diese Weise trägt. der Streifen sehr zur Er zeugung von unregelmässigen Strömungen bei, so dass er eine umrührende Wirkung auf die durch den Rohrabschnitt strömende Stärke ausübt.
Das für die Neutralisierung der umge wandelten Stärke erforderliche Adsorptions- und Klärmittel kann der umgewandelten Stärke zugesetzt werden. Man kann auch ein Adsorptions- oder Klärmittel mit einem Neu tralisationsmittel mischen und beide gemein- sain in den Strom von umgewandelter Stärke einführen.
Das Adsorptionsmittel kann z. B. in der Neutralisationsflüssigkeit im Behälter 40 auf geschlemmt. werden. Fig. \_' veranschaulicht mit punktierten Linien, dass eine Suspension des Adsorptionsmittels in den Rohrabschnitt 37 in einem nachfolgenden Punkt aus einem besonderen Behälter 46 durch ein Rohr 18 mit Hilfe einer Pumpe 50 eingeführt werden kann. Ebenso wie die Pumpe I-? kann auch diese Pumpe eine kontinuierliche sein, ist aber vorzugsweise von der pulsierenden Art.
Der Rohrabschnitt 37 (Fig. 7) wird dann eine innige Mischung des Adsorptionsmittels mit der umgewandelten Stärke sichern.
Der Reinigungsprozess kann ganz oder teil weise durch eine auf bekannte Weise vorge nommene Behandlung in einem Ionen,austau- scher ersetzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur kontinuierlichen C-ni- wandlung von Stärke in Glukose, gekenn zeichnet durch eine Hintereinanderschaltung eines Wärmeaustauschers und eines Rohrkon verters, die ein zusammenhängendes Rohr system bilden, Pumporgane, die dazu dienen, diesem Rohrsystem kontinuierlich Stärke zu zuführen, derart, dass das Rohrsystem mit Stärke ganz gefüllt ist, sowie Steuermittel zur Steuerung des Ablaufes vom Rohrsystem, und die Verhältnisse derart sind,dass der Stärke strom auf einer Temperatur von über 100 C und auf einem den Druck von gesättigtem Dampf bei der erwähnten Temperatur wenig stens um so viel übersteigenden Druck gehal ten wird, dass an keiner Stelle des kontinuier lichen Stromes freier Dampf auftreten kann. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Konverter ein Druck vorliegt, welcher denjenigen von ge sättigtem Dampf um wenigstens 50 1/a über steigt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Wärmeaustau- Seher für die 1)urchströmung der Stärke einen im Querschnitt. ringförmigen.Leitungsab schnitt aufweist, dessen Aussen- und Innen wand beheizt sind. 3. Vorrichtung nach t nteransprueh \?, da durch gekennzeichnet, dass die Innenwandun gen des Wärm.eaustausehers, welche den Strö- niungsi@auiii begrenzen, derart gebildet sind, dass sie eine Misehwirkun- auf die durch den Strömungsraum (getriebene Stärke ausüben. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch ?, da durch gekennzeichnet, dass der Wärmeaustau- scher ein Rohr, durch welches die Stärke ge trieben wird, einen dieses Rohr umgebenden Wärmemantel und ein im Innern dieses Roh res in dessen Längsrichtung angeordnetes inneres Heizrohr aufweist. Vorrichtung nach Unteransprüchen 3 und 4, dadurch\ gekennzeichnet, dass die Mischwirkung durch die Formgebung des innern Heizrohres erzeugt wird. 6.Vorrichtung nach Patentansprueli, da: durch gekennzeichnet, dass die Pumporgane und Ablaufsteuerinittel so ausgeführt sind, dass sie der Stärke eine rliythin.iseh pulsie rende Strömung erteilen.. 7. Vorrielitung nach Unteransprueli 6, da durch #-ekennzeichnet, dass die Pumporgane hin und her gehender Art sind. B.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Rohrkonver ter ein finit einer Isolierung uni-ebendes Rohr aufweist und dass der Wärmeaustauseher sieh ins Innere der Isolierung- erstreckt.9. Vorrichtung nach Patentansprueli, ge kennzeichnet durch Mittel für den kontinuier lichen Zusatz eines Klär- oder Entfärbungs- mittels zum genannten Rohrsystem an einer Stelle nach dem Rohrkonverter. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch Mittel für den konti nuierlichen Zusatz eines Neut.ralisationsm.it- tels zu dem genannten Rohrsystem an einer Stelle nach dem Rohrkonverter.
Applications Claiming Priority (1)
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