CH335070A - Verfahren zur Herstellung von Cyanursäure aus Harnstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cyanursäure aus Harnstoff

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CH335070A
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cyanuric acid
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Marullo Gerlando
Baroni Alessandro
Garlanda Tiziano
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Montedison Spa
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  Verfahren     zur        Herstellung    von     Cyanursäure    aus Harnstoff         Gegenstand    vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung von     Cyanur-          säure    durch Erhitzen von Harnstoff in     C#e-          genwart    von Schwefelsäure, die als Katalysa  tor wirkt.  



  Es wurden verschiedene Methoden zur  Herstellung der     Cyanursäure    vorgeschlagen,       zum    Beispiel die Hydrolyse des     Cy        anur-          clilorides;    die Wirkung der verdünnten Essig  säure auf eine     Kalievanatlösung,    welche die  Bildung des     1Ionokaliumeyanur        ates    zur Folge  hat  
EMI0001.0017     
         aus    welchem sieh die     Cyanursäure    durch     Wir-          kung    von Mineralsäuren befreit;

   die Erhit  zung auf ungefähr 200 C des rohen Reak  tionsproduktes zwischen.     Phosgen        Lund    Ammo  niak; die     Behandlung    des Harnstoffes mit  Chlor bei 130 bis 140 C (Englisches Patent  Nr.<B>570515,</B> Imperial     Chemical        Industries)          ode'    mit     wasserfreiem    Zinkchlorid bei 170  bis 220  C     (Hands.        Soe.        Chem.        Ind.    67     [1948-1,     <B>66-69)</B> usw.  



  Alle diese     Methoden    geben     jedoeli    niedere       :lusheuten    und sind zudem ziemlich kompli  ziert auszuführen. Dasselbe kann man über       die        Methode    des englischen Patentes Nummer       416599    vom 8.5.1933     Lind    Zusatz     Nr.443119     vom 19.3, 1936 der I.

       G.    Farbenindustrie       @@l@,ell.        w(llelie    als Rohstoff das Allophansäure-         ehlorid    verwendet, das einige Stunden auf  ?90  C in Anwesenheit eine     inerten    Lösungs  mittels unter Rührung erhitzt wird, sowie  auch über die Methode des amerikanischen  Patentes Nr.<B>2537316</B> vom<B>2</B>6.10.1950 von  J. S.     Mackay,        American        Cyanamid    Co., welche  auf das Schmelzen des     Harnstoffes    mit gro  ssen Mengen eines     Ammoniumhalogenides    bei  200 bis     250     C beruht.  



  Es hat, sieh nun gezeigt, dass, wenn man  Harnstoff mit Schwefelsäure vermischt und  das Gemisch bis auf, 200  C erhitzt, der Harn  stoff mit. sehr hohen Ausbeuten in     Cy        anur-          säure    umgewandelt wird.

   Ferner hat sieh  auch gezeigt, dass man durch weiteres Er  hitzen der halbfesten Masse, die man     durch     Erhitzung des Harnstoffes mit Schwefelsäure  auf 120 bis 1.40" C erhält, bis auf 180 bis  200  C eine vollständige     T?mwandlung    des  freien Harnstoffes in     Cyanursäure,    mit     Aus-          beuten,        die        90        %        übersteigen,        auch        bei        Anwen-          dung    von     nur    kleinen     Sehwefelsäuremengen,

       erreicht. Es ist deshalb anzunehmen, dass die  Schwefelsäure     auf    die     Cyclisierung    des Harn  stoffes in     Cyanursäure    eine     katalytische    'Wir  kung ausübt.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist somit  dadurch     gekennzeichnet.,    dass man Harnstoff  in     Gegenwart    von Schwefelsäure erhitzt.  



  Dieses Verfahren weist den Vorteil auf,  die Herstellung der     Cyanursäuire    mit hohen       Ausbeuten    unter Verwendung sehr     einfaelrer         Apparaturen zu gestatten; sie kann nämlich  durch einfaches Erhitzen der     Reagenten    un  ter Rührung bei gewöhnlichem Druck vor  genommen werden, wobei sich die der gebil  deten     Cyanursäure    entsprechende Ammoniak  menge entwickelt.

   Gegenüber den bis jetzt  bekannten Verfahren weist es den weiteren  Vorteil auf, keine bedeutenden Korrosionen  zu verursachen, sei es wegen der niederen Ar  beitstemperatur - im allgemeinen     höchstens     200  C - sei es, weil die gasförmigen Re  aktionsprodukte in dem Masse, wie sie sieh  bilden, abgeführt werden können. Es ist daher  möglich, auch mit nur einfach emaillierten  oder     verglasten    Reaktionsgefässen zu arbei  ten, wenn man nicht versilberte,     oder    mit.  speziellen     Legierungen,    wie      Hastelloy    C   leingetragene Marke), ausgekleidete Apparate  verwenden will.

   Als Reaktionsendprodukte  erhält man pulverige     Cyanursäure    und Am  moniumsulfat, die leicht ausgetragen     und     durch     AuslaugLing    mit W     asser    abgetrennt.  werden können, da     Cy        anursäure    bei Raum  temperatur in Wasser praktisch unlöslich ist.  



  Die so gewonnene     Cyanursäure    ist für ihre  normalen Anwendungszwecke genügend rein.  Sie kann zum Beispiel durch Erhitzung mit  Ammoniak in     Melamin    umgewandelt werden  oder bei der Herstellung von harzartigen Pro  dukten von     aliphatischen        Nitrilen    usw. ver  wendet werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  Ein Gemisch von 3     Mol    Harnstoff und  1,5     Mol    Schwefelsäure (zum Beispiel zu 66   B6) wird langsam bis auf 120 bis     140     C er  hitzt: Kohlendioxyd wird entwickelt, und die  Temperatur steigt spontan auf 160  C. Die  erzielte halbfeste Masse wird dann 5 Stunden  lang bei 200  C erhitzt; in dieser Phase wird  Ammoniak entwickelt. Das gewonnene Pro  dukt wird abgekühlt und mit einem Liter  siedendem     Wasser    ausgelaugt. Nach der Ab  kühlung erhält man eine     Ammoniumsulfat-          lösung    und einen     iuilösliehen    Rückstand, der  durch     Filtrierung    abgeschieden wird.  



  Der unlösliche, 64 g wiegende Rückstand       hat        einen        Stickstoffgehalt        von        31,1%        (theo-          retisch    für     Cyanursäure    32,54 0/0).

      Da man von den 1,5     Mol    des zur     Verfügung          stehenden        Harnstoffes        (1,5        Mol    werden durch  die 1,5     Mol    Schwefelsäure in     Ammoniumsul-          fat    umgewandelt) 64,5     g-        C'yanur@säur    e erhal  ten sollte, ist die Ausbeute     99,20/e.     



       Beispiel   <I>.?</I>  Man arbeitet nach     dem    Beispiel 1,     wobei     man aber     -1        Mol    Harnstoff und     1,:5        Mo1    Schwe  felsäure     verwendet.    Man erhält als     Rückstand     106 g     Cy        anursäure,    gegenüber der theore  tischen Menge     von    107     #.;-.    Die     Ausbeute    ist       daher        99        %.     



  <I>Beispiel 3</I>       Man    arbeitet nach der in den     vorausgehen-          den    Beispielen angegebenen Weise, vorausgehen  den man aber ein     (-xeiniseli    von 1,5     1Io1    Schwefel  säure und 9     11o1        1larnstoff        verwendet.    Man  erhält 320     g        Cyanursäure.    Da die     theoretisch     gewinnbare     Men        ue    322,5     g    ist,

   ist in diesem       Falle        die        Ausbeute        99,2        %.     



  <I>Beispiel</I>     1-          Die        Arbeitsweise    der     vorausgehenden    Bei  spiele wird wiederholt, wobei aber eine     Mi-          sehun < ,-    von 30     Mol        lIai-nstoff    und 1..5     11o1     Schwefelsäure     verwendet    wird.  



  Man erhält. 1105     g        Cyanursäure,        welche          900/9    des theoretisch     !ewinnbai-eii    Produktes       (1'225        --)        entspricht.     



       Beispiel   <I>5</I>  Wenn man wie in den     vorausgehenden     Beispielen arbeitet, jedoch mit einem     Cremiseh     von 150     Mol    Harnstoff     und    1,5     Mol    Schwefel  säure, erhält man     57-18        g        Cyanursäure,    die       90        %        des        theoretisch        gewinnbaren        Produktes     (6387 g) entsprechen.

   Der     Stickstoffgehalt    des       Produktes        beträgt        31.%.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Cy anur- säure, dadurch gekennzeichnet, dass man Harnstoff in Gegenwart von Schwefelsäure erhitzt. UNTERANSPRCCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schwefelsäure EMI0003.0001 in <SEP> 1lengen <SEP> zwisehen <SEP> 1 <SEP> und <SEP> 15 <SEP> yTol <SEP> pro <SEP> 1001VIol <tb> Harnstoff <SEP> verwendet <SEP> wird. <tb> <B><U>'</U></B>. <SEP> Verfahren <SEP> naeh <SEP> Patentansprueli. <SEP> da (lurch <SEP> -gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Erhitzung <SEP> bei <tb> gewöhnlichem <SEP> Druck <SEP> und <SEP> bei <SEP> einer <SEP> Tempera tur <SEP> zwiselien <SEP> 150 <SEP> und <SEP> ?00 <SEP> C <SEP> erfolgt. <tb> 3. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentansprueh, <SEP> da dureh <SEP> 1-el:
    eiinzeiehnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> her-estellte Cy anursäure von der Reaktionsmasse durch Auslaugen mit kochendem Wasser und Aus kristallisierung des Produktes durch Kühlung der Lösung abgetrennt wird.
CH335070D 1954-07-01 1955-06-30 Verfahren zur Herstellung von Cyanursäure aus Harnstoff CH335070A (de)

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