Gerät zur Bestimmung der Schiesselemente Gegenstand der Erfindung ist. .ein Gerät zur Bestimmung der Schiesselemente, mit einem durch ein Netz von Flugbahn- und Flugzeitkurven gebildeten ebenen Schuss- tafeldiagramm,
dessen Abszisse die Horizon taldistanz und dessen Ordinate die Höhen differenz zwischen Geschiitz und Ziel dar stellen und welches Schusstafeldiagramm mit der Abszissenaehse in die Richtung der Grtndrissprojektion der Schussrichtung dreh bar ist, sowie mit zwei auf der Diagramm ebene parallel zu je .einer Diagramm-Koordi- natenachse verlaufenden und in und entgegen der Richtung der andern Koordina.tenachse einstellbaren Zeigern,
die sich überschneiden und deren Schnittpunkt den massgebenden Diagrammw ert bestimmt. Geräte dieser Art ermöglichen gewissermassen eine geometrische seitenwinkelget.reue Reproduktion der Stand orte von Geschütz und Ziel und daraus eine rein mechanische Auffindung von Elevation und Tempierung aus dem Schussta.feldia- granim. Den gebräuchlichen Schussta.feln lie gen jedoch eine normale Anfangsgeschwindig keit des Geschosses und ein normales Luft gewicht zu Grunde,
welche Grössen in der Wirklichkeit Veränderungen unterliegen, indem die wirkliche Anfangsgeschwindigkeit durch die Rohrabnützung, die momentane Temperatur der Pulverladung, die Pulver sorte und deren Alter, und das wirkliche Luftgewicht durch den Luftdruck, die Luft temperatur und die Luftfeuchtigkeit bedingt sind. Die Abweichungen von den den Schuss tafeln zu Grunde liegenden Normalwerten, das heisst die Störeinflüsse, mussten bisher in ihrer Wirkung auf Elevation und Tempie- rung rechnerisch berücksichtigt werden, was erhebliche Fehlergefahren in sich schloss.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist zur Berücksiehtigung von im Sehusstafeldiagramin nicht vorgesehenen Störeinflüssen zu jedem der Zeiger eine Korrekturvorrichtung mit linearem Leitmittel vorhanden, welches in einer zur Diagrammebene parallelen Ebene einstellbar ist und an welchem der be treffende Zeiger so ansteht, da.ss die Einstell bewegung des Leitmittels automatisch eine davon abhängige Korrekturbewegung des be treffenden Zeigers in der ihm eigenen Bewe gungsrichtung ergibt.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungs gemässen Gerätes wird anschliessend anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Grundriss des Gerätes, mit Teilen im Horizontalschnitt.
Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Koor- dinatenlineale und den Positionstisch des Gerätes, in grösserem Massstab als Fig. 1.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 2.
Fig. 4-7 zeigen je einen Vertikalschnitt nach der Linie 4-4 und 4'-4' bzw. 5-5 bzw. 6-6 in Fig. 1 bzw. 7-7 in Fig. 1 und B.
Fig. 8 ist eine Draufsicht zu Fig. 7, mit Teilen im Horizontalschnitt. Fig. 9 zeigt einen Vertikalschnitt nach der Linie 9-9 in Fig. 1.
Fig. 10 zeigt. einen Horizontalschnitt nach der Linie 10-10 in Fig. 9.
Fig. 11 ist eine Teildraufsicht zu Fig. 9. Fig. 12 zeigt einen Vertikalschnitt im wesentlichen nach der Linie 12-12 in Fig. 1.
Fig. 13 zeigt einen Vertikalschnitt nach der Linie 13-13 in Fig. 1.
Fig. 14 ist eine Draufsicht. zu Fig. 13. Fig. 15 zeigt eine Gebrauchsstellung des Gerätes im Grundriss.
Fig. 16 ist. eine Darstellung der Lage geometrie mit in die Grundrissebene umge klappter Geschossflugbahn, und Fig. 17 und 18 zeigen Korr ekturkomponen- tendiagramme.
Das Gerät beruht. hinsichtlich seiner kon- struktiven Ausbildung auf dem Prinzip der massstä.blich reduzierten, geometrischen Nach bildung und mechanischen Festlegung der Standorte von Geschütz bzw. mehreren Ge schützen und Ziel einerseits in der Grundriss- ,ebene unter Benützung der Lagekoordinaten gemäss der topographischen Karte und ander seits in der Flugbahnebene entsprechend der Höhendifferenz zwischen Geschütz und Ziel.
Das Gerät besitzt auf einem liegenden, rechteckigen Rahmen 20, der an Stutzen 21 mit drei einsteckbaren Beinen 22 (Fig. 1, 4 und 5) versehen ist, eine Tischplatte 23 mit einem eine Ausnehmung begrenzenden, kreis linienförmigen Tischrand 24 (Fig. 1).
Um einen zur Ebene der Tischplatte 23 vertikalen und durch das Kreiszentrum des Tischrandes 24 gehenden Pivot 25 (Fig. 4), den ein vorn Rahmen 20 nach innen vorstehender Tragarm 26 aufweist, ist eine Drehplatte 27 schwenk bar, welche mit ihrem auf die Pivotaehse be zogenen Kreisrand 28 den Tischrand 24 über deckt und an diesem mittels in gleichen Ab ständen voneinander an der Drehplatten- unterseite angebrachten, Gleit- schuhen 29 abgestützt ist, zwischen deren z. B.
aus Kunststoff bestehende Schenkel der Tischrand 24 eingreift (Fig. 5).
Zur Festlegung von Geschütz- und Ziel standorten in der zur Ebene der Tischplatte 23 parallelen Grundrissebene weist das Gerät zwei geradlinige, unter rechtem -Winkel zu einanderliegend angeordnete Koordinaten lineale 30 und 31 mit. -leicher Längeneintei lung 32 bzw. 33 auf (Fig. ?, 3, 5 und 15), von denen das erstere parallel zur Längsseite des Rahmens 20 an .diesem befestigt und längs seitig mit .einer Zahnstangenzahnung 3-1 ver sehen ist.
Das andere Lineal 31 ist einerends an einem am ersten Lineal 30 geführten Schlitten 35 befestigt., der durch Drehen eines in die Zahnung- 34 eingreifenden Ritzels 36 mittels eines auf dessen Drehachse 37 festsitzenden Drehknopfes 38 unter Mitnahme des anderends mittels einer Rolle 39 am Rahmen 20 ab\-,estüt.zte Lineals 31 verschoben werden kann.
Ein mit. einem Positionstiseli -10 ausgerüsteter Schlitten 41 ist an dem längsseitig ebenfalls mit einer Zahnstangen- zahnung 42 versehenen Lineal 31 geführt und mittels eines Drehknopfes 43 über ein in die Zahnung 42 eingreifendes Ritzel 44 ver- sehiebbar.
Der Positionstisch 40 (Fig. 2 und 3) be sitzt. eine ebene, kreisrunde Oberfläche, die als in der Grundrissebene liegend angesehen werden kann Lind durch eine Platte aus kau- tsehuk- oder linoleumähnlichem Material ge bildet. wird, damit. eine Stechspitze eindrin gen kann, und die im Gebra.tieh mit einem auswechselbaren Papierblatt 45 überdeckt.
ist, welches durch einen aus einer Schrauben- feder bestehenden Klemmring 46 in einer seit lieli an der Tischperipherie vorhandenen Rille 47 festgehalten wird. Beide Schlitten <B>3</B> und 41 sind auf ihrer Oberseite je mit einer zur Längeneinteilung des zugehörigen Koordinatenlineals 30 bzw. 31 benachbart an- fgebraehten Dezimaleinteilung- 48 bzw. 49 ver sehen, welche von einer Nullmarke 50 bzw.
51 ausgehend in beiden Verschiebungsrieli- tu,ngen ,des betreffenden Schlittens über je eine Koordinateneinheitslänge steigend be zifferte, gleichmässige Dezimalunterteilungen aufweist, wobei ein Deeksclrieber 52 bzu>. 53 angeordnet ist, mit welehenr wahlweise die eine oder andere der beiden von der Null marke 50 bzw. 51 ausgehenden Einteilung s- streeken überdeckt werden kann, je nachdem die Längeneinteilung 32 bzw.
33 der Lineale 30 und 31 in der einen oder entgegengesetzten Liiligsrielitung ansteigende Koordinatenwerte wiedergeben soll. (Fig. 15).
Im hohl ausgebildeten Pivot 25 (Fig. 4) befindet. sieh zu diesem koaxial eine Stech spitze 54 mit Drüekerknopf 55, mittels wel cher durch Niederdrücken des Kopfes ent- t;e,(ren der Wirkung einer Feder Punktmar kierungen auf der Papierfläelie des unter diese Spitze verschobenen Positionstisches 40 im später zii, .erläuternden Anwendungsfall gestochen werden können.
Auf der Drehplatte 27 und somit prak tisch in der Grundrissebene liegend ist eine ebene Seliusstafel 60 (Fig. 1 und 15) mit einem aus Flugbahnkurven und Flug:
zeit- kui#ven gebildeten Dianramni auswechselbar befestigt, indem diese Tafel einerends mit dein Rand einer an ihr vorhandenen Ausspa- runr 61 an einem über die Drehplatte vor stehenden Stift 62 seitlich ansteht und von dessen Kopf 63 übergriffen wird, während anderends ein unter Federdruck stehender, an einem Griff 64 zurüekzielibai-er Finger 65 in ähnlicher Weise. in ,eine vom Tafelrand ge bildete Aussparung<B>66</B> eingreift.
und diesen Rand übergreift. Parallel zum geradlinigen Basisrand 67 der Tafel 60 ist ein Schlitten 68 geradlinig an zwei auf der Drehplatte 27 befestigten Schienen 69 und 70 geführt, von eienen die letztere längsseitig eine Zahnstan- genzahnung 71 aufweist., mit, welcher ein Ritzel 72 kämmt, das über eine Drehachse 73 mittels eines Drehknopfes 7-1 zwecks Ver schiebung des Schlittens 68 drehbar ist.
Die ser Schlitten besitzt eine sieh parallel zur Tiseliebene und im rechten Winkel zur Ver- sehiebungsriehtung des Schlittens über die Tafel. 60 erstreckende Auslegerschiene 75 mit einem daran geführten Schlitten 76, der durch ein in eine längsseitige Zahnstangen zahnung 77 der Schiene 45 eingreifendes Ritzel 78 mittels eines auf dessen Dreliaehse 79 sitzenden Drehknopfes 80 verschoben werden kann (Fig . 7 und 8).
An den Schlitten 68 und 76 befindet sich je ein flacher, durchsichtiger Zeigerarm 81 bzw. 8?, z. B. aus unzerbrechlichem Glas, der gegenüber dem zugehörigen Schlitten 68 bzw. 76 in noch genauer zu erläuternder Weise verstellbar angebracht. und mit einem gerad linigen Markierungshaarstrich 83 bzw. 84 versehen ist. Die Zeigerarme 81 und 82 lie gen kreuzweise übereinander auf der Tafel 60, wobei von den sich in der Draufsicht. schneidenden Markierungsstrichen 83 und 84 der .erstere senkrecht zu der mit dem Basis rand 67 der Tafel 60 zusammenfallenden Abszisse 85 und der letztere senkrecht zur Ordinate 86 des Sehusstafeldiagrammas ver laufen.
In Längsrichtung der Auslegerschiene 75 ist auf deren Oberseite eine Skala 87 der Höhendifferenzen dH zwischen Ziel und Ge schüt7 fest. und eine Skala. 88 der effektiven Höhenwerte H auf einem längsverschiebbar an der Schiene 75 geführten Lineal 89 ange bracht. Die Skala 87 entspricht derjenigen an der Ordinate 86 des Diagrammes. Eine am Höhenschlitten 76 befestigte Lupe 90 mit einem Ablesestrieh 91 überquert die beiden Skalen 8 7 und 88.
Damit eine Einstellung des Höhenschlit tens 76 erforderlichenfalls für mehrere, z. B. sechs, zusammenarbeitende Geschütze be nützt werden kann, auch wenn deren Stand orte unterschiedlich hoch sind, besitzt der Schlitten 76 eine Einstellvorrichtung 92 (Fig. 7 und 8) mit einer um eine zur Ordina- tenricht.ung 86 senkrechte Achse 92' dreh baren Schaltscheibe 93, welche in gleich mässiger Sternanordnung sechs radial verlau fende Führungsschlitze 94 aufweist und darunter parallel zu jedem Schlitz<B>je</B> eine Einstellschraube 95 trägt, die durch einen zur Schaltscheibe 93 achsenparallelen,
im zu gehörigen Schlitz 9-1 stirnseitig geführten Zapfen 96 geschraubt: ist. An der Oberseite des im Schlitz 94 geführten Zapfenendes 97 ist ein Markierungsstrich 98 und auf der Drehscheibe längs,des Schlitzes eine Skala 99 von Höhendifferenzen im Massstab der Skala 87, z. B. in den Grenzen von -t-100 in bis -100 m angebracht, an welcher durch Drehen der Schraube 95 die Höhendifferenz des be treffenden Geschützes gegenüber dem Ein stellwert des Höhenschlittens 76 eingestellt werden kann.
Einen Tragarm 100 des Schlit tens 76 durchqueren zwei darin befestigte, parallele Führungsstäbe 101, auf denen ein mit dem Höhenzeigerarni 82 fest verbun dener, U-förmiger Support 102 in der Bewe gungsrichtung des Schlittens 76 verschiebbar ist und mittels auf den Stäben 101 zwischen dem Tragarm 100 und dem einen Support schenkel 103 angeordneten Schraubenfedern 101 mit dem andern Supportschenkel 105 im Anschlag an demjenigen Zapfen 96 gehalten wird, der in der wirksamen, massgebenden Stellung in eine am Supportschenkel 105 vorgesehene Rast 106 eingreift. (Fig. 8).
Die Schaltscheibe 93 weist zu jedem Schlitz 91 eine Ordnungsziffer, z. B. 1 bis 6, auf, welche nur in der wirksamen Stellung des zugehörri- gen Zapfens 96 in einem Rundfenster 107 sichtbar ist (Fig. 1 und 15).
Der Schlitten 68 besitzt ferner am freien Ende eines Hebelarmes 108 (Fig. 9 und 10), der Lun eine zur Ebene der Tischplatte 23 senkrechte Achse 109 schwenkbar ist, eine kreisförmige Lupe 110 mit einer Kreismarke 111 um ihr Kreiszentrum, welche bei der noch zu erläuternden Ermittlung des für das Ge schütz erforderlichen Seitenwinkels mittels der Drehplatte 27 benützt wird.
Die Ver- schwenkung des Lupenarmes 108 erfolgt in Abhängigkeit von der Zielentfernung und der Ladung, um bei der Ermittlung des Sei tenwinkels die Derivation (Rechtsabweichung infolge der Geschossrotation) mit einzuschlie ssen. Inder diesem Zweck dienenden Vorrich tung befindet sich ein Kurvenkörper 112 mit zur Achse 109 paralleler Drehachse 113, welche vom Ritzel 72 des Schlittendreh knopfes 71 über ein Zahnradgetriebe 1.14, 115, 116 in Abhängigkeit von der Schlittenver schiebung gedreht wird.
Der Kurvenkörper 112 weist nach der Höhe sechs Zonen mit vor bestimmten, unterschiedlichem Verlauf der Auslenkkurv e entsprechend unterschiedlichen Ladungen auf, z. B. die oberste Zone für La dung 6, die nächste Zone für Ladung 5 usw., die zweitunterste Zone für die Ladungen 1 und 2 und die unterste Zone für Ladung 0 (Fig. 6 und 11).
Zum Abtasten des Momentanradius einer beliebigen der Auslenkkurven des Kurven körpers 112 und zur Übertragung auf den Schwenkarm 108 ist ein Rollenträger 117 (Fig. 6 und 10) mit zwei Rollen 118 und 119 vorgesehen, der mit der Büchse 120 an einer zur Achse 109 parallelen und mit einer steil- gewindeförmigen Leitnut 121 versehenen Spindel 122 drehbar und axial v ersehiebbar gelagert.
ist und mittels eines 11itnehmer- stiftes 123 in die Nut 121 eingreift. Die Rolle 118 berührt die Peripherie des Kurvenkörpers 112 und ist gegen ihre obere Stirnseite hin konisch angesehrägt, während die Rolle 119 an einer zur Achse 109 parallelen Platte 121 ansteht, welche sieh in Längsrichtung des Schwenkarms<B>108</B> und über eine den sechs Zonen des Kurvenkörpers entsprechende Höhe erstreckt und am Schwenkarm 108 über Schraubenfedern 125 mittels Schrauben 126 federnd abgestützt. ist.
Eine am Schwenk arm 108 angreifende Schraubenfeder 127 hält die Platte 12-1 nachgiebig in Berührung mit der Rolle 119 und die Rolle 118 nachgiebig in Berührung mit dem Kurvenkörper 112. Das obere Ende der Spindel 122 trägt auf seinem über den Gehäusedeckel 128 des Schlit tens 68 vorstehenden Teil einen Drehgriff anzeiger 129 (Fig. 11) über einer die Schalt positionen nach Ladungen 0 bis 6 anzeigenden Platte 130 und unter dem Gehäusedeckel 128 eine Seehskantseheibe 131, an deren Peri pherie die beiden freien Schenkel 132 einer gabelförmigen Schaltfeder 133 anliegen,
die mittels einer Schraube 131 an dem am Ge häusedeckel 128 befestigten Rahmen 135 der Vorrichtung montiert ist. Der Schwenkarm 108 ist. an.einem auf der Drehachse 109 fest sitzenden Armstück 136 (Fig. 9 und 10) über eine Blattfeder 137 mittels Sehrauben 138 in der Axia.lebene federnd befestigt und liegt auf einer im Rahmen 135 eingeschraubten Stellschraube 139, mittels welcher der Ab- stand der Lupe 110 von der Oberfläche des Positionstisches 40 eingestellt werden kann.
Zur Erläuterung des Einstellvorganges des Gerätes bei der Ermittlung der Schiessele mente Seitenwinkel , Elevation und Teni- pierung , vorerst ohne Vornahme von Kor rekturen zur Berüeksiehtigung von Störein flüssen,
seien aus dem kartesischen Koo.rdi- natennetz der topographischen Karte beispiels weise für den (-lesehützstandort die Koordi- natenwerte 119.850/620.500 und die Höhe 510 m und für den Zielstandort die Koordi- natenwerte 114.000/628.100 und die Höhe 900 in bekannt.
Anhand dieser Geschütz- und Zielkoordi naten lassen sieh die Positionen von Geschütz G und Ziel Z am Gerät unter Benützung der an diesem kartesisch angeordneten Koordi- natenlineale 30 und 31 des an diesen Linea- leil verschiebbaren Positionstisches 40 und der ain Gerät ortsfesten Achse der Stechspitze 54 in der (rrrtindi-issebeile reproduzieren (Fig. 15 und 16).
Die Kontur der Positionstisehfläclle ist dabei ohne Belang, und dieser ist nur aus praktischen Gründen kreisrund und die Flä- ehengrösse ist, hinsichtlich jedes gebrä.tteli- lichen ',,tellungsranines mehrerer zusammen- gehöriger Geschütze ausreichend.
Durell ge eignete Wahl eines Stellungsrauinzentrums mit rundzahligen Koordinaten kann leicht dafür -esoro-t werden, dass die Positionen edier solchen (Truppe von CTesehütZEil auf der Tiseliflä-elie reproduziert werden kön nen.
Ani Gerät sind die Zentrumskoordinaten dureli die Markierungen 56 und 57 der be- ziehungsweisen Längeneinteilungen der, Koor- clinatenlineale 30 bzw. 31 örtlich, aber nicht zahlenmässig, festgelegt.
Die llarli:iei-iingen 56 und 5 7 werden nun iliit dem Zahlenwert der Zentrumskoordinaten, gemäss Beispiel mit <I>121</I><B>000</B> bzw. 620 000, und von diesen aus- ,gehend die Längeneinteilung der Lineale 30 und 31 so mit den fortlaufenden Koordinaten- werten angeschrieben, dass der Schiesssektor Gesehütz-Ziel innerhalb des Sehwenkberei- ehes der Drehplatte 27 liegen wird.
Massgebend für die zu ermittelnde Seiten- riehtun;y und die Distanz Gesehütz-Ziel sind nur die Differenzen dxK und dyK der x-Koordinaten von Geschütz und Ziel am Lineal 30 bzw. der y-Koordinaten von Ge schütz und Ziel am Lineal 31.
Nun werden gemäss Beispiel die Nullmarken 50 und 51 der Schlitten 35 und 41 auf die Geschütz koordinaten 119.850 bzw. 620.500 der Lineale 30 bzw. 31 eingestellt (Fig. 16) und die Stechspitze 54 niedergedrückt, wodurch der Einstiehpunkt auf dem Positionstisch 40 ent steht, der als Reproduktionspunkt G des Ge schützstandortes anzusehen ist. Dieser Ein stell- und Stechvorgang kann für mehrere Geschütze sinngemäss wiederholt werden. Dann werden die Nullinarken 50 und 51 auf die Zielkoordinaten 114.000 bzw. 628.100 der Lineale 30 bzw. 31 eingestellt (strichpunktiert in Fig. 16).
Dabei wandert, der Positionstisch 40 mit dem Einstichpunkt in x-Richtung um die Strecke dxli und in um die Strecke dYk, das heisst. in direkter Rieh tu.ng E. uni die topographische Zielentfernung A, und der Einstechpunkt ist hier als Repro duktionspunkt. Z des Ziels in der Grundriss ebene anzusehen.
Diese Lagegeometrie in der Grundrissebene ist. aus Fig. 16 ersichtlich.
Das Geschütz wird normalerweise gegen über einer topographischen Grundrichtung g (Fig. 16) jeweils auf eine Bereitstellungs oder Ausgangsrichtung a eingestellt, die mit der Grundrichtung g einen Winkel ss ein schliesst. Am Gerät kann diese Ausgangsrich tung an einer Seitenwinkelskala längs des Tischrandes 24 mittels einer Steckmarke 142 festgelegt sein, die in vorhandene Stecklöcher 143 der Tischplatte 23 wahlweise eingesteckt werden kann.
Die Basislinie 67 der Tafel 60 repräsentiert. in der Grundstellung der Drehplatte 27 gemäss Fig. 1 die Grundrich tung g und gelangt relativ zur letzteren in die Ausgangsrichtung a, wenn die Nullmarke 144 der Seitenwinkelskala 1-15 mit. der Dreh platte 27 auf den Index der Steckmarke 142 eingestellt wird.
Die Seitenrichtung e vom Geschütz G zum Ziel Z schliesst mit. der Grundriehttuig g den Winkel a und mit der Ausgangsrichtung a den Winkel<I>y</I> ein, wobei <I>7 = u -</I> P. Infolge der Derivation c des Ge- schosses ist eine Richtungskorrektur von dy notwendig, die mit der Ladung und der Hori zontaldistanz X zunimmt und am Gerät durch Einstellen des Drehgriffzeigers 129, z. B. auf Ladung 4, und bei Verschiebung des Distanzschlittens 68 über den Lupenarm 108 automatisch berücksichtigt wird.
Bewegt man nun die Lupe 110 mit ihrer Kreismarke 111 durch Drehen der Drehplatte 27 um den Pivot 25 mit. Stechspitze 54 (Reproduktions- punkt G) und Verschieben des Schlittens 68 auf den Punkt Z des Positionstisches 40, wo durch den Bedingungen der Lagegeometrie gemäss Fig. 16 entsprochen wird, so gelangt die Basislinie 67 der Tafel 60 infolge der mittels des Drehgriffzeigers 129 bereits vor genommenen Korrektur in die effektiv erfor derliche Schuss.richtung r.
Der Seitenwinkel bezüglich der Ausgangsrichtung a. ist dann von der Steckmarke 142 aus auf der Seiten winkelskala 145 ablesbar und beträgt im vor liegenden Beispiel -2500/00, während die Horizontaldistanz X zwischen Geschütz und Ziel sich erwünschtenfalls am Zeiger 140 des Schlittens 68 auf der Skala. 141 ablesen lässt.
Auf der Höhenschiene 75 stellt man die Schiebeskala 88 mit der Höhe von 540 m des Geschützstandortes zum Nullstizeh der AH- Skala 87 und verschiebt den Höhenschlitten 76 mit dem Ablesestrich 91 auf der Skala 88 zur Höhenkote von 900 m des Zielstandortes.
Dadurch ist die an der Skala 87 ablesbare Höhendifferenz von 360 m zwischen Ge schÜtzstandort G und Zielstandort Z', was aus Fig. 16 durch Umklappen der die Sei- tenrichtung e enthaltenden Vertikalebene (.Schusstafelebene) in die Zeichnungsebene ersichtlich ist, festgehalten und im Schnitt punkt der Haarstriche 83 und 84 der Zeiger arme 81 bzw.
82 können aus dem Netz der Flugbahnkurven 146 und der Flugzeitkurven 147 des Schusstafeldiagrammes die Werts für die Elevation und die Tempierung even tuell durch Interpolation abgelesen werden. Diese Werte gelten aber nur für die dem Schusstafeldiagramm zu Grunde gelegten nor malen, ungestörten Verhältnisse.
Das Gerät ist jedoch zur Berücksichtigung der Störeinflüsse eingerichtet, welebe sich aus der Abweichung<B>Ab</B> gegenüber dem Normalluftgewicht und der Abweichung 4v" gegenüber der '.\yenn-Anfangsgeschwindig- keit des Geschosses ergehen.
Der Wind einfluss findet im Gerät. selbst dagegen keine Berücksicht.igiing. Die Störeinflüsse und 4v" bedingen im Sehiisstafeldia- gramm einen Korrekturvektor k (Fig. 16), der in zwei Komponenten 4x in der Abszissen richtung und 4-y in der Ordinatenrichtung zerlegbar ist..
Diese Komponenten lassen sieh aus einer Schusstafel für normale, ungestörte Verhältnisse (Index N) und einer Schuss tafel für gestörte Verhältnisse (Index G) ermitteln, wobei folgendermassen vorgegan gen wird: ra) Die x-Werte (Horizontaldistanzen) und die y-Werte (Höhen) der Schnittpunkte glei cher Flugba.hnkurven und Flugzeitlinien wer den herausgelesen und tabellarisch 7usani- mengestellt.
b) Die Differenzen dx = x. - xr und dy = yN- yC, werden berechnet unter Beach tung der Vorzeichen.
c) Mit xr als Abszisse werden dann die dx-Werte als Ordinate graphisch aufgetragen und durch die erhaltenen Punkte eine Kurve gemäss Fig. 17 gezogen (dx-Diagra.mm).
d) Mit. xC, als Abszisse und yc als Ordi nate werden ferner die zugehörigen dy-Werte aufgetragen und die erhaltenen Punkte durch eine Kurve gemäss Fig. 18 verbunden (dy- Diagramm).
Im Gegensatz zu 4x variieren die Jy- Wert.e stark mit AH (Höhenunterschied zwischen Geschütz und Ziel). Da die Kurven der dx-Diagra.rume praktisch sehr flach ver laufen, können diese mit guter Annäherung durch je eine gerade Linie ersetzt werden, in Fig. 17 durch die strichpunktierte Gerade, wobei darauf geachfet wird, dass im prakti schen Schussbereich der betreffenden Ladung die Abweichungen von der Diagrammkurve möglichst. klein ausfallen. Die Kurren der Ay-Diagramme können je durch zwei gerade Linien, z.
B. gemäss Fig. 18, annäherungs- weise ersetzt werden, wobei .die Lage des Kniekpunktes K, der Neigung der beiden Ge raden g1 und g2 sowie die Verschiebungen des Knickpunktes K in Abhängigkeit von<B><I>AH</I></B> so gewählt werden, dass im praktischen Schussbereich der betreffenden Ladung die Abweichungen von den Diagrammkurven bei den verschiedenen Störeinflüssen möglichst klein ausfallen.
Im Gerät sind nun die Gerade g" durch ein geradliniges Lineal 150 und die Geraden g1 und g2 durch zwei geradlinige Lineale 151 und 152 repräsentiert, die miteinander ein Kniegelenk bilden.
Das Lineal 150 (Fig. 1) ist. auf der Drehplatte 27 mittels zweier in Ordinatenlriehtung 86 liegender Einstellspin deln 151 und 155 mit je einem Drehknopf 156 bzw. 157 in der Ebene des Tisches querver schiebbar angeordnet und. an seinen Enden, von denen das eine -gabelförmig ausgebildet ist, von je einem Vertikalzapfen 158 bzw. 159 durchsetzt, der sich an einem auf der Spindel 15.1 bzw. 155 sitzenden Läufer 1.60 bzw. 161 befindet.
Diese Läufer sind<B>je</B> mit einer Nase 162 bzw. 163 in einem zur Spindel parallelen Schlitz 161 bzw. 165 des Spindelgehäuses 166 bzw. 167 geführt.. Längs des Schlitzes ist. die Oberseite jedes Spindelgehäuses mit einer Skala A bzw. E und die Oberseite der Nasen 162 und 163 je mit einem Ablesestrieh 168 bzw. 169 versehen.
Die Lineale 151 und 152 (Fig. 1, 13 und 14) sind in einer zur Tisch ebene parallelen Ebene in einem den Distanz schlitten 68 teilweise überbrückenden Korrek turschlitten 170 ebenfalls querversehiebba.r angeordnet, wozu drei in Ordinatenriehtung 86 liegende Einstellspindeln 171, 172 und 173 mit je einem Drehknopf 174 bzw. 175 bzw. 1.76 im Schlittengehäuse gelagert sind. Der Schlitten 170 ist. an den Schienen 69 und 70 geführt und mittels eines Drehknopfes 177 durch ein mit der Zahnstangenzahnung 71 kämmendes Ritzel 178 verschiebbar.
Die Li neale 151 und 152 sind in analoger Weise wie das Lineal 150 durch Läufer 181, 182 und 183 mit den zugehörigen Spindeln 171 bzw. 172 bzw. 173 verbunden, wobei der Läufer 182 mit seinem Zapfen 184 die beiden Lineale an ihren einen Enden zusammenlenkt und die beiden andern Läufer 181 und 183 je einen der Lineale in einem darin vorgesehenen Langloch 185 bzw. 186 durchsetzen. Die je mit einem Ablesestrich versehenen Läufer sind je in einem Schlitz 187 des Schlittens 170 längs einer Skala<I>B</I> bzw. C bzw.<I>D</I> ge führt.
Ein am Schlitten 170 angebrachter Zeiger 188 .dient der Einstellung des Schlit tens an einer in der Abszissenrichtung auf der Tafel 60 vorgesehenen dII-Skala 189.
Die Höhenschiene 75 ist an einer am Ge häuse 128 des Distanzschlittens 68 befestigten Schiene 190 mittels zweier Rollenpaare 191 und 192 längsverschiebbar geführt. Die Rollen 191 weisen je zwei Flanschen 193 auf, zwischen denen die Schiene 75 gehalten ist, und sind je über ein Kugellager an der Schiene 190 montiert. Die Rollen 192 sind je über ein Kugellager an der Höhenschiene 75 angebracht, und je in einer Führungsnut 194 der Schiene 190 geführt.
Ein die Schiene 75 durchquerender und an dieser befestigter Schaft 195 trägt am obern, in den Korrektur schlitten 170 hinaufreichenden Ende eine Rolle 196, welche beim Verschieben des Di stanzschlittens 68 relativ zum Korrektur schlitten 170 an einer Längsflanke der Li neale 151 und 152 entlangrollt, wobei eine am untern Ende 197 des Schaftas 195 angreifende Schraubenfeder 198, die sieh mit Rücksicht auf ihre erforderliche grosse Länge über ein an der Schiene 190 montierte Umlenkrolle 199 an einen am Schlittengehäuse 128 befestigten Haltestift 200 erstreckt,
die Rolle 196 nach giebig in Berührung mit der Linealflanke hält. Auf der Schiene 75 ist ein Anschlag 201 angebracht, der bei allfälligem Wegbewegen der Höhenschiene 75 mit der Rolle 196 von der Linealflanke an der entgegengesetzten Flanke des Lineals auftrifft.
Der Zeigerarm 81 ist an seinem im Di stanzschlitten 68 befindlichen Ende mittels zweier Schrauben 202 um eine liegende Achse schwenkbar an einem Mragen 203 angebracht, der mittels einer geflanschten Rolle 204 an der einen Längsflanke und mittels zweier ge flanschter Rollen 205 an der andern Längs- flanke eines am Gehäuse 128 befest.igften Um kehrlineals 206 hängend geführt ist.
Dieser Wagen trägt an einem nach unten vorstehen den Schaft. 207 eine Rolle 208, welche an einer Längsflanke des Lineals 150 beim Ver schieben des Schlittens 68 entlangrollt und durch eine am Stift 209 des Wagens angrei fende Sehrau:benfeder 210, die sieh mit. Rück sicht auf ihre erforderliche grosse Länge über eine am Gehäuse 128 angebrachte Umlenk- rolle 211 an den Haltestift 200 erstreckt, nachgiebig in Berührung mit der Linealflanke gehalten wird. Auch die Rollen 196, 199, 201, 205, 208 und 211 sind je mit einem Ku gellager ausgerüstet.
Die Berücksichtig2lng der Störeinflüsse d8 und 4v" ist. mittels der beschriebenen Vor- riehtung äusserst einfach und erfolgt anhand von Tabellen, aus denen die Einstellwerte für die Lineale 150, 151 und 152 entnommen Lind an den Skalen A bis E mittels der Spindeldrehknöpfe 156, 174, 175, 176 und 157 eingestellt werden können. Der Korrektur schlitten 170 wird mit seinem Zeiger 188 an der Skala 189 auf den der Höhendifferenz zwischen Geschütz und Ziel entsprechenden AH-Wert eingestellt.
Infolge dieser rein me chanischen Manipulationen erfahren die Zei gerarme 81 und 82 automatisch eine Kor rekturverschiebung um einen entsprechenden dx-Wert bzw. dy-Wert., so dass nun im Schnittpunkt. der Haarstriche 83 und 84 die die Störeinflüsse berücksichtigende Elevation und Tempierung abgelesen werden können.