CH335125A - Gerät zum Messen von Rüttelschwingungen - Google Patents
Gerät zum Messen von RüttelschwingungenInfo
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Description
Gerät zum Messen von Rüttelschwingungen Schwingungsmessgeräte zum Messen von Rüttelschwingungen mit Hilfe einer nach allen Seiten hin frei beweglichen und federnd aufgehängten trägen Masse sind bekannt. Es dient bei diesen die träge Masse zum Steuern einer einzigen optischen Anzeige vorrichtung. Sie wird von vier in einer waag rechten Ebene liegenden und im Viereck an- geordneten'Federpaaren gehalten. Ausserdem ist sie an vier Vertikalfedern aufgehängt. Die paarweise Anordnung waagrechter Federn verlangt eine äusserst genaue Ab stimmung dieser Federn.
Ausserdem müssen sie sehr gleichmässig wirken, wenn sich das ganze System bei einem Schwingungsaus schlag nicht schräg stellen soll.
Demgegenüber soll durch die Erfindung eine baulich erheblich einfachere und fein fühligere Aufhängung dadurch geschaffen sein, dass die Masse im Zentrum von zwei senkrecht zueinander stehenden vierstrahli gen Schraubenfedersternen angeordnet ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes dargestellt, und zwar zeigen: Fig.l das Gesamtschema eines Drei- komponentenschwingungsmessgerätes in schaubildlicher Darstellung;
Fig. 2 einen Schnitt nach der Ebene E durch das Gerät nach Fig. 1 in ausführliche rer Darstellung Fig. 3 das Schaltschema einer mit Träger frequenzmodulation arbeitenden Mess- und Anzeigevorrichtung, und Fig. 4 das Schema der Magnetfeld- und Messwegverhältnisse an einer Spule des Ge rätes nach Fig. 1 und 2.
Bei dem dargestellten Ausführungsbei spiel ist in der Mitte eines würfelförmigen Gehäuses 1 eine kugelförmige träge Masse 2, nachstehend durchwegs Kernmasse ge nannt, angeordnet. Die Form des Gehäuses wird nach Fig. 2 durch ein dessen Profilkan- ten bildendes Gerippe bestimmt. Die Ge- rippeteile haben einen im wesentlichen drei eckigen Querschnitt und sind mit durch gehenden Längsbohrungen 3 versehen. Die Kernmasse 2 wird von acht Zugfedern 4a-44 und 5a-5d in ihrer Lage gehalten, von denen jeweils vier in einer Ebene E bzw. E' liegen und einen vierstrahligen Stern bilden.
Die beiden Ebenen stehen zueinander senkrecht. Innerhalb der durch die Federn 4a. bis 4d bestimmten Ebene E ragen von der Kern masse 2 zwei zueinander senkrecht stehende, zweckmässig stabförmige Tauchkerne 6 und 7 und dazu wiederum senkrecht ein dritter Tauchkern 8 ab. Jedes freie Tauchkernende ragt in eine elektrische Spule 9, 10 und 11 hinein. Die Tauchkerne füllen nur den innern Teil der lichten Weite der Spulen 9 bis 11 und enden innerhalb der Spulen, damit sich die Tauchkerne bei Bewegungen in und quer zu ihren zugehörigen Spulen nur im Bereich eines konstanten Magnetfeldes bewegen. Zur Dämpfung von Querbewegungen sind die Tauchkerne mit Dämpfungsplatten 15, 16 und 17 versehen.
Das Gewicht der Tauch kerne ist durch von der Kernmasse 2 in ent gegengesetzten Richtungen abragende, eben falls stabförmige Gegengewichte 18, 19 und 20 ausgeglichen. Die Gegengewichte sind ebenfalls mit Dämpfungsplatten 21, 22 und 23 versehen. Die Dämpfungsplatten 21 bis 23 der Ausgleichsgewichte liegen jeweils zu den Dämpfungsplatten 15 bis 17 der zugeord neten Tauchkerne parallel.
In die Stirnenden der Tauchkerne 6, 7, 8 und deren Gegengewichte 18, 19, 20 sind Bolzen 12, 12', 13, 13' und 14, 14' als Aus schlagbegrenzungsanschläge eingeschraubt, die auch durch Aufschraubkappen oder -büchsen ersetzt sein können. Als Aufschlags gegenflächen dienen an der Innenseite der Gehäusewände vorgesehene gummielastische Beläge 24 bis 29. Die Tauchkerne selbst be stehen aus Weicheisen und die Schraubbolzen an ihren Stirnenden z. B. aus Messing. Wie bereits weiter oben ausgeführt worden ist, sollen sich die Kernenden im konstanten Magnetfeld der Spule bewegen, das z. B. für die Spule 10 in Fig. 4 mit 37 bezeichnet ist.
Wie die Fig. 4 zeigt, beginnt dieses etwa in der Mitte der Spulenlänge und endigt kurz vor dem Wicklungsende der Spule 10. Dem nach steht dem Ende des Tauchkerns 7 ein Massweg J zur Verfügung bzw. ein Messweg J/2 in beiden Axialbewegungsrichtungen. Es wird also für die Kernruhelage dessen Eintauchtiefe in das Feld 1V1 auf J/2 ein gestellt. Dementsprechend muss der An schlagbolzen 13 bis zur Anschlagfläche 28 für das Ende des Tauchkerns 7 ebenfalls eine Bewegungsfreiheit von J/2 zulassen.
Die Gehäusewände sind als Füllstücke 30 in die Ausnehmungen des Gehäusegerippes eingelassen. Das ganze Gehäuse ist mit Dämpfungsflüssigkeit, z. B. mit Silikon-Öl, gefüllt. Um Störwirbelbildungen möglichst zu vermeiden, sind die Kanten und Ecken der Dämpfungsplatten 15 bis 17 und 21 bis 23 abgerundet. Die Spulenanschlüsse 31 liegen zweckmässig jeweils neben den zugehörigen Spulen auf der Aussenseite der Gehäusewand füllstücke 30.
Jede der Spulen 9, 10 und 11 gehört je einer Messbrücke B (Fig. 3) einer mit Träger frequenzmodulation arbeitenden Mess- und Anzeigevorrichtung an. Die Brücke B wird durch einen Generator G mit Wechselstrom von Hochfrequenz (Trägerfrequenz) versorgt. An diesen ist ein Verstärker V, an diesen ein phasenempfindlicher Gleichrichter Gl und gegebenenfalls eine Siebkette ,S angeschlos sen, deren Ausgang zu einem Ablese- oder Aufzeichnungsapparat A (Schreiber oder Oszillograph) führt.
Um einen Körper auf Rüttelschwingun gen zu untersuchen, wird das Gehäuse z. B. mittels durch die Bohrungen 3 gesteckter Schrauben auf diesem befestigt, und zwar so, dass die Tauchkerne möglichst in jene Rich tung zu liegen kommen. aus welcher die Schwingungen erwartet werden. In der Regel sollen drei Komponenten (senkrecht, waag recht und quer dazu) analysiert werden. Diese erschüttern das Gehäuse 1, während die in ihm aufgehängte Masse 2 mit ihren Tauchkernen und Gegengewichten ihre Lage im Raum beizubehalten versucht, mit der Folge, dass sich die Eintauchtiefen der Tauch kerne an den Spulen und damit deren In duktivität ändert, wobei eine grösste Induk- tivitätsänderung nur in der Messrichtung ein tritt.
Die Änderung der Induktivität (oder Kapazität) hat im Messzweig der zugehörigen Messbrücke B eine Störung des Brücken abgleichs zur Folge, die am Oszillograph oder am Schreiber aufgezeichnet wird.
Die Füllung des Gehäuses mit Dämpfungs- flüssigkeit soll es ermöglichen, auch Mes sungen in der Nähe der Eigenfrequenzen des durch die Kernmasse, die Tauchkerne und die Gegengewichte gebildeten Systems durch zuführen. Die Füllung erfolgt durch mit einem Schliessstopfen 32 versehene Füllöcher. Ausserdem ist das Schwingungssystem mit Hilfe der Dämpfungsplatten 15 bis 17 und 21 bis 23 derart abgestimmt, dass das optimale Dämpfungsmass
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beträgt bzw. bei einer bestimmten zulässigen Fehlergrenze entsprechend kleiner ist.
Die Spannung der Federn 4a bis 4d und 5a bis<I>5d,</I> die auch im Gehäuse 1 diagonal angeordnet sein können, kann durch in ihrer Länge veränderliche Auf hängeglieder 33 eingestellt werden. Bei der Verwendung von Schreibern ordnet man vorzugsweise ein gemeinschaftliches Auf zeichnungsblatt an, auf welchem die Schrei ber der einzelnen Vorrichtungen ihr Mess- ergebnis so aufzeichnen, dass alle Mess- ergebnisse übersichtlich unter- bzw. neben einander zu liegen kommen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gerät zum Messen von in mehreren Rich tungen auftretenden Rüttelschwingungen und zur Richtungsbestimmung solcher Schwingungen mit Hilfe einer nach allen Seiten hin nachgiebig aufgehängten trägen Masse, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse im Zentrum von zwei senkrecht zu einander stehenden vierstrahligen Schrauben federsternen angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die träge Masse (2) mit von ihr strahlenförmig abragenden und in Elemente von elektrischen Mess- und An zeigevorrichtungen eintauchenden Tauch kernen (6, 7 und 8) versehen ist. 2. Gerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese Elemente Spulen (9, 10, 11) sind. 3.Gerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese Elemente Tauch kondensatoren sind. 4. Gerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Elemente dem Messzweig einer Messbrücke (B) einer mit Trägerfrequenzmodulation arbeitenden Mess- und Anzeigevorrichtung angehören. 5. Gerät nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewicht der Tauch kerne (6, 7 und 8) auf der Gegenseite der Kernmasse (2) durch Gegengewichte (18, 19 und 20) ausgeglichen ist. 6.Gerät nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekennzeich net, dass die Tauchkerne (6, 7 und 8) und die Gegengewichte (18, 19 und 20) mit Ausschlag- begrenzungsanschlägen (12, 12', 13, 13', 14, 14') versehen sind. 7. Gerät nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tauchkerne (6, 7 und 8) und die Gegengewichte (18, 19 und 20) mit Dämpfungsplatten (15, 16, 17 bzw. 21, 22 und 23) versehen sind, und zwar derart, dass diese Platten jeweils die Querbewegung ihres Trägers dämpfen. B.Gerät nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsplatten (15, 16, 17 bzw. 21, 22, 23) zur Unterdrückung von Störwirbeln abgerundete Kanten und Ecken aufweisen. 9. Gerät nach Unteransprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tauchkerne nur den innern Teil der lichten Weite der Spulen füllen und innerhalb der Spulen enden, damit sich die Tauchkerne nur im Bereich des konstanten Magnetfeldes der Spule bewegen, um eine Verfälschung des Messergebnisses bei auftretenden Quer bewegungen von Tauchkern und Spule zu vermeiden. 10. Gerät nach Unteranspruch 8, gekenn zeichnet durch gummielastische Anschläge (24 bis 29) für die Tauchkerne und Gegen gewichte. 11.Gerät nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass die die Kern masse (2) haltenden Federn (4a bis 4d und 5ra bis 5d) an in ihrer Länge verstellbaren Halte gliedern (33) aufgehängt sind. 12. Gerät nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass diese Halte glieder (33) auf der Massenseite der Federn angeordnet sind. 13. Gerät nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass dieses ein mit Dämpfungsflüssigkeit gefülltes und mit Mit teln zur Befestigung auf dem zu prüfenden Objekt versebenes Gehäuse aufweist. 14.Gerät nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass diese Dämpfungs- flüssigkeit ein Silikon-Öl ist. 15. Gerät nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass drei in einem rechten Winkel zueinander stehende Tauch kerne (6, 7, 8) innerhalb eines mit durch gehenden Bohrungen (3) versehenen würfel förmigen Gehäuses untergebracht sind, wel ches auch die in der Mitte der Kantenlänge oder diagonal angreifenden Zugfedern (4a bis 41 und 5a bis 5d) für eine kugelförmige Kernmasse (2) umschliesst. 16.Gerät nach Unteranspruch 15, da- durch gekennzeichnet, dass das Gehäuse ein die Würfelkanten bildendes Rahmengestell sowie dessen Flächen bildende Wandfüllun gen (30) besitzt, die mit dem Gestell lösbar verbunden sind. 17. Gerät nach Unteranspruch 16, da durch gekennzeichnet, dass jedem Tauchkern eine besondere Mess- und Anzeigevorrichtung zugeordnet ist. 18. Gerät nach Unteranspruch 17, mit Schreibern, dadurch gekennzeichnet, dass für sämtliche Schreiber ein gemeinschaftliches Aufzeichnungsblatt vorgesehen ist, auf wel chem die Messergebnisse sämtlicher Mess- und Anzeigevorrichtungenbeieinander aufgezeich net werden.
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