CH335202A - Verfahren zur Darstellung von reinem, metallischem Titan durch Schmelzflusselektrolyse - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von reinem, metallischem Titan durch SchmelzflusselektrolyseInfo
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Description
Verfahren zur Darstellung von reinem, metallischem Titan durch Schmelzflusselektrolyse Es ist bekannt, dass reines, metallisches Titan durch Schmelzflusselektrolyse aus be stimmten Bädern gewonnen werden' kann, die zur Hauptsache aus Halogeniden der Alkalien und Erdalkalien bestehen. An der Kathode erhält man reines, metallisches Titan, wäh rend als Nebenprodukt an der Anode zur Hauptsache gasförmiges Halogen anfällt.
Es ist weiter bekannt, dass (las an der Anode anfallende gasförmige Halogen, das während der Elektrolyse von der Anode weg durch die Schmelze aufsteigt, bei Berührung mit. dem Kathodenprodukt zu erheblichem Ausbeute- verhist führt. Man hat daher versucht, den Kathoden- und Anodenraum durch feinporige Diaphragmen vollständig voneinander abzu schliessen.
Das Arbeiten im Sehmelzfhiss bei hoher Temperatur finit solchen Diaphragmen ist aber äusserst heikel und bereitet besonders für die teehniselie Ausführung grosse Sehwie- rigkeiten.
Es wurde nun gefunden, (lass man bei der 1)ai-stc,llung von reinem, metallischere Titan d@.irch Schmelzflusselektrolyse aus Bädern, die zinn grösseren Teil aus Halogeniden der<B>Al-</B> kali- und rrdalkalinietalle und zum kleineren Teil atts 1-lalogenverbindungen des Titans be stehen, zu hohen Ausbeuten.
an metallischem Titan gelangt, wenn man anstelle von für die Produkte der Elektrolyse durchlässigen Dia- phraginen, d. h. solchen. mit kleinen, evtl. l;
a@illaren Durchlässen, cine <B>All-</B> (fiese Pro- dukte undurchlässige bzw. nahezu undurch lässige Trennwand verwendet, wobei die Wand den Anoden- vom Kathodenraum nur teil weise abtrennt, so dass die Schmelze des Anodenraumes mit der des Kathodenraumes z. B. durch eine kleinere öffn.ung oder einen Spalt direkt in Verbindung steht. Dadurch wird vermieden, dass das Anodenprodukt, ins besondere gasförmiges Halogenid, in den Ka thodenraum gelangen kann.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung von reinem, metal- lischem Titan von z. B. 99,5 % und mehr durch Schmelzflusselektrolyse aus Bädern, die zum grösseren Teil aus Halogeniden der Alkali- und Erdalkalimetalle und zum kleine ren Teil aus Halogenverbindungen des Titans bestehen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine elektrolytische Zelle verwendet, deren.
Anoden- vom Kathodenraum durch eine für die Produkte der Elektrolyse undurch lässige oder nahezu undurchlässige Trenn -wand aus vom Sehmelzfluss unangreifbarem Material teilweise abgetrennt ist.
Die Verbindung zwischen Kathoden- und Anodenraum. kann man z.13. dadurch her stellen, da.ss die Trennwand in den Zellraum bis nahe an den Zeilenboden, z. B. 0,5-1 ein, reicht, und seitlich den Kathodenraum. voll ständig voni Anodenraum abschliesst. Die Elektroden müssen dabei einen grösseren Ab stand vom Zellenboden aufweisen als die Zell- wand, z.
B. l,5-2,5 ein. i1Tan kann aber die Zellwand auch bis auf den Zellenboden führen und am untern Ende der Wand kleinere Lö cher anbringen. Die Trennwand muss für die Produkte der Elektrolyse undurehlässig bzw. nahezu undurchlässig sein, d. h. aus poren freien bzw. aus sehr feinporigen Materialien bestehen, die von der Schmelze nicht angegrif fen werden, z. B. aus glasartigen keramisehen Materialien, wie Quarz oder Porzellan.
Das Verfahren nach der vorliegenden Er findung ist, nachstehend an Hand der beilie genden systematischen Zeichnung, die eine Ausführungsform einer zur Ausübung. des Verfahrens geeigneten Vorriehtung da.i',stellt, näher erläutert.
Fig.l zeigt einen Grundriss. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt, Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt..
In. der Elektrolysezelle Z befindet sich eine zum grösseren Teil aus Alkali- und Erdalkali- Halogeniden und zum kleineren Teil aus Ha- logenv erbindungen des Titans bestehende Schmelze S. Die Zelle wird durch eine Trenn wand R in zwei voneinander teilweise ge trennte Räume, den Kathoden- und den An odenraum, eingeteilt. Die Anode A, z.
B. aus Kohle, hat einen gewissen Abstand vom Zel.- l enboden. Die Trennwand R reicht nahe an den Zellenboden und schliesst den Kathoden raum seitlich vollständig vom Anodenraum ab. Im untern Teil ist aber der Anodenraum durch die Schipelze mit dem Kathodenraum verbun den. Das an der Anode < 1 entwickelte Pro dukt., zum grössten Teil aus gasförmigen Ha logenen bestehend, perlt durch die Schmelze S in die Höhe und wird in Gasableitrohren C separat nach aussen geführt, wobei die Trenn wand R verhindert, dass irgendwelches An odenprodukt in den Kathodenraum gelangen kann.
Das reine, metallische Titan wird an der Kathode K abgeschieden, die z. B. aus Kupfer besteht. Der Gasraum über der Ka thode wird vorteilhafterweise durch ein in bezug auf Titan inertes Gas gebildet, das bei dein Einführungsrohr E in den Kathoden raum gelangt und ihn wieder bei F v erlässt. Die ganze Elektrolysezelle kann von aussen auf die erforder'liebe Arbeitstemperatur ge heizt werden.
In einer praktisch bewährten Ausführung nach der prinzipiellen Form gemäss der Zeich nung wurden bei länger laufenden Versuchen zum Beispiel folgende Resultate erhalten: Beispiele 1.
Eine Schmelze von Lithiumchlorid und Kaliiimehlorid, die bei etwa 400 C schmilzt, wurde finit Titantetraehlorid g-esätti-t und mit einer kathodischen St.romdielite von. 8 Amp./ dm bei einer von<B>13,
7</B> Volt zwischen Kupferkathoden und Chraphitanoden bei 450 C elektrolvsiert. Der Abstand der Anoden vom. Zellenboden betrug 1.,5 ein, der der Trennwand<B>0,
5</B> ein. Ohne die Trennwand erhielt man Titan mit einer Ausbeute von unter 10% der Theorie. Mit der Trennwand wurde reines, metallisches Titan mit 92% der theoretischen Ausbeute erhalten.
2. Eine Schmelze von Lithiumehlorid und Kaliunicblorid mit Zusätzen von unter 10 Molprozent an Magnesiumchlorid wurde bei 450 C mit Tita.ntetraehlorid gesättigt und finit einer kathodisehen Stromdichte von 30 Anip./dm2 bei einer Zellenspannung von 4,
1 Volt zwischen Kupferkathodemrund Kohle anoden elektrolysiert. Die Abstände Anode- Zellenboden Lind Trennwand-Zellenboden waren die gleichen wie in Beispiel 1.. Ohne Trennwand erhielt man Titan mit einer Aus- beute von unter 10% der Theorie. Mit der Trennwand wurde reines,
metallisches Titan mit 90% Stromausbeute erhalten.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE</B> I. Verfahren zur Darstellung von reinem, metallischem Titan durch Sehmelzfl usselektro- lyse aus Bädern, die zum grösseren Teil aus Iialogeniclen der Alkali- und lrdalkalimetaile find. zum kleineren Teil aus Halogenverbin dungen des Titans bestehen, dadurch gekenn- zeiehnet, dass man eine elektrolytiselie Zelle verwendet,deren Anoden- vomn Kathodenraum durch eine für die Produkte der Elektrolyse undurehlässige oder nahezu undurehlässige Tre nnwarld aus @-orrr Selrinelzfluss unangreif- barem Material teilweise abgetrennt ist.Il. hlekt.rolytische Zelle zur Durehführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, da- (lurch @,,ekennzeiehnet, dass sie eine für die Produkte der Elektrolyse undurchlässige Trennwand enthält, die nahe an den Zellen boden reicht und den Kathodenraum seitlich vollständig vom Anodenraum abschliesst, wo- 'oei die Elektroden, die in die Elektrolyträume eindringen, einen grösseren Abstand vom Zel lenboden aufweisen als die Trennwand.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH335202T | 1955-06-15 |
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| CH335202D CH335202A (de) | 1955-06-15 | 1955-06-15 | Verfahren zur Darstellung von reinem, metallischem Titan durch Schmelzflusselektrolyse |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN115418679A (zh) * | 2022-09-30 | 2022-12-02 | 昆明理工大学 | 一种氟化物熔盐-电活性氧化物体系中二氧化钛电解制备金属钛的方法 |
-
1955
- 1955-06-15 CH CH335202D patent/CH335202A/de unknown
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