CH335251A - Spritzpistole - Google Patents
SpritzpistoleInfo
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Description
Spritzpistole Die Erfindung betrifft eine Spritzpistole mit auf ihrer Unterseite abnehmbar angeord netem, zur Aufnahme einer zu verspritzenden Flüssigkeit bestimmtem Gefäss und einer am Vorderende des Laufes einstellbar angeordne ten Zerstä.uberdüse, von welcher ein Kanal zu einem in das Flüssigkeitsgefäss eintauchenden Steigrohr führt. Bei den bekannten Spritz pistolen dieser Art ist der Betrieb an das Vorhandensein einer Luftkompressoranlage gebunden, was die Verwendungsmöglichkeiten entsprechend einschränkt.
Die vorliegende Er findung vermeidet nun diesen Nachteil, indem die Spritzpistole erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine zur Auf nahme einer Druckgaspatrone bestimmte, ver- seliliessbare Kammer nebst einem in diese vor springenden Dorn zum Durchstossen der Ver- sehlussmembran der Patrone und einen von der Dornspitze zur Mündung des Flüssigkeits gefässes führenden Druckgaskanal aufweist.
Als Druckgaspatrone können ohne weiteres die bekannten, im Handel erhältlichen Koh- lensä.urepatronen Verwendung finden, wie sie zum Beispiel für aufladbare Siphonflaschen im Haushalt Verwendung finden. Die Spritz pistole eignet sich zum Farbspritzen bzw. zum Zerstäuben von Insektenvertilgungsmittel. Sie kann jedoch auch verwendet werden, um Öl auf blanke Eisenteile aufzuspritzen, oder zu andern Zwecken. Sie eignet sich besonders zum Gebrauch durch Monteure bzw. Bastler, da sie an beliebiger Stelle eingesetzt. werden kann und nicht an das Vorhandensein von Druckanlagen gebunden ist.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt einen vertikalen Mittellängs schnitt.
Die Fig. 2 und 3 zeigen je einen Quer schnitt nach den Linien II-II bzw. III-III in Fig. 1.
Die Spritzpistole weist einen Lauf 1 auf, der mit einer zentralen Bohrung versehen ist. Diese -weist eine Erweiterung 3 auf, in welche ein nach vorn verlaufender, gegenüber der Bohrung etwas engerer zentraler Kanal 2 und ein nach unten verlaufender Kanal 4 einmün den. An letzteren ist ein Steigrohr 5 ange schlossen, das durch die Mündung eines Flüs sigkeitsgefässes 6 hindurch bis zum Boden desselben geführt ist. Der Hals 7 dieses Ge fässes ist mit Aussengewinde versehen und in einen mit entsprechendem Innengewinde ver- sehenen Ansatz 8 eingeschraubt, welcher auf, der Unterseite des Laufes 1 angeordnet ist.
Das vordere Ende des Laufes ist als Gewinde zapfen 9 ausgebildet, auf welchem eine Zer- stäuberdüse 10 verstellbar aufgeschraubt ist.
In der zentralen Laufbohrung ist eine Ventilnadel 11 längsverschiebbar geführt, die vorn mit einem Konus 12 versehen ist, wel cher mit einem durch die Mündung des Ka nals 2 in die Erweiterung 3 'gebildeten Ventil sitz zusammenarbeitet. Im hintern Endteil des Laufes ist. eine zentrale Bohrung 13 vorge- sehen, in welcher eine Schliessfeder 14 in Form einer Sehraubendruckfeder angeordnet ist. Diese stützt sich mit. ihrem vordern Ende an einen tellerförmigen Ansatz 15, welcher mit der Nadel 11, z. B. durch Schweissen, starr verbunden ist.
Mit Ihrem andern Ende ist die Feder 14 an einem Widerlager abgestützt, welches durch einen Gewindezapfen 16 gebil det ist, der in eine entsprechende Gewinde bohrung des Laufes nachstellbar eingeschraubt ist und eine zentrale Bohrung aufweist, durch welche die Nadel 11 mit ihrem rückwärtigen Endteil hindurchgeführt ist. Eine in einer Querbohrung des Laufes angeordnete, die Nadel 11 umschliessende Stopfbüchsenpackung 17 dient als dichter Abschluss gegenüber der Erweiterung 3.
Im mittleren Teil des Laufes 1 ist eine nach oben offene, mittlere Ausnehinung 18 vorgesehen, welche mit zwei seitlichen, symme trisch zur vertikalen Längsmittelebene liegen den senkrechten Schlitzen 19 verbunden ist. die auf die Laufunterseite ausmünden. Durch diese Schlitze sind die Schenkel. 20 eines im obern Endteil gegabelten Drückers 21 geführt und diese weisen koaxiale Langlöcher 22 auf, durch welche ein Gelenkstift 23 hindurchge führt ist. Die Enden des Stiftes 23 sind -in den beiderseitigen Wangen 24 des Laufes ver ankert, und in dem mittleren Teil der Gabeln. 20 ist ein zum Stift 23 paralleler Gelenkstift 25 eingesetzt, der durch eine entsprechende Quer bohrung der Nadel 11 hindurchgeführt. ist.
Im Pistolenhandgriff 26 ist eine Kammer 27 in Form eines langgestreekten, zylindri schen Hohlraumes angeordnet, die am Hand griffende durch einen Gewindezapfen 28 lös bar verschlossen ist, welcher in eine entspre ehende Gewindebohrung des Handgriffes ein geschraubt ist. Die Kammer 27 geht am obern Ende in eine zentrale Gewindebohrung 29 über, welche durch einen im Lauf 1. befind lichen waagrechten Kanal 30 mit der Mün dung des Gefässhalses 7 verbunden ist. In der Gewindebohrung 29 ist ein Gewinde zapfen 31 eingeschraubt, der mit. einem in die Kammer 27 vorspringenden Dorn 32 ver sehen ist.
Der Gewindezapfen 31 weist. wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, zwei seitliche Längs nuten 33 auf, die sich, wie aus Fig. 1 ersicht lich ist, bis in den Dorn 32 erstrecken. Diese Nuten bilden daher zusammen mit dem Kanal 30 eine Verbindung zwischen der Kammer 27 und dem Gefäss 6.
Die Kammer 27 ist derart dimensioniert, dass eine handelsübliche Koh- lensäurepatrone 34 mit etwa 4 em3 Inhalt und 80 Atm. L'berdruek derart eingesetzt werden kann, da.ss der Patronenkopf 35 nach oben weist und das rückwärtige Flaschenende in einer konischen Ausnehmung 36 des Ge windezapfens 28 zentrierend zur Anlage kommt.
Im obern Ende der Kammer 27 ist eine mit einer konischen zentralen Öffnung versehene Dichtungsscheibe 37 angeordnet, welche einen elastisch nachgiebigen Sitz für den Kopf 35 bildet, wobei der Dorn 32 durch die Öffnung der Scheibe 37 hindurchragt.
Zum Gebrauch wird das Gefäss 6 abgenom men, bis zu einem vorbestimmten Niveau 38 mit der zu verspritzenden Flüssigkeit, also z. B. einer Farbe geeigneter Viskosität gefüllt und dann wieder dichtend in den Ansatz 8 eingeschraubt. Der Kanal ? ist. selbsttätig durch den Konus 12 der Ventilnadel 11. ge schlossen, da die Schliessfeder 14 eine entspre chende Vorspannung hat, welche den Konus 12 gegen den Ventilsitz dichtend anpresst. Die Düse 10, welche bei völlig aufgeschraubte Lage den Kanal 2 nach aussen abschliesst, wird in eine gewünschte Gebrauchslage gedreht.
Nach Abnahme des Gewindezapfens 28 wird eine gefüllte Patrone 34 in die Kammer 27 eingeschoben und hierauf der Gewindezapfen 28 wieder eingesetzt: Durch Anziehen dessel ben wird die den Verschluss bildende übliche Metallmeiubran des Patronenkopfes 35 vom Dorn 32 durchstossen. Die Kohlensäure kann sich daher unter entsprechender Entspannung durch die Nuten 33 hindurch über die Ge windebohrung 29 und den Kanal 30 in den Luftraum des Gefässes 6 über dem Niveau 38 expandieren.
Die Grösse dieses Raumes sowie des Druekgaskanals 30, 29, 33 und der Raum inhalt der Patrone 34 sind so gewählt, dass sich nach der Expansion ein L'berdruek von etwa 20 Atm. einstellt. Wird nun die Pistole mit der einen Hand vom Bedienenden am Griff 26 gefasst und mit dem Zeigefinger dieser Hand ein entspre chender Druck auf den Drücker 21 ausgeübt, dann wird unter Zusammendrücken der Schliessfeder 14 die Nadel 1.1 zurückgeschoben und dadurch das Ventil entsprechend geöff net..
Infolge des Überdruckes über der Flüssig keit im Gefäss 6 wird diese durch das Steig rohr 5, den Kanal 4, die Erweiterung 3, den Kanal 2 in die Düse 10 gedrückt und hier entsprechend der Düseneinstellung zerstäubt und gelangt dann in Form eines feinzerstäub ten Strahls auf das zu behandelnde Objekt. Mit Absenken des Niveaus 38 während des Spritzvorganges nimmt zwar der oberhalb der Flüssigkeit befindliche Gasdruck entsprechend ab.
Er reicht jedoch .bei entsprechender Be messung des Gefässes 6 aus, um mit genü gender Beschleunigung für die Erzielung einer wirksamen Zerstäubung den gesamten Flüssigkeitsinhalt des Gefässes 6 ordnungs gemäss zu verspritzen, wobei der Bedienende jederzeit. durch Nachlassen des Fingerdruckes den Drücker nach Bedarf verschwenken kann, um den Durchflussquerschnitt des zur Zer- rtä.uberdüse führenden Flüssigkeitskanals zu verändern bzw. bei völligem. Loslassen des Drückers auf Null zu reduzieren. Auf diese eise kann der Spritzvorgang nach Belieben unterbrochen und wieder aufgenommen wer den.
Wenn eine Gefässfüllung verbraucht ist, dann entspannt. sich das Gas durch Austreten durch die Zerstäuberdüse völlig. Alsdann wird der Drücker 21 losgelassen und die Pa trone 34 entfernt. Für den neuen Gebrauch muss dann eine neue Patrone eingesetzt wer den.
Abweichend von der Därstellung in der Zeichnung kann die zur Aufnahme der Druck gaspatrone bestimmte Kammer nebst Dorn auch im Flüssigkeitsgefäss selbst angeordnet sein, welches gegebenenfalls unmittelbar als Pistolenhandgriff ausgebildet sein kann. Hier bei kann dementsprechend der Drücker, wel cher zur Veränderung des Durchflussquer- sehnittes des zur Zerstäuberdüse führenden Flüssigkeitskanals dient, vor dem Flüssigkeits gefäss an geeigneter Stelle angeordnet .sein bzw.
kann eine andere, vom Zeigefinger der das Flüssigkeitsgefäss umgreifenden Hand be- dienbare diesbezügliche Regelungseinrichtung vorhanden sein. Die Kammer kann in ähn licher Weise mit einem Verschluss an der Gefässunterseite ausgebildet sein, so dass die Patrone in das Gefäss in analoger Weise von unten einführbar sein kann, wie dies anhand des Ausführungsbeispiels gemäss der Zeich nung für den Pistolengriff erläutert worden , ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Spritzpistole mit auf ihrer Unterseite ab nehmbar angeordnetem, zur Aufnahme einer zu verspritzenden Flüssigkeit. bestimmtem Ge fäss und einer am Vorderende des Laufes ein stellbar angeordneten Zerstäuberdüse, von welcher ein Kanal zu einem in das Flüssig keitsgefäss eintauchenden Steigrohr führt, da durch gekennzeichnet, dass sie eine zur Auf nahme einer Druckgaspatrone (34) bestimmte, verschliessbare Kammer (27) nebst einem in diese vorspringenden Dorn (32) zum Durch stossen der Verschlussmembran der Patrone und einen von der Dornspitze zur Mündung des Flüssigkeitsgefässes (6) führenden Druck gaskanal (33, 30) aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1.Spritzpistole nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie eine Einrich tung zur Veränderung des Durchflussquer- sehnittes des zur Zerstäuberdüse (10) füh renden Flüssigkeitskanals (2) aufweist. 2. Spritzpistole nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass im Flüssigkeits kanal (2) ein Nadelventil mit durch einen am mittleren Laufteil beweglich gelagerten Drücker (21) verstellbarer Ventilnadel (11.) angeordnet ist. 3. Spritzpistole nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Ventilnadel (11) in einer zentralen Laufbohrung längsver schiebbar geführt ist und unter dem Einfluss einer im hintern Endteil des Laufes (1) an geordneten Schliessfeder (14) steht. 4.Spritzpistole nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die als Schrauben dritckfeder ausgebildete Schliessfeder (14) mit ihrem vordern Ende an einem Ansatz (15) der Ventilnadel (11), mit ihrem andern Ende dagegen an einem axial verstellbaren Wider lager (16) abgestützt ist. 5. Spritzpistole nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zur Aufnahme der Druckgaspatrone (34) bestimmte Kammer (27) im Pistolenhandgriff (26) angeordnet ist. 6.Spritzpistole nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Kammer (27) als am Handgriffende durch einen lösbaren Gewindezapfen (28) verschlossener Hohlraum ausgebildet ist, dessen oberes Ende als Sitz für den Patronenkopf (35) und den nach unten vorspringenden Dorn (32) ausgebildet ist. 7. Spritzpistole nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Dorn (32) axial vorspringend an einem Gewindezapfen. (31) sitzt, der mindestens eine seitliche, sieh bis in den Dorn (32) erstreckende, den An fang des Druekgaskanals (30) bildende Längs nut (33) aufweist. B.Spritzpistole nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., da.ss die zur Aufnahme der Druckgaspatrone bestimmte Kammer nebst Dorn im Flüssigkeitsgefäss angeordnet ist. 9. Spritzpistole nach Unteransprüchen und 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Flüs sigkeitsgefäss als Pistolenhandgriff ausgebil det ist.
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| EP0314531A3 (en) * | 1987-10-30 | 1990-02-28 | The Devilbiss Company (A Delaware Corp.) | Spray gun paint cup and lid assembly |
| WO2007107778A1 (en) | 2006-03-22 | 2007-09-27 | Shield Medicare Limited | Spray dispenser with compressed gas container |
| CN108726016A (zh) * | 2017-04-19 | 2018-11-02 | 常州咏捷精密五金科技发展有限公司 | 警用辣椒水喷器 |
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1955
- 1955-09-20 CH CH335251D patent/CH335251A/de unknown
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