Brennstoff-Speisevorrichtung für eine thermische Kraftanlage Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Brennstoff-Speisevorrichtungen für ther mische Kraftanlagen, und insbesondere auf eine solche Vorrichtung für zwei verschiedene Brennstoffe in einer Gasturbinenanlage.
Eine Gasturbinenanlage arbeitet norma lerweise bei allen Betriebszuständen mit ein und demselben Brennstoff. Wird jedoch ein gasförmiger Brennstoff aus einem Gaserzeu ger verwendet, so kann der Fall eintreten, dass die Gaszufuhr den Bedarf der Anlage nicht deckt. Zur Beseitigung dieser uner wünschten Beschränkung wird die Gastur binenanlage derart eingerichtet, dass zur Er gänzung einer unzureichenden Gaszufuhr ein flüssiger Zusatzbrennstoff verarbeitet werden kann. Die Zuleitung für gasförmigen und flüssigen Brennstoff münden hierbei in eine Brennstoff-Doppeldüse, von wo aus beide in die Brennkammer gelangen und ein Gemisch der erwünschten Zusammensetzung bilden.
Bei bisher bekannten Anlagen dieser Art müssen, sobald ein Übergang vom gasförmi gen zum flüssigen Brennstoff vorgenommen werden sollte, entweder die Gasturbinenanlage stillgesetzt und die Brennstoffdüsen für den Betrieb mit gasförmigem Brennstoff von Hand ausgebaut und durch solche für den Betrieb mit flüssigem Brennstoff ersetzt werden, od. es müssen Brennstoffdüsen für beide Brennstoffe in den Brennkammern sowie Ventile in deren Speiseleitungen vorgesehen und von Hand- im richtigen Sinn und im richtigen Verhältnis geöffnet bzw. geschlossen werden.
Sowohl die Stillstandszeiten als auch die beim Einstellen der jeweils erwünschten beiden Brennstoff anteile für die Brennkammer auftretenden Bedienungsschwierigkeiten der Ventile sind höchst unerwünscht.
Durch die vorliegende Eründung soll ein Wechsel oder eine Regelung der beiden der Gasturbine oder einer andern Antriebsma schine zugeführten Brennstoffe ermöglicht werden, und zwar in jedem erwünschten Ver hältnis der Brennstoffanteile ohne dass hier zu ein Stillsetzen der betreffenden Maschine erforderlich ist. Zu diesem Zweck ist ein Druckverteiler angewendet, der den an seiner Eingangsseite herrschenden Druck in zwei an seiner Ausgangsseite auftretende Teil drücke umwandelt.
Die Erfindung wird nachstehend in eini gen Ausführungsbeispielen anhand der Fig. 1 bis 3 näher erläutert. Von denselben zeigt Fig. 1 ein Prinzipschema einer Brennstoff- Speisevorrichtung für zwei Brennstoffe; Fig. 2 eine Variante der Speisevorrichtung gemäss Fig. 1; Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein Aus führungsbeispiel des Druckverteilers.
Zur Verwirklichung der Erfindung ist eine automatische Regelung der Speisung einer Gasturbinenanlage mit zwei Brennstof fen vorgesehen, und zwar kann jedes ge wünschte Verhältnis derselben eingestellt werden, um die Anlage bei vorgegebenen Betriebszuständen arbeiten lassen zu können.
Im Prinzipschema nach Fig. 1 ist eine Brennstoff Speisevorrichtung für eine Gas turbine 1 gezeigt, die eine Brennkammer 2 besitzt, welche seitens einer Doppeldüse 3 gespeist wird. Der Doppeldüse 3 kann über die Leitungen 4 und 5 Gas bzw. flüssiger Brennstoff oder beides gleichzeitig zugeführt werden. Der Zustrom über die Leitungen 4 und 5 wird seitens eines Gasregelventils 6 bzw. einer Flüssigkeitspumpe 7 geregelt. Das Gasregelventil 6 und die Flüssigkeitspumpe 7 sind beide als druckgesteuerte Organe aus gebildet, die entsprechend einem auf sie wir kenden Steuerdruck den von ihnen gelieferten Brennstoffstrom regeln.
Die Gesamtmenge des vom Gasregelventil 6 und von der Pumpe 7 gelieferten gasförmigen und flüssigen Brenn stoffes wird mittels einer besonderen Steuer einrichtung entsprechend der Turbinendreh zahl, der Temperatur und den Druckverhält nissen geregelt. Eine derartige Steuereinrich tung ist beispielsweise im USA-Patent \Tr. <B>2558592</B> beschrieben. Eine derartige Steuer einrichtung 8 ist hier zur Regelung des hy draulischen Drucks in der Leitung 9 vorge sehen, dessen Grösse durch den gewünschten Betriebszustand der Gasturbine 1 bestimmt wird.
Dieser Druck in der Leitung 9 bestimmt seinerseits die notwendige Brennstoffmenge zum Betrieb der Gasturbine entsprechend dem von der Steuereinrichtung 8 angegebe nen Verhältnissen.
Der Druck in der Leitung 9 sei nachste hend als < < variabler Steuerungs-Druck oder abgekürzt VSD-Druck bezeichnet. Der am Eingang des Druckverteilers 10 herrschende VSD-Druck wird in demselben in die zwei Teildrücke P1 und P2 aufgeteilt, deren Summe gleich dem VSD-Druck vergrössert um einen konstanten Betrag, entsprechend einem weiter unten noch näher erläuterten Gegendruck.
Die Teildrücke P1 und P, wer den über die Leitungen 13 bzw. 12 dem Ga.s- regelventil 6 bzw. der Brennstoffpumpe 7 zu geführt und steuern den Zustrom von gas förmigem bzw. flüssigem Brennstoff zur Tur bine 1.
-Das Gasregelventil 6 und die Flüssigkeits pumpe 7 sind derart ausgebildet, dass bei Einstellung ein und desselben VSD-Druckes die von den über das Gasregelventil 6 und über die Flüssigkeitspumpe 7 geführten Brennstoffmengen erzeugten Leistungen an genähert gleich gross sind. Dementsprechend ist die bei einem bestimmten VSD-Druck ver fügbare Turbinenleistung weitgehend kon stant, unabhängig vom Verhältnis der gerade am Gasregelventil 6 und an der Brennstoff pumpe 7 herrschenden Teildrücke.
Der Druckverteiler 10 kann beispielsweise so ein geregelt sein, dass der zum Gasregelventil 6 geleitete Steuerdruck dem Gesamtdruck ent spricht, also die Turbine nur mit gasförmi gem Brennstoff arbeitet. Der VSD-Druck kann aber auch so aufgeteilt werden, dass die Düse 3 gasförmigen und flüssigen Brennstoff zugeleitet erhält. In diesem Fall erzeugt die Summe beider Brennstoffe in der Brenn- kammer die erforderliche Turbinenleistung.
Der Druckverteiler 10 kann von Hand über das Handrad 11 auf verschiedene Ver hältnisse der zum Gasregelventil 6 und zur Flüssigkeitspumpe 7 gelangenden Teildrücke eingestellt werden. Diese Einstellung von Hand kann zu beliebiger Zeit während des Betriebs der Turbine vorgenommen werden, ohne dass dieselbe hierzu stillgesetzt werden muss.
Bei der Variante gemäss Fig. 2 wird der Druckverteiler 10 mittels eines vom Motor 69 betätigten Getriebes<B>7:2</B> betätigt. In der Stromzuleitung zum Motor 69 liegt ein druck betätigter Schalter 70. Dieser Schalter 70 wird vom Druck in der Leitung 4a über die Leitung 71 gesteuert und ist derart einge stellt, dass beim Absinken des Druckes in der Leitung 4a unter einen vorbestimmten Wert, der Motorstromkreis geschlossen und der Motor 69 in Drehung versetzt wird, wodurch der Druckverteiler verstellt wird zwecks Ver grösserung des zur Flüssigkeitspumpe 7 ge- langenden Teildrucks und damit zur Ein spritzung einer grösseren Menge flüssigen Brennstoffes als Ausgleich für die fehlende Gasmenge.
Mit einer derartigen Vorrichtung kann erreicht werden, dass die Gasturbine nur mit gasförmigem Brennstoff betrieben wird, so lange genügend Gas zur Verfügung steht und der zweite Brennstoff nur dann zugeführt wird, wenn der Gasdruck in der Leitung 4a unter den vorgesehenen Wert absinkt.
Zu diesem Zweck wird der Druckverteiler zuerst so eingestellt, dass der gesamte VSD- Druck zum Gasregelventil gelangt. Falls durch die Turbine mehr Gas beansprucht wird, als geliefert werden kann, macht sich dies durch einen Druckabfall in der Leitung 71 bemerkbar. Dann schliesst der druckab hängige Schalter 70 den Motorstromkreis und betätigt den Motor 69, der seinerseits den Druckverteiler beeinflusst und einen Teil druck zur Flüssigkeitspumpe 7 gelangen lässt, womit der Gasbedarf reduziert wird. Sobald der Gasdruck in der Zuleitung wieder normal ist, wird der Stromkreis wieder geöffnet und der Motor abgeschaltet.
Der in der Leitung 4a herrschende Mini maldruck wird normalerweise vom Gaserzeu ger bestimmt. Dabei wird berücksichtigt, dass andere vom Gaserzeuger versorgte Verbrau cher nicht durch einen zu grossen Gasbedarf der Turbinenanlage benachteiligt werden.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel des Druckverteilers 10 dargestellt. Derselbe ent hält einen Kolbenschieber zur Aufteilung des VSD-Drucks, eine für Handbedienung ein gerichtete Einstellvorrichtung zur Verstel lung dieses Schiebers und eine Druckhalte vorrichtung zur Gewährleistung eines Min destdrucks für die Flüssigkeitspumpe und das Gasregelventil.
Der Kolbenschieber 18 befindet sich in einer im Gehäuse 17 vorgesehenen Bohrung 16 und ist in einer Büchse 19 längsverschieb bar angeordnet. Letztere wird in einer in der Bohrung 16 in einer eingepassten Hülse 20 geführt. Die Büchse 19 und die Hülse 20 sind mit in axialer Richtung gegeneinander versetzten Durchgängen 21, 22, 23, 24 und 25 versehen. Die Durchgänge 21 und 25 bilden Abfluss- öffnungen und stehen mit dem Kanal 26 im Gehäuse in Verbindung, der zum Rückfluss des Öls über die Leitung 14 zum Behälter 15 (Fig. 1) dient.
Der VSD-Druck wird dem Schieber über die Leitung 9 und den Duxch- gang 23 zugeführt. Die Durchgänge 22 und 24 stehen mit den Leitungen 12 bzw. 13 in Verbindung, die zur Übertragung der für die Flüssigkeitspumpe bzw. das Gasregelventil bestimmten Teildrücke des VSD-Drucks dienen.
Der Kolbenschieber 18 ist mit drei einen gegenseitigen axialen Abstand aufweisenden Scheiben 28, 29 und 30 versehen, welche den Strömungsquerschnitt durch die Einlassöff- nung 23 bzw. die Auslassöffnungen 21 und 25 bestimmen. Zwischen der mittleren Scheibe 28 und den Scheiben 30 bzw. 29 befindet sich eine obere bzw. untere Kammer 33 bzw. 34.
Die Scheibe 28 besitzt eine etwas geringere axiale Dicke als die Einlassöffnung 23, und bei der gezeichneten Mittellage der Scheibe 28 relativ zur Einlassöffnung 23 ergeben sich gleich grosse Durchlässe 31 und 32 von der Eingangsöffnung 23 zur obern bzw. untern Kammer 33 bzw. 34. In dieser Mittelstellung der Scheibe 28 bilden die Scheiben 29 und 30 je einen Durchlass 36 bzw. 35 von den Kam mern 34 bzw. 33 zu den Auslassöffnungen 21 bzw. 25. Die Durchlässe 35, 36 sind genau gleich gross wie die Durchlässe 31, 32.
An den Auslassöffnungen 21 und 25 herrscht ein Gegendruck, der vom Rück schlagventil 65 oder einer andern geeigneten Druckhaltevorrichtung herrührt und auf je den gewünschten Wert einstellbar ist.
Es sei beispielsweise der VSD-Druck an der Eingangsöffnung 23 etwa 14 kg/cm2 und der Gegendruck an den Auslassöffnungen 21 und 25 sowie im Auslasskanal 26 etwa 2,8 kg/em2. Zu Beginn bewirkt der VSD-Druck, dass Öl in den Druckverteiler 10 fliesst und den Auslasskanal 26 auffüllt, bis ein Gegen druck von 2,8 kg/cm2 herrscht.
Der Druck- unterschied zwischen dem VSD-Druck und dem Gegendruck im Auslasskanal 26 stellt den maximal möglichen Druckabfall längs beliebiger Strömungswege zwischen Ein gangs- und Auslassöffnungen im Druckver teiler dar. Durch dieses Rückschlagventil 65 wird eine Druckverminderung in den Kam mern 33, 34 und den Leitungen 12 und 13 unter 2,8 kg/cm@ verhindert.
Dieser Mindest- druck in den Kammern 33 und 34 gewähr leistet eine einwandfreie Wirkungsweise der Flüssigkeitspumpe und des Gasregelventils, da dieselben Federvorspannungen besitzen und so ausgebildet sind, dass sie zwecks Ver meidung von Verlusten infolge einer Feder hysterese erst bei einem Mindestdruck von 2,8 kg/cml exakt arbeiten.
Aus der obenstehenden Beschreibung ist ersichtlich, dass hier zwischen der Einlass- öffnung 23 und dem Auslasskanal 26 zwei Strömungswege existieren. Der obere Strö mungsweg führt von der Einlassöffnung 23 über den Durchlass 31, die Kammer 33, den Durchlass 35 und die Auslassöffnung 25 zum Auslasskanal 26.
Der untere Strömungsweg führt von der Einlassöffnung 23 über den Durchlass 32, die Kammer 34, den Durchlass 36 und die Auslassöffnung 21 zum Auslass- kanal 26. Der gesamte Druckabfall in jedem dieser zwei Strömungswege ist 14 kg/cm@ (dem angenommenen VSD-Druck) abzüglich dem Gegendruck von 2,8 kg/cm', verursacht durch das Rückschlagventil 65.
Durch die Öffnungen 22 und 24 entsteht kein Druck abfall, da dieselben einem geschlossenen hy draulischen Steuersystem angehören, das nur die Teildrücke zur Flüssigkeitspumpe und zum Gasregelventil zur Beeinflussung der je weiligen Brennstoffmenge überträgt.
Wie in der Technik der hydraulischen Steuerungen bekannt, weisen die bei Mittel stellung der Scheibe 28 relativ zur Einlass- öffnung 23 gleich grossen Durchlässe 31 und 35 auch gleichen Druckabfall auf.
Der Ge samtdruckabfall an den Durchlässen 31 und 35 beträgt 14 kg/cm2 (angenommener VSD- Druck), abzüglich 2,8 kg/cm2 (Gegendruck seitens des Rückschlagventils 65), also 11,2 kg/cm2. Somit herrscht an jedem der Durch- lässe 31 und 35 der halbe Gesamtdruckabfall von 5,6 kg/cm2. Infolge des Druckabfalls am Durchlass 31 von 5,
6 kg/cm2 herrscht in der Kammer 33 und in der Leitung 13 zur Steue rung des Gasregelventils der VSD-Druck (14 kg/cm2), abzüglich dem Druckabfall am Durchlass 31 (5,6 kg/cd) oder 8,4 kg/cm2.
Bezüglich des untern Strömungsweges über den Durchlass 32 und die Kammer 34 ergeben sich bei Mittelstellung der Scheibe 28 die gleichen hydraulischen Verhältnisse. Der Gesamtdruckabfall längs des untern Strö mungsweges und an den beiden Durchlässen 32 und 36 ist gleich gross wie jener längs des obern Strömungsweges und an den beiden Durchlässen 31 und 35. Dementsprechend beträgt der Teildruck in der Kammer 34 und in der Leitung 12 zur Steuerung der Flüssig keitspumpe ebenfalls 8,4 kg/cm2.
Die Summe der Drücke in den Leitungen 12 und 13 beträgt 16,8 kg/em2 und ist gleich dem VSD-Druck (14 kg/cm2), erhöht um den Gegendruck (2,8 kg/em2) seitens des Rück schlagventils 65.
Falls es erwünscht ist, die Turbine bei spielsweise nur mit Gas zu betreiben, wird der Kolbenschieber 18 nach aufwärts ver schoben und der Durchlass 31 verschlossen. Zusammen mit dem Durchlass 31 wird auch der Durchlass 36 verschlossen, entsprechend der gegenseitigen Lage zwischen dem Kolben 18 und den Durchlässen in der Büchse 19. Infolgedessen ist der Druck in der Leitung 12 gleich dem VSD-Druck. Gleichzeitig wird, wie ersichtlich, da kein Drucköl in die Kam mer 33 gelangt und diese mit der Auslass leitung 25 in Verbindung steht, der Druck in der Leitung 13 gleich dem Gegendruck von 2,8 kg/em2 seitens des Rückschlagventils 65.
Der Gesamtdruck ist weiterhin 16,8 kg/cm2, nämlich gleich dem VSD-Druck, erhöht um den Gegendruck vom Rückschlagventil 65. In dieser Endstellung wird die Turbine dem nach nur mit dem einen Brennstoff, in der entgegengesetzten Endstellung nur mit dem andern Brennstoff betrieben. Es seien nunmehr die Verhältnisse bei einer Lage des Ventilkolbens zwischen der Mittelstellung und den Endstellungen be schrieben. In der Mittelstellung sind sämt liche Durchlässe 31, 32, 35, 36 gleich gross.
Die Scheiben 29 und 30 sind derart angeord net, dass sich bei einer Abwärtsbewegung des Kolbens 18 der Durchlass 36 im selben Aus mass öffnet, als sich der Durchlass 35 verklei nert. Gleichzeitig vergrössert sich der Durch lass 31 um den gleichen Betrag, um den sich der Durchlass 32 verkleinert. Bei dieser Ab wärtsbewegung des Kolbens 13 bleibt also der Druckabfall längs der beiden Strömungs wege konstant, aber die Druckabfälle an den Durchlässen ändern sich.
Bei jeder Einstel lung sind aber die Durchlässe 31 und 36 gleich gross, ebenso die Durchlässe 32 und 35, also vergrössern sich bei einer Abwärtsbewe gung des Kolbens 18 die Durchlässe 31 und 36 im gleichen Ausmass als sich die Durch- lässe 32 und 35 verkleinern. Die Druckabfälle an den paarweise gleich grossen Durchlässen ändern sich dementsprechend in gleicher Weise, d. h. der Druckabfall bei einer Ver kleinerung nimmt um den gleichen Betrag zu, um welchen sich der Druckabfall bei der Vergrösserung verringert. Dabei sind die Druckabfälle an den Durchlässen 31 und 36 gleich gross, ebenso diejenigen an den Durch- lässen 32 und 35.
Der Druck in der Kammer 33 entspricht dem VSD-Druck, vermindert um den Druck abfall am Durchlass 31, und in der Kammer 34 herrscht der VSD-Druck, vermindert um den Druckabfall am Durchlass 32.
Wird an genommen, dass der Druckabfall am Durch lass 31 gerade 3,5 kg/cm@ beträgt, dann ergibt sich in der Kammer 33 ein Druck von 14 kg/cm2 (der angenommene VSD-Druck), vermindert um 3,5 kg/cm2, also 10,5 kg/em2. Der Druckabfall längs des obern Strömungs weges beträgt 14 kg/cm2 (VSD-Druck), ab züglich 2,8 kg/cm2 (Gegendruck des Rück schlagventils), also 11,2 kg/em2. Der Druck abfall am Durehlass 35 entspricht somit dem Druck in der Kammer 33 (10,
5 kg/em2), ver- mindert um den Gegendruck (2,8 kg/em2), also 7,7 kg/em@.
Da der Druckabfall an den Durchlässen 32 und 35 gleich gross ist, herrscht in der Kammer 34 ein Druck von 14 kg/cm, ver mindert um 7,7 kg/em2 (Druckabfall am Durchlass 35), also 6,3 kg/em2. Die Summe der Drücke in den Kammern 33 und 34 ist wieder gleich der Summe aus dem VSD-Druck (14 kg/cm2) und dem Gegendruck (2,8 kg/em2) seitens des Rückschlagventils 65.
Somit ist ersichtlich, dass bei jeder Stel lung des Kolbens die Summe der Drücke in den Leitungen 12 und 13 gleich dem VSD- Druck, vergrössert um einen vorbestimmten konstanten Gegendruck ist.
Der Kolben 18 kann mittels einer von Hand zu bedienenden Vorrichtung 37 nach abwärts bewegt werden und wird seitens einer Feder 38 nach aufwärts gedrückt.
Die von Hand zu bedienende Vorrichtung zur Verschiebung des Kolbens 18 besteht aus einer Welle 39, die sich quer durch eine Kam mer 66 im Oberteil des Gehäuses 17 erstreckt und in Endstücken 42, 43 gelagert ist: Diese Endstücke 42, 43 befinden sich in Ausschnit ten 40 bzw. 41 des Gehäuses und sind an dem selben mittels der Schrauben 44 befestigt. Die Kammer 66 ist durch einen Deckel 67 abgeschlossen, der mit den Schrauben 68 am Gehäuse angeschraubt ist. Mittels eines Dreh griffes 11, der am einen Ende der Welle 39 befestigt ist, kann dieselbe verdreht werden. Auf der Welle 39 ist eine Nockenscheibe 45 angebracht, die einen Stift 46 berührt.
Dieser Stift 46 ragt durch ein Loch 47 in der Ab deckung 48 hindurch, die den Abschluss der Hülse gegenüber der Kammer 66 bildet. Am untern Ende drückt der Stift 46 gegen eine am Kolben befestigte Lasche 49. Durch eine Verdrehung der Welle 39 kann also über die Nockenscheibe 45, den Stift 46 und die Lasche 49 eine Abwärtsbewegung des Kol bens 18 bewirkt werden.
Gegen das untere Ende des Kolbens 18 drückt eine Scheibe 50, die durch eine Druck feder 51 belastet ist, deren Federführung 52 am Boden der Bohrung 16 anliegt. Die Feder 51 drückt den Kolben 18 nach aufwärts an den Stift 46, und diesen an die Nockenscheibe 45.
Somit kann die Lage des Kolbens durch Verdrehung des Handgriffes 11 exakt be stimmt werden, da die Feder 38 bewirkt, dass die Nockenscheibe 45 und der Stift 46 auf einander gleiten und wie eine starre Kupp lung wirken.
Das Rückschlagventil 65 im Auslasskanal 26 dient zur Erzeugung eines Gegendrucks in demselben. Dieser Gegendruck begrenzt den maximalen Druckabfall von der Ein gangsöffnung 23 bis zum Auslasskanal 26. Also bestimmt die Einstellung den Mindest druck in den Kammern 33 und 34. Das Rückschlagventil beündet sich in der Bohrung 60 des Gehäuses 17 und besitzt einen Ventilsitz 53 mit einer Einlassöffnung 54. Der Ventilsitz ist am Gehäuse 17 durch einen Ring 55 und die Schrauben 56 befestigt.
Ein Ventilteller 57 verschliesst, vorgespannt durch eine Feder 58, die Einlassöffnung 54. Die Feder 58 ruht mit ihrem andern Ende auf einem Stützbolzen 59, der einstellbar ist, um die Federspannung zu verändern. Der Stützbolzen 59 ist in einer Abschlussplatte 61 befestigt, die ihrerseits mittels der Schrauben 62 am Gehäuse 17 angebracht ist. Eine Kappe 63, die von den Schrauben 64 an der Ab schlussplatte festgehalten wird, deckt das äussere Ende des Stützbolzens 59 ab und ver hindert dessen unbeabsichtigte Verstellung.
Demnach stellt die beschriebene Appara tur eine Brennstoff-Speisevorrichtung für zwei Brennstoffe dar, welche einstellbar ist und die Zuführung einer erwünschten Menge der beiden Brennstoffe zur Turbine ohne Stillsetzung derselben ermöglicht. Der Brenn stoffbedarf der Turbine wird durch einen Steuerdruck bestimmt, der mittels eines Druckverteilers in einem beliebigen gewünsch ten Verhältnis in Teildrücke aufgeteilt wird, die dann den Regelmitteln zur Beein flussung der Zufuhr der zwei Brennstoffe zu geleitet werden. Obwohl nur ein einziges Ausführungsbei spiel näher beschrieben wurde, sind natür lich viele Abänderungen und Varianten mit äquivalenten mechanischen Mitteln möglich.
Beispielsweise kann das Rückschlagventil fortfallen und im Auslasskanal 26 normaler Atmosphärendruck vorgesehen werden. Dann ist der Druckabfall im obern und im untern Strömungsweg gleich dem gesamten VSD- Druck. In diesem Fall ist die Summe der Drücke in den Kammern 33 und 34 gleich dem VSD-Druck. Also dient dann der Druck verteiler zur Unterteilung des an der Ein gangsöffnung 23 herrschenden Drucks in zwei Teildrücke an den Ausgängen, deren Summe gleich dem Druck am Eingang ist.
Ferner kann der Kolbenschieber seitens einer Magnetspule oder durch andere Ein stellmittel, anstelle der beschriebenen Hand einstellung, verschoben werden.
Auch andere Bauarten von Rüekschlag- ventilen können im Auslasskanal 26 verwen det werden, oder durch andere bekannte Mit tel zur Aufrechterhaltung eines konstanten Gegendrucks ersetzt werden. Anstelle des be schriebenen druckbetätigten Schalters kann auch ein von der Gasmenge in der Zuleitung 4a. gesteuertes Schaltorgan verwendet werden.
Schliesslich sei noch erwähnt, dass die be schriebene Vorrichtung nicht auf die Ver wendung für einen gasförmigen und einen flüssigen Brennstoff beschränkt ist, vielmehr ist dieselbe auch für zwei Flüssigkeiten, zwei Gase, andere Medien, wie Staub usw., an wendbar.
Der beschriebene Druckverteiler bewirkt die Aufteilung des Eingangsdrucks in zwei Teildrücke an den Ausgängen, die gleich dem Eingangsdruck, vergrössert um einen kon stanten Wert, sind. Natürlich kann der Druckverteiler auch durch Abänderungen der Durchlässe und Scheiben so abgeändert werden, dass er andere gewünschte Teildrücke liefert. Beispielsweise kann die Summe der an den Ausgängen auftretenden Teildrücke gleich dem um 50 Prozent erhöhten VSD- Druck, oder einem andern Vielfachen des VSD-Drucks gemacht werden.